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	<title>Ghana Archive | afrika.info</title>
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	<description>Den Kontinent anders sehen</description>
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	<title>Ghana Archive | afrika.info</title>
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		<title>Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</title>
		<link>https://afrika.info/africa-now/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 09:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Programmschwerpunkt „Africa Now!“ rückt Ö1 ab Ende Oktober die Vielfalt afrikanischer Gesellschaften in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Radio Afrika International setzt der Sender dabei auf Journalist*innen aus afrikanischen Ländern, die ihre Perspektiven einbringen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/africa-now/">Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit dem Programmschwerpunkt „Africa Now!“ rückt Ö1 ab Ende Oktober die Vielfalt afrikanischer Gesellschaften in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Radio Afrika International setzt der Sender dabei auf Journalist*innen aus afrikanischen Ländern, die ihre Perspektiven einbringen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 29. Oktober 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr) – Wer über afrikanische Länder berichtet, entscheidet auch darüber, welche Geschichten erzählt werden und wer dabei zu Wort kommt. In der <a href="https://afrika.info/leistungen/vortraege-und-keynotes/afrika-berichterstattung-vortrag/" data-type="page" data-id="7087">Afrika-Berichterstattung</a> dominieren häufig Konflikte, politische Krisen und humanitäre Katastrophen. Wirtschaftliche Innovationen, kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen erhalten dagegen oft weniger Aufmerksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Radiosender Ö1 will diesen Blick mit seinem Programmschwerpunkt <a href="https://oe1.orf.at/africanow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Africa Now!“</a> erweitern. Ab 30. Oktober stehen zahlreiche Sendungen im Zeichen afrikanischer Lebenswelten, Ideen und Zukunftsperspektiven. Das Programm entsteht in Zusammenarbeit mit <a href="https://radioafrika.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Radio Afrika International</a>, das sein journalistisches Netzwerk auf dem Kontinent einbringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist dabei nicht nur die thematische Vielfalt, sondern vor allem der Zugang: Afrikanische Journalist*innen aus rund 20 Ländern berichten über Entwicklungen und Fragen, die ihre Gesellschaften beschäftigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Medienprofis aus Afrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit greift „Africa Now!“ eine grundlegende Frage der internationalen Berichterstattung auf: Wer bestimmt, welche Themen wichtig sind, und wessen Perspektiven prägen das öffentliche Bild?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ein differenziertes Verständnis afrikanischer Gesellschaften entsteht nicht allein dadurch, dass Medien häufiger über wirtschaftliche Erfolge oder kulturelle Leistungen berichten. Entscheidend ist ebenso, afrikanische Fachleute, Journalist*innen, Künstler*innen und gesellschaftliche Initiativen als eigenständige Stimmen wahrzunehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz von „Africa Now!“ entspricht einem journalistischen Grundgedanken, den auch afrika.info seit seiner Gründung verfolgt: Afrikanische Gesellschaften sollen nicht auf Krisen und Defizite reduziert werden. Ihre unterschiedlichen Erfahrungen, Interessen und Entwicklungen verdienen eine eigenständige und differenzierte Darstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür ist die Zusammenarbeit mit afrikanischen Journalist*innen dringend notwendig. Sie sind näher am Geschehen dran und haben einen anderen Blickwinkel auf die Ereignisse in ihren Ländern.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ö1 stellt elf dieser Medienprofis auf seiner Website vor:</h3>



<ul class="wp-block-list liste-mit-abstand">
<li><strong>Miriam Angil aus Kenia</strong> ist Journalistin, Moderatorin und TV-Produzentin. Mit ihrer eigenen Produktionsplattform <a href="https://sajenproductions.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sajen Productions</a> möchte sie insbesondere Geschichten und Perspektiven sichtbar machen, die in der etablierten Berichterstattung wenig Beachtung finden.</li>



<li><strong>Alhassan Bala aus Nigeria</strong> beschäftigt sich unter anderem mit Desinformation und Medienkompetenz. Er gründete die Hausa-sprachige Faktencheck-Plattform <a href="https://alkalanci.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alkalanci</a>, die Falschinformationen und Propaganda in Nordnigeria und der Sahelzone untersucht.</li>



<li><strong>Patrick Wasso aus Burundi</strong> berichtet seit vielen Jahren über Politik, gesellschaftliche Entwicklungen und grenzüberschreitenden Handel in der Region der Großen Seen. Er ist freier Jouranlist für <a href="https://www.bbc.com/gahuza" target="_blank" rel="noreferrer noopener">BBC Gahuza</a> und arbeitet unter anderem für Associated Press, France 24 und Radio France Internationale.</li>



<li><strong>Albert Oppong-Ansah aus Ghana</strong> ist auf Wissenschafts- und Umweltjournalismus spezialisiert. Seine Themen reichen vom Klimawandel über Luftverschmutzung bis zu erneuerbaren Energien. Dabei geht es ihm auch darum, politische Verantwortung sichtbar zu machen und gesellschaftliche Lösungsansätze aufzuzeigen.</li>



<li><strong>Eyasu Zekarias aus Äthiopien</strong> beschäftigt sich mit Wirtschafts- und Finanzthemen sowie Umweltpolitik. Als Journalist und Faktenchecker berichtet er über Entwicklungen in Äthiopien und den Nachbarländern.</li>



<li><strong>Henri Joël Abissi aus Benin</strong> arbeitet als Radioreporter und Videograf für den Fernsehsender <a href="https://www.youtube.com/channel/UCV2YGpOhPxNGSSw5KZ-F5wQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Canal 1 Culture</a>. Er widmet sich besonders dem kulturellen Erbe seines Landes, der ländlichen Entwicklung und lokalen Initiativen.</li>



<li><strong>Herminio José aus Mosambik</strong> lebt in Maputo und glaubt an Journalismus im Dienst der Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt seiner journalistischen Arbeit steht die Frage, wie sich politische Entscheidungen konkret auf den Alltag der Menschen auswirken.</li>



<li><strong>Jean Leonard Karuranga aus Ruanda</strong> arbeitet als Journalist, Medienproduzent und Videograf in Kigali. Darüber hinaus ist er als Videodokumentarist für das <a href="https://www.irdp.rw/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Institute of Research and Dialogue for Peace</a> (IRDP) in Kigali tätig.</li>



<li><strong>Augustin Wamenya aus der DR Kongo</strong> berichtet aus Goma in der Provinz Nord-Kivu. Seine journalistischen Schwerpunkte sind die Konflikte in der Region der Großen Seen, Umweltfragen und Sport.</li>



<li><strong>Ignatius Bahizi aus Uganda</strong> verfügt über langjährige Erfahrung im Radiojournalismus. Er beschäftigt sich insbesondere mit internationalen Beziehungen sowie politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Ostafrika.</li>



<li><strong>Venuste Alexandre Nshimiyimana</strong>, geboren in <strong>Ruanda</strong>, ist Journalist und Medienunternehmer in Belgien. Er arbeitete mehr als zwei Jahrzehnte für den BBC World Service und mehrere Jahre für Voice of America. Sein besonderes Anliegen ist es, jenseits der täglichen Schlagzeilen die unterschiedlichen gesellschaftlichen Realitäten afrikanischer Länder sichtbar zu machen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Afrikanische Perspektiven in vielen Facetten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie vielfältig diese Perspektiven sein können, zeigt das Programm. Den Auftakt bildet am 30. Oktober die Ö1-Sendung „Im Gespräch“ mit dem Wasser- und Energieexperten Paul Yillia. Er berichtet über seine Rückkehr nach Sierra Leone und seine Arbeit mit der Organisation TENN, die sich unter anderem mit Solarenergie, Trinkwasser und Stromversorgung beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im „Radiokolleg“ stehen vom 2. bis 5. November lokale Initiativen im Mittelpunkt, die wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen aufgreifen, Geschlechtergerechtigkeit fördern und neue Handlungsmöglichkeiten schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Sendungen beschäftigen sich mit der Kulturszene in Senegal, der Gnawa-Musik aus Marokko oder zeitgenössischen afrikanischen Komponistinnen. Das Technologiemagazin „matrix“ untersucht am 6. November am Beispiel Ugandas die Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen und die Frage, wer Zugang zu sensiblen Daten der Bürgerinnen erhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt beschränkt sich damit nicht auf Erfolgsgeschichten. Auch politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konflikte bleiben Teil der Berichterstattung. Sie werden jedoch um Perspektiven ergänzt, die im europäischen Medienalltag häufig zu kurz kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird dieser Ansatz in der Ö1-Reihe „Gedanken für den Tag“. Vom 2. bis 7. November kommen Menschen aus verschiedenen afrikanischen Ländern zu Wort und sprechen über ihren Alltag, ihre Hoffnungen und ihre Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit der Rolle der Medien in Mali und der Stellung von Journalistinnen in Burkina Faso, Niger und Mali. Weitere Themen sind Frauen in Wissenschaft und Entwicklung, religiöse und kulturelle Lebenswelten sowie politische und wirtschaftliche Veränderungen in der Demokratischen Republik Kongo. (Ende)</p>



<p class="afrika-hinweis wp-block-paragraph">Zum Programmschwerpunkt <a href="https://oe1.orf.at/africanow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Africa Now!&#8220;</a> auf Ö1</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Shutterstock.com</p>
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		<item>
		<title>The Chocolate War</title>
		<link>https://afrika.info/veranstaltungen/the-chocolate-war/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 14:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Côte d'Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Filmabend]]></category>
		<category><![CDATA[Kakao]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Miki Mistrati]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Collingsworth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der dänische Dokumentarfilm „The Chocolate War“ (2022) beleuchtet die dramatische Situation von Kinderarbeit auf Kakaoplantagen in Westafrika und zeigt auf, dass kakaoverarbeitende Unternehmen weiterhin von der Ausbeutung von Kindern profitieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/veranstaltungen/the-chocolate-war/">The Chocolate War</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 id="h-filmabend-mit-schokoladenverkostung" class="wp-block-heading">Filmabend mit Schokoladenverkostung</h2>



<pre class="wp-block-verse"><strong>Termin:</strong> 5. Dezember 2025, 18:30 Uhr<br><strong>Ort:</strong> Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Imaculada (EG), Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg<br><strong>Eintritt: </strong>frei</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Der dänische Dokumentarfilm <strong>„The Chocolate War“</strong> (2022) beleuchtet die dramatische Situation von Kinderarbeit auf Kakaoplantagen in Westafrika und zeigt auf, dass kakaoverarbeitende Unternehmen weiterhin von der Ausbeutung von Kindern profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon vor mehr als zwei Jahrzehnten haben die größten Schokoladenunternehmen mit Unterzeichnung des <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Harkin%E2%80%93Engel_Protocol" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Harkin-Engel-Protokolls</a> (2001) versprochen, die schlimmsten Formen von Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen Westafrikas zu beenden. Doch bis heute hat sich daran wenig geändert: Noch immer schuften rund <strong>1,5 Millionen Kinder</strong> (Quelle: <a href="https://www.norc.org/research/projects/assessing-child-labor-in-west-africa-cocoa-farming.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NORC</a>) unter gefährlichen Bedingungen allein in <strong>Côte d’Ivoire</strong> und <strong>Ghana</strong> – den Hauptanbaugebieten für Kakao.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dokumentarfilm begleitet den US-amerikanischen Menschenrechtsanwalt <strong>Terry Collingsworth</strong> über fünf Jahre hinweg in seinem beharrlichen Kampf gegen die bewusste Ausbeutung von Kindern auf ivorischen Kakaoplantagen. Als Vertreter von acht Betroffenen reist er wiederholt nach Westafrika, sammelt Beweise und bringt schließlich einen Fall bis vor den Obersten Gerichtshof der USA. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„The Chocolate War“ ist der dritte Film des dänischen Regisseurs <strong>Miki Mistrati</strong>, der sich seit Jahren mit den dunklen Seiten der Schokoladenindustrie auseinandersetzt. Schon 2010 deckte er in „The Dark Side of Chocolate“ die weitverbreitete Kinderarbeit auf westafrikanischen Kakaoplantagen auf.</p>



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<iframe title="The Chocolate War Trailer | CPH:DOX 2022" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/tzlG1WoKfao?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Trailer zu &#8222;The Chocolate War&#8220; von Miki Mistrati</figcaption></figure>



<h2 id="h-schokoladenverkostung-mit-fairer-alternative" class="wp-block-heading">Schokoladenverkostung mit fairer Alternative</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an den Film sind die Besucher*innen eingeladen, Schokoladen des deutsch-ghanaischen Unternehmens fairafric zu verkosten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">fairafric zählt zu den Vorreitern einer fairen Wertschöpfung: Das Unternehmen zahlt die höchsten Kakaoprämien in Westafrika und produziert seine Schokolade vollständig vor Ort in einer solarbetriebenen Fabrik in Suhum, Ghana.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a href="https://www.inkota.de/sites/default/files/2025-04/250401_factsheet3_zertifizierung_web.pdf">aktuelle Studie</a> des Inkota-Netzwerks in Berlin (2025) bestätigt: fairafric ist die einzige Marke, die alle sechs geprüften Nachhaltigkeitskriterien vollständig erfüllt.<br><br>Ein Kooperation von Afro-Asiatisches Institut Salzburg, afrika.info, PLUS Green Campus Students Team, Katholische Hochschulgemeinde</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Der ghanaische Kakaofarmer Nicholas Dwamena präsentiert stolz seine Ernte. Durch die Kooperation mit fairafric erzielt er ein besseres Einkommen. (Foto: Martin Sturmer/afrika.info)</p>
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		<item>
		<title>Hustensaft aus Schneckenschleim</title>
		<link>https://afrika.info/hustensaft-aus-schneckenschleim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jul 2023 09:25:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Gedanke an Schneckenschleim ruft bei vielen Menschen Ekel hervor. Für den kenianischen Wissenschaftler Paul Kinoti ist das Sekret aber ungemein nützlich: Er entwickelt daraus einen Hustensaft für Kleinkinder.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/hustensaft-aus-schneckenschleim/">Hustensaft aus Schneckenschleim</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Wilson Odhiambo | 10. Juli 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nairobi (IPS/afr). Der Gedanke an Schneckenschleim ruft bei vielen Menschen Ekel hervor. Für den kenianischen Wissenschaftler Paul Kinoti ist das Sekret aber ungemein nützlich: Er entwickelt daraus einen Hustensaft für Kleinkinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paul Kinoti ist Dozent in der Abteilung für Gartenbau und Ernährungssicherheit an der <a href="http://www.jkuat.ac.ke/from-snail-slime-to-cough-syrup-jkuat-pushes-research-boundaries/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology</a> (JKUAT). Für seine Forschung an Schnecken hat er kürzlich eine Förderung in Höhe von 127 Millionen Kenia-Schilling (ca. 83.000 Euro) vom <a href="https://istitutodielicicoltura.com/">Institute of Heliciculture</a> in Cherasco, Italien erhalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kontakt mit der Schneckenzucht ist Kinoti vor mehr als zehn Jahren im Rahmen seines Doktoratsstudiums an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien gekommen. Nach seiner Rückkehr in Kenia begann er, sich mit dem Potenzial von Schnecken für die Landwirtschaft zu beschäftigen. So entwickelte er etwa Hautpflegeprodukte, die vom Kenya Bureau of Standards (KEBS) zertifiziert wurden und bereits auf dem Markt erhältlich sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Entdeckung in Ghana</h2>



<p class="wp-block-paragraph">2019 bemerkte Kinoti bei einem Aufenthalt in der Stadt Kumasi in Ghana, dass dort für Kinder ein spezielles Grippemittel zubereitet wurde. „Mir ist aufgefallen, dass die Eltern Schneckenschleim sammelten, diesen mit etwas Honig vermischten und den Kindern als Heilmittel verabreichten“, erzählt Kinoti. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entdeckung ließ Kinoti nicht mehr los: Denn in Kenia stehen rezeptfreie Hustensäfte für Kleinkinder aufgrund ihrer Nebenwirkungen seit vielen Jahren&nbsp; in der Kritik. Der Wissenschaftler ist überzeugt, dass Schneckenschleim eine unbedenkliche und zudem leistbare Alternative bei Kindern unter fünf Jahren darstellt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Forschungsprojekt ist in zwei Phasen angelegt: In der ersten Phase geht es darum, die Wirkung von Schneckenschleim weiter zu erforschen und Landwirt*innen zur Schneckenzucht zu ermutigen. In der zweiten Phase soll die Produktion des Hustensafts gestartet werden. Für die Markteinführung ist eine Zulassung durch die Kenya Food and Drug Authority (KFDA) erforderlich. Der Abschluss des Forschungsprojektes ist für Mai 2025 geplant.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Riesenschnecke im Fokus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Forschung steht derzeit die Ostafrikanische Riesenschnecke (Echte Achatschnecke, Achatina Fulica), die pro Tier bis zu vier Milliliter Schleim absondert. Für die Herstellung von einem Liter Schleim werden also 250 dieser Riesenschnecken benötigt. Kinoti legt aber Wert darauf, dass die Schnecken bei der Schleimgewinnung nicht verletzt werden. Die Extraktion erfolgt nur einmal pro Woche unter Einsatz von Zitronensäure.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Gehäuselänge von bis zu 20 cm und einer Körperlänge von bis zu 30 cm zählt die Ostafrikanische Riesenschnecke zu den größten Landschnecken der Welt. In verschiedenen afrikanischen und asiatischen Küchen gilt das Weichtier als Delikatesse. Für die Landwirtschaft stellte die Riesenschnecke bislang eher ein Problem dar:&nbsp; Sie wird als invasive Art betrachtet, die rasch Kolonien bildet, den Anbau schädigt und Pflanzenkrankheiten überträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Produktion des Hustensafts soll die Ostafrikanische Riesenschnecke zu einer wichtigen Einkommensquelle für Landwirt*innen werden. In dreitägigen Kursen werden Bauern und Bäuerinnen in der Aufzucht von Schnecken und in der Schleimextraktion geschult. Die gewonnenen Sekrete werden dann von der JKUAT angekauft und zu Hustensaft verarbeitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zusätzliche Erwerbsquelle für die Landwirtschaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fördermittel aus Italien sollen laut Paul Kinoti auch dazu beitragen, für Frauen, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Mit einem Investment von 20.000 Kenia-Schilling (132 Euro) könne ein*e Schneckenzüchter*in bis zu 100.000 Kenia-Schilling (660 Euro) im Monat verdienen, so Kinoti.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Antony Njoroge, Bauer im Kiambu County in Zentralkenia, ist für den Zusatzverdienst dankbar: “Die meisten Menschen im Kiambu County sind komplett in der Landwirtschaft tätig oder haben irgendwo ein Stück Land, das sie für landwirtschaftliche Aktivitäten reserviert haben. Viele erhalten jetzt eine zusätzliche Erwerbsquelle. In unserer Kultur hätten die meisten von uns nie daran gedacht, Schneckenzucht zu praktizieren.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Afrikanische Riesenschnecken auf einem Markt in Accra, Ghana (Foto: Canva)</p>
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		<title>Impfstoff bringt Wende im Kampf gegen Malaria</title>
		<link>https://afrika.info/impfstoff-bringt-wende-im-kampf-gegen-malaria/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2023 13:53:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kenai]]></category>
		<category><![CDATA[Malaria]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Viktoriasee in Ostafrika ist der zweitgrößte Süßwassersee und der größte tropische See der Welt. Das beeindruckende Ökosystem beherbergt eine atemberaubende Vielfalt an Vogel-, Wasser- und Tierarten. Der See ist aber auch ein idealer Nährboden für Mücken, die Malaria übertragen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">23. Mai 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kisumu (AR/WHO/afr). Der Viktoriasee in Ostafrika ist der zweitgrößte Süßwassersee und der größte tropische See der Welt. Das beeindruckende Ökosystem beherbergt eine atemberaubende Vielfalt an Vogel-, Wasser- und Tierarten. Der See ist aber auch ein idealer Nährboden für Mücken, die Malaria übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Malaria-Expert*innen bezeichnen die Gebiete rund um das Seeufer als „See-Endemiegebiet“ Kenias. Die meisten Menschen dort haben mit Malaria-Infektionen zu kämpfen, viele haben schreckliche Verluste erlitten. Im Jahr 2021 gab es weltweit 247 Millionen Malaria-Erkrankungen, die zu 619.000 Todesfällen führten. 77 Prozent der Verstorbenen waren Kinder unter fünf Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als ich aufwuchs, hatte ich mehrere Malaria-Anfälle und ich habe Kinder mit bleibenden Behinderungen leiden sehen“, erzählt Vivienne, Mutter von fünf Kindern aus Chemelil Market, einem ländlichen Dorf außerhalb der Stadt Kisumu. „Meine drei ältesten Kinder kämpfen häufig mit Malaria. Wenn sie krank werden, verlieren sie den Appetit, haben Fieber, Durchfall und Erbrechen und werden sehr schwach.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pilotphase in Kenia, Ghana und Malawi</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die leidvolle Erfahrung mit Malaria war der Grund, warum Vivienne nicht lange überlegen musste, als sie vom weltweit ersten Malaria-Impfstoffs RTS,S/AS01 (oder RTS,S) hörte. Im Jahr 2019 wurde der Impfstoff im Rahmen einer Pilotphase des von der WHO koordinierten „Malaria Vaccine Implementation Program“ (MVIP) in Teilen Kenias sowie in Ghana und Malawi eingeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestartet wurden die Pilotprojekte, um den Nutzen des Impfstoffs für die öffentliche Gesundheit zu bewerten und Rückschlüsse auf die Akzeptanz zu erhalten. Fast vier Jahre später wurde der Malaria-Impfstoff in den drei Ländern an 1,4 Millionen Kindern verabreicht. In Kenia haben 400.000 Kinder zumindest eine Dosis der vierteiligen Impfung erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Gebieten, in denen RTS,S eingesetzt wird, gibt es laut <a href="https://www.who.int/news/item/06-10-2021-who-recommends-groundbreaking-malaria-vaccine-for-children-at-risk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WHO einen 30-prozentigen Rückgang bei schweren Malariafällen</a>. Das gilt selbst für Gegenden, in denen mit Insektiziden behandelte Netze weit verbreitet sind und ein guter Zugang zu Diagnose und Behandlung besteht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deutlicher Rückgang bei Erkrankungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gregory Ganda, Gesundheitsbeauftragter von Kisumu County, bestätigt den Erfolg der Impfung: „In den letzten Jahren haben wir einen deutlichen Rückgang der Einweisungen aufgrund von Malaria beobachtet. Es ist ein tolles Gefühl, als Arzt darüber nachzudenken, eine Station wegen Mangels an Patient*innen zu schließen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vivienne hatte von der Möglichkeit einer Malaria-Impfung durch Rose Akinyi, ehrenamtliche Gesundheitshelferin der Gemeinde, erfahren. In Kenia fungieren freiwillige Helfer*innen im Gesundheitswesen als wichtiges Bindeglied zwischen Pflegekräften und dem Gesundheitssystem. Akinyi wies Vivienne auf verschiedene Impfungen hin, die in Kenia routinemäßig verabreicht werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viviennes jüngste Kinder Isaac und Moses haben mittlerweile vier bzw. drei Dosen des Impfstoffs erhalten. „Sie leiden viel weniger unter Malaria als meine anderen drei Kinder,“ erzählt Vivienne. „Isaac und Moses sind viel kräftiger. Und als sie einmal doch an Malaria erkrankten, verlief die Krankheit weitaus weniger schwerwiegend.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">28 afrikanische Länder planen Impfungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im benachbarten Homa Bay erhielt Margaret Atienos Tochter Stella kürzlich die dritte Dosis. „Der Impfstoff ist wichtig, weil er mein Kind schützt“, sagt Atieno. „Ich wünschte sogar, es gebe auch eine Möglichkeit für meine größeren Kinder, damit sie genauso geschützt wären wie Stella.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gordon Okomo, Gesundheitsdirektor von Homa Bay County, ist von der neuen Waffe gegen Malaria überzeugt: „Der Impfstoff war ein Wendepunkt und ein Durchbruch“, erklärt er. „Wir haben gesehen, dass die Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren zurückgegangen ist. Die Leute dachten nicht, dass wir einen Impfstoff gegen Malaria haben könnten, und jetzt sind alle begeistert.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pilotphase in Kenia umfasst 26 Bezirke. Kürzlich hat das Gesundheitsministerium die Verfügbarkeit des Impfstoffs verdoppelt. Auch außerhalb Kenias ist die Nachfrage nach dem Malaria-Impfstoff groß. Zumindest 28 afrikanische Länder planen, Unterstützung bei der globalen Impfallianz Gavi für die Bereitstellung des Impfstoffs zu beantragen. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">Der englischsprachige Originalbeitrag ist im Mai 2023 in unserem Partnermagazin <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/july-2022/12-000-births-zero-deaths-malawians-celebrate-hero-midwife-charity-salima" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen erschienen. afrika.info hat den Artikel um die Malaria-Fallzahlen ergänzt.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Ein erkranktes Kleinkind in einem Krankenhaus im Süden von Kenia. 77 Prozent der Malaria-Todesfälle betreffen Kinder unter fünf Jahren. (Foto: Martin Sturmer)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/impfstoff-bringt-wende-im-kampf-gegen-malaria/">Impfstoff bringt Wende im Kampf gegen Malaria</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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		<title>Grenzenloses Zahlungssystem</title>
		<link>https://afrika.info/grenzenloses-zahlungssystem-papss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2022 10:57:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fidelis Adele, der CEO von “Solid Graphics” aus Freetown, bestellte  im letzten September einige Drucker in Nigeria. Zusätzlich zum Bestellwert von 10.000 US-Dollar musste er Spesen in Höhe von 165 US-Dollar in Kauf nehmen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Kingsley Ighobor, Africa Renewal* | 15. Februar 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freetown (AR/afr). Fidelis Adele, der CEO von “Solid Graphics” aus Freetown, bestellte&nbsp; im letzten September einige Drucker in Nigeria. Zusätzlich zum Bestellwert von 10.000 US-Dollar musste er Spesen in Höhe von 165 US-Dollar in Kauf nehmen. Trotzdem dauerte es drei Tage, bis das Geld auf dem Konto des Verkäufers in Nigeria ankam.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe 30 Dollar als Überweisungsgebühr, 35 Dollar als SWIFT-Gebühr und weitere 100 Dollar an Bankgebühren bezahlt“, erzählt Adele im Gespräch mit der UN-Zeitschrift “Africa Renewal”. Alternativen wie “Western Union” oder MoneyGram wären wegen ihrer Wechselkurse nicht in Frage gekommen, so Adele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfahrung wie Fidelis Adele machen Händler*innen in Afrika jeden Tag, wenn sie grenzüberschreitend tätig werden. Der umständliche und zeitaufwändige Prozess kostet jedes Jahr fünf Milliarden US-Dollar an Gebühren für Geldüberweisungen, weiß Benedict Oramah, Präsident der “African Export-Import Bank” (Afreximbank). Im Interview mit “Africa Renewal” erklärt Oramah: “Wir sind ein armer Kontinent. Wir sollten das Geld nicht auf diese Weise verschwenden.”</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="pilotprojekt-in-sechs-landern-in-westafrika">Pilotprojekt in sechs Ländern in Westafrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Problem zu lösen, hat die Afreximbank das&nbsp; “Pan-African Payments and Settlement Systems”&nbsp; (PAPSS) gestartet. Die Plattform soll&nbsp; grenzüberschreitende Zahlungen in lokalen Währungen erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PAPSS wurde bislang erfolgreich den sechs Ländern der Westafrikanischen Währungszone (WAMZ) getestet &#8211; dazu zählen Nigeria, Gambia, Sierra Leone, Liberia, Ghana und Guinea. Die Zone sei ideal für den Testballon gewesen, bestätigt Oramah: „Die sechs WAMZ-Länder haben unterschiedliche Währungen. Eines der Länder ist frankophon, und die anderen sind anglophon. Wir haben eine große Wirtschaft wie Nigeria und kleinere Volkswirtschaften. Alles, was in anderen Teilen Afrikas schief gehen kann, wäre in der WAMZ schief gelaufen, und wir hätten Probleme während der Pilotphase erkannt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die operative Einführung von PAPSS wurde bereits Ende September 2021 angekündigt. Der Zentralbanken der Länder arbeiten dabei eng mit der Afreximbank zusammen. Die multilaterale Handelsbank hat 500 Millionen US-Dollar für die Einführung des Zahlungssystems in Westafrika zur Verfügung gestellt, weitere drei Milliarden US-Dollar sollen in den afrikaweiten Ausbau investiert werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Geschäftsführer von PAPSS, Mike Ogbalu sagt, dass während der Pilotphase in Westafrika Bankkonten in verschiedenen Ländern innerhalb von zehn Sekunden belastet und gutgeschrieben wurden. Die Technologie sei robust und könne große Transaktionen bewältigen, so Ogbalu.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Der Geldtransfer mit PAPSS erfolgt in einem fünfstufigen Verfahren:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Eine Zahlungsanweisung wird an eine lokale Bank oder einen Zahlungsdienstleister erteilt.</li><li>Die Bank oder der Zahlungsdienstleister übermittelt die Anweisung an PAPSS.</li><li>PAPPS validiert die Zahlungsanweisung.</li><li>PAPPS leitet die Anweisung an die Bank oder den Zahlungsdienstleiter des/der Begünstigten weiter.</li><li>Die Bank oder der Zahlungsdienstleister des/der Begünstigten zahlt den Überweisungsbetrag in lokaler Währung aus.</li></ol>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="hohe-erwartungen">Hohe Erwartungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Vereinfachung grenzüberschreitender Transaktionen und die Verringerung der Abhängigkeit von harten Währungen soll der innerafrikanische Handel erheblich angekurbelt werden. Derzeit beträgt der Anteil des Handels zwischen afrikanischen Ländern nur bei 17 Prozent des gesamten Handelsvolumen des Kontinents. Außerdem wird erwartet, dass PAPSS zu einer Steigerung der lokalen Wertschöpfung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beiträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Wamkele Mene, Generalsekretär der Afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA), könnte das neue Zahlungssystem zu einem echten Gamechanger werden: „Es gibt 42 Währungen in Afrika. Wir wollen sicherstellen, dass ein Händler in Ghana ghanaische Cedi an einen Geschäftspartner in Kenia überweisen kann, der dann kenianische Schilling erhält“, sagt Mene gegenüber “Africa Renewal”.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unternehmer Fidelis Adele hatte bislang noch nichts von PAPSS gehört. Nun ist er aber zuversichtlich, dass ihm das Zahlungssystem in seinem Business helfen wird. „Wenn ich in Freetown Leones zu einer Bank bringen könnte, um Drucker in Nigeria zu bezahlen, und das Geld sofort auf dem Konto des Begünstigten in Nigeria eingezahlt wird, wäre das außergewöhnlich“, sagt er. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Kingsley Ighobor ist Chefredakteur unseres Partnermagazins&nbsp;<a href="https://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a>&nbsp;der Vereinten Nationen. Der englischsprachiger Originalbeitrag stammt aus der <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/issue/november-2021">Ausgabe November 2021</a>.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Headquarter der “Central Bank of Nigeria” in Abuja (Foto: Tayvay, Shutterstock.com)</p>
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		<title>Corona in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 14:19:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Daten zur Corona-Pandemie in Afrika - vom Auftreten des ersten Falls am 14. Februar 2020 in Ägypten bis zum Ende der Datenerfassung am 5. März 2023.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/corona/">Corona in Afrika</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#eae9e3"><strong>Datenerfassung beendet</strong><br><br>Nach über drei Jahren haben wir das Projekt am 5. März 2023 beendet. Hintergrund für die Entscheidung war, dass nach der Einstellung der Datenerfassung durch die <a href="https://coronavirus.jhu.edu/map.html">John Hopkins University</a> (per 10. März 2023) und <a href="https://africacdc.org/covid-19/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa CDC</a> (per 1. Jänner 2023) keine ausreichende Grundlage mehr gegeben war.<br></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://afrika.info/corona/chronik/">Chronik einer Ausbreitung: 14. Februar 2020 (erster Corona-Fall in Afrika) bis 5. März 2023</a></li>



<li><a href="https://afrika.info/corona/hintergrund/">Hintergrund zum Datenerfassungsprojekt von afrika.info</a></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Stand: 5. März 2023</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button has-custom-font-size is-style-fill" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>12.267.951</strong><br>(+5.319 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>257.774 Todesfälle</strong><br>(+16 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-green-cyan-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>11.893.778 genesene Personen</strong><br>(+11.288 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>116.399 aktive Fälle</strong><br>(-5.985 zur Vorwoche)</a></div>
</div>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="epidemiologische-kurve">Epidemiologische Kurve</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die epidemiologische Kurve zeigt den täglichen Zuwachs an positiv getesteten Personen. Der Übersichtlichkeit halber werden die wöchentlichen Durchschnittswerte dargestellt.</p>



<iframe title="Epidemiologische Kurve für Afrika (Wochenschnitt)" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-nFw1H" src="https://datawrapper.dwcdn.net/nFw1H/91/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="800" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
</script>



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<h2 class="wp-block-heading" id="7-tage-inzidenz-in-afrikanischen-staaten">7-Tage-Inzidenz in afrikanischen Staaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 7-Tage-Inzidenz beträgt für den gesamten Kontinent derzeit <strong>0,37</strong> (+0,14 zur Vorwoche). Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Südafrika (5,73). Dahinter folgen Eswatini (5,71), Mauritius (2,73), Botswana (2,62) und Sambia (1,54). 19 afrikanische Staaten haben in der letzten Woche ihre Infektionszahlen nicht aktualisiert.</p>



<iframe title="Karte: Das Coronavirus in Afrika" aria-label="Karte" id="datawrapper-chart-y4fZm" src="https://datawrapper.dwcdn.net/y4fZm/421/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="538" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px"}}}))}();
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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-default"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="entwicklung-der-aktiven-corona-infektionen">Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen</h2>



<iframe title="Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen in Afrika" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-GZgId" src="https://datawrapper.dwcdn.net/GZgId/432/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="600" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-wichtigsten-zahlen-im-zeitlichen-verlauf">Die wichtigsten Zahlen im zeitlichen Verlauf</h2>



<iframe title="Tabelle: Coronavirus in Afrika" aria-label="Tabelle" id="datawrapper-chart-0hxhf" src="https://datawrapper.dwcdn.net/0hxhf/405/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="1634" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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		<item>
		<title>Ein gemeinsamer Markt für 54 Staaten</title>
		<link>https://afrika.info/ein-gemeinsamer-markt-fuer-54-staaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2021 11:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[AfCFTA]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kingsley Ighobor]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 1. Januar 2021 wurde in der - gemessen an der Anzahl der Mitgliedsstaaten - größten Freihandelszone der Welt offiziell der Handel aufgenommen. Wegen der Corona-Pandemie erfolgte der Start mit einem halben Jahr Verspätung: Der Termin war ursprünglich für den den 1. Juli 2020 vorgesehen gewesen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Kingsley Ighobor, Africa Renewal*&nbsp;| 03. Januar 2021</p>



<p class="wp-block-paragraph">New York (AR/afr). Bereits im Februar 2020 klopfte die Kaffee- und Kakaohändlerin Meron Dagnew im Sekretariat der Afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA) in Accra an. Sie wollte sich und ihre Unternehmen vorstellen &#8211; allerdings war das Sekretariat noch gar nicht eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ich konnte es kaum erwarten&#8220;, erzählt Dagnew im Gespräch mit der UN-Zeitschrift Africa Renewal. &#8222;Der Freihandel in Afrika muss so schnell wie möglich beginnen &#8211; er wird mein Geschäft beflügeln.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. Januar 2021 wurde in der &#8211; gemessen an der Anzahl der Mitgliedsstaaten &#8211; größten Freihandelszone der Welt offiziell der Handel aufgenommen. Wegen der Corona-Pandemie erfolgte der Start mit einem halben Jahr Verspätung: Der Termin war ursprünglich für den den 1. Juli 2020 vorgesehen gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihrem Unternehmen BE Kollective importiert Meron Dagnew in Ghana Kaffee aus Äthiopien und exportiert Kakao in die andere Richtung. Sie freut sich darauf, bald die Vorteile des gemeinsamen Markts nutzen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bislang musste ich für meine Waren bis zu 35 Prozent an Zollabgaben leisten&#8220;, erzählt sie. &#8222;Ich hoffe, dass ich bald meinen Kakao und meinen Kaffee ohne Probleme in andere afrikanische Länder exportieren kann. Ich könnte dann mehr Gewinn machen, mein Geschäft erweitern und mehr Leute einstellen.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="90-prozent-der-zolle-sollen-fallen">90 Prozent der Zölle sollen fallen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unternehmerin sieht vor allem im westafrikanischen Markt mit seinen 380 Millionen Menschen enormes Potenzial. Durch die AfCFTA sollen nun die Zölle für 90 Prozent der auf dem Kontinent produzierten Waren fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem sollen nichttarifäre Handelshemmnisse beseitigt werden, die den innerafrikanischen Handel behindern. Laut Weltbank dauert es derzeit dreieinhalb Wochen, bis ein Container mit Autoteilen vom kongolesischen Zoll abgefertigt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Meron Dagnew ist es höchste Zeit, dass die Schranken fallen. Sie ärgert sich über die ungleichen Wettbewerbsbedingungen, die afrikanische Händler gegenüber globalen Marken klar benachteiligen würden. Mit ihrem Kaffee konkurriere sie etwa mit Importen aus Europa, die von Einzelhändlern nach Ghana gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Problem dabei ist, dass etwa die Importeure von Nescafé viel weniger Zölle zahlen müssen als ich, weil Länder in Europa oder Asien häufig günstige Handelsabkommen mit afrikanischen Staaten haben&#8220;, kritisiert Dagnew.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich die Situation durch die Freihandelszone von heute auf morgen ändern wird &#8211; daran glaubt allerdings auch Meron Dagnew nicht. Dagnew berichtet von einem persönlichen Schlüsselerlebnis: &#8222;Vor nicht allzu langer Zeit war ich beim Zoll in Ghana und habe ihnen gesagt, dass sich in Zukunft wegen der Freihandelszone keine Zölle mehr zahlen muss. Sie hatten keine Ahnung, wovon ich überhaupt sprach.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="innerafrikanischer-handel-soll-enorm-steigen">Innerafrikanischer Handel soll enorm steigen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Handelsstart in der Afrikanischen Freihandelszone am 1. Januar 2021 war ein in erster Linie formaler Akt. Mit Ausnahme von Eritrea haben alle 55 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union das Abkommen unterzeichnet, ratifiziert wurde es allerdings erst von 34.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sekretariat der AfCFTA hofft man, dass die anderen Länder auf den Zug aufspringen, wenn die Vorteile spürbar werden. Der südafrikanische Diplomat Wamkele Mene ist der Generalsekretär der AfCFTA. Er schätzt, dass der innerafrikanische Handel bis 2030 von derzeit 18 Prozent auf 50 Prozent steigen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Stärkung des kontinentalen Freihandels soll die Wettbewerbsfähigkeit Afrikas auf dem Weltmarkt gestärkt werden. &#8222;In allen Sektoren und Ländern steht die industrielle Revolution Afrikas unmittelbar bevor&#8220;, meint Landre Signé von der Brooking Institution, einer in Washington D.C. ansässigen Denkfabrik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Signé rechnet in einem Zeitraum von zehn Jahren mit einer Verdoppelung der Produktionsleistung in Afrika auf eine Billion US-Dollar. Außerdem sollen bis in den nächsten fünf Jahren 14 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Kingsley Ighobor ist Mitarbeiter unseres Partnermagazins <a href="https://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen. Dieser Beitrag wurde gekürzt, das englischsprachige Original können Sie in der Ausgabe <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/issue/november-december-2020" target="_blank" rel="noreferrer noopener">November-Dezember 2020</a> lesen.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Die Afrikanische Freihandelszone soll den innerafrikanischen Handel von derzeit 18 Prozent auf 50 Prozent erhöhen. (Foto: Travel Stock, Shutterstock.com)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/ein-gemeinsamer-markt-fuer-54-staaten/">Ein gemeinsamer Markt für 54 Staaten</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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		<item>
		<title>Gefährliche Lebensmittel durch Klimawandel</title>
		<link>https://afrika.info/gefaehrliche-lebensmittel-durch-klimawandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2019 13:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Oppong-Ansah]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test.afrika.info/?p=695</guid>

					<description><![CDATA[<p>Adwoa Frimpomaah macht sich große Sorgen. Die Bäuerin aus dem Dorf Dandwa nahe der Stadt Nkoranza befürchtet, dass ihre beiden Kinder mit Aflatoxinen verseuchte Maiskörner gegessen haben. Die Giftstoffe sind eine ernste Gefahr für die Gesundheit. Durch den Klimwandel breiten sie sich immer weiter aus.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Albert Oppong-Ansah | 25. Oktober 2019</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nkoranza (IPS/afr). Adwoa Frimpomaah macht sich große Sorgen. Die Bäuerin aus dem Dorf Dandwa nahe der Stadt Nkoranza befürchtet, dass ihre beiden Kinder mit Aflatoxinen verseuchte Maiskörner gegessen haben. Die Giftstoffe sind eine ernste Gefahr für die Gesundheit. Durch den Klimwandel breiten sie sich immer weiter aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Schau mal&#8220;, sagt Frimpomaah aufgeregt und zeigt auf die Maiskolben am Boden. &#8222;Ich habe diesen Mais erst vor einer Woche geerntet. Aber die Körner sind bereits braun verfärbt oder überhaupt verfault.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Forscherin Rose Omari vom&nbsp;<a href="https://www.csir.org.gh/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rat für wissenschaftliche und industrielle Forschung</a>&nbsp;(CSIR) in der Hauptstadt Accra scheint der Fall klar. Die Verfärbungen auf dem Mais weisen eindeutig auf eine Verunreinigung durch Aflatoxine hin. Die Giftstoffe werden von zwei Schimmelpilzarten der Gattung Aspergillus gebildet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aflatoxine haben eine karzinogene Wirkung. Eine längerfristige, orale Aufnahme von Aflatoxinen kann zu Krebserkrankungen vor allem in Leber und Magen führen. Beim Einatmen der Giftstoffe wurden auch Lungenkrebserkrankungen beobachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftler haben festgestellt, dass in Ghana vor allem Grundnahrungsmittel wie Mais, Erdnüsse, Hirse und Sorghum einen hohen Anteil von Aflatoxinen aufweisen. Den meisten Menschen in dem westafrikanischen Land haben aber von Aflatoxinen noch nie etwas gehört bzw. wissen sie nichts bis wenig über die mit ihnen verbundenen Gesundheitsrisiken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="verunreinigte-kindernahrung">Verunreinigte Kindernahrung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine&nbsp;<a href="https://www.apsnet.org/edcenter/disimpactmngmnt/topc/Mycotoxins/Pages/default.aspx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">US-Studie</a>&nbsp;hat bereits vor zehn Jahren vor der wachsenden Gefahr gewarnt. Damals waren bereits vier Milliarden Menschen in Entwicklungsländern wiederholt in Kontakt mit Aflatoxinen. 40 Prozent aller Erkrankungen in diesen Ländern waren auf den Verzehr der Giftstoffe zurückzuführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rose Omari weist daraufhin, dass vor allem Kinder zunehmend betroffen sind. &#8222;Es ist eine Tatsache, dass Kinder in Subsahara-Afrika sehr früh Aflatoxinen ausgesetzt sind &#8211; die Giftstoffe werden bereits in der Gebärmutter und später über die Muttermilch aufgenommen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch &#8222;Weanimix&#8220; &#8211; das populäre Nahrungsmittel für Kinder aus Bohnen, Erdnüssen und Mais &#8211; sei großteils durch Aflatoxine verunreinigt, so Omari. Ihre eigene Untersuchung habe gezeigt, dass 64 Prozent aller Weanimix-Proben mit den Giftstoffen kontaminiert waren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ideale-temperaturen-fur-wachstum">Ideale Temperaturen für Wachstum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Omari ist klar, dass die verseuchten Produkte vom Markt genommen werden müssen. Allerdings sieht die Praxis anders aus. Maisproduzenten sind stark unter Druck geraten und bleiben häufig den Kolben sitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bauern verkaufen den Mais zu günstigen Preisen an Händler, welche diesen unter gesunde Körner mischen. Dadurch breitet sich die Verseuchung immer stärker aus &#8211; für verdächtige landwirtschaftliche Produkte aus Ghana droht mittlerweile sogar ein Exportverbot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aflatoxine finden in Ghana die idealen Bedingungen für ihr Wachstum vor. Die Schimmelpilze gedeihen bei konstanten Temperaturen zwischen 18 und 42 Grad Celsius.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Prognosen deuten auf eine weitere Erwärmung hin und damit eine noch stärkere Ausbreitung von Aflatoxinen hin. Seit dem Jahr 1960 ist die durchschnittliche Jahrestemperatur in Ghana um ein Grad Celsius angestiegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="biopestizid-soll-schimmelpilz-vertreiben">Biopestizid soll Schimmelpilz vertreiben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gibt es einen Ausweg aus der Misere? Die Bekämpfung von Aflatoxinen durch die Konsumenten selbst gilt als nahezu unmöglich. Schimmelpilzgifte sind weitgehend hitzestabil. Sie können also bei der Nahrungsmittelverarbeitung z. B. durch Kochen und Backen nicht zerstört werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hoffnung kommt allerdings vom &#8222;International Institute for Tropical Agriculture&#8220; (IITA) in Ibadan, Nigeria. Dort haben Wissenschafter ein vielversprechendes Biopestizid entwickelt. &#8222;Aflasafe&#8220; wird aus vier Pilzen hergestellt, die in Ghana beheimatet sind, aber gegen Aflatoxine immun sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">IITA-Mitarbeiter Daniel Agbetiameh erklärt, dass Aflasafe vor der Ernte angewendet werden muss. Es verdränge dann die Schimmelpilze, in dem es deren Raum besiedle. Mit einem Kilo Aflasafe könne eine Fläche von 1.000 Quadratmetern geschützt werden. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Adwoa Frimpomaah befürchtet, dass ihre Familie regelmäßig mit Aflatoxinen verunreinigte Nahrungsmittel zu sich nimmt. (Foto: Albert Oppong-Ansah/IPS)</p>
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		<title>Junge Frauen lernen programmieren</title>
		<link>https://afrika.info/junge-frauen-lernen-programmieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2018 17:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima Sene]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Startups]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An der Kwame Nkrumah University of Science and Technology verfolgte die Studentin Angela Koranteng ihren persönlichen Traum. Sie hatte sich für das Studium der Gesundheitswissenschaften eingeschrieben. Aber anstatt Patienten zu behandeln, wollte Angela Koranteng Ingenieurin werden und Krankenhäuser bauen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Fatima Sene, Africa Renewal*&nbsp;| 25. Januar 2018</p>



<p class="wp-block-paragraph">Accra (AR/afr). An der&nbsp;<a href="https://www.knust.edu.gh/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kwame Nkrumah University of Science and Technology</a>&nbsp;verfolgte die Studentin Angela Koranteng ihren persönlichen Traum. Sie hatte sich für das Studium der Gesundheitswissenschaften eingeschrieben. Aber anstatt Patienten zu behandeln, wollte Angela Koranteng Ingenieurin werden und Krankenhäuser bauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den Krankenhäusern ist bislang nichts geworden. Koranteng hat aber eine zahlreiche technische Lehrveranstaltungen besucht und darf sich seit ihrem Universitätsabschluss als &#8222;Professional African Coder&#8220;bezeichnen. Im Zeitalter der Digitalisierung wird das Programmieren von Software, Apps oder Websites immer mehr zu einer Schlüsselqualifikation. Der Beruf gilt allerdings als männliche Domäne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon während ihrer Schulzeit hatte Koranteng eine Vorliebe für Technik. Ihre Ambitionen wurden aber mit Argwohn betrachtet: &#8222;Ich musste alles von der Basis weg lernen, während die Jungs die Grundlagen bereits kannten&#8220;, erzählt Angela Koranteng gegenüber der UN-Zeitschrift&nbsp;<a href="http://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a>, &#8222;meine Beiträge wurden als weniger intelligent angesehen als jene meiner männlichen Kollegen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst ihr Vater sei sich nicht sicher gewesen, ob ihr Weg der richtige ist. &#8222;Er verstand nicht, dass das Programmieren zu einer der gefragtesten Fähigkeiten in allen Branchen werden würde&#8220;, erklärt Koranteng.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute arbeitet Angela Koranteng im Management der gemeinnützigen Organisation&nbsp;<a href="http://www.stembees.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">STEMbees</a>, die junge Frauen in den Fächern wie Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik betreut. Koranteng hofft, dass die Organisation in East Legon bei Accra dazu beitragen kann, die enorme Kluft zwischen den Geschlechtern in technischen Berufen zu schließen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="it-branche-von-mannern-dominiert">IT-Branche von Männern dominiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings ziehen technologielastige Fächer in Ghana immer noch relativ wenig Studentinnen an. Hoch im Kurs stehen nach wie vor Lehramtsstudien oder Ausbildungen in Recht, Medizin und Wirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in den Industrienationen wird der IT-Bereich unverhältnismäßig stark von Männern dominiert. Im Jahr 2013 waren in den USA nur 26 Prozent der Computerfachleute weiblich. Das bedeutet einen überraschend starken seit dem Jahr 1990: Damals waren es noch 35 Prozent gewesen. Im Vergleich dazu ist der Anteil von Frauen im Ingenieurwesen von neun Prozent im Jahr 1990 auf 12 Prozent im Jahr 2013 moderat gestiegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl verlässliche Daten für Afrika weitgehend fehlen, geht Angela Koranteng davon aus, dass die Situation weit schlimmer ist. Im geschäftigen&nbsp;<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Computer_Village" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Computer Village</a>&nbsp;von Lagos in Nigeria etwa sind es fast ausschließlich junge Männer, die Apps entwickeln oder Websites gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des rapiden Anstiegs der Internetnutzung in Afrika hat laut&nbsp;<a href="http://www.internetworldstats.com/stats1.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Internet World Stats</a>&nbsp;nur etwa ein Drittel der Bevölkerung Zugang zum Netz. Die vergleichsweise niedrige Nutzungsrate gilt als ein Haupthindernis dafür, dass junge Frauen überhaupt Berufe in der IT anstreben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="unternehmerin-als-vorbild">Unternehmerin als Vorbild</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der wenigen Erfolgsbeispiele ist die Ghanaerin&nbsp;<a href="http://ethelcofie.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ethel Cofie</a>, die laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes zu einer der fünf einflussreichsten Frauen in der IT-Branche in Afrika zählt. Cofie ist Gründerin und CEO des Dienstleisters&nbsp;<a href="http://edelitconsult.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Edel Technology Consulting</a>&nbsp;in Accra.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erfolgreiche Unternehmerin hat ihr Informatik-Studium während des Dotcom-Hypes um die Jahrtausendwende abgeschlossen und sich früh auf die aufstrebenden Märkte in Afrika konzentriert. Um junge afrikanische Frauen in der Computerindustrie zu fördern, hat sie die Initiative&nbsp;<a href="http://www.womenintechafrica.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Women in Tech Africa</a>&nbsp;ins Leben gerufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist Ethel Cofie für viele Frauen aus ganz Afrika ein Vorbild. “Programmierung ist eine der gefragtesten Fähigkeiten auf der ganzen Welt&#8220;, sagt Cofie, &#8222;afrikanische Mädchen müssen die Chance nutzen.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="initiativen-fur-ausbildung-und-vernetzung">Initiativen für Ausbildung und Vernetzung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Lagos ansässige Technologieschmiede&nbsp;<a href="https://andela.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Andela</a>&nbsp;hat sich ganz der Ausbildung von IT-Talenten aus Afrika verschrieben. Heute sind fast 30 Prozent der über 600 Entwickler an den Andela-Standorten in Lagos, Nairobi und Kampala Frauen, bestätigt Christine Magee, Kommunikationsdirektorin des Unternehmens. Im Jahr 2016 investierte die&nbsp;<a href="https://chanzuckerberg.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chan Zuckerberg Initative</a>&nbsp;von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und seiner Frau Priscilla Chan 24 Millionen US-Dollar in das Startup.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen ähnlichen Ansatz wie Andela verfolgt die&nbsp;<a href="https://aweleacademy.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Awele Academy</a>&nbsp;in Lagos mit ihrem Bildungsangebot für zukünftige Programmiererinnen. Allerdings ist der Output bislang moderat: Zu den Bootscamps sind maximal 20 Studentinnen zugelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Förderung von Frauen in technischen Berufen ist auch das Thema zahlreicher lokaler Konferenzen. Bei diesen Veranstaltungen können sich die jungen Nachwuchskräfte mit ihren Vorbildern austauschen und ihre Karriereaussichten diskutieren. Die Hoffnung lautet, dass die Ausbildung von IT-Spezialistinnen letztendlich auch zu einer Angleichung des Lohnniveaus zwischen Männern und Frauen führen wird. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Fatima Sene ist Mitarbeiterin unseres Partnermagazins <a href="http://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen. Dieser Beitrag ist erstmals in der <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/issue/december-2017-march-2018" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausgabe Dezember 2017-März 2018</a> erschienen.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Das Programmieren von Software, Websites und Apps gilt als Zukunftsberuf für junge Frauen in Afrika. (Foto: Shutterstock.com)</p>
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		<title>Galamseys bedrohen Kakaoproduktion</title>
		<link>https://afrika.info/galamseys-bedrohen-kakaoproduktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2017 17:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Côte d'Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Côte d&#039;Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Kakao]]></category>
		<category><![CDATA[Kwaku Botwe]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Gold ist das wichtigste Exportgut Ghanas. Durch den steigenden Weltmarktpreis ist ein Goldrausch entstanden. Am Rande der Abbaugebiete werden illegale Minen - die sogenannten "Galamseys" - betrieben. Kakaobauern geraten durch diese unter Druck: Immer mehr Anbauflächen werden an Glücksritter verscherbelt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Kwaku Botwe | 12. Oktober 2017</p>



<p class="wp-block-paragraph">Accra (IPS/afr). Gold ist das wichtigste Exportgut Ghanas. Durch den steigenden Weltmarktpreis ist ein Goldrausch entstanden. Am Rande der Abbaugebiete werden illegale Minen &#8211; die sogenannten &#8222;Galamseys&#8220; &#8211; betrieben. Kakaobauern geraten durch diese unter Druck: Immer mehr Anbauflächen werden an Glücksritter verscherbelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ghana ist für die Qualität seines Kakaos weltberühmt. Die Kakaobohnen sind größer, haben einen höheren Buttergehalt und einen außergewöhnlichen Geschmack. Die ghanaische Kakaoproduktion hat aber schon bessere Tage erlebt: Zu Spitzenzeiten verbuchte Kakao 45 Prozent aller Deviseneinnahmen des westafrikanisches Land. Heute ist der Anteil auf 25 Prozent geschrumpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Herstellung von Kakao verfolgen die Bauern ein strenges Qualitätsverfahren. So werden die geernteten Kakaobohnen in der Sonne und nicht in Industrieöfen getrocknet. Die Qualität wird von der Regierungsbehörde&nbsp;<a href="https://www.cocobod.gh/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ghana Cocoa Board</a>&nbsp;überwacht. Die Behörde ist auch für die Unterstützung von Kakaobauern zuständig.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ruckschlage-durch-klientelpolitik">Rückschläge durch Klientelpolitik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter Côte d’Ivoire ist Ghana heute der zweitgrößte Kakaolieferant der Welt. Im Jahr 2014 produzierte Ghana laut&nbsp;<a href="http://www.fao.org/faostat/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FAO-Angaben</a>&nbsp;858.720 Tonnen Kakaobohnen, Côte d’Ivoire kam auf 1.434.077 Tonnen. Lange Zeit lag Ghana aber vor seinem westlichen Nachbarn. Doch nachdem die Regierung in den 1970er-Jahren den Ankaufspreis von den Bauern reduziert hatte, verlor der Wirtschaftszweig an Attraktivität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch andere Faktoren haben die Fehlentwicklung begünstigt. So beklagt der Kakaobauer Abusuapanyin Kwabena Amankwaa die ungleiche Verteilung von Düngemitteln. &#8222;Nicht alle von uns haben kostenlosen Dünger erhalten. Sie haben die Verteilung politisiert. So haben Bauern mit kleinen Farmen von vier Hektar 50 Säcke erhalten, während andere mit großen Höfen viel weniger bekamen.&#8220; Der Landwirt Nana Kwasi Ofori bestätigt diese Beobachtung: &#8222;Es haben sogar Bauern Düngemittel erhalten, die gar keinen Kakao anbauen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Geschäftsführer des Ghana Cocoa Board, Joseph Baidoo, kennt das Problem. Die Düngemittel seien als Unterstützung für ghanaische Bauern und nicht zum Weiterverkauf gedacht, meint er. Dennoch käme es vor, dass Dünger aus Ghana in Staaten wie Nigeria und Gabun feilgeboten wird. Für Baidoo ist klar, dass Düngemittel an Parteifreunde verschenkt wurden &#8211; unabhängig davon, ob diese überhaupt im Besitz einer Kakaofarm waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Regierung unter Präsident Nana Akufo-Addo, der seit Anfang 2017 im Amt ist, hat auf die Vorwürfe reagiert und die Verteilung von freien Düngemitteln abgestellt. Stattdessen setzt sie nun auf ein Subventionsprogramm, das Bauern beim Ankauf von Dünger finanziell unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Akufo-Addo verfolgt das Ziel, den ghanaischen Kaffeesektor zu alter Stärke zurückzuführen. Pro Jahr soll eine Million Tonnen Kakao zu produziert werden, so die ambitionierte Vorgabe. Dieser Wert wurde allerdings zuletzt im Jahr 2011 erreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="galamseys-im-vormarsch">Galamseys im Vormarsch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte Bedrohung für die Kakaowirtschaft liegt im Goldabbau in illegalen Minen, die in Ghana &#8222;Galamsey&#8220; genannt wird. Der Begriff wurde von der englischen Phrase &#8222;Gather them and sell&#8220; (Sammle und verkaufe es) abgeleitet. Durch den steigenden Weltmarktpreis für das Edelmetall hat in den letzten Jahren ein regelrechter Goldrausch eingesetzt, der auch vor den Kakaofarmen nicht halt machte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nana Kwasi Ofori ist Vorstandsmitglied des Verbands der Kaffeebauern. Er beschuldigt lokale Führer, Geschäfte mit den Betreibern von illegalen Minen zu machen: &#8222;Einige Chiefs verkaufen ihnen das Land und behalten das Geld, ohne die Landwirte entsprechend zu entschädigen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Ghana haben die meisten Bauern das Land von den Chiefs oder deren Familien gepachtet. Die 53-jährige Landwirtin Adwoa Oforiwaa aus der Zentralregion erzählt, dass sie nur 500 Ghanaische Cedis (98 Euro) als Entschädigung erhalten hat, nachdem die Farm zu einer Galamsey umfunktioniert worden war. &#8222;Diese Leute kommen und erzählen dir, dass sie ihre Befehle von den Chiefs oder sogar von Regierung erhalten haben&#8220;, beklagt Oforiwaa, &#8222;dann beginnen sie mit der Zerstörung.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Westregion ist das größte Anbaugebiet für Kakao in Ghana. Der Journalist Yaw Obrempong hat hier die Entwicklungen um den illegalen Bergbau verfolgt: &#8222;Wenn ein Galamsey-Betreiber mit einer Tasche voller Bargeld auftaucht, fragen sich viele: Warum soll ich mein Land nicht verkaufen? Die Alternative lautet, zwei Wochen Schlange zu stehen, nur um eine Tüte Dünger zu erhalten.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nana Kwasi Ofori vom Verband der Kaffeebauern kann die Haltung dieser Grundbesitzer nicht verstehen: &#8222;Sie wissen nicht, was sie tun. Kakao ist ein Vermächtnis, das ich im Gegensatz zum Bargeld später meinen Kindern vererben kann.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Galamsey-Invasion betrifft bereits weite Teile der 1,7 Millionen Hektar großen Kakaoanbaufläche in Ghana. Die Regierung hat daher beschlossen, härter gegen die illegalen Goldminen vorzugehen. Mit Hilfe einer Taskforce, an der auch das Militär beteiligt ist, wurden bereits mehrere Verhaftungen durchgeführt und Ausrüstungen beschlagnahmt. Außerdem sollen in Zukunft Drohnen für die Überwachung der Anbauflächen eingesetzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="stabilitatsfonds-sorgt-fur-preisgarantien">Stabilitätsfonds sorgt für Preisgarantien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz aller Rückschläge bleibt Kakao ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Ghana. Jährlich werden etwa zwei Milliarden US-Dollar eingenommen &#8211; das entspricht einem Anteil von 4,22 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die relative stabile Entwicklung des Sektors war in den letzten Jahren aber nur durch staatliche Unterstützung möglich gewesen. So ist der Weltmarktpreis von Kakaobohnen von 3.122 US-Dollar pro Tonne im Vorjahr auf 1.900 US-Dollar im heurigen Jahr gesunken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ghana Cocoa Board hat bereits vor zehn Jahren einen Stabilitätsfonds ins Leben gerufen, der den Produzenten einen Preis von 1.700 US-Dollar pro Tonne garantiert. Das ruft Schmuggler aus dem Nachbarland Côte d’Ivoire auf den Plan gerufen, denn dort hat die Regierung den Ankaufspreis auf 1.300 US-Dollar pro Tonne gesenkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ernährungswissenschafter Emmanuel Afoakwa an der Universität von Ghana sieht aber in den Schmugglern keine ernsthafte Bedrohung: &#8222;Ghana kann echte Premium-Qualität vorweisen. Damit ist sichergestellt, dass Kakao aus Côte d’Ivoire und anderen Ländern unsere Märkte nicht überschwemmen wird.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zum Stabilitätsfonds hat die Regierung weitere Maßnahmen ergriffen, um den Kaffeebauern unter die Arme zu greifen. So übernimmt das Ghana Cocoa Board das Fällen von alten und kranken Bäumen und kümmert sich um Ersatz. Der Vorstand des Boards hat angekündigt, dass 60 Millionen Setzlinge an die Bauern ausgegeben werden. Damit soll die Produktion weiter angekurbelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung will auch die Jugend für die Kakaoerzeugung begeistern. Spezielle Schulungsmaßnahmen und Unterstützungsprogramme sollen den Sektor attraktiv für Jungbauern machen. Allerdings weisen ältere Landwirte darauf hin, dass es dazu eines eigenen Pensionsschemas für Kakaobauern bedürfe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="eu-zolle-behindern-wertschopfung">EU-Zölle behindern Wertschöpfung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem versucht die ghanaische Regierung die Wertschöpfung im Land zu maximieren. Gegenwärtig liegt der Gesamtwert unverarbeiteter Kakaobohnen am Weltmarkt bei nur etwa neun Milliarden US-Dollar. Fertige Kakaoprodukte wie z. B. Schokolade hingegen kommen auf 87 Milliarden US-Dollar. Die Regierung plant daher, dass die Hälfte des für den Export bestimmten Kakaos zuvor im Land weiterverarbeitet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit gibt es Ghana sieben Fabriken, die etwa ein Viertel der gesamten Exportmenge verarbeiten. Bei diesen Erzeugnissen handelt es sich in der Regel aber um Halbfertigprodukte wie Kakaopaste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftler Afoakwa betont, dass die Umstellung auf Fertigprodukte einen enorm hohen Kapitalaufwand bedeuten würde. Das könnte für Ghana eine ebenso große Hürde darstellen wie das bestehende Zollregime der Europäischen Union. So erhebt die EU bei der Einfuhr von Kakaobohnen keine Zollgebühren. Allerdings müssen Kakaopulver mit 7,7 Prozent und gepresster Kakaokuchen mit 15 Prozent verzollt werden. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Ein Arbeiter schleppt Kakaosäcke im Trockenhafen von Accra (Foto: Jose Carlos Alexandre/Shutterstock.com)</p>
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