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	<title>Gesundheit Archive | afrika.info</title>
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		<title>Wenn die Dürre die Kindheit raubt</title>
		<link>https://afrika.info/wenn-die-duerre-die-kindheit-raubt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 13:48:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
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		<category><![CDATA[Klima]]></category>
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		<category><![CDATA[Robert Kibet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Norden Kenias zwingt eine anhaltende Dürre Familien zu existenziellen Entscheidungen: Wasser oder Schule, Überleben oder Zukunft. Besonders Kinder zahlen den höchsten Preis – mit Hunger, Bildungsabbrüchen und wachsender Unsicherheit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/wenn-die-duerre-die-kindheit-raubt/">Wenn die Dürre die Kindheit raubt</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Robert Kibet | 24. Februar 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mandera, Kenia (IPS/afr) – Jeden Morgen vor Sonnenaufgang macht sich die zehnjährige Amina Adan auf den Weg zu einer schwindenden Wasserstelle am Rande der Stadt Rhamu im Bezirk Mandera im Nordosten Kenias. Eigentlich sollte sie im Klassenzimmer sitzen. Stattdessen schleppt sie einen gelben Kanister, der fast so groß wie sie selbst ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Mutter, Fatuma Adan, beschreibt die Lage nüchtern. Es gehe längst nicht mehr um die Entscheidung zwischen Bildung und Hausarbeit, sondern zwischen Wasser und Überleben. &#8222;Wenn es kein Wasser gibt, gibt es auch keine Nahrung und keine Schule&#8220;, erklärt Fatuma. &#8222;Die Kinder müssen helfen, sonst schaffen wir es nicht durch den Tag.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aminas Alltag steht exemplarisch für eine sich zuspitzende Krise in Kenias ariden und semi-ariden Gebieten (ASALs). Dort droht die anhaltende Dürre die hart erkämpfte Fortschritte in Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit, Gesundheit und Bildung – den Kernbereichen der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) – zunichtezumachen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eine-durre-uberlastet-ganze-systeme">Eine Dürre überlastet ganze Systeme</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der kenianischen <a href="https://ndma.go.ke/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">National Drought Management Authority</a> (NDMA) befindet sich Mandera weiterhin in der Alarmphase. Die kurzen Regenfälle zwischen Oktober und Dezember 2025 erreichten lediglich 30 bis 60 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Wasserstellen sind versiegt, Weideland ist verdorrt, Viehbestände brechen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Landesweite Erhebungen zur Lebensmittel- und Ernährungssicherheit zeigen: Mehr als 2,15 Millionen Menschen in Kenias ASAL-Bezirken benötigen dringend humanitäre Hilfe. Über 800.000 Kinder im Alter von sechs bis 59 Monaten müssen wegen akuter Unterernährung behandelt werden. Im Bezirk Mandera steigen die Aufnahmen in ambulante Therapieprogramme, während Familien ihre Vorräte aufbrauchen und die Milchproduktion drastisch sinkt.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Doch die Krise reicht weit über Kenia hinaus. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind am Horn von Afrika – in Kenia, Somalia und Äthiopien – fast 24 Millionen Menschen von akuter Wasserunsicherheit betroffen. UNICEF warnt, dass 2,7 Millionen Kinder in der Region aufgrund dürrebedingter Vertreibungen bereits nicht mehr zur Schule gehen; weitere vier Millionen sind gefährdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;„&#8220;Diese Klimakatastrophen sind keine einmaligen Notfälle mehr&#8220;, sagt ein Bildungsbeauftragter des Bezirks Mandera. &#8222;Sie sind struktureller Natur und beeinflussen, wie – oder ob – Kinder wachsen, lernen und sich entwickeln.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unterbrochene-bildung-verlorene-zukunft">Unterbrochene Bildung – verlorene Zukunft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Mandera spüren Schulen die Folgen unmittelbar. Lehrer*innen berichten von schrumpfenden Klassen, weil Familien auf der Suche nach Weideland und Wasser weiterziehen. Andere Kinder bleiben zurück, kämpfen jedoch mit Hunger und Erschöpfung – konzentriertes Lernen ist kaum möglich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdikadir Adan Alio, Bildungsbeamter in Mandera, bestätigt den starken Rückgang der Anwesenheit in besonders betroffenen Schulen. Mädchen seien überproportional betroffen, da sie traditionell für das Wasserholen und die Hausarbeit verantwortlich sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Entwicklungsexpert*innen gehen die Folgen weit über kurzfristige Lernrückstände hinaus. Unterbrochene Bildung schwächt das Humankapital, mindert langfristig wirtschaftliche Produktivität und reduziert die Fähigkeit von Gemeinschaften, sich an zukünftige Klimaschocks anzupassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Kinder Jahr für Jahr die Schule versäumen, wird der Schaden generationsübergreifend“, warnt der Bildungsexperte Ali Abdi, der im Norden Kenias tätig ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hunger-krankheit-gefahrdung">Hunger, Krankheit, Gefährdung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gesundheitsfachkräfte sprechen von einem gefährlichen Kreislauf aus Hunger, Krankheit und wachsender Verwundbarkeit. Wassermangel verschlechtert die hygienischen Bedingungen und erhöht das Risiko von Durchfallerkrankungen, die besonders für unterernährte Kinder lebensbedrohlich sein können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mobile Kliniken in abgelegenen Gebieten Mandera untersuchen Kinder auf Unterernährung, verteilen therapeutische Spezialnahrung und überweisen schwere Fälle an Stabilisierungszentren. Diese Angebote entstehen durch Kooperationen zwischen Bezirksregierungen und humanitären Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Früherkennung rettet Leben&#8220;, sagt ein Ernährungsspezialist in Mandera, &#8222;aber die Fallzahlen steigen weiter, und die Entfernungen, die die Familien zurücklegen müssen, werden immer größer.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Verlust ihrer Lebensgrundlagen greifen Familien zunehmend zu negativen Bewältigungsstrategien. Humanitäre Organisationen berichten von wachsendem Risiko für Kinderarbeit, Frühehen und geschlechtsspezifische Gewalt – insbesondere in abgelegenen Siedlungen mit schwachen sozialen Sicherungssystemen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mädchen sind besonders gefährdet. Wenn Ressourcen knapp werden, wird ihre Bildung häufig zuerst eingeschränkt. &#8222;Die Dürre nimmt uns nicht nur Nahrung und Wasser&#8220;, sagt ein Gemeindevorsteher in Mandera. &#8222;Sie nimmt den Kindern auch ihre Sicherheit und Würde.&#8220;<br></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-was-hilft-integrierte-kindzentrierte-losungen">Was hilft: integrierte, kindzentrierte Lösungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der dramatischen Lage zeigen Erfahrungen aus Mandera und anderen ASAL-Bezirken, dass koordinierte Maßnahmen Kinder wirksam schützen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mobile Gesundheits- und Ernährungskliniken – unterstützt von Organisationen wie UNICEF und Save the Children – erreichen nomadische und vertriebene Familien. Sie verbinden Untersuchungen, Impfungen und Gesundheitsdienste für Mütter und reduzieren lange Anfahrtswege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geldtransferprogramme, die staatliche Stellen mit Partnern wie World Vision umsetzen, ermöglichen Haushalten, Ausgaben flexibel an ihren dringendsten Bedürfnissen auszurichten. Studien belegen, dass solche Transfers negative Bewältigungsstrategien deutlich verringern und den Schulbesuch auch in Krisenzeiten stabilisieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Investitionen in Wassertransporte, die Sanierung von Bohrlöchern und klimaresistente Wasserinfrastruktur verbessern zusätzlich die Versorgung in Dürregebieten. Zwar sind diese Maßnahmen kostenintensiv, doch Expert*innen sehen sie als entscheidend an, um wiederkehrende Notlagen langfristig zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch gemeindebasierte Ansätze erweisen sich als wirksam: Geschulte Freiwillige führen Untersuchungen auf Haushaltsebene durch, identifizieren gefährdete Kinder frühzeitig und vermitteln Familien an Unterstützungsangebote.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Maßnahmen sind am wirksamsten, wenn sie kombiniert werden&#8220;, sagt ein Manager eines humanitären Programms. &#8222;Gesundheit allein reicht nicht aus. Wasser, Nahrung, Einkommen und Schutz müssen Hand in Hand gehen.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zwischen-nothilfe-und-strukturellem-wandel">Zwischen Nothilfe und strukturellem Wandel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz lebensrettender Programme bleiben Lücken. Finanzierungszyklen sind häufig kurz, Maßnahmen reagieren eher auf akute Krisen, statt präventiv zu wirken. Lokale Behörden betonen, dass klimaresistente Lebensgrundlagen – etwa dürreresistente Landwirtschaft, Viehversicherungen und alternative Einkommensquellen – entscheidend seien, um den Kreislauf zu durchbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsexpert*innen warnen: Ohne nachhaltige Investitionen wird die Dürre weiterhin Fortschritte bei mehreren SDGs untergraben und immer neue, langfristig teurere Notfallmaßnahmen erzwingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Frage ist nicht, ob die Dürre zurückkehren wird&#8220;, sagt Eunice Koech, Klimaexpertin der <a href="https://igad.int/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Intergovernmental Authority on Development</a> (IGAD). &#8222;Die Frage ist, ob die Systeme stark genug sein werden, um Kinder zu schützen, wenn es soweit ist.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück in Rhamu bleibt Fatuma Adan nur Hoffnung. Sie wünscht sich, dass ihre Tochter bald wieder ganztags zur Schule gehen kann. &#8222;Ich möchte, dass Amina lernt&#8220;, sagt sie. &#8222;Aber zuerst müssen wir leben.&#8220; (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Wasserholen statt Schule heißt es für viele Kinder in den von Dürre betroffenen Gebieten in Kenia.(Foto: Charles Kariuki/IPS)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gefährliche Luftverschmutzung in Dar es Salaam</title>
		<link>https://afrika.info/gefaehrliche-luftverschmutzung-in-dar-es-salaam/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2025 14:58:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Dar es Salaam]]></category>
		<category><![CDATA[Feinstaub]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Kizito Makoye]]></category>
		<category><![CDATA[Luftverschmutzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Dar es Salaams dicht besiedeltem Marktviertel Kariakoo liegt ein giftiger Schleier aus Diesel, Holzkohle und Staub über den Straßen. Eine neue Studie zeigt: Die Feinstaubwerte in der tansanischen Wirtschaftsmetropole übersteigen die WHO-Richtwerte um ein Vielfaches. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Kizito Makoye | 6. Oktober 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dar es Salaam (IPS/afr). Ein heißer Nachmittag in Kariakoo, dem geschäftigen Markt der tansanischen Wirtschaftsmetropole Dar es Salaam. In der Luft liegt eine stickige Mischung aus Dieselabgasen, Holzkohlerauch und Staub. Händler*innen binden sich Tücher vor die Nase, um ihre Atemwege zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es gibt einfach zu viele Autos – der giftige Rauch macht das Atmen schwer“, sagt der Gemüsehändler Abdul Hassan, der seit 19 Jahren in Kariakoo arbeitet. Eine neue<a href="https://cleanairjournal.org.za/article/view/17817/24254" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Studie</a> des Dar es Salaam Institute of Technology und des Stockholm Environment Institute bestätigt, was viele Stadtbewohner*innen längst wissen: Die Luft in der tansanischen Küstenmetropole ist ungesund.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Mit über sieben Millionen Einwohner*innen zählt Dar es Salaam zu den am schnellsten wachsenden Städten Afrikas. Daten von 14 Überwachungsstationen zeigen, dass die Feinstaubkonzentrationen in der Metropole durchwegs die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überschreiten. Für PM2,5 – das sind Partikel mit einem maximalen Durchmesser von 2,5 Mikrometer – liegt der empfohlene Richtwert bei 15 Mikrogramm je Kubikmeter (µg/m³) im Tagesmittel. Bei größeren Partikeln bis zehn Mikrometer Durchmesser (PM10) gilt ein Richtwert von 45 µg/m³.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Dar es Salaam ist man von diesen Richtwerten meilenweit entfernt. Zu Spitzenzeiten erreichten die täglichen PM2,5-Werte 130 µg/m³ – mehr als das Achtfache der WHO-Empfehlung. Die entsprechenden PM10-Werte waren mit 184 µg/m³ viermal höher als die Richtwerte der WHO.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Luftverschmutzung ist kein unsichtbares Problem – man kann sie riechen und in der Lunge spüren“, sagt die Straßenköchin Neema John, die in der Nähe des Marktes arbeitet. „Meine Kinder husten die ganze Nacht, wenn der Rauch von brennenden Müllhalden in unser Haus zieht.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-spitzenwerte-bei-der-mulldeponie">Spitzenwerte bei der Mülldeponie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Sonderfall stellt die Mülldeponie Pugu Kinyamwezi dar, die etwa 25 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Während einer monatelang unkontrollierten Müllverbrennung wurden hier  Feinstaubkonzentrationen mit einem PM25- Wert von 1.008 µg/m³ bzw. einen PM10-Wert von 2.762 µg/m³ gemessen –  beide Werte lagen damit mehr als 60-mal höher als die WHO-Empfehlung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/pugu-dumpsite-c-diego-puente-1200-800-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4788" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/pugu-dumpsite-c-diego-puente-1200-800-1024x683.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/pugu-dumpsite-c-diego-puente-1200-800-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/pugu-dumpsite-c-diego-puente-1200-800-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/pugu-dumpsite-c-diego-puente-1200-800-640x427.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/pugu-dumpsite-c-diego-puente-1200-800.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Mülldeponie von Pugu Kinyamwezi in Dar es Salaam ist die größte des Landes. Hier werden Spitzenwerte durch die Belastung mit Feinstaub verzeichnet. (Foto: Diego Puente, <a href="https://www.flickr.com/photos/dpu-ucl/35348546000/in/photolist-VRCxcE" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC BY 2.0</a>) </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Deutliche Unterschiede machte die Studie zwischen Wohngegenden, Verkehrsknotenpunkten und Industriezonen aus. In den Stadtbezirken Ilala und Kinondoni, wo sich Fabriken und zentrale Kreuzungen befinden, liegt die Belastung durch Feinstaub konstant höher als im vergleichsweise ruhigen Stadtbezirk Kinondoni. Auch die Tageszeit spielt für die Feinstaubbelastung eine Rolle – besonders während der Stoßzeiten am Vormittag und in den Abendstunden steigt die Luftverschmutzung stark an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch das Problem liegt nicht nur in der Müllverbrennung, im Verkehr und in der Industrie. Laut der Studie wird in der Millionenmetropole Dar es Salaam jährlich fast die Hälfte der gesamten Holzkohle Tansanias verbraucht. Da nur 34 Prozent des Stroms des Landes aus sauberer Wasserkraft stammen, sind die meisten Haushalte auf Holzkohle und Brennholz angewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für Familien ist Holzkohle günstiger und leichter zugänglich, aber der Rauch füllt die Häuser mit giftigen Partikeln“, erzählt Fatma Suleiman, die im dicht besiedelten Vorort Mbagala lebt. „Wir wissen, dass es gefährlich ist, aber es ist unsere einzige Möglichkeit, preiswert zu kochen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-notfall-fur-die-offentliche-gesundheit">„Notfall für die öffentliche Gesundheit“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gesundheitsexpert*innen warnen, dass eine hohe Feinstaubbelastung zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Asthma, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und Herzversagen führen kann. Laut <a href="https://data.who.int/countries/834" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WHO</a> sind Infektionen der unteren Atemwege die häufigste Todesursache in dem ostafrikanischen Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dies ist ein offenkundiger Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit“, meint Linus Chuwa, ein in Dar es Salaam ansässiger Spezialist für Public Health. „Wenn die PM2,5-Werte die WHO-Standards so stark überschreiten, kann das der Gesundheit der Menschen langfristig schaden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jacqueline Senyagwa, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Stockholm Environment Institute und Mitautorin der Studie, sieht dringenden Handlungsbedarf. Was ihrer Meinung nach fehlt, ist vor allem ein solider nationaler Rahmen zur Überwachung der Luftqualität. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Öffentlichkeit und auch bei politischen Entscheidungsträger*innen fehle es jedoch am Bewusstsein für die gesundheitlichen Risiken der Luftverschmutzung, erklärt die Wissenschaftlerin: „Feste Abfälle sind sichtbar, und die Menschen fordern Maßnahmen. Luftverschmutzung hingegen ist unsichtbar, und ihre Auswirkungen zeigen sich erst nach Jahren – deshalb wird oft zu spät reagiert.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zuverlassige-daten-gefordert">Zuverlässige Daten gefordert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die mangelnden technischen Kapazitäten und Ressourcen stellen eine Herausforderung dar. „In Tansania gibt es nur sehr wenige Expert*innen für Luftqualität, und die meisten Überwachungsgeräte müssen importiert werden“, so Senyagwa. „Einrichtungen wie das Dar es Salaam Institute of Technology haben erst vor Kurzem mit der Herstellung lokaler Messgeräte begonnen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">So verwundert es nicht, dass die 14 für die Studie errichteten Stationen zur Messung der Luftqualität die ersten im Land sind. Senyagwa drängt auf die Installierung weiterer Anlagen: „Ohne zuverlässige Daten unterschätzen viele Entscheidungsträger*innen das Ausmaß des Problems“, ist sie überzeugt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/rapid-bus-system-c-martin-sturmer-1200-800-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4789" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/rapid-bus-system-c-martin-sturmer-1200-800-1024x683.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/rapid-bus-system-c-martin-sturmer-1200-800-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/rapid-bus-system-c-martin-sturmer-1200-800-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/rapid-bus-system-c-martin-sturmer-1200-800-640x427.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/rapid-bus-system-c-martin-sturmer-1200-800.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Schnellbussystem von Dar es Salaam trägt zur Reduzierung des Individualverkehrs und damit der Emissionen bei (Foto: Martin Sturmer/afrika.info)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verweist Senyagwa auf mögliche praktische Lösungsansätze. Dazu zählt etwa der Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Millionenstadt. Ein Beispiel sei das <a href="https://udart.co.tz/transportation/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rapid-Transit-System</a>: Die Schnellbusse, die seit 2016 auf eigenen Spuren verkehren, befördern im Schnitt 165.000 Fahrgäste pro Tag. Für Senyagwa ist dies ein Beleg dafür, dass der Individualverkehr und damit die Emissionen reduziert werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sorge-um-die-kinder">Sorge um die Kinder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück nach Kariakoo: In der Congo Street drängen sich tausende Marktbesucher*innen durch ein Labyrinth aus Holzbuden. Viele sorgen sich wegen der schlechten Luftqualität besonders um ihre Kinder.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mwanaidi Salum, Mutter von drei Kindern, klagt: „Man atmet Rauch, Staub und sogar den Gestank des Mülls ein, der scheinbar nie abgeholt wird. Wenn ich mir die Nase putze, kommt es ganz schwarz heraus.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemüsehändler Abdul Hassan stimmt ihr zu: „Wir können unsere Kinder nicht weiterhin in einer Umgebung großziehen, in der jeder Atemzug gefährlich ist.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Kariakoo ist der größte Markt in Tansania. (Foto: Kizito Makoye/IPS)</p>
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		<title>Kein US-Geld mehr: HIV-Notstand in Tansania</title>
		<link>https://afrika.info/hiv-notstand-in-tansania/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2025 09:57:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Aids]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[HIV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat Donald Trump die US-Auslandshilfen per Dekret eingefroren. In Tansania gibt es damit für HIV-Infizierte keine kostenfreien antiretroviralen Medikamente mehr. Die Folgen sind katastrophal.  </p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Kizito Makoye | 10. Februar 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bagamoyo (IPS/afr). Um 9:00 Uhr steht Mariam Msemwa in der Schlange vor der HIV/AIDS-Station des Bagamoyo District Hospitals an der Küste des Indischen Ozeans in Tansania. Die 19-jährige war schon viele Male hier gewesen, um sich ihre monatliche Dosis antiretroviraler Medikamente (ARV) abzuholen. Aber heute ist alles anders. Als sie an die Reihe kommt, teilt ihr die Krankenschwester mit: „Es gibt keine kostenlosen Medikamente mehr“, sagt sie. „Du musst dir diese ab sofort selbst kaufen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort ist für Mariam Msemwa ein Schock. Kaufen? Womit denn? Ihre Mutter ist Gemüseverkäuferin, sie können sich kaum die nächste Mahlzeit leisten. Die Medikamente sind bislang immer kostenlos gewesen und wurden im Rahmen eines von den USA finanzierten Programms bereitgestellt. Doch nun liegt dieses Programm auf Eis. „Ich weiß nicht, was ich tun soll“, sagt Msemwa verzweifelt. „Ohne dieses Medikament werde ich sterben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tansanias Kampf gegen HIV stützte sich jahrelang auf die Finanzierung durch den sogenannten “President’s Emergency Plan for AIDS Relief” (PEPFAR) &#8211; eine US-Initiative, die seit 2003 über 110 Milliarden US-Dollar für den weltweiten Kampf gegen HIV/AIDS investiert hat.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat Donald Trumps ein präsidiales Dekret erlassen, das anordnete, US-Hilfen für 90 Tage einzufrieren. Ende letzter Woche kündigte Trump an, die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) zu schließen. Damit fehlen in Tansania plötzlich 450 Millionen US-Dollar zur Finanzierung von antiretroviralen Medikamenten und die entsprechenden Begleitmaßnahmen für fast 1,2 Millionen Patient*innen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">HIV-Strategie bricht zusammen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Catherine Joachim, stellvertretende Direktorin der &#8222;Tanzania Commission for AIDS&#8220; (TACAIDS),&nbsp; telefoniert laufend mit besorgten Gesundheitskräften. „Das ist ein schwerer Schlag, der einen völligen Zusammenbruch unserer HIV-Maßnahmen einläutet“, sagt sie. „Fast zwei Jahrzehnte lang hat PEPFAR Menschen am Leben gehalten. Jetzt werden sie wahrscheinlich leiden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen sind unmittelbar. Im ganzen Land müssen Patient*innen abgewiesen werden. Kliniken, die früher kostenlose antiretrovirale Medikamente zur Verfügung gestellt hatten, haben jetzt keine mehr. Programme zur häuslichen Pflege werden eingestellt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Gestern kam eine Mutter zu mir“, sagt Abdallah Suleiman, der HIV-Infizierte bei der Behandlung der Krankheit berät und begleitet. „Sie bettelte um nur ein paar Tabletten für ihren Sohn, der seit seiner Geburt ARVs bekommen hat. Ich hatte nichts, was ich ihr geben konnte. Nichts.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ende der kostenlosen Versorgung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist fast Mittag am geschäftigen Busbahnhof Mbezi in Dar es Salaam. Helena Mkwasi kocht Ugali. Doch das Geschäft mit dem Maisbrei läuft schleppend. Der Verdienst reicht gerade dafür, um Essen für ihre beiden Kinder zu besorgen. Aber Geld ist derzeit nicht ihre größte Sorge. „Jahrelang habe ich meine ARVs umsonst bekommen“, erzählt sie. „Jetzt sagen sie, das ist vorbei. Ich weiß nicht, wie ich das überleben soll.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alter von 19 Jahren wurde bei Helena Mkwasi HIV diagnostiziert. An den Tag selbst erinnert sie sich kaum &#8211; nur daran, wie ihr Herz raste, als die Krankenschwester den Befund erklärte. Sie dachte, es sei ihr Todesurteil. Dann begann sie mit der antiretroviralen Therapie, und das Medikament wirkte. Ihr Gesundheitszustand besserte sich. Auch ihre Kinder kamen gesund zur Welt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ohne die Medizin werde ich wieder krank werden”, sagt Mkwasi und wirft einen Blick in den brodelnden Kochtopf. “Ich kann dann nicht mehr arbeiten. Was wird mit meinen Kindern passieren?“</p>



<h2 class="wp-block-heading">“Das ist eine Katastrophe”</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Antiretrovirale Medikamente verhindern, dass sich das HI-Virus im Körper vermehrt. Ohne diese Behandlung kann HIV zu AIDS fortschreiten, wodurch das Immunsystem schwer geschädigt wird und lebensbedrohliche Infektionen wie Tuberkulose oder Lungenentzündung verursacht werden. Gesundheitsexpert*innen warnen, dass es alleine in Tansania in den nächsten zwei Jahren mindestens 30.000 zusätzliche HIV-bedingte Todesfälle geben wird, wenn kein Ausweg aus der Krise gefunden wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deogratius Rutatwa, Geschäftsführer des “National Council of People Living With HIV and AIDS”, sitzt an seinem Schreibtisch und sichtet die Unzahl von Berichten über die sich verschlechternde Situation. Sein Telefon klingelt unentwegt. „Das ist eine Katastrophe“, sagt er und reibt sich die Schläfen. „Bei PEPFAR ging es nicht nur darum, Medikamente zu verteilen – das Programm finanzierte auch Bildung, Prävention und die Unterstützung der Gemeinschaft. Jetzt ist alles weg.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Posteingang wird mit verzweifelten Nachrichten von Gesundheitsorganisationen überflutet. „Was machen wir jetzt?“, fragen sie. Aber Rutatwa weiß darauf keine Antworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich wünschte, die Leute, die diese Entscheidungen treffen, könnten sehen, was hier passiert“, meint er. „Sie reden über Budgets und Richtlinien, aber vor Ort geht es um eine Mutter, die kilometerweit läuft, um ihr Kind testen zu lassen. Es geht um einen Teenager, der gerade erfahren hat, dass er positiv ist und Hilfe braucht. Es geht einfach darum, Menschen am Leben zu erhalten.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Leben oder sterben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mary Tarimo hat ihr Leben der Aufgabe verschrieben, HIV-Infizierten bei der Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten zu unterstützen. Als Hauspflegerin des Krankenhauses in Bagamoyo sieht sie tagtäglich nach den Patient*innen und stellt sicher, dass sie ihre Medikamente richtig einnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun muss sie hilflos zusehen, wie Menschen, deren Zustand jahrelang stabil gewesen war, einen Rückfall erleiden. „Es gibt eine Frau, die ich seit 2015 betreue“, erzählt Tarimo. „Sie hat nie eine Dosis ausgelassen. Aber jetzt hat sie aufgehört, ihre Medikamente einzunehmen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frau ist Mutter von drei Kindern und verdient ihren Lebensunterhalt als Köchin. Vor wenigen Tagen kam sie weinend zu ihr: „Sie sagte: ‚Mama Tarimo, ich muss mich entscheiden, ob ich meine Kinder ernähren oder meine Medikamente kaufen soll‘“, erinnert sich Tarimo. „Wie reagiert man auf so eine Frage? Was für eine Entscheidung soll das sein?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Bagamoyo spielen sich derzeit viele Tragödien wie diese ab. Die Menschen kommen mit Fieber und Schweißausbrüchen ins Krankenhaus – die ersten Anzeichen opportunistischer Infektionen. Manche bleiben aber auch zuhause, weil sie sich ihre Behandlung schlicht nicht mehr leisten können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tarimo schüttelt verzweifelt den Kopf. „Das Schlimmste daran? Wir haben Jahrzehnte damit verbracht, dieses Programm aufzubauen und den Menschen klarzumachen, dass HIV kein Todesurteil ist, wenn man die Behandlung durchhält. Und jetzt müssen wir ansehen, wie alles plötzlich auseinanderfällt.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auf der Suche nach Alternativen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der düsteren Aussichten weigert sich die TACAIDS-Mangerin Catherine Joachim einfach aufzugeben: „Wir sprechen mit anderen internationalen Partnern, privaten Geldgebern und unserer eigenen Regierung, um alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. Wir prüfen jede Möglichkeit. Die Menschen haben ein Recht auf Behandlung. Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass sie diese auch bekommen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesundheitsministerium hat zugesagt, einen Teil seiner Mittel umzuverteilen, um die Verteilung der antiretroviralen Medikamente aufrechtzuerhalten. Doch das Gesundheitsbudget Tansanias reicht nicht aus, um die benötigten 260 US-Dollar pro Patient*in pro Jahr abzudecken.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Realität ist, dass wir diese Lücke ohne externe Unterstützung nicht schließen können“, räumt Deogratius Rutatwa vom “National Council of People Living With HIV and AIDS” ein. „Und das bedeutet, dass Menschen sterben werden.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Ein Gesundheitsmitarbeiter in Bagamoyo klärt eine junge Frau über HIV/AIDS auf. (Foto: Kizito Shigela/IPS)</p>
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		<title>Kenia rüstet sich gegen Mpox</title>
		<link>https://afrika.info/kenia-ruestet-sich-gegen-mpox/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Aug 2024 07:04:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Africa CDC]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Joyce Chimbi]]></category>
		<category><![CDATA[Mpox]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Mpox-Virus breitet sich in Afrika immer weiter aus: Laut der Gesundheitsbehörde Africa CDC wurden im heuer bereits 20.720 Infektionen und 582 Todesfälle registriert. Kenia hat ein landesweites Mpox-Screening hochgefahren.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Joyce Chimbi | 26. August 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nairobi (IPS/afr). Das Mpox-Virus breitet sich in Afrika immer weiter aus: Laut der Gesundheitsbehörde Africa CDC wurden heuer bereits 20.720 Infektionen und 582 Todesfälle registriert. Erstmals seit der Gründung im Jahr 2017 hat Africa CDC am 13. August 2024 einen öffentlichen Gesundheitsnotfall der kontinentalen Sicherheit erklärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Epizentrum des aktuellen Mpox-Ausbruchs liegt in der Demokratischen Republik Kongo: Auf den Staat im Herzen Afrikas entfallen 95 Prozent aller gemeldeten Infektionen und 99 Prozent der verzeichneten Todesfälle. Fälle wurden in zwölf weiteren afrikanischen Ländern registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Besorgnis sorgt vor allem die hohe Mortalität der kursierenden Variante. Mpox-Viren werden in zwei genetisch unterschiedliche Kladen unterteilt: in die zentralafrikanische Klade I und in die westafrikanische Klade II. Für die aktuelle Gesundheitskrise sind Viren der Klade Ib verantwortlich.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem kenianischen Gesundheitswissenschafter Onyango Ouma von der Universität Nairobi ist bei bisherigen Ausbrüchen von Mpox I eine Fallsterblichkeit (CFR) von bis zu zehn Prozent festgestellt worden. Beim aktuellen Ausbruch sind bislang 2,81 Prozent der registrierten Fälle verstorben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der weltweite Infektionswelle von 2022 hingegen wurde durch Viren der Klade IIb ausgelöst, die deutlich mildere Verläufe verursachten. Bei Mpox II liegt die Fatalitätsrate bei weniger als 0,1 Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kenia bereitet sich auf den Ernstfall vor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl es im ostafrikanischen Kenia bisher nur zwei bestätigte Fälle der Klade Ib gibt, ist das Land in Alarmbereitschaft. Seit Anfang August hat Kenia die Mpox-Screenings intensiviert, bislang wurden mehr als 250.000 Menschen getestet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei beiden Infektionsfällen handelt es sich um LKW-Fahrer aus Uganda. Der Wissenschaftler Ouma geht daher davon aus, dass es noch weitere Fälle gibt. Kenia gilt als Verkehrsdrehscheibe von Ostafrika. Zu den Nachbarstaaten Äthiopien, Somalia, Südsudan, Tansania und Uganda gibt es insgesamt 35 Grenzstationen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Ausbruch zu bewältigen, wurden mittlerweile alle 26 Notfallzentren des öffentlichen Gesundheitswesens aktiviert und landesweit Labore geöffnet. Zur Bewältigung der Maßnahmen ist ein Budget von 16 Millionen US-Dollar vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mpox wurde erstmals im Jahr 1958 bei Affen beobachtet, die in Dänemark zu Forschungszwecken gehalten wurden. 1970 wurde die Krankheit in der Demokratischen Republik Kongo bei Menschen festgestellt. Die Übertragung erfolgt durch engen Hautkontakt, wie z. B. beim Geschlechtsverkehr. Eine Ansteckung im Alltag &#8211; wie etwa bei <a href="https://afrika.info/corona/">Corona</a> &#8211; ist unwahrscheinlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit zweierlei Maß</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch stellt der aktuelle Ausbruch für Onyango Ouma ein globales Gesundheitsrisiko dar, das mehr Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft bedürfe. Ouma weist darauf hin, dass afrikanische Wissenschaftler*innen seit Jahren mehr Investitionen zur Bekämpfung der Krankheit eingefordert hätten. Diese Aufrufe seien allerdings ohne Erfolg geblieben, so Ouma.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das scheint sich nun zu ändern: Die WHO hat den Mpox-Ausbruch am 14. August zu einem internationalen Gesundheitsnotfall erklärt und angekündigt, die Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit zu verstärken. Nur einen Tag später wurde in Schweden der erste Fall von Mpox Ib außerhalb von Afrika bestätigt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ouma kritisiert, dass offenbar mit zweierlei Maß gemessen werde. Solange Mpox auf den afrikanischen Kontinent bzw. auf abgelegene Gebiete der Demokratischen Republik Kongo beschränkt war, sei wenig passiert. “Jetzt aber, da der tödliche Stamm der Klade Ib sich als sexuell übertragbar erwiesen hat, wird eine Flut von Maßnahmen zur Bekämpfung der Infektionskrankheit verhängt”, beklagt der Gesundheitsexperte, “es sind nun auch Menschen außerhalb des Kontinents in Gefahr.” (Ende)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Karte: Mpox in Afrika (Stand: 23. August 2024)</h2>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Kenia hat ein umfassendes Mpox-Screening implementiert (Foto: Martin Sturmer/afrika.info)</p>
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		<title>Nigeria: Dann lieber wieder Brennholz</title>
		<link>https://afrika.info/nigeria-dann-lieber-wieder-brennholz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 09:26:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Peace Oladipo]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Offene Feuerstellen kosten in Nigeria über 130.000 Menschen im Jahr das Leben. Einkommensschwachen Haushalten fehlt es aber an Alternativen: Nach rapiden Preissteigerungen ist Kochgas für viele kein Thema mehr. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Peace Oladipo | 22. April 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Omu-Aran (IPS/afr). Offene Feuerstellen kosten in Nigeria über 130.000 Menschen im Jahr das Leben. Einkommensschwachen Haushalten fehlt es aber an Alternativen: Nach rapiden Preissteigerungen ist Kochgas für viele kein Thema mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein sonniger Vormittag in der Stadt Omu-Aran im Bundesstaat Kwara im Westen Nigerias. Die 52-jährige Witwe Iyabo Sunday kocht Bohnen und Reis auf dem offenen Feuer. Nach einer starken Erhöhung der Strompreise hatte sie ihren Elektroherd zunächst gegen einen Gaskocher eingetauscht &#8211; aber auch dieser ist mittlerweile Geschichte. “Wegen der instabilen Wirtschaft bin ich wieder zu Brennholz zurückgekehrt”, sagt sie. </p>



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<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich ergeht es der 41-jährigen Gastronomin Oyedele Christiana, die Fufu &#8211; eine Spezialität aus Maniok und Kochbananen &#8211;&nbsp; verkauft. Die Kochstelle in ihrer Kantine befeuert sie mit Brennholz, obwohl sie aus gesundheitlichen Gründen längst auf Gas umsteigen wollte: “Ich bin nicht so alt, wie ich aussehen, aber das kommt vom Kochen”, seufzt sie, „der Rauch reizt meine Augen und verursacht starken Husten.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Jahr 2022 haben sich die Preise für Kochgas in Nigeria mehr als verdoppelt. Ein Zylinder mit 12,5 Kilogramm Kochgas kostete vor zwei Jahren noch 7.413 Naira, das sind ca. 5,20 Euro. Heute liegt der Preis bei 16.875 Naira oder 11,80 Euro. Angesichts des gesetzlichen Mindestlohns von 30.000 Naira (21 Euro) pro Monat ist das eine enorme Summe. Der Grund für die Preissteigerung liegt vor allem im Wegfall der staatlichen Subventionen für Erdölprodukte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mehr COPD bei Frauen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Haushalte in Nigeria können sich Kochgas schlicht nicht mehr leisten. Eine Untersuchung des <a href="https://nigerianstat.gov.ng/news/78" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nationalen Statistikamts</a> zeigt, dass 63 Prozent der Bevölkerung zum Kochen Abfälle, Brennholz oder Holzkohle verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Folgen für das Klima &#8211; die Beschaffung von Brennholz treibt die Entwaldung stark voran &#8211; stellt diese Kochmethode eine enorme Gefahr für die Gesundheit  dar: Nach Angaben der <a href="https://www.who.int/data/gho/data/indicators/indicator-details/GHO/household-air-pollution-attributable-deaths" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WHO</a> starben in Nigeria 132.494 Menschen im Jahr 2019 an der durch offene Feuerstellung verurschachten Luftverschmutzung im Haushalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die nigerianische Umwelttechnologin Aisha Sulaiman zählen vor allem Frauen zu den Leidtragenden. Bei ihnen sei die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) immer häufiger festzustellen. Sulaiman sieht es als Aufgabe der Regierung, saubere Energie wettbewerbsfähig zu machen, um die Akzeptanz bei einkommensschwachen Menschen sicherzustellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Praktikable Alternativen gefragt</strong>&nbsp;&nbsp;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Energieberater Ibrahim Muhammad sieht die Regierung in der Pflicht und fordert finanzielle Unterstützungen bei der Umstellung auf umwelt- und gesundheitsfreundliche Alternativen. Allerdings müssten diese auch praktikabel sein, fordert er.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">So seien Elektroherde wegen der instabilen Stromversorgung keine Lösung. Und auch die häufig propagierten Solarkocher gingen an der Lebensrealität der Menschen vorbei. “Solarkocher werden normalerweise verwendet, wenn die Sonne scheint”, sagt Muhammad, “aber viele Menschen essen kaum zu Mittag, sondern eher in der Früh und am Abend.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er schlägt daher vor, die Produktion und den Ankauf von Briketts zu fördern: “Briketts ähneln der Holzkohle, sie sind energieeffizient und können aus Agrarabfällen hergestellt werden. Es müssen dafür also keine Bäume gefällt werden.” (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Frauen im Bundesstaat Kwara kehren mit Brennholz aus dem Wald zurück. (Foto: Peace Oladipo/IPS)</p>
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		<title>Ruanda: Leuchtturm für moderne Chirurgie</title>
		<link>https://afrika.info/ruanda-leuchtturm-fuer-moderne-chirurgie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2023 07:52:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[Aimable Twahirwa]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Jacques Marescaux]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Kagame]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Masaka, einem Vorort der ruandischen Hauptstadt Kigali, wurde kürzlich ein neues Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie eröffnet. IRCAD Africa will damit ein neues Zeitalter für chirurgische Eingriffe auf dem Kontinent einläuten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Aimable Twahirwa und Martin Sturmer | 28. November 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kigali, Oberndorf bei Salzburg (IPS/afr). In Masaka, einem Vorort der ruandischen Hauptstadt Kigali, wurde kürzlich ein neues Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie eröffnet. IRCAD Africa will damit ein neues Zeitalter für chirurgische Eingriffe auf dem Kontinent einläuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">IRCAD mit Sitz in Straßburg, Frankreich, gilt als weltweit führende Einrichtung in der minimalinvasiven Chirurgie. Das im Jahr 1994 von Jacques Marescaux gegründete Institut bildet jährlich knapp 9.000 Chirurg*innen aus aller Welt aus. Weitere Standorte befinden sich in Taiwan, Brasilien und im Libanon. 2024 sollen Brasilien und 2025 die USA folgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel von <a href="https://ircad.space/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">IRCAD Africa</a> ist die Ausbildung von Ärzten und Ärztinnen aus ganz Afrika in der noch jungen Operationstechnik. Bei der minimalinvasiven Chirurgie wird ein robotergestütztes Laparoskop in den Körper eingeführt. Dazu sind in der Regel nur kleine Schnitte notwendig. Chirurg*innen steuern das Laparoskop an einer Konsole fern. Die körperliche Belastung ist sowohl für Patient*innen als auch für das medizinische Personal wesentlich geringer als bei herkömmlichen Operationsmethoden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Herzstück der Kigali Health City</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Kompetenzzentrum wurde am 7. Oktober 2023 eröffnet. Die Finanzierung erfolgte durch Mittel der Regierung Ruandas und von IRCAD. „Wir arbeiten daran, das größte Team aus Informatikern und Chirurgen in Afrika aufzubauen“, sagt IRCAD-Gründer Jacques Marescaux.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruandas Präsident Paul Kagame betonte anlässlich der Einweihung von IRCAD Africa die überregionale Bedeutung des Zentrums: “Das Kompetenzzentrum dient nicht nur Ruanda. Es dient Afrika. Es wird jene Talente, die wir in Afrika haben, verbessern und auf ein viel höheres Niveau heben.”&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="843" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/11/paul-kagame-jacques-marescaux-flickr-paul-kagame-1200-1024x843.jpg" alt="" class="wp-image-3149" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/11/paul-kagame-jacques-marescaux-flickr-paul-kagame-1200-1024x843.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/11/paul-kagame-jacques-marescaux-flickr-paul-kagame-1200-300x247.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/11/paul-kagame-jacques-marescaux-flickr-paul-kagame-1200-768x632.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/11/paul-kagame-jacques-marescaux-flickr-paul-kagame-1200-640x527.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/11/paul-kagame-jacques-marescaux-flickr-paul-kagame-1200.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ruandas Präsdent Paul Kagame und IRCAD-Gründer Jacques Marescaux auf dem Weg zur Eröffnung von IRCAD Africa am 7. Oktober 2023 (Foto: Paul Kagame / <a href="https://flickr.com/photos/paulkagame/53240816669/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flickr</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC BY-NC-ND 2.0 DEED</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">IRCAD Africa verfügt über 16 Schulungslaboratorien am letzten Stand der Technik und einen Hörsaal mit 226 Plätzen. Das Zentrum soll zudem eine Schlüsselrolle für die Realisierung der Kigali Health City spielen. Der ambitionierte Plan der ruandischen Regierung sieht vor, dass in Masaka u. a. das größte Krankenhaus des Landes entsteht. Ab 2025 sollen hier täglich 2.000 Patient*innen behandelt werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Großer Aufholbedarf bei Ärztedichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Unterschied zur herkömmlichen Chirurgie verursachen minimalinvasive Eingriffe geringere Operationskosten, führen zu weniger Blutverlust, senken die Aufenthaltsdauer in Krankenhäusern und entlasten dadurch die Gesundheitssysteme. Trotz ihrer zahlreichen Vorteile steckt die Roboterchirurgie in afrikanischen Ländern aber noch in den Kinderschuhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Grund dafür liegt in der Unterversorgung mit medizinischem Personal. Laut dem <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/Tabellen/Basistabelle_Aerzte.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Statistischen Bundesamt</a> steht in Ruanda pro 10.000 Einwohner*innen nur ein*e Mediziner*in zur Verfügung. Zum Vergleich: In Deutschland und der Schweiz liegt die Ärztedichte je 10.000 Einwohner*innen bei 44, in Österreich sogar bei 53. Weltweit an der Spitze steht Kuba mit einer Ärtzedichte von 84.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Christine Mutegaraba, Chirurgin in einer Privatklinik in Kigali, ist zunächst eine Ausbildungsoffensive unerlässlich, damit die minimalinvasive Operationstechnik in Zukunft möglichst vielen Patient*innen zugute kommen kann. Damit alleine sei es allerdings nicht getan, weiß Mutegaraba: “Es braucht außerdem enorme Investitionen, um sicherzustellen, dass Kliniken und andere spezialisierte Krankenhäuser mit Geräten ausgestattet werden, die für die Durchführung dieser Art von chirurgischen Techniken erforderlich sind.” (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Neues Ausbildungszentrum für minimalinvasive Chirurgie &#8211; IRCAD Africa in Masaka, Kigali (Foto: Paul Kagame / <a href="https://www.flickr.com/photos/paulkagame/53239575302/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flickr</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC BY-NC-ND 2.0 DEED</a>)</p>
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		<title>Hustensaft aus Schneckenschleim</title>
		<link>https://afrika.info/hustensaft-aus-schneckenschleim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jul 2023 09:25:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
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		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Gedanke an Schneckenschleim ruft bei vielen Menschen Ekel hervor. Für den kenianischen Wissenschaftler Paul Kinoti ist das Sekret aber ungemein nützlich: Er entwickelt daraus einen Hustensaft für Kleinkinder.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Wilson Odhiambo | 10. Juli 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nairobi (IPS/afr). Der Gedanke an Schneckenschleim ruft bei vielen Menschen Ekel hervor. Für den kenianischen Wissenschaftler Paul Kinoti ist das Sekret aber ungemein nützlich: Er entwickelt daraus einen Hustensaft für Kleinkinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paul Kinoti ist Dozent in der Abteilung für Gartenbau und Ernährungssicherheit an der <a href="http://www.jkuat.ac.ke/from-snail-slime-to-cough-syrup-jkuat-pushes-research-boundaries/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology</a> (JKUAT). Für seine Forschung an Schnecken hat er kürzlich eine Förderung in Höhe von 127 Millionen Kenia-Schilling (ca. 83.000 Euro) vom <a href="https://istitutodielicicoltura.com/">Institute of Heliciculture</a> in Cherasco, Italien erhalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kontakt mit der Schneckenzucht ist Kinoti vor mehr als zehn Jahren im Rahmen seines Doktoratsstudiums an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien gekommen. Nach seiner Rückkehr in Kenia begann er, sich mit dem Potenzial von Schnecken für die Landwirtschaft zu beschäftigen. So entwickelte er etwa Hautpflegeprodukte, die vom Kenya Bureau of Standards (KEBS) zertifiziert wurden und bereits auf dem Markt erhältlich sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Entdeckung in Ghana</h2>



<p class="wp-block-paragraph">2019 bemerkte Kinoti bei einem Aufenthalt in der Stadt Kumasi in Ghana, dass dort für Kinder ein spezielles Grippemittel zubereitet wurde. „Mir ist aufgefallen, dass die Eltern Schneckenschleim sammelten, diesen mit etwas Honig vermischten und den Kindern als Heilmittel verabreichten“, erzählt Kinoti. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entdeckung ließ Kinoti nicht mehr los: Denn in Kenia stehen rezeptfreie Hustensäfte für Kleinkinder aufgrund ihrer Nebenwirkungen seit vielen Jahren&nbsp; in der Kritik. Der Wissenschaftler ist überzeugt, dass Schneckenschleim eine unbedenkliche und zudem leistbare Alternative bei Kindern unter fünf Jahren darstellt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Forschungsprojekt ist in zwei Phasen angelegt: In der ersten Phase geht es darum, die Wirkung von Schneckenschleim weiter zu erforschen und Landwirt*innen zur Schneckenzucht zu ermutigen. In der zweiten Phase soll die Produktion des Hustensafts gestartet werden. Für die Markteinführung ist eine Zulassung durch die Kenya Food and Drug Authority (KFDA) erforderlich. Der Abschluss des Forschungsprojektes ist für Mai 2025 geplant.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Riesenschnecke im Fokus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Forschung steht derzeit die Ostafrikanische Riesenschnecke (Echte Achatschnecke, Achatina Fulica), die pro Tier bis zu vier Milliliter Schleim absondert. Für die Herstellung von einem Liter Schleim werden also 250 dieser Riesenschnecken benötigt. Kinoti legt aber Wert darauf, dass die Schnecken bei der Schleimgewinnung nicht verletzt werden. Die Extraktion erfolgt nur einmal pro Woche unter Einsatz von Zitronensäure.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Gehäuselänge von bis zu 20 cm und einer Körperlänge von bis zu 30 cm zählt die Ostafrikanische Riesenschnecke zu den größten Landschnecken der Welt. In verschiedenen afrikanischen und asiatischen Küchen gilt das Weichtier als Delikatesse. Für die Landwirtschaft stellte die Riesenschnecke bislang eher ein Problem dar:&nbsp; Sie wird als invasive Art betrachtet, die rasch Kolonien bildet, den Anbau schädigt und Pflanzenkrankheiten überträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Produktion des Hustensafts soll die Ostafrikanische Riesenschnecke zu einer wichtigen Einkommensquelle für Landwirt*innen werden. In dreitägigen Kursen werden Bauern und Bäuerinnen in der Aufzucht von Schnecken und in der Schleimextraktion geschult. Die gewonnenen Sekrete werden dann von der JKUAT angekauft und zu Hustensaft verarbeitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zusätzliche Erwerbsquelle für die Landwirtschaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fördermittel aus Italien sollen laut Paul Kinoti auch dazu beitragen, für Frauen, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Mit einem Investment von 20.000 Kenia-Schilling (132 Euro) könne ein*e Schneckenzüchter*in bis zu 100.000 Kenia-Schilling (660 Euro) im Monat verdienen, so Kinoti.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Antony Njoroge, Bauer im Kiambu County in Zentralkenia, ist für den Zusatzverdienst dankbar: “Die meisten Menschen im Kiambu County sind komplett in der Landwirtschaft tätig oder haben irgendwo ein Stück Land, das sie für landwirtschaftliche Aktivitäten reserviert haben. Viele erhalten jetzt eine zusätzliche Erwerbsquelle. In unserer Kultur hätten die meisten von uns nie daran gedacht, Schneckenzucht zu praktizieren.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Afrikanische Riesenschnecken auf einem Markt in Accra, Ghana (Foto: Canva)</p>
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		<title>Impfstoff bringt Wende im Kampf gegen Malaria</title>
		<link>https://afrika.info/impfstoff-bringt-wende-im-kampf-gegen-malaria/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2023 13:53:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kenai]]></category>
		<category><![CDATA[Malaria]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Viktoriasee in Ostafrika ist der zweitgrößte Süßwassersee und der größte tropische See der Welt. Das beeindruckende Ökosystem beherbergt eine atemberaubende Vielfalt an Vogel-, Wasser- und Tierarten. Der See ist aber auch ein idealer Nährboden für Mücken, die Malaria übertragen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">23. Mai 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kisumu (AR/WHO/afr). Der Viktoriasee in Ostafrika ist der zweitgrößte Süßwassersee und der größte tropische See der Welt. Das beeindruckende Ökosystem beherbergt eine atemberaubende Vielfalt an Vogel-, Wasser- und Tierarten. Der See ist aber auch ein idealer Nährboden für Mücken, die Malaria übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Malaria-Expert*innen bezeichnen die Gebiete rund um das Seeufer als „See-Endemiegebiet“ Kenias. Die meisten Menschen dort haben mit Malaria-Infektionen zu kämpfen, viele haben schreckliche Verluste erlitten. Im Jahr 2021 gab es weltweit 247 Millionen Malaria-Erkrankungen, die zu 619.000 Todesfällen führten. 77 Prozent der Verstorbenen waren Kinder unter fünf Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als ich aufwuchs, hatte ich mehrere Malaria-Anfälle und ich habe Kinder mit bleibenden Behinderungen leiden sehen“, erzählt Vivienne, Mutter von fünf Kindern aus Chemelil Market, einem ländlichen Dorf außerhalb der Stadt Kisumu. „Meine drei ältesten Kinder kämpfen häufig mit Malaria. Wenn sie krank werden, verlieren sie den Appetit, haben Fieber, Durchfall und Erbrechen und werden sehr schwach.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pilotphase in Kenia, Ghana und Malawi</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die leidvolle Erfahrung mit Malaria war der Grund, warum Vivienne nicht lange überlegen musste, als sie vom weltweit ersten Malaria-Impfstoffs RTS,S/AS01 (oder RTS,S) hörte. Im Jahr 2019 wurde der Impfstoff im Rahmen einer Pilotphase des von der WHO koordinierten „Malaria Vaccine Implementation Program“ (MVIP) in Teilen Kenias sowie in Ghana und Malawi eingeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestartet wurden die Pilotprojekte, um den Nutzen des Impfstoffs für die öffentliche Gesundheit zu bewerten und Rückschlüsse auf die Akzeptanz zu erhalten. Fast vier Jahre später wurde der Malaria-Impfstoff in den drei Ländern an 1,4 Millionen Kindern verabreicht. In Kenia haben 400.000 Kinder zumindest eine Dosis der vierteiligen Impfung erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Gebieten, in denen RTS,S eingesetzt wird, gibt es laut <a href="https://www.who.int/news/item/06-10-2021-who-recommends-groundbreaking-malaria-vaccine-for-children-at-risk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WHO einen 30-prozentigen Rückgang bei schweren Malariafällen</a>. Das gilt selbst für Gegenden, in denen mit Insektiziden behandelte Netze weit verbreitet sind und ein guter Zugang zu Diagnose und Behandlung besteht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deutlicher Rückgang bei Erkrankungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gregory Ganda, Gesundheitsbeauftragter von Kisumu County, bestätigt den Erfolg der Impfung: „In den letzten Jahren haben wir einen deutlichen Rückgang der Einweisungen aufgrund von Malaria beobachtet. Es ist ein tolles Gefühl, als Arzt darüber nachzudenken, eine Station wegen Mangels an Patient*innen zu schließen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vivienne hatte von der Möglichkeit einer Malaria-Impfung durch Rose Akinyi, ehrenamtliche Gesundheitshelferin der Gemeinde, erfahren. In Kenia fungieren freiwillige Helfer*innen im Gesundheitswesen als wichtiges Bindeglied zwischen Pflegekräften und dem Gesundheitssystem. Akinyi wies Vivienne auf verschiedene Impfungen hin, die in Kenia routinemäßig verabreicht werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viviennes jüngste Kinder Isaac und Moses haben mittlerweile vier bzw. drei Dosen des Impfstoffs erhalten. „Sie leiden viel weniger unter Malaria als meine anderen drei Kinder,“ erzählt Vivienne. „Isaac und Moses sind viel kräftiger. Und als sie einmal doch an Malaria erkrankten, verlief die Krankheit weitaus weniger schwerwiegend.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">28 afrikanische Länder planen Impfungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im benachbarten Homa Bay erhielt Margaret Atienos Tochter Stella kürzlich die dritte Dosis. „Der Impfstoff ist wichtig, weil er mein Kind schützt“, sagt Atieno. „Ich wünschte sogar, es gebe auch eine Möglichkeit für meine größeren Kinder, damit sie genauso geschützt wären wie Stella.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gordon Okomo, Gesundheitsdirektor von Homa Bay County, ist von der neuen Waffe gegen Malaria überzeugt: „Der Impfstoff war ein Wendepunkt und ein Durchbruch“, erklärt er. „Wir haben gesehen, dass die Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren zurückgegangen ist. Die Leute dachten nicht, dass wir einen Impfstoff gegen Malaria haben könnten, und jetzt sind alle begeistert.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pilotphase in Kenia umfasst 26 Bezirke. Kürzlich hat das Gesundheitsministerium die Verfügbarkeit des Impfstoffs verdoppelt. Auch außerhalb Kenias ist die Nachfrage nach dem Malaria-Impfstoff groß. Zumindest 28 afrikanische Länder planen, Unterstützung bei der globalen Impfallianz Gavi für die Bereitstellung des Impfstoffs zu beantragen. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">Der englischsprachige Originalbeitrag ist im Mai 2023 in unserem Partnermagazin <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/july-2022/12-000-births-zero-deaths-malawians-celebrate-hero-midwife-charity-salima" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen erschienen. afrika.info hat den Artikel um die Malaria-Fallzahlen ergänzt.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Ein erkranktes Kleinkind in einem Krankenhaus im Süden von Kenia. 77 Prozent der Malaria-Todesfälle betreffen Kinder unter fünf Jahren. (Foto: Martin Sturmer)</p>
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		<title>12.000 Geburten: Eine Hebamme als Heldin</title>
		<link>https://afrika.info/12000-geburten-eine-hebamme-als-heldin-malawi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2022 14:51:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[Audrey Simango]]></category>
		<category><![CDATA[Charity Salima]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die 63-jährige Charity Salima durch die Straßen von Lilongwe geht, rufen viele Mütter aufgeregt ihren Vornamen: “Charity! Charity!”. Die Frauen gehen mit ihren Babys auf die Hebamme zu und sagen: „Hier ist dein Enkelkind.“ </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Audrey Simango, Africa Renewal* | 10. August 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lilongwe (AR/afr). Wenn die 63-jährige Charity Salima durch die Straßen von Lilongwe geht, rufen viele Mütter aufgeregt ihren Vornamen: “Charity! Charity!”. Die Frauen gehen mit ihren Babys auf die Hebamme zu und sagen: „Hier ist dein Enkelkind.“&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Charity Salima ist solche offenen Zuneigungsbekundungen inzwischen gewohnt: Seit dem Jahr 2008 hat sie in der von ihr gegründeten Achikondi-Frauenklinik 12.000 Geburten begleitet &#8211; ohne dabei bislang einen einzigen Todesfall betrauert haben zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Achikondi-Frauenklinik befindet sich in der Area 23, einem ärmlichen Stadtteil im Südosten von Malawis Hauptstadt Lilongwe. Nach 26 Jahren im öffentlichen Gesundheitssektor in Malawi hat Salima 2008 die Entbindungsstation ins Leben gerufen. Der Name der Klinik ist Programm: Aus der malawischen Amtssprache Chichewa übersetzt heißt Achikondi auf Deutsch soviel wie Liebe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kostenfreie Entbindungsstation</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Charity Salima ist selbst dreifache Mutter und hat drei Enkelkinder. Ihre Kraft für den herausfordernden Beruf schöpft sie aus der Freude, die sie bei den Geburten erlebt. „Wenn eine Frau in den Wehen zu uns kommt, bei uns entbindet und mit ihrem Wonneproppen nach Hause geht &#8211; dann macht mich das wirklich glücklich”, schildert Salima im Gespräch mit Africa Renewal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum sie die Klinik ausgerechnet in einem ärmlichen Stadtteil wie der Area 23 gegründet hat? “Es tat mir weh, wenn schwangere Frauen lange Wegstrecken zurücklegen mussten, um Geburtshilfe und Medikamente zu erhalten”, erklärt Salima. “Also dachte ich, dass diese Dienste näher zu den Menschen kommen müssten. Wie Sie wissen, können Wehen jederzeit einsetzen &#8211; nachts oder tagsüber.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Charity Salima ist es keine Seltenheit, dass Frauen auch spät in der Nacht an ihre Tür klopfen und um Hilfe bitten. Trotzdem sind die Leistungen der Achimondi-Frauenklinik kostenfrei. Die Patientinnen werden aber gebeten, eine freiwillige Spende zur Deckung der Strom- und Wasserrechnung zu leisten. Aus Geldmangel können die meisten Frauen dieser Bitte aber nicht nachkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Klinik am Laufen zu halten, ist Charity Salima auf Spenden angewiesen. Finanzielle Unterstützung kommt vor allem aus Schottland, etwa von der <a href="https://www.freedomfromfistula.org.uk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freedom from Fistula Foundation</a> in Perth und Student*innen des <a href="https://www.gwc.org.uk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">George Watson’s College</a> in Edinburgh.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kampf gegen Kindersterblichkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kopfzerbrechen bereitet Charity Salima aber die hohe Kindersterblichkeit in Malawi. Laut UNICEF erleben 3,9 Prozent aller Kleinkinder ihren fünften Geburtstag nicht. Als Hauptursachen für die hohe Sterblichkeitsraten gelten Frühgeburten, Atemstillstand, fehlender Sauerstoffe, Traumata und bakterielle Infektionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Kinderleben könnten gerettet werden. Stanley Samusodza ist Experte für öffentliche Gesundheit und hat als Pfleger in vielen Ländern des südlichen Afrika gearbeitet. Für ihn ist die hohe Geburtensterblichkeit in Malawi auf einen “Cocktail von Faktoren” zurückzuführen, der u. a. aus der Unterfinanzierung öffentlicher Krankenhäuser, schwach ausgebildeten Hebammen und fehlenden bzw. zu späten Diagnosen bei Vorerkrankungen besteht. Im Gegenzug würden gut ausgestattete Privatkliniken bei Entbindungen hohe Gebühren veranschlagen, die sich die meisten Frauen einfach nicht leisten könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Charity Salima müssen gute Hebammen mehr können, als nur über ein Diplom zu verfügen. “Als Hebamme nutze ich meine Ohren zum Hören und meine Nase zum Riechen”, sagt sie. “Wenn eine Frau das Kind zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht geboren hat, muss ich schnell den Grund dafür ermitteln können. Möglicherweise muss sie rasch in ein Krankenhaus. In der Arbeit als Hebamme gibt es kein Trial-and-Error.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Internationale Auszeichnungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Salima leistet auch viel Aufklärungsarbeit in traditionellen Gemeinschaften. So versucht sie Chiefs dafür zu sensibilisieren, dass Babys in Entbindungskliniken zur Welt gebracht werden und nicht zu Hause, wo in der Regel nur ungeschulte Geburtshelferinnen zur Verfügung stehen würden. Schwangeren Teenagern steht sie mit Rat und Tat zur Seite: “Ich sage jungen Mädchen, dass sie in jedem Fall mit der Schule weitermachen sollen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für ihre bemerkenswerte Arbeit hat Salima viele Auszeichnungen erhalten. Im Jahr 2019 verlieh ihr die englische Königin Elizabeth II. den <a href="https://www.pointsoflight.gov.uk/malawis-florence-nightingale/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Commonwealth Point of Light</a>. Der Preis würdigt herausragende Persönlichkeiten, die in ihrer Gemeinde etwas zum Positiven verändern. 2020 wurde Salima vom malawischen Präsidenten Lazarus Chakwera für ihre Lebensleistung geehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihren 63 Jahren weiß Charity Salima aber, dass sie ihren Beruf als Hebamme nicht mehr ewig ausüben wird können. Es ist ihr deshalb ein großes Anliegen, ihre Nachfolge bald zu regeln. Deshalb kümmert sich derzeit um die Ausbildung junger Krankenschwestern &#8211; eine davon wird hoffentlich in ihre Fußstapfen treten. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Raphael Obonyo ist Politikanalyst und Journalist aus Kenia. Der englischsprachige Originalbeitrag ist im Juni 2023 in unserem Partnermagazin <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/july-2022/12-000-births-zero-deaths-malawians-celebrate-hero-midwife-charity-salima" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen erschienen.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> In Malawi ist die Kindersterblichkeit hoch &#8211; 3,9 Prozent der Kinder erleben ihren 5. Geburtstag nicht. (Foto: UNFPA/Africa Renewal)</p>
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		<title>Simbabwes Straßen fordern hohen Blutzoll</title>
		<link>https://afrika.info/simbabwes-strassen-fordern-hohen-blutzoll/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2022 08:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Busani Bafana]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Sie nachts in Simbabwe mit dem Auto unterwegs sind, dann achten Sie auf ein Augenpaar auf der Straße. Sie könnten eine Giraffe in einem Schlagloch überfahren. So lautet ein gängiger Witz, der in Simbabwe erzählt wird.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Busani Bafana | 11. April 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bulawayo (IPS/afr). Wenn Sie nachts in Simbabwe mit dem Auto unterwegs sind, dann achten Sie auf ein Augenpaar auf der Straße. Sie könnten eine Giraffe in einem Schlagloch überfahren. So lautet ein gängiger Witz, der in Simbabwe erzählt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn der Witz übertreibt, gar so weit scheint er von der Realität nicht entfernt zu sein. Simbabwes Straßen gelten als gefährlich: Im vergangenen Jahr starben mehr als 2.000 Menschen bei Unfällen, zahlreiche weitere wurden verletzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vergangenen Jahr hat die Regierung den Zustand des 88.100 Kilometer langen Straßennetzes des Landes als katastrophal eingestuft und ein Sanierungspaket in Höhe von 400 Millionen US-Dollar angekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Maßnahme duldet keinen Aufschub: Laut einem im Januar 2022 veröffentlichten <a href="https://unece.org/publications/road-safety-performance-review-zimbabwe" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UN-Bericht</a> sterben in Simbabwe durchschnittlich fünf Menschen pro Tag bei Verkehrsunfällen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht allerdings davon aus, dass die Opferzahl dreimal so hoch ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskrepanz wird darauf zurückgeführt, dass die Regierung nur Todesfälle am Unfallort zählt. Im Gegensatz dazu erfasst die internationale&nbsp; Praxis die Todesfälle innerhalb von 30 Tagen nach einem Unfall, erklärt die Verkehrssicherheitsforscherin Lee Randall, Gründerin des <a href="http://roadethicsproject.africa/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Road Ethics Project</a>  in Johannesburg. Laut Randall würden afrikanische Länder über nur unzureichende Systeme zur Erfassung von Unfalldaten verfügen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Starker Anstieg bei Todesopfern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Bericht zur Straßensicherheit in Simbabwe stellte weiters einen starken Anstieg der Todesfälle in den letzten Jahren fest. Zwischen 2011 bis 2019 ist die Zahl der Verkehrstoten um 34 Prozent gewachsen. Rund die Hälfte der jährlich 2.000 Todesopfer entfallen auf Fahrgäste in Bussen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/04/simbabwe-schlagloecher-shutterstock-red-1000-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1826" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/04/simbabwe-schlagloecher-shutterstock-red-1000-768x1024.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/04/simbabwe-schlagloecher-shutterstock-red-1000-225x300.jpg 225w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/04/simbabwe-schlagloecher-shutterstock-red-1000-640x853.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/04/simbabwe-schlagloecher-shutterstock-red-1000.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Tiefe Schlaglöcher auf den Straßen sind in Simbabwe allgegenwärtig &#8211; diese hier sind durch heftige Regenfälle entstanden. (Bild: Cecil Bo Dzwowa, Shutterstock.com)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Kamerun, Äthiopien und Uganda ist Simbabwe das vierte afrikanische Land, für das ein UN-Bericht zur Straßensicherheit vorliegt. Ende August 2020 hat die UN-Generalversammlung den Zeitraum 2021-2030 zum zweiten Jahrzehnt der Verkehrssicherheit erklärt. Bis Ende der Dekade soll die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten weltweit um mindestens 50 Prozent gesenkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem hohen Blutzoll entsteht durch die unsicheren Straßen auch ein beträchtlicher wirtschaftlicher Schaden: Laut des staatlichen Verkehrssicherheitsrats von Simbabwe ereignen sich pro Jahr durchschnittlich 40.000 Unfälle. Die Kosten werden mit jährlich 406 Millionen US-Dollar beziffert &#8211; das entspricht drei Prozent von Simbabwes Bruttoinlandsprodukt des Jahres 2020.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Notrufnummer fehlt bislang</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Lee Randall wären die meisten Verkehrsunfälle vermeidbar, wenn das gesamte Straßenverkehrssystem angemessen betrachtet würde. Dabei sei die Durchsetzung von Straßenverkehrsregeln von entscheidender Bedeutung. Es sei aber klar, dass nicht auf jedem Kilometer Verkehrspolizist*innen positioniert werden können. “Wir müssen den Menschen früh genug Verkehrssicherheitskonzepte antrainieren, um ihr Verhalten im Straßenverkehrssystem ein Leben lang zu beeinflussen“, sagt Randall.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Bericht empfiehlt außerdem, dass Simbabwe eine Datenbank für Straßenunfälle einrichtet und ihre statistischen Indikatoren verbessert. Außerdem wird die Implementierung eines Meldesystems bei Unfällen vorgeschlagen. Derzeit gibt es in Simbabwe keine nationale dreistellige Notrufnummer, um die rechtzeitige Meldung von Verkehrsunfällen zu erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den stellvertretenden Gesundheitsminister von Simbabwe, John Mangwiro, ist ein solches Meldesystem dringend erforderlich. Denn die zu späte Erstversorgung am Unfallort sei dafür verantwortlich, dass viele Unfallopfer vor der Einlieferung in ein Krankenhaus versterben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sicherheitsproblem durch Import von alten Autos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Exekutivsekretärin der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Afrika (ECA), Vera Songwe, sieht auch im schlechten Zustand der Fahrzeuge einen Grund für die desolate Verkehrssicherheit in Simbabwe. “Als Kontinent müssen wir den Import von Fahrzeugen stoppen, die nicht dem Standard entsprechen, die am Ende Leben kosten und der wirtschaftlichen Entwicklung schaden“, drängt Songwe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Zahlen der nationalen Statistikbehörde Zimstat importiert Simbabwe jährlich Fahrzeuge im Wert von über 340 Millionen US-Dollar. 2021 hat Simbabwe ein Einfuhrverbot für Gebrauchtfahrzeuge verhängt, die zehn Jahre und älter sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verbot hatte bislang allerdings kaum einen Effekt: Für die meisten Simbabwer*innen sind neuere Fahrzeuge unleistbar. Daher finden sich immer wieder Mittel und Wege, alte Autos ins Land zu bringen. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Das 88.100 Kilometer lange Straßennetz in Simbabwe ist in einem desolaten Zustand &#8211; ein Sanierungspaket soll Abhilfe schaffen. (Foto: Busani Bafana, IPS)</p>
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