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	<title>Innovation Archive | afrika.info</title>
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	<description>Den Kontinent anders sehen</description>
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	<title>Innovation Archive | afrika.info</title>
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		<title>Junge Ideen gegen die Plastikflut</title>
		<link>https://afrika.info/junge-ideen-plastikflut-sierra-leone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 05:15:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sierra Leone]]></category>
		<category><![CDATA[Elektroschrott]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreislaufwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Plastikmüll]]></category>
		<category><![CDATA[Recycling]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit kreativen Recyclingprojekten verwandeln junge Menschen in Sierra Leone Plastik- und Elektroschrott in Solarrucksäcke, Möbel und Baumaterialien. Damit bekämpfen sie die wachsende Umweltverschmutzung und schaffen zugleich Bildungs- und Einkommenschancen.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit kreativen Recyclingprojekten verwandeln junge Menschen in Sierra Leone Plastik- und Elektroschrott in Solarrucksäcke, Möbel und Baumaterialien. Damit bekämpfen sie die wachsende Umweltverschmutzung und schaffen zugleich Bildungs- und Einkommenschancen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Madina Kula Sheriff | 25. September 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freetown (IPS/afr) – Peter George wuchs im Bezirk Bo im Süden Sierra Leones auf. Schon als Kind beobachtete er, wie Menschen ausgediente Batterien und kaputte Bauteile von Elektrogeräten neben den Feldern seiner Großmutter entsorgten. Die ausgetretenen Chemikalien beeinträchtigten das Wachstum der Pflanzen und schmälerten die Erträge.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch diese Erfahrung weckte auch seine Neugier. George begann sich dafür zu interessieren, wie elektronische Geräte funktionieren und wie sich ausrangierte Bauteile wiederverwenden lassen. Schließlich fing er an, aus Elektroschrott Solarlampen für Schulkinder herzustellen. “Diese Lampen halfen den Schülern, nachts zu lernen, und wir spendeten auch einige an andere Kinder“, erzählt George.</p>



<h2 id="h-von-solarlampen-zu-rucksacken" class="wp-block-heading">Von Solarlampen zu Rucksäcken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Plastikverschmutzung in Bo immer stärker sichtbar wurde, verlagerte George den Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Statt ausschließlich Elektroschrott wiederzuverwenden, begann er, Kunststoffe zu recyceln und daraus Rucksäcke herzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Viele Menschen denken, dass die Plastikverschmutzung nur in Freetown ein Problem ist, doch das Problem ist auch in Provinzstädten wie Bo sehr gravierend”, sagt George. “Während der Regenzeit werden die Straßen überflutet, weil das Wasser aufgrund von Verstopfungen durch Plastikmüll nicht richtig in die Kanalisation abfließen kann. Das beeinträchtigt den Schulbetrieb und führt zur Abwanderung von Menschen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">2018 gründete er „Ideal Technologies“, ein von Jugendlichen geführtes Unternehmen im Distrikt Bo, das Plastik- und Elektronikschrott zu solarbetriebenen Rucksäcken und Beleuchtungssystemen für Schulkinder verarbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinem Unternehmen will George gleich mehrere Probleme angehen: die zunehmende Plastikverschmutzung, den wachsenden Elektronikschrott und den mangelnden Zugang zu Elektrizität in Teilen Sierra Leones.</p>



<h2 id="h-plastikmull-und-elektroschrott-werden-zum-problem" class="wp-block-heading">Plastikmüll und Elektroschrott werden zum Problem</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Schätzungen der <a href="https://openknowledge.worldbank.org/entities/publication/ff83602f-caf7-4cdf-880d-95d41c2d8b39" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltbank</a> fallen in Sierra Leone jährlich etwa 130.000 Tonnen Plastikmüll an. Ein großer Teil davon besteht aus Einweg-Plastikflaschen, Wasserbeuteln und Plastiktüten, die unter anderem die Küsten verschmutzen und die Meeresfauna schädigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Elektroschrott nimmt weltweit rapide zu. Dem <a href="https://ewastemonitor.info/the-global-e-waste-monitor-2024/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Global E-Waste Monitor 2024“</a>  zufolge fielen 2022 weltweit 62 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Weniger als 22,3 Prozent davon wurden offiziell gesammelt und recycelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden Sierra Leones sehen in der Plastikverschmutzung eine wachsende Bedrohung für die Ökosysteme an der Küste und die Tourismusbranche des Landes. Trotz des Ausmaßes des Problems befinden sich Programme zur Bewirtschaftung von Plastikmüll jedoch noch in der Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dinge, die andere als Abfall betrachteten, sah ich als Lösungen“, sagt George. Tagsüber werden seine Rucksäcke wie gewöhnliche Schultaschen getragen. Nachts ermöglicht die integrierte solarbetriebene Beleuchtung den Kindern in Gemeinden mit begrenzter Stromversorgung, auch nach Sonnenuntergang zu lernen.</p>



<h2 id="h-aus-kunststoffsabfallen-eine-lebensgrundlage-schaffen" class="wp-block-heading">Aus Kunststoffsabfällen eine Lebensgrundlage schaffen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Peter George weigert sich auch Manty Sulma Beckley aus Sierra Leones Hauptstadt Freetown, Kunststoff als das Ende des Lebenszyklus eines Produkts zu betrachten. Sie&nbsp; verarbeitet Kunststoffabfälle zu Alltagsgegenständen wie Einkaufstaschen, Körben, Stühlen oder Tischen. Der Verkauf dieser Produkte sichert ihren Lebensunterhalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Klimaaktivistin und Gründerin der „Beckma Empowerment Initiative“ entdeckte schon als Kind ihre Begeisterung für das Recycling. Ihre Tante zeigte ihr, wie man Möbel repariert und selbst herstellt. Inspiriert davon begann Beckley, zu Hause kaputte Stühle zu reparieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Nach und nach erwachte meine Leidenschaft dafür, Dinge zu erschaffen”, erzählt sie. “Als Erwachsene entwickelte sich diese Leidenschaft dann zu einer Initiative zum Kunststoffrecycling, nachdem ich miterlebt hatte, wie Plastikmüll Gemeinden in ganz Freetown zerstörte.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um genügend Material für ihre Produkte zu bekommen, arbeitet Beckley mit Haushalten und jungen Müllsammler*innen in ihrer Gemeinde zusammen. Dennoch sei es schwierig, genügend recycelbaren Kunststoff zu beschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Selbst 50 volle Reissäcke mit Einwegplastik reichen nicht aus, um Gegenstände wie Ziegel, Körbe und andere Produkte herzustellen”, beklagt sie. “Das bedeutet, dass wir ständig mehr sammeln müssen,”</p>



<h2 id="h-fehlende-ausrustung-bremst-recycling" class="wp-block-heading">Fehlende Ausrüstung bremst Recycling</h2>



<p class="wp-block-paragraph">George und Beckley sehen im Recycling die Chance, Abfällen ein zweites Leben einzuhauchen und gleichzeitig Beschäftigungsmöglichkeiten und Einkommen zu schaffen. Doch fehlende finanzielle Unterstützung und der Mangel an geeigneter Ausrüstung bremsen ihre Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für George ist insbesondere die fehlende Ausstattung für eine Produktion in größerem Maßstab ein Hindernis. „Eine unserer größten Herausforderungen ist es, an die richtigen Werkzeuge und Geräte zu kommen”, berichtet er. “Wenn mehr in das Recycling investiert würde, insbesondere zugunsten junger Menschen, könnte dies die Situation bei Einwegkunststoffen erheblich verändern und den Abfallsammlern und Recyclingunternehmen ein Einkommen sichern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Beckley kommen weitere Hürden hinzu. Als Frau im Bereich Recycling und Innovation werde sie immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es gibt Leute, die an meinen Fähigkeiten zweifeln, weil ich eine Frau bin”, erzählt sie. “Manche sagen ganz offen, dass sie lieber mit einem Mann zusammenarbeiten würden.” Sie entgegnet ihnen dann meistens, dass alle Produkte, die sie auf ihrer <a href="https://www.facebook.com/manty.marah.9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook-Seite</a> postet, von ihr persönlich angefertigt worden sind.</p>



<h2 id="h-hunderte-schulkinder-erreicht" class="wp-block-heading">Hunderte Schulkinder erreicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen zwei Jahren hat “Ideal Technologies” seine Arbeit ausgeweitet, insbesondere unter Schulkindern in unterversorgten Gemeinden. 2024 ging Georges Innovation in der vom UNDP und der Umweltschutzbehörde Sierra Leones organisierten <a href="https://www.undp.org/sierra-leone/news/beating-plastic-pollution-how-sierra-leones-waste-transformers-are-powering-change" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Youth-Led Innovation Challenge“</a>  als Sieger hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der damit verbundenen finanziellen Unterstützung konnte die Initiative ihre Arbeit auf weitere Gemeinden ausdehnen. „Durch Fördermittel aus dieser und anderen Initiativen haben wir mehr als 400 Schulkinder in ländlichen Gemeinden unterstützt”, sagt George. “Darin nicht enthalten sind Menschen, die wir über Partnerschaften oder Käufer im Ausland mit Produkten beliefert haben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manty Sulma Beckley fordert mehr staatliche Unterstützung für von Jugendlichen geleitete Recycling-Initiativen. „Das ist meine Haupteinnahmequelle, und ich habe auch Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen geschaffen, die von mir gelernt haben”, sagt sie. “Einige von ihnen stellen nun selbständig Taschen und andere Recyclingprodukte her.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Müllsamler in Mabella, Freetown. Mabella ist informelles, dicht besiedeltes Küstenviertel in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone. (Foto: Simon Roughneen, Shutterstock.com)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Moove wird elftes Unicorn in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/moove-unicorn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 08:16:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomes Fahren]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Lagos]]></category>
		<category><![CDATA[Moove]]></category>
		<category><![CDATA[Ride-Hailing]]></category>
		<category><![CDATA[Startups]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das in Lagos gegründete Mobilitätsunternehmen Moove ist zum Unicorn aufgestiegen: Nach einer Finanzierungsrunde über 250 Millionen US-Dollar wird das Startup nun mit 2,1 Milliarden Dollar bewertet. Es ist das elfte "Einhorn" in Afrika.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das in Lagos gegründete Mobilitätsunternehmen Moove ist zum Unicorn aufgestiegen: Nach einer Finanzierungsrunde über 250 Millionen US-Dollar wird das Startup nun mit 2,1 Milliarden Dollar bewertet.</strong> <strong>Es ist das elfte &#8222;Einhorn&#8220; in Afrika.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 7. September 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr) – Als Ladi Delano und Jide Odunsi <a href="https://www.moove.io/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Moove</a> 2020 in Lagos gründeten, wollten sie zunächst ein alltägliches Problem lösen: Viele Fahrer*innen für Ride-Hailing-Plattformen hatten kaum Zugang zu Krediten für den Kauf eines eigenen Fahrzeugs. Beim Ride-Hailing werden Fahrten über Plattformen wie Uber vermittelt, die Fahrer*innen und Fahrgäste über Apps zusammenbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moove entwickelte dafür ein Finanzierungsmodell, das unter anderem die tatsächlichen Einnahmen und die Produktivität der Fahrer*innen berücksichtigt. Das Unternehmen startete nach eigenen Angaben mit 76 Fahrzeugen in Lagos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind in Lagos mit einer einfachen Erkenntnis gestartet: Die Nachfrage nach Mobilität ist groß, aber das Angebot kann nicht wachsen, wenn Kapital, Technologie und Betrieb nicht zusammenspielen“, sagt Mitgründer und Co-CEO Ladi Delano anlässlich der jüngsten Finanzierungsrunde. (Quelle: <a href="https://www.mubadala.com/en/news/moove-raises-250-million-at-2-1-billion-valuation-to-scale-the-global-infrastructure-layer-for-autonomous-mobility" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mubadala</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sechs Jahre später ist aus dieser Idee ein Unternehmen mit Milliardenbewertung geworden.</p>



<h2 id="h-250-millionen-us-dollar-frisches-kapital" class="wp-block-heading">250 Millionen US-Dollar frisches Kapital</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang August 2026 gab Moove eine weitere große Finanzierungsrunde über 250 Millionen US-Dollar bekannt. Die sogenannte Series-C-Runde richtet sich typischerweise an bereits etablierte Startups, die weiteres Wachstum finanzieren wollen. Die Unternehmensbewertung liegt nun bei 2,1 Milliarden US-Dollar. Damit überschreitet Moove deutlich die Milliardenschwelle, ab der nicht börsennotierte Startups als „Unicorns“ bezeichnet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angeführt wurde die Finanzierungsrunde vom Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi. Woven Capital, der Wachstumsfonds von Toyota, und Ion Pacific fungierten als Co-Lead-Investoren. Auch BlueCrest Capital Management und Sona Capital beteiligten sich. Zu den bisherigen Geldgebern von Moove zählen unter anderem Uber, BlackRock und die japanische Finanzgruppe MUFG.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moove ist damit das elfte von der Nachrichtenagentur afrika.info erfasste Startup, das in einem afrikanischen Land gegründet wurde und eine Milliardenbewertung erreicht hat. Sechs davon wurden in Nigeria gegründet: Jumia, Interswitch, OPay, Flutterwave, Andela und nun eben Moove.</p>



<h3 id="h-unicorns-in-afrika" class="wp-block-heading">Unicorns in Afrika</h3>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Nummer</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Unternehmen</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gründungsland</th><th class="has-text-align-center" data-align="center">Jahr</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">1</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://group.jumia.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jumia Group</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2016</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">2</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.interswitchgroup.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interswitch</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2019</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">3</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.fawry.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fawry</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Ägypten</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2020</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">4</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://opayweb.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OPay</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">5</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.wave.com/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wave Mobile Money</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Senegal</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">6</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://flutterwave.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flutterwave</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">7</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://andela.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Andela</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">8</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://mnt-halan.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MNT-Halan</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Ägypten</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2023</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">9</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://moniepoint.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Moniepoint</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2024</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">10</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://tyme.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tyme Group</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Südafrika</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2024</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">11</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.moove.io/">Moove</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2026</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">afrika.info, Stand: 7. September 2026</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufstieg ist auch deshalb bemerkenswert, weil Moove bei seiner Finanzierungsrunde 2024 noch mit rund 750 Millionen US-Dollar bewertet worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moove ist inzwischen kein ausschließlich nigerianisches Unternehmen mehr. Der Firmensitz befindet sich heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen in 29 Städten in 13 Ländern tätig, betreibt rund 42.000 Fahrzeuge und beschäftigt weltweit mehr als 2.000 Mitarbeiter*innen. Der annualisierte wiederkehrende Umsatz (Annual Recurring Revenue, ARR) soll laut Eigenangaben bei 420 Millionen US-Dollar liegen.</p>



<h2 id="h-autonomes-fahren-als-neues-geschaftsfeld" class="wp-block-heading">Autonomes Fahren als neues Geschäftsfeld</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geschäftsmodell hat sich in den letzten Jahren allerdings deutlich verändert. Die Finanzierung von Fahrzeugen für Ride-Hailing-Fahrer*innen bleibt zwar, doch Moove richtet seinen Blick zunehmend auf eine Technologie, bei der Fahrer*innen überhaupt nicht mehr vorgesehen sind: autonome Fahrzeuge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen will einen Teil des neuen Kapitals dafür einsetzen, selbstfahrende Fahrzeugflotten zu finanzieren und zu betreiben. Dazu baut Moove sogenannte „Nests“ – weitgehend automatisierte Betriebszentren, in denen autonome Fahrzeuge geladen, gewartet und für ihren Einsatz vorbereitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Delano sieht darin einen neuen Infrastrukturmarkt. „Jede große technologische Revolution wird zu einem Wettlauf um Infrastruktur“, erklärte er anlässlich der Finanzierungsrunde. Für autonomes Fahren brauche es neben der Fahrzeugtechnologie unter anderem Flotten, Ladeinfrastruktur, Wartung, Datensysteme und einen Betrieb rund um die Uhr.</p>



<h2 id="h-partnerschaft-mit-waymo" class="wp-block-heading">Partnerschaft mit Waymo</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit Waymo, dem auf autonomes Fahren spezialisierten Unternehmen des Google-Mutterkonzerns Alphabet. Im Rahmen seiner Partnerschaft mit Waymo ist Moove bereits in Phoenix und Miami tätig; ein weiterer Einsatz in London ist angekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Finanzierungsrunde soll diesen Bereich erheblich ausbauen. Nach Angaben von Mitgründer Ladi Delano soll das Team um rund 350 Mitarbeiter*innen wachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschiebt sich die Identität von Moove. Das Unternehmen entstand als Fintech, das Menschen den Zugang zu Fahrzeugen erleichtern wollte. Nun möchte es zu einem wichtigen Dienstleister einer Mobilitätsbranche werden, in der autonome Flotten eine immer größere Rolle spielen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Delano ist das kein Bruch mit der ursprünglichen Idee. „Das ist keine Abkehr von unserer Mission, sondern ihr umfassendster Ausdruck“, sagte er zur neuen Strategie.</p>



<h2 id="h-nigeria-bleibt-wichtiger-startup-markt" class="wp-block-heading">Nigeria bleibt wichtiger Startup-Markt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mooves Milliardenbewertung fällt in eine Phase, in der sich die Finanzierung von Startups in afrikanischen Ländern nach dem deutlichen Rückgang der Jahre 2023 und 2024 wieder stabilisiert hat. Nach den von afrika.info ausgewerteten Daten wurden 2025 insgesamt 3,83 Milliarden US-Dollar in afrikanische Startups investiert – der dritthöchste Jahreswert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2015. Seit 2019 entfielen mehr als 80 Prozent der Investitionen auf die “Big Four” – Nigeria, Kenia, Südafrika und Ägypten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2026 ergibt sich bislang ein gemischteres Bild. Laut der auf afrikanische Startup-Finanzierungen spezialisierten Datenplattform “Africa: The Big Deal” nahmen Startups in afrikanischen Ländern im ersten Halbjahr rund 1,36 Milliarden US-Dollar auf – sechs Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2025. Auffällig war die Konzentration auf wenige große Finanzierungsrunden. Fintech sowie Logistik und Transport vereinten 76 Prozent des eingesammelten Kapitals auf sich. (Ende)</p>



<p class="afrika-hinweis wp-block-paragraph">afrika.info beobachtet seit dem Jahr 2015 die Entwicklung der Startup-Ökosysteme in afrikanischen Ländern. Unser <a href="https://afrika.info/leistungen/innovation-scouting/">Innovation Scouting</a> erfasst Investitionstrends, wichtige Märkte und Sektoren sowie die Entwicklung der Unicorns.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Straßenverkehr in Lagos, Nigeria, mit Wegweisern nach Victoria Island und Ikoyi (Foto: Tolu Owoeye, Shutterstock.com)</p>
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		<title>Neue Kichererbse trotzt der Dürre</title>
		<link>https://afrika.info/kichererbse-klimawandel-suedliches-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2026 17:10:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Klimaangepasste Kichererbsensorten sollen Landwirten im südlichen Afrika helfen, trotz Dürren und steigender Düngemittelpreise stabile Erträge zu erzielen. Forscher*innen sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit und zu einer widerstandsfähigeren Landwirtschaft.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klimaangepasste Kichererbsensorten sollen Landwirten im südlichen Afrika helfen, trotz Dürren und steigender Düngemittelpreise stabile Erträge zu erzielen. Forscher*innen sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit und zu einer widerstandsfähigeren Landwirtschaft.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Ignatius Banda | 14. August 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bulawayo, Simbabwe (IPS/afr) – Landwirte in Sambia, Malawi und Mosambik profitieren von einer neuen Kichererbsensorte, die nach Angaben von Forscher*innen mit deutlich weniger Stickstoffdünger auskommt. Damit reagiert die Wissenschaft auf ein zentrales Problem vieler afrikanischer Bauern: Die Kosten für Düngemittel sind infolge globaler Handelsstörungen deutlich gestiegen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Sorte zeichnet sich durch einen hohen Nährwert aus. Nach Einschätzung der Forscher*innen kann sie sowohl die Einkommen der Landwirte erhöhen als auch neue Exportmöglichkeiten eröffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren kämpfen viele Landwirte in Afrika mit niedrigen Erträgen und nährstoffarmen Nutzpflanzen. Die Folgen reichen bis zu Mangelernährung und Wachstumsstörungen, insbesondere bei Kindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Züchtungen gewinnen vor dem Hintergrund des Klimawandels zusätzlich an Bedeutung. Vor allem im Globalen Süden stellt sich zunehmend die Frage, wie sich die Nahrungsmittelproduktion an häufigere Dürren, steigende Temperaturen und unsichere Niederschlagsmuster anpassen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.icrisat.org/">International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics</a> (ICRISAT)&nbsp;treibt diese Bemühungen gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) voran. Finanziert wird das Projekt über den Benefit-sharing-Fonds (BSF) des <a href="https://www.publiceye.ch/de/archiv/biopiraterie/internationale-konventionen/saatgut-vertrag-fao" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Internationalen Saatgut-Vertrags</a>. Ziel ist es, die Abhängigkeit von kostspieligen landwirtschaftlichen Betriebsmitteln zu verringern.</p>



<h2 id="h-landwirtschaft-vor-enormen-herausforderungen" class="wp-block-heading">Landwirtschaft vor enormen Herausforderungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des ICRISAT kommt die Initiative zu einem Zeitpunkt, an dem geopolitische Spannungen, Versorgungsengpässe bei Düngemitteln und steigende Produktionskosten die Landwirtschaft in den Trockengebieten des südlichen Afrikas zunehmend unter Druck setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen die Folgen gestörter globaler Lieferketten, die die Preise für Grundnahrungsmittel in vielen afrikanischen Ländern steigen ließen. Während Regierungen versuchen, die landwirtschaftliche Produktion und die Einkommen der Bauern zu stabilisieren, drängen internationale Finanzinstitutionen weiterhin auf den Abbau von Agrarsubventionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Angesichts weltweit weiter steigender Düngemittelpreise und landwirtschaftlicher Produktionskosten gewinnen widerstandsfähige Hülsenfrüchte wie Kichererbsen zunehmend an Bedeutung, um Landwirten in Malawi und im südlichen Afrika dabei zu helfen, ihre Produktivität aufrechtzuerhalten, die Ernährungssicherheit zu stärken und die Abhängigkeit von teuren landwirtschaftlichen Betriebsmitteln zu verringern“, sagt Himanshu Pathak, Generaldirektor des ICRISAT.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des Forschungsinstituts zeigen die gleichzeitigen klimatischen und wirtschaftlichen Belastungen in mehreren Ländern des südlichen Afrikas, wie dringend die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft gestärkt werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Prognosen des <a href="https://fews.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Famine Early Warning Systems Network</a> (FEWS NET) unterstreichen den Handlungsbedarf. Demnach werden Länder wie Simbabwe in niederschlagsarmen Regionen bis Anfang 2027 mit Getreidedefiziten rechnen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forscher*innen verweisen zudem darauf, dass die Industrieländer zwar seit Jahren Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel zusagen, die strukturellen Ursachen der Ernährungsunsicherheit in Afrika bislang jedoch nur unzureichend angegangen wurden.</p>



<h2 id="h-neue-kichererbse-punktet-in-allen-belangen" class="wp-block-heading">Neue Kichererbse punktet in allen Belangen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der jüngsten ICRISAT-Studie benötigt die neue Kichererbsensorte einen geringeren Einsatz an Stickstoffdünger. Damit wird sie zu einer attraktiven Option für Landwirte, die mit steigenden Produktionskosten und klimatischen Belastungen konfrontiert sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem sei die Kichererbse besonders gut an die semiariden Tropen angepasst &#8211; sie zeige eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit auch gegen Hitze und Dürre, so die Studie. Weitere Vorteile seien ihr hoher Nährstoffgehalt, die lange Haltbarkeit und ihre kulinarische Vielseitigkeit.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In vielen Trockengebieten sehen sich Landwirte mit steigenden Produktionskosten, sinkender Bodenfruchtbarkeit und zunehmend unvorhersehbaren Wetterverhältnissen konfrontiert“, erklärt der Agrarwissenschaftler James Mwololo, der das ICRISAT-Züchtungsprojekt für Hülsenfrüchte leitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Kichererbse entwickelt sich zu einer strategischen Kulturpflanze für die Trockenlandlandwirtschaft, da sie Landwirten einen tragfähigen Weg bietet, ihre Produktivität und ihr Einkommen unter zunehmend schwierigen Anbaubedingungen aufrechtzuerhalten“, fährt Mwololo fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Malawi liegen die Erträge derzeit bei etwas mehr als 800 Kilogramm pro Hektar. Verbesserte Sorten könnten jedoch Erträge von bis zu drei Tonnen pro Hektar erreichen, meint der Agrarexperte. „Durch einen besseren Zugang zu hochwertigem Saatgut wird sich die nationale Produktion gegenüber dem Ausgangswert von 2.570 Tonnen im Jahr 2022 voraussichtlich mehr als verdreifachen, während die Zahl der erreichten landwirtschaftlichen Haushalte bis 2027 von 22.000 auf über 66.000 steigen könnte“, so Mwololo.</p>



<h2 id="h-landwirte-hoffen-auf-bessere-einkommen" class="wp-block-heading">Landwirte hoffen auf bessere Einkommen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Vertreter*innen des Agrarsektor begrüßen das Projekt. Sie sehen in der neuen Kichererbsensorte zusätzliche Marktchancen und erwarten höhere Einkommen für ländliche Haushalte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Partnerschaft mit ICRISAT geht über die traditionelle Entwicklung von verbessertem Saatgut hinaus“, sagte Gloria Pekani, Geschäftsführerin von Milele Agro-Processors in Malawi. „Es geht auch darum, bessere Marktchancen zu schaffen und die Lebensgrundlagen von Landwirten, Verarbeitern und Gemeinden zu sichern, die zunehmend auf widerstandsfähige Nutzpflanzen wie Kichererbsen angewiesen sind“, so Pekani.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Malawi gehört weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt und kämpft mit anhaltender Ernährungsunsicherheit. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an neue agrarwissenschaftliche Ansätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung an der neuen Kichererbsensorte soll künftig auch in anderen afrikanischen Ländern zur Stärkung der Ernährungssicherheit beitragen. Pilotprojekte laufen unter anderem in Mosambik, wo bewaffnete Konflikte die landwirtschaftliche Produktion in vielen Regionen zusätzlich erschweren. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Eine Farmerin in Äthiopien begutachtet eine Kichererbsen-Pflanze (Foto: Sunshine Seeds / Shutterstock.com)</p>
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		<title>Chigubhu-Laterne: Licht aus der Flasche</title>
		<link>https://afrika.info/chigubhu-laterne-licht-aus-der-flasche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 17:06:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Elektrizität]]></category>
		<category><![CDATA[Farai Shawn Matiashe]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stromausfälle prägen den Alltag von Millionen Menschen in Simbabwe – und sie entscheiden darüber, ob Kinder lernen können oder nicht. Die zwölfjährige Monica Ben trotzt dieser Realität mit einer selbstgebauten Lampe aus Recyclingmaterial.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Farai Shawn Matiashe | 15. Dezember 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seke District, Simbabwe (IPS/afr). Wenn Monica Ben von der Schule nach Hause geht, nimmt sie nicht nur einen Stift und ihre Hefte mit, sondern auch ihre Chigubhu-Laterne. Mit ihr bringt sie Licht in den dunklen Raum, in dem sie ihre Hausaufgaben erledigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Monica Ben ist zwölf Jahre alt und Schülerin an der Manyoshwa Primary School im Seke District, der südlich an die Hauptstadt Harare angrenzt. Ihre tragbare Lampe ist als Chigubhu-Laterne bekannt und wird aus Recyclingmaterialien hergestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Kerzen sind teuer“, sagt Monica Ben. “Bevor ich eine Chigubhu-Laterne hatte, musste ich entweder früher in die Schule kommen, um meine Hausaufgaben zu machen, oder ich gab dem Lehrer gar nichts ab.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kleine Farm ihrer Eltern ist schwer zugänglich und nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen. Monica Ben lädt die Lampe tagsüber in der Schule auf, die über eine Solaranlage verfügt. So ist gewährleistet, dass sie zuhause bis zu vier Stunden Licht hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-19-stunden-pro-tag-ohne-strom">19 Stunden pro Tag ohne Strom</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chigubhu ist das Shona-Wort für Flasche. Der Name verrät bereits viel über das Produkt: Die Leuchtdioden werden in gebrauchten Plastikflaschen installiert. Erfunden wurde das einfache System von dem jungen Elektroingenieur Aluwaine Tanaka Manyonga. Seine Vision lautet: Licht für jede*n Schüler*in.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manyongas Ambitionen sind eng mit seiner eigenen Biografie verknüpft. Er studierte Elektrotechnik an der University of Zimbabwe in Harare – doch während seiner gesamten Studienzeit war er mit Stromausfällen konfrontiert, die bis zu 19 Stunden pro Tag andauern konnten. Lernen in den Abend- und Nachtstunden wurde dadurch nahezu unmöglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sich handelsübliche Solarlampen für viele Familien als unerschwinglich erwiesen, entwickelte Manyonga im Jahr 2018 die Chigubhu-Laterne. In Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), der australischen Botschaft in Harare und lokalen Unternehmen wurden bislang mehr als 1.500 Chigubhu-Laternen im ganzen Land verteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Godwin Kadiramwando ist seit 2021 Schulleiter der Manyoshwa Primary School. “Die Erfindung hilft ihnen, ihre schulischen Leistungen zu verbessern”, bestätigt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kadiramwando berichtet, dass Manyonga bereits vor vier Jahren kostenlos eine Solaranlage an der Schule installiert habe. Wenig später erhielten die ersten Schüler*innen ihre eigenen Chigubhu-Laternen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kompetenztransfer-als-eigentliche-innovation">Kompetenztransfer als eigentliche Innovation</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor zwei Jahren entschloss sich Manyonga, den Kindern beizubringen, wie sie die Laternen selbst herstellen können. Diesen Kompetenztransfer bezeichnet er als die eigentliche Innovation des Projekts. “In den Schulungen behandeln wir die Herstellung und die Reparatur der Laternen, aber auch Themen wie Abfallmanagement, Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energien“, erklärt der Erfinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Monica Ben ist eine von über 100 Schüler*innen der Manyoshwa Primary School, die gelernt haben, wie man die Laternen produziert. Lächelnd beschreibt sie den Herstellungsprozess: „Ich halbiere zunächst eine alte Plastikflasche. Dann nehme ich ein Stück Pappe, markiere es mit einem Bleistift und schneide es zurecht. Schließlich installiere die Kabel für den Schalter und verschließe die Flasche.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile arbeitet Manyonga mit Schulen in ganz Simbabwe zusammen. Landesweit hat er bislang rund 5.000 Schüler*innen unterstützt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-extreme-stromknappheit">Extreme Stromknappheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einfache Lösungen wie die Chigubhu-Laternen sind in Simbabwe stark gefragt. Nur 44 Prozent der rund 17 Millionen Einwohner*innen des Landes haben Zugang zu Elektrizität. In ländlichen Regionen, in denen mehr als 60 Prozent der Bevölkerung leben, liegt der Stromzugang sogar bei lediglich 20 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch selbst Gemeinden, die an das nationale Stromnetz angeschlossen sind, müssen täglich mehr als zwölf Stunden Stromausfälle hinnehmen. Ursache dafür sind unter anderem die schwankenden Wasserstände der Kariba-Talsperre sowie veraltete Anlagen wie das Wärmekraftwerk Hwange.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schulleiter Godwin Kadiramwando ist daher überzeugt, dass Initiativen wie die Chigubhu-Laternen ein großes Potenzial zur Linderung der Stromknappheit haben. “Unsere Schüler*innen haben bereits begonnen, ihr Know-how an andere Schulen zu vermitteln”, sagt er und ergänzt: “Manche wollen später sogar ein Ingenieurstudium absolvieren.” (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Die zwölfjährige Schülerin Monica Ben mit Chigubhu-Laternen in der Manyoshwa Primary School. (Foto: Farai Shawn Matiashe/IPS)</p>
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		<title>Kenia: KI schützt Nashornkälber vor Hyänen</title>
		<link>https://afrika.info/kenia-ki-schuetzt-nashornkaelber-vor-hyaenen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 07:21:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Aberdare-Nationalpark in Kenia testen Tierschützer*innen ein neues System mit künstlicher Intelligenz (KI). Es soll Hyänen erkennen und vertreiben, um junge Spitzmaulnashörner besser zu schützen. Der Test ist Teil eines Projekts zur Wiederansiedlung der bedrohten Tiere.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Chemtai Kirui | 16. Juni 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aberdare-Nationalpark (IPS/afr). Im Aberdare-Nationalpark in Kenia testen Tierschützer*innen ein neues System mit künstlicher Intelligenz (KI). Es soll Hyänen erkennen und vertreiben, um junge Spitzmaulnashörner besser zu schützen. Der Test ist Teil eines Projekts zur Wiederansiedlung der bedrohten Tiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative wird von der Organisation <a href="https://www.rhinoark.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rhino Ark</a> gemeinsam mit dem <a href="https://www.kws.go.ke/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kenya Wildlife Service</a> durchgeführt. Ziel ist es, im bewaldeten und gebirgigen Gebiet der Aberdares wieder eine stabile Population des Spitzmaulnashorns anzusiedeln. Die Region liegt etwa 194 Kilometer nördlich von Nairobi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Früher lebten viele Nashörner in den Aberdares, doch in den 1980er-Jahren wurden sie intensiv gewildert“, erklärt Christian Lambrechts, Geschäftsführer von Rhino Ark. „Wir konnten zwar eine Restpopulation retten, doch mittlerweile übersteigt ihr Bestand die Kapazität der vorhandenen Schutzgebiete. Wir müssen neue Lebensräume finden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen gibt es in Kenia wieder rund 1.000 Spitzmaulnashörner. Das wasserreiche Gebiet im Ostteil des Aberdare-Nationalparks gilt als vielversprechend für eine neue Ansiedlung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Innovation aus Österreich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Bevor wir Tiere umsiedeln, müssen wir gewährleisten, dass sie dort sicher sind“, so Lambrechts. „Wir hatten einen Fall, in dem in den Aberdares ein Nashornkalb von Hyänen getötet wurde.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem junge Nashörner unter zwei Jahren sind gefährdet. Das belegen auch Erfahrungen aus Tansania. Dort gaben 87,5 % der Ranger an, Angriffe von Hyänen auf Nashornkälber beobachtet zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb setzen die Tierschützer*innen auf ein neues System mit künstlicher Intelligenz. Dieses wurde vom österreichischen Unternehmen <a href="https://www.it-revolutions.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Salzgeber IT-Revolutions</a>  mit Sitz im niederösterreichischen Tulln entwickelt. Das System erkennt Tiere über Kameras und nutzt maschinelles Lernen zur Unterscheidung von Arten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es eine Hyäne regisriert, sendet es einen kurzen, hochfrequenten Ton aus. Dieser ist für Menschen und viele Tiere nicht hörbar, aber für Hyänen unangenehm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind noch in der Anfangsphase“, sagt Lambrechts. „Es ist ein Experiment.“ Das System lernt aber ständig dazu. Je mehr Tiere es erfasst, desto besser erkennt es sie – auch aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Pilotphase wird rund um die Uhr überwacht. Zwei Fragen stehen dabei im Fokus: Erkennt das System die Hyänen zuverlässig? Und: Werden sie durch den Ton wirklich vertrieben?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/06/rhino-ark-aberdare-nationalpark-ips-1200-1-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4467" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/06/rhino-ark-aberdare-nationalpark-ips-1200-1-1024x1024.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/06/rhino-ark-aberdare-nationalpark-ips-1200-1-300x300.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/06/rhino-ark-aberdare-nationalpark-ips-1200-1-150x150.jpg 150w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/06/rhino-ark-aberdare-nationalpark-ips-1200-1-768x768.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/06/rhino-ark-aberdare-nationalpark-ips-1200-1-640x640.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/06/rhino-ark-aberdare-nationalpark-ips-1200-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Rhino-Ark-Team installiert das KI-Überwachungssystem in Aberdare-Nationalpark. (Foto: Chemtai Kirui/IPS)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Mögliche Risiken für das ökologische Gleichgewicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig warnen Fachleute vor möglichen Folgen für das Ökosystem. Paul Gacheru von der Naturschutzorganisation <a href="https://www.nature.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Nature Conservancy</a> sieht die Vorteile der Technologie in einem effektiveren und genaueren Monitoring von Wildtieren, er mahnt aber auch zur Vorsicht.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir müssen die Auswirkungen auf andere Arten überwachen – insbesondere auf jene, die durch Abschreckung mit Ultraschall beeinträchtigt werden könnten&#8220;, meint Gacheru. &#8222;Das System muss sorgfältig geprüft werden, um zu verstehen, wie es das Verhalten der Raubtiere und das gesamte Ökosystem beeinflusst.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliche Bedenken hat Steve Itela von der <a href="https://www.conservationalliance.or.ke/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Conservation Alliance of Kenya</a>. „Für schwer erfassbare Arten wie Spitzmaulnashörner bieten KI-Systeme die Chance, vom reaktiven zum proaktiven Schutz überzugehen“, sagt er. „Aber die Abschreckung von Raubtieren wie Hyänen könnte sie zu anderen Zielen drängen oder ihre Sozialstrukturen verändern.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tierschutz wird zunehmend digital</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Kenia werden digitale Werkzeuge im Naturschutz immer häufiger eingesetzt. Sensoren, Drohnen und digitale Karten unterstützen den Schutz und die Überwachung von Wildtieren. Doch ein entscheidender Faktor ist und bleibt die Einbindung der Bevölkerung in der Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Gebieten wie den Aberdares, wo die Abholzung in der Vergangenheit zu einem erheblichen Verlust an Lebensraum geführt hat, ist das Engagement der Menschen vor Ort entscheidend. Daniel Kiarie Mwaura, Vorsitzender der <a href="https://nacofa.org/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Community Forest Associaton</a> (CFA) in Geta am Westrand des Aberdares-Nationalparks, sagt: „Unsere Eltern wussten es nicht besser. Wir waren von klein auf auf den Wald angewiesen, um Brennholz und Bauholz zu gewinnen – das war unsere Lebensweise.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Mwaura hat die jahrelange Zerstörung der Wälder der Region ihren Tribut gefordert: Flüsse sind ausgetrocknet, saisonale Brände haben sich verstärkt, die Konflikte zwischen Mensch und Tier haben sich verschärft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute pflanzt seine Gruppierung Bäume, betreibt Baumschulen, pflegt Elektrozäune und bringt ihr Wissen über das Verhalten der Wildtiere ein. Auch Jugendliche helfen mit. Sie arbeiten als sogenannte Community Ranger für das Kenya Wildlife Service. Sie gehena auf Patrouille, beobachten Tiere und melden Zwischenfälle. „Die lokale Bevölkerung trägt ihren Anteil dazu bei, dass das Gleichgewicht wiederhergestellt wird“, ist Mwaura überzeugt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ganzheitlicher Naturschutz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl viele Naturschutzprojekte in Kenia von Nichtregierungsorganisationen durchgeführt werden, spielt die Regierung eine entscheidende Rolle bei der Festlegung von Richtlinien, Vorschriften und Projektgenehmigungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">John Chumo, Conservation Secretary im State Department for Wilflife, erklärt, dass Kenia ein ganzheitliches Naturschutzmodell verfolge. Dieses bringe lokale Gemeinschaften, Naturschutz und Technologie zusammen, um die Tierwelt sowohl als nationales Erbe als auch als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung besteht unsere Aufgabe nun darin, die sozialen und ökologischen Risiken ständig zu bewerten“, so Chumo. Dabei müsse auch auf Herausforderungen wie Datenschutz und Akzeptanz geachtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Chumo testet Kenia in den Aberdares auch virtuelle Zäune – also digitale Barrieren mit GPS und Sensoren. Die Partnerschaft mit Rhino Ark sei Teil der nationalen Strategie zur Wiederbelebung der Wildtierpopulationen und der Artenvielfalt und stehe die im Einklang mit dem <a href="https://www.unep.org/news-and-stories/press-release/world-must-act-faster-protect-30-planet-2030" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UN-Ziel</a>, bis 2030 30 % der Landes- und Meeresflächen der Welt zu schützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Paradigmenwechsel im Nashornschutz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorbereitungen für die Ansiedelung von Spitzmalnashörnern im Aberdare-Nationalpark sind bereits im Gange, der genaue Zeitplan steht allerdings noch nicht fest. Jedes Nashorn soll dann mit einem GPS-Halsband ausgestattet werden, um seine Bewegungen und sein Wohlbefinden zu überwachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist aber erst der nächste Schritt“, sagte Christian Lambrechts. „Im Moment konzentrieren wir uns darauf, den Lebensraum vorzubereiten – mit Nahrung, Wasser und vor allem Schutz vor Raubtieren.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Lambrechts betont, dass es beim Nashornschutz einen Paradigmenwechsel gebe – weg von der Reaktion auf Risiken, hin zur mehr Antizipation und Prävention von Gefahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es geht nicht mehr nur um Zäune und Patrouillen“, fügt er hinzu. „Es geht darum, traditionellen Naturschutz mit neuen Mitteln zu verbinden, um Nashörnern eine echte Chance zu geben – auch dort, wo Raubtiere zum Landschaftsbild gehören.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Hyäne im Aberdare-Nationalpark (Foto: Shutterstock.com)</p>
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		<title>Die App, die Süßkartoffeln rettet</title>
		<link>https://afrika.info/die-app-die-suesskartoffeln-rettet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 08:04:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Kizito Makoye]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war ein glühend heißer Nachmittag in Moshi in Tansanias Kilimanjaro-Region, als Mwajuma Rashid Njau und Mumii Rajab fassungslos vor ihren Feldern standen: Ihre Süßkartoffeln waren von Schädlingen vernichtet worden. Die Hilflosigkeit gehört nun der Vergangenheit an - dank einer App.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/die-app-die-suesskartoffeln-rettet/">Die App, die Süßkartoffeln rettet</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Kizito Makoye | 12. Dezember 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moshi (IPS/afr) &#8211; Es war ein glühend heißer Nachmittag in Moshi in Tansanias Kilimanjaro-Region, als Mwajuma Rashid Njau und Mumii Rajab fassungslos vor ihren Feldern standen: Ihre Süßkartoffeln waren von Schädlingen vernichtet worden. Die Hilflosigkeit gehört nun der Vergangenheit an &#8211; dank einer App.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Njau und Rajab sind zwei von über 300 Farmer*innen in Tansania, die eine App namens “Kiazi Bora” (“Gute Kartoffel” auf Kiswahili) benutzen. Die Anwendung wurde speziell für Bauern und Bäuerinnen entwickelt, um sie optimal beim Anbau von orangefarbenen Süßkartoffeln (OFSP, orange-fleshed sweet potatoes) und der Schädlingsbekämpfung zu unterstützen. OFSP sind ein mit Beta-Carotin angereichertes Nahrungsmittel, das den Vitamin-A-Mangel in afrikanischen Ländern bekämpfen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese App hat alles verändert“, sagt die 38-jährige Njau mit einem müden, aber hoffnungsvollen Lächeln. „Ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte, aber jetzt schaue ich einfach auf mein Telefon, und es sagt mir genau, was ich tun soll.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sprache als Erfolgsfaktor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die hohe Akzeptanz der App basiert vor allem auf der hochmodernen KI-Sprachtechnologie. Denn während ähnliche Anwendungen sich oft in Englisch an ihre Nutzer*innen wenden, liefert “Kiazi Bora” klare Anweisungen in der tansanischen Nationalsprache Kiswahili. „Die App spricht mit mir in einer Sprache, die ich deutlich verstehe“, bestätigt Njau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter der App steht die gemeinnützige Organisation <a href="https://seeafricatz.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">SEE Africa</a> mit Sitz in Arusha. “Kiazi Bora” stellte das Entwicklungsteam allerdings vor große Herausforderungen. Laut UNESCO zählt Kiswahili zwar zu den zehn größten Sprachen der Welt und wird von mehr als 200 Millionen Menschen gesprochen. Dennoch standen nicht genügend hochwertige Sprachdaten zur Verfügung, um die KI zu trainieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Problem zu lösen, wandte sich das Team von SEE Africa an die Mozilla Foundation, die seit dem Jahr 2017 das Crowdsourcing-Projekt <a href="https://commonvoice.mozilla.org/en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Common Voice</a> betreibt. Das Projekt will KI-Anwendungen in unterrepräsentierten Sprachen zugänglich machen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">EM Lewis-Jong ist die Produktdirektorin von Mozilla Common Voice. Sie erklärt, dass das Projekt auf die Kraft der Community setzt: „Wir verwenden ein Crowdsourcing-Modell, bei dem die Leute freiwillig ihre Sprachdaten beitragen“, sagt Lewis-Jong. „Dadurch wird sichergestellt, dass die Daten die wahre Vielfalt der Sprache widerspiegeln, einschließlich unterschiedlicher Akzente und Dialekte.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mozilla Foundation geht es auch darum, dass Sprachen nicht auf dem Altar von Vermarktungsinteressen geopfert werden. „Wenn die Datenerstellung gewinnorientierten Unternehmen überlassen wird, werden viele Sprachen der Welt auf der Strecke bleiben“, ist Lewis-Jong überzeugt. „Wir wollen eine Welt, in der die Menschen die Daten erstellen können, die sie brauchen, und ihre Sprache so erfassen, wie sie sie erleben.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">App als Gamechanger</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die 42-jährige Farmerin Rajab ist die App jedenfalls ein Gamechanger. „Früher fühlte ich mich machtlos“, erinnert sie sich. „Wenn die Schädlinge kamen, musste ich einfach zusehen, wie meine Ernte vernichtet wurde. Jetzt kann ich mich wehren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl Njau als auch Rajab haben dank der App ihren Lebensunterhalt deutlich verbessern können. In nur einem Jahr stieg ihr Einkommen von null auf 127 USD pro Monat. So lernten die beiden Frauen etwa, wie sie Süßkartoffeln zu Mehl und Gebäck weiterverarbeiten können. Mit diesen Produkten erzielen sie auf den lokalen Märkten weitaus bessere Preise als mit den Knollen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zusätzliche Einkommen ermöglicht es ihnen, für ihre Familien zu sorgen, in ihre Farmen zu investieren und sich eine bessere Zukunft zu sichern. „Mit dem Geld, das ich verdient habe, konnte ich meine Kinder zur Schule schicken und sogar etwas für Notfälle sparen“, sagt Njau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Njau nennt die App liebevoll ihre “Lehrerin”. Warum das? “Ich habe nie eine Schule abgeschlossen, aber diese App hat mir alles beigebracht, was ich über Landwirtschaft wissen muss. Sie ist wie eine Lehrerin, die immer da ist, wenn ich sie brauche.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rajab teilte ihre Begeisterung für die App rasch mit ihren Verwandten. „Ich erzählte meiner Schwester davon und jetzt baut sie auch OFSP an. Ihre Kinder sind gesünder, und sie verdient jetzt auch Geld mit dem Verkauf von Süßkartoffelmehl“, sagt sie stolz. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Kleinbäuerinnen in der Kilimanjaro-Region bei der Ernte von Süßkartoffeln (Foto: Kizito Makoye/IPS)</p>
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		<title>KI-Experte warnt vor digitaler Kolonialisierung</title>
		<link>https://afrika.info/ki-experte-warnt-vor-digitaler-kolonialisierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2024 06:26:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Seydina Moussa Ndiaye]]></category>
		<category><![CDATA[Startups]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der senegalesische Computerwissenschaftler Seydina Moussa Ndiaye ist eines von 39 Mitgliedern im neuen AI Advisory Body des UN-Generalsekretärs António Guterres. Im Gespräch mit UN News erläutert Ndiaye die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz für Afrika. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">23. Februar 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">New York (AR/afr). Der senegalesische Computerwissenschaftler Seydina Moussa Ndiaye ist eines von 39 Mitgliedern im neuen<a href="https://www.un.org/en/ai-advisory-body" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> AI Advisory Body</a> von UN-Generalsekretärs António Guterres. Im Gespräch mit UN News erläutert Ndiaye die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz für Afrika. </p>



<p class="wp-block-paragraph">U. a. befürchtet Ndiaye eine digitale Kolonialisierung Afrikas durch Künstliche Intelligenz (KI). Er warnt davor, dass multinationale Unternehmen ihre Technologien durchsetzen könnten, ohne lokale Lösungen zu berücksichtigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie könnte KI Afrika helfen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ndiaye:</strong> Es gibt mehrere afrikanische Länder, die nun beginnen, eine eigene Strategie für Künstliche Intelligenz zu entwickeln.&nbsp;Es braucht jedoch eine panafrikanische Strategie mit einer kontinentalen Vision der KI-Entwicklung. Diese Strategie wird bald veröffentlicht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer mehr junge Menschen, die <a href="https://afrika.info/leistungen/innovation-scouting/">Startups</a> gründen, interessieren sich für KI und haben einen echten Wissensdurst in diesem Bereich.&nbsp;Dieses wachsende Interesse kann mit internationaler Hilfe beschleunigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">KI kann tatsächlich zur Lösung bestimmter Herausforderungen eingesetzt werden, etwa in der Landwirtschaft.&nbsp;Auch im Gesundheitsbereich könnte KI viele Probleme lösen, insbesondere den Mangel an Personal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das andere Element, das ebenfalls sehr wichtig ist, ist die Entwicklung der kulturellen Identität.&nbsp;Afrika wird häufig als Kontinent mit einer kulturellen Identität gesehen, die es nicht geschafft hat, sich weltweit durchzusetzen.&nbsp;Mit der Entwicklung der KI könnten wir diesen Kanal nutzen, dass afrikanische kulturelle Identitäten bekannter und mehr wertgeschätzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gibt es schlechte Seiten der KI, die Afrika bedrohen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nidaye:</strong> Die größte Bedrohung ist die Kolonisierung.&nbsp;Es könnte sein, dass wir große multinationale Unternehmen im Bereich KI haben, die ihre Lösungen auf dem gesamten Kontinent durchsetzen und keinen Raum für die Entwicklung lokaler Lösungen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten der derzeit in Afrika generierten Daten gehören multinationalen Konzernen, deren Infrastruktur außerhalb des Kontinents entwickelt wird, wo auch die meisten afrikanischen KI-Experten tätig sind.&nbsp;Das bedeutet einen Verlust afrikanischer Talente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das andere Element, das wichtig ist zu berücksichtigen, ist der Kontext der vierten industriellen Revolution.&nbsp;Die Leistungsfähigkeit der KI könnte mit Fortschritten in der Biotechnologie oder Technologie kombiniert werden. Und Afrika könnte der Ort sein, an dem all diese neuen Lösungen tatsächlich getestet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn diese Entwicklungen nicht überwacht wird, könnte es zu Tests kommen, die an Menschen mit Chips oder sogar integrierten biotechnologischen Elementen durchgeführt werden.&nbsp;Das sind aber Technologien, die wir nicht wirklich gut beherrschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret formuliert: Wenn Sie diese Dinge nicht kontrollieren, kann es passieren, dass sie niemand bemerkt.&nbsp;Afrika könnte als Versuchskaninchen benutzt werden, um neue Lösungen zu testen. Und das könnte eine große Bedrohung für den Kontinent darstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Glauben Sie, dass der AI Advisory Body der Vereinten Nationen eine Plattform sein wird, die es Ihnen ermöglicht, diese Probleme auf den Tisch zu bringen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nidaye:</strong> Ja, absolut.&nbsp;Wir haben mit unserer Arbeit begonnen, und sie ist wirklich sehr offen.&nbsp;Das sind hochrangige Leute, die internationale Themen gut verstehen. Es gibt keine Tabuthemen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig, dass die Stimme Afrikas in der Gruppe vertreten ist.&nbsp;Die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit wird dadurch gestärkt und ist nicht auf die Großmächte beschränkt.&nbsp;Auf internationaler Ebene bezieht es alle ein und hilft damit auch den&nbsp;am wenigsten entwickelten Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit besteht hier eine echte Lücke. Wenn diese nicht geschlossen wird, besteht die Gefahr, dass die Ungleichheiten zunehmen. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Der englischsprachige Originalbeitrag stammt von UN News und ist im Januar 2024 in unserem Partnermagazin <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/january-2024/interview-ai-expert-warns-digital-colonization-africa" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen erschienen.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Fotomontage, erzeugt mit Canva.com</p>
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		<title>Grenzenloses Zahlungssystem</title>
		<link>https://afrika.info/grenzenloses-zahlungssystem-papss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2022 10:57:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Guinea]]></category>
		<category><![CDATA[Liberia]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
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		<category><![CDATA[AfCFTA]]></category>
		<category><![CDATA[Freihandel]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Kingsley Ighobor]]></category>
		<category><![CDATA[Technologoie]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlungssystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fidelis Adele, der CEO von “Solid Graphics” aus Freetown, bestellte  im letzten September einige Drucker in Nigeria. Zusätzlich zum Bestellwert von 10.000 US-Dollar musste er Spesen in Höhe von 165 US-Dollar in Kauf nehmen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Kingsley Ighobor, Africa Renewal* | 15. Februar 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freetown (AR/afr). Fidelis Adele, der CEO von “Solid Graphics” aus Freetown, bestellte&nbsp; im letzten September einige Drucker in Nigeria. Zusätzlich zum Bestellwert von 10.000 US-Dollar musste er Spesen in Höhe von 165 US-Dollar in Kauf nehmen. Trotzdem dauerte es drei Tage, bis das Geld auf dem Konto des Verkäufers in Nigeria ankam.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe 30 Dollar als Überweisungsgebühr, 35 Dollar als SWIFT-Gebühr und weitere 100 Dollar an Bankgebühren bezahlt“, erzählt Adele im Gespräch mit der UN-Zeitschrift “Africa Renewal”. Alternativen wie “Western Union” oder MoneyGram wären wegen ihrer Wechselkurse nicht in Frage gekommen, so Adele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfahrung wie Fidelis Adele machen Händler*innen in Afrika jeden Tag, wenn sie grenzüberschreitend tätig werden. Der umständliche und zeitaufwändige Prozess kostet jedes Jahr fünf Milliarden US-Dollar an Gebühren für Geldüberweisungen, weiß Benedict Oramah, Präsident der “African Export-Import Bank” (Afreximbank). Im Interview mit “Africa Renewal” erklärt Oramah: “Wir sind ein armer Kontinent. Wir sollten das Geld nicht auf diese Weise verschwenden.”</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="pilotprojekt-in-sechs-landern-in-westafrika">Pilotprojekt in sechs Ländern in Westafrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Problem zu lösen, hat die Afreximbank das&nbsp; “Pan-African Payments and Settlement Systems”&nbsp; (PAPSS) gestartet. Die Plattform soll&nbsp; grenzüberschreitende Zahlungen in lokalen Währungen erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PAPSS wurde bislang erfolgreich den sechs Ländern der Westafrikanischen Währungszone (WAMZ) getestet &#8211; dazu zählen Nigeria, Gambia, Sierra Leone, Liberia, Ghana und Guinea. Die Zone sei ideal für den Testballon gewesen, bestätigt Oramah: „Die sechs WAMZ-Länder haben unterschiedliche Währungen. Eines der Länder ist frankophon, und die anderen sind anglophon. Wir haben eine große Wirtschaft wie Nigeria und kleinere Volkswirtschaften. Alles, was in anderen Teilen Afrikas schief gehen kann, wäre in der WAMZ schief gelaufen, und wir hätten Probleme während der Pilotphase erkannt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die operative Einführung von PAPSS wurde bereits Ende September 2021 angekündigt. Der Zentralbanken der Länder arbeiten dabei eng mit der Afreximbank zusammen. Die multilaterale Handelsbank hat 500 Millionen US-Dollar für die Einführung des Zahlungssystems in Westafrika zur Verfügung gestellt, weitere drei Milliarden US-Dollar sollen in den afrikaweiten Ausbau investiert werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Geschäftsführer von PAPSS, Mike Ogbalu sagt, dass während der Pilotphase in Westafrika Bankkonten in verschiedenen Ländern innerhalb von zehn Sekunden belastet und gutgeschrieben wurden. Die Technologie sei robust und könne große Transaktionen bewältigen, so Ogbalu.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Der Geldtransfer mit PAPSS erfolgt in einem fünfstufigen Verfahren:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Eine Zahlungsanweisung wird an eine lokale Bank oder einen Zahlungsdienstleister erteilt.</li><li>Die Bank oder der Zahlungsdienstleister übermittelt die Anweisung an PAPSS.</li><li>PAPPS validiert die Zahlungsanweisung.</li><li>PAPPS leitet die Anweisung an die Bank oder den Zahlungsdienstleiter des/der Begünstigten weiter.</li><li>Die Bank oder der Zahlungsdienstleister des/der Begünstigten zahlt den Überweisungsbetrag in lokaler Währung aus.</li></ol>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="hohe-erwartungen">Hohe Erwartungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Vereinfachung grenzüberschreitender Transaktionen und die Verringerung der Abhängigkeit von harten Währungen soll der innerafrikanische Handel erheblich angekurbelt werden. Derzeit beträgt der Anteil des Handels zwischen afrikanischen Ländern nur bei 17 Prozent des gesamten Handelsvolumen des Kontinents. Außerdem wird erwartet, dass PAPSS zu einer Steigerung der lokalen Wertschöpfung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beiträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Wamkele Mene, Generalsekretär der Afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA), könnte das neue Zahlungssystem zu einem echten Gamechanger werden: „Es gibt 42 Währungen in Afrika. Wir wollen sicherstellen, dass ein Händler in Ghana ghanaische Cedi an einen Geschäftspartner in Kenia überweisen kann, der dann kenianische Schilling erhält“, sagt Mene gegenüber “Africa Renewal”.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unternehmer Fidelis Adele hatte bislang noch nichts von PAPSS gehört. Nun ist er aber zuversichtlich, dass ihm das Zahlungssystem in seinem Business helfen wird. „Wenn ich in Freetown Leones zu einer Bank bringen könnte, um Drucker in Nigeria zu bezahlen, und das Geld sofort auf dem Konto des Begünstigten in Nigeria eingezahlt wird, wäre das außergewöhnlich“, sagt er. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Kingsley Ighobor ist Chefredakteur unseres Partnermagazins&nbsp;<a href="https://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a>&nbsp;der Vereinten Nationen. Der englischsprachiger Originalbeitrag stammt aus der <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/issue/november-2021">Ausgabe November 2021</a>.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Headquarter der “Central Bank of Nigeria” in Abuja (Foto: Tayvay, Shutterstock.com)</p>
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		<title>Die Silicon Savannah steht hoch im Kurs</title>
		<link>https://afrika.info/die-silicon-savannah-steht-hoch-im-kurs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 May 2021 07:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Silicon Savannah]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrikas Startup-Unternehmen rücken immer stärker in Blickfeld internationaler Investoren. Vor allem Gründungen in der Silicon Savannah werden mit Argusaugen beobachtet. 2020 ging ein Drittel aller Investments in afrikanische Startups nach Kenia.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Martin Sturmer&nbsp;| 14. Mai 2021</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr). Afrikas Startup-Unternehmen rücken immer stärker in Blickfeld internationaler Investoren. Vor allem Gründungen in der Silicon Savannah werden mit Argusaugen beobachtet. 2020 ging ein Drittel aller Investments in afrikanische Startups nach Kenia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Silicon Savannah wird die aufstrebende Technologie- und Startup-Szene in Kenias Hauptstadt Nairobi bezeichnet. In der pulsierenden Großstadt mit ihren rund 4,5 Millionen Einwohnern arbeitet die 27-jährige Jihan Abbas. Die Unternehmerin hat mit ihrem Startup&nbsp;<a href="https://www.lami.world/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lami Technologies</a>&nbsp;gerade einen Investorendeal über 1,8 Mio. US-Dollar abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Unsere Vision bei Lami ist es, die finanzielle Widerstandsfähigkeit von Millionen Menschen zu verbessern, indem wir Versicherungsprodukte für unterversorgte Bevölkerungsgruppen zugänglicher und erschwinglicher machen&#8220;, beschreibt Abbas ihre Geschäftsidee. Denn: In Afrika würden 97 Prozent der Menschen keine Versicherungen kaufen, sagt die Absolventin der Universität von Oxford.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="digitale-plattform-sorgt-fur-bessere-kundenorientierung">Digitale Plattform sorgt für bessere Kundenorientierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptgrund für die geringe Abdeckung liege vor allem an der mangelnden Kundenorientierung der Versicherungsgesellschaften, ist Abbas überzeugt. Es fehle schlicht an maßgeschneiderten Angeboten und einer raschen Abwicklung von Schadensfällen. So würde es in Afrika im Schnitt 90 Tage dauern, bis ein Versicherungsfall bearbeitet ist, so die Unternehmerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Entwicklung einer digitalen Plattform ist es Lami Technologies gelungen, diese Zeitspanne auf eine Woche zu reduzieren. Außerdem lassen sich Versicherungsverträge mit dem Smartphone innerhalb von zwei Minuten abschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept scheint aufzugehen: Seit der Gründung von Lami Technologies im April 2018 wurden bereits 5.000 Policen verkauft. Das Unternehmen mit seinen 14 Mitarbeitern bietet mehr als 30 Produkte – von der Personenversicherung bis zum Schutz für digitale Geräte. Der Vertrieb erfolgt in erster Linie über etablierte Plattformen wie den Online-Shop&nbsp;<a href="https://www.jumia.co.ke/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jumia</a>, der als Afrikas Antwort auf Amazon gilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="startup-mekka-kenia">Startup-Mekka Kenia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erfolgreiche Entwicklung von Lami blieb internationalen <a href="https://afrika.info/leistungen/technologiescouting/">Innovation Scouts</a> nicht verborgen. Am 6. Mai 2021 gab Lami bekannt, dass eine Gruppe rund um die US-Gesellschaft Accion Venture Lab 1,8 Mio. US-Dollar in die Weiterentwicklung des Unternehmens investiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Startups aus Kenia stehen seit Jahren hoch im Kurs: Laut der&nbsp;<a href="https://gumroad.com/l/bQSRD" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Startups Deals Database</a>&nbsp;wurden im Jahr 2020 1,62 Mrd. US-Dollar in Startups in Afrika investiert – ein neuer Rekordwert. Ein Drittel der Summe (547 Mio. US-Dollar) ging nach Kenia. Der ostafrikanische Staat stand damit im vergangenen Jahr an der Spitze: Nigeria (425 Mio. US-Dollar) und Südafrika (296 Mio. US-Dollar) folgten mit Respektabstand auf den Plätzen zwei und drei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei waren vor allem Entwicklungen in der Finanztechnologie gefragt: Seit der Einführung des mobilen Bezahldienstes M-Pesa im Jahr 2007 ist kein Stein auf dem anderen geblieben. De facto kann in Kenia mit dem Handy alles bezahlt werden – von der Taxifahrt über die Stromrechnung bis nun also auch zur Versicherung. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Jihan Abbas ist Gründerin und CEO von Lami Technologies. (Foto: Lami Technologies)<em>&nbsp;</em></p>
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		<title>Uganda: Häuser aus Plastikflaschen</title>
		<link>https://afrika.info/uganda-haeuser-aus-plastikflaschen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2020 11:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wambi Michael]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nähe von Mpigi, einer Kleinstadt ca. 40 Kilometer westlich der ugandischen Hauptstadt Kampala, steht ein ganz spezielles Dorf: Die Häuser wurden aus Plastikflaschen errichtet. Die umweltfreundliche Idee gewinnt immer mehr Anhänger.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Wambi Michael&nbsp;| 26. September 2020</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kampala (IPS/afr). In der Nähe von Mpigi, einer Kleinstadt ca. 40 Kilometer westlich der ugandischen Hauptstadt Kampala, steht ein ganz spezielles Dorf: Die Häuser wurden aus Plastikflaschen errichtet. Die umweltfreundliche Idee gewinnt immer mehr Anhänger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Uganda hat ein riesiges Müllproblem. Allein in der Hauptstadt Kampala fallen jährlich mehr als 350.000 Tonnen an festen Abfallstoffen an. Zumindest die Hälfte davon wird einfach im Freien entsorgt. Plastikflaschen liegen überall neben den Straßen, nicht selten verstopfen sie die Entwässerungsrinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die&nbsp;<a href="https://socialinnovationacademy.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Social Innovation Academy&#8220;</a>&nbsp;(SINA) hat den Müllbergen den Kampf angesagt. Etwas außerhalb von Mpigi liegt das Projektdorf Sina, das aus Plastikflaschen errichtet wurde. Dazu wurden handelsübliche Flaschen prall mit Erde gefüllt und verbaut.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="drei-millionen-plastikflaschen-fur-117-hauser">Drei Millionen Plastikflaschen für 117 Häuser</h2>



<p class="wp-block-paragraph">David Monday arbeitet als Baumeister und Trainer bei SINA. Seit mehr als fünf Jahren errichtet er bereits Gebäude aus Plastikflaschen. Den Ausschlag gab ein Bericht aus Nigeria, wo bereits seit dem Jahr 2011 Flaschenhäuser gebaut werden. &#8222;Und so haben wir damit begonnen, Flaschen und Reifen zu sammeln und daraus ökologische Bausteine zu machen&#8220;, erzählt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Monday hat aber auch ein persönliches Motiv für sein Engagement: Sein jüngerer Bruder verschwand, als er einen Sumpf zu durchqueren versuchte. Eine Suchaktion blieb stundenlang erfolglos. Schließlich wurde sein lebloser Körper unter einem Berg aus Plastikflaschen gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Bau von bislang 117 Häusern wurden rund drei Millionen Plastikflaschen verarbeitet. Für Monday können die Flaschenhäuser auch einen wertvollen Beitrag zur zunehmenden Wohnungsnot in Uganda leisten. Nach Angaben des “Uganda Bureau of Statistics&#8220; weist das Land derzeit ein Defizit von 2,1 Millionen Wohneinheiten auf. Schätzungen zufolge werden im Jahr 2030 voraussichtlich über fünf Millionen Wohnungen fehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kamwokya, einer informellen Siedlung in Kampala, errichtet eine Gruppe junger Menschen rund um das &#8222;Ghetto Research Lab&#8220; ebenfalls Häuser aus Plastikflaschen. Rehema Naluekenge ist von der Lösung überzeugt: &#8222;Die Gebäude erweisen sich als recht langlebig. Wir haben bislang keine Risse gesehen&#8220;, erzählt sie. &#8222;Unser Geschäftsführer sagt uns immer, dass Abfall nur dann Abfall ist, wenn wir ihn verschwenden.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="behorden-hinken-nach">Behörden hinken nach</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Bezirk Mukono in Zentral-Uganda setzt der Highschool Lehrer Allan Obbo auf Flaschenhäuser. Eine Reihe von Cottages seiner Hotelnlage &#8222;Bottle Garden Resort&#8220; sind aus Plastikflaschen errichtet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Studien haben ergeben, dass Kunststoffe sehr gefährlich für die Umwelt sind&#8220;, sagt Obbo. &#8222;Schauen Sie sich doch unsere Seen an, die Gewässer sind voll davon. Forschungen zeigen, dass der Abbau einer Plastikflasche 300 Jahre dauert. Der Müll hat einen großen Nutzen, wenn er als Baustoff verwendet wird.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obbo weist auf einen noch einen anderen Vorteil hin. &#8222;Die Flaschen sind ohnehin schon da. Für die Herstellung von Ziegeln werden aber häufig Bodenflächen verbraucht, die dann für die Landwirtschaft fehlen. Außerdem werden für Baustellen viele Bäume gefällt.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lehrer zeigt sich aber enttäuscht, dass die Behörden in städtischen Gebieten die Plastikflaschen als Baustoff nicht genehmigen. Das bestätigt auch die Architektin Patricia Kayongo, Geschäftsführerin der in Kampala ansässigen &#8222;Dream Architects Ltd.&#8220; Sie erklärt, dass das zuständige Normungsinstitut Plastikflaschen als Baustoff bislang nicht getestet hat und daher keine Bewilligungen erteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das bedeutet aber, dass den Menschen Möglichkeiten für den günstigen Hausbau genommen werden&#8220;, kritisiert Kayongo. Damit würde auch eine Chance zur Bekämpfung der Wohnungsnot verpasst. &#8222;Die Wiederverwertung von Materialien wie Glas und Kunststoff eignet sich gut für den Bau.&#8220; (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> David Monday erklärt das Prinzip eines aus Plastikflaschen errichteten Hauses (Foto: Wambi Michael/IPS).</p>
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