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	<title>Frauen Archive | afrika.info</title>
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	<description>Changing Perceptions</description>
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	<title>Frauen Archive | afrika.info</title>
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	<item>
		<title>Mädchen bauen Stühle aus invasiver Baumart</title>
		<link>https://afrika.info/mathenge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2025 08:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Farai Shawn Matiashe]]></category>
		<category><![CDATA[Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der aus Südamerika importierte Mathenge-Baum sollte einst die Wüstenbildung in Kenia stoppen. Heute gilt der Strauchbaum als Unkraut. Das harte Mathenge-Holz bietet aber auch Chancen: Schülerinnen fertigen daraus einfache Stühle.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/mathenge/">Mädchen bauen Stühle aus invasiver Baumart</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Farai Shawn Matiashe | 3. Juli 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kakuma (IPS/afr). Der aus Südamerika importierte Mathenge-Baum sollte einst die Wüstenbildung in Kenia stoppen. Heute gilt der Strauchbaum als Unkraut. Das harte Mathenge-Holz bietet aber auch Chancen: Schülerinnen fertigen daraus einfache Stühle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der sengenden Sonne im Turkana County im Norden Kenias arbeitet die 16-jährige Schülerin Char Tito an einem neuen Stuhl. Das Holz dafür stammt vom ungeliebten Mesquitebaum, der in Kenia Mathenge genannt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mesquitebaum (Neltuma juliflora, früher Prosopis juliflora) wurde 1948 von Südamerika nach Kenia importiert, um die Wüstenbildung in trockenen Regionen zu bekämpfen. In den 1970er-Jahre verbreitete sich die Pflanze stark in ganz Ostafrika und gilt heute vielerorts als Plage.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4486" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der invasive Mathenge-Baum hat in Kenia bereits zwei Millionen Hektar überwuchert und breitet sich weiter rasant aus. (Foto: Farai Shawn Matiashe/IPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In Kenia hat der Mathenge laut <a href="https://www.kefri.org/assets/publications/Newsletters/Newsletter%20No.%2044.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kenya Forestry Research Institute</a> (KEFRI) bereits zwei Millionen Hektar in Kenia erobert. Um die Ausdehnung zu beherrschen, hat die Regierung die Pflanze 2008 zum schädlichen Unkraut erklärt. In der Folge wurden Gesetze verabschiedet, welche die Bevölkerung dazu verpflichten, einen Befall zu beseitigen oder ihn zu melden, wenn dieser nicht mehr beherrschbar ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen haben sich allerdings bislang nicht wenig zielführend erwiesen: Der Mathenge breitet sich weiter rasant aus, sein Bestand nimmt jährlich um 15 Prozent zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verletzte Tiere und erschöpfte Böden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bevölkerung im Turkana County wird der Mathenge immer mehr zum Albtraum: Ziegen verletzen sich häufig an den scharfen Dornen. Die zuckerhaltigen Schoten führen bei den Tieren zu Zahnausfall, Infektionen oder Vergiftungen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Böden leiden zunehmend unter der Pflanze. Die Wurzeln des Mathenge reichen bis zu 35 Meter in die Erde. Der hohe Wasserbedarf beschleunigt die Erschöpfung der Böden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus ist die Biodiversität gefährdet: Unter dem Dickicht des Mathenge können keine anderen Pflanzen gedeihen, einheimische Arten werden zunehmend verdrängt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erwerbschancen für Mädchen im Flüchtlingslager</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt aber auch Initiativen, das Holz zu verwerten und Einkommen für junge Menschen zu generieren. Im Kakuma-Flüchtlingslager hat die Organisation <a href="https://girlchildnetwork.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Girl Child Network</a> das Projekt “Green Youth 360” implementiert. Dieses soll junge Mädchen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren befähigen, aus den Herausforderungen des Klimawandels neue Einkommensquellen zu erschließen.  Diese „Green Skills“ werden in Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen vermittelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Char Tito ist Schülerin an der Kakuma Arid Zone Secondary School. Im Projekt hat sie gelernt, aus dem Hartholz einfache Stühle herzustellen. „Plastiksessel sind sehr teuer”, sagt Tito. “Mathenge wächst aber überall und ist frei verfügbar.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4487" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die 16-jährige Schülerin Char Tito fertigt aus dem Mathenge-Holz einfache Stühle. (Foto: Farai Shawn Matiashe/IPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teenagerin ist 2017 aus dem Südsudan geflüchtet und lebt im <a href="https://www.unhcr.org/ke/about-us/where-we-work/kakuma-refugee-camp" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kakuma Refugee Camp</a>. Aus dem Lager, das 1992 eigentlich als temporäre Zuflucht gegründet worden war, ist eine dauerhafte Siedlung mit über 220.000 Flüchtlingen geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Char Tito erzählt, wie das Projekt das Verhalten von Schülerinnen verändert hat: „Früher haben wir den Mathenge-Baum als Brennholz verwendet. Erst hier in der Schule habe ich gelernt, dass man daraus auch Stühle machen kann.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tito plant, ihre selbstgebauten Stühle bald in Kakuma zu verkaufen. Ihr Traum ist aber, Ärztin zu werden. „Als Mädchen bin ich stolz auf mich”, sagt sie. “Ich trage zum Schutz der Umwelt bei und baue damit auch meine Zukunft auf.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Die Schülerinnen Magdalene Ngimoe und Char Tito haben gelernt, aus dem Mathenge-Baum Stühle herzustellen. (Foto: Farai Shawn Matiashe/IPS)</p>
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			<media:title type="html">Mathenge-Baum in Kenia</media:title>
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		<title>Mit der Spitzhacke für Gleichberechtigung</title>
		<link>https://afrika.info/mit-der-spitzhacke-fuer-gleichberechtigung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2025 08:10:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kizito Makoye]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der tansanischen Bergbauindustrie sehen sich Frauen mit Diskriminierung, Landrechtsproblemen und mangelnder Finanzierung konfrontiert. In einem von Männern dominierten Sektor kämpfen sie um Anerkennung und ihre Existenzgrundlage kämpfen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Kizito Makoye | 22. Mai 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dar es Salaam (IPS/afr). Unter der sengenden Sonne in Geita im Nordwesten von Tansania wischt sich Neema Mushi den staubverkrusteten Schweiß aus dem Gesicht. Dann rammt sie erneut ihre Spitzhacke in die Erde. Eine Staubwolke steigt auf und bedeckt ihre zerschlissene Kleidung – doch das stört sie kaum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit acht Jahren gräbt und siebt sie im männderdominierten Goldabbaugebiet von Geita, immer in der Hoffnung auf einen Fund. Es ist ein Knochenjob – mühsam und voller Hürden. „Ich will selbst eine Mine besitzen“, sagt Mushi. „Aber in dieser Branche werden Frauen bei Landrechten einfach übergangen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz harter Arbeit über viele Jahre hinweg leben Frauen wie Neema Mushi am Rande des Existenzminimums. Sie erzählt, dass sie eines Abends einen kleinen Goldsplitter entdeckt hatte. Doch bevor sie ihn einstecken konnte, tauchte ein männlicher Minenarbeiter auf. „Das ist mein Platz“, knurrte er sie an und riss ihr den Fund aus der Hand. Mushi weiß: In einem System, das nicht für Frauen wie sie gedacht ist, hat sie keine Chance.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal versuchte sie, ein Abbaugebiet auf ihren Namen registrieren zu lassen. Der Beamte im örtlichen Büro blickte kaum von seinen Papieren auf. „Sie brauchen die Zustimmung Ihres Mannes“, murmelte er. Mushi zögerte – sie hat keinen Mann, aber drei Kinder zu ernähren. „Dann suchen Sie sich einen männlichen Partner“, meinte der Beamte und wies sie ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst durch den Beitritt zur Frauenkooperative „Umoja wa Wanawake Wachimbaji“ – auf Deutsch „Vereinigung der Minenarbeiterinnen“ – konnte Mushi die Schulgebühren für ihre Kinder bezahlen. Heute sieht sie sie mit sauberen Uniformen zur Schule gehen – und hat mehr als nur Gold gefunden: Hoffnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Patriarchale Strukturen zerschlagen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tansania ist der viertgrößte Goldproduzent Afrikas, der Bergbau trägt rund zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Zwischen einer und zwei Millionen Menschen arbeiten im kleingewerblichen und handwerklichen Bergbau – immerhin ein Drittel davon sind Frauen. Doch trotz ihrer Zahl kämpfen sie um Anerkennung, werden vom Landbesitz ausgeschlossen, erhalten kaum Kredite und erfahren Diskriminierung in einem von Männern dominierten Umfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jahrelang arbeitete Mushi informell am Rande lizenzierter Minen, wo sie in aussortierten Steinen nach Gold suchte. Ohne eigene Lizenz war sie auf Zwischenhändler angewiesen, die ihr das Gold zu Dumpingpreisen abkauften. „Wenn du kein eigenes Abbaugebiet hast, bist du ihnen ausgeliefert“, sagt sie. „Sie können dich jederzeit vertreiben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar erlaubt das tansanische Bergbaugesetz Frauen theoretisch den Besitz von Lizenzen, doch in der Praxis gelingt dies nur wenigen. Die Verfahren sind komplex und teuer. „Die meisten Minengebiete gehen an Männer oder große Unternehmen“, erklärt Alpha Ntayomba, Bergbauaktivist und Direktor der NGO „Population and Development Initiative“ (PDI). „Frauen arbeiten meist auf geliehenem Land oder als Hilfskräfte auf fremden Claims.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/05/tansania-minenarbeiterinnen-ips-1200-800-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4454" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/05/tansania-minenarbeiterinnen-ips-1200-800-2-1024x683.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/05/tansania-minenarbeiterinnen-ips-1200-800-2-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/05/tansania-minenarbeiterinnen-ips-1200-800-2-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/05/tansania-minenarbeiterinnen-ips-1200-800-2-640x427.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/05/tansania-minenarbeiterinnen-ips-1200-800-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Gruppe von Minenarbeiterinnen gründete die Kooperative &#8222;Umoja wa Wanawake Wachimbaji&#8220; und kämpfte erfolgreich für eine eigene Bergbaulizenz. (Foto: Kizito Makoye/IPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen finanzielle Hürden. Der Bergbau erfordert Investitionen in Ausrüstung, Verarbeitung und oft auch Maschinen – doch Banken halten Frauen für nicht kreditwürdig und verweigern ihnen Darlehen. Das hält sie in einem Teufelskreis aus gefährlicher und schlecht bezahlter Arbeit gefangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Frauen im handwerklichen Bergbau stehen ganz unten“, sagt Ntayomba. „Sie machen die härtesten Jobs, wie Steine zerschlagen und Erz in quecksilberverseuchtem Wasser waschen, verdienen aber am wenigsten und sind am stärksten gefährdet.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sexuelle Ausbeutung und Belästigung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sexuelle Belästigung und Nötigung gehören für viele Minenarbeiterinnen zum Alltag. Wer in diesem Geschäft arbeitet, ist oft auf die Gunst männlicher Grubenbesitzer oder Zwischenhändler angewiesen – eine Machtasymmetrie, die Missbrauch begünstigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Einige Frauen sind gezwungen, sexuelle Gefälligkeiten zu leisten, nur um an das Gold zu gelangen, das sie mit abbauen“, berichtet Ntayomba. „Sex wird so zur inoffiziellen Währung in der Branche.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Betroffene schweigen – aus Angst vor Kündigung oder Repressalien. Andere wissen nicht, wie sie sich juristisch wehren können. „Ich kenne Frauen, die entlassen wurden, weil sie die Annäherungsversuche von Mineneigentümern abgelehnt haben“, sagt Ntayomba. „Das System ist gegen sie, und der Mangel an rechtlichem Schutz verschärft die Lage.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gesundheitsrisiken durch Quecksilber</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die gesundheitlichen Risiken sind enorm. Viele Frauen waschen Gold mit bloßen Händen in Quecksilber – einem hochgiftigen Metall, das das Nervensystem schädigt und zu Fehlbildungen führen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die meisten wissen gar nicht, wie gefährlich Quecksilber ist“, erzählt Ntayomba. „Sie mischen es mit den Händen und atmen die Dämpfe ein. Damit setzen sie sich selbst und ihre Kinder langfristigen Gesundheitsgefahren aus.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alpha Ntayomba fordert strengere Vorschriften, mehr Schulungen und sichere Arbeitsbedingungen. Seine Organisation setzt sich für bessere gesetzliche Regelungen, Schutzmaßnahmen und wirtschaftliche Teilhabe von Frauen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Regierung muss Frauen im Bergbau endlich als zentrale Akteurinnen anerkennen“, sagt er. „Dazu gehören rechtliche Absicherung, Sicherheitsstandards und Zugang zu eigenen Abbauflächen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch der Wandel geht nur schleppend voran. „Frauen im Bergbau verdienen Würde, faire Bezahlung und Schutz vor Ausbeutung“, bekräftigt Ntayomba. „Die Branche darf nicht weiter auf ihrem Leid fußen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Steine brechen, Barrieren überwinden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um ihre Lage zu verbessern, gründeten Mushi und andere Frauen die Kooperative „Umoja wa Wanawake Wachimbaji“. Darin bündelten sie ihre Ressourcen und kämpften gemeinsam für eine eigene Lizenz. Mit Unterstützung der <a href="https://tawoma.or.tz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tanzania Women Miners Association</a> (TAWOMA) und staatlicher Förderprogramme für Unternehmerinnen erhielten sie schließlich ein kleines Abbaugebiet und investierten in bessere Ausrüstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir mussten beweisen, dass wir dazugehören“, sagt Anna Mbwambo, Gründungsmitglied der Kooperative. „Zu lange galten Frauen im Bergbau nur als Helferinnen – nicht als eigenständige Minenarbeiterinnen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Mushi hat sich seither vieles zum Guten verändert. „Früher konnte ich kaum die Schulgebühren für meine Kinder aufbringen“, sagt sie. „Heute kann ich sparen – und habe sogar den Traum, mein Geschäft zu erweitern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz anhaltender Herausforderungen bewegt sich etwas. Die staatliche Bergbaugesellschaft <a href="https://www.stamico.co.tz/">STAMICO</a>  schult Kleinbergleute in sicheren und effizienteren Abbaumethoden. Die Regierung hat zudem Goldankaufszentren eingerichtet, die für fairere Preise sorgen und die Abhängigkeit von ausbeuterischen Zwischenhändlern reduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch international wächst der Druck, Frauen im Bergbau stärker zu berücksichtigen. Die Weltbank fordert Reformen für mehr Geschlechtergerechtigkeit, die <a href="https://eiti.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Extractive Industries Transparency Initiative</a> (EITI) setzt sich für inklusive Richtlinien ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hoffnung auf eine neue Zukunft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neema Mushi blick auf das Land, das sie und ihre Kolleginnen nun gemeinsam besitzen. Es ist ein kleiner Claim – überschattet von großen, männergeführten Betrieben. Dennoch ist sie stolz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich will, dass meine Töchter sehen, dass Frauen alles erreichen können“, sagt sie. „Sie können arbeiten, besitzen – und erfolgreich sein.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie greift zur Spitzhacke, ihre kräftigen Hiebe zerbersten das Gestein. Mit jedem Schlag kommt sie einer Zukunft näher, in der Frauen im Bergbau nicht nur überleben – sondern aufblühen. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Minenarbeiterinnen in Tansania kämpfen um Anerkennung und gegen Diskriminierung in einem von Männern dominierten Sektor (Foto: Kizito Makoye/IPS)</p>
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		<title>Schwammzüchterinnen entrinnen der Armut</title>
		<link>https://afrika.info/schwammzuechterinnen-entrinnen-der-armut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Apr 2025 13:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Vaterlaus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kizito Makoye]]></category>
		<category><![CDATA[Marine Cultures]]></category>
		<category><![CDATA[Sansibar]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Jambiani an der Ostküste Sansibars wagen Frauen den Sprung in eine neue Zukunft - mit nachhaltiger Schwammzucht. Sie schaffen damit eine Lebensgrundlage, die obendrein die Ökosysteme des Indischen Ozeans schützt.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Kizito Makoye | 10. April 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jambiani, Sansibar (IPS/afr). Früh am Morgen, wenn sich das Meer langsam zurückzieht, bindet Zulfa Abdallah ihr Kopftuch fest, setzt die Schwimmbrille auf und steckt den Schnorchel an den Kopf. Dann watet sie entschlossen in das brusttiefe Wasser vor dem Dorf Jambiani auf Sansibar. Der Indische Ozean ist ihr Arbeitsplatz – und ihre Hoffnung. Denn inmitten von Armut und Klimawandel finden Frauen wie sie dort eine neue Perspektive.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher verdiente Abdallah ihr Geld mit dem Anbau von <a href="https://afrika.info/sansibars-frauen-machen-mehr-aus-seetang/">Meeresalgen</a>. Doch steigende Wassertemperaturen haben diese Lebensgrundlage zerstört. An ihre Stelle ist nun ein anderes Produkt getreten: Meeresschwämme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist wie eine Wunderpflanze, die mir mein Leben zurückgegeben hat”, sagt die 34-Jährige, während sie die porösen Gebilde prüft, die an Seilen unter Wasser hängen. „Sie brauchen Geduld und Fürsorge – wie ein Baby. Aber wie bei Kindern bekommt man auch viel zurück.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit vier Jahren betreibt Abdallah ihre Schwammzucht bereits. Die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern wurde von der Schweizer Organisation <a href="https://www.marinecultures.org/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marine Cultures</a> ausgebildet. Ihre Unterwasserfarm besteht aus einem Netz aus Seilen, die zwischen Bojen gespannt sind. An den Seilen hängen die Schwämme, die sanft vom Indischen Ozean bewegt werden. Jeder einzelne Schwamm muss regelmäßig gereinigt, gepflegt und vor Fressfeinden geschützt werden. Die Arbeit ist hart – aber sie verändert Leben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr Einkommen, mehr Selbstständigkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Früher brachte ihr die Arbeit mit Meeresalgen kaum 30 US-Dollar im Monat – zu wenig, um ihre Familie zu ernähren. Heute verdient sie durch die Schwammzucht etwa das Dreifache. Sie konnte das Haus ihrer Mutter renovieren, neue Möbel kaufen und Geld für ein eigenes Grundstück zur Seite legen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Viele Frauen dachten zunächst, ich verschwende meine Zeit“, erinnert sich Abdallah an die anfänglichen Zweifel ihrer Nachbarinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ihre Erfolgsgeschichte ist kein Einzelfall mehr. In den letzten zehn Jahren hat Marine Cultures rund ein Dutzend Frauen im Dorf Jambiani ausgebildet – ehemals arme Algenbäuerinnen, aus denen heute selbstbewusste Unternehmerinnen geworden sind. Sie alle brechen mit gesellschaftlichen Erwartungen in einer noch immer patriarchal geprägten Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Lange hat man gesagt, Frauen gehören ins Haus“, erzählt Ausbilderin Nasir Haji. „Aber diese Frauen beweisen, dass sie nicht nur arbeiten, sondern auch ein gutes Einkommen verdienen können.“ Haji ist die erste Frau in Sansibar, die den Beruf als Schwammzüchterin ergriffen hat – vor mittlerweile zehn Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meeresschwämme, die in touristischen Läden zwischen 15 und 30 US-Dollar pro Stück kosten, werden als Bade- und Kosmetikartikel oder zur Babypflege verkauft. Eine lokale Kooperative sorgt dafür, dass die Bäuerinnen 70 Prozent der Einnahmen erhalten. Der Rest deckt die Betriebskosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es fühlt sich gut an, sein eigenes Geld zu verdienen”, sagt Abdallah, “ich kann es ausgeben, wie ich will.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Herausforderungen unter Wasser</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz reibungslos verlief der Wechsel von der Algenzucht auf Schwammfarmen aber nicht. 2018 zerstörte eine Massenvermehrung winziger Schlangensterne fast die Hälfte der Schwämme. Im Jahr darauf bedrohte eine dichte Grünalgenblüte die Jungpflanzen. Doch die Frauen lernten, mit Rückschlägen umzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir entwickeln immer wieder neue Methoden, um Krankheiten zu vermeiden und die Schwämme gesund zu halten“, erklärt Abdallah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile sorgt das Projekt auch außerhalb Sansibars für Aufmerksamkeit. Marine Cultures arbeitet mit weiteren Küstengemeinden auf dem tansanischen Festland, Madagaskar und den Seychellen zusammen, um das Modell zu verbreiten. Gründer Christian Vaterlaus ist überzeugt, dass die Schwammzucht sowohl die Wirtschaft stärken als auch Meeresökosysteme schützen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nachhaltige, gemeinschaftsbasierte Aquakultur ist ein Gewinn für alle“, sagt Vaterlaus. “Sie sichert den Menschen, die es am dringendsten brauchen, ein Einkommen und trägt zum Umweltschutz bei.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Meeresbiologe Leonard Chauka von der Universität Dar es Salaam lobt das Projekt: „Die Schwammzucht ist eine Lebensader für Frauen, da sie ein stabiles Einkommen sichert, ohne die Meeresressourcen zu erschöpfen. Ökologisch gesehen sind Schwämme natürliche Filter – sie reinigen das Wasser und schaffen Lebensraum für Meereslebewesen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mut und Perspektiven</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Frauen wie die 31-jährige Hindu Rajabu ist das Projekt mehr als nur ein Job. Früher konnte sie ihre Kinder kaum ernähren. Jetzt spart sie für ihr eigenes Haus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich bin stolz auf mich“, sagt sie, während sie vorsichtig Algen von einem Schwamm streift.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4400" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye-1024x683.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye-640x427.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hindu Rajabu (rechts im Bild) und ihre Kollegin sortieren getrocknete Schwämme für den Verkauf. (Foto: Kizito Makoye/IPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Doch es gibt auch kulturelle Hürden. Schwimmen gilt in vielen Teilen Sansibars noch immer als Tabu für Frauen. Marine Cultures hat Schwimmkurse für die Schwammfarmerinnen zur Pflicht gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich hatte große Angst vor dem Meer“, erzählt Abdallah, „aber nachdem ich schwimmen gelernt habe, fühle ich mich sicher und es macht mir tatsächlich Spaß, draußen meine Schwämme zu pflegen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück an Land versammeln sich die Frauen in einem kleinen Verarbeitungszentrum, um ihre Schwämme für den Markt vorzubereiten. Sie reinigen, sortieren und verpacken jeden einzelnen liebevoll. Jeder Schwamm bekommt ein Etikett, auf dem steht: “Nachhaltig gezüchtet in Sansibar“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Sonne untergeht, kehrt Aballah mit ihrer Ausrüstung nach Hause zurück. Ihre Kinder laufen ihr entgegen, ihr Lachen vermischt sich mit dem Rauschen der Wellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Meer schenkt uns eine echte Chance, etwas Besseres aufzubauen“, sagt sie. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Nasir Haji reinigt Schwämme im Indischen Ozean vor Jambiani an der Ostküste Sansibars. (Foto: Kizito Makoye/IPS)<br></p>
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		<title>Afrika-Filmtage 2025: Regisseurinnen im Fokus</title>
		<link>https://afrika.info/afrika-filmtage-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2025 10:24:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von 13. bis 15. Mai 2025 finden die 2. Afrika-Filmtage im Salzburger Filmkulturzentrum DAS KINO statt. Mit Filmen wie <i>The Bride</i> von Myriam Birara und <i>Banel &#038; Adama</i> von Ramata-Toulaye Sy liegt der Schwerpunkt heuer auf dem Schaffen afrikanischer Regisseurinnen.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 9. April 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Salzburg (afr). Von 13. bis 15. Mai 2025 finden die 2. Afrika-Filmtage im Salzburger Filmkulturzentrum DAS KINO statt. Mit Filmen wie&nbsp;<em>The Bride</em>&nbsp;von Myriam Birara und&nbsp;<em>Banel &amp; Adama</em>&nbsp;von Ramata-Toulaye Sy liegt der Schwerpunkt heuer auf dem Schaffen afrikanischer Regisseurinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanische Filmindustrie erlebt derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung. Allein in Nigerias Traumfabrik „Nollywood“ werden pro Jahr mehr als 2.500 Filme produziert. Laut dem UNESCO-Bericht <a href="file:///C:/Users/marti/Downloads/379165eng.pdf">The African Film Industry</a> hat die Branche das Potenzial, über 20 Millionen Arbeitsplätze auf dem Kontinent zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen spielen in der afrikanischen Filmindustrie bislang nur eine Nebenrolle – im kontinentalen Schnitt ist lediglich ein Fünftel aller in der Branche beschäftigten Personen weiblich. Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede. In der Region Zentralafrika, die Länder wie z. B. Kamerun, Tschad oder DR Kongo umfasst, liegt der Frauenanteil bei unter 10 %. Deutlich besser hingegen ist die Situation in der Region Südliches Afrika mit Staaten wie Botswana, Namibia oder Südafrika. Dort beträgt der Anteil an weiblichen Beschäftigten in der Filmindustrie mehr als 30 %.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Afrikanische Regisseurinnen vor den Vorhang</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 2. Afrika-Filmtage in Salzburg, die vom Afro-Asiatischen Institut, der Nachrichtenagentur afrika.info und DAS KINO organisiert werden, holen heuer afrikanische Filmemacherinnen vor den Vorhang. „Regisseurinnen aus afrikanischen Ländern stehen völlig zu Unrecht im Schatten ihrer männlichen Kollegen“, sagt Elke Giacomozzi, Geschäftsführerin des Afro-Asiatischen Instituts in Salzburg. „Dabei können afrikanische Filmemacherinnen mit ihrer visionären Erzählweise und ihrer poetischen Filmsprache immer häufiger auch die Jurys großer Filmfestspiele wie in Cannes oder Berlin überzeugen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Spielfilmdebüts, die besonders hervorstechen, stehen im Mittelpunkt der Afrika-Filmtage: <em>The Bride</em> der ruandischen Filmemacherin Myriam Uwiragiye Birara und <em>Banel &amp; Adama</em> der französisch-senegalesischen Regisseurin Ramata-Toulaye Sy.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine eindringliche Geschichte über Selbstbestimmung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>The Bride</strong> </em>(Ruanda 2023) ist das beeindruckende Debüt der ruandischen Regisseurin Myriam Uwiragiye Birara. Der Film feierte bei der Berlinale 2023 seine Weltpremiere und hat dort eine lobende Erwähnung für den GWFF Best First Feature Film Award erhalten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="563" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/the-bride-1-web-c-bora-shingiro.jpg" alt="" class="wp-image-4408" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/the-bride-1-web-c-bora-shingiro.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/the-bride-1-web-c-bora-shingiro-300x169.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/the-bride-1-web-c-bora-shingiro-768x432.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/the-bride-1-web-c-bora-shingiro-640x360.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>The Bride</em> (Ruanda 2023) ist das Spielfilmdebut von Myriam Birara. Der Film behandelt die Pläne einer jungen Frau, die in Konflikt mit traditionellen Rollenbildern geraten. (Bildrechte: Bora Shingiro)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Handlung von <em>The Bride</em> ist im Jahr 1997 angesiedelt – drei Jahre nach dem Genozid in Ruanda. Eine junge Frau namens Eva träumt davon, Medizin zu studieren. Ihre Pläne werden jedoch jäh unterbrochen: Im Zuge einer traditionellen Ehezeremonie namens „guterura“ wird sie von einer Gruppe Männer entführt und gezwungen zu heiraten. Im Stich gelassen von ihrer konservativen Familie, findet Eva Trost in der Freundschaft mit der Cousine ihres Ehemanns. Durch diese Beziehung entdeckt sie die traumatische Vergangenheit der Familie und steht vor der Entscheidung, zu bleiben oder zu fliehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Publikumsgespräch mit Regisseurin Myriam Birara</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Biraras inszenatorische Präzision und die subtile, aber kraftvolle Darstellung weiblicher Widerstandskraft machen <em>The Bride</em> zu einem Meilenstein im zeitgenössischen afrikanischen Kino“, erklärt Sigrid Gruber von DAS KINO. „Der Film bringt nicht nur soziale Missstände zur Sprache, sondern bietet auch eine Plattform für Frauen, ihre Geschichten selbst zu erzählen – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Diversität und Gleichberechtigung in der Filmbranche.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4409" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200-819x1024.jpg 819w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200-240x300.jpg 240w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200-768x960.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200-640x800.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Regisseurin von <em>The Bride</em>, Myriam Birara, wird sich nach der Filmvorführung zu einem Publikumsgespräch online aus Ruanda zuschalten. (Bildrechte: Alain Jambo)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem 70-minütigen Film wird sich Regisseurin <strong>Myriam Uwiragiye Birara</strong> aus Ruanda zu einem Publikumsgespräch online zuschalten, das von Sharon Lagat, Mitglied des Filmbeirats der Afrika-Filmtage, moderiert wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reflexion über Liebe und Tradition</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht weniger berührend ist <em><strong>Banel &amp; Adama</strong></em> (Senegal, Mali, Frankreich 2023) der französisch-senegalesischen Regisseurin Ramata-Toulaye Sy. Der Film handelt von einem jungen Paar, das in einem abgelegenen Dorf im Norden Senegals lebt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="600" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/banel-et-adama-web-best-friend-forever.jpg" alt="" class="wp-image-4410" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/banel-et-adama-web-best-friend-forever.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/banel-et-adama-web-best-friend-forever-300x180.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/banel-et-adama-web-best-friend-forever-768x461.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/banel-et-adama-web-best-friend-forever-640x384.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Banel &amp; Adama</em> (Senegal, Mali, Frankreich 2023) von Ramata Toulaye-Sy behandelt die Widersprüche einer leidenschaftlichen Liebe zu den Erwartungen einer traditionell geprägten Gesellschaft. (Bildrechte: Best Friend Forever)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die leidenschaftliche Liebe zwischen Banel und Adama steht im Widerspruch zu den traditionellen Erwartungen ihrer Gemeinschaft. Als Adama seine vorgesehene Rolle als Dorfoberhaupt ablehnt und Banel sich weigert, den konventionellen Pflichten einer Frau nachzukommen, geraten sie in Konflikt mit ihrer Umgebung. Die daraus resultierenden Spannungen führen zu unerwarteten und dramatischen Konsequenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sy inszeniert diese spannungsgeladene Geschichte in eindrucksvollen Bildern, die von der sengenden Hitze der Wüste und der stillen Schönheit der Landschaft durchzogen sind. Ihr Film feierte 2023 Premiere in Cannes und war für die Goldene Palme nominiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Meisterwerke aus dem Sudan, Madagaskar und der DR Kongo</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm der Afrika-Filmtage 2025 bietet darüber hinaus drei weitere überzeugende Produktionen aus dem Sudan, der Demokratischen Republik Kongo und Madagaskar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In <em><strong>Goodbye Julia</strong></em> (Sudan 2023) – dem Eröffnungsfilm der diesjährigen Afrika-Filmtage – erzählt Regisseur Mohamed Kordofani die auf tragische Weise miteinander verbundene Geschichte von zwei Frauen. Mona, eine muslimische Angehörige der gehobenen nordsudanesischen Mittelklasse, war vor ihrer Ehe eine bekannte Sängerin und führt nun eine glücklose Ehe mit ihrem Ehemann Akram. Nachdem beide den Tod eines christlichen Mannes aus dem Südsudan verursacht haben, versucht Mona, ihre Schuldgefühle zu kompensieren, indem sie Julia, die ahnungslose Witwe des Ermordeten, als ihre Hausgehilfin anstellt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="696" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/goodbye-julia-web-www.trigon-film.org_.jpg" alt="" class="wp-image-4411" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/goodbye-julia-web-www.trigon-film.org_.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/goodbye-julia-web-www.trigon-film.org_-300x209.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/goodbye-julia-web-www.trigon-film.org_-768x535.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/goodbye-julia-web-www.trigon-film.org_-640x445.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Goodbye Julia</em> (Sudan 2023) von Mohamed Kordofani erzählt eine packende Geschichte um Schuld, Wiedergutmachung und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten in einem zerrissenen Land. (Bildrechte: trigon-film)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In <em><strong>Disco Afrika</strong></em> (Madagaskar 2023) begleitet der madegassische Regisseur Luck Razanajaona den 20-jährigen Kwame auf der Suche nach seiner Identität. Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, arbeitet Kwame in illegalen Saphirminen. Ein unerwartetes Ereignis zwingt ihn jedoch, in seine Heimatstadt zurückzukehren. Dort trifft er auf seine Mutter und alte Freunde und wird mit der allgegenwärtigen Korruption in seinem Land konfrontiert. Kwame steht vor der Entscheidung zwischen schnellem Geld und Loyalität, zwischen Individualismus und politischem Erwachen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="541" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/disco-afrika-web-WeFilm.jpg" alt="" class="wp-image-4412" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/disco-afrika-web-WeFilm.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/disco-afrika-web-WeFilm-300x162.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/disco-afrika-web-WeFilm-768x415.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/disco-afrika-web-WeFilm-640x346.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Disco Afrika</em> (Madagaskar 2023) von Luck Razanajaona folgt dem jungen Kwame bei der Suche nach seinem Vater. Dabei muss Kwame Entscheidungen von enormer Tragweite treffen. (Bildrechte: WeFilm)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In seinem fesselnden Spielfilmdebüt <em><strong>Omen</strong></em> (DR Kongo, Belgien 2023) beleuchtet der belgisch-kongolesische Regisseur und bekannte Rapper Baloji eindrucksvoll den Konflikt zwischen modernen Lebensweisen und traditionellen Überzeugungen in der heutigen kongolesischen Gesellschaft. In <em>Omen</em> kehrt ein junger Mann namens Koffi nach Jahren in Belgien mit seiner schwangeren, weißen Verlobten Alice in seine Heimatstadt Kinshasa zurück. Dort hofft er auf eine Versöhnung mit seiner Familie. Doch alte Traditionen und tief verwurzelte Aberglauben stellen sich Koffi in den Weg, da er als „zabolo“ – ein vermeintlicher Zauberer – gebrandmarkt wurde.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="644" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/omen-web-wrong-men.jpg" alt="" class="wp-image-4413" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/omen-web-wrong-men.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/omen-web-wrong-men-300x193.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/omen-web-wrong-men-768x495.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/omen-web-wrong-men-640x412.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Omen</em> (DR Kongo, Belgien 2023) ist das Spielfilmdebut des belgisch-kongolesischen Regisseurs und Rappers Baloji. Der Film behandelt die Konflikte zwischen modernen Lebensweisen und traditionellen Überzeugungen in fesselnden Bildern. (Bildrechte: Grandfilm / Wrong Men)</figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Programmübersicht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Dienstag, 13. Mai 2025, DAS KINO</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>19:30 Uhr: <em>Goodbye Julia</em> (Sudan 2023)<br>120 Min., Arabisch mit Untertitel in Deutsch</li>



<li>Im Anschluss: Empfang mit Spezialitäten aus Äthiopien</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Mittwoch, 14. Mai 2025, DAS KINO</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>18:00 Uhr: <em>Disco Afrika</em> (Madagaskar 2023)<br>81 Min., Malagasy mit Untertitel in Englisch</li>



<li>20:00 Uhr: <em>The Bride</em> (Ruanda 2023)<br>73 Min., Kinyarwanda mit Untertitel in Englisch</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss: Regiegespräch mit Myriam Uwiragiye Birara</p>



<h3 class="wp-block-heading">Donnerstag, 15. Mai 2025, DAS KINO</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>18:00 Uhr: <em>Omen</em> (DR Kongo, Belgien 2023)<br>90 Min., Französisch, Swahili mit Untertitel in Deutsch</li>



<li>20:00 Uhr: <em>Banel &amp; Adama</em> (Senegal, Mali, Frankreich 2023)<br>87 Min., Pulaar mit Untertitel in Englisch</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Filmauswahl durch breites Gremium an Expert*innen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrika-Filmtage werden von zahlreichen öffentlichen Einrichtungen, Organisationen und Unternehmen unterstützt: Land Salzburg, Stadt Salzburg, Pinto Africa, Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, Katholische Frauenbewegung, gendup &#8211; Universität Salzburg, Südwind Salzburg, SEI SO FREI, Referat Weltkirche der Erzdiözese Salzburg, EZA Fairer Handel GmbH, Afrika-Plattform</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Auswahl der Filme wurden Expert*innen für das afrikanische Kino ebenso miteinbezogen wie Vertreter*innen der afrikanischen Diaspora in Österreich. Außerdem wirkten die Teams von Filminitiativ Köln e.V. und Afrikanische Filmtage München im Auswahlprozess mit. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">Weitere Informationen zum Programm der Afrika-Filmtage inklusive der Trailer gibt es auf der Website: <a href="https://afrikafilmtage.at">https://afrikafilmtage.at</a>.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			<media:title type="html">Filmstill The Bride</media:title>
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			<media:title type="html">Porträt Myriam Birara, Regisseurin von The Bride</media:title>
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			<media:title type="html">Filmstill Banel &#038; Adama</media:title>
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			<media:title type="html">Filmstill Goodbye Julia</media:title>
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			<media:title type="html">Filmstill Disco Afrika</media:title>
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			<media:title type="html">Filmstill Omen (Augure)</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Die App, die Süßkartoffeln rettet</title>
		<link>https://afrika.info/die-app-die-suesskartoffeln-rettet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 08:04:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Kizito Makoye]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war ein glühend heißer Nachmittag in Moshi in Tansanias Kilimanjaro-Region, als Mwajuma Rashid Njau und Mumii Rajab fassungslos vor ihren Feldern standen: Ihre Süßkartoffeln waren von Schädlingen vernichtet worden. Die Hilflosigkeit gehört nun der Vergangenheit an - dank einer App.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Kizito Makoye | 12. Dezember 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moshi (IPS/afr) &#8211; Es war ein glühend heißer Nachmittag in Moshi in Tansanias Kilimanjaro-Region, als Mwajuma Rashid Njau und Mumii Rajab fassungslos vor ihren Feldern standen: Ihre Süßkartoffeln waren von Schädlingen vernichtet worden. Die Hilflosigkeit gehört nun der Vergangenheit an &#8211; dank einer App.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Njau und Rajab sind zwei von über 300 Farmer*innen in Tansania, die eine App namens “Kiazi Bora” (“Gute Kartoffel” auf Kiswahili) benutzen. Die Anwendung wurde speziell für Bauern und Bäuerinnen entwickelt, um sie optimal beim Anbau von orangefarbenen Süßkartoffeln (OFSP, orange-fleshed sweet potatoes) und der Schädlingsbekämpfung zu unterstützen. OFSP sind ein mit Beta-Carotin angereichertes Nahrungsmittel, das den Vitamin-A-Mangel in afrikanischen Ländern bekämpfen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese App hat alles verändert“, sagt die 38-jährige Njau mit einem müden, aber hoffnungsvollen Lächeln. „Ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte, aber jetzt schaue ich einfach auf mein Telefon, und es sagt mir genau, was ich tun soll.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sprache als Erfolgsfaktor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die hohe Akzeptanz der App basiert vor allem auf der hochmodernen KI-Sprachtechnologie. Denn während ähnliche Anwendungen sich oft in Englisch an ihre Nutzer*innen wenden, liefert “Kiazi Bora” klare Anweisungen in der tansanischen Nationalsprache Kiswahili. „Die App spricht mit mir in einer Sprache, die ich deutlich verstehe“, bestätigt Njau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter der App steht die gemeinnützige Organisation <a href="https://seeafricatz.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">SEE Africa</a> mit Sitz in Arusha. “Kiazi Bora” stellte das Entwicklungsteam allerdings vor große Herausforderungen. Laut UNESCO zählt Kiswahili zwar zu den zehn größten Sprachen der Welt und wird von mehr als 200 Millionen Menschen gesprochen. Dennoch standen nicht genügend hochwertige Sprachdaten zur Verfügung, um die KI zu trainieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Problem zu lösen, wandte sich das Team von SEE Africa an die Mozilla Foundation, die seit dem Jahr 2017 das Crowdsourcing-Projekt <a href="https://commonvoice.mozilla.org/en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Common Voice</a> betreibt. Das Projekt will KI-Anwendungen in unterrepräsentierten Sprachen zugänglich machen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">EM Lewis-Jong ist die Produktdirektorin von Mozilla Common Voice. Sie erklärt, dass das Projekt auf die Kraft der Community setzt: „Wir verwenden ein Crowdsourcing-Modell, bei dem die Leute freiwillig ihre Sprachdaten beitragen“, sagt Lewis-Jong. „Dadurch wird sichergestellt, dass die Daten die wahre Vielfalt der Sprache widerspiegeln, einschließlich unterschiedlicher Akzente und Dialekte.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mozilla Foundation geht es auch darum, dass Sprachen nicht auf dem Altar von Vermarktungsinteressen geopfert werden. „Wenn die Datenerstellung gewinnorientierten Unternehmen überlassen wird, werden viele Sprachen der Welt auf der Strecke bleiben“, ist Lewis-Jong überzeugt. „Wir wollen eine Welt, in der die Menschen die Daten erstellen können, die sie brauchen, und ihre Sprache so erfassen, wie sie sie erleben.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">App als Gamechanger</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die 42-jährige Farmerin Rajab ist die App jedenfalls ein Gamechanger. „Früher fühlte ich mich machtlos“, erinnert sie sich. „Wenn die Schädlinge kamen, musste ich einfach zusehen, wie meine Ernte vernichtet wurde. Jetzt kann ich mich wehren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl Njau als auch Rajab haben dank der App ihren Lebensunterhalt deutlich verbessern können. In nur einem Jahr stieg ihr Einkommen von null auf 127 USD pro Monat. So lernten die beiden Frauen etwa, wie sie Süßkartoffeln zu Mehl und Gebäck weiterverarbeiten können. Mit diesen Produkten erzielen sie auf den lokalen Märkten weitaus bessere Preise als mit den Knollen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zusätzliche Einkommen ermöglicht es ihnen, für ihre Familien zu sorgen, in ihre Farmen zu investieren und sich eine bessere Zukunft zu sichern. „Mit dem Geld, das ich verdient habe, konnte ich meine Kinder zur Schule schicken und sogar etwas für Notfälle sparen“, sagt Njau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Njau nennt die App liebevoll ihre “Lehrerin”. Warum das? “Ich habe nie eine Schule abgeschlossen, aber diese App hat mir alles beigebracht, was ich über Landwirtschaft wissen muss. Sie ist wie eine Lehrerin, die immer da ist, wenn ich sie brauche.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rajab teilte ihre Begeisterung für die App rasch mit ihren Verwandten. „Ich erzählte meiner Schwester davon und jetzt baut sie auch OFSP an. Ihre Kinder sind gesünder, und sie verdient jetzt auch Geld mit dem Verkauf von Süßkartoffelmehl“, sagt sie stolz. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Kleinbäuerinnen in der Kilimanjaro-Region bei der Ernte von Süßkartoffeln (Foto: Kizito Makoye/IPS)</p>
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		<title>Nigeria: Dann lieber wieder Brennholz</title>
		<link>https://afrika.info/nigeria-dann-lieber-wieder-brennholz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 09:26:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Peace Oladipo]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Offene Feuerstellen kosten in Nigeria über 130.000 Menschen im Jahr das Leben. Einkommensschwachen Haushalten fehlt es aber an Alternativen: Nach rapiden Preissteigerungen ist Kochgas für viele kein Thema mehr. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Peace Oladipo | 22. April 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Omu-Aran (IPS/afr). Offene Feuerstellen kosten in Nigeria über 130.000 Menschen im Jahr das Leben. Einkommensschwachen Haushalten fehlt es aber an Alternativen: Nach rapiden Preissteigerungen ist Kochgas für viele kein Thema mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein sonniger Vormittag in der Stadt Omu-Aran im Bundesstaat Kwara im Westen Nigerias. Die 52-jährige Witwe Iyabo Sunday kocht Bohnen und Reis auf dem offenen Feuer. Nach einer starken Erhöhung der Strompreise hatte sie ihren Elektroherd zunächst gegen einen Gaskocher eingetauscht &#8211; aber auch dieser ist mittlerweile Geschichte. “Wegen der instabilen Wirtschaft bin ich wieder zu Brennholz zurückgekehrt”, sagt sie. </p>



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<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich ergeht es der 41-jährigen Gastronomin Oyedele Christiana, die Fufu &#8211; eine Spezialität aus Maniok und Kochbananen &#8211;&nbsp; verkauft. Die Kochstelle in ihrer Kantine befeuert sie mit Brennholz, obwohl sie aus gesundheitlichen Gründen längst auf Gas umsteigen wollte: “Ich bin nicht so alt, wie ich aussehen, aber das kommt vom Kochen”, seufzt sie, „der Rauch reizt meine Augen und verursacht starken Husten.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Jahr 2022 haben sich die Preise für Kochgas in Nigeria mehr als verdoppelt. Ein Zylinder mit 12,5 Kilogramm Kochgas kostete vor zwei Jahren noch 7.413 Naira, das sind ca. 5,20 Euro. Heute liegt der Preis bei 16.875 Naira oder 11,80 Euro. Angesichts des gesetzlichen Mindestlohns von 30.000 Naira (21 Euro) pro Monat ist das eine enorme Summe. Der Grund für die Preissteigerung liegt vor allem im Wegfall der staatlichen Subventionen für Erdölprodukte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mehr COPD bei Frauen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Haushalte in Nigeria können sich Kochgas schlicht nicht mehr leisten. Eine Untersuchung des <a href="https://nigerianstat.gov.ng/news/78" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nationalen Statistikamts</a> zeigt, dass 63 Prozent der Bevölkerung zum Kochen Abfälle, Brennholz oder Holzkohle verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Folgen für das Klima &#8211; die Beschaffung von Brennholz treibt die Entwaldung stark voran &#8211; stellt diese Kochmethode eine enorme Gefahr für die Gesundheit  dar: Nach Angaben der <a href="https://www.who.int/data/gho/data/indicators/indicator-details/GHO/household-air-pollution-attributable-deaths" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WHO</a> starben in Nigeria 132.494 Menschen im Jahr 2019 an der durch offene Feuerstellung verurschachten Luftverschmutzung im Haushalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die nigerianische Umwelttechnologin Aisha Sulaiman zählen vor allem Frauen zu den Leidtragenden. Bei ihnen sei die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) immer häufiger festzustellen. Sulaiman sieht es als Aufgabe der Regierung, saubere Energie wettbewerbsfähig zu machen, um die Akzeptanz bei einkommensschwachen Menschen sicherzustellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Praktikable Alternativen gefragt</strong>&nbsp;&nbsp;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Energieberater Ibrahim Muhammad sieht die Regierung in der Pflicht und fordert finanzielle Unterstützungen bei der Umstellung auf umwelt- und gesundheitsfreundliche Alternativen. Allerdings müssten diese auch praktikabel sein, fordert er.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">So seien Elektroherde wegen der instabilen Stromversorgung keine Lösung. Und auch die häufig propagierten Solarkocher gingen an der Lebensrealität der Menschen vorbei. “Solarkocher werden normalerweise verwendet, wenn die Sonne scheint”, sagt Muhammad, “aber viele Menschen essen kaum zu Mittag, sondern eher in der Früh und am Abend.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er schlägt daher vor, die Produktion und den Ankauf von Briketts zu fördern: “Briketts ähneln der Holzkohle, sie sind energieeffizient und können aus Agrarabfällen hergestellt werden. Es müssen dafür also keine Bäume gefällt werden.” (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Frauen im Bundesstaat Kwara kehren mit Brennholz aus dem Wald zurück. (Foto: Peace Oladipo/IPS)</p>
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		<title>Tsotso-Öfen sollen Bäume retten</title>
		<link>https://afrika.info/tsotso-oefen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2024 15:05:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Busani Bafana]]></category>
		<category><![CDATA[David Hancock]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Forstwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Sturmer]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Simbabwe hat die höchste Entwaldungsrate im südlichen Afrika. Vor allem in ländlichen Gebieten sind die Menschen auf Brennholz zur Energiegewinnung angewiesen. Die energieeffizienten Tsotso-Öfen sollen dabei helfen, der Abholzung entgegenzuwirken.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Busani Bafana und Martin Sturmer | 11. Januar 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kezi, Oberndorf bei Salzburg (IPS/afr). Simbabwe hat die höchste Entwaldungsrate im südlichen Afrika. Vor allem in ländlichen Gebieten sind die Menschen auf Brennholz zur Energiegewinnung angewiesen. Die energieeffizienten Tsotso-Öfen sollen dabei helfen, der Abholzung entgegenzuwirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bäuerin Sehlisiwe Sibanda aus dem Dorf Kezi im Süden von Simbabwe kocht bereits seit fünf Jahren mit einem Tsotso-Ofen. Und dieser hat ihr Leben verändert: Früher musste sie mit ihrem Schubkarren wöchentlich riesige Holzscheite aus einem nahegelegenen Wald holen. Heute reichen ihr kleine Äste und Zweige.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorteil von Tsoto-Öfen steckt bereits&nbsp; im Namen: Das Wort &#8222;Tsotso&#8220; kommt aus dem Shona und bedeutet &#8222;Zweig”. Aufgrund ihrer Konstruktion sind Tsotso-Öfen effizienter als offene Feuerstellen. Eine isolierte Kammer und eine optimierte Luftzirkulation sorgen für hohe Hitze bei niedrigem Brennholzverbrauch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">“Der Ofen war mein Lebensretter”</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sibanda hat ihren Tsotso-Ofen selbst mit Lehmziegeln gebaut. Die beiden Kochplatten sind aus Eisenrädern gefertigt, die von einem alten Pflug stammen. Sibandas Tsotso-Ofen liefert genügend Energie, um Mahlzeiten für die fünfköpfige Familie zu kochen, Wasser zu erwärmen und die beliebten Scones zu backen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Ofen war mein Lebensretter”, erzählt Sibanda, “die Familie bekommt jetzt warme Mahlzeiten und hat jeden Tag heißes Badewasser.” Außerdem verdient sie sich durch den Verkauf von Scones an Schulen und an ihre Nachbarn ein gutes Zubrot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tsotso-Ofen wirkt sich auch positiv auf das Zusammenleben aus. Früher war Sibandas Haus durch die offene Feuerstelle stark verqualmt. Nun kann der Rauch durch ein Kaminrohr ins Freie entweichen. “Der Ofen hat uns zusammengebracht. Wenn ich nun koche oder backe, versammelt sich die ganze Familie in der Küche.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Enormer Waldschwund</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sibandas Dorf ist nicht an das Stromnetz angeschlossen. Wie 98 Prozent der Menschen im ländlichen Simbabwe, sind die Bewohner*innen von Kezi auf Brennholz angewiesen. Die Folgen für den Waldbestand des Landes sind gravierend: Laut dem <a href="https://www.undp.org/zimbabwe/news/keeping-our-forests-alive-and-thriving" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen</a> (UNDP)  verliert Simbabwe pro Jahr 327.000 Hektar seiner Wälder &#8211; nirgendwo im südlichen Afrika ist die Entwaldung stärker.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Tsotso Stoves Helping To Save The Environment | Newsbite" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/5Wrjk_3rKLU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Offene Feuerstellen im Haus gefährden außerdem die Gesundheit. Nach Angaben der <a href="https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/household-air-pollution-and-health" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltgesundheitsorganisation</a> (WHO) ist die Luftverschmutzung in Haushalten weltweit für 3,2 Millionen Todesfälle jährlich verantwortlich, darunter 237.000 Kinder unter fünf Jahren.  </p>



<h2 class="wp-block-heading">2,1 Stunden pro Tag für’s Sammeln von Brennholz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sehilisiwe Sibanda ist von ihrem Tsotso-Ofen so angetan, dass sie nun andere Frauen im Ofenbau unterrichtet. Sibanda hat dazu ein Training bei der NGO “Hope for a Child in Christ” (HOCIC) besucht, die von Oxfam International unterstützt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lakiness Zimanyiwa von HOCIC weist darauf hin, dass durch die Öfen auch ein unnötiger Zeitverlust vermieden wird. Eine Studie der <a href="https://documents.worldbank.org/en/publication/documents-reports/documentdetail/164241468178757464/clean-and-improved-cooking-in-sub-saharan-africa-a-landscape-report" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltbank</a> zeigt, dass Haushalte in Afrika pro Tag durchschnittlich 2,1 Stunden aufwenden müssen, um Brennholz zu sammeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Tsotso-Öfen verkürzen die Dauer, die Frauen zum Brennholzholen benötigen”, erklärt Zimanyiwa, “stattdessen können sie sich um andere wichtige Aufgaben kümmern, wie z. B. das eigene Einkommen durch den Verkauf von Scones zu verbessern.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erfinder lebt heute in Österreich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Erfinder des Tsotso-Ofens gilt David Hancock, der 1955 in Bulawayo geboren wurde und heute in Murau in der Steiermark lebt. Nach dreijähriger Entwicklungsarbeit am Development Technology Centre (DTC) der University of Zimbabwe präsentierte Hancock im Jahr 1987 seinen marktreifen Prototyp. Dieser war tragbar, aus Metall und Stahlblech gefertigt und hatte eine Isolierung mit dem Schichtsilikat Vermiculit zwischen der inneren und äußeren Wand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch betont Hancock aber, dass sein Tsotso-Ofen nur entfernt mit den aktuellen Modellen zu tun hat: “Der Name Tsotso wird heute für jede Art von energiesparenden Öfen verwendet.” Unverändert geblieben ist allerdings die Notwendigkeit für Holzsparöfen: Hancock erinnert daran, dass bereits in den 1980er-Jahren von einer Brennholzkrise im südlichen Afrika gesprochen wurde. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Sehlisiwe Sibanda mit Ästen und Zweigen, die sie für ihren Tsotso-Ofen verwendet. (Foto: Busani Bafana/IPS)</p>
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		<title>Karriere in Afrikas einziger Frauenmine</title>
		<link>https://afrika.info/zimbaqua-karriere-in-afrikas-einziger-frauenmine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Oct 2023 06:38:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Africa Renewal]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Mkhululi Chimoio]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem blauen Arbeitsanzug und mit einem sechs Kilogramm schweren Hammer betritt die 46-jährige Petiner Makupa das Betriebsgelände von Zimbaqua. Seit nunmehr vier Jahren schürft sie in Afrikas einziger Mine, in der ausschließlich Frauen arbeiten, nach Aquamarinen. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Mkhululi Chimoio, Africa Renewal*  | 19. Oktober 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karoi (AR/afr). In einem blauen Arbeitsanzug und mit einem sechs Kilogramm schweren Hammer betritt die 46-jährige Petiner Makupa das Betriebsgelände von Zimbaqua. Seit nunmehr vier Jahren schürft sie in Afrikas einziger Mine, in der ausschließlich Frauen arbeiten, nach Aquamarinen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatte ich Petiner Makupa überhaupt nicht vorstellen können, im Bergbau zu arbeiten. “Ich habe zunächst nicht daran geglaubt, dass ich den Job schaffen kann”, erzählt sie. Aber nachdem ihr Mann gesundheitliche Probleme bekommen hatte, war ihr keine andere Wahl geblieben. “Ich musste mich der Herausforderung stellen, damit ich unsere fünf Kinder versorgen und sie in der Schule halten kann”.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz ähnlich klingt die Geschichte von Sylvia Mugova (41). Sie stammt aus Masvingo im Südosten Simbabwes und hat ebenfalls fünf Kinder. „Ich bin verheiratet, aber mein Mann hat eine schlimme Phase durchgemacht, deshalb habe ich mich um die Familie gekümmert“, sagt Mugova. Und fügt nach einer kurzen Pause an: „Früher dachten wir Frauen, dass Bergbau nur etwas für Männer ist. Aber jetzt wissen wir, dass es nichts gibt, was Frauen nicht auch können.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einkommen für Frauen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zimbaqua Mining Company wurde 2018 im Bezirk Karoi im Norden des Landes gegründet. Der Unternehmer Patrick Tendayi Zindoga aus Harare und sein dänischer Geschäftspartner Iver Rosenkrantz haben dort 50 Hektar Land erworben, um wirtschaftliche Perspektiven für Frauen in der Region zu schaffen. 2019 wurden die ersten Mitarbeiterinnen eingestellt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/10/zimbaqua04-768x1024.jpg" alt="In der Mine von Zimbaqua sind ausschließlich Frauen beschäftigt. (Foto: Zimbaqua)" class="wp-image-3032" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/10/zimbaqua04-768x1024.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/10/zimbaqua04-225x300.jpg 225w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/10/zimbaqua04-1152x1536.jpg 1152w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/10/zimbaqua04-640x853.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2023/10/zimbaqua04-rotated.jpg 1512w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">In der Mine von Zimbaqua sind ausschließlich Frauen beschäftigt. (Foto: Zimbaqua)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wie in vielen anderen ländlichen Gebieten in Simbabwe herrscht in Karoi eine hohe Arbeitslosigkeit. Für Frauen gibt es nur wenige Möglichkeiten, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Viele arbeiten auf den Feldern, auf denen Tabak und Mais angebaut werden. Andere haben bislang illegal nach Edelsteinen gegraben und mussten sich dabei manchmal sogar als Männer verkleiden, um Belästigungen zu entgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gründer Iver Rosenkrantz erinnert sich an die nicht ganz einfachen Anfangszeiten von Zimbaqua: “Alle waren davon überzeugt, dass wir scheitern würden. In ländlichen Regionen in Simbabwe wird von Frauen erwartet, dass sie zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern. Viele von ihnen stammen aus armen, rauen Verhältnissen. Jetzt haben sie ein stabiles Einkommen und sind super motiviert.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aufstieg zur Managerin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zimbaqua beschäftigt 35 Frauen in allen Bereichen &#8211; von der Schürferin über die Baggerfahrerin und Sprengstoffexpertin bis hin zur Managerin. Eine der Frauen, die bei Zimbaqua Karriere gemacht hat, ist die 35-jährige Minenmanagerin Rumbidzai Gwinji. Nach einem Bachelor in Umweltschutz war die alleinerziehende Mutter als selbstständige Beraterin für Bergbauunternehmen im ganzen Land unterwegs. So lernte sie auch Zimbaqua kennen &#8211; und blieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In den meisten Bergbauunternehmen in Simbabwe haben Frauen selten eine Chance, eine offene Stelle zu bekommen“, erzählt Gwinji. „Wir sind anders und haben ein Umfeld geschaffen, das den Bedürfnissen von Frauen entgegenkommt. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Frauen genauso hart arbeiten und genauso gute Leistungen erbringen können wie ihre männlichen Kollegen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hellblauen Edelsteine sind weltweit begehrt. Für Aquamarine in bester Qualität &#8211; den sogenannten “Double Blue” &#8211; werden zwischen 500 und 1.000 US-Dollar pro Karat bezahlt. Diese sind aber auch im Bezirk Karoi selten. Zwar haben die Frauen bislang 60 Tonnen industriellen Aquamarin geschürft, davon hatten aber nur 14 Kilogramm Edelstein-Qualität.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gefragte Edelsteine</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch macht die wachsende Nachfrage Mut: Die Aquamarine von Zimbaqua sind zunehmend auch international gefragt. Die Edelsteine sind u. a. in noblen Schmuckläden in Metropolen wie London oder New York erhältlich. Auch der Wiener Juwelier Felix Köck-Marek bezieht für die Aquamarin-Kollektion von <a href="https://www.fenajewellery.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FENA Daily Jewellery</a> Edelsteine von Zimbaqua.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Simbabwe sind rund zehn Prozent der insgesamt 535.000 Mitarbeitenden im Kleinbergwerken Frauen. Die Erfolge von Zimbaqua sind auch der Regierung in Harare nicht verborgen geblieben. Pfungwa Kunaka, Ständiger Sekretär in Simbabwes Bergbauministerium, lobt den Ansatz des Unternehmens: „Die Regierung steht voll und ganz hinter Zimbaqua und anderen Unternehmen im Bergbausektor, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Frauen sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten.” (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">Mkhululi Chimoio ist ein in Simbabwe geborener Investigativjournalist mit Wohnsitz in Südafrika. Der Beitrag stammt aus unserem Partnermagazin <a href="https://www.un.org/africarenewal/news/giving-hope-zimbabwean-women-miners" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen und wurde von der afrika.info-Redaktion ergänzt.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Minenmanagerin Rumbidzai Gwinji hat bei Zimbaqua Karriere gemacht. (Foto: Zimbaqua)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/zimbaqua-karriere-in-afrikas-einziger-frauenmine/">Karriere in Afrikas einziger Frauenmine</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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		<title>Frauen in Nigeria fordern das Patriarchat heraus</title>
		<link>https://afrika.info/frauen-in-nigeria-fordern-das-patriarchat-heraus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2023 12:08:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bukes Saliu macht sich jeden Morgen zeitig auf den Weg, um dem starken Frühverkehr in Lagos zu entgehen. Ihr Ziel ist ein Lagergebäude in der nigerianischen Küstenmetropole, wo sie als Gabelstaplerfahrerin arbeitet.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Promise Eze | 6. Oktober 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lagos (IPS/afr). Bukes Saliu macht sich jeden Morgen zeitig auf den Weg, um dem starken Frühverkehr in Lagos zu entgehen. Ihr Ziel ist ein Lagergebäude in der nigerianischen Küstenmetropole, wo sie als Gabelstaplerfahrerin arbeitet. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Berufswahl ist Saliu zu einem Vorbild für viele Frauen geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;„Die Leute sind begeistert, wenn ich ihnen sage, was ich mache”, erzählt Saliu. “Manchmal kommen abfällige Bemerkungen von Männern, mit denen ich zusammenarbeite, aber das lasse ich nicht an mich herankommen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu ihrem Beruf als Gabelstaplerfahrerin kam Saliu im August 2022. Zuvor hatte sie auf WhatsApp das Foto einer Frau erhalten, die selbstbewusst neben einem Stapler posierte. Bukes Saliu wusste sofort, dass sie diesen Beruf auch ausüben möchte. Kurzerhand entschloss sie sich zu einer einschlägigen Ausbildung.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Früher war ich Projektmanager bei einer gemeinnützigen Organisation, aber ich habe den Job&nbsp; für meinen neuen Beruf aufgegeben”, sagt Saliu. “Am ersten Arbeitstag hatte ich zwar etwas Angst, aber jetzt bediene ich die Maschine wie die Männer. Ich glaube, dass Frauen mit am Tisch sitzen sollten, weil sie unterschiedliche Perspektiven, Ideen und Erfahrungen einbringen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Enormer Aufholbedarf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Gleichstellung der Geschlechter ist es in Nigeria schlecht bestellt. Im <a href="https://www3.weforum.org/docs/WEF_GGGR_2023.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gender Gap Index 2023</a> des Weltwirtschaftsforums (WEF) ist Afrikas bevölkerungsreichster Staat mit Rang 130 unter 146 Nationen weit hinten zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Frauen stoßen im Berufsleben an ihre Grenzen, obwohl die nigerianische Verfassung jegliche Form von Diskriminierung verbietet. Als Ursache werden religiöse und&nbsp; kulturelle Traditionen, Vorurteile, begrenzte Bildungschancen und die ungleichen Auswirkungen von Armut genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die Regierung in Nigeria in der Vergangenheit immer wieder versucht hat, die tief verwurzelten Probleme zu lösen, sind die Fortschritte nach wie vor schleppend. In der Politik waren zuletzt sogar Rückschläge zu verzeichnen: Bei den Parlamentswahlen vom 25. Februar 2023 wurden nur drei Frauen in den 109-köpfigen Senat gewählt, in der vorherigen Legislaturperiode hatte es immerhin sieben Senatorinnen gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Arbeitswelt haben Frauen einen schweren Stand. Unter den mehr als 220 Millionen Bürger*innen Nigerias gehen lediglich 27,1 Millionen Frauen offiziell einer Erwerbstätigkeit nach. Ein großer Teil davon entfällt auf Beschäftigungsverhältnisse, die wenig oder gar keine Qualifikation voraussetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schwimmen gegen den Strom</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch gibt es auch ermutigende Beispiele von Frauen, die angebliche Geschlechtsnormen in Frage stellen und in bislang von Männern dominierte Berufsfelder vorstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2022 erlangte die damals 26-jährige Iyeyemi Adediran enorme Aufmerksamkeit in Social Media. Als Lkw-Fahrerin für ein Ölunternehmen überzeugte sie durch außergewöhnliches Können am Steuer.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Meilenstein setzte auch Sandra Aguebor, die als erste weibliche Mechanikerin des Landes bekannt wurde. Mit ihrer 2004 gegründeten <a href="https://ladymechanicinitiative.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lady Mechanic Initiative</a> hat sie 4.000 Mädchen und Frauen ausgebildet und ihnen dadurch neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Schumacherin Faith Oyita gilt in Nigeria als Pionierin. In Makurdi, Hauptstadt des Bundesstaates Benue im Südosten des Landes, stellt sie seit dem Jahr 2015 Schuhe und Taschen her.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Ausbildungszeit war Oyita mit vielen Vorurteilen konfrontiert: “Zu Beginn fragten sich viele, warum ich mich für die Schuhmacherei entschieden habe. Sogar der Mann, der mit unterrichtete, zweifelte an meinem Potenzial. Ich war die einzige Frau unter seinen Lehrlingen. Viele der Männer waren überzeugt, dass ich nur hier bin, weil ich mit ihnen ausgehen wollte. Aber trotz der negativen Bemerkungen habe ich nie aufgegeben.”&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erbe der Kolonialzeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Añuli Aniebo Ola-Olaniyi , Geschäftsführerin der Frauenorganisation HEIR Women Hub in der Hauptstadt Abuja, ist überzeugt, dass die patriarchalen Strukturen ein Erbe der britischen Kolonialzeit sind. Damals wäre mit Unterstützung der Religion die Vorstellung verbreitet worden, dass Männer mehr Macht hätten, so Ola-Olaniyi.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Vieles von dem, was heute passiert, hat nichts damit zu tun, wie wir ursprünglich unser Leben als Frauen in Nigeria geführt haben”,&nbsp; beklagt Ola-Olaniyi. “Frauen waren am Handel mit Waren und Dienstleistungen beteiligt, sie konnten sogar andere Frauen heiraten.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ola-Olaniyi kämpft dafür, dass die kolonialen Narrative korrigiert werden. Mit ihrer Organisation ermutigt sie andere Frauen, sich den Herausforderungen zu stellen: “In dem Land, das uns kolonisiert hat, fahren Frauen Busse und steuern Flugzeuge. Aber Nigeria hat es verabsäumt, seine Frauen zu stärken. Wenn eine Frau in Männerberufe vordringt, dann gilt es als große Leistung. Sie war aber immer dazu in der Lage, es fehlten einfach die Möglichkeiten. Ich glaube, dass Frauen gerade erst beginnen, ihr Potenzial zu erkennen.” (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Die Gabelstaplerfahrerin Bukes Saliu aus Lagos (Bild: Promise Eze/IPS)</p>
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		<title>Die Fischzüchterinnen vom Victoriasee</title>
		<link>https://afrika.info/die-fischzuechterinnen-vom-victoriasee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2023 16:37:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Fischerei]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Pearl Amina Karungi]]></category>
		<category><![CDATA[Victoriasee]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fischzüchterinnen im Bezirk Bugiri am Nordufer des Victoriasees haben sich erfolgreich gesellschaftlichen Konventionen widersetzt: In der traditionell von Männer dominierten Branche verdienen bereits 1.400 Frauen den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Pearl Amina Karungi, Africa Renewal* | 8. August 2023 </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bugiri (AR/afr). Fischzüchterinnen im Bezirk Bugiri am Nordufer des Victoriasees haben sich erfolgreich gesellschaftlichen Konventionen widersetzt: In der traditionell von Männer dominierten Branche verdienen bereits 1.400 Frauen den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rose Nakimuli aus Bugiri erinnert sich gut an ihren Weg in die Fischzucht: “Als ich für die Ausbildung ausgewählt wurde, habe ich meine Chance erkannt und diese sofort als Jobmöglichkeit begriffen”, erzählt Nakimuli.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Unterstützung durch UN Women lernte Nakimuli Schwimmen, die Grundlagen der Aquakultur und des Fischfangs. Heute ist sie eine erfolgreiche Fischzüchterin und kann dank ihres neu erworbenenen Fachwissens ihre Familie versorgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">28 Käfige voller Tilapia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rose Naikimuli ist eine von insgesamt 1.400 Frauen, die in der Fischzucht ausgebildet wurden. Das im Jahr 2019 von UN Women und der Kommunalverwaltung des Bezirks Bugiri ins Leben gerufene Projekt wird von der schwedischen Regierung und der Standard Bank finanziell unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Victoriasee bewirtschaften die Frauen mittlerweile 28 Käfige voller Fische der Buntbarsch-Gattung Tilapia. UN Women stellt darüber hinaus weitere Unterstützungsleistungen bereit, wie z. B. Unterkünfte für berufstätige Frauen, Tagesbetreuung für ihre Kinder und notwendige Ressourcen wie Fischernetze und Schwimmwesten sowie einen Kühlwagen für die Märkte.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="UN Women   WEEB Climate Smart Cage Fish Farming, Bugiri   Uganda" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Yo11gvFpiZo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Amina Nakiranda ist die Produktionsleiterin des Projekts. Sie erklärt, dass die Frauen nicht nur Fischzucht erlernten, sondern auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse erwarben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Bevor das Programm installiert wurde, kämpften wir ums Überleben, indem wir frische Produkte oder Victoria-Sardinen auf dem Markt verkauften”, erzählt Nakiranda. “Durch die umfassende Ausbildung im Rahmen des Projekts haben wir gelernt, wie wir unsere Geschäfte effizient führen können.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aus Unternehmerinnen werden Heldinnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Inspiriert von ihren Erfolgen haben die Frauen ein eigenes Unternehmen namens “Women Economic Empowerment Bugiri” (WEEB) gegründet. Immaculate Were, Geschäftsführerin von WEEB, verweist stolz auf die Entwicklung der Frauen: “Obwohl 85 Prozent von ihnen Analphabetinnen sind, haben sie sich zu Spezialistinnen in den unterschiedlichen Aspekten der Fischzucht entwickelt &#8211; dazu zählen Aufzucht, Fang, Konservierung, Vermarktung und Handel”, sagt Were. Ihr Fazit: “Wenn eine Frau reich wird, bedeutet das Reichtum für die gesamte Nation”.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Tat hat das Projekt erhebliche Fortschritte bei der Verbesserung der Geschlechtergleichstellung in den Haushalten der Region erzielt. Die geschlechtsspezifische Gewalt ist deutlich zurückgegangen, da die Frauen nun einen Beitrag zum Familienbudget leisten und finanzielle Unabhängigkeit erlangt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Das Projekt hat die geschlechtsspezifische Gewalt reduziert, weil wir nicht mehr zu Hause sitzen und unsere Ehemänner anbetteln müssen”, erzählt eine der Fischerinnen, “wir sind nun keine Last mehr.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beeindruckend sind auch die ökonomischen Zahlen des Projekts: Die Züchterinnen haben bislang 508,5 Tonnen Fisch produziert und damit einen Umsatz von 4,3 Milliarden Uganda Schilling (1,1 Millionen Euro) erwirtschaftet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dank UN Women fühlen wir uns heute wie Heldinnen“, zieht Rose Nakimuli Bilanz. „Selbst die Männer betrachten uns als Heldinnen. Fischen war früher reine Männersache und wir machen uns darin hervorragend.” (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Pearl Amina Karungi ist Global Communications Specialist aus Simbawe. Der englischsprachige Originalbeitrag ist im Juli 2023 in unserem Partnermagazin <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/july-2023/women-shatter-gender-barriers-ugandas-fish-farming-industry">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen erschienen.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Fischzüchterinnen auf dem Victoriasee (Fotoquelle: Africa Renewal)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/die-fischzuechterinnen-vom-victoriasee/">Die Fischzüchterinnen vom Victoriasee</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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