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	<title>Uganda Archive | afrika.info</title>
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	<description>Den Kontinent anders sehen</description>
	<lastBuildDate>Sat, 22 Aug 2026 10:51:59 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Der Klimawandel trifft den Kaffeeanbau</title>
		<link>https://afrika.info/der-klimawandel-trifft-den-kaffeeanbau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 08:54:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Busani Bafana]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zunehmende Hitzewellen in den wichtigsten Kaffeeanbaugebieten der Welt setzen der Produktion massiv zu. Die Folgen sind geringere Ernten und steigende Verbraucherpreise. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Climate Central.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/der-klimawandel-trifft-den-kaffeeanbau/">Der Klimawandel trifft den Kaffeeanbau</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Busani Bafana | 3. März 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bulawayo, Simbabwe (IPS/afr) – Zunehmende Hitzewellen in den wichtigsten Kaffeeanbaugebieten der Welt setzen der Produktion massiv zu. Die Folgen sind geringere Ernten und steigende Verbraucherpreise. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von <a href="https://go.climatecentral.org/coffee_and_climate" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Climate Central</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Brasilien, Vietnam, Kolumbien, Äthiopien und Indonesien – die fünf größten Kaffeeproduzenten – liefern zusammen 75 Prozent des weltweiten Kaffees. Laut der Klimaforschungsorganisation Climate Central mit Sitz in Princeton, USA verzeichneten diese Länder infolge des Klimawandels durchschnittlich 57 zusätzliche Hitzetage pro Jahr von über 30 Grad Celsius.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steigen die Temperaturen über diesen Schwellenwert, geraten Kaffeepflanzen unter Hitzestress. Das verringert die Erträge, beeinträchtigt die Qualität der Bohnen und erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten. Dies wirkt sich zwangsläufig auch auf die Kaffeepreise aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Hitzestress kann sowohl die Qualität als auch die Quantität der Ernten beeinträchtigen, was weniger Kaffee, höhere Preise und somit eine teurere Morgenroutine und Nachmittagsstärkung bedeutet&#8220;, sagt Shel Winkley, Meteorologe bei Climate Central. &#8222;Die Farmer tun ihr Bestes, um sich anzupassen: Sie pflanzen beispielsweise Schattenbäume, die die Kaffeepflanzen auf natürliche Weise kühlen, um die zukünftigen Ernten in unserer sich erwärmenden Welt zu schützen.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lokalaugenschein-im-mutterland-des-kaffees">Lokalaugenschein im Mutterland des Kaffees</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Osten Afrikas leiden die Erträge unter der zunehmenden Erwärmung. Äthiopien ist das Mutterland des Kaffees und der fünftgrößte Produzent weltweit. Die Studie weist dort 34 zusätzliche kaffeeschädliche Hitzetage aus. Insgesamt steigt damit die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius auf 108 pro Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dejene Dadi ist Generaldirektor der <a href="https://www.oromiacoffeeunion.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Oromia Coffee Farmers Cooperatives Union</a> (OCFCU), die mehr als 560.000 Kaffeefarmer vertritt. Er betont, dass der in Äthiopien angebaute Arabica-Kaffee empfindlich auf direkte Sonneneinstrahlung reagiert und ausreichend Schatten benötigt, um hohe Erträge zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Um die Kaffeeversorgung zu gewährleisten, müssen die Regierungen gegen den Klimawandel vorgehen“, sagt Dadi und fügt hinzu: „Sie müssen auch mit Kleinbauern und ihren Organisationen zusammenarbeiten und in sie investieren, damit wir die Lösungen, die wir zur Anpassung benötigen, ausweiten können.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kaum-unterstutzung-fur-klimaanpassung">Kaum Unterstützung für Klimaanpassung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Realität sieht jedoch anders aus: Obwohl kleinbäuerliche Betriebe rund 60 Prozent des weltweiten Kaffeeangebots erzeugen, erhielten sie laut einer <a href="https://www.eaffu.org/wp-content/uploads/2025/10/FINAL_Feeding_the_world_report_EN.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Untersuchung</a> von &#8222;Family Farmers for Climate Action&#8220; lediglich 0,36 Prozent der Finanzmittel, die 2021 für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels erforderlich gewesen wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei sind die Kosten vergleichsweise gering: Die Anpassung einer ein Hektar großen Farm schlägt durchschnittlich mit 2,19 US-Dollar pro Tag zu Buche – weniger als der Preis für eine Tasse Kaffee in vielen Ländern.</p>



<iframe src="https://www.google.com/maps/embed?pb=!1m18!1m12!1m3!1d5737248.385935499!2d34.39766850183878!3d8.13822210533611!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x17adb882f6e6a723%3A0xf45a83bb90208fd8!2sJimma%2C%20Ethiopia!5e0!3m2!1sen!2sde!4v1772529097652!5m2!1sen!2sde" width="100%" height="450" style="border:0;" allowfullscreen="" loading="lazy" referrerpolicy="no-referrer-when-downgrade"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Die OCFCU setzt z. B. auf energieeffiziente Kochherde, die den Bedarf an Brennholz reduzieren und Waldgebiete schützen, die als natürlicher Schutz für den Kaffeeanbau dienen. Mehr als 19.000 effiziente Holzsparöfen wurden an Kaffeebauern in Jimma (siehe Karte) im Westen Äthiopiens ausgegeben und ersetzen dort traditionelle Feuerstellen. Nach Angaben der Union verringert das Projekt die Emissionen um 20.323 Tonnen Kohlendioxidäquivalente (CO₂e) pro Jahr und halbiert den Brennstoffbedarf.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-massiver-ruckgang-von-anbauflachen-befurchtet">Massiver Rückgang von Anbauflächen befürchtet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im letzten Jahr exportierte Äthiopien 469.000 Tonnen Kaffee, davon rund 40 Prozent in die Europäische Union. Gemeinsam mit Uganda verantwortet das Land nach <a href="https://pulseofafrica.info/news/1141" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Angaben</a> der Internationalen Kaffeeorganisation (ICO) rund 80 Prozent der afrikanischen Kaffeeexporte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weltweit werden täglich schätzungsweise 2,2 Milliarden Tassen Kaffee konsumiert. Laut <a href="https://www.statista.com/chart/8602/top-coffee-drinking-nations/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Statista</a> leben die stärksten Kaffeetrinker*innen in Nordeuropa: Die Niederlande liegen mit einem jährlichen Pro-Kopf-Konsum von über acht Kilogramm an erster Stelle, gefolgt von Finnland, Schweden und Norwegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon bald könnte aber der Kaffeegenuss deutlich teurer werden. Wenn keine wirksamen Anpassungsmaßnahmen ergriffen werden, könnten die weltweiten Anbauflächen bis 2050 um bis zu 50 Prozent schrumpfen, warnen die Wissenschaftler*innen von Climate Central. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Äthiopischer Rohkaffee (Foto: Monika Sturmer/afrika.info) </p>
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		<title>Junge Agripreneure kämpfen um Kapital</title>
		<link>https://afrika.info/junge-agripreneure-kaempfen-um-kapital/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2025 15:28:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
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		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Chemtai Kirui]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Winnie Wambui lehnt sich mit dem Mikrofon in der Hand nach vorne, ihr Blick wandert durch den Saal, bis sie eine erhobene Hand entdeckt. Dann die Frage, die viele im Saal beantwortet wollen wissen: Wie ist es ihr gelungen, aus einem Uniprojekt ein florierendes Unternehmen zu entwickeln?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Chemtai Kirui | 17. September 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dakar (IPS/afr). Winnie Wambui lehnt sich mit dem Mikrofon in der Hand nach vorne, ihr Blick wandert durch den Saal, bis sie eine erhobene Hand entdeckt. Dann die Frage, die viele im Saal beantwortet wollen wissen: Wie ist es ihr gelungen, aus einem Uniprojekt ein florierendes Unternehmen zu entwickeln?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 24-jährige Jungunternehmerin betreibt die <a href="https://circularacceleration.com/harcourt-agri-eco-farm/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Harcourt Agri-Eco Farm</a> in Juja, eine Stadt 30 km nördlich von Nairobi. Mit Hilfe schwarzer Soldatenfliegen recycelt ihr achtköpfiges Team monatlich 30 Tonnen organischer Abfälle zu Tierfutter – und erzielt dabei einen Umsatz von mindestens 1.000 US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wambui erinnert sich zurück an ihre ersten Experimente, die sich im Jahr 2022 an der Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology durchgeführt hatte: „Damals hätte ich nicht damit gerechnet, dass daraus eine Farm oder ein Unternehmen werden würde.“</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Harcourt Agro Eco Farm" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/nwtqcoNBQHQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Videobeitrag von GrowthAfrica über die Arbeit von Winnie Wambui und die Harcourt Agri-Eco Farm</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte von Winnie Wambui steht exemplarisch für die Hoffnung, die viele in Afrikas Jugend setzen. Auf dem <a href="https://afs-forum.org/summit/2025/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Food Systems Forum</a> (AFSF, 31. August &#8211; 5. September, ) in Dakar stand die junge Generation ins Rampenlicht: Junge Agrarunternehmer*innen teilten sich die Bühne mit Staatsoberhäuptern – ein symbolischer Schritt in einer Region, in der fast 400 Millionen Menschen unter 35 Jahre alt sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unser Durchschnittsalter liegt bei nur 19 Jahren”, sagt Claver Gatete, Exekutivsekretär der UN-Wirtschaftskommisson für Afrika (UNECA). “Und bis 2050 wird jeder dritte junge Mensch auf der Welt Afrikaner oder Afrikanerin sein. Wenn man den Jugendlichen Land, Geld, Technologie und Märkte gibt, könnten sie nicht nur Afrika, sondern auch die ganze Welt ernähren.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grosse-plane-und-eine-noch-grossere-lucke">Große Pläne – und eine noch größere Lücke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vision ist ehrgeizig. Mit <a href="https://au.int/en/caadp" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CAADP 3.0</a>, einer Weiterentwicklung des kontinentalen Landwirtschaftsplans der Afrikanischen Union, sollen Investitionen von 100 Milliarden US-Dollar mobilisiert, die landwirtschaftliche Produktion um 45 Prozent gesteigert und die Einbindung junger Menschen massiv ausgeweitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die Realität zeigt ein anderes Bild: Afrika verfügt zwar über rund 65 Prozent des ungenutzten Ackerlandes der Welt, dennoch muss der Kontinent pro Jahr Lebensmittel im Wert von über 500 Milliarden US-Dollar importieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem fehlt es an Finanzierungsmodellen, nur drei bis vier Prozent der Bankkredite fließen in den Agrarsektor. „Wir haben uns auf Zuschüsse und Hilfen verlassen, um die Landwirtschaft über Wasser zu halten, und dadurch ist der Agrarsektor in eine Risikowahrnehmungsfalle geraten“, warnt Adesuwa Ifedi, Vizepräsident für Afrika der Entwicklungsorganisation <a href="https://www.heifer.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heifer International</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Jungunternehmen können nicht wachsen oder scheitern ganz, weil ihnen die Kredite fehlen. Erfolgsgeschichten wie Winnie Wambui sind daher selten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der tansanische Unternehmer Nelson Joseph Kisanga berichtet von einem steinigen Weg. Einst Banker, verlor er beim Einstieg in die Geflügelzucht fast alles. Heute führt er mit seiner Frau ein erfolgreiches Gewürzunternehmen namens Get Aroma Spices, das mehr als 50.000 Bauern in Südtansania einbindet und nun auch nach Ghana expandiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In meiner Heimat heißt es, dass Landwirtschaft nichts für junge Leute ist“, bedauert Kisanga. „Skalierung bedeutet Kredite zu hohen Zinsen &#8211; selbst heute noch. Es gibt keinen anderen Weg.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-viel-applaus-wenig-transparenz">Viel Applaus, wenig Transparenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forum bot symbolische Anerkennung und einzelne Unterstützungen für die Jungunternehmer*innen. Die sichtbarste Initiative war der <a href="https://gogettaz.africa/2025-gogettaz-agripreneur-prize/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GoGettaz Agripreneur Prize</a>. Die mit jeweils 50.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung ging an den Ägypter Naglaa Mohammad, der landwirtschaftliche Abfälle in Naturprodukte verwandelt, und an den Ugander Samuel Muyita, der Nanotechnologie einsetzt, um Ernteverluste bei Obst und Gemüse zu reduzieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem hat Senegal ein 22,5 Millionen US-Dollar schweres Pilotprojekt für gemeinschaftliche landwirtschaftliche Genossenschaften gestartet. Und das Vereinigte Königreich (UK), die Alliance for a Green Revolution in Africa (AGRA) und die Afrikanische Union (AU) haben ein Handelsprogramm in der Höhe von 6,7 Millionen US-Dollar angekündigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wie viel von den Vorhaben tatsächlich bei den Gründer*innen tatsächlich ankommt, bleibt unklar. „Wir kennen dieses Muster schon früher: Große Versprechen auf dem Gipfel, aber wenig Klarheit oder Nachverfolgung darüber, wie viel davon tatsächlich bei Jugendlichen und Kleinbauern ankommt – dem Rückgrat der afrikanischen Nahrungsmittelproduktion“, beklagt Famara Diédhiou, Programmmanagerin für Nahrungsmittelsysteme in einem zivilgesellschaftlichen Netzwerk im Senegal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So endete das Forum in Dakar zwar mit viel Symbolik, aber mit wenig harten Zahlen. Junge Unternehmer*innen wie Wambui oder Kisanga bleiben gefordert, Sichtbarkeit und Netzwerke selbst zu schaffen. „Jede Sichtbarkeit ist Geld“, sagt Kisanga. „So überlebt man.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Winnie Wambui beim Africa Food Systems Forum in Dakar (Foto: Chemtai Kirui/IPS)</p>
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		<title>Afrika-Cup &#8211; das Finale</title>
		<link>https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:02:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des Africa Cup of Nations live in einem interkulturellen Umfeld.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/">Afrika-Cup &#8211; das Finale</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="h-public-viewing-und-come-together">Public Viewing und Come Together</h2>



<pre class="wp-block-verse"><strong>Termin:</strong> 18. Jänner 2026, 19:00 Uhr<br><strong>Ort:</strong> Afro-Asiatisches Institut, Imaculada, Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg<br><strong>Eintritt:</strong> frei</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des <strong>Africa Cup of Nations</strong> live in einem interkulturellen Umfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Können die Kicker der Côte d&#8217;Ivoire den Titel aus 2024 verteidigen? Oder holt die Heimmannschaft Marokko den begehrten Pokal? Oder sorgt gar ein krasser Außenseiter wie Simbabwe oder Botswana für eine Überraschung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 35. Africa Cup findet vom <strong>21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko</strong> statt. Das Land wird damit nach 1988 das zweite Mal Gastgeber des Turniers sein. Insgesamt werden von den 24 teilnehmenden Nationen 52 Spiele ausgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Finale wird am 18. Jänner 2026</strong> im neu errichteten Stade Moulay Abdallah in Rabat ausgetragen. Anpfiff: 20:00 Uhr</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-teilnehmende-nationalteams">Teilnehmende Nationalteams</h2>



<figure class="wp-block-table is-style-regular has-regular-font-size"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe A</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe B</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe C</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4816" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Marokko.svg_.webp" alt="Marokko Flagge"> Marokko</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4824" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aegypten.svg_.webp" alt="Ägypten Flagge"> Ägypten</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4828" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Nigeria.svg_.webp" alt="Nigeria Flagge"> Nigeria</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4817" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mali.svg_.webp" alt="Mali Flagge"> Mali</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4825" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Suedafrika.svg_.webp" alt="Südafrika Flagge"> Südafrika</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4829" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tunesien.svg_.webp" alt="Tunesien Flagge"> Tunesien</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4819" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sambia.svg_.webp" alt="Sambia Flagge"> Sambia</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4826" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Angola.svg_.webp" alt="Angola Flagge"> Angola</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4830" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Uganda.svg_.webp" alt="Uganda Flagge"> Uganda</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="9" class="wp-image-4820" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Komoren.svg_.webp" alt="Komoren Flagge"> Komoren</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4827" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Simbabwe.svg_.webp" alt="Simbabwe Flagge"> Simbabwe</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4831" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tansania.svg_.webp" alt="Tansania Flagge"> Tansania</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe D</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe E</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe F</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4832" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Senegal.svg_.webp" alt="Senegal Flagge"> Senegal</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4836" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Algerien.svg_.webp" alt="Algerien Flagge"> Algerien</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4840" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Cote-d-Ivoire.svg_.webp" alt="Côte d'Ivoire Flagge"> Côte d&#8217;Ivoire</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4833" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-DR-Kongo.svg_.webp" alt="DR Kongo Flagge"> DR Kongo</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4837" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Burkina-Faso.svg_.webp" alt="Burkina Faso Flagge"> Burkina Faso</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4841" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Kamerun.svg_.webp" alt="Kamerun Flagge"> Kamerun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4834" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Benin.svg_.webp" alt="Benin Flagge"> Benin</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4838" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aequatorialguinea.svg_.webp" alt="Äquatorialguinea Flagge"> Äquatorialguinea</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4842" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Gabun.svg_.webp" alt="Gabun Flagge"> Gabun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4835" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Botswana.svg_.webp" alt="Botswana Flagge"> Botswana</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4839" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sudan.svg_.webp" alt="Sudan Flagge"> Sudan</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4843" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mosambik.svg_.webp" alt="Mosambik Flagge"> Mosambik</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Veranstaltung von Welthaus Graz in Kooperation mit afrika.info, Afrika Plattform Salzburg, Afro-Asiatisches Institut Graz, Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Katholische Hochschuljugend, Katholische Hochschulgemeinde und Fachbereich Weltkirche</p>
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		<title>Reiche Klimasünder zur Kasse bitten</title>
		<link>https://afrika.info/reiche-klimasuender-zur-kasse-bitten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Oct 2024 09:31:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Hilda Flavia Nakabuye]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Welt steht an einem kritischen Wendepunkt. Der Klimawandel ist nicht nur eine Bedrohung der Zukunft – er ist schon da und zerstört bereits heute Leben. Von rekordverdächtigen Hitzewellen bis hin zu Überschwemmungen und Erdrutschen sendet uns der Planet klare Signale.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Gastkommentar von Hilda Flavia Nakabuye* | 2. Oktober 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">New York (IPS/afr). Die Welt steht an einem kritischen Wendepunkt. Der Klimawandel ist nicht nur eine Bedrohung der Zukunft – er ist schon da und zerstört bereits heute Leben. Von rekordverdächtigen Hitzewellen bis hin zu Überschwemmungen und Erdrutschen sendet uns der Planet klare Signale, die wir nicht länger ignorieren dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch für viele von uns im Globalen Süden ist diese Krise nichts Neues. Sie ist alltägliche Realität, mit der wir seit Jahren leben, obwohl wir fast nichts zu dem Problem beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich komme aus Uganda, einem Land, das weniger als <a href="https://ourworldindata.org/co2/country/uganda" target="_blank" rel="noreferrer noopener">0,02 Prozent</a> zu den weltweiten CO2-Emissionen beiträgt, aber auf <a href="https://gain-new.crc.nd.edu/country/uganda" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Platz 36</a> der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder steht. Ich selbst bin auf einer Farm aufgewachsen und konnte manchmal wegen überfluteter Straßen und Schlammlawinen nicht zur Schule gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher konnten wir uns auf die Pflanzsaison verlassen. Heute gleicht es einem Ratespiel: Wird überhaupt Regen kommen? Oder werden die Niederschläge alles wegschwemmen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Farm gibt es nicht mehr. Wie viele andere in der Gegend, haben wir die Farm verloren. Aber nicht nur das: Die Farm sicherte unseren Lebensunterhalt, unsere Ernährung und für mich ein ganzes Schuljahr.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Afrika trägt Hauptlast der Klimakrise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich aber am meisten frustriert, ist, dass Afrika weiterhin die Hauptlast einer Krise trägt, die wir nicht verursacht haben. Unsere Menschen bezahlen mit ihrem Leben und ihrer Zukunft für die Emissionen und Handlungen der reichsten Menschen der Welt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="https://www.oxfam.org/en/press-releases/richest-1-emit-much-planet-heating-pollution-two-thirds-humanity" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Oxfam</a> stößt das reichste eine Prozent der Bevölkerung genauso viel klimaschädliche Schadstoffe aus wie die ärmsten zwei Drittel der Menschheit. Ihre Kohlenstoffemissionen verursachen 1,3 Millionen zusätzliche Todesfälle durch Hitze. Den Reichsten ist es weiterhin gleichgültig, dass es die Ärmsten und die Randgruppen sind, die den Preis dafür zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von <a href="https://www.unicefusa.org/what-unicef-does/childrens-health/water-sanitation/safe-water-projects/girls-water-burden" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UNICEF</a> verbringen Mädchen weltweit jeden Tag 200 Millionen Stunden mit dem Wasserholen . Denken Sie einen Moment darüber nach – 200 Millionen Stunden. Die Klimakrise macht diese enorme Belastung noch schwerer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Wasserquellen zunehmend versiegen, sind Mädchen gezwungen, immer weitere Wege zu gehen. Im Gegenzug verzichten sie auf Bildung und Möglichkeiten, die grundlegendsten menschlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Bis 2030 werden voraussichtlich <a href="https://www.unicef.org/wash/water-scarcity" target="_blank" rel="noreferrer noopener">700 Millionen Menschen</a> weltweit aufgrund von Wasserknappheit ihre Heimat verlassen müssen – die meisten davon Mädchen und Frauen. Dies ist nicht nur eine Klimakrise &#8211; es ist eine Krise der sozialen Gerechtigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika ist trotz seines vernachlässigbaren CO2-Fußabdrucks an vorderster Front von Umweltkatastrophen betroffen, während die fossile Brennstoffindustrie weiterhin Rekordgewinne einfährt. Dieses System basiert auf Ungerechtigkeit. Ein System, in dem wenige profitieren, während der Rest von uns leidet. Es ist ein System, in dem die Mächtigen die Umwelt verschmutzen können und die Armen den Preis dafür zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es muss nicht so sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Uganda organisieren wir uns. Ich habe <a href="https://www.fridaysforfutureug.earth/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fridays for Future Uganda</a> gegründet , um Klimagerechtigkeit zu fordern und für eine nachhaltige Zukunft zu kämpfen, in der Gemeinschaften nicht nur überleben, sondern gedeihen können. Und wir sind nicht allein. Überall auf der Welt fordern Bewegungen wie<a href="https://makerichpolluterspay.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Make Rich Polluters Pay</a>, dass die Verantwortlichen für die Klimakrise – die fossilen Energieriesen und die Superreichen – zur Rechenschaft gezogen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Politik ist gefordert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lösungen sind in Reichweite, aber es bedarf des politischen Willens zum Handeln. Derzeit liegt in New York ein Gesetzentwurf auf dem Schreibtisch von Gouverneurin Kathy Hochul, der einen mächtigen Präzedenzfall schaffen könnte. Der <a href="https://eany.org/memo/climate-change-superfund-act/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Climate Change Superfund Act</a> würde die großen fossilen Brennstoffunternehmen zwingen, ihren gerechten Anteil für die Klimaschäden im Staat zu zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gouverneur Hochul hat die Macht, dieses Gesetz in Kraft zu setzen und sicherzustellen, dass die Menschen nicht für die Klimakrise aufkommen müssen. Wir brauchen weltweit ähnliche Maßnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im November dieses Jahres müssen sich die Staats- und Regierungschefs der nördlichen Hemisphäre, darunter auch die USA, bei der Klimakonferenz COP29 in Baku auf ein neues Ziel für die Klimafinanzierung einigen, das auch die Besteuerung der Superreichen und der fossilen Brennstoffindustrie beinhaltet. Die reichen Länder, deren Emissionen die Klimakrise angeheizt haben, müssen sich engagieren und die Führung übernehmen. Es ist an der Zeit, dass die reichen Umweltverschmutzer für die Zerstörung bezahlen, die sie verursacht haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können nicht länger warten. Die Klimakrise ist da. Die Menschen, die am wenigsten zu dieser Krise beigetragen haben, leiden am meisten. Wir müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und verlangen, dass sie für die Verluste und Schäden aufkommen, die wir erleiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wollen eine Zukunft mit Chancengleichheit – eine Zukunft, in der unsere Wirtschaft von erneuerbarer Energie angetrieben wird, in der Mädchen in die Schule gehen und nicht kilometerweit für Wasser laufen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fordere Sie auf, aktiv zu werden. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie das tun können. Eine davon ist, die Kampagne <a href="https://makerichpolluterspay.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Make Rich Polluters Pay</a> zu unterstützen, indem Sie die Petition unterzeichnen und Ihre Stimme erheben. Klimagerechtigkeit ist nicht nur eine Forderung – es ist unser Recht. Gemeinsam können wir eine bessere, gerechtere Zukunft für alle aufbauen. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*<strong>Hilda Flavia Nakabuye</strong> ist Klima- und Umweltaktivistin aus Kampala und Gründerin von Fridays for Future Uganda. Sie engagiert sich seit dem Jahr 2017 für den Klimaschutz und gilt als eine der führenden Persönlichkeiten der Umweltbewegung in Afrika. Am 20. September 2024 nahm sich am Klimastreik in New York City teil.&nbsp;

Nakabuye ist eine von drei Protagonistinnen im preisgekrönten Dokumentarfilm “Dear Future Children” des deutschen Regisseurs Franz Böhm. Der Film ist derzeit in der <a href="https://www.3sat.de/film/dokumentarfilmzeit/dear-future-children-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">3Sat-Mediathek</a> zu sehen (bis 24. 12. 2024).</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Hilda Flavia Nakabuye beim Klimastreik in New York am 20. September 2024 (Fotoquelle: IPS)</p>
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		<title>Die Fischzüchterinnen vom Victoriasee</title>
		<link>https://afrika.info/die-fischzuechterinnen-vom-victoriasee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2023 16:37:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Fischerei]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Pearl Amina Karungi]]></category>
		<category><![CDATA[Victoriasee]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fischzüchterinnen im Bezirk Bugiri am Nordufer des Victoriasees haben sich erfolgreich gesellschaftlichen Konventionen widersetzt: In der traditionell von Männer dominierten Branche verdienen bereits 1.400 Frauen den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Pearl Amina Karungi, Africa Renewal* | 8. August 2023 </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bugiri (AR/afr). Fischzüchterinnen im Bezirk Bugiri am Nordufer des Victoriasees haben sich erfolgreich gesellschaftlichen Konventionen widersetzt: In der traditionell von Männer dominierten Branche verdienen bereits 1.400 Frauen den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rose Nakimuli aus Bugiri erinnert sich gut an ihren Weg in die Fischzucht: “Als ich für die Ausbildung ausgewählt wurde, habe ich meine Chance erkannt und diese sofort als Jobmöglichkeit begriffen”, erzählt Nakimuli.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Unterstützung durch UN Women lernte Nakimuli Schwimmen, die Grundlagen der Aquakultur und des Fischfangs. Heute ist sie eine erfolgreiche Fischzüchterin und kann dank ihres neu erworbenenen Fachwissens ihre Familie versorgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">28 Käfige voller Tilapia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rose Naikimuli ist eine von insgesamt 1.400 Frauen, die in der Fischzucht ausgebildet wurden. Das im Jahr 2019 von UN Women und der Kommunalverwaltung des Bezirks Bugiri ins Leben gerufene Projekt wird von der schwedischen Regierung und der Standard Bank finanziell unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Victoriasee bewirtschaften die Frauen mittlerweile 28 Käfige voller Fische der Buntbarsch-Gattung Tilapia. UN Women stellt darüber hinaus weitere Unterstützungsleistungen bereit, wie z. B. Unterkünfte für berufstätige Frauen, Tagesbetreuung für ihre Kinder und notwendige Ressourcen wie Fischernetze und Schwimmwesten sowie einen Kühlwagen für die Märkte.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="UN Women   WEEB Climate Smart Cage Fish Farming, Bugiri   Uganda" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Yo11gvFpiZo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Amina Nakiranda ist die Produktionsleiterin des Projekts. Sie erklärt, dass die Frauen nicht nur Fischzucht erlernten, sondern auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse erwarben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Bevor das Programm installiert wurde, kämpften wir ums Überleben, indem wir frische Produkte oder Victoria-Sardinen auf dem Markt verkauften”, erzählt Nakiranda. “Durch die umfassende Ausbildung im Rahmen des Projekts haben wir gelernt, wie wir unsere Geschäfte effizient führen können.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aus Unternehmerinnen werden Heldinnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Inspiriert von ihren Erfolgen haben die Frauen ein eigenes Unternehmen namens “Women Economic Empowerment Bugiri” (WEEB) gegründet. Immaculate Were, Geschäftsführerin von WEEB, verweist stolz auf die Entwicklung der Frauen: “Obwohl 85 Prozent von ihnen Analphabetinnen sind, haben sie sich zu Spezialistinnen in den unterschiedlichen Aspekten der Fischzucht entwickelt &#8211; dazu zählen Aufzucht, Fang, Konservierung, Vermarktung und Handel”, sagt Were. Ihr Fazit: “Wenn eine Frau reich wird, bedeutet das Reichtum für die gesamte Nation”.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Tat hat das Projekt erhebliche Fortschritte bei der Verbesserung der Geschlechtergleichstellung in den Haushalten der Region erzielt. Die geschlechtsspezifische Gewalt ist deutlich zurückgegangen, da die Frauen nun einen Beitrag zum Familienbudget leisten und finanzielle Unabhängigkeit erlangt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Das Projekt hat die geschlechtsspezifische Gewalt reduziert, weil wir nicht mehr zu Hause sitzen und unsere Ehemänner anbetteln müssen”, erzählt eine der Fischerinnen, “wir sind nun keine Last mehr.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beeindruckend sind auch die ökonomischen Zahlen des Projekts: Die Züchterinnen haben bislang 508,5 Tonnen Fisch produziert und damit einen Umsatz von 4,3 Milliarden Uganda Schilling (1,1 Millionen Euro) erwirtschaftet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dank UN Women fühlen wir uns heute wie Heldinnen“, zieht Rose Nakimuli Bilanz. „Selbst die Männer betrachten uns als Heldinnen. Fischen war früher reine Männersache und wir machen uns darin hervorragend.” (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Pearl Amina Karungi ist Global Communications Specialist aus Simbawe. Der englischsprachige Originalbeitrag ist im Juli 2023 in unserem Partnermagazin <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/july-2023/women-shatter-gender-barriers-ugandas-fish-farming-industry">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen erschienen.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Fischzüchterinnen auf dem Victoriasee (Fotoquelle: Africa Renewal)</p>
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		<title>Warum Afrika im Ukraine-Krieg gespalten ist</title>
		<link>https://afrika.info/warum-afrika-im-ukraine-krieg-gespalten-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2022 07:05:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Afrikanische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Macky Sall]]></category>
		<category><![CDATA[Martha Kiiza Bakwesegha-Osula]]></category>
		<category><![CDATA[Moussa FAki]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der militärischen Invasion Russlands in der Ukraine am 24. Februar hat die internationale Gemeinschaft mit einer Mischung aus Schock, Wut und Angst reagiert. Gleichzeitig wägte sie die Auswirkungen des Krieges auf die internationale Sicherheit ab.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/warum-afrika-im-ukraine-krieg-gespalten-ist/">Warum Afrika im Ukraine-Krieg gespalten ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kommentar von Martha Kiiza Bakwesegha-Osula<sup>1)</sup> | 19. April 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nairobi (IPS/afr). Nach der militärischen Invasion Russlands in der Ukraine am 24. Februar hat die internationale Gemeinschaft mit einer Mischung aus Schock, Wut und Angst reagiert. Gleichzeitig wägte sie die Auswirkungen des Krieges auf die internationale Sicherheit ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Subsahara-Afrika, das lange Zeit als Randfigur in der Weltpolitik angesehen wurde, war da keine Ausnahme. Vor allem Kenia hat die russische Aggression vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit scharfen Worten verurteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitdem haben Senegals Präsident Macky Sall, derzeitiger Vorsitzender der Afrikanischen Union (AU), und Moussa Faki, Vorsitzender der AU-Kommission, Russland dazu aufgefordert, „das Völkerrecht, die territoriale Integrität und die nationale Unabhängigkeit der Ukraine zu respektieren“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abgesehen von den Stellungnahmen aus Kenia und der AU sind die Reaktionen aus Afrika wenig einheitlich. Viele Länder des Kontinents haben sich dafür entschieden, Stillschweigen zu bewahren – möglicherweise aus Angst, Russland zu verärgern. 28 afrikanische Staaten unterstützten am 2. März die Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen, in der die Invasion verurteilt wurde. 17 enthielten sich, einer (Eritrea, Anm.) lehnte die Resolution ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unterschiedlichen Auffassungen in der Region werden noch deutlicher, wenn man bedenkt, dass sich Kenias Nachbarland Uganda der Stimme enthielt &#8211; vorgeblich wegen seiner „blockfreien“ Haltung in globalen Angelegenheiten. Gleichzeitig brachte Muhoozi Kainerugaba, Sohn des ugandischen Präsidenten und Kommandant der Streitkräfte, seine Unterstützung für Russland auf Twitter zum Ausdruck. (Das Twitter-Konto von Kainerugaba wurde am 11. April 2022 gesperrt, Anm.).</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Son of President Museveni, and Commander of Uganda&#8217;s land forces, Lt Gen Muhoozi Kainerugaba, has expressed support for the Russian invasion of Ukraine.<br><br>He tweeted that &#8222;the majority of mankind (that are non-white) support Russia&#8217;s stand in Ukraine&#8220;.<a href="https://t.co/9lWkgJzqJN">https://t.co/9lWkgJzqJN</a> <a href="https://t.co/BwaADIaLbE">pic.twitter.com/BwaADIaLbE</a></p>— BBC News Africa (@BBCAfrica) <a href="https://twitter.com/BBCAfrica/status/1498679048888852489?ref_src=twsrc%5Etfw">March 1, 2022</a></blockquote> <script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading">Geoprovinzielle Linse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die traditionellen Rollen in der internationalen Politik scheinen damit zumindest vorübergehend vertauscht. Der Kontinent galt lange Zeit als Synonym für sinnlose bewaffnete Konflikte, der daran gewöhnt war, mit herablassender Rhetorik bedacht zu werden und Zielgebiet von Projekten der Konfliktlösung zu sein. Nun findet sich der Kontinent in der Rolle des „Friedensstifters“ wieder &#8211; vis-à-vis dem zivilisatorisch „Überlegenen“, nämlich Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Westliche Journalist*innen und Akademiker*innen tun sich schwer, das Blutbad, die Zerstörung und die Vertreibung in der Ukraine zu erklären. Sie verharren in analytischen Narrativen, die Konflikte auf der Grundlage von ethnischer Zugehörigkeit und anderen ursprünglichen Identitätsfaktoren begründen, die mit „kulturell Rückständigen“ in Subsahara-Afrika und in der Arabischen Welt assoziiert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Situation sollte uns daher als düstere Mahnung dienen, dass Konflikte grundsätzlich von Gier, Opportunismus und anderen materialistischen Bestrebungen angetrieben werden – und nicht von Identität, Kultur oder atavistischen Faktoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Subsahara-Afrika hat viele zwielichtige, kriegslüsterne Führer erlebt, die erpicht darauf waren, militärische Macht zum Zwecke ihrer persönlichen Bereicherung zu nutzen. Aber nur wenige von ihnen haben die internationale Meinung so unverfroren zurückgewiesen wie Wladimir Putin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berichte über afrikanische Student*innen, die versuchen, aus der Ukraine zu fliehen und denen aufgrund ihrer Hautfarbe die Einreise in Nachbarländer verwehrt wurde, erinnern daran, dass Rassismus in weiten Teilen Europas und der westlichen Welt auch Jahrhunderte nach dem Ende der Sklaverei immer noch spürbare Realität ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU verurteilte in ihrer Erklärung vom 28. Februar jedoch nur den Rassismus gegen Afrikaner*innen, obwohl über ähnliche Vorfälle gegenüber Menschen aus dem Kaukasus oder arabischen Ländern berichtet wurde. Das zeigt deutlich die geoprovinzielle Linse, durch die viele den Russland-Ukraine-Konflikt betrachten. Und sie weist auf eine anhaltende Balkanisierung in einer Ära hin, die trotz der vermeintlichen Globalisierung auf ethnischer Identität beruht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Afrikas Beziehungen mit Russland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika ist ein großer Kontinent mit 54 Ländern. Jeder Versuch, die Erfahrungen dieser Länder zu verallgemeinern, ist unvermeidlich mit analytischer Ungenauigkeit behaftet. Doch für viele Länder des Kontinents ist der geopolitische Einfluss Russlands im Vergleich zu den anderen vier ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats gering.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn die Vereinigten Staaten und China in der Vorstellung vieler heute eine große Rolle spielen, nutzen ehemalige Kolonialmächte wie Großbritannien und Frankreich weiterhin historische, sprachliche und kulturelle Beziehungen als Grundlage für einen gewissen &#8211; zugegebenermaßen schwindenden &#8211; Einfluss. Russland muss sich mit dem Rest zufriedengeben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele afrikanische Regime, die in der Vergangenheit von der Sowjetunion unterstützt worden waren, sind im Lauf der Jahre abgelöst worden. Russlands Anspruch auf Ruhm, der auf einer Kalter-Krieg-Nostalgie fußt, ist verblasst. Moskau musste ein neues Repertoire und einen neuen Rahmen für Beziehungen entwickeln, die auf Sicherheitskooperation, Handels- und Investitionsbeziehungen sowie auf politische Solidarität &#8211; insbesondere im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen &#8211; basieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige afrikanische Länder sind wichtige Abnehmer für russische Agrarprodukte wie Weizen. In erster Linie basieren die Handelsbeziehungen jedoch auf russischen Exporten<sup>2)</sup> – wodurch Subsahara-Afrika im Vergleich zu Europa weit weniger abhängig von den Handelsbeziehungen ist. Kurz gesagt: Russlands Invasion und die weltweiten Reaktionen darauf stellen eine viel größere Bedrohung für Europa dar als für Subsahara-Afrika – sowohl in wirtschaftlicher als auch geopolitischer Hinsicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Folgen des Konflikts für Afrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund hat Russlands Invasion in der Ukraine mindestens drei Konsequenzen für die künftigen Beziehungen mit Afrika. Erstens ist der Krieg ein weiterer Beleg dafür, dass heutige Konflikte – ob zwischen- oder innerstaatlich – weitgehend von materiellen Faktoren angetrieben werden, die gelegentlich von Identitätspolitik überdeckt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens verstärken die starken Reaktionen der NATO und der EU zur Unterstützung der Ukraine – obwohl das Land weder da noch dort Mitglied ist – die von afrikanischen Politiker*innen seit langem bestehende Auffassung, dass regionale Krisen am besten von regionalen Akteuren in der Nachbarschaft des Konflikts gelöst werden sollten. Insbesondere im Vorfeld der von der NATO geführten Militärkampagne, die zum Sturz des früheren libyschen Staatsoberhaupts Muammar al-Gaddafi geführt hatte, war diese Position immer wieder betont worden. Mit anderen Worten: Europäische Probleme brauchen europäische Lösungen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet aber auch, dass die AU sowie subregionale Organisationen wie die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und die zwischenstaatliche Entwicklungsbehörde IGAD weniger Gegenwehr erwarten sollten, wenn sie die Führung bei der Lösung von Konflikten in ihrer Region übernehmen wollen. Gleichzeitig sollten sie aber auch wichtige Lehren aus dem schnellen Handeln der NATO zum Schutz „ihrer eigenen“ Bündnispartner ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich erinnert der Russland-Ukraine-Konflikt daran, dass selbst in einer vermeintlich multilateralen Welt internationale Antworten auf politische und wirtschaftliche Herausforderungen eher durch geostrategisches Kalkül als durch philanthropische Ideale geprägt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die mediale, politische und diplomatische Aufmerksamkeit, die der Ukraine während der Invasion zuteil wurde, geht weit über jene hinaus, die ähnlichen Konflikten in Subsahara-Afrika und anderen Teilen der Welt zuteil wurde. Das ist ein Beleg dafür, dass wir in einer Welt leben, in der tatsächlich jeder Kontinent oder jede Subregion auf sich alleine gestellt ist. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">1) Martha Kiiza Bakwesegha-Osula ist Beraterin für globale Politik und Friedensförderung am <a href="https://life-peace.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Life and Peace Institute</a> in Nairobi, Kenia. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen der persönlichen Meinung der Autorin und können nicht Personen, Institutionen und Organisationen zugeschrieben werden, mit denen die Autorin möglicherweise in persönlicher oder beruflicher Verbindung steht.</pre>



<pre class="wp-block-verse">2) Über das Handelsvolumen zwischen Afrika und Russland gibt es unterschiedliche Angaben. Die <a href="https://www.ecofinagency.com/public-management/0903-43450-africa-imports-seven-times-more-russian-products-than-it-exports-to-moscow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ecofin Agency</a> beruft sich auf Angaben der Trade Map der WTO und nennt für das Jahr 2020 Importe aus Russland in Höhe von 12,4 Mrd. US-Dollar und afrikanische Exporte in Höhe von 1,6 Mrd. US-Dollar. Russlands Anteil am gesamten Handelsvolumen Afrikas liegt damit bei 2,4% - jener von China bei 19,6%. In einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur <a href="https://tass.com/economy/1354969" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TASS</a> spricht Benedict Oramah, Präsident der Afreximbank, von Importen aus Russland in Höhe von bis zu 14 Mrd. US-Dollar und Exporten in Höhe von fünf Mrd. US-Dollar.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Moussa Faki, Vorsitzender der Kommission der Afrikanischen Union (AU), hat gemeinsam mit dem AU-Vorsitzenden Macky Sall Russland dazu aufgefordert &#8222;das Völkerrecht, die territoriale Integrität und die nationale Unabhängigkeit der Ukraine zu respektieren“. (Foto: Alexandros Michailidis, Shutterstock.com)</p>
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		<title>Webinar zu Flucht und Migration</title>
		<link>https://afrika.info/leistungen/bildungsprojekte/webinar-zu-flucht-und-migration/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2022 17:11:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eritrea]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Migration und Asyl dominieren die heutigen Nachrichten. Dennoch ist es für Journalist*innen schwierig, durchdachte Hintergrundinformationen und evidenzbasierte Analysen zu erstellen. Das Thema erweist sich in seiner Vielschichtigkeit als sehr komplex.&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Migration und Asyl dominieren die heutigen Nachrichten. Dennoch ist es für Journalist*innen schwierig, durchdachte Hintergrundinformationen und evidenzbasierte Analysen zu erstellen. Das Thema erweist sich in seiner Vielschichtigkeit als sehr komplex.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der offene Online-Kurs &#8222;Deeper Perspectives in Migration and Asylum&#8220; brachte Migrationsexpert*innen, Forscher*innen und Journalist*innen aus Europa und Afrika zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kurs bestand aus fünf Webinaren, die vom 3. November bis 1. Dezember 2015 jeden Dienstag stattfanden. Darauf folgten asynchrone Online-Diskussionen mit Begleitmaterial.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Webinar wurde von der <a href="https://www.torial.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">torial.academy</a> organisiert und von afrika.info und WerdeDigital entwickelt. Moderiert wurde die Reihe von Daniela Kraus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="aufzeichnungen-der-webinare-teile">Aufzeichnungen der Webinare-Teile</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Migration &amp; Asylum (1) – Legal Prerequisites and the European Practice" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/RPQAcVaZoyo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Modul 1: Legal Prerequisites and the European Practics (Ruth Schöffl, UNHCR)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Migration &amp; Asylum (2) - Causes and Consequences of Migration" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/AxvFtIaeFPg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Modul 2: Causes and Consquences of Migration (Kilian Kleinschmidt)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Migration &amp; Asylum (3) - Migration and the European Development Cooperation" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/9ztb7DzCjUo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Modell 3: Migration and the European Development Cooperation (Anne Koch, SWP Berlin)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Migration &amp; Asylum (4) -  Migration from an African Perspective" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/2IOldHcY2mc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Modul 4: Migration from an African Perspective (Rosebell Kagumire)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Migration &amp; Asylum 5 – The challenges of reporting in countries of origin The case of Eritrea" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/faH6v3QD_W4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Modul 5: The Challenges of Reporting in Countries of Origin &#8211; The Case of Eritrea (Johannes Dieterich)</figcaption></figure>
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		<title>Corona in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 14:19:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Daten zur Corona-Pandemie in Afrika - vom Auftreten des ersten Falls am 14. Februar 2020 in Ägypten bis zum Ende der Datenerfassung am 5. März 2023.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/corona/">Corona in Afrika</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#eae9e3"><strong>Datenerfassung beendet</strong><br><br>Nach über drei Jahren haben wir das Projekt am 5. März 2023 beendet. Hintergrund für die Entscheidung war, dass nach der Einstellung der Datenerfassung durch die <a href="https://coronavirus.jhu.edu/map.html">John Hopkins University</a> (per 10. März 2023) und <a href="https://africacdc.org/covid-19/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa CDC</a> (per 1. Jänner 2023) keine ausreichende Grundlage mehr gegeben war.<br></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://afrika.info/corona/chronik/">Chronik einer Ausbreitung: 14. Februar 2020 (erster Corona-Fall in Afrika) bis 5. März 2023</a></li>



<li><a href="https://afrika.info/corona/hintergrund/">Hintergrund zum Datenerfassungsprojekt von afrika.info</a></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Stand: 5. März 2023</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button has-custom-font-size is-style-fill" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>12.267.951</strong><br>(+5.319 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>257.774 Todesfälle</strong><br>(+16 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-green-cyan-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>11.893.778 genesene Personen</strong><br>(+11.288 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>116.399 aktive Fälle</strong><br>(-5.985 zur Vorwoche)</a></div>
</div>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="epidemiologische-kurve">Epidemiologische Kurve</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die epidemiologische Kurve zeigt den täglichen Zuwachs an positiv getesteten Personen. Der Übersichtlichkeit halber werden die wöchentlichen Durchschnittswerte dargestellt.</p>



<iframe title="Epidemiologische Kurve für Afrika (Wochenschnitt)" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-nFw1H" src="https://datawrapper.dwcdn.net/nFw1H/91/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="800" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
</script>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="7-tage-inzidenz-in-afrikanischen-staaten">7-Tage-Inzidenz in afrikanischen Staaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 7-Tage-Inzidenz beträgt für den gesamten Kontinent derzeit <strong>0,37</strong> (+0,14 zur Vorwoche). Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Südafrika (5,73). Dahinter folgen Eswatini (5,71), Mauritius (2,73), Botswana (2,62) und Sambia (1,54). 19 afrikanische Staaten haben in der letzten Woche ihre Infektionszahlen nicht aktualisiert.</p>



<iframe title="Karte: Das Coronavirus in Afrika" aria-label="Karte" id="datawrapper-chart-y4fZm" src="https://datawrapper.dwcdn.net/y4fZm/421/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="538" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px"}}}))}();
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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-default"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="entwicklung-der-aktiven-corona-infektionen">Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen</h2>



<iframe title="Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen in Afrika" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-GZgId" src="https://datawrapper.dwcdn.net/GZgId/432/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="600" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-wichtigsten-zahlen-im-zeitlichen-verlauf">Die wichtigsten Zahlen im zeitlichen Verlauf</h2>



<iframe title="Tabelle: Coronavirus in Afrika" aria-label="Tabelle" id="datawrapper-chart-0hxhf" src="https://datawrapper.dwcdn.net/0hxhf/405/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="1634" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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			</item>
		<item>
		<title>Uganda: Häuser aus Plastikflaschen</title>
		<link>https://afrika.info/uganda-haeuser-aus-plastikflaschen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2020 11:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wambi Michael]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test.afrika.info/?p=668</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der Nähe von Mpigi, einer Kleinstadt ca. 40 Kilometer westlich der ugandischen Hauptstadt Kampala, steht ein ganz spezielles Dorf: Die Häuser wurden aus Plastikflaschen errichtet. Die umweltfreundliche Idee gewinnt immer mehr Anhänger.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/uganda-haeuser-aus-plastikflaschen/">Uganda: Häuser aus Plastikflaschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Wambi Michael&nbsp;| 26. September 2020</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kampala (IPS/afr). In der Nähe von Mpigi, einer Kleinstadt ca. 40 Kilometer westlich der ugandischen Hauptstadt Kampala, steht ein ganz spezielles Dorf: Die Häuser wurden aus Plastikflaschen errichtet. Die umweltfreundliche Idee gewinnt immer mehr Anhänger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Uganda hat ein riesiges Müllproblem. Allein in der Hauptstadt Kampala fallen jährlich mehr als 350.000 Tonnen an festen Abfallstoffen an. Zumindest die Hälfte davon wird einfach im Freien entsorgt. Plastikflaschen liegen überall neben den Straßen, nicht selten verstopfen sie die Entwässerungsrinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die&nbsp;<a href="https://socialinnovationacademy.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Social Innovation Academy&#8220;</a>&nbsp;(SINA) hat den Müllbergen den Kampf angesagt. Etwas außerhalb von Mpigi liegt das Projektdorf Sina, das aus Plastikflaschen errichtet wurde. Dazu wurden handelsübliche Flaschen prall mit Erde gefüllt und verbaut.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="drei-millionen-plastikflaschen-fur-117-hauser">Drei Millionen Plastikflaschen für 117 Häuser</h2>



<p class="wp-block-paragraph">David Monday arbeitet als Baumeister und Trainer bei SINA. Seit mehr als fünf Jahren errichtet er bereits Gebäude aus Plastikflaschen. Den Ausschlag gab ein Bericht aus Nigeria, wo bereits seit dem Jahr 2011 Flaschenhäuser gebaut werden. &#8222;Und so haben wir damit begonnen, Flaschen und Reifen zu sammeln und daraus ökologische Bausteine zu machen&#8220;, erzählt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Monday hat aber auch ein persönliches Motiv für sein Engagement: Sein jüngerer Bruder verschwand, als er einen Sumpf zu durchqueren versuchte. Eine Suchaktion blieb stundenlang erfolglos. Schließlich wurde sein lebloser Körper unter einem Berg aus Plastikflaschen gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Bau von bislang 117 Häusern wurden rund drei Millionen Plastikflaschen verarbeitet. Für Monday können die Flaschenhäuser auch einen wertvollen Beitrag zur zunehmenden Wohnungsnot in Uganda leisten. Nach Angaben des “Uganda Bureau of Statistics&#8220; weist das Land derzeit ein Defizit von 2,1 Millionen Wohneinheiten auf. Schätzungen zufolge werden im Jahr 2030 voraussichtlich über fünf Millionen Wohnungen fehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kamwokya, einer informellen Siedlung in Kampala, errichtet eine Gruppe junger Menschen rund um das &#8222;Ghetto Research Lab&#8220; ebenfalls Häuser aus Plastikflaschen. Rehema Naluekenge ist von der Lösung überzeugt: &#8222;Die Gebäude erweisen sich als recht langlebig. Wir haben bislang keine Risse gesehen&#8220;, erzählt sie. &#8222;Unser Geschäftsführer sagt uns immer, dass Abfall nur dann Abfall ist, wenn wir ihn verschwenden.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="behorden-hinken-nach">Behörden hinken nach</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Bezirk Mukono in Zentral-Uganda setzt der Highschool Lehrer Allan Obbo auf Flaschenhäuser. Eine Reihe von Cottages seiner Hotelnlage &#8222;Bottle Garden Resort&#8220; sind aus Plastikflaschen errichtet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Studien haben ergeben, dass Kunststoffe sehr gefährlich für die Umwelt sind&#8220;, sagt Obbo. &#8222;Schauen Sie sich doch unsere Seen an, die Gewässer sind voll davon. Forschungen zeigen, dass der Abbau einer Plastikflasche 300 Jahre dauert. Der Müll hat einen großen Nutzen, wenn er als Baustoff verwendet wird.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obbo weist auf einen noch einen anderen Vorteil hin. &#8222;Die Flaschen sind ohnehin schon da. Für die Herstellung von Ziegeln werden aber häufig Bodenflächen verbraucht, die dann für die Landwirtschaft fehlen. Außerdem werden für Baustellen viele Bäume gefällt.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lehrer zeigt sich aber enttäuscht, dass die Behörden in städtischen Gebieten die Plastikflaschen als Baustoff nicht genehmigen. Das bestätigt auch die Architektin Patricia Kayongo, Geschäftsführerin der in Kampala ansässigen &#8222;Dream Architects Ltd.&#8220; Sie erklärt, dass das zuständige Normungsinstitut Plastikflaschen als Baustoff bislang nicht getestet hat und daher keine Bewilligungen erteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das bedeutet aber, dass den Menschen Möglichkeiten für den günstigen Hausbau genommen werden&#8220;, kritisiert Kayongo. Damit würde auch eine Chance zur Bekämpfung der Wohnungsnot verpasst. &#8222;Die Wiederverwertung von Materialien wie Glas und Kunststoff eignet sich gut für den Bau.&#8220; (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> David Monday erklärt das Prinzip eines aus Plastikflaschen errichteten Hauses (Foto: Wambi Michael/IPS).</p>
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		<title>Beendet das Klima den Rohstoff-Boom?</title>
		<link>https://afrika.info/beendet-das-klima-den-rohstoff-boom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2019 13:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"Stranded Asset". Zwei Wörter, die es in sich haben. Der Fachbegriff aus der Wirtschaftswelt sorgt in Afrikas rohstoffreichen Ländern derzeit für ordentlich Gesprächsstoff. Unter "Stranded Assets"versteht man Vermögenswerte, deren Ertragskraft oder Marktwert dramatisch sinken - also stranden.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Busani Bafana | 11. Oktober 2019</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bulawayo (IPS/afr). &#8222;Stranded Asset&#8220;. Zwei Wörter, die es in sich haben. Der Fachbegriff aus der Wirtschaftswelt sorgt in Afrikas rohstoffreichen Ländern derzeit für ordentlich Gesprächsstoff. Unter &#8222;Stranded Assets&#8220;versteht man Vermögenswerte, deren Ertragskraft oder Marktwert dramatisch sinken &#8211; also stranden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau das könnte mit Afrikas Bodenschätzen passieren, meint Vanessa Ushie, Managerin am &#8222;African Natural Resources Center&#8220; der &#8222;African Development Bank&#8220; (AfDB). &#8222;Stranding impliziert, dass einige natürliche Ressourcen aufgrund des Klimawandels weltweit wirtschaftlich nicht mehr nutzbar sein werden&#8220;, sagt Ushie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der AfDB-Managerin wird die Diskussion um &#8222;Stranded Assets&#8220; zunehmend zu einem politischen Thema mit enormer Sprengkraft. Afrikanische Länder sind in hohem Maße von ihren Bodenschätzen abhängig &#8211; durchschnittlich entfallen 70 Prozent aller Exporte auf Rohstoffe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 30 Prozent der weltweiten Rohstoffreserven befinden sich in Afrika. Darüber hinaus verfügt der Kontinent über zehn Prozent der globalen Öl- bzw. acht Prozent der Erdgas-Vorräte. Der Klimawandel könnte der Ausbeutung dieser Ressourcen ein Ende setzen &#8211; insbesondere der nicht erneuerbaren Energiequellen wie Kohle, Öl und Gas.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="lasst-sie-im-boden">Lasst sie im Boden! </h2>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir sind uns des Pariser Abkommens und der Verpflichtung bewusst, die CO2-Emissionen zu senken, um das Ziel einer globalen Erwärmung unter zwei Grad Celsius zu erreichen&#8220;, sagt Ushie. &#8222;Angesichts dieses Ziels muss aber klar sein, dass bestimmte Rohstoffe in der Erde bleiben müssen &#8211; vor allem jene mit den höchsten CO2-Emmissionen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch gerade in der jüngsten Vergangenheit haben etliche afrikanische Nationen Fortschritte bei der Erschließung neuer Rohstoffquellen gefeiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So gab das französische Unternehmen Total im Februar 2019 bekannt, dass es im südafrikanischen Outeniqua-Becken auf ein großes Vorkommen von Gaskondensat gestoßen sei. Kenia machte Ende August als erster ostafrikanischer Ölexporteur Schlagzeilen. Und im westlichen Nachbarland Uganda wurden riesige Erdölvorkommen entdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftsforscher rechnen damit, dass die Debatte um den Klimawandel den Boom bei fossilen Brennstoffen einschränken und das Wirtschaftswachstum afrikanischer Länder negativ beeinflussen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="entwicklungslander-sind-vorreiter-bei-erneuerbarer-energie">Entwicklungsländer sind Vorreiter bei erneuerbarer Energie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Angesichts des zunehmenden Klimawandels und der damit verbundenen Umstellung auf CO2-arme Produktion ist der afrikanische Bergbausektor ernsthaften Risiken aber auch Chancen ausgesetzt&#8220;, erklärt Ushie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Chancen lägen vor allem im raschen Umstieg auf grüne Energiequellen, so Ushie. Investitionen in Solar-, Wind- und Biomasseprojekte werde die AfDB unterstützen. Insgesamt plane die Bank, bis 17 Milliarden US-Dollar zur Klimafinanzierung für Afrika beizutragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Fatima Denton, Direktorin des Instituts für natürliche Ressourcen der Universität der Vereinten Nationen, sieht große Chancen für den Kontinent. Sie ist überzeugt, dass die sinkenden Technologiekosten für erneuerbare Energien enorme Möglichkeiten biete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der raschen Urbanisierung in den meisten afrikanischen Volkswirtschaften und der steigenden Nachfrage nach Strom haben afrikanische Staaten bereits begonnen, die Investitionen in nachhaltige Energiequellen zu erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Studie von Bloomberg Finance zeigt, dass der Globale Süden zum Schrittmacher der Energiewende wird. 2017 wurde in den sogenannten Entwicklungsländern eine Gesamtkapazität von 114 Gigawatt an CO2-freiem Strom installiert. Zum Vergleich: In den Industriestaaten waren es lediglich 63 Gigawatt. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Der Klimawandel setzt die Rohstoff-Industrie in Afrika unter Druck. (Foto: Busani Bafana/IPS)</p>
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