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	<title>Gambia Archive | afrika.info</title>
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	<description>Den Kontinent anders sehen</description>
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	<title>Gambia Archive | afrika.info</title>
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		<title>Grenzenloses Zahlungssystem</title>
		<link>https://afrika.info/grenzenloses-zahlungssystem-papss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2022 10:57:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fidelis Adele, der CEO von “Solid Graphics” aus Freetown, bestellte  im letzten September einige Drucker in Nigeria. Zusätzlich zum Bestellwert von 10.000 US-Dollar musste er Spesen in Höhe von 165 US-Dollar in Kauf nehmen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Kingsley Ighobor, Africa Renewal* | 15. Februar 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freetown (AR/afr). Fidelis Adele, der CEO von “Solid Graphics” aus Freetown, bestellte&nbsp; im letzten September einige Drucker in Nigeria. Zusätzlich zum Bestellwert von 10.000 US-Dollar musste er Spesen in Höhe von 165 US-Dollar in Kauf nehmen. Trotzdem dauerte es drei Tage, bis das Geld auf dem Konto des Verkäufers in Nigeria ankam.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe 30 Dollar als Überweisungsgebühr, 35 Dollar als SWIFT-Gebühr und weitere 100 Dollar an Bankgebühren bezahlt“, erzählt Adele im Gespräch mit der UN-Zeitschrift “Africa Renewal”. Alternativen wie “Western Union” oder MoneyGram wären wegen ihrer Wechselkurse nicht in Frage gekommen, so Adele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfahrung wie Fidelis Adele machen Händler*innen in Afrika jeden Tag, wenn sie grenzüberschreitend tätig werden. Der umständliche und zeitaufwändige Prozess kostet jedes Jahr fünf Milliarden US-Dollar an Gebühren für Geldüberweisungen, weiß Benedict Oramah, Präsident der “African Export-Import Bank” (Afreximbank). Im Interview mit “Africa Renewal” erklärt Oramah: “Wir sind ein armer Kontinent. Wir sollten das Geld nicht auf diese Weise verschwenden.”</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="pilotprojekt-in-sechs-landern-in-westafrika">Pilotprojekt in sechs Ländern in Westafrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Problem zu lösen, hat die Afreximbank das&nbsp; “Pan-African Payments and Settlement Systems”&nbsp; (PAPSS) gestartet. Die Plattform soll&nbsp; grenzüberschreitende Zahlungen in lokalen Währungen erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PAPSS wurde bislang erfolgreich den sechs Ländern der Westafrikanischen Währungszone (WAMZ) getestet &#8211; dazu zählen Nigeria, Gambia, Sierra Leone, Liberia, Ghana und Guinea. Die Zone sei ideal für den Testballon gewesen, bestätigt Oramah: „Die sechs WAMZ-Länder haben unterschiedliche Währungen. Eines der Länder ist frankophon, und die anderen sind anglophon. Wir haben eine große Wirtschaft wie Nigeria und kleinere Volkswirtschaften. Alles, was in anderen Teilen Afrikas schief gehen kann, wäre in der WAMZ schief gelaufen, und wir hätten Probleme während der Pilotphase erkannt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die operative Einführung von PAPSS wurde bereits Ende September 2021 angekündigt. Der Zentralbanken der Länder arbeiten dabei eng mit der Afreximbank zusammen. Die multilaterale Handelsbank hat 500 Millionen US-Dollar für die Einführung des Zahlungssystems in Westafrika zur Verfügung gestellt, weitere drei Milliarden US-Dollar sollen in den afrikaweiten Ausbau investiert werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Geschäftsführer von PAPSS, Mike Ogbalu sagt, dass während der Pilotphase in Westafrika Bankkonten in verschiedenen Ländern innerhalb von zehn Sekunden belastet und gutgeschrieben wurden. Die Technologie sei robust und könne große Transaktionen bewältigen, so Ogbalu.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Der Geldtransfer mit PAPSS erfolgt in einem fünfstufigen Verfahren:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Eine Zahlungsanweisung wird an eine lokale Bank oder einen Zahlungsdienstleister erteilt.</li><li>Die Bank oder der Zahlungsdienstleister übermittelt die Anweisung an PAPSS.</li><li>PAPPS validiert die Zahlungsanweisung.</li><li>PAPPS leitet die Anweisung an die Bank oder den Zahlungsdienstleiter des/der Begünstigten weiter.</li><li>Die Bank oder der Zahlungsdienstleister des/der Begünstigten zahlt den Überweisungsbetrag in lokaler Währung aus.</li></ol>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="hohe-erwartungen">Hohe Erwartungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Vereinfachung grenzüberschreitender Transaktionen und die Verringerung der Abhängigkeit von harten Währungen soll der innerafrikanische Handel erheblich angekurbelt werden. Derzeit beträgt der Anteil des Handels zwischen afrikanischen Ländern nur bei 17 Prozent des gesamten Handelsvolumen des Kontinents. Außerdem wird erwartet, dass PAPSS zu einer Steigerung der lokalen Wertschöpfung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beiträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Wamkele Mene, Generalsekretär der Afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA), könnte das neue Zahlungssystem zu einem echten Gamechanger werden: „Es gibt 42 Währungen in Afrika. Wir wollen sicherstellen, dass ein Händler in Ghana ghanaische Cedi an einen Geschäftspartner in Kenia überweisen kann, der dann kenianische Schilling erhält“, sagt Mene gegenüber “Africa Renewal”.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unternehmer Fidelis Adele hatte bislang noch nichts von PAPSS gehört. Nun ist er aber zuversichtlich, dass ihm das Zahlungssystem in seinem Business helfen wird. „Wenn ich in Freetown Leones zu einer Bank bringen könnte, um Drucker in Nigeria zu bezahlen, und das Geld sofort auf dem Konto des Begünstigten in Nigeria eingezahlt wird, wäre das außergewöhnlich“, sagt er. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Kingsley Ighobor ist Chefredakteur unseres Partnermagazins&nbsp;<a href="https://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a>&nbsp;der Vereinten Nationen. Der englischsprachiger Originalbeitrag stammt aus der <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/issue/november-2021">Ausgabe November 2021</a>.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Headquarter der “Central Bank of Nigeria” in Abuja (Foto: Tayvay, Shutterstock.com)</p>
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		<title>Corona in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 14:19:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Daten zur Corona-Pandemie in Afrika - vom Auftreten des ersten Falls am 14. Februar 2020 in Ägypten bis zum Ende der Datenerfassung am 5. März 2023.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#eae9e3"><strong>Datenerfassung beendet</strong><br><br>Nach über drei Jahren haben wir das Projekt am 5. März 2023 beendet. Hintergrund für die Entscheidung war, dass nach der Einstellung der Datenerfassung durch die <a href="https://coronavirus.jhu.edu/map.html">John Hopkins University</a> (per 10. März 2023) und <a href="https://africacdc.org/covid-19/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa CDC</a> (per 1. Jänner 2023) keine ausreichende Grundlage mehr gegeben war.<br></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://afrika.info/corona/chronik/">Chronik einer Ausbreitung: 14. Februar 2020 (erster Corona-Fall in Afrika) bis 5. März 2023</a></li>



<li><a href="https://afrika.info/corona/hintergrund/">Hintergrund zum Datenerfassungsprojekt von afrika.info</a></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Stand: 5. März 2023</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button has-custom-font-size is-style-fill" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>12.267.951</strong><br>(+5.319 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>257.774 Todesfälle</strong><br>(+16 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-green-cyan-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>11.893.778 genesene Personen</strong><br>(+11.288 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>116.399 aktive Fälle</strong><br>(-5.985 zur Vorwoche)</a></div>
</div>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="epidemiologische-kurve">Epidemiologische Kurve</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die epidemiologische Kurve zeigt den täglichen Zuwachs an positiv getesteten Personen. Der Übersichtlichkeit halber werden die wöchentlichen Durchschnittswerte dargestellt.</p>



<iframe title="Epidemiologische Kurve für Afrika (Wochenschnitt)" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-nFw1H" src="https://datawrapper.dwcdn.net/nFw1H/91/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="800" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<h2 class="wp-block-heading" id="7-tage-inzidenz-in-afrikanischen-staaten">7-Tage-Inzidenz in afrikanischen Staaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 7-Tage-Inzidenz beträgt für den gesamten Kontinent derzeit <strong>0,37</strong> (+0,14 zur Vorwoche). Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Südafrika (5,73). Dahinter folgen Eswatini (5,71), Mauritius (2,73), Botswana (2,62) und Sambia (1,54). 19 afrikanische Staaten haben in der letzten Woche ihre Infektionszahlen nicht aktualisiert.</p>



<iframe title="Karte: Das Coronavirus in Afrika" aria-label="Karte" id="datawrapper-chart-y4fZm" src="https://datawrapper.dwcdn.net/y4fZm/421/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="538" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px"}}}))}();
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<h2 class="wp-block-heading" id="entwicklung-der-aktiven-corona-infektionen">Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen</h2>



<iframe title="Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen in Afrika" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-GZgId" src="https://datawrapper.dwcdn.net/GZgId/432/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="600" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<h2 class="wp-block-heading" id="die-wichtigsten-zahlen-im-zeitlichen-verlauf">Die wichtigsten Zahlen im zeitlichen Verlauf</h2>



<iframe title="Tabelle: Coronavirus in Afrika" aria-label="Tabelle" id="datawrapper-chart-0hxhf" src="https://datawrapper.dwcdn.net/0hxhf/405/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="1634" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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		<title>Gambia: Reisanbau statt Flucht nach Europa</title>
		<link>https://afrika.info/gambia-reisanbau-statt-flucht-nach-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2012 07:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[NERICA]]></category>
		<category><![CDATA[Reis]]></category>
		<category><![CDATA[Saloum Sheriff Janko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mohamed Ceesay, ein 20-jähriger Bauer aus der Zentralen Flussregion in Gambia, hat keinen höheren Schulabschluss. Dank der Initiative "Operation No Back Way to Europe", die junge Leute von der Auswanderung nach Europa abhalten soll, verdient er aber mit seiner Reisernte inzwischen mehr als halb so viel wie ein Minister in der Regierung.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Saloum Sheriff Janko | 4. September 2012</p>



<p class="wp-block-paragraph">Banjul (IPS/afr). Mohamed Ceesay, ein 20-jähriger Bauer aus der Zentralen Flussregion in Gambia, hat keinen höheren Schulabschluss. Dank der Initiative &#8222;Operation No Back Way to Europe&#8220;, die junge Leute von der Auswanderung nach Europa abhalten soll, verdient er aber mit seiner Reisernte inzwischen mehr als halb so viel wie ein Minister in der Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Im Juli habe ich auf 20 Hektar Land Reis geerntet&#8220;, erzählt er. &#8222;Unsere Vereinigung hat sogar die Erträge von 100 Hektar eingebracht.&#8220; Ceesay verdient alle drei Monate umgerechnet 1.170 US-Dollar, ein Minister im gleichen Zeitraum rund 2.000 Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ceesay ist einer von 50 jungen Bauern, die der Organisation &#8222;Operation No Back Way to Europe&#8220; angehören. Seit 2008 versucht sie junge Gambier im Land zu halten. Mehrere Mitglieder haben bereits versucht, Europa ohne Papiere zu erreichen. Sie wurden erwischt und wieder in das westafrikanische Land zurückgeschickt. Einer von ihnen ist der 23-jährige Edrissa Sane. &#8222;Ich habe mehrmals versucht, Spanien mit dem Boot zu erreichen&#8220;, erzählt er. &#8222;Das hat nicht geklappt, weil wir geschnappt und zurück nach Gambia gebracht wurden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit er sich der Organisation angeschlossen hat, will Sane keine so riskanten Reisen mehr unternehmen. &#8222;In ein paar Monaten verdiene ich hier etwa 1.000 Dollar&#8220;, sagt er. &#8222;Das reicht mir und ist auf jeden Fall besser, als mein Leben auf dem Meer in Gefahr zu bringen.&#8220; Sane bedauert es, dass er nicht schon viel früher Bauer geworden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Operation No Back Way to Europe&#8220; arbeitet nach Angaben ihres Vorsitzenden Bubacarr Jabbi mit der Einwanderungsbehörde und der Polizei in Gambia zusammen, um junge Leute von einer illegalen Auswanderung abzuhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ruckgang-der-illegalen-emigration">Rückgang der illegalen Emigration</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Jahre sind mehr als 200 junge Gambier auf dem Seeweg nach Europa ums Leben gekommen. Es gab Zeiten, da wagten jährlich bis zu 600 Menschen den Versuch, das Land zu verlassen. Nach Daten der gambischen Behörden wurden 2010 und 2011 jedoch nur noch 60 aufgegriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ansicht von Jabbi müssen die jungen Leute über alle möglichen Konsequenzen der illegalen Auswanderung informiert werden. Inzwischen haben sich seiner Vereinigung junge Bauern aus allen Teilen des Landes angeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf etwa 2.000 Hektar bauen 50 Farmer die Reissorte &#8222;New Rice for Africa&#8220; (NERICA) an, die auch in trockenen Regionen gedeiht. Weitere 1.000 Hektar Staatsland sind an andere Bauern verpachtet worden. Die Organisation hat ihnen für September eine üppige Ernte von rund 4.500 Tonnen NERICA vorhergesagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurzeit sind in Gambia nur 100 Reisfarmer registriert, die jährlich zwischen 10.000 und 15.000 Tonnen produzieren. Gambia, das kleinste Land der Sahel-Zone, befand sich im vergangenen Jahr mitten in einer Ernährungskrise: Im März sah sich die Regierung aufgrund einer Missernte im Vorjahr gezwungen, den nationalen Notstand auszurufen. Damals hatte etwa die Hälfte der rund 1,4 Millionen Gambier nicht genug zu essen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einem Bericht des UN-Entwicklungsprogramms UNDP zufolge verzeichnete das Land 2011 in jenem Jahr einen Rückgang der Nahrungsproduktion um fast 70 Prozent. 19 der 39 Distrikte in ländlichen Regionen waren von Regenmangel betroffen. Die Reisernte ging um 74 Prozent zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Büro der UN-Ernährungsorganisation FAO in Banjul prognostiziert Gambia eine zunehmende Anfälligkeit für Ernährungskrisen. Vor allem die Bauern müssten sich auf eine längere Durststrecke einstellen, weil ihre Einkommen und die eigenen Lebensmittelvorräte abnähmen. Im Verlauf des letzten Jahres sind zudem die Preise für Grundnahrungsmittel explodiert. Viele Menschen in Gambia können sich einen 50-Kilo-Sack Reis zum Preis von fast 33 US-Dollar nicht mehr leisten. Vorher mussten sie dafür 20 Dollar bezahlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="landwirtschaft-ausbaufahig">Landwirtschaft ausbaufähig</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 70 Prozent der Bevölkerung bietet die Landwirtschaft eine Existenzgrundlage. Der Sektor trägt allerdings nur zu 32 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Ungefähr die Hälfte des etwa 10.000 Quadratkilometer großen Staatsgebietes ist urbares Land, doch nur auf einem Fünftel wird tatsächlich Ackerbau betrieben. Doch der Regierung zufolge ist und bleibt die Landwirtschaft die beste Waffe gegen die Armut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ansicht des Direktors für Landwirtschaft der Zentralen Flussregion, Ousman Jamineh, ist der Erfolg von &#8218;Operation No Back Way to Europe&#8216; auch der Unterstützung des Gambischen Nothilfe-Agrarproduktionsprojekts (GEAPP) zu verdanken. Das von der Europäischen Kommission finanzierte Projekt, das von der gambischen Regierung geleitet wird, hat Bauern in zehn armen Distrikten kostenlos Rotorfräsen, Traktoren, Dresch- und Sämaschinen, Hacken und Düngemittel zur Verfügung gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ceesay hofft derzeit auf eine gute Ernte. Er schätzt, dass dieses Jahr mehr als 300 Säcke mit je 50 Kilo Reis zusammenkommen werden. Das wäre ein Drittel mehr als 2011. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Reis ist ein Grundnahrungsmittel in Gambia (Foto: Agarianna76/Shutterstock.com)</p>
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