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	<title>DR Kongo Archive | afrika.info</title>
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	<title>DR Kongo Archive | afrika.info</title>
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		<title>Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</title>
		<link>https://afrika.info/africa-now/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 09:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Programmschwerpunkt „Africa Now!“ rückt Ö1 ab Ende Oktober die Vielfalt afrikanischer Gesellschaften in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Radio Afrika International setzt der Sender dabei auf Journalist*innen aus afrikanischen Ländern, die ihre Perspektiven einbringen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/africa-now/">Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit dem Programmschwerpunkt „Africa Now!“ rückt Ö1 ab Ende Oktober die Vielfalt afrikanischer Gesellschaften in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Radio Afrika International setzt der Sender dabei auf Journalist*innen aus afrikanischen Ländern, die ihre Perspektiven einbringen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 29. Oktober 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr) – Wer über afrikanische Länder berichtet, entscheidet auch darüber, welche Geschichten erzählt werden und wer dabei zu Wort kommt. In der <a href="https://afrika.info/leistungen/vortraege-und-keynotes/afrika-berichterstattung-vortrag/" data-type="page" data-id="7087">Afrika-Berichterstattung</a> dominieren häufig Konflikte, politische Krisen und humanitäre Katastrophen. Wirtschaftliche Innovationen, kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen erhalten dagegen oft weniger Aufmerksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Radiosender Ö1 will diesen Blick mit seinem Programmschwerpunkt <a href="https://oe1.orf.at/africanow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Africa Now!“</a> erweitern. Ab 30. Oktober stehen zahlreiche Sendungen im Zeichen afrikanischer Lebenswelten, Ideen und Zukunftsperspektiven. Das Programm entsteht in Zusammenarbeit mit <a href="https://radioafrika.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Radio Afrika International</a>, das sein journalistisches Netzwerk auf dem Kontinent einbringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist dabei nicht nur die thematische Vielfalt, sondern vor allem der Zugang: Afrikanische Journalist*innen aus rund 20 Ländern berichten über Entwicklungen und Fragen, die ihre Gesellschaften beschäftigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Medienprofis aus Afrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit greift „Africa Now!“ eine grundlegende Frage der internationalen Berichterstattung auf: Wer bestimmt, welche Themen wichtig sind, und wessen Perspektiven prägen das öffentliche Bild?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ein differenziertes Verständnis afrikanischer Gesellschaften entsteht nicht allein dadurch, dass Medien häufiger über wirtschaftliche Erfolge oder kulturelle Leistungen berichten. Entscheidend ist ebenso, afrikanische Fachleute, Journalist*innen, Künstler*innen und gesellschaftliche Initiativen als eigenständige Stimmen wahrzunehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz von „Africa Now!“ entspricht einem journalistischen Grundgedanken, den auch afrika.info seit seiner Gründung verfolgt: Afrikanische Gesellschaften sollen nicht auf Krisen und Defizite reduziert werden. Ihre unterschiedlichen Erfahrungen, Interessen und Entwicklungen verdienen eine eigenständige und differenzierte Darstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür ist die Zusammenarbeit mit afrikanischen Journalist*innen dringend notwendig. Sie sind näher am Geschehen dran und haben einen anderen Blickwinkel auf die Ereignisse in ihren Ländern.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ö1 stellt elf dieser Medienprofis auf seiner Website vor:</h3>



<ul class="wp-block-list liste-mit-abstand">
<li><strong>Miriam Angil aus Kenia</strong> ist Journalistin, Moderatorin und TV-Produzentin. Mit ihrer eigenen Produktionsplattform <a href="https://sajenproductions.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sajen Productions</a> möchte sie insbesondere Geschichten und Perspektiven sichtbar machen, die in der etablierten Berichterstattung wenig Beachtung finden.</li>



<li><strong>Alhassan Bala aus Nigeria</strong> beschäftigt sich unter anderem mit Desinformation und Medienkompetenz. Er gründete die Hausa-sprachige Faktencheck-Plattform <a href="https://alkalanci.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alkalanci</a>, die Falschinformationen und Propaganda in Nordnigeria und der Sahelzone untersucht.</li>



<li><strong>Patrick Wasso aus Burundi</strong> berichtet seit vielen Jahren über Politik, gesellschaftliche Entwicklungen und grenzüberschreitenden Handel in der Region der Großen Seen. Er ist freier Jouranlist für <a href="https://www.bbc.com/gahuza" target="_blank" rel="noreferrer noopener">BBC Gahuza</a> und arbeitet unter anderem für Associated Press, France 24 und Radio France Internationale.</li>



<li><strong>Albert Oppong-Ansah aus Ghana</strong> ist auf Wissenschafts- und Umweltjournalismus spezialisiert. Seine Themen reichen vom Klimawandel über Luftverschmutzung bis zu erneuerbaren Energien. Dabei geht es ihm auch darum, politische Verantwortung sichtbar zu machen und gesellschaftliche Lösungsansätze aufzuzeigen.</li>



<li><strong>Eyasu Zekarias aus Äthiopien</strong> beschäftigt sich mit Wirtschafts- und Finanzthemen sowie Umweltpolitik. Als Journalist und Faktenchecker berichtet er über Entwicklungen in Äthiopien und den Nachbarländern.</li>



<li><strong>Henri Joël Abissi aus Benin</strong> arbeitet als Radioreporter und Videograf für den Fernsehsender <a href="https://www.youtube.com/channel/UCV2YGpOhPxNGSSw5KZ-F5wQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Canal 1 Culture</a>. Er widmet sich besonders dem kulturellen Erbe seines Landes, der ländlichen Entwicklung und lokalen Initiativen.</li>



<li><strong>Herminio José aus Mosambik</strong> lebt in Maputo und glaubt an Journalismus im Dienst der Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt seiner journalistischen Arbeit steht die Frage, wie sich politische Entscheidungen konkret auf den Alltag der Menschen auswirken.</li>



<li><strong>Jean Leonard Karuranga aus Ruanda</strong> arbeitet als Journalist, Medienproduzent und Videograf in Kigali. Darüber hinaus ist er als Videodokumentarist für das <a href="https://www.irdp.rw/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Institute of Research and Dialogue for Peace</a> (IRDP) in Kigali tätig.</li>



<li><strong>Augustin Wamenya aus der DR Kongo</strong> berichtet aus Goma in der Provinz Nord-Kivu. Seine journalistischen Schwerpunkte sind die Konflikte in der Region der Großen Seen, Umweltfragen und Sport.</li>



<li><strong>Ignatius Bahizi aus Uganda</strong> verfügt über langjährige Erfahrung im Radiojournalismus. Er beschäftigt sich insbesondere mit internationalen Beziehungen sowie politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Ostafrika.</li>



<li><strong>Venuste Alexandre Nshimiyimana</strong>, geboren in <strong>Ruanda</strong>, ist Journalist und Medienunternehmer in Belgien. Er arbeitete mehr als zwei Jahrzehnte für den BBC World Service und mehrere Jahre für Voice of America. Sein besonderes Anliegen ist es, jenseits der täglichen Schlagzeilen die unterschiedlichen gesellschaftlichen Realitäten afrikanischer Länder sichtbar zu machen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Afrikanische Perspektiven in vielen Facetten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie vielfältig diese Perspektiven sein können, zeigt das Programm. Den Auftakt bildet am 30. Oktober die Ö1-Sendung „Im Gespräch“ mit dem Wasser- und Energieexperten Paul Yillia. Er berichtet über seine Rückkehr nach Sierra Leone und seine Arbeit mit der Organisation TENN, die sich unter anderem mit Solarenergie, Trinkwasser und Stromversorgung beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im „Radiokolleg“ stehen vom 2. bis 5. November lokale Initiativen im Mittelpunkt, die wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen aufgreifen, Geschlechtergerechtigkeit fördern und neue Handlungsmöglichkeiten schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Sendungen beschäftigen sich mit der Kulturszene in Senegal, der Gnawa-Musik aus Marokko oder zeitgenössischen afrikanischen Komponistinnen. Das Technologiemagazin „matrix“ untersucht am 6. November am Beispiel Ugandas die Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen und die Frage, wer Zugang zu sensiblen Daten der Bürgerinnen erhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt beschränkt sich damit nicht auf Erfolgsgeschichten. Auch politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konflikte bleiben Teil der Berichterstattung. Sie werden jedoch um Perspektiven ergänzt, die im europäischen Medienalltag häufig zu kurz kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird dieser Ansatz in der Ö1-Reihe „Gedanken für den Tag“. Vom 2. bis 7. November kommen Menschen aus verschiedenen afrikanischen Ländern zu Wort und sprechen über ihren Alltag, ihre Hoffnungen und ihre Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit der Rolle der Medien in Mali und der Stellung von Journalistinnen in Burkina Faso, Niger und Mali. Weitere Themen sind Frauen in Wissenschaft und Entwicklung, religiöse und kulturelle Lebenswelten sowie politische und wirtschaftliche Veränderungen in der Demokratischen Republik Kongo. (Ende)</p>



<p class="afrika-hinweis wp-block-paragraph">Zum Programmschwerpunkt <a href="https://oe1.orf.at/africanow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Africa Now!&#8220;</a> auf Ö1</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Shutterstock.com</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/africa-now/">Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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		<title>Trumps Frieden und die Realität</title>
		<link>https://afrika.info/trumps-frieden-und-die-realitaet-im-kongo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 07:03:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[Clementine de Montjoye]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Philippe Bolopion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein neuer Bericht von Human Rights Watch offenbart die ernüchternde Realität nach den Friedensabkommen: Im Osten der Demokratischen Republik Kongo dauern Zwangsrekrutierungen und Misshandlungen durch die von Ruanda unterstützte M23-Miliz an.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein neuer Bericht von Human Rights Watch offenbart die ernüchternde Realität nach den Friedensabkommen: Im Osten der Demokratischen Republik Kongo dauern Zwangsrekrutierungen und Misshandlungen durch die von Ruanda unterstützte M23-Miliz an.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Philippe Bolopion und Clémentine de Montjoye* |&nbsp;23. Juni 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">New York (IPS/afr) – Am 8. Februar 2026 trat M23-Chef Sultani Makenga vor über 7.500 frisch ausgebildeter Rekruten und stachelte sie auf: „Ihr seid nun Teil einer Armee, die sich erhoben hat, um das Land und sein Volk zu befreien.“ Das zeigt ein Propagandavideo der Rebellengruppe, das in sozialen Netzwerken kursiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Video vermittelt martialische Bilder: Die Rekruten im Ausbildungslager Tshanzu in der Provinz Nord-Kivu marschieren im Gleichschritt, zerschlagen Ziegelsteine mit bloßen Händen und springen durch brennende Reifen. Unsichtbar bleiben jedoch die Hinrichtungen, Misshandlungen und unmenschlichen Haftbedingungen, mit denen die M23-Miliz Loyalität und Gehorsam erzwingt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lager in Tshanzu und dem nahe gelegenen Rumangabo stehen exemplarisch für die Gewalt, mit der die von Ruanda unterstützte M23 ihre Kontrolle im Ostkongo ausbaut. Mit logistischer, materieller und militärischer Unterstützung Ruandas hat die Gruppe weite Teile der Region erobert. Menschenrechtsorganisationen werfen Ruanda vor, die M23 faktisch zu kontrollieren und damit Mitverantwortung für deren Übergriffe zu tragen.</p>



<h2 id="h-rohstoffe-im-fokus" class="wp-block-heading">Rohstoffe im Fokus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die M23 Anfang 2025 die Provinzhauptstädte Goma und Bukavu eingenommen hatte, schaltete sich US-Präsident Donald Trump ein, um die Friedensgespräche zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda wiederzubeleben. Mit seiner Initiative wollte Trump auch die US-Interessen im ressourcenreichen Ostkongo sichern. Die Region verfügt über enorme Vorkommen von Kobalt, Coltan, Lithium, Kupfer und weiteren strategisch wichtigen Mineralien für Batterien, Elektronik und Rüstungstechnologien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni und Dezember wurden entsprechende Abkommen unterzeichnet, die unter anderem den Abzug ruandischer Truppen vorsahen. Dennoch spielt Ruanda nach Angaben von Human Rights Watch weiterhin eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der M23 und ihrer Rekrutierungsbemühungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während in Washington über Friedens-, Sicherheits- und Rohstoffabkommen verhandelt wurde, trieb die M23 Tausende kongolesische Soldaten und Zivilisten gewaltsam zusammen und brachte sie in Ausbildungslager. Viele wurden aus ihren Häusern, Kirchen, Schulen oder Krankenhäusern verschleppt, andere mit falschen Versprechungen angelockt oder auf offener Straße festgenommen.</p>



<h2 id="h-ein-system-der-gewalt" class="wp-block-heading">Ein System der Gewalt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für ihren <a href="https://www.hrw.org/report/2026/06/10/death-was-everywhere/arbitrary-detention-killings-and-forced-recruitment-by-the" target="_blank" rel="noreferrer noopener">neuen Bericht</a> befragte die NGO Human Rights Watch mehr als 100 ehemalige Gefangene, die aus den Lagern fliehen konnten oder sich kongolesischen Streitkräften ergaben. Ihre Aussagen zeichnen das Bild eines Systems aus Zwang, Gewalt und Angst. Neuankömmlinge mussten ein brutales Initiationsritual überstehen, das ihren Übergang ins Militärleben markieren sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist ein Test, wie viel Leid man ertragen kann“, berichtete ein 25-jähriger Bauarbeiter, der im März 2025 in Goma gefangen genommen wurde. „Wir waren 200, zehn von uns starben. Zwei wurden erschossen, die anderen zu Tode gepeitscht.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehemalige Gefangene schildern regelmäßige Schläge und Tötungen selbst für geringfügige Verstöße. Viele mussten aus Pfützen trinken oder Regenwasser von Blättern lecken. Andere starben an Hunger, Dehydrierung oder Erschöpfung. Nach ihren Angaben könnten im Jahr 2025 Hunderte Menschen in den Lagern ums Leben gekommen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Kinder waren betroffen. Jungen wurden zur militärischen Ausbildung gezwungen und mussten Straßen bauen, Holz schlagen, schwere Lasten tragen oder Wasser transportieren. Einige wurden als Wachposten eingesetzt und dazu angehalten, andere Gefangene zu misshandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben ehemaliger Rekruten dienten die Lager nicht nur der militärischen Ausbildung, sondern auch der politischen Indoktrination. Sie mussten Lieder singen und die Führung der Demokratischen Republik Kongo kritisieren. Ruandische Soldaten sollen die Lager abgesichert und auf Flüchtende geschossen haben.</p>



<h2 id="h-ohne-rechenschaft-kein-frieden" class="wp-block-heading">Ohne Rechenschaft kein Frieden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berichte deuten darauf hin, dass die M23 ihre Kontrolle über weite Teile des Ostkongo langfristig festigen will. Trotz Friedensabkommen und eines teilweisen Rückzugs aus einigen Gebieten gibt es bislang keine Anzeichen für ein Ende des Konflikts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA haben bereits Sanktionen gegen Angehörige der ruandischen Streitkräfte und mehrere hochrangige Kommandeure verhängt. Human Rights Watch fordert weitere Maßnahmen durch die Europäische Union und das Vereinigte Königreich sowie eine stärkere politische und rechtliche Rechenschaftspflicht für die Verantwortlichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Schwäche der bisherigen Friedensabkommen bleibt das Fehlen von Mechanismen zur Aufarbeitung vergangener Verbrechen. Solange Verantwortliche wie Sultani Makenga für schwere Menschenrechtsverletzungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, droht die Straflosigkeit weitere Missbräuche zu begünstigen. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph">*Philippe Bolopion ist Geschäftsführer und Clémentine de Montjoye ist leitende Forscherin bei Human Rights Watch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Ein M23-Kämpfer nach Einnahme der Stadt Goma am 28. Jänner 2025 (Foto: Sam Ngenda, <a href="http://shutterstock.com">Shutterstock.com</a>)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Afrika-Cup &#8211; das Finale</title>
		<link>https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:02:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des Africa Cup of Nations live in einem interkulturellen Umfeld.</p>
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<h2 class="wp-block-heading" id="h-public-viewing-und-come-together">Public Viewing und Come Together</h2>



<pre class="wp-block-verse"><strong>Termin:</strong> 18. Jänner 2026, 19:00 Uhr<br><strong>Ort:</strong> Afro-Asiatisches Institut, Imaculada, Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg<br><strong>Eintritt:</strong> frei</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des <strong>Africa Cup of Nations</strong> live in einem interkulturellen Umfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Können die Kicker der Côte d&#8217;Ivoire den Titel aus 2024 verteidigen? Oder holt die Heimmannschaft Marokko den begehrten Pokal? Oder sorgt gar ein krasser Außenseiter wie Simbabwe oder Botswana für eine Überraschung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 35. Africa Cup findet vom <strong>21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko</strong> statt. Das Land wird damit nach 1988 das zweite Mal Gastgeber des Turniers sein. Insgesamt werden von den 24 teilnehmenden Nationen 52 Spiele ausgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Finale wird am 18. Jänner 2026</strong> im neu errichteten Stade Moulay Abdallah in Rabat ausgetragen. Anpfiff: 20:00 Uhr</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-teilnehmende-nationalteams">Teilnehmende Nationalteams</h2>



<figure class="wp-block-table is-style-regular has-regular-font-size"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe A</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe B</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe C</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4816" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Marokko.svg_.webp" alt="Marokko Flagge"> Marokko</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4824" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aegypten.svg_.webp" alt="Ägypten Flagge"> Ägypten</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4828" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Nigeria.svg_.webp" alt="Nigeria Flagge"> Nigeria</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4817" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mali.svg_.webp" alt="Mali Flagge"> Mali</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4825" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Suedafrika.svg_.webp" alt="Südafrika Flagge"> Südafrika</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4829" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tunesien.svg_.webp" alt="Tunesien Flagge"> Tunesien</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4819" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sambia.svg_.webp" alt="Sambia Flagge"> Sambia</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4826" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Angola.svg_.webp" alt="Angola Flagge"> Angola</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4830" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Uganda.svg_.webp" alt="Uganda Flagge"> Uganda</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="9" class="wp-image-4820" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Komoren.svg_.webp" alt="Komoren Flagge"> Komoren</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4827" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Simbabwe.svg_.webp" alt="Simbabwe Flagge"> Simbabwe</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4831" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tansania.svg_.webp" alt="Tansania Flagge"> Tansania</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe D</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe E</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe F</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4832" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Senegal.svg_.webp" alt="Senegal Flagge"> Senegal</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4836" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Algerien.svg_.webp" alt="Algerien Flagge"> Algerien</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4840" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Cote-d-Ivoire.svg_.webp" alt="Côte d'Ivoire Flagge"> Côte d&#8217;Ivoire</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4833" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-DR-Kongo.svg_.webp" alt="DR Kongo Flagge"> DR Kongo</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4837" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Burkina-Faso.svg_.webp" alt="Burkina Faso Flagge"> Burkina Faso</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4841" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Kamerun.svg_.webp" alt="Kamerun Flagge"> Kamerun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4834" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Benin.svg_.webp" alt="Benin Flagge"> Benin</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4838" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aequatorialguinea.svg_.webp" alt="Äquatorialguinea Flagge"> Äquatorialguinea</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4842" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Gabun.svg_.webp" alt="Gabun Flagge"> Gabun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4835" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Botswana.svg_.webp" alt="Botswana Flagge"> Botswana</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4839" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sudan.svg_.webp" alt="Sudan Flagge"> Sudan</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4843" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mosambik.svg_.webp" alt="Mosambik Flagge"> Mosambik</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Veranstaltung von Welthaus Graz in Kooperation mit afrika.info, Afrika Plattform Salzburg, Afro-Asiatisches Institut Graz, Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Katholische Hochschuljugend, Katholische Hochschulgemeinde und Fachbereich Weltkirche</p>
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		<title>DRC versteigert halbes Land für Erdölsuche</title>
		<link>https://afrika.info/dr-kongo-versteigert-halbes-land-fuer-erdoelsuche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2025 07:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Umar Manzoor Shah]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Entscheidung, Suchlizenzen für Erdöl auf mehr als der Hälfte ihres Staatsgebiets zu versteigern, sorgt die Regierung der DR Kongo für Entsetzen. Umweltorganisationen warnen vor einem Desaster für das Klima, die Artenvielfalt und die Rechte indigener Gemeinschaften.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Umar Manzoor Shah | 19. August 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kinshasa (IPS/afr). Mit der Entscheidung, Suchlizenzen für Erdöl auf mehr als der Hälfte ihres Staatsgebiets zu versteigern, sorgt die Regierung der Demokratischen Republik Kongo (DRC) weltweit für Entsetzen. Umweltorganisationen warnen vor einem Desaster für das Klima, die Artenvielfalt und die Rechte indigener Gemeinschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einem neuen Report der Organisation Earth Insight mit dem Titel &#8222;<a href="https://earth-insight.org/report/drc-oil-expansion/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forests to Frontlines: Oil Expansion Threats in the DRC</a><em>“</em> sollen 55 Explorationsblöcke mit insgesamt 1,24 Millionen Quadratkilometer für die Suche nach Erdöl freigegeben werden. Das entspricht über 50 Prozent des Staatsgebiets des zentralafrikanischen Landes.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schutzgebiete im Visier</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders brisant ist, dass die betroffenen Gebiete zentrale ökologische Funktionen erfüllen: Über 66 Millionen Hektar intakter Regenwald – das sind 64 Prozent der verbliebenen Wildnisgebiete der DR Kongo – liegen in den geplanten Blöcken. 83.000 Quadratkilometer Schutzgebiete sowie 86.000 Quadratkilometer biodiversitätsrelevante Schlüsselareale überschneiden sich mit den zur Versteigerung freigegebenen Flächen.</p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6aeb4ae324023&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6aeb4ae324023" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="724" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/08/drc-2025-licencsing-round-1024x724.png" alt="" class="wp-image-4650" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/08/drc-2025-licencsing-round-1024x724.png 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/08/drc-2025-licencsing-round-300x212.png 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/08/drc-2025-licencsing-round-768x543.png 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/08/drc-2025-licencsing-round-1536x1086.png 1536w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/08/drc-2025-licencsing-round-640x453.png 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/08/drc-2025-licencsing-round.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Die Grafik von Earth Insight zeigt die enorme Ausdehnung der 55 zur Versteigerung stehenden Explorationsblöcke. (Quelle:<a href="https://earth-insight.org/report/drc-oil-expansion/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Earth Insight, CC BY-ND</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Großangriff auf die Natur kommt überraschend: Noch Anfang des Jahres sorgte die angekündigte Schaffung des <a href="https://www.weforum.org/stories/2025/01/congo-kivu-kinshasa-green-corridor/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Grünen Korridors zwischen Kivu und Kinshasa</a> international für Anerkennung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun jedoch sollen 72 Prozent dieser Vorzeige-Naturschutzfläche für die Erdölsuche freigegeben werden. „Dies ist ein Verrat an den Rechten der Gemeinschaft, dem Klimaschutz und den Versprechungen zum Schutz der Artenvielfalt“, kritisiert Emmanuel Musuyu von der zivilgesellschaftlichen Organisation CORAP.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Cuvette Centrale“ als CO₂-Zeitbombe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit großer Sorge blicken Naturschützer*innen dabei insbesondere auf die “Cuvette Centrale”. Im größten Torfmoor der Welt sind rund 30 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert – bei Freisetzung würde dies den globalen CO₂-Emissionen von drei Jahren entsprechen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bohrungen, Straßenbau und andere Explorationsaktivitäten könnten das empfindliche Feuchtgebiet austrocknen und so zu einer massiven Emission von CO₂ und Methan führen. „Die Cuvette Centrale ist eine der größten terrestrischen Kohlenstoffsenken der Erde – ihre Zerstörung wäre eine globale Katastrophe“, warnt Tyson Miller von Earth Insight.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch aus sozialer Perspektive ist das Vorhaben bedenklich: Rund 39 Millionen Menschen – mehr als ein Drittel der Bevölkerung – leben in den betroffenen Regionen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen wären die sogenannten Gemeinschaftswälder, die von lokalen Bevölkerungsgruppen bewirtschaftet werden und eigentlich dem Schutz vor industrieller Ausbeutung dienen. 63 Prozent dieser Wälder liegen jedoch innerhalb der geplanten Blöcke. Eine Erdölförderung würde sowohl nationale Gesetze als auch das <a href="https://www.ihrb.org/resources/what-is-free-prior-and-informed-consent-fpic" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Selbstbestimmungsrecht indigener Gruppen</a>&nbsp; verletzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Muanda als abschreckendes Beispiel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar verspricht die Regierung wirtschaftlichen Aufschwung – doch Erfahrungen aus dem einzigen bestehenden Ölfördergebiet des Landes, der Küstenstadt Muanda am Atlantik, zeichnen ein anderes Bild: Die Region gehört nach wie vor zu den ärmsten der DR Kongo, während Umweltschäden, Krankheitsbelastungen und soziale Verwerfungen zunehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Muanda ist die am wenigsten entwickelte Ölstadt der Welt“, beklagt Einwohner Alphonse Khonde. „Wir atmen vergiftete Luft, unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind verschwunden, und es gibt keine medizinische Versorgung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Widerstand innerhalb des Landes wächst: Unter dem Motto „<a href="https://ourlandwithoutoil.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Our Land Without Oil</a>“ mobilisiert ein Bündnis von inzwischen über 150 zivilgesellschaftlichen Gruppen mit Protestmärschen und Aktionswochen gegen die Pläne.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kampagnenkoordinator Pascal Mirindi fasst die Position drastisch zusammen: „Wir haben die Wahl: Wir schaufeln mit Erdöl unser eigenes Grab oder bauen eine lebenswerte, würdige und souveräne Zukunft.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Der Salonga National Park in der DR Kongo aus der Luft (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/usaiddrc/44527323461" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flickr, USAID Democratic Republic of Congo, Cody Pope, CC BY-NC-2.0</a>) </p>
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		<title>Afrika-Filmtage 2025: Regisseurinnen im Fokus</title>
		<link>https://afrika.info/afrika-filmtage-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2025 10:24:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
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		<category><![CDATA[Afrikafilm]]></category>
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		<category><![CDATA[Elke Giacomozzi]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von 13. bis 15. Mai 2025 finden die 2. Afrika-Filmtage im Salzburger Filmkulturzentrum DAS KINO statt. Mit Filmen wie <i>The Bride</i> von Myriam Birara und <i>Banel &#038; Adama</i> von Ramata-Toulaye Sy liegt der Schwerpunkt heuer auf dem Schaffen afrikanischer Regisseurinnen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 9. April 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Salzburg (afr). Von 13. bis 15. Mai 2025 finden die 2. Afrika-Filmtage im Salzburger Filmkulturzentrum DAS KINO statt. Mit Filmen wie&nbsp;<em>The Bride</em>&nbsp;von Myriam Birara und&nbsp;<em>Banel &amp; Adama</em>&nbsp;von Ramata-Toulaye Sy liegt der Schwerpunkt heuer auf dem Schaffen afrikanischer Regisseurinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanische Filmindustrie erlebt derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung. Allein in Nigerias Traumfabrik „Nollywood“ werden pro Jahr mehr als 2.500 Filme produziert. Laut dem UNESCO-Bericht <a href="file:///C:/Users/marti/Downloads/379165eng.pdf">The African Film Industry</a> hat die Branche das Potenzial, über 20 Millionen Arbeitsplätze auf dem Kontinent zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen spielen in der afrikanischen Filmindustrie bislang nur eine Nebenrolle – im kontinentalen Schnitt ist lediglich ein Fünftel aller in der Branche beschäftigten Personen weiblich. Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede. In der Region Zentralafrika, die Länder wie z. B. Kamerun, Tschad oder DR Kongo umfasst, liegt der Frauenanteil bei unter 10 %. Deutlich besser hingegen ist die Situation in der Region Südliches Afrika mit Staaten wie Botswana, Namibia oder Südafrika. Dort beträgt der Anteil an weiblichen Beschäftigten in der Filmindustrie mehr als 30 %.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Afrikanische Regisseurinnen vor den Vorhang</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 2. Afrika-Filmtage in Salzburg, die vom Afro-Asiatischen Institut, der Nachrichtenagentur afrika.info und DAS KINO organisiert werden, holen heuer afrikanische Filmemacherinnen vor den Vorhang. „Regisseurinnen aus afrikanischen Ländern stehen völlig zu Unrecht im Schatten ihrer männlichen Kollegen“, sagt Elke Giacomozzi, Geschäftsführerin des Afro-Asiatischen Instituts in Salzburg. „Dabei können afrikanische Filmemacherinnen mit ihrer visionären Erzählweise und ihrer poetischen Filmsprache immer häufiger auch die Jurys großer Filmfestspiele wie in Cannes oder Berlin überzeugen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Spielfilmdebüts, die besonders hervorstechen, stehen im Mittelpunkt der Afrika-Filmtage: <em>The Bride</em> der ruandischen Filmemacherin Myriam Uwiragiye Birara und <em>Banel &amp; Adama</em> der französisch-senegalesischen Regisseurin Ramata-Toulaye Sy.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine eindringliche Geschichte über Selbstbestimmung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>The Bride</strong> </em>(Ruanda 2023) ist das beeindruckende Debüt der ruandischen Regisseurin Myriam Uwiragiye Birara. Der Film feierte bei der Berlinale 2023 seine Weltpremiere und hat dort eine lobende Erwähnung für den GWFF Best First Feature Film Award erhalten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="563" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/the-bride-1-web-c-bora-shingiro.jpg" alt="" class="wp-image-4408" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/the-bride-1-web-c-bora-shingiro.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/the-bride-1-web-c-bora-shingiro-300x169.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/the-bride-1-web-c-bora-shingiro-768x432.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/the-bride-1-web-c-bora-shingiro-640x360.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>The Bride</em> (Ruanda 2023) ist das Spielfilmdebut von Myriam Birara. Der Film behandelt die Pläne einer jungen Frau, die in Konflikt mit traditionellen Rollenbildern geraten. (Bildrechte: Bora Shingiro)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Handlung von <em>The Bride</em> ist im Jahr 1997 angesiedelt – drei Jahre nach dem Genozid in Ruanda. Eine junge Frau namens Eva träumt davon, Medizin zu studieren. Ihre Pläne werden jedoch jäh unterbrochen: Im Zuge einer traditionellen Ehezeremonie namens „guterura“ wird sie von einer Gruppe Männer entführt und gezwungen zu heiraten. Im Stich gelassen von ihrer konservativen Familie, findet Eva Trost in der Freundschaft mit der Cousine ihres Ehemanns. Durch diese Beziehung entdeckt sie die traumatische Vergangenheit der Familie und steht vor der Entscheidung, zu bleiben oder zu fliehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Publikumsgespräch mit Regisseurin Myriam Birara</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Biraras inszenatorische Präzision und die subtile, aber kraftvolle Darstellung weiblicher Widerstandskraft machen <em>The Bride</em> zu einem Meilenstein im zeitgenössischen afrikanischen Kino“, erklärt Sigrid Gruber von DAS KINO. „Der Film bringt nicht nur soziale Missstände zur Sprache, sondern bietet auch eine Plattform für Frauen, ihre Geschichten selbst zu erzählen – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Diversität und Gleichberechtigung in der Filmbranche.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4409" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200-819x1024.jpg 819w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200-240x300.jpg 240w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200-768x960.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200-640x800.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/myriam-birara-c-alain-jambo-1200.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Regisseurin von <em>The Bride</em>, Myriam Birara, wird sich nach der Filmvorführung zu einem Publikumsgespräch online aus Ruanda zuschalten. (Bildrechte: Alain Jambo)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem 70-minütigen Film wird sich Regisseurin <strong>Myriam Uwiragiye Birara</strong> aus Ruanda zu einem Publikumsgespräch online zuschalten, das von Sharon Lagat, Mitglied des Filmbeirats der Afrika-Filmtage, moderiert wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reflexion über Liebe und Tradition</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht weniger berührend ist <em><strong>Banel &amp; Adama</strong></em> (Senegal, Mali, Frankreich 2023) der französisch-senegalesischen Regisseurin Ramata-Toulaye Sy. Der Film handelt von einem jungen Paar, das in einem abgelegenen Dorf im Norden Senegals lebt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="600" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/banel-et-adama-web-best-friend-forever.jpg" alt="" class="wp-image-4410" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/banel-et-adama-web-best-friend-forever.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/banel-et-adama-web-best-friend-forever-300x180.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/banel-et-adama-web-best-friend-forever-768x461.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/banel-et-adama-web-best-friend-forever-640x384.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Banel &amp; Adama</em> (Senegal, Mali, Frankreich 2023) von Ramata Toulaye-Sy behandelt die Widersprüche einer leidenschaftlichen Liebe zu den Erwartungen einer traditionell geprägten Gesellschaft. (Bildrechte: Best Friend Forever)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die leidenschaftliche Liebe zwischen Banel und Adama steht im Widerspruch zu den traditionellen Erwartungen ihrer Gemeinschaft. Als Adama seine vorgesehene Rolle als Dorfoberhaupt ablehnt und Banel sich weigert, den konventionellen Pflichten einer Frau nachzukommen, geraten sie in Konflikt mit ihrer Umgebung. Die daraus resultierenden Spannungen führen zu unerwarteten und dramatischen Konsequenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sy inszeniert diese spannungsgeladene Geschichte in eindrucksvollen Bildern, die von der sengenden Hitze der Wüste und der stillen Schönheit der Landschaft durchzogen sind. Ihr Film feierte 2023 Premiere in Cannes und war für die Goldene Palme nominiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Meisterwerke aus dem Sudan, Madagaskar und der DR Kongo</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm der Afrika-Filmtage 2025 bietet darüber hinaus drei weitere überzeugende Produktionen aus dem Sudan, der Demokratischen Republik Kongo und Madagaskar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In <em><strong>Goodbye Julia</strong></em> (Sudan 2023) – dem Eröffnungsfilm der diesjährigen Afrika-Filmtage – erzählt Regisseur Mohamed Kordofani die auf tragische Weise miteinander verbundene Geschichte von zwei Frauen. Mona, eine muslimische Angehörige der gehobenen nordsudanesischen Mittelklasse, war vor ihrer Ehe eine bekannte Sängerin und führt nun eine glücklose Ehe mit ihrem Ehemann Akram. Nachdem beide den Tod eines christlichen Mannes aus dem Südsudan verursacht haben, versucht Mona, ihre Schuldgefühle zu kompensieren, indem sie Julia, die ahnungslose Witwe des Ermordeten, als ihre Hausgehilfin anstellt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="696" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/goodbye-julia-web-www.trigon-film.org_.jpg" alt="" class="wp-image-4411" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/goodbye-julia-web-www.trigon-film.org_.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/goodbye-julia-web-www.trigon-film.org_-300x209.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/goodbye-julia-web-www.trigon-film.org_-768x535.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/goodbye-julia-web-www.trigon-film.org_-640x445.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Goodbye Julia</em> (Sudan 2023) von Mohamed Kordofani erzählt eine packende Geschichte um Schuld, Wiedergutmachung und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten in einem zerrissenen Land. (Bildrechte: trigon-film)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In <em><strong>Disco Afrika</strong></em> (Madagaskar 2023) begleitet der madegassische Regisseur Luck Razanajaona den 20-jährigen Kwame auf der Suche nach seiner Identität. Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, arbeitet Kwame in illegalen Saphirminen. Ein unerwartetes Ereignis zwingt ihn jedoch, in seine Heimatstadt zurückzukehren. Dort trifft er auf seine Mutter und alte Freunde und wird mit der allgegenwärtigen Korruption in seinem Land konfrontiert. Kwame steht vor der Entscheidung zwischen schnellem Geld und Loyalität, zwischen Individualismus und politischem Erwachen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="541" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/disco-afrika-web-WeFilm.jpg" alt="" class="wp-image-4412" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/disco-afrika-web-WeFilm.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/disco-afrika-web-WeFilm-300x162.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/disco-afrika-web-WeFilm-768x415.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/disco-afrika-web-WeFilm-640x346.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Disco Afrika</em> (Madagaskar 2023) von Luck Razanajaona folgt dem jungen Kwame bei der Suche nach seinem Vater. Dabei muss Kwame Entscheidungen von enormer Tragweite treffen. (Bildrechte: WeFilm)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In seinem fesselnden Spielfilmdebüt <em><strong>Omen</strong></em> (DR Kongo, Belgien 2023) beleuchtet der belgisch-kongolesische Regisseur und bekannte Rapper Baloji eindrucksvoll den Konflikt zwischen modernen Lebensweisen und traditionellen Überzeugungen in der heutigen kongolesischen Gesellschaft. In <em>Omen</em> kehrt ein junger Mann namens Koffi nach Jahren in Belgien mit seiner schwangeren, weißen Verlobten Alice in seine Heimatstadt Kinshasa zurück. Dort hofft er auf eine Versöhnung mit seiner Familie. Doch alte Traditionen und tief verwurzelte Aberglauben stellen sich Koffi in den Weg, da er als „zabolo“ – ein vermeintlicher Zauberer – gebrandmarkt wurde.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="644" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/omen-web-wrong-men.jpg" alt="" class="wp-image-4413" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/omen-web-wrong-men.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/omen-web-wrong-men-300x193.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/omen-web-wrong-men-768x495.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/omen-web-wrong-men-640x412.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Omen</em> (DR Kongo, Belgien 2023) ist das Spielfilmdebut des belgisch-kongolesischen Regisseurs und Rappers Baloji. Der Film behandelt die Konflikte zwischen modernen Lebensweisen und traditionellen Überzeugungen in fesselnden Bildern. (Bildrechte: Grandfilm / Wrong Men)</figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Programmübersicht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Dienstag, 13. Mai 2025, DAS KINO</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>19:30 Uhr: <em>Goodbye Julia</em> (Sudan 2023)<br>120 Min., Arabisch mit Untertitel in Deutsch</li>



<li>Im Anschluss: Empfang mit Spezialitäten aus Äthiopien</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Mittwoch, 14. Mai 2025, DAS KINO</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>18:00 Uhr: <em>Disco Afrika</em> (Madagaskar 2023)<br>81 Min., Malagasy mit Untertitel in Englisch</li>



<li>20:00 Uhr: <em>The Bride</em> (Ruanda 2023)<br>73 Min., Kinyarwanda mit Untertitel in Englisch</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss: Regiegespräch mit Myriam Uwiragiye Birara</p>



<h3 class="wp-block-heading">Donnerstag, 15. Mai 2025, DAS KINO</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>18:00 Uhr: <em>Omen</em> (DR Kongo, Belgien 2023)<br>90 Min., Französisch, Swahili mit Untertitel in Deutsch</li>



<li>20:00 Uhr: <em>Banel &amp; Adama</em> (Senegal, Mali, Frankreich 2023)<br>87 Min., Pulaar mit Untertitel in Englisch</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Filmauswahl durch breites Gremium an Expert*innen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrika-Filmtage werden von zahlreichen öffentlichen Einrichtungen, Organisationen und Unternehmen unterstützt: Land Salzburg, Stadt Salzburg, Pinto Africa, Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, Katholische Frauenbewegung, gendup &#8211; Universität Salzburg, Südwind Salzburg, SEI SO FREI, Referat Weltkirche der Erzdiözese Salzburg, EZA Fairer Handel GmbH, Afrika-Plattform</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Auswahl der Filme wurden Expert*innen für das afrikanische Kino ebenso miteinbezogen wie Vertreter*innen der afrikanischen Diaspora in Österreich. Außerdem wirkten die Teams von Filminitiativ Köln e.V. und Afrikanische Filmtage München im Auswahlprozess mit. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">Weitere Informationen zum Programm der Afrika-Filmtage inklusive der Trailer gibt es auf der Website: <a href="https://afrikafilmtage.at">https://afrikafilmtage.at</a>.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kenia rüstet sich gegen Mpox</title>
		<link>https://afrika.info/kenia-ruestet-sich-gegen-mpox/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Aug 2024 07:04:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Africa CDC]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Joyce Chimbi]]></category>
		<category><![CDATA[Mpox]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://afrika.info/?p=3931</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Mpox-Virus breitet sich in Afrika immer weiter aus: Laut der Gesundheitsbehörde Africa CDC wurden im heuer bereits 20.720 Infektionen und 582 Todesfälle registriert. Kenia hat ein landesweites Mpox-Screening hochgefahren.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Joyce Chimbi | 26. August 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nairobi (IPS/afr). Das Mpox-Virus breitet sich in Afrika immer weiter aus: Laut der Gesundheitsbehörde Africa CDC wurden heuer bereits 20.720 Infektionen und 582 Todesfälle registriert. Erstmals seit der Gründung im Jahr 2017 hat Africa CDC am 13. August 2024 einen öffentlichen Gesundheitsnotfall der kontinentalen Sicherheit erklärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Epizentrum des aktuellen Mpox-Ausbruchs liegt in der Demokratischen Republik Kongo: Auf den Staat im Herzen Afrikas entfallen 95 Prozent aller gemeldeten Infektionen und 99 Prozent der verzeichneten Todesfälle. Fälle wurden in zwölf weiteren afrikanischen Ländern registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Besorgnis sorgt vor allem die hohe Mortalität der kursierenden Variante. Mpox-Viren werden in zwei genetisch unterschiedliche Kladen unterteilt: in die zentralafrikanische Klade I und in die westafrikanische Klade II. Für die aktuelle Gesundheitskrise sind Viren der Klade Ib verantwortlich.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem kenianischen Gesundheitswissenschafter Onyango Ouma von der Universität Nairobi ist bei bisherigen Ausbrüchen von Mpox I eine Fallsterblichkeit (CFR) von bis zu zehn Prozent festgestellt worden. Beim aktuellen Ausbruch sind bislang 2,81 Prozent der registrierten Fälle verstorben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der weltweite Infektionswelle von 2022 hingegen wurde durch Viren der Klade IIb ausgelöst, die deutlich mildere Verläufe verursachten. Bei Mpox II liegt die Fatalitätsrate bei weniger als 0,1 Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kenia bereitet sich auf den Ernstfall vor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl es im ostafrikanischen Kenia bisher nur zwei bestätigte Fälle der Klade Ib gibt, ist das Land in Alarmbereitschaft. Seit Anfang August hat Kenia die Mpox-Screenings intensiviert, bislang wurden mehr als 250.000 Menschen getestet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei beiden Infektionsfällen handelt es sich um LKW-Fahrer aus Uganda. Der Wissenschaftler Ouma geht daher davon aus, dass es noch weitere Fälle gibt. Kenia gilt als Verkehrsdrehscheibe von Ostafrika. Zu den Nachbarstaaten Äthiopien, Somalia, Südsudan, Tansania und Uganda gibt es insgesamt 35 Grenzstationen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Ausbruch zu bewältigen, wurden mittlerweile alle 26 Notfallzentren des öffentlichen Gesundheitswesens aktiviert und landesweit Labore geöffnet. Zur Bewältigung der Maßnahmen ist ein Budget von 16 Millionen US-Dollar vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mpox wurde erstmals im Jahr 1958 bei Affen beobachtet, die in Dänemark zu Forschungszwecken gehalten wurden. 1970 wurde die Krankheit in der Demokratischen Republik Kongo bei Menschen festgestellt. Die Übertragung erfolgt durch engen Hautkontakt, wie z. B. beim Geschlechtsverkehr. Eine Ansteckung im Alltag &#8211; wie etwa bei <a href="https://afrika.info/corona/">Corona</a> &#8211; ist unwahrscheinlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit zweierlei Maß</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch stellt der aktuelle Ausbruch für Onyango Ouma ein globales Gesundheitsrisiko dar, das mehr Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft bedürfe. Ouma weist darauf hin, dass afrikanische Wissenschaftler*innen seit Jahren mehr Investitionen zur Bekämpfung der Krankheit eingefordert hätten. Diese Aufrufe seien allerdings ohne Erfolg geblieben, so Ouma.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das scheint sich nun zu ändern: Die WHO hat den Mpox-Ausbruch am 14. August zu einem internationalen Gesundheitsnotfall erklärt und angekündigt, die Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit zu verstärken. Nur einen Tag später wurde in Schweden der erste Fall von Mpox Ib außerhalb von Afrika bestätigt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ouma kritisiert, dass offenbar mit zweierlei Maß gemessen werde. Solange Mpox auf den afrikanischen Kontinent bzw. auf abgelegene Gebiete der Demokratischen Republik Kongo beschränkt war, sei wenig passiert. “Jetzt aber, da der tödliche Stamm der Klade Ib sich als sexuell übertragbar erwiesen hat, wird eine Flut von Maßnahmen zur Bekämpfung der Infektionskrankheit verhängt”, beklagt der Gesundheitsexperte, “es sind nun auch Menschen außerhalb des Kontinents in Gefahr.” (Ende)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Karte: Mpox in Afrika (Stand: 23. August 2024)</h2>



<div style="height:0px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<iframe title="Mpox in Afrika" aria-label="Karte" id="datawrapper-chart-2ZiN7" src="https://datawrapper.dwcdn.net/2ZiN7/1/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="538" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(a){if(void 0!==a.data["datawrapper-height"]){var e=document.querySelectorAll("iframe");for(var t in a.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<e.length;r++)if(e[r].contentWindow===a.source){var i=a.data["datawrapper-height"][t]+"px";e[r].style.height=i}}}))}();
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Kenia hat ein umfassendes Mpox-Screening implementiert (Foto: Martin Sturmer/afrika.info)</p>
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			</item>
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		<title>Entwaldung im Kongobecken schafft Armut</title>
		<link>https://afrika.info/entwaldung-im-kongobecken-schafft-armut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2022 15:10:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äquatorialguinea]]></category>
		<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[Kamerun]]></category>
		<category><![CDATA[Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Kongobecken]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvie Djacbou Deugoue]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als wir unter dem Blätterdach des Regenwaldes im Kongobecken aufwuchsen, war der Wald mehr als nur unser Zuhause. Er war unser Spielplatz, unsere Apotheke, unser Lehrer, unser Therapeut. Mit seiner reichen Artenvielfalt war er eine Quelle der Lebensgrundlage. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Sylvie Djacbou Deugoue* | 25. Mai 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yaoundé (IPS/afr). Als wir unter dem Blätterdach des Regenwaldes im Kongobecken aufwuchsen, war der Wald mehr als nur unser Zuhause. Er war unser Spielplatz, unsere Apotheke, unser Lehrer, unser Therapeut. Mit seiner reichen Artenvielfalt war er eine Quelle der Lebensgrundlage. Und er half, uns vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese massive Entwaldung des Kongobeckens hat zur Enteignung indigener und lokaler Gemeinschaften von ihrem angestammten Land geführt. Die Folge davon sind erhöhte Kohlenstoffemissionen, Migration, das Verschwinden von Kultur und Sprache der indigenen Gemeinschaften sowie ein Anstieg der extremen Armut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Regenwald im Kongobecken ist größer als der US-Bundesstaat Alaska und erstreckt sich über sechs zentralafrikanische Länder (DR Kongo, Republik Kongo, Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun und Zentralafrikanische Republik). Nach Amazonien beheimatet das Kongobecken den zweitgrößten tropischen Regenwald der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich hat der Weltklimarat den <a href="https://www.ipcc.ch/report/sixth-assessment-report-working-group-3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dritten Teil seines Sechsten Sachstandsbericht</a> veröffentlicht. . Der Bericht macht deutlich, dass noch viel zu tun ist, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. Und der Wald im Kongobecken bildet in diesem Kampf eine der zentralen Frontlinien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weltklimarat warnt davor, dass das Klima zusammenbrechen wird, wenn nichts unternommen wird. Und: Dieses Szenario wird von einer Zunahme extremer Armut begleitet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umdenken der Regierungen gefordert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 7. bis 18. November wird die UN-Klimakonferenz (COP 27) in Scharm asch-Schaich in Ägypten stattfinden. Wir erwarten uns dabei mehr Taten und weniger leere Versprechungen von Afrikas Führer*innen. Wir erwarten uns außerdem, dass die Jugend das Kommando übernimmt, wenn es darum geht, ihre Regierungen zur Rechenschaft zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig, darüber nachzudenken, wie wir COP 27 dazu nutzen können, um die nationalen Regierungen – insbesondere jene des Kongobeckens – dazu zu bewegen, mit der gleichen Geschwindigkeit zu handeln, mit der sie ihre Zusagen zur Bewältigung der Klimakrise gemacht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn das derzeitige wirtschaftliche Entwicklungsmodell im Kongobecken basiert auf massiver Entwaldung: Immer mehr großflächigen Flächen werden für den industrielle Anbau von Palmöl und Kautschuk konzessioniert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pro Minute werden zehn Fußballfelder gerodet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verlust des Waldökosystems – und damit des geistigen und kulturellen Erbes der Gemeinschaft – ist unumkehrbar. Die tropischen Regenwälder des Kongobeckens werden vernichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswirkungen sind nicht nur wirtschaftlicher Natur: Wenn Wälder abgeholzt werden, wird der darin gespeicherte Kohlenstoff als Kohlendioxid wieder in die Atmosphäre freigesetzt. Laut den jüngsten Daten von <a href="https://www.globalforestwatch.org/blog/data-and-research/global-tree-cover-loss-data-2021/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Global Forest Watch</a> gingen allein im letzten Jahr 3,75 Millionen Hektar unberührter Regenwald verloren. Pro Minute wurde eine Fläche von zehn Fußballfelder gerodet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kamerun zum Beispiel hat im Jahr 2021 mehr als 80.000 Hektar seiner Primärwälder verloren, das entspricht einer Verdoppelung im Vergleich zum Jahr 2019. In der Demokratischen Republik Kongo waren es letztes Jahr sogar fast eine halbe Million Hektar – um 29% mehr als im Jahr 2020. Die Rodungen passieren nur deshalb, dass sich ein kleiner Teil der egoistischen Eliten daran bereichern kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lebensgrundlage geht verloren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesem Tempo gibt es bald keine Möglichkeit mehr, den Waldverlust bis 2030 rückgängig zu machen, wie es die Staats- und Regierungschefs aus 141 Ländern auf dem letztjährigen UN-Klimakonferenz COP 26 in Glasgow versprochen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem gewährt Kamerun einem Unternehmen wie Camvert SA Steuerbefreiungen für die Umsetzung eines fast 60.000 Hektar großen Projekts zur Gewinnung von Palmöl. Dieses Projekt wird nicht nur zur Entwaldung, sondern auch zur Zerstörung der biologischen Vielfalt sowie zum Verlust der Lebensgrundlagen der Gemeinden führen. Damit werden die Menschen in extreme Armut geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Mitglied der Waldgemeinschaft erzählte mir: „Bevor diese Firma aktiv wurde, lebte ich vom Verkauf forstwirtschaftlicher Erzeugnisse – außer Holz. Auch im Krankheitsfall konnte ich im Wald natürliche Arzneimittel zur Behandlung finden. Jetzt gibt keinen Wald mehr, und wir sind uns selbst überlassen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lokale Bevölkerung hat nichts von den Deals</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die angeblichen Vorteile der Deals zwischen Regierungen und Unternehmen kommen nicht bei der lokalen Bevölkerung an. Sie werden selten beschäftigt, wenn diese Konzessionen erteilt werden. Meine Nachforschungen haben gezeigt, dass Arbeiter*innen für konzessionierte Gebiete aus anderen Regionen des Landes rekrutiert werden. Selbst wenn lokale Arbeiter*innen eingestellt werden, erhalten sie nur einen Hungerlohn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Industrieunternehmen prahlen oft damit, dass sie die Entwicklung durch den Bau von Straßen fördern. Dabei ist es aber wichtig zu beachten, dass diese Straßen hauptsächlich dazu dienen, Holz auf den Markt zu befördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Staaten im Kongobecken sind besonders anfällig: Laut <a href="https://www.worldbank.org/en/country/cameroon/overview#1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltbank</a> ist Kamerun weit davon entfernt ist, eine substanzielle Verringerung der Armut zu erreichen. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch weiter verschlimmert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Demokratische Republik Kongo zeigte ein kürzlich erschienener Bericht, dass zwischen 2014 und 2020 mehr als zehn Millionen US-Dollar an Forstgebühren nicht an die Staatskasse gezahlt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwaldung befeuert den Klimawandel, und dieser wird die Armut weiter verschärfen. Der jüngste IPCC-Bericht schätzt, dass der Klimawandel allein im nächsten Jahrzehnt 32 bis 132 Millionen weitere Menschen in die extreme Armut treiben wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gesunde Wälder für ein gesundes Leben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, wir brauchen Entwicklung. Aber zu welchem Preis? Und wem soll diese Entwicklung zugute kommen? Der Schutz der Wälder ist eine Frage der Erhaltung der Lebensgrundlagen der lokalen Gemeinschaft und der Verringerung der Armut. Durch die Vergabe von immer mehr Forstkonzessionen an die Wirtschaft werden wir nicht reicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir brauchen alternative Entwicklungsmodelle, die das Wohlergehen indigener Gemeinschaften berücksichtigen und gesunde Wälder fördern. Die Nutzung der Weisheit und des Wissens der indigenen Bevölkerung schafft Chancen zur Entwicklung der Waldbewirtschaftung und sichert gleichzeitig das Land der Gemeinden. Dieser Weg trägt letztendlich auch dazu bei, die Klimaziele zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir eine nachhaltige Entwicklung und die Beseitigung der Armut im Kongobecken wollen, muss die Entwaldung wirksam gestoppt. Es braucht die Umsetzung einer Klimapolitik, die soziale Gerechtigkeit und eine Beteiligung der Gemeinschaften an der Entscheidungsfindung gewährleistet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist an der Zeit, dass die verschiedenen politischen Akteure im Kongobecken mehr als ihre persönlichen wirtschaftlichen Interessen berücksichtigen. Sie müssen die langfristige Notwendigkeit – gesunde Wälder für ein gesundes Leben – stärker in Betracht ziehen. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Sylvie Djacbou Deugoue ist Waldschützerin bei Greenpeace Africa.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Der Sangha ist ein Nebenfluss des Kongo in der Republik Kongo. (Foto: Shutterstock.com)</p>
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		<title>Atempause für Impfungen nutzen </title>
		<link>https://afrika.info/atempause-fuer-impfungen-nutzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2022 07:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burundi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrikanische Länder erleben alle sechs Monate eine Spitze an Corona-Infektionen. Das zeigt ein neuer Bericht des Tony Blair Institute for Global Change. Die Zeit dazwischen müsse besser genutzt werden, um sich auf neue Varianten vorzubereiten, fordern die Autoren.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Samira Sadeque | 16. März 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">New York (IPS/afr). Afrikanische Länder erleben alle sechs Monate eine Spitze an Corona-Infektionen. Das zeigt ein neuer Bericht des Tony Blair Institute for Global Change. Die Zeit dazwischen müsse besser genutzt werden, um sich auf neue Varianten vorzubereiten, fordern die Autoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des panafrikanischen Gesundheitsdienstes<a href="https://africacdc.org/covid-19-vaccination/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Africa CDC</a> sind derzeit 12,95% der Menschen auf dem Kontinent zweimal gegen das Coronavirus geimpft. Während die Seychellen oder Mauritius sich einer Durchimpfungsrate von 80% nähern, liegen Burundi, die DR Kongo, der Tschad und die Westsahara deutlich unter einem Prozent. Eritrea hat bislang überhaupt keine Impfungen verabreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marvin Akuagwuagwu ist Datenanalyst am <a href="https://institute.global/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tony Blair Institute for Global Change</a>. Gemeinsam mit Adam Bradshaw hat er den Bericht <a href="https://institute.global/sites/default/files/articles/The-Window-of-Opportunity-to-Vaccinate-Africa.pd f" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Window of Opportunity to Vaccinate Africa</a> verfasst.&nbsp; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Interview mit der Nachrichtenagentur IPS erklärt Akuagwuagwu, dass die Länder mit der niedrigsten Impfrate bei einem neuerlichen Anstieg der Zahlen am stärksten gefährdet seien. Akuagwuagwu rät afrikanischen Regierungen, von Ruanda zu lernen. Der keine ostafrikanische Staat sei für ihn eine Erfolgsgeschichte &#8211; 61% der Bevölkerung sind zweifach geimpft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorbild Ruanda</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Ruanda hat seine Impf- und Testprogramme erheblich ausgeweitet, wodurch die Fallzahlen und die Auswirkungen von COVID-19 verringert worden sind“, sagt Akuagwuagwu. „Mit einer Impfrate von über 60 Prozent und einer Positivitätsrate von weniger als zehn Prozent ist Ruanda ein gutes Beispiel für andere afrikanische Länder &#8211;&nbsp; insbesondere für Länder in Subsahara-Afrika, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verfügbarkeit von Impfstoffen ist jedoch keine Frage der Versorgung, sondern das Ergebnis einer ungerechten Verteilung zugunsten der wohlhabenden Länder. Laut einem <a href="https://www.brookings.edu/blog/africa-in-focus/2022/01/24/vaccine-inequity-ensuring-africa-is-not-left-out/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bericht der Denkfabrik Brookings</a> hat Afrika sechs Prozent der global verfügbaren Impfstoffe erhalten, obwohl auf dem Kontinent 17% der Weltbevölkerung leben.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://afrika.info/corona/"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="800" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/20220315-epidemiologische-kurve-afrika.png" alt="" class="wp-image-1759" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/20220315-epidemiologische-kurve-afrika.png 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/20220315-epidemiologische-kurve-afrika-300x240.png 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/20220315-epidemiologische-kurve-afrika-768x614.png 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/20220315-epidemiologische-kurve-afrika-640x512.png 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption>In der epidemiologischen Kurve sind die sechsmonatigen Abstände zwischen den vier Spitzen nachvollziehbar.</figcaption></figure>



<div class="wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-fe48e5de wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button is-style-outline is-style-outline--1"><a class="wp-block-button__link" href="https://afrika.info/corona/" style="border-radius:15px">Corona in Afrika: Daten und Fakten</a></div>
</div>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im IPS-Gespräch zieht Marvin Akuagwuagwu Lehren aus dem bisherigen Verlauf der Pandemie. Nachfolgend folgen Auszüge aus dem Interview:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS:</strong> Sie haben erwähnt, dass Afrika ungefähr alle sechs Monate von einer neuen Welle getroffen wird. Wie wirkt sich das konkret auf den afrikanischen Kontinent aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Marvin Akuagwuagwu:</strong> Wir haben einen Trend identifiziert, dass etwa alle sechs Monate eine COVID-19-Welle in Afrika auftritt. Dies war bei Beta, Delta und Omikron der Fall.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Omikron war wie eine Sturzflut – sie richtete schwere Schäden an, führte aber zum Glück nicht zu einem Massensterben. Allerdings haben wir beim nächsten Mal vielleicht nicht so viel Glück – die nächste Variante könnte schwerwiegender sein, insbesondere in Ländern mit niedrigem Schutzniveau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet, dass wir jetzt ein Zeitfenster haben, um Afrika gegen COVID-19 zu impfen, bevor die nächste Variante kommt. Wir müssen rasch Fortschritte erzielen, um das WHO-Ziel zu erreichen, 70% der Bevölkerung zu impfen. Das Tony Blair Insitute arbeitet mit einer Reihe von Ländern in ganz Afrika zusammen, um die Einführung von Impfstoffen zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS:</strong> Warum glauben Sie, dass Lockdowns vorsichtiger angegangen werden und „nicht immer die beste Vorgehensweise“ sind?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akuagwuagwu:</strong> Lockdowns sind effektiv, aber aufgrund ihrer negativen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen sind sie nicht immer die beste Vorgehensweise zur Bekämpfung von COVID-19.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich das Virus weiterentwickelt und wir mehr darüber erfahren, verabschieden sich afrikanische Länder allmählich von generellen Lockdowns. Wir haben jetzt eine Reihe von Instrumenten in der Toolbox, um COVID-19 zu bekämpfen, und ein Lockdown ist nur eine von vielen Optionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Pandemie begann, war noch niemand COVID-19 ausgesetzt – jetzt wurden Milliarden von Menschen infiziert oder geimpft. Es ist nun also ein völlig anderes Spiel, und wir müssen uns daran anpassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS:</strong> Wie wirkt sich die aktuelle Inflation auf die von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akuagwuagwu:</strong> Die aktuelle Inflation wirkt sich insofern auf die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen aus, da sie eine angemessene Finanzierung erfordern. Starker politischer Wille und das Engagement der Gemeinschaft sind jedoch Katalysatoren für die Verbesserung dieser Maßnahmen und die Eindämmung der durch die Pandemie verursachten gesundheitlichen und sozialen Ungleichheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS:</strong> Eine Ihrer Empfehlungen lautet: „Erhöhte Tests und genomische Sequenzierung, um die Übertragung zu reduzieren.“ Wie viele Länder haben die wirtschaftliche Kapazität und das Personal, um dies zu gewährleisten? Wie realistisch ist also dieses Ziel?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akuagwuagwu:</strong> Wir wissen, dass dies eine erhebliche Herausforderung für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen darstellt, aber die Alternative ist weitaus schlimmer – schwere Krankheiten, Lockdowns und Todesfälle, die auch die Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das führt uns zur einer globalen Zusammenarbeit – das Tony Blair Institute for Global Change arbeitet in Afrika daran, eine langfristige Widerstandsfähigkeit der Daten-, Impfstoff- und Testinfrastruktur aufzubauen und eine größere institutionelle Stärke zu schaffen, um zukünftigen COVID-19-Wellen standzuhalten. Wir unterstützen Regierungen beim Aufbau ihrer Kapazitäten und der Bereitstellung von Leistungen für ihre Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fordern eine&nbsp; globale Führung, um einen weltweiten Pandemieplan zu entwickeln, der den Globalen Süden dabei unterstützt, seine Bevölkerung zu impfen und die Testungen zu steigern. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> In Afrika sind erst 13% zweimal gegen das Coronavirus geimpft. (Foto: Shutterstock.com)</p>
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		<title>Corona in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 14:19:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Daten zur Corona-Pandemie in Afrika - vom Auftreten des ersten Falls am 14. Februar 2020 in Ägypten bis zum Ende der Datenerfassung am 5. März 2023.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#eae9e3"><strong>Datenerfassung beendet</strong><br><br>Nach über drei Jahren haben wir das Projekt am 5. März 2023 beendet. Hintergrund für die Entscheidung war, dass nach der Einstellung der Datenerfassung durch die <a href="https://coronavirus.jhu.edu/map.html">John Hopkins University</a> (per 10. März 2023) und <a href="https://africacdc.org/covid-19/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa CDC</a> (per 1. Jänner 2023) keine ausreichende Grundlage mehr gegeben war.<br></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://afrika.info/corona/chronik/">Chronik einer Ausbreitung: 14. Februar 2020 (erster Corona-Fall in Afrika) bis 5. März 2023</a></li>



<li><a href="https://afrika.info/corona/hintergrund/">Hintergrund zum Datenerfassungsprojekt von afrika.info</a></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Stand: 5. März 2023</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button has-custom-font-size is-style-fill" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>12.267.951</strong><br>(+5.319 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>257.774 Todesfälle</strong><br>(+16 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-green-cyan-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>11.893.778 genesene Personen</strong><br>(+11.288 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>116.399 aktive Fälle</strong><br>(-5.985 zur Vorwoche)</a></div>
</div>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="epidemiologische-kurve">Epidemiologische Kurve</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die epidemiologische Kurve zeigt den täglichen Zuwachs an positiv getesteten Personen. Der Übersichtlichkeit halber werden die wöchentlichen Durchschnittswerte dargestellt.</p>



<iframe title="Epidemiologische Kurve für Afrika (Wochenschnitt)" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-nFw1H" src="https://datawrapper.dwcdn.net/nFw1H/91/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="800" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
</script>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="7-tage-inzidenz-in-afrikanischen-staaten">7-Tage-Inzidenz in afrikanischen Staaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 7-Tage-Inzidenz beträgt für den gesamten Kontinent derzeit <strong>0,37</strong> (+0,14 zur Vorwoche). Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Südafrika (5,73). Dahinter folgen Eswatini (5,71), Mauritius (2,73), Botswana (2,62) und Sambia (1,54). 19 afrikanische Staaten haben in der letzten Woche ihre Infektionszahlen nicht aktualisiert.</p>



<iframe title="Karte: Das Coronavirus in Afrika" aria-label="Karte" id="datawrapper-chart-y4fZm" src="https://datawrapper.dwcdn.net/y4fZm/421/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="538" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px"}}}))}();
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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-default"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="entwicklung-der-aktiven-corona-infektionen">Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen</h2>



<iframe title="Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen in Afrika" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-GZgId" src="https://datawrapper.dwcdn.net/GZgId/432/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="600" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-wichtigsten-zahlen-im-zeitlichen-verlauf">Die wichtigsten Zahlen im zeitlichen Verlauf</h2>



<iframe title="Tabelle: Coronavirus in Afrika" aria-label="Tabelle" id="datawrapper-chart-0hxhf" src="https://datawrapper.dwcdn.net/0hxhf/405/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="1634" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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		<item>
		<title>Die wirtschaftlichen Folgen von Corona</title>
		<link>https://afrika.info/die-wirtschaftlichen-folgen-der-corona-pandemie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 07:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://test.afrika.info/?p=657</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Auswirkungen der Corona-Pandemie für Afrika sind enorm. In vielen Ländern steigen Arbeitslosigkeit, Armut und Staatsverschuldung. Experten fordern eine sorgfältige Neuausrichtung der politischen Prioritäten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/die-wirtschaftlichen-folgen-der-corona-pandemie/">Die wirtschaftlichen Folgen von Corona</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Martin Sturmer&nbsp;| 18. Februar 2021</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr). Die Auswirkungen der Corona-Pandemie für Afrika sind enorm. In vielen Ländern steigen Arbeitslosigkeit, Armut und Staatsverschuldung. Experten fordern eine sorgfältige Neuausrichtung der politischen Prioritäten. Digitalisierung, Klimaresilienz und dem Binnenhandel kommen eine Schlüsselrolle zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht &#8222;<a href="https://www.un.org/development/desa/dpad/document_gem/global-economic-monitoring-unit/world-economic-situation-and-prospects-wesp-report/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">World Economic Situation and Prospects 2021</a>&#8220;&nbsp; des &#8222;Department of Economic and Social Affairs&#8220; der Vereinten Nationen (UN DESA) weist für Afrika im Jahr 2020 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 3,4 Prozent aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Länder kämpfen angesichts der Corona-Pandemie mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Problemen. Niedrige Rohstoffpreise, der Zusammenbruch des Tourismus und geringere Rücküberweisungen haben den Volkswirtschaften im letzten Kalenderjahr schwer zugesetzt. Dazu kamen Einschränkungen aufgrund nationaler Lockdowns, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="sechs-lander-in-aktuer-schuldennot">Sechs Länder in aktuer &#8222;Schuldennot&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als einer der größten wirtschaftlichen Herausforderungen beschreibt der UN-Bericht den Anstieg der Staatsschulden. Im Schnitt ist die Schuldenquote im letzten Jahr um acht Prozent gewachsen. Die Demokratische Republik Kongo, die Seychellen, der Sudan und Sambia verzeichneten sogar eine Zuwachs jenseits der 20-Prozent-Marke. Sechs Länder sind akut in “Schuldennot” und haben Schwierigkeiten, die Kredite zu tilgen: Mosambik, Republik Kongo, São Tomé und Príncipe, Simbabwe, Somalia und Sudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren des Reports betonen, dass die Schuldenkrise zu einer &#8222;brutalen weiteren Verschlechterung der bestehenden Bedingungen&#8220; führen werde. Sie verweisen auf notwendige fiskalische Anpassungen, welche die Aussichten weiter eintrüben würden. Die Warnung im Bericht ist deutlich: &#8222;Vor diesem Hintergrund könnten soziale Unruhen und politische Spannungen leicht eskalieren, die wiederum Instabilität, Gewalt, Binnenvertreibung, Migration und Ernährungsunsicherheit erhöhen könnten.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres appellierte anlässlich der Präsentation des Berichts an die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft: &#8222;Wir sind mit der schlimmsten Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit 90 Jahren konfrontiert. Während wir um die wachsende Zahl der Todesopfer trauern, müssen wir uns daran erinnern, dass die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, unsere gemeinsame Zukunft bestimmen werden. Lassen Sie uns in eine integrative und nachhaltige Zukunft investieren, die von intelligenten Richtlinien, wirkungsvollen Investitionen und einem starken und effektiven multilateralen System angetrieben wird, das die Menschen in den Mittelpunkt aller sozioökonomischen Bemühungen stellt.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="arbeitslosigkeit-klettert-auf-rekordniveau">Arbeitslosigkeit klettert auf Rekordniveau</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jene afrikanische Volkswirtschaften, die von ihren Rohstoffen abhängig sind, spüren die Folge der Krise besonders stark. Der Verfall der Rohstoffpreise &#8211; vor allem beim Erdöl &#8211; machte Ländern wie Nigeria, Algerien oder Angola schwer zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Tourismusdestinationen wie z. B. Marokko oder Mauritius stiegen Arbeitslosigkeit, Armut und Ungleichheit stark an. Im Schnitt zeichnete der Tourismus in diesen Ländern für mehr als ein Viertel der Beschäftigten und rund 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zunahme der Arbeitslosigkeit sei vor allem in den Städten sichtbar geworden, so der UN-Bericht. In Südafrika lag die Arbeitslosigkeitsquote im dritten Quartal 2020 auf einem Rekordhoch von 30,9 Prozent. In Nigeria betrug die Arbeitslosenquote zur Jahresmitte 27,1 Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="was-es-fur-einen-aufschwung-braucht">Was es für einen Aufschwung braucht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sorgen bereitet den Autoren auch die Inflationsrate, die in Afrika im Jahr 2020 auf 14,5% anstieg. Für 2021 wird mit einer leichten Entspannung gerechnet: Die Inflationsrate soll auf 9% absinken, das Wirtschaftswachstum 3,4 Prozent betragen. Diese Prognose beruht allerdings auf der Annahme, dass die Inlandsnachfrage, die Exporte und die Rohstoffpreise wieder anspringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika brauche eine nachhaltige Wiederbelebung des Wachstums, heißt es in den Empfehlungen des Berichts. Hamid Rashid, der als Direktor der Abteilung für globales Wirtschaftsmonitoring bei UN DESA hauptverantwortlich für die Studie ist, fordert: &#8222;Da Länder mit einer höheren Verschuldung aus der Krise hervorgehen werden, ist eine sorgfältige Neuausrichtung der politischen Prioritäten erforderlich, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken und die Produktivität zu steigern. Dies beinhaltet die Erschließung von Wachstumschancen und die Beschleunigung der Einführung von Technologien sowie die Überbrückung digitaler Ungleichheiten, die Verbesserung der Klimaresilienz und die Förderung der Mobilisierung von Einnahmen im Inland.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit für afrikanische Länder, der Verbreitung digitaler Technologien verstärktes Augenmerk einzuräumen und den Ausbau einer erschwinglichen digitalen Infrastruktur voranzutreiben. Auch die Umsetzung der&nbsp;<a href="https://afrika.info/afrika-ein-gemeinsamer-markt-fuer-54-staaten/">Afrikanischen Freihandelszone</a>&nbsp;(AfCFTA) sei ein wichtiger Schritt zur Förderung des innerafrikanischen Handels und damit der Ernährungssicherheit sowie der Produktivität. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Blick vom &#8222;Kenyatta International Conference Center&#8220; in Nairobi (Foto: Martin Sturmer/afr)</p>
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