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	<title>Nigeria Archive | afrika.info</title>
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	<description>Den Kontinent anders sehen</description>
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	<title>Nigeria Archive | afrika.info</title>
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		<title>Technologie gegen den Hunger</title>
		<link>https://afrika.info/technologie-gegen-hunger-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 10:34:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von klimaresistentem Saatgut bis zu digitaler Beratung: Viele Lösungen für Afrikas Landwirtschaft gibt es bereits. Doch sie erreichen bislang zu wenige Betriebe. Debisi Araba erklärt, was ihrem breiten Einsatz im Weg steht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/technologie-gegen-hunger-afrika/">Technologie gegen den Hunger</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Von klimaresistentem Saatgut bis zu digitaler Beratung: Viele Lösungen für Afrikas Landwirtschaft gibt es bereits. Doch sie erreichen bislang zu wenige Betriebe. Debisi Araba erklärt, was ihrem breiten Einsatz im Weg steht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Debisi Araba* | 7. Oktober 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kigali (IPS/afr) – Afrika entwickelt sich zum weltweit am schnellsten wachsenden Technologiemarkt. Sein Innovationssektor zieht zunehmend internationale Investitionen an. Die jüngste <a href="https://www.eib.org/en/press/all/2026-095-eib-commits-eur40-million-to-speedinvest-to-empower-africa-s-next-tech-champions-and-deepen-europe-african-innovation-ties" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zusage der Europäischen Investitionsbank über 40 Millionen Euro</a> für diesen Bereich unterstreicht das wachsende Vertrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der technologische Aufschwung hat einige der hartnäckigsten Probleme des Kontinents bislang jedoch nicht gelöst: Hunger, Ernährungsunsicherheit und Armut. Die landwirtschaftliche Produktivität hängt nach wie vor stärker von der Ausweitung der Anbauflächen als von Innovationen und Effizienzsteigerungen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kürzlich zu Ende gegangene <a href="https://afs-forum.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Food Systems Forum</a> in Kigali befasste sich mit Investitionen in Afrikas Agrar- und Ernährungssysteme. Im Mittelpunkt standen politische Maßnahmen, die Investitionen anziehen, die Produktivität steigern, die Widerstandsfähigkeit gegenüber komplexen Krisen stärken und die Lebengrundlagen verbessern sollen. Auch bei der neunten <a href="https://aasw.faraafrica.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Agriculture Science Week</a> in Abuja wurde eine Botschaft deutlich: Afrika muss wesentlich stärker in landwirtschaftliche Innovationssysteme und -kapazitäten investieren.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis 2050 dürfte die Bevölkerung des Kontinents auf knapp 2,5 Milliarden Menschen anwachsen. Damit würde etwa ein Viertel der Weltbevölkerung in Afrika leben. Die rasche Urbanisierung und veränderte Ernährungsgewohnheiten lassen die Nachfrage nach Lebensmitteln steigen und eröffnen erhebliche Marktchancen. Klimaschocks und ein nur langsames Produktivitätswachstum bremsen jedoch die Fortschritte bei der Ernährungssicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Produktivitätsrückstand liegt nicht an einem Mangel an vielversprechenden Technologien. Vielmehr werden vorhandene Technologien zu selten eingesetzt und ergänzende Investitionen bleiben aus. Dazu belasten hohe Transaktionskosten sowohl landwirtschaftliche Betriebe als auch Märkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Fortschritt bei der Bekämpfung von Hunger und Armut in Afrika zu beschleunigen, bedarf es daher eines koordinierten Bündels technischer, institutioneller und soziopolitischer Innovationen. Diese müssen nicht nur die Erträge steigern, sondern auch die Systeme stärken, die Produktivitätsgewinne nachhaltig sichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Politische Grundlagen für den technologischen Wandel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika verfügt bereits über tragfähige politische Rahmenwerke, die einen technologisch gestützten Wandel fördern sollen. Die <a href="https://au.int/en/agenda2063/overview" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Agenda 2063</a>, der langfristige Entwicklungsplan des Kontinents für eine nachhaltige und inklusive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung, räumt Technologie eine zentrale Rolle ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://au.int/en/documents/20200518/digital-transformation-strategy-africa-2020-2030" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Digitale Transformationsstrategie für Afrika</a> legt einen kontinentalen Rahmen fest. Digitale Technologien sollen zu inklusivem Wachstum beitragen, Arbeitsplätze schaffen, Armut verringern und die digitale Kluft verkleinern. Zugleich soll Afrika die Eigenverantwortung über seine digitale Zukunft behalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit der kürzlich verabschiedeten <a href="https://au.int/en/documents/20250109/kampala-caadp-declaration-building-resilient-and-sustainable-agrifood-systems" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kampala-Erklärung</a> bilden diese Rahmenwerke eine wichtige Grundlage, um den technologischen Fortschritt zu beschleunigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie kann Afrika nun den technologischen Sprung schaffen? Die Antwort liegt nicht in immer neuen Pilotprojekten. Vorhandene Technologien müssen systematisch verbreitet und in größerem Maßstab eingesetzt werden. Dafür braucht es abgestimmtes Handeln über Institutionen und Sektoren hinweg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste technologische Entwicklungsstufe beruht somit nicht auf einem einzelnen Durchbruch. Entscheidend ist das Zusammenspiel biologischer, digitaler, technischer, ökologischer und institutioneller Innovationen – unterstützt durch politische und wirtschaftliche Bedingungen, die Skarlierbarkeit, gerechten Zugang und Widerstandsfähigkeit ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Technologien für Afrikas Agarwandel breit einsetzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bausteine für diesen Wandel sind auf dem Kontinent bereits zu sehen. Klimaresistentes Saatgut, präzise Bewässerung, KI-gestützte Beratungsplattformen und digitale Marktplätze kommen schon heute zum Einsatz. Viele der Werkzeuge, die Produktivität und Ernährungssicherheit stärken können, sind also vorhanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Mali und Senegal verbessern KI-gestützte Geodatenanalysen beispielsweise die Vorhersage von Ernteerträgen. Das hilft landwirtschaftlichen Betrieben, vorausschauender zu planen. Digitale Beratungsplattformen in Kenia unterstützen Entscheidungen und erleichtern den Marktzugang. So können Betriebe ihre Produktivität steigern und ihre Erzeugnisse besser verkaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Fortschritte bei genetisch veränderten Nutzpflanzen, etwa trockenheitstoleranten und schädlingsresistenten Sorten, können Ertragslücken verkleinern und die Widerstandsfähigkeit stärken. In Nigeria zeigen verbesserte Mais- und Augenbohnensorten bereits messbare Produktivitätsgewinne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herausforderung besteht darin, Maßnahmen aufeinander abzustimmen und auszuweiten. Darauf weist auch der Report <a href="https://www.resakss.org/sites/default/files/ATOR_2025_Full%20Report.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">“Moving the Technology Frontiers in African Agrifood Systems”</a> der panafrikanischen Forschungsorganisation AKADEMIYA2063 hin. Der Bericht fordert gezielte Eingriffe im gesamten Agrar- und Ernährungssystem, damit bestehende und neue Technologien häufiger und wirksamer genutzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Afrikas Weg zur technologischen Führungsrolle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika verfügt über immer mehr Technologien und Lösungen, die einander ergänzen. Damit aus diesem Potenzial Fortschritte im gesamten Agrar- und Ernährungssystem werden, muss der Kontinent Maßnahmen in fünf Bereichen koordinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erstens: in Innovationssysteme investieren.</strong> Zukunftstechnologien lassen sich ohne leistungsfähige wissenschaftliche Einrichtungen, verlässliche Finanzierung in Forschung und Entwicklung sowie kohärente Regulierungssysteme nicht breit einsetzen. Die Skalierung neuer Technologien erfordert langfristige öffentliche Investitionen und regionale Zusammenarbeit, nicht punktuelle Pilotprojekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zweitens: Technologien strukturiert und inklusiv verbreiten.</strong> Diese setzen sich besonders gut durch, wenn sie über vertrauenswürdige Netzwerke zugänglich werden. Digital vernetzte Erzeugerorganisationen, eine gestärkte landwirtschaftliche Beratung sowie Dienstleistungsmodelle für Maschinen und Bewässerung können die Nachfrage bündeln und Zugangskosten senken. Sie können auch sicherstellen, dass benachteiligte Gruppen und kleinbäuerliche Betriebe nicht von den Vorteilen der Innovation ausgeschlossen werden</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drittens: digitale Infrastruktur und Klimadaten ausbauen.</strong> Präzisionslandwirtschaft, digitale Zwillinge und KI-gestützte Prognosen benötigen verlässliche Geodaten, Wettermessnetze, miteinander kompatible Datenstandards und Internetverbindungen in ländlichen Gebieten. Öffentliche digitale Infrastruktur wird für die Landwirtschaft ebenso wichtig wie Straßen und Bewässerungskanäle.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viertens: Klimaanpassung zum festen Bestandteil technologischer Strategien machen.</strong> Dürreresistente Nutzpflanzen, solarbetriebene Bewässerung, wassersparende Produktionssysteme, emissionsarme Tierhaltung und Innovationen für eine kreislauforientierte Bioökonomie sind keine bloßen Ergänzungen. Sie sind Voraussetzungen für widerstandsfähiges Wachstum auf einem Kontinent, der besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fünftens: Regierungsführung und Rechenschaftspflicht müssen mit dem Innovationstempo Schritt halten.</strong> Für den Umbau der afrikanischen Agrar- und Ernährungssysteme werden bis 2030 schätzungsweise jährlich <a href="https://www.mamopanel.org/news/press-release/2025/aug/7/new-report-outlines-innovative-finance-strategies-/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">77 Milliarden US-Dollar</a> benötigt. Koordinierte öffentlich-private Partnerschaften, harmonisierte Regulierungsrahmen und transparente Kontrollsysteme werden entscheidend sein, um privates Kapital zu mobilisieren, die Produktivität zu steigern, Innovationen auszuweiten und Reformen nachhaltig zu gestalten. Die landwirtschaftlichen Betriebe müssen dabei im Mittelpunkt stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinen riesigen Ackerflächen, jungen Arbeitskräften und wachsenden digitalen Kompetenzen ist Afrika in einer einzigartigen Position, um klimafreundliche und ressourcenschonende Modelle der Landwirtschaft zu entwickeln. Für den Wandel seiner Ernährungssysteme braucht der Kontinent keine neue Welle bahnbrechender Erfindungen. Er braucht den entschlossenen Übergang von vereinzelten Anwendungen zu einer Modernisierung des gesamten Systems. Die Aufgabe besteht nicht mehr darin, nur am Rand Neues auszuprobieren, sondern das System im großen Maßstab neu zu gestalten. (Ende)</p>



<p class="afrika-ubuntu-werte wp-block-paragraph"><strong>Dr. Debisi Araba</strong> ist Experte für Politik, Innovation und Strategie. Seit September 2025 leitet er als Geschäftsführer die panfafrikanische Forschungsorganisation <a href="https://akademiya2063.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AKADEMIYA2063</a> in Kigali. Zuvor war er als Senior Consultant bei der Afrikanischen Entwicklungsbank tätig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Shutterstock.com</p>
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		<title>Dangotes Milliardenprojekt in Lamu</title>
		<link>https://afrika.info/dangote-raffinerie-lamu-landkonflikt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 16:10:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Aliko Dangote]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Landrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der nigerianische Unternehmer Aliko Dangote plant in Kenia eine der größten Ölraffinerien der Welt. Kurz vor dem Spatenstich ziehen 133 Menschen aus dem Landkreis Lamu vor Gericht. Sie fürchten um Land, das ihre Familien seit Generationen nutzen.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der nigerianische Unternehmer Aliko Dangote plant in Kenia eine der größten Ölraffinerien der Welt. Kurz vor dem Spatenstich ziehen 133 Menschen aus dem Landkreis Lamu vor Gericht. Sie fürchten um Land, das ihre Familien seit Generationen nutzen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 29. September 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr) – Es ist ein Börsengang der Superlative: Seit Mitte September werden Anteile an der Dangote Petroleum Refinery im Wert von rund 1,6 Milliarden US-Dollar angeboten. Die gesamte Raffinerie wird dabei mit rund 47 Milliarden Dollar bewertet. Gelingt die Platzierung, wäre es der größte Börsengang, den es bislang in Afrika gegeben hat.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nachfrage sei „enorm“, erklärte Aliko Dangote laut der Nachrichtenagentur <a href="https://www.reuters.com/business/energy/nigerias-dangote-says-lagos-refinery-ipo-attracts-enormous-investor-demand-2026-09-29/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Reuters</a> am 29. September 2026. Afrikas reichster Mann nannte aber keine konkreten Zeichnungszahlen. Die Einnahmen sollen unter anderem die weitere Expansion seines Ölgeschäfts finanzieren. Die Raffinerie bei Lagos soll ihre Kapazität auf 1,4 Millionen Barrel pro Tag verdoppeln. Und in Kenia plant Dangote bereits das nächste Milliardenprojekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Lamu an der kenianischen Küste soll eine Raffinerie entstehen, die täglich 700.000 Barrel Rohöl verarbeiten kann. Die Kosten werden derzeit auf rund 15,5 bis 16 Milliarden Dollar geschätzt. Am 30. September 2026 soll Präsident William Ruto gemeinsam mit Dangote den symbolischen Spatenstich setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch während in Lamu die Vorbereitungen für die Zeremonie laufen, beschäftigt das Projekt bereits ein Gericht. Nach Angaben der kenianischen Wirtschaftszeitung <a href="https://www.businessdailyafrica.com/bd/corporate/companies/lamu-locals-sue-over-displacement-ahead-of-refinery-launch-5612654" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Business Daily</a> haben 133 Bewohner*innen aus dem Dorf Mvinjeni in der Region Chandavai haben das kenianische Umwelt- und Landgericht angerufen. Sie sagen, dass ihre Familien Teile des für die Entwicklung vorgesehenen Gebietes seit Generationen bewohnen, bewirtschaften und als Weideland nutzen. Formelle Eigentumstitel besitzen viele von ihnen nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Raffinerie für Ostafrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kenias Regierung ist die Raffinerie ein Schlüsselprojekt. Sie soll nicht nur den heimischen Markt versorgen, sondern Treibstoff für mehrere Länder der Region produzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dangote hat ostafrikanischen Regierungen insgesamt bis zu 30 Prozent Beteiligung an dem Projekt angeboten. Kenia und Ruanda gehören zu den Ländern, die Interesse gezeigt haben. Dangote selbst will mit seinem Konzern 70 Prozent halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Ruto verbindet mit der Investition große Erwartungen. Am 10. Juli 2026 sagte er laut der keniansichen Zeitung <a href="https://www.the-star.co.ke/news/2026-07-10-ruto-lamu-refinery-will-create-60000-youth-job" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Star</a>, die Raffinerie könne bis zu 60.000 Arbeitsplätze schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Dangote wäre Lamu der nächste Schritt einer rasanten Expansion seines Energiegeschäfts. Seine Raffinerie bei Lagos wurde 2023 eröffnet. Bei einem Leistungstest im Juni 2026 verarbeitete sie nach <a href="https://www.reuters.com/business/energy/nigerias-dangote-refinery-tops-700000-barrels-day-test-2026-06-04/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Angaben des Unternehmens</a> mehr als 700.000 Barrel Rohöl täglich. Mittlerweile exportiert die Anlage Treibstoffe in andere afrikanische Länder sowie nach Europa, in die USA und nach Saudi-Arabien. Lamu soll dieses Modell für Ostafrika wiederholen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Familien ohne Grundbuch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt um Chandavai macht deutlich, wie kompliziert bereits die Landfrage ist. Die 133 Kläger*innen geben an, dass sie das betroffene Gebiet seit Generationen bewohnen und bewirtschaften. Auf dem Land befänden sich Häuser, Felder und Bäume, aber auch Moscheen, religiöse Stätten und Gräber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewohner*innen argumentieren, dass ihre tatsächliche Nutzung des Landes bei staatlichen Entscheidungen berücksichtigt werden müsse, auch wenn sie keine formellen Eigentumstitel besitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Klage werfen sie staatlichen Stellen vor, ihre Interessen bei der Entwicklung des Gebietes nicht ausreichend berücksichtigt zu haben. Einige Familien seien durch frühere Infrastrukturprojekte bereits verdrängt worden. Sie verlangen unter anderem eine Erfassung der tatsächlich Betroffenen, eine Bewertung ihres Besitzes sowie Entschädigung und gegebenenfalls Umsiedlung, bevor weitere Arbeiten stattfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über diese Vorwürfe und die geltend gemachten Landrechte hat das Gericht bislang nicht entschieden. Am 25. September 2026 ordnete Richterin Jane Onyango an, dass auf dem umstrittenen Grundstück LR No. 13061 im Gebiet Hindi/Manda Magogoni bis zur nächsten Anhörung am 14. Oktober 2026 der <a href="https://www.the-star.co.ke/news/2026-09-28-court-declines-to-stop-lamu-refinery-launch" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bestehende Zustand gewahrt</a> werden muss . Einen ausdrücklichen Stopp der für den 30. September geplanten Zeremonie verfügte sie nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="https://www.reuters.com/business/energy/dangote-says-kenya-court-ruling-wont-halt-refinery-launch-may-affect-site-2026-09-29/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Reuters</a> erklärte die Dangote Group am 29. September, der Spatenstich werde deshalb wie vorgesehen stattfinden. Aktivitäten auf dem von der gerichtlichen Anordnung betroffenen Grundstück könnten allerdings eingeschränkt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klarheit gefordert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Widerstand in Lamu richtet sich dabei nicht grundsätzlich gegen Investitionen. Genau diese Unterscheidung betonen lokale Vertreter*innen. Sie verlangen vor allem Klarheit darüber, welches Land genau benötigt wird, wer Anspruch auf Entschädigung hat und wie Menschen vor Ort wirtschaftlich von der Raffinerie profitieren sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Frage nach Arbeitsplätzen beschäftigt die Region. Wie die staatliche <a href="https://www.kenyanews.go.ke/lamu-leaders-demand-priority-for-local-youth-in-sh2-2-trillion-refinery-project/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kenya News Agency</a> berichtet, haben Vertreter*innen aus Lamu gefordert, dass bei Beschäftigung und Aufträgen Menschen aus der Region bevorzugt berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt um die Industrialisierung im Lamu County ist nicht neu. Die Altstadt von Lamu, die zum UNESCO-Welterbe gehört, liegt in derselben Küstenregion. Der Landkreis ist seit Jahren ein Schwerpunkt des Lamu Port–South Sudan–Ethiopia Transport Corridor, kurz LAPSSET. Häfen, Straßen, Pipelines und Industrieanlagen sollen Kenias nördliche Küste stärker mit dem Hinterland und den Nachbarstaaten verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon lange vor Dangotes Plänen war innerhalb des Korridors eine Ölraffinerie vorgesehen. Eine <a href="https://nema.go.ke/wp-content/uploads/2025/03/SEA-037-Final-SEA-Report-MMW-min.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">strategische Umweltprüfung</a> ging dabei noch von einer wesentlich kleineren Anlage mit rund 125.000 Barrel Tageskapazität aus. Dangotes geplante Raffinerie wäre mit 700.000 Barrel mehr als fünfmal so groß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die ökologische Dimension ist bedeutend. Die Küstenregion verfügt über Mangroven, Korallenriffe und wichtige marine Lebensräume. Fischerei bildet für zahlreiche Haushalte eine wichtige Einkommensgrundlage. Welche konkreten Auswirkungen eine Raffinerie dieser Größenordnung hätte, lässt sich allerdings erst anhand der projektspezifischen Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung belastbar beurteilen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Woher kommt das Öl?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wirtschaftlich sind zentrale Fragen offen. Eine Raffinerie mit einer Kapazität von 700.000 Barrel pro Tag braucht enorme Mengen Rohöl. Kenia produziert derzeit noch kein Erdöl in kommerziellem Umfang. Als mögliche Lieferquellen gelten unter anderem die Ölvorkommen im kenianischen Turkana sowie Öl aus Uganda und Südsudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diese Optionen fehlt jedoch bislang die notwendige oder ausreichend ausgebaute Transportinfrastruktur. Alternativ könnte Rohöl per Schiff importiert werden. Damit wäre die Raffinerie stärker den Preisen und Schwankungen des internationalen Ölmarktes ausgesetzt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Ruto hat zudem eine Pipeline von den Ölfeldern im Lokichar-Becken in Turkana nach Lamu ins Gespräch gebracht. Doch auch dieses Vorhaben befindet sich nicht in einer Phase, in der es die Versorgung einer Raffinerie bereits sicherstellen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt die Finanzierung. Dangote will das Milliardenprojekt mit einer Mischung aus Eigenmitteln, Anleihen und Kapitalmarktfinanzierung stemmen. Der derzeit laufende Börsengang seiner nigerianischen Raffinerie zeigt, welche Dimensionen Dangotes Energiegeschäft inzwischen erreicht hat. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Aliko Dangote bei der Eröffnung der Dangote-Raffinerie am 22. Mai 2023 in Lekki, nahe der nigerianischen Metropole Lagos. (Foto: Aspectum, Shutterstock.com)</p>
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		<title>Moove wird elftes Unicorn in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/moove-unicorn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 08:16:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das in Lagos gegründete Mobilitätsunternehmen Moove ist zum Unicorn aufgestiegen: Nach einer Finanzierungsrunde über 250 Millionen US-Dollar wird das Startup nun mit 2,1 Milliarden Dollar bewertet. Es ist das elfte "Einhorn" in Afrika.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das in Lagos gegründete Mobilitätsunternehmen Moove ist zum Unicorn aufgestiegen: Nach einer Finanzierungsrunde über 250 Millionen US-Dollar wird das Startup nun mit 2,1 Milliarden Dollar bewertet.</strong> <strong>Es ist das elfte &#8222;Einhorn&#8220; in Afrika.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 7. September 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr) – Als Ladi Delano und Jide Odunsi <a href="https://www.moove.io/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Moove</a> 2020 in Lagos gründeten, wollten sie zunächst ein alltägliches Problem lösen: Viele Fahrer*innen für Ride-Hailing-Plattformen hatten kaum Zugang zu Krediten für den Kauf eines eigenen Fahrzeugs. Beim Ride-Hailing werden Fahrten über Plattformen wie Uber vermittelt, die Fahrer*innen und Fahrgäste über Apps zusammenbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moove entwickelte dafür ein Finanzierungsmodell, das unter anderem die tatsächlichen Einnahmen und die Produktivität der Fahrer*innen berücksichtigt. Das Unternehmen startete nach eigenen Angaben mit 76 Fahrzeugen in Lagos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind in Lagos mit einer einfachen Erkenntnis gestartet: Die Nachfrage nach Mobilität ist groß, aber das Angebot kann nicht wachsen, wenn Kapital, Technologie und Betrieb nicht zusammenspielen“, sagt Mitgründer und Co-CEO Ladi Delano anlässlich der jüngsten Finanzierungsrunde. (Quelle: <a href="https://www.mubadala.com/en/news/moove-raises-250-million-at-2-1-billion-valuation-to-scale-the-global-infrastructure-layer-for-autonomous-mobility" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mubadala</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sechs Jahre später ist aus dieser Idee ein Unternehmen mit Milliardenbewertung geworden.</p>



<h2 id="h-250-millionen-us-dollar-frisches-kapital" class="wp-block-heading">250 Millionen US-Dollar frisches Kapital</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang August 2026 gab Moove eine weitere große Finanzierungsrunde über 250 Millionen US-Dollar bekannt. Die sogenannte Series-C-Runde richtet sich typischerweise an bereits etablierte Startups, die weiteres Wachstum finanzieren wollen. Die Unternehmensbewertung liegt nun bei 2,1 Milliarden US-Dollar. Damit überschreitet Moove deutlich die Milliardenschwelle, ab der nicht börsennotierte Startups als „Unicorns“ bezeichnet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angeführt wurde die Finanzierungsrunde vom Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi. Woven Capital, der Wachstumsfonds von Toyota, und Ion Pacific fungierten als Co-Lead-Investoren. Auch BlueCrest Capital Management und Sona Capital beteiligten sich. Zu den bisherigen Geldgebern von Moove zählen unter anderem Uber, BlackRock und die japanische Finanzgruppe MUFG.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moove ist damit das elfte von der Nachrichtenagentur afrika.info erfasste Startup, das in einem afrikanischen Land gegründet wurde und eine Milliardenbewertung erreicht hat. Sechs davon wurden in Nigeria gegründet: Jumia, Interswitch, OPay, Flutterwave, Andela und nun eben Moove.</p>



<h3 id="h-unicorns-in-afrika" class="wp-block-heading">Unicorns in Afrika</h3>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Nummer</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Unternehmen</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gründungsland</th><th class="has-text-align-center" data-align="center">Jahr</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">1</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://group.jumia.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jumia Group</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2016</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">2</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.interswitchgroup.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interswitch</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2019</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">3</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.fawry.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fawry</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Ägypten</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2020</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">4</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://opayweb.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OPay</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">5</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.wave.com/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wave Mobile Money</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Senegal</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">6</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://flutterwave.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flutterwave</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">7</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://andela.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Andela</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">8</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://mnt-halan.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MNT-Halan</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Ägypten</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2023</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">9</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://moniepoint.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Moniepoint</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2024</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">10</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://tyme.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tyme Group</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Südafrika</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2024</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">11</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.moove.io/">Moove</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2026</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">afrika.info, Stand: 7. September 2026</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufstieg ist auch deshalb bemerkenswert, weil Moove bei seiner Finanzierungsrunde 2024 noch mit rund 750 Millionen US-Dollar bewertet worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moove ist inzwischen kein ausschließlich nigerianisches Unternehmen mehr. Der Firmensitz befindet sich heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen in 29 Städten in 13 Ländern tätig, betreibt rund 42.000 Fahrzeuge und beschäftigt weltweit mehr als 2.000 Mitarbeiter*innen. Der annualisierte wiederkehrende Umsatz (Annual Recurring Revenue, ARR) soll laut Eigenangaben bei 420 Millionen US-Dollar liegen.</p>



<h2 id="h-autonomes-fahren-als-neues-geschaftsfeld" class="wp-block-heading">Autonomes Fahren als neues Geschäftsfeld</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geschäftsmodell hat sich in den letzten Jahren allerdings deutlich verändert. Die Finanzierung von Fahrzeugen für Ride-Hailing-Fahrer*innen bleibt zwar, doch Moove richtet seinen Blick zunehmend auf eine Technologie, bei der Fahrer*innen überhaupt nicht mehr vorgesehen sind: autonome Fahrzeuge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen will einen Teil des neuen Kapitals dafür einsetzen, selbstfahrende Fahrzeugflotten zu finanzieren und zu betreiben. Dazu baut Moove sogenannte „Nests“ – weitgehend automatisierte Betriebszentren, in denen autonome Fahrzeuge geladen, gewartet und für ihren Einsatz vorbereitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Delano sieht darin einen neuen Infrastrukturmarkt. „Jede große technologische Revolution wird zu einem Wettlauf um Infrastruktur“, erklärte er anlässlich der Finanzierungsrunde. Für autonomes Fahren brauche es neben der Fahrzeugtechnologie unter anderem Flotten, Ladeinfrastruktur, Wartung, Datensysteme und einen Betrieb rund um die Uhr.</p>



<h2 id="h-partnerschaft-mit-waymo" class="wp-block-heading">Partnerschaft mit Waymo</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit Waymo, dem auf autonomes Fahren spezialisierten Unternehmen des Google-Mutterkonzerns Alphabet. Im Rahmen seiner Partnerschaft mit Waymo ist Moove bereits in Phoenix und Miami tätig; ein weiterer Einsatz in London ist angekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Finanzierungsrunde soll diesen Bereich erheblich ausbauen. Nach Angaben von Mitgründer Ladi Delano soll das Team um rund 350 Mitarbeiter*innen wachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschiebt sich die Identität von Moove. Das Unternehmen entstand als Fintech, das Menschen den Zugang zu Fahrzeugen erleichtern wollte. Nun möchte es zu einem wichtigen Dienstleister einer Mobilitätsbranche werden, in der autonome Flotten eine immer größere Rolle spielen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Delano ist das kein Bruch mit der ursprünglichen Idee. „Das ist keine Abkehr von unserer Mission, sondern ihr umfassendster Ausdruck“, sagte er zur neuen Strategie.</p>



<h2 id="h-nigeria-bleibt-wichtiger-startup-markt" class="wp-block-heading">Nigeria bleibt wichtiger Startup-Markt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mooves Milliardenbewertung fällt in eine Phase, in der sich die Finanzierung von Startups in afrikanischen Ländern nach dem deutlichen Rückgang der Jahre 2023 und 2024 wieder stabilisiert hat. Nach den von afrika.info ausgewerteten Daten wurden 2025 insgesamt 3,83 Milliarden US-Dollar in afrikanische Startups investiert – der dritthöchste Jahreswert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2015. Seit 2019 entfielen mehr als 80 Prozent der Investitionen auf die “Big Four” – Nigeria, Kenia, Südafrika und Ägypten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2026 ergibt sich bislang ein gemischteres Bild. Laut der auf afrikanische Startup-Finanzierungen spezialisierten Datenplattform “Africa: The Big Deal” nahmen Startups in afrikanischen Ländern im ersten Halbjahr rund 1,36 Milliarden US-Dollar auf – sechs Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2025. Auffällig war die Konzentration auf wenige große Finanzierungsrunden. Fintech sowie Logistik und Transport vereinten 76 Prozent des eingesammelten Kapitals auf sich. (Ende)</p>



<p class="afrika-hinweis wp-block-paragraph">afrika.info beobachtet seit dem Jahr 2015 die Entwicklung der Startup-Ökosysteme in afrikanischen Ländern. Unser <a href="https://afrika.info/leistungen/innovation-scouting/">Innovation Scouting</a> erfasst Investitionstrends, wichtige Märkte und Sektoren sowie die Entwicklung der Unicorns.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Straßenverkehr in Lagos, Nigeria, mit Wegweisern nach Victoria Island und Ikoyi (Foto: Tolu Owoeye, Shutterstock.com)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/moove-unicorn/">Moove wird elftes Unicorn in Afrika</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Innovation Scouting: Startups in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/leistungen/innovation-scouting/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 13:26:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gutmensch.at/?page_id=41</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die neuesten Entwicklungen zu Startups in Afrika: Investitionen, Länder und Branchen von 2015 bis 2025.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/leistungen/innovation-scouting/">Innovation Scouting: Startups in Afrika</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Letztes Update: 2. September 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Afrikas Tech-Szene verfügt über eine beispiellose Innovationskraft: Die Silicon Savannah genießt wegen ihrer Pionierleistungen bei Mobile-Money-Lösungen längst Weltruhm. Doch auch andere Länder und Sektoren haben disruptives Potenzial.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Startups in Nairobi, Lagos, Kairo oder Kapstadt rücken immer stärker ins Blickfeld internationaler Investor*innen. Bis ins Jahr 2022 eilten die Investments von einem Rekordwert zum nächsten. Nach einem Einbruch in den Jahren 2023 und 2024 geht es nun wieder aufwärts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das<strong>&nbsp;Innovation Scouting von afrika.info</strong>&nbsp;sorgt dafür, dass Sie die entscheidenden technologischen Entwicklungen in den hochdynamischen Startup-Ökosystemen Afrikas frühzeitig mitbekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser engmaschiges Netzwerk, unsere langjährige akademische Afrika-Expertise und unsere innovativen Monitoring-Lösungen gewährleisten Ihnen dabei einen entscheidenden Informationsvorsprung.</p>



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<!-- afrika.info – Kontaktbox Innovation Scouting -->

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   AFRIKA.INFO – INNOVATION SCOUTING KONTAKT
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        Afrikas Innovationspotenzial entdecken.
    </h2>

    <p>
        Sie suchen neue Ideen, innovative Geschäftsmodelle
        oder Kooperationsmöglichkeiten in afrikanischen Märkten?
        Wir identifizieren relevante Entwicklungen,
        analysieren innovative Lösungen und helfen Ihnen,
        neue Perspektiven für Ihr Unternehmen oder Ihre
        Organisation zu erschließen. Dabei verbinden wir
        langjährige Afrika-Expertise mit einem breiten
        Netzwerk und fundierter Marktkenntnis.
    </p>

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<p class="wp-block-paragraph" id="h-auf-dieser-seite-finden-sie-antworten-auf-folgende-fragen"><strong>Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf folgende Fragen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie hoch sind die Investitionen, die in afrikanische Startups seit 2015 getätigt wurden?</li>



<li>In welchen afrikanischen Ländern wurde am meisten investiert?</li>



<li>Welche Sektoren und Branchen waren besonders gefragt?</li>



<li>Welche Startups wurden als Unicorn bewertet?</li>



<li>Wie viele Coworking Spaces gibt es in Afrika?</li>
</ul>



<h2 id="h-deutlicher-aufwartstrend-im-jahr-2025" class="wp-block-heading">Deutlicher Aufwärtstrend im Jahr 2025</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Beginn unserer Erhebungen hat sich die Investitionssumme in afrikanische Startups von 186 Mio. US-Dollar im Jahr 2015 auf <strong>4,85 Mrd. US-Dollar</strong> im Jahr 2022 um den Faktor 26 vervielfacht. Einen Beitrag über unsere Arbeit können Sie im österreichischen Startup-Magazin <a href="https://www.trendingtopics.eu/afrika-startups-erwartet-trotz-corona-rekordjahr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><u>Trending Topics</u> </a>lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2023 wurde der starke Aufwärtstrend jäh unterbrochen &#8211; der Abwärtstrend hielt auch 2024 an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2025 wurden wieder deutlich mehr Investitionen getätigt &#8211; <strong>3,83 Mrd. US-Dollar </strong>markierten den drittbesten Jahreswert seit Beginn unserer Aufzeichnungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden seit dem Jahr 2015 damit <strong>22,87 Mrd. US-Dollar</strong> in afrikanische Startups investiert. Die durchschnittliche Investionssumme lag bei rund sechs Mio. US-Dollar.</p>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 id="zahlen-fakten" class="wp-block-heading">Investitionen in afrikanische Startups 2015-2025 (US-Dollar)</h3>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="min-height:434px" id="datawrapper-vis-3oeQs"><script type="text/javascript" defer src="https://datawrapper.dwcdn.net/3oeQs/embed.js" charset="utf-8" data-target="#datawrapper-vis-3oeQs"></script><noscript><img decoding="async" src="https://datawrapper.dwcdn.net/3oeQs/full.png" alt="" /></noscript></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anmerkung:</strong> Die Zahlen von 2015 bis 2018 stammen von <a href="https://disruptafrica.gumroad.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Disrupt Africa</a>, die Zahlen ab 2019 aus <a href="https://thebigdeal.gumroad.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa: The Big Deal &#8211; Startup Deals Database</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-alpha-channel-opacity has-background" style="background-color:#eae9e3;color:#eae9e3"/>



<h2 id="h-die-big-four" class="wp-block-heading">Die &#8222;Big Four&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">80,6 Prozent aller Investitionen seit 2019 wurden in vier Ländern getätigt. Nigeria, Kenia, Südafrika und Ägypten werden deshalb auch als <strong>&#8222;The Big Four&#8220;</strong> bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2025 hatte <strong>Südafrika</strong> mit 1,122 Mrd. US-Dollar deutlich die Nase voran, dahinter folgten Kenia (986,3 Mio. US-Dollar), Ägypten (637,2 Mio US-Dollar) und Nigeria (342,8 Mio. US-Dollar).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Betrachtungszeitraum der letzten sieben Jahre konnte <strong>Nigeria</strong> seine Position auf Platz 1 verteidigen. Im westafrikanischen Land wurden seit 2019 <strong>mehr als fünf Milliarden US-Dollar</strong> investiert.</p>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 id="investitionen-in-afrikanische-startups-2021-us-dollar" class="wp-block-heading">Investitionen 2019-2025 nach Ländern (US-Dollar)</h3>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="min-height:538px" id="datawrapper-vis-5k2AX"><script type="text/javascript" defer src="https://datawrapper.dwcdn.net/5k2AX/embed.js" charset="utf-8" data-target="#datawrapper-vis-5k2AX"></script><noscript><img decoding="async" src="https://datawrapper.dwcdn.net/5k2AX/full.png" alt="" /></noscript></div>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-alpha-channel-opacity has-background" style="background-color:#eae9e3;color:#eae9e3"/>



<h2 id="h-sektoren" class="wp-block-heading">Sektoren</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fintech</strong> verzeichnet den Löwenanteil bei Investitionen in afrikanische Startups &#8211; im Betrachtungszeitraum von 2019 bis 2025 betrug der Investitionsanteil 46,5 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2024 lag der Anteil des Fintech-Sektors bei 48 Prozent. Auf den Rängen zwei und drei folgten 2023 Startups aus den Bereichen <strong>Energy &amp; Water</strong> (22 %) und <strong>Logistics &amp; Transport</strong> (8 %).</p>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 id="investitionen-nach-landern-2021-us-dollar" class="wp-block-heading">Investitionen nach Sektoren 2025 (US-Dollar)</h3>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="min-height:373px" id="datawrapper-vis-feXTB"><script type="text/javascript" defer src="https://datawrapper.dwcdn.net/feXTB/embed.js" charset="utf-8" data-target="#datawrapper-vis-feXTB"></script><noscript><img decoding="async" src="https://datawrapper.dwcdn.net/feXTB/full.png" alt="Donut-diagramm" /></noscript></div>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-alpha-channel-opacity has-background" style="background-color:#eae9e3;color:#eae9e3"/>



<h2 id="h-unicorns-in-afrika" class="wp-block-heading">Unicorns in Afrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Unicorns werden Startup-Unternehmen bezeichnet, die über eine Bewertung von <strong>1 Mrd. US-Dollar </strong>oder mehr verfügen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/startup-unicorn-shutterstock-1200-800-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-5185" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/startup-unicorn-shutterstock-1200-800-1024x683.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/startup-unicorn-shutterstock-1200-800-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/startup-unicorn-shutterstock-1200-800-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/startup-unicorn-shutterstock-1200-800-640x427.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/startup-unicorn-shutterstock-1200-800.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Unternehmen in Afrika, das diesen Status errang, war die Africa Internet Group (heute Jumia Group) im Jahr 2016. Lesen Sie dazu unseren Beitrag: <a href="https://afrika.info/das-einhorn-von-yaba/">Das Einhorn von Yaba</a>.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute gibt es <strong>zehn afrikanische Startups</strong>, die als Unicorns bezeichnet werden. Auf anderen Listen ist die Zahl mitunter höher. Für uns ist ausschlaggebend, dass das Startup in einem afrikanischen Land gegründet wurde.</p>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 id="h-afrikanische-unicorns-2016-2026" class="wp-block-heading">Afrikanische Unicorns 2016-2026</h3>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Nummer</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Unternehmen</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gründungsland</th><th class="has-text-align-center" data-align="center">Jahr</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">1</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://group.jumia.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jumia Group</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2016</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">2</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.interswitchgroup.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interswitch</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2019</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">3</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.fawry.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fawry</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Ägypten</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2020</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">4</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://opayweb.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OPay</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">5</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.wave.com/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wave Mobile Money</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Senegal</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">6</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://flutterwave.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flutterwave</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">7</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://andela.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Andela</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2021</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">8</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://mnt-halan.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MNT-Halan</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Ägypten</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2023</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">9</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://moniepoint.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Moniepoint</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2024</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">10</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://tyme.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tyme Group</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Südafrika</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2024</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">11</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.moove.io/">Moove</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2026</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">afrika.info, Stand: 2. September 2026</figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-alpha-channel-opacity has-background" style="background-color:#eae9e3;color:#eae9e3"/>



<h2 id="h-coworking-spaces-in-afrika" class="wp-block-heading">Coworking Spaces in Afrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Vermittlungsportal <a href="https://coworker.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">coworker.com</a> listet <strong>1.148 Coworking Spaces</strong> (2025: 1.165 / 2024: 1.304) in afrikanischen Ländern (Stand: 8. Januar 2026). Das bedeutet ein Minus von 156 Coworking Spaces seit 2024.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/coworking-afrika-canva-1200-800-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-5183" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/coworking-afrika-canva-1200-800-1024x683.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/coworking-afrika-canva-1200-800-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/coworking-afrika-canva-1200-800-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/coworking-afrika-canva-1200-800-640x427.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/01/coworking-afrika-canva-1200-800.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten afrikanischen Coworking Spaces sind wiederum in jenen Ländern zu finden, in denen auch am stärksten in Startups investiert wurde. In den &#8222;Big Four&#8220; &#8211; Nigeria, Kenia, Südafrika und Ägypten &#8211; sind rund 62 Prozent aller Coworking Spaces in Afrika beheimatet.</p>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 id="h-coworking-spaces-in-afrikanischen-landern" class="wp-block-heading">Coworking Spaces in afrikanischen Ländern</h3>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="min-height:538px" id="datawrapper-vis-Ps7GE"><script type="text/javascript" defer src="https://datawrapper.dwcdn.net/Ps7GE/embed.js" charset="utf-8" data-target="#datawrapper-vis-Ps7GE"></script><noscript><img decoding="async" src="https://datawrapper.dwcdn.net/Ps7GE/full.png" alt="" /></noscript></div>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fotos: </strong>Shutterstock.com, Canva</p>
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		<title>COP30: Bildung im Zentrum der Klimakrise</title>
		<link>https://afrika.info/cop30-bildung-im-zentrum-der-klimakrise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2025 16:12:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Adenika Oladosu]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[COP30]]></category>
		<category><![CDATA[Joyce Chimbi]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Adenike Oladosu ist eine der führenden Stimmen Afrikas im Kampf für Klimagerechtigkeit. Beim Klimagipfel COP30 in Belém in Brasilien forderte sie die internationale Gemeinschaft auf, Bildung ins Zentrum der Klimaschutzmaßnahmen zu rücken. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Joyce Chimbi | 21. November 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Belém (IPS/afr). Adenike Oladosu ist eine der führenden Stimmen Afrikas im Kampf für Klimagerechtigkeit. Beim Klimagipfel COP30 in Belém in Brasilien forderte sie die internationale Gemeinschaft auf, Bildung ins Zentrum der Klimaschutzmaßnahmen zu rücken.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Adenike Oladosu ist Günderin der &#8222;<a href="https://www.ileadclimateaction.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">I Lead Climate Action Initiative</a>&#8220; &#8211; eine panafrikanische Bewegung, die sich mit Forschung und lokaler Basisarbeit für den Klimaschutz einsetzt.&nbsp; Neben Vanessa Nakate (Uganda) und Elizabeth Wathuti (Kenia) zählt sie zu den führenden Klimagerechtsaktivist*innen Afrikas. Im Jahr 2024 wurde sie von &#8222;<a href="https://www.bbc.co.uk/news/resources/idt-4f79d09b-655a-42f8-82b4-9b2ecebab611" target="_blank" rel="noreferrer noopener">BBC 100 Women</a>&#8220; als weltweit einflussreichste und inspirierendste Klimapionierin ausgezeichnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kindheit-im-spannungsfeld-von-bildung-und-klimakrise">Kindheit im Spannungsfeld von Bildung und Klimakrise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Engagment für Oladosu hat viel mit ihren persönlichen Erfahrungen zu tun: Sie wuchs in Zentral-Nigeria auf und erlebte schon früh, wie eng Ernährungssicherheit, Extremwetter und Bildung miteinander verknüpft sind. Überflutungen machten Wege zur Schule unpassierbar, Hitzeperioden und unsichere Ernten führten zu Hunger und sinkenden Schulbesuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Familien schickten ihre Kinder lieber zur Arbeit auf die Felder, was Bildungsbiografien dauerhaft unterbrach. Dazu kamen zunehmende Konflikte zwischen Bäuer*innen und Viehhirten, ausgelöst durch kollabierende Ökosysteme und knapper werdende Ressourcen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2018, nach der Lektüre eines alarmierenden <a href="https://www.ipcc.ch/2018/10/10/ipcc-presents-findings-of-the-special-report-on-global-warming-of-1-5c-at-event-to-discuss-viet-nams-response-to-climate-change/">Bericht des Weltklimarates IPCC</a>, entschloss sich Oladosu, aktiv zu werden. &#8222;Heute&#8220;, sagt sie, &#8222;ist die Klimakrise nicht mehr eine Bedrohung, sondern eine Realität.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stimme-fur-klimagerechtigkeit">Stimme für Klimagerechtigkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seither hat sie Tausende Menschen in Afrika und auf der ganzen Welt für mehr Klimagerechtigkeit mobilisiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit forscht Oladosu als Fellow am <a href="https://www.rifs-potsdam.de/de/menschen/adenike-oladosu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Research Institute for Sustainability</a> (RIFS) in Potsdam. Gleichzeitig wirkt sie als Climate Champion von &#8222;<a href="https://www.educationcannotwait.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Education Cannot Wait</a>&#8220; für den weltweit ersten Fonds, der sich der Bildung in Krisensituationen widmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre zentrale Botschaft: Klimakrise, Vertreibung, Konflikte, Energieunsicherheit und Umweltzerstörung verstärken sich gegenseitig – und bedrohen eine ganze Generation. Laut <a href="https://www.unesco.org/gem-report/en/publication/out-school-numbers-are-growing-sub-saharan-africa">UNESCO</a> besuchen 20 Millionen Kinder in Nigeria keine Schule.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bildung-ruckt-in-den-fokus-der-klimagesprache">Bildung rückt in den Fokus der Klimagespräche</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund betont Oladosu, dass die Klimaverhandlungen bei der COP30 in Belém in die richtige Richtung gehen. In <a href="https://cop30.br/en/news-about-cop30/education-at-the-core-of-climate-resilience-say-countries-and-the-un-system" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hochrangigen Diskussionen</a> erklärten Staatsvertreter*innen und UN-Organisationen, man wolle in die Vorbereitung junger Menschen auf die Klimakrise investieren – und Bildungseinrichtungen an die neue Realität anpassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oladosu unterstreicht diesen Ansatz: &#8222;Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, was Klimagerechtigkeit für junge Menschen bedeutet.&#8220; Besonders Mädchen, die täglich lange Wege zurücklegen müssen, um Wasser zu holen, verlieren wertvolle Lernzeit. In der Schule müsse Klimawissen vermittelt und Raum für eigene Lösungen geschaffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Adenike Oladosu appelliert daher eindringlich an die internationale Gemeinschaft. &#8222;Wir müssen die Zukunft von Millionen Mädchen und Jungen schützen, die weltweit an vorderster Front der Klimakrise stehen. Ich möchte, dass die Staats- und Regierungschefs verstehen: Diese Zukunft beginnt jetzt. Bildung muss dringend ins Zentrum der Klimaschutzmaßnahmen rücken.&#8220; (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Adenike Oladosu bei der COP 30 in Belém (Foto: Joyce Chimbi/IPS)</p>
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		<title>Nigeria: Die letzte Zuflucht der Drille </title>
		<link>https://afrika.info/nigeria-die-letzte-zuflucht-der-drille/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 10:35:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Drille]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Promise Eze]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drille gehören zu den am stärksten gefährdeten Affenarten Afrikas. Während ihre Lebensräume in Nigeria und Kamerun immer weiter schwinden, versucht ein Schutzprojekt im Afi Mountain Wildlife Sanctuary, die Tiere zu retten.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Promise Eze | 20. Oktober 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boki (afr/IPS). In den frühen Morgenstunden dreht Gabriel Oshie seine tägliche Runde über die Ranch im Afi Mountain Wildlife Sanctuary. Hinter den elektrisch gesicherten Zäunen warten hunderte Drille ungeduldig auf ihr Frühstück. Oshie füttert sie mit Bananen und anderen Früchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drille zählen zu den seltensten Primatenarten der Welt. Ihr Bestand in freier Wildbahn wird auf weniger als 4.000 Tiere geschätzt. Sie leben in großen Gruppen, die von einem dominanten Männchen angeführt werden, und kommen ausschließlich in Teilen Nigerias, im Südwesten Kameruns sowie auf der Insel Bioko in Äquatorialguinea vor.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-gabriel-oshie-c-promise-eze-ips-1200-900-1024x768.jpg" alt="Tierpfleger gabriel Oshie arbeitet bereits seit 23 Jahren auf der Drill Ranch (Foto: Promise Eze/IPS)." class="wp-image-4804" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-gabriel-oshie-c-promise-eze-ips-1200-900-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-gabriel-oshie-c-promise-eze-ips-1200-900-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-gabriel-oshie-c-promise-eze-ips-1200-900-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-gabriel-oshie-c-promise-eze-ips-1200-900-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-gabriel-oshie-c-promise-eze-ips-1200-900.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tierpfleger Gabriel Oshie arbeitet bereits seit 23 Jahren auf der Drill Ranch (Foto: Promise Eze/IPS).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit den etwas größeren Mandrillen bilden sie die Gattung der Mandrillartigen. Ein markanter Unterschied ist sofort erkennbar: Während Drille ein schwarzes Gesicht haben, sind die Gesichter der Mandrille leuchtend rot-blau gefärbt. Auch bei Drillen ist jedoch die Gesäßregion auffällig rot oder blau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gabriel Oshie ist seit 23 Jahren Tierpfleger auf der Drill Ranch im Afi Mountain Wildlife Sanctuary im nigerianischen Bundesstaat Cross River. „Wildtiere sind die Schönheit der Natur“, sagt er. „Wenn man die Drille, die Wälder und die anderen Tiere sieht, kann man ihre Schönheit einfach nur bewundern. Aber es ist traurig, dass Menschen die Tierwelt trotz ihrer Bedeutung zerstören.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-milliarden-fur-wildtiere-auf-dem-schwarzmarkt">Milliarden für Wildtiere auf dem Schwarzmarkt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Population der Drille ist in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen. Hauptursachen sind Abholzung und Jagd. Besonders der illegale Handel mit Wildtieren gilt mittlerweile als einer der lukrativsten kriminellen Aktivitäten überhaupt – laut <a href="https://www.interpol.int/News-and-Events/News/2023/Illegal-wildlife-trade-has-become-one-of-the-world-s-largest-criminal-activities" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interpol</a> werden damit jährlich 20 Milliarden US-Dollar umgesetzt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria hat sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Umschlagplatz entwickelt. Die Grenzen des Landes sind durchlässig, Kontrollen finden nur selten statt. Neben Affen werden auch Elfenbein, Schuppentiere und viele weitere bedrohte Arten geschmuggelt.</p>



<iframe src="https://www.google.com/maps/embed?pb=!1m18!1m12!1m3!1d5789078.6854348!2d9.371998549324449!3d6.238310517883984!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x105c081555555555%3A0x5f6e68e413ea306a!2sAfi%20Mountain%20Wildlife%20Sanctuary!5e0!3m2!1sde!2sat!4v1760956315647!5m2!1sde!2sat" width="100%" height="500" style="border:0;" allowfullscreen="" loading="lazy" referrerpolicy="no-referrer-when-downgrade"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar haben die nigerianischen Behörden versucht, dem illegalen Handel entgegenzuwirken – etwa durch die Schließung von Buschfleischmärkten oder die Beschlagnahmung geschmuggelter Tiere. Im Juli dieses Jahres meldeten sie die bislang größte Razzia im Bereich des Wildtierhandels: Am internationalen Flughafen von Lagos wurden über 1.600 Vögel abgefangen, die nach Kuwait exportiert werden sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Biodiversität in Nigeria steckt in einer tiefen Krise“, warnt Rita Uwaka von der nigerianischen Umweltorganisation <a href="https://erafoen.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Environmental Rights Action</a>. „Durch die Ausweitung industrieller Plantagen sind große Teile unserer Waldlandschaft zerstört worden. Das hat zu erheblichen Verlusten bei Tier- und Pflanzenarten geführt – mit gravierenden Folgen für Mensch und Klima. Zudem beobachten wir, wie Konzessionsverträge mit großen Agrarkonzernen geschlossen werden, was den Biodiversitätsverlust weiter beschleunigt.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schutzprojekt-fur-drille">Schutzprojekt für Drille</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Drill Ranch wurde von den beiden US-amerikanischen Naturschützer*innen Liza Gadsby und Peter Jenkins im Jahr 1991 gegründet. Heute beherbergt sie mehr als 600 Drille und gilt weltweit als das erfolgreichste Zuchtprojekt dieser Art.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg nach Botswana, ausgestattet lediglich mit einem Touristenvisum, kamen Gadsby und Jenkins nach Nigeria. Dort erfuhren sie in Boki von einem Gorilla-Schutzprojekt – und entdeckten neben den Gorillas auch Drille, die damals außerhalb Kameruns als nahezu ausgestorben galten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-mandrill-drill-shutterstock-com-1024x683.png" alt="Ein Mandrill (links) ist von einem Drill (rechts) einfach durch die Gesichtsfärbung zu unterscheiden (Fotos: Shutterstock.com)." class="wp-image-4803" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-mandrill-drill-shutterstock-com-1024x683.png 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-mandrill-drill-shutterstock-com-300x200.png 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-mandrill-drill-shutterstock-com-768x512.png 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-mandrill-drill-shutterstock-com-640x427.png 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/nigeria-mandrill-drill-shutterstock-com.png 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Mandrill (links) ist von einem Drill (rechts) einfach durch die Gesichtsfärbung zu unterscheiden (Fotos: Shutterstock.com).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Drille waren damals noch weitgehend unbekannt und in ganz Afrika stärker gefährdet als Gorillas“, erzählt Liza Gadsby im Gespräch mit IPS. „Natürlich wussten die Einheimischen schon immer von ihrer Existenz, aber die internationale Gemeinschaft hatte sie damals erst kürzlich wiederentdeckt. Deshalb haben sie uns besonders interessiert.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin gründeten die beiden die Organisation <a href="https://www.pandrillus.org/">Pandrillus</a> in Calabar, der Hauptstadt des Bundesstaates Cross River. Heute arbeitet Pandrillus in Boki erfolgreich mit 18 Gemeinden zusammen. Die Organisation betreibt Aufklärungsarbeit in der lokalen Bevölkerung und stellt Ranger ein. Diese patrouillieren regelmäßig die umliegenden Wälder, um Wilderei zu verhindern. Die Ergebnisse sprechen für sich: Rund 90 Drille wurden bislang freiwillig von Dorfbewohner*innen an das Schutzprojekt übergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit von Pandrillus ist auch von staatlicher Seite anerkannt: Nach zehnjähriger Lobbyarbeit wurde der Teil des Waldreservats, in dem sich die Ranch befindet, offiziell zum Naturschutzgebiet erklärt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unsichere-zukunft">Unsichere Zukunft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das übergeordnete Ziel des Projekts sei die Wiederauswilderung der Drille, erklärt Ranchmanager Zach Schwenneker. Doch die fortschreitende Abholzung der Wälder im Bundesstaat Cross River erschwert dieses Vorhaben zunehmend. Viele Menschen versuchen, durch den Anbau von Kakao ihren Lebensunterhalt zu sichern – häufig auf Kosten der noch bestehenden Waldflächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die staatliche Unterstützung hat nachgelassen: Während Pandrillus früher regelmäßige Zuschüsse für die Versorgung der Tiere erhielt, ist diese finanzielle Hilfe mittlerweile eingestellt. Heute ist das Projekt fast ausschließlich auf internationale Unterstützung und private Spenden angewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umweltschützerin Rita Uwaka erklärt gegenüber IPS, dass Nigeria zwar einen nationalen Aktionsplan zur Erhaltung der biologischen Vielfalt verabschiedet habe, dieser aber kaum wirksam sei: „Die Gesetze wirken zwar auf dem Papier beeindruckend, sind in der Praxis jedoch aufgrund schwacher Überwachungssysteme oft wirkungslos“, sagt sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Gabriel Oshie, den engagierten Tierpfleger, steht fest: Der langfristige Erfolg des Projekts hängt entscheidend vom Bewusstsein der Bevölkerung ab. „Ich bin hier, weil ich die Natur schützen möchte“, sagt er. „Ohne uns könnte die Abholzung überhandnehmen, die Wälder zerstören und den Tieren schweren Schaden zufügen.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Ein Drill hinter einem elektrischen Zaun auf der Drill Ranch im im Afi Mountain Wildlife Sanctuary (Foto: Promise Eze/IPS)</p>
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		<title>Afrika-Cup &#8211; das Finale</title>
		<link>https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:02:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des Africa Cup of Nations live in einem interkulturellen Umfeld.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/">Afrika-Cup &#8211; das Finale</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="h-public-viewing-und-come-together">Public Viewing und Come Together</h2>



<pre class="wp-block-verse"><strong>Termin:</strong> 18. Jänner 2026, 19:00 Uhr<br><strong>Ort:</strong> Afro-Asiatisches Institut, Imaculada, Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg<br><strong>Eintritt:</strong> frei</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des <strong>Africa Cup of Nations</strong> live in einem interkulturellen Umfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Können die Kicker der Côte d&#8217;Ivoire den Titel aus 2024 verteidigen? Oder holt die Heimmannschaft Marokko den begehrten Pokal? Oder sorgt gar ein krasser Außenseiter wie Simbabwe oder Botswana für eine Überraschung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 35. Africa Cup findet vom <strong>21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko</strong> statt. Das Land wird damit nach 1988 das zweite Mal Gastgeber des Turniers sein. Insgesamt werden von den 24 teilnehmenden Nationen 52 Spiele ausgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Finale wird am 18. Jänner 2026</strong> im neu errichteten Stade Moulay Abdallah in Rabat ausgetragen. Anpfiff: 20:00 Uhr</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-teilnehmende-nationalteams">Teilnehmende Nationalteams</h2>



<figure class="wp-block-table is-style-regular has-regular-font-size"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe A</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe B</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe C</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4816" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Marokko.svg_.webp" alt="Marokko Flagge"> Marokko</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4824" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aegypten.svg_.webp" alt="Ägypten Flagge"> Ägypten</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4828" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Nigeria.svg_.webp" alt="Nigeria Flagge"> Nigeria</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4817" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mali.svg_.webp" alt="Mali Flagge"> Mali</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4825" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Suedafrika.svg_.webp" alt="Südafrika Flagge"> Südafrika</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4829" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tunesien.svg_.webp" alt="Tunesien Flagge"> Tunesien</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4819" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sambia.svg_.webp" alt="Sambia Flagge"> Sambia</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4826" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Angola.svg_.webp" alt="Angola Flagge"> Angola</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4830" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Uganda.svg_.webp" alt="Uganda Flagge"> Uganda</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="9" class="wp-image-4820" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Komoren.svg_.webp" alt="Komoren Flagge"> Komoren</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4827" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Simbabwe.svg_.webp" alt="Simbabwe Flagge"> Simbabwe</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4831" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tansania.svg_.webp" alt="Tansania Flagge"> Tansania</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe D</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe E</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe F</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4832" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Senegal.svg_.webp" alt="Senegal Flagge"> Senegal</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4836" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Algerien.svg_.webp" alt="Algerien Flagge"> Algerien</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4840" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Cote-d-Ivoire.svg_.webp" alt="Côte d'Ivoire Flagge"> Côte d&#8217;Ivoire</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4833" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-DR-Kongo.svg_.webp" alt="DR Kongo Flagge"> DR Kongo</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4837" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Burkina-Faso.svg_.webp" alt="Burkina Faso Flagge"> Burkina Faso</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4841" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Kamerun.svg_.webp" alt="Kamerun Flagge"> Kamerun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4834" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Benin.svg_.webp" alt="Benin Flagge"> Benin</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4838" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aequatorialguinea.svg_.webp" alt="Äquatorialguinea Flagge"> Äquatorialguinea</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4842" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Gabun.svg_.webp" alt="Gabun Flagge"> Gabun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4835" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Botswana.svg_.webp" alt="Botswana Flagge"> Botswana</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4839" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sudan.svg_.webp" alt="Sudan Flagge"> Sudan</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4843" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mosambik.svg_.webp" alt="Mosambik Flagge"> Mosambik</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Veranstaltung von Welthaus Graz in Kooperation mit afrika.info, Afrika Plattform Salzburg, Afro-Asiatisches Institut Graz, Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Katholische Hochschuljugend, Katholische Hochschulgemeinde und Fachbereich Weltkirche</p>
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		<title>Nigeria: Solarlösungen aus Plastikmüll</title>
		<link>https://afrika.info/nigeria-solarloesungen-aus-plastikmuell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2025 12:19:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Elektrizität]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Promise Eze]]></category>
		<category><![CDATA[Stanley Anigbogu]]></category>
		<category><![CDATA[Startups]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In keinem anderen Land der Erde leben mehr Menschen ohne Strom als in Nigeria. Der junge Energiepionier Stanley Anigbogu möchte dies ändern: Er entwickelt Solarlösungen durch die Wiederverwertung von Abfall.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Promise Eze | 14. Juli 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abuja (IPS/afr). In keinem anderen Land der Erde leben mehr Menschen ohne Strom als in Nigeria. Der junge Energiepionier Stanley Anigbogu möchte dies ändern: Er entwickelt Solarlösungen durch die Wiederverwertung von Abfall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stanley Anigbogu konnte es zunächst gar nicht fassen. Im März erfuhr der 25-Jährige, dass er in London als <a href="https://thecommonwealth.org/news/young-nigerian-energy-innovator-wins-2025-commonwealth-youth-award" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Commonwealth Young Person of the Year 2025</a> ausgezeichnet wird. Für die prestigeträchtige Anerkennung, die den Einsatz junger Menschen für die Erreichung globaler Entwicklungsziele würdigt, hatte es über 800 Bewerbungen gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, den Preis zu gewinnen”, erzählt Anigbogu. “Diese Auszeichnung gibt mir Hoffnung. Sie zeigt, dass die Menschen unsere Arbeit wahrnehmen, und dass sie wichtig ist.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Leuchten aus Plastikflaschen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anigbogu ist Mitbegründer von <a href="https://lightedimpact.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">LightEd</a>. Das Unternehmen baut solarbetriebene Ladestationen aus Plastikabfällen und ausrangierten Schiffscontainern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Orten, die keinen Zugang zu Elektrizität haben. Besonderes Augenmerk gilt der Stromversorgung von Flüchtlingen und vertriebenen Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">LightEd hat Solarladestationen in zwei großen Flüchtlingslagern in Nigeria errichtet. Die Menschen nutzen sie zum Aufladen ihrer Handys, Lampen und anderer Kleingeräte. Außerdem erfahren die Bewohner*innen, wie sie aus Plastikflaschen einfache Leuchten herstellen können.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4533" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800-1024x683.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800-640x427.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schüler*innen lernen, wie sie aus Plastikflaschen einfache Lampen herstellen. (Foto: LightEd)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich möchte, dass Kinder in Flüchtlingslagern auch nachts lernen können”, beschreibt Anigbogu seine Motivation. “Eine gute Beleuchtung verleiht ein Gefühl von Sicherheit. Sie spart Kosten, da man keine Kerzen oder Kerosin mehr kaufen muss, sondern nur noch eine Lampe auflädt. Außerdem gibt es keine Gesundheitsrisiken, die bei herkömmlichen Beleuchtungen durch das Einatmen von Rauch und Dämpfen bestehen.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">43 Prozent der Bevölkerung ohne Stromversorgung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anigbogu weiß, was es heißt, ohne Licht auszukommen. Während seiner Kindheit in seiner Heimatstadt Onitsha im Süden Nigerias hatte er manchmal nur wenige Stunden Strom pro Woche. Häufig musste er Kerzen oder Petroleumlampen anzünden, um seine Schulaufgaben machen zu können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Erfahrung hat Anigbogus Neugier geweckt. Er wollte wissen, wie Elektrizität funktioniert. Bereits im Alter von 15 Jahren begann er, einfache Haushaltsgeräte aus gebrauchten Teilen zu konstruieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="575" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680-1024x575.jpg" alt="" class="wp-image-4534" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680-1024x575.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680-300x169.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680-768x432.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680-640x360.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680.jpg 1210w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Luftaufnahme einer solarbetriebenen Ladestation von LightEd (Foto: LightEd)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Heute gilt Anigbogu in seinem Heimatland als Visionär für die nachhaltige Energiewende: Dank der Lösungen von LightEd konnten bislang über 10.000 Flüchtlinge und vertriebene Personen mit sauberer Elektrizität versorgt werden. Mit einem kleinen Team gleichgesinnter junger Menschen hat er 6.000 Studierende ausgebildet und über 20.000 Kilogramm Abfall wiederverwertet.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria ist das Land mit der höchsten Zahl von Menschen ohne Elektrizität. Laut Angaben der<a href="https://www.worldbank.org/en/news/press-release/2021/02/05/nigeria-to-improve-electricity-access-and-services-to-citizens" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Weltbank</a> haben 85 Millionen Nigerianer*innen keinen Zugang zum Stromnetz. Das bedeutet, dass etwa 43 Prozent der Bevölkerung ohne regelmäßige Stromversorgung leben müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ladestationen für Friedensdialog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stanley Anigbogu weiß, dass die Einbindung der Bevölkerung entscheidend für den Erfolg ist. Nach der Sekundarschule war er zum Studium in Marokko. Dort gründete er ein Startup, das Energie aus Orangenschalen gewinnen wollte. Das Projekt scheiterte, aber Anigbogu gewann wertvolle Erkenntnisse. „Ich habe viele Fehler gemacht, weil ich das Geschäft nicht gut genug verstanden habe“, gibt er heute offen zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Corona-Lockdowns im Jahr 2020 kehrte Anigbogu nach Nigeria zurück. Er wollte etwas Nützliches tun, um armen Gemeinden zu helfen. Heute hört er genau hin, was die Menschen benötigen: “Die Lösungen, die wir anbieten, entstehen unmittelbar aus den Bedürfnissen der Gemeinschaften”, sagt Anigbogu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als das größte Problem beschreibt Anigbogu die Skalierung. Es sei nicht einfach, die richtigen Strategien und Strukturen für eine Expansion in neue Regionen und Länder zu finden, meint er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein neuestes Vorhaben ist der Bau von Ladestationen, die auch als Räume für den Friedensdialog dienen. &#8222;Ich arbeite mit den Gewinnern des <a href="https://thecommonwealth.org/news/cd2025/inaugural-commonwealth-peace-prize-winners-nigeria-lauded-their-contributions" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Commonwealth-Friedenspreises</a> zusammen, die heuer auch aus Nigeria kommen”, erzählt Anigbogu. “Gemeinsam diskutieren wir über den Bau einer Ladestation, die als Raum für den Dialog zwischen den Generationen und den Religionen dient. In Nigeria, wo es viele religiöse Konflikte gibt, glaube ich, dass es eine gute Idee ist, den Zugang zu Energie zu nutzen, um Menschen unterschiedlichen Glaubens zusammenzubringen.” (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Stanley Anigbogu mit Kindern vor einer solarbetriebenen Ladestation von LightEd (Foto: LightEd)</p>
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		<title>35 Visa für eine Reise durch Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/35-visa-fuer-eine-reise-durch-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2025 12:13:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[AfCFTA]]></category>
		<category><![CDATA[Busani Bafana]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aliko Dangote ist der reichste Mensch Afrikas. Forbes taxiert das Vermögen des nigerianischen Unternehmers aktuell auf 23,4 Milliarden US-Dollar. Im Jänner machte Dangote auf dem Africa CEO Forum in Kigal, Ruanda, seinem Ärger über die fehlende Reisefreiheit in Afrika Luft.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Busani Bafana | 10. März 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bulawayo (IPS/afr). Aliko Dangote ist der reichste Mensch Afrikas. <a href="https://www.forbes.com/profile/aliko-dangote/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forbes</a> taxiert das Vermögen des nigerianischen Unternehmers aktuell auf 23,4 Milliarden US-Dollar. Im Jänner machte Dangote auf dem Africa CEO Forum in Kigal, Ruanda, seinem Ärger über die fehlende Reisefreiheit in Afrika Luft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Als jemand, der Afrika groß machen will, muss ich 35 verschiedene Visa beantragen”, klagte Dangote. Er sprach damit vielen Wirtschaftstreibenden aus der Seele, die mit den restriktiven Reisebedingungen afrikanischer Länder zu kämpfen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kürzlich veröffentlichte „<a href="https://www.visaopenness.org/">Africa Visa Openness Index 2024</a>“ zeigt, wie schwer es Afrikaner*innen gemacht wird, innerhalb ihres eigenen Kontinents zu reisen. Nur vier Staaten – Benin, Gambia, Ruanda und die Seychellen – gewährten im Jahr 2024 visafreie Einreisen. Seit Anfang 2025 verlangt auch Ghana für Reisende aus anderen afrikanischen Ländern kein Visum mehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gefahr für Afrikanische Freihandelszone</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die restriktive Visapolitik der meisten afrikanischen Länder belastet die Wirtschaftsbeziehungen auf dem Kontinent. Der innerafrikanische Handel machte im Jahr 2023 lediglich <a href="https://media.afreximbank.com/afrexim/African-Trade-Report_2024.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">14,9 Prozent </a>des gesamten Handelsvolumens aus.  Zum Vergleich: In der EU wurden im selben Jahr <a href="https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Intra-EU_trade_in_goods_-_main_features" target="_blank" rel="noreferrer noopener">61,4 Prozent </a> der Waren innerhalb der Gemeinschaft gehandelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bedenken hinsichtlich illegaler Migration, Terrorismus und wirtschaftlicher Destabilisierung sind die Hauptgründe, warum sich viele afrikanische Staaten weiterhin abschotten. Es gebe aber Belege dafür, dass diese Befürchtungen übertrieben sind, betont Francis Ikome von der Wirtschaftskommission für Afrika (UNECA). Ikome warnt, dass ohne Personenfreizügigkeit die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA) zum Scheitern verurteilt sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfCFTA soll die 1,4 Milliarden Menschen des Kontinents in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum vereinen. Nur vier Länder haben allerdings bislang das von der Afrikanischen Union (AU) im Jahr 2018 verabschiedete Protokoll zur Personenfreizügigkeit ratifiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Migrationsforscher Alan Hirsch, emeritierter Professor an der Nelson Mandela School of Public Governance der Universität von Kapstadt, weist auf das gegenseitige Misstrauen afrikanischer Staaten hin: &#8222;Die Zurückhaltung mancher Länder hängt mit ihrer Besorgnis über die Qualität der Dokumente und der Systeme in einigen Ländern zusammen. Außerdem haben sie Sicherheitsbedenken angesichts der Existenz terroristischer Organisationen in einigen Teilen Afrikas. Darüber hinaus befürchten sie, dass es sich bei den Reisenden um Wirtschaftsflüchtlinge handeln könnte, die das Land nicht mehr verlassen wollen.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Europäer*innen sind bevorzugt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sabelo Mbokazi, Leiter der Abteilung für Beschäftigung, Arbeit und Migration bei der AU-Kommission, verweist auf das Paradoxon, dass sich Europäer*innen auf dem Kontinent einfacher fortbewegen können als Afrikaner*innen. Joy Kategekwa, Direktorin des Regional Integration Coordination Office bei der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB), ergänzt: “Wir sprechen leidenschaftlich gerne über Panafrikanismus, schließen aber die Bevölkerung Afrika mit Hilfe von Visas aus.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2016 gibt es zwar einen panafrikanischen Pass, der grenzenloses Reisen in Afrika ermöglicht. Allerdings wurde dieser Pass bislang nur an afrikanische Staatsoberhäupter, Außenminister*innen und bei der AU akkkreditierte Diplomat*innen ausgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Migrationsforscher Alan Hirsch glaubt, dass es für einen panafrikanischen Pass ohnehin zu früh ist. Er verweist aber darauf, dass Regionalpässe &#8211; wie z. B. jene der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) und der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) &#8211; bereits heute ein großer Erfolg sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Eine LKW-Schlange in Livingstone, Sambia, am Grenzübergang zu Simbabwe (Foto: Rainer Lesniewski / Shutterstock.com)</p>
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		<title>Nigerias &#8222;Happy City&#8220; versinkt im Atlantik</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jan 2025 15:09:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Ort Ayetoro an der Südwestküste von Nigeria ist durch den Klimawandel praktisch unbewohnbar geworden. Der steigende Meeresspiegel hat bereits 90 Prozent der Fläche überschwemmt. Die Regierung sieht tatenlos zu, wie “The Happy City” zunehmend verschwindet.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Promise Eze | 9. Januar 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ayetoro (IPS/afr). Der Ort Ayetoro an der Südwestküste von Nigeria ist durch den Klimawandel praktisch unbewohnbar geworden. Der steigende Meeresspiegel hat bereits 90 Prozent der Fläche überschwemmt. Die Regierung sieht tatenlos zu, wie “The Happy City” zunehmend verschwindet.<br><br>Im Jahr 2021 wurde das Zuhause von Ojajuni Olufunsho vom Atlantik fortgespült. Heute lebt die 53-Jährige mit ihren fünf Kindern in einer Notunterkunft aus Holz und Aluminiumblechen. Ihre einst florierende Schneiderei wurde von den Wassermassen komplett zerstört. Olufunsho kämpft um das Überleben ihrer Familie, indem sie alte Kleidungsstücke flickt. „Früher war ich eine bekannte Schneiderin und habe auch Kleidung verkauft, aber das Wasser hat alles vernichtet”, erzählt sie unter Tränen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der steigende Meeresspiegel setzt die Einwohner*innen von Ayetoro immer stärker unter Druck: Einheimische bezeugen, dass mittlerweile 90 Prozent des Ortes überschwemmt wurden. Straßen, Häuser, Schulen und sogar Friedhöfe wurden Opfer der Flut, Tausende Bewohner*innen sind obdachlos geworden. „Viele Menschen haben die Stadt verlassen“, sagt Omoyele Thompson, der PR-Beauftragte von Ayetoro. Er verweist auf offizielle Zahlen, wonach die Zahl der Bewohner*innen von rund 30.000 im Jahr 2006 auf mittlerweile 5.000 gesunken sei.<br><br>„Eigentum im Wert von mehreren Millionen Dollar wurde zerstört”, erzählt Omoyele Thompson weiter. “Hunderte von Wohnhäusern, darunter ein Entbindungszentrum und Fabriken, wurden weggeschwemmt. Viele Menschen müssen nun in Baracken hausen.”</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-6-ips-1200-1024x768.jpg" alt="Blick auf die Baracken von Ayetoro, die in Wasserlachen stehen." class="wp-image-4269" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-6-ips-1200-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-6-ips-1200-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-6-ips-1200-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-6-ips-1200-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-6-ips-1200.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Viele Menschen müssen in Ayetoro in Baracken hausen. (Foto: Promise Eze/IPS)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Lebensraum von 117 Millionen Menschen bedroht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der ganzen Welt stehen Küstenorte vor der Herausforderung, sich gegen die steigenden Meeresspiegel zu schützen. Besonders drastisch ist die Situation allerdings auf Europas südlichem Nachbarkontinent: Das&nbsp;<a href="https://africacenter.org/spotlight/rising-sea-levels-besieging-africas-booming-coastal-cities-lagos-dakar-alexandria-maputo-nile/">African Centre for Strategic Studies</a>&nbsp;prognostiziert, dass der Meeresspiegel an den Küsten Afrikas im Jahr 2030 um 0,3 Meter höher liegen wird als noch 1990. Damit ist der Lebensraum von 117 Millionen Menschen bedroht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria mit seiner ausgedehnten Küste am Golf von Guinea zählt zu jenen Ländern, die am stärksten vom ansteigenden Meeresspiegel betroffen sein könnten. Laut USAID könnte ein Anstieg des Meeresspiegels um 0,5 Meter bis zum Ende des Jahrhunderts die Umsiedelung von bis zu 53 Millionen Nigerianer*innen erforderlich machen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Expert*innen sind üerzeugt, dass die Ayetoro ohne schützende Eingriffe bald nur noch auf Fotos und in Geschichtsbüchern existieren wird. Die nigerianische Regierung zeigt aber bislang kaum Ambitionen, den Küstenort bei entsprechenden Vorkehrungen zu unterstützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das verblassende Juwel am Atlantik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ayetoro wurde 1947 von christlich-apostolischen Missionaren gegründet und galt einst als ein Leuchtturm der Selbstversorgung und des Fortschritts. Der gemeinschaftsorientierte Lebensstil des Ortes, der auf religiösen Werten basierte, Den Beinamen “The Happy City” („Die glückliche Stadt“) erhielt der Ort aufgrund des gemeinschaftsorientieren Lebensstils, der auf religiösen Werten basierte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-1-ips-1200-1024x768.jpg" alt="Das Ortschild von Ayetoro mit dem Beinamen &quot;The Happy City&quot;" class="wp-image-4270" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-1-ips-1200-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-1-ips-1200-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-1-ips-1200-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-1-ips-1200-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-1-ips-1200.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Ortschild von Ayetoro mit dem Beinamen &#8222;The Happy City&#8220; erinnert an bessere Zeiten. (Foto: Promise Eze/IPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In den 1960er und 1970er Jahren wurde Ayetoro für seine beispielhaften Entwicklungen in Sektoren wie Landwirtschaft, Industrie und Bildung bekannt. Hier wurde auch die erste Werft Nigerias errichtet, durch die Branchen wie Bootsbau und Fischerei profitierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einst schönen Strände und die blühende Infrastruktur sind heute jedoch nur noch eine blasse Erinnerung. Aus dem Juwel am Atlantik ist ein Mahnmal der Zerstörung durch den Klimawandel geworden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtige Einrichtungen wie die erste Kirche, der Markt, der Fußballplatz oder die Gemeindebücherei wurden überschwemmt oder zerstört. Sogar der Palast des Monarchen von Ayetoro, der bislang ein Symbol für das reiche kulturelle Erbe des Ortes war, ist von Wasser und Schlamm umgeben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das einzige noch existierende Krankenhaus ist in einem nicht mehr tragbaren Zustand. Qualifiziertes Gesundheitspersonal hat Ayetoro in großer Zahl den Rücken zugekehrt. In Notfällen müssen Kranke mit dem Boot in Spitäler benachbarter Gemeinden transportiert werden. Es wird immer wieder von Todesfällen berichtet, die sich während des Krankentransportes ereignen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der steigende Meeresspiegel zerstört nicht nur die Anwesen und die Infrastruktur von Ayetoro, sondern entzieht der Bevölkerung auch ihre Lebensgrundlage. Das Ackerland und die Quellen sind durch Salzwasser verunreinigt, Landwirtschaft wird dadurch nahezu unmöglich. Thompson, der für die Rechte der Bevölkerung von Ayetoro kämpft, sagt: „Die Menschen leben in völliger Armut, weil sie ihre Geschäftsgrundlage verloren haben.“</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gebrochene Versprechen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 2024 half Omoyele Thompson mit, einen friedlichen Protest zu organisieren. Tausende Einwohner*innen &#8211; darunter Kinder und ältere Menschen &#8211; forderten die Regierung auf, endlich Maßnahmen zu ergreifen. Doch wie schon in der Vergangenheit passierte nichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Abuja hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit leeren Versprechen auf die Hilferufe aus Ayetoro geantwortet. Bereits im Jahr 2000 hatte sich Gemeindebürger*innen in zahlreichen Briefen an die Regierung gewandt und Hilfe gebeten. Vier Jahre später schien Bewegung in die Angelegenheit zu kommen. Die Regierung beauftragte die Niger Delta Development Commisson mit dem Ayetoro Shore Protection Project, das unter anderem den Bau eines Deiches vorsah. Aber Millionen von US-Dollar, die für das Projekt vorgesehen waren, verschwanden in dunklen Kanälen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2009 wurde der Auftrag schließlich an ein anderes Unternehmen, Dredging Atlantic, übertragen. Aber auch diese Firma setzte keine der angekündigten Maßnahmen um.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Idowu Oyeneyin, die 38-jährige Mutter dreier Kinder, ist wütend, dass niemand für die gescheiterten Projekte zur Rechenschaft gezogen wurde. Sie sagt, Politiker*innen würden die Gemeinde ohnehin nur zu Wahlzeiten besuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der steigende Meeresspiegel an der Küste hat meiner Familie enormes Leid zugefügt”, erzählt Oyeneyin. “Mein Lebensmittelgeschäft wurde durch die Fluten völlig zerstört. Es war nicht nur ein Geschäft – es war unsere Haupteinnahmequelle. Nun kann ich es mir nicht einmal mehr leisten, gut für meine Kinder zu sorgen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oyeneyins Kinder besuchen die einzige verbliebene Schule von Ayetoro. Diese besteht aus einzelnen Holzhütten, die auf Stelzen errichtet wurden und durch instabile Stege miteinander verbunden sind. Aufgrund der wiederkehrenden Fluten musste der Standort der Schule bereits mehrmals verlegt werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-5-ips-1200-1024x768.jpg" alt="Blick in die einzig verbliebene Schule von Ayetoro" class="wp-image-4271" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-5-ips-1200-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-5-ips-1200-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-5-ips-1200-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-5-ips-1200-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-5-ips-1200.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick in die einzig verbliebene Schule von Ayetoro (Foto: Promise Eze/IPS)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Der Fluch der fossilen Brennstoffe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anfälligkeit für den steigenden Meeresspiegel wird durch die Ölförderung in der Region noch verstärkt. Ayetoro liegt in einer erdölreichen Region, die vor 30 Jahren in das Blickfeld großer Ölkonzerne rückte. Die schonungslose Ausbeutung von Öl- und Gasvorkommen hat zu enormen Umweltverschmutzungen geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Akinwuwa Omobolanle, die Gemahlin des ehemaligen Königs von Ayetoro, fordert daher, dass lokale und internationale Ölkonzerne ihre Aktivitäten in der Region völlig einstellen: „Die Erdölbohrungen im Meer und die Ankunft von Ausländern, die in den 1990er Jahren in Ayetoro natürliche Ressourcen entdeckten, sind eine der Hauptursachen für das, was uns jetzt bevorsteht. Seitdem sie mit der Ölförderung begonnen haben, eskalieren die Probleme.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Zikorah Ibeh, Programmmanagerin bei der Menschenrechts- und Umweltorganisation Corporate Accountability and Public Participation Africa (CAPPA), macht deutlich: „Während der Anstieg des Meeresspiegels zweifellos auf die globale Erwärmung zurückzuführen ist, ist die Notlage von Ayetoro &#8211; wie die vieler ölreicher Gemeinden im Nigerdelta &#8211; auch eine direkte Folge des rücksichtslosen Extraktivismus multinationaler Öl- und Gaskonzerne. Jahrzehntelang haben diese Konzerne nahezu ungestraft agiert und eine Spur der Umweltzerstörung hinterlassen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ibeh kritisiert, dass die nigerianischen Regierungen der letzten Jahrzehnte die Konzerne nicht zur Verantwortung gezogen haben. Stattdessen hätten sie sich für die Komplizenschaft entschieden. “Sie haben Unternehmensinteressen und Einnahmequellen über das Wohlergehen von Gemeinden wie Ayetoro gestellt”, sagt Ibeh. “Diese Nachlässigkeit hat die Stadt doppelt verwundbar gemacht: Erstens gegenüber den globalen Auswirkungen des Klimawandels und zweitens gegenüber der ungezügelten Gier profitorientierter Industrien, die die Umwelt als entbehrlich betrachten.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Große Skepsis gegenüber&nbsp;Industrienationen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den in Ayetoro verbliebenen Bewohner*innen läuft die Zeit davon. Sie versuchen auf eigenen Antrieb, sich vor den Wassermassen zu schützen, allerdings ohne großen Erfolg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben versucht, lokale Barrieren zu errichten, um die Flut aufzuhalten“, sagt Ojajuni Oluwale, ein Vater von sieben Kindern, der bereits zwei Häuser verloren hat. „Wir haben versucht, uns mit Sandsäcken zu schützen. Aber wenn das Meer kommt, schwemmt es diese einfach weg.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-3-ips-1200-1024x768.jpg" alt="Ojajuni Oluwale hat bereits zwei Häuser durch die Wassermassen Häuser verloren." class="wp-image-4272" style="width:717px;height:auto" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-3-ips-1200-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-3-ips-1200-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-3-ips-1200-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-3-ips-1200-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-3-ips-1200.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ojajuni Oluwale hat bereits zwei Häuser durch die Wassermassen Häuser verloren. (Bild: Promise Eze/IPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen in Ayetoro sind wütend, weil sie sich im Stich gelassen fühlen &#8211; nicht nur von der eigenen Regierung, sondern auch von den reichen Nationen. Im Jahr 2023 waren die Staaten der G20 für&nbsp;<a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/umwelt-energie/umwelt/G20_CO2.html">83 Prozent der globalen fossilen CO2-Emissione</a>n verantwortlich.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es besteht weit verbreitete Skepsis, dass die Industrienationen ihre Verpflichtungen zur Bewältigung der Klimafolgen einhalten. Bei der Klimakonferenz COP29 in Baku im November 2024 wurde eine Einigung erzielt, dass Entwicklungsländer bis zum Jahr 2035 jährlich 300 Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung des Klimawandels erhalten sollen. Vertreter*innen aus dem Globalen Süden bezeichneten diese Summe als völlig unzureichend. Nigerias Gesandte Nkiruka Maduekwe drückte es sogar noch deutlicher aus: „Das ist ein Witz“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nigerianische Klimaexpertin Tolulope Gbenro ist vor allem besorgt darüber, dass die Gelder auch die betroffenen Menschen erreichen. Sie merkt an, dass die Klimafinanzierung derzeit etwas unorganisiert sei und es an einem klaren und einheitlichen Ansatz fehle. „Es ist eine Sache, über genügend Mittel zu verfügen, um den Bedarf zu decken. Eine ganz andere Sache ist jedoch, die richtigen Rechenschafts-, Überwachungs- und Prüfungsinstrumente zu haben, um sicherzustellen, dass die Mittel ordnungsgemäß ausbezahlt werden und zu den am stärksten gefährdeten Gruppen gelangen.”</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-4-ips-1200-1024x768.jpg" alt="Der Friseursalon von Emmanuel Aralu wurde Opfer der Fluten." class="wp-image-4274" style="width:717px;height:auto" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-4-ips-1200-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-4-ips-1200-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-4-ips-1200-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-4-ips-1200-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/01/ayetoro-4-ips-1200.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Friseursalon von Emmanuel Aralu wurde Opfer der Fluten. (Foto: Promise Eze/IPS)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Steigende psychische Belastungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Währenddessen warten die Menschen in Ayetoro weiterhin auf Hilfe, um die endgültige Zerstörung abzuwenden. Bewohner*innen berichten, dass auch die damit verbundenen psychischen Belastungen kaum noch zu bewältigen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Trauma ist unerträglich“, sagt Emmanuel Aralu, der seinen Friseurladen an das Meer verloren hat. „Der gesamte Laden wurde über Nacht ausgelöscht. Nicht ein einziger Artikel konnte gerettet werden. Jetzt muss ich darum kämpfen, über die Runden zu kommen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aralu fährt fort: „Ich muss für etwas leiden, das ich nicht verursacht habe. Die Ölförderung entzieht unseren Offshore-Gebieten Ressourcen, doch die Gewinne kommen Städten wie Abuja und Lagos zugute. Wir müssen die Hauptlast des Schadens tragen. Das ist emotional erschöpfend.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Akinwuwa Omobolanle, ein Bewohnerin von Ayetoro, zeigt auf den Sumpf, der durch wiederkehrende Überschwemmungen entstanden ist. (Foto: Promise Eze/IPS)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/ayetoro-nigerias-happy-city-versinkt-im-atlantik/">Nigerias &#8222;Happy City&#8220; versinkt im Atlantik</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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