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	<title>Mosambik Archive | afrika.info</title>
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	<description>Den Kontinent anders sehen</description>
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		<title>Neue Kichererbse trotzt der Dürre</title>
		<link>https://afrika.info/kichererbse-klimawandel-suedliches-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2026 17:10:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Klimaangepasste Kichererbsensorten sollen Landwirten im südlichen Afrika helfen, trotz Dürren und steigender Düngemittelpreise stabile Erträge zu erzielen. Forscher*innen sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit und zu einer widerstandsfähigeren Landwirtschaft.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klimaangepasste Kichererbsensorten sollen Landwirten im südlichen Afrika helfen, trotz Dürren und steigender Düngemittelpreise stabile Erträge zu erzielen. Forscher*innen sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit und zu einer widerstandsfähigeren Landwirtschaft.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Ignatius Banda | 14. August 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bulawayo, Simbabwe (IPS/afr) – Landwirte in Sambia, Malawi und Mosambik profitieren von einer neuen Kichererbsensorte, die nach Angaben von Forscher*innen mit deutlich weniger Stickstoffdünger auskommt. Damit reagiert die Wissenschaft auf ein zentrales Problem vieler afrikanischer Bauern: Die Kosten für Düngemittel sind infolge globaler Handelsstörungen deutlich gestiegen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Sorte zeichnet sich durch einen hohen Nährwert aus. Nach Einschätzung der Forscher*innen kann sie sowohl die Einkommen der Landwirte erhöhen als auch neue Exportmöglichkeiten eröffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren kämpfen viele Landwirte in Afrika mit niedrigen Erträgen und nährstoffarmen Nutzpflanzen. Die Folgen reichen bis zu Mangelernährung und Wachstumsstörungen, insbesondere bei Kindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Züchtungen gewinnen vor dem Hintergrund des Klimawandels zusätzlich an Bedeutung. Vor allem im Globalen Süden stellt sich zunehmend die Frage, wie sich die Nahrungsmittelproduktion an häufigere Dürren, steigende Temperaturen und unsichere Niederschlagsmuster anpassen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.icrisat.org/">International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics</a> (ICRISAT)&nbsp;treibt diese Bemühungen gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) voran. Finanziert wird das Projekt über den Benefit-sharing-Fonds (BSF) des <a href="https://www.publiceye.ch/de/archiv/biopiraterie/internationale-konventionen/saatgut-vertrag-fao" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Internationalen Saatgut-Vertrags</a>. Ziel ist es, die Abhängigkeit von kostspieligen landwirtschaftlichen Betriebsmitteln zu verringern.</p>



<h2 id="h-landwirtschaft-vor-enormen-herausforderungen" class="wp-block-heading">Landwirtschaft vor enormen Herausforderungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des ICRISAT kommt die Initiative zu einem Zeitpunkt, an dem geopolitische Spannungen, Versorgungsengpässe bei Düngemitteln und steigende Produktionskosten die Landwirtschaft in den Trockengebieten des südlichen Afrikas zunehmend unter Druck setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen die Folgen gestörter globaler Lieferketten, die die Preise für Grundnahrungsmittel in vielen afrikanischen Ländern steigen ließen. Während Regierungen versuchen, die landwirtschaftliche Produktion und die Einkommen der Bauern zu stabilisieren, drängen internationale Finanzinstitutionen weiterhin auf den Abbau von Agrarsubventionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Angesichts weltweit weiter steigender Düngemittelpreise und landwirtschaftlicher Produktionskosten gewinnen widerstandsfähige Hülsenfrüchte wie Kichererbsen zunehmend an Bedeutung, um Landwirten in Malawi und im südlichen Afrika dabei zu helfen, ihre Produktivität aufrechtzuerhalten, die Ernährungssicherheit zu stärken und die Abhängigkeit von teuren landwirtschaftlichen Betriebsmitteln zu verringern“, sagt Himanshu Pathak, Generaldirektor des ICRISAT.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des Forschungsinstituts zeigen die gleichzeitigen klimatischen und wirtschaftlichen Belastungen in mehreren Ländern des südlichen Afrikas, wie dringend die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft gestärkt werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Prognosen des <a href="https://fews.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Famine Early Warning Systems Network</a> (FEWS NET) unterstreichen den Handlungsbedarf. Demnach werden Länder wie Simbabwe in niederschlagsarmen Regionen bis Anfang 2027 mit Getreidedefiziten rechnen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forscher*innen verweisen zudem darauf, dass die Industrieländer zwar seit Jahren Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel zusagen, die strukturellen Ursachen der Ernährungsunsicherheit in Afrika bislang jedoch nur unzureichend angegangen wurden.</p>



<h2 id="h-neue-kichererbse-punktet-in-allen-belangen" class="wp-block-heading">Neue Kichererbse punktet in allen Belangen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der jüngsten ICRISAT-Studie benötigt die neue Kichererbsensorte einen geringeren Einsatz an Stickstoffdünger. Damit wird sie zu einer attraktiven Option für Landwirte, die mit steigenden Produktionskosten und klimatischen Belastungen konfrontiert sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem sei die Kichererbse besonders gut an die semiariden Tropen angepasst &#8211; sie zeige eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit auch gegen Hitze und Dürre, so die Studie. Weitere Vorteile seien ihr hoher Nährstoffgehalt, die lange Haltbarkeit und ihre kulinarische Vielseitigkeit.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In vielen Trockengebieten sehen sich Landwirte mit steigenden Produktionskosten, sinkender Bodenfruchtbarkeit und zunehmend unvorhersehbaren Wetterverhältnissen konfrontiert“, erklärt der Agrarwissenschaftler James Mwololo, der das ICRISAT-Züchtungsprojekt für Hülsenfrüchte leitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Kichererbse entwickelt sich zu einer strategischen Kulturpflanze für die Trockenlandlandwirtschaft, da sie Landwirten einen tragfähigen Weg bietet, ihre Produktivität und ihr Einkommen unter zunehmend schwierigen Anbaubedingungen aufrechtzuerhalten“, fährt Mwololo fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Malawi liegen die Erträge derzeit bei etwas mehr als 800 Kilogramm pro Hektar. Verbesserte Sorten könnten jedoch Erträge von bis zu drei Tonnen pro Hektar erreichen, meint der Agrarexperte. „Durch einen besseren Zugang zu hochwertigem Saatgut wird sich die nationale Produktion gegenüber dem Ausgangswert von 2.570 Tonnen im Jahr 2022 voraussichtlich mehr als verdreifachen, während die Zahl der erreichten landwirtschaftlichen Haushalte bis 2027 von 22.000 auf über 66.000 steigen könnte“, so Mwololo.</p>



<h2 id="h-landwirte-hoffen-auf-bessere-einkommen" class="wp-block-heading">Landwirte hoffen auf bessere Einkommen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Vertreter*innen des Agrarsektor begrüßen das Projekt. Sie sehen in der neuen Kichererbsensorte zusätzliche Marktchancen und erwarten höhere Einkommen für ländliche Haushalte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Partnerschaft mit ICRISAT geht über die traditionelle Entwicklung von verbessertem Saatgut hinaus“, sagte Gloria Pekani, Geschäftsführerin von Milele Agro-Processors in Malawi. „Es geht auch darum, bessere Marktchancen zu schaffen und die Lebensgrundlagen von Landwirten, Verarbeitern und Gemeinden zu sichern, die zunehmend auf widerstandsfähige Nutzpflanzen wie Kichererbsen angewiesen sind“, so Pekani.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Malawi gehört weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt und kämpft mit anhaltender Ernährungsunsicherheit. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an neue agrarwissenschaftliche Ansätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung an der neuen Kichererbsensorte soll künftig auch in anderen afrikanischen Ländern zur Stärkung der Ernährungssicherheit beitragen. Pilotprojekte laufen unter anderem in Mosambik, wo bewaffnete Konflikte die landwirtschaftliche Produktion in vielen Regionen zusätzlich erschweren. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Eine Farmerin in Äthiopien begutachtet eine Kichererbsen-Pflanze (Foto: Sunshine Seeds / Shutterstock.com)</p>
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		<title>Simbabwe: Der hohe Preis der Altkleiderflut</title>
		<link>https://afrika.info/simbabwe-der-hohe-preis-der-altkleiderflut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 07:42:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Farai Shawn Matiashe]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Second-Hand-Kleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Textilindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf Simbabwes Märkten boomt der Handel mit billiger Second-Hand-Kleidung aus dem Westen. Was für viele Käufer*innen überlebenswichtig ist, treibt die heimische Textilindustrie in die Krise – und lässt traditionsreiche Unternehmen untergehen.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Farai Shawn Matiashe | 4. November 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mutare (IPS/afr). Auf dem beliebten Second-Hand-Markt in Sakubva, einem dicht besiedelten Vorort der Stadt Mutare im Osten von Simbabwe, betreibt Shamiso Marambanyika einen kleinen Laden. „Die kann ich dir für fünf Dollar geben“, sagt sie zu einem Mann, der sich für eine Jeans interessiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marambanyika ist 38 Jahre alt und Mutter von drei Kindern. In ihrem Sortiment finden sich vor allem gebrauchte Markenstücke von Labels wie Marks &amp; Spencer oder Levi’s. Diese Kleidung wurde ursprünglich in westlichen Ländern entsorgt, nach Afrika verschifft und schließlich über Mutare nach Simbabwe geschmuggelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die illegal importierten Kleidungsstücke sind günstig – auf dem Markt in Sakubva bekommt man drei T-Shirts für nur einen US-Dollar. Doch der Preisvorteil hat eine Schattenseite: Die lokale Textilindustrie gerät zunehmend unter Druck, viele Traditionsunternehmen stehen vor dem Aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-traditionsunternehmen-am-ende-der-fall-truworths">Ein Traditionsunternehmen am Ende: der Fall Truworths</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel ist die Modekette Truworths Zimbabwe, gegründet 1957. In ihren besten Zeiten um die Jahrtausendwende betrieb das Unternehmen 101 Filialen im ganzen Land. Doch ab 2010 geriet Simbabwe in eine wirtschaftliche Schieflage: Währungschaos, eine hohe Verschuldung, Lieferengpässe und die zunehmende Second-Hand-Konkurrenz führten zum Niedergang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2024 waren nur noch 26 Filialen übrig. Schließlich folgte die Insolvenz. Im Spätherbst 2024 übernahm ein Konsortium die Firma zu einem symbolischen Kaufpreis von einem US-Dollar. Im Juli 2025 wurde Truworths Zimbabwe von der Börse genommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geschäftsführer Bekithemba Ndebele bestätigte gegenüber IPS, dass das Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen verkauft werden musste, wollte aber keine weiteren Einzelheiten nennen. Bereits im Vorjahr hatte er in der Wochenzeitung &#8222;<a href="https://www.theindependent.co.zw/opinion/article/200019994/candid-comment-it-just-does-not-make-any-sense-at-all" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Zimbabwe Independent</a>&#8220; scharfe Kritik geübt: „Unser Land ist zu einer Mülldeponie für Altkleider geworden. Was Sie hier sehen, ist das Verschleudern von Second-Hand-Ware zu lächerlichen Preisen – oft unter den Herstellungskosten.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-uberleben-auf-dem-sakubva-markt">Überleben auf dem Sakubva-Markt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Markt in Sakubva gibt es über 1.000 Verkaufsstände, viele davon mit Second-Hand-Ware. Die hohe Nachfrage erklärt sich aus der weit verbreiteten Armut im Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Journalist und Menschenrechtler Rashweat Mukundu bringt das Dilemma auf den Punkt: „Viele Menschen haben keine andere Wahl, als Second-Hand-Kleidung zu kaufen, weil sie sich neue Kleidung aus dem regulären Einzelhandel einfach nicht leisten können.“ Im Laden kostet eine Jeans mindestens 20 US-Dollar.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Händlerin Shamiso Marambanyika stammt aus einem Dorf im Bezirk Buhera in der Provinz Manicaland im Osten Simbabwes. Nachdem sie vergeblich nach Arbeit gesucht hatte, begann sie 2023 mit dem Handel von Second-Hand-Kleidung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle zwei Wochen kauft sie von einem Zwischenhändler aus Mosambik einen 45 Kilogramm schweren Ballen mit rund 100 gebrauchten Jeans aus westlichen Ländern – für etwa 115 US-Dollar. „Die Preise variieren je nach Qualität der Jeans“, erklärt sie. Nach Abzug der Standgebühren, die bei 22 US-Dollar im Monat liegen, bleiben ihr im Schnitt 55 US-Dollar Gewinn.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lokaler-designer-im-existenzkampf">Lokaler Designer im Existenzkampf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Modedesigner Anesu Mugabe, Geschäftsführer von Mugga Clothing in Harare, stellt Arbeitskleidung und moderne Streetwear her. Für lokale Produzent*innen sei es unmöglich, mit den Preisen der Second-Hand-Konkurrenz mitzuhalten, sagt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Man kann eine gebrauchte Jeans für zwei US-Dollar kaufen“, zürnt Mugabe. „Das hat bei uns zu erheblichen Umsatzrückgängen geführt. Viele Betriebe mussten ihre Produktion verkleinern oder ganz schließen.“ Sein Unternehmen habe sich als Überlebensstrategie auf Firmenbekleidung spezialisiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-verbot-mit-folgen-aber-ohne-losung">Ein Verbot mit Folgen, aber ohne Lösung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um die heimische Textilindustrie zu schützen, verhängte Simbabwe 2015 ein Importverbot für Second-Hand-Kleidung. Doch das Verbot ließ sich kaum durchsetzen und stieß auf Widerstand von Händler*innen, deren Einkommen davon abhingen. 2017 wurde es daher durch Importzölle ersetzt – ohne Erfolg: Der Schmuggel florierte weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im August 2025 untersagte die Regierung den Verkauf von Second-Hand-Waren auf Nachtmärkten und in zentralen Geschäftsbezirken von Städten wie Harare. Kommunalminister Daniel Garwe begründete den Schritt damit, dass der Handel mit Gebrauchtware steuerzahlende Unternehmen schädige. Das Verbot führte zu heftigen Protesten von Straßenhändler*innen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Shamiso Marambanyika verkauft auf dem Markt in Sakubva dennoch weiter. Von ihrem Einkommen bezahlt sie die Schulgebühren ihrer drei Kinder. Sollte die Regierung Strafen eintreiben, sieht sie keine Zukunft: „Dann werde ich das Geschäft schließen und in mein Dorf zurückkehren.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Auf dem Markt von Sakubva in Mutare gibt es westliche Second-Hand-Kleidung in Hülle und Fülle. (Foto: Farai Shawn Matiashe/IPS)</p>
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		<title>Afrika-Cup &#8211; das Finale</title>
		<link>https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:02:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des Africa Cup of Nations live in einem interkulturellen Umfeld.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="h-public-viewing-und-come-together">Public Viewing und Come Together</h2>



<pre class="wp-block-verse"><strong>Termin:</strong> 18. Jänner 2026, 19:00 Uhr<br><strong>Ort:</strong> Afro-Asiatisches Institut, Imaculada, Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg<br><strong>Eintritt:</strong> frei</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des <strong>Africa Cup of Nations</strong> live in einem interkulturellen Umfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Können die Kicker der Côte d&#8217;Ivoire den Titel aus 2024 verteidigen? Oder holt die Heimmannschaft Marokko den begehrten Pokal? Oder sorgt gar ein krasser Außenseiter wie Simbabwe oder Botswana für eine Überraschung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 35. Africa Cup findet vom <strong>21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko</strong> statt. Das Land wird damit nach 1988 das zweite Mal Gastgeber des Turniers sein. Insgesamt werden von den 24 teilnehmenden Nationen 52 Spiele ausgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Finale wird am 18. Jänner 2026</strong> im neu errichteten Stade Moulay Abdallah in Rabat ausgetragen. Anpfiff: 20:00 Uhr</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-teilnehmende-nationalteams">Teilnehmende Nationalteams</h2>



<figure class="wp-block-table is-style-regular has-regular-font-size"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe A</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe B</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe C</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4816" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Marokko.svg_.webp" alt="Marokko Flagge"> Marokko</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4824" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aegypten.svg_.webp" alt="Ägypten Flagge"> Ägypten</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4828" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Nigeria.svg_.webp" alt="Nigeria Flagge"> Nigeria</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4817" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mali.svg_.webp" alt="Mali Flagge"> Mali</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4825" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Suedafrika.svg_.webp" alt="Südafrika Flagge"> Südafrika</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4829" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tunesien.svg_.webp" alt="Tunesien Flagge"> Tunesien</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4819" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sambia.svg_.webp" alt="Sambia Flagge"> Sambia</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4826" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Angola.svg_.webp" alt="Angola Flagge"> Angola</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4830" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Uganda.svg_.webp" alt="Uganda Flagge"> Uganda</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="9" class="wp-image-4820" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Komoren.svg_.webp" alt="Komoren Flagge"> Komoren</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4827" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Simbabwe.svg_.webp" alt="Simbabwe Flagge"> Simbabwe</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4831" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tansania.svg_.webp" alt="Tansania Flagge"> Tansania</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe D</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe E</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe F</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4832" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Senegal.svg_.webp" alt="Senegal Flagge"> Senegal</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4836" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Algerien.svg_.webp" alt="Algerien Flagge"> Algerien</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4840" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Cote-d-Ivoire.svg_.webp" alt="Côte d'Ivoire Flagge"> Côte d&#8217;Ivoire</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4833" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-DR-Kongo.svg_.webp" alt="DR Kongo Flagge"> DR Kongo</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4837" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Burkina-Faso.svg_.webp" alt="Burkina Faso Flagge"> Burkina Faso</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4841" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Kamerun.svg_.webp" alt="Kamerun Flagge"> Kamerun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4834" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Benin.svg_.webp" alt="Benin Flagge"> Benin</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4838" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aequatorialguinea.svg_.webp" alt="Äquatorialguinea Flagge"> Äquatorialguinea</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4842" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Gabun.svg_.webp" alt="Gabun Flagge"> Gabun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4835" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Botswana.svg_.webp" alt="Botswana Flagge"> Botswana</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4839" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sudan.svg_.webp" alt="Sudan Flagge"> Sudan</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4843" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mosambik.svg_.webp" alt="Mosambik Flagge"> Mosambik</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Veranstaltung von Welthaus Graz in Kooperation mit afrika.info, Afrika Plattform Salzburg, Afro-Asiatisches Institut Graz, Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Katholische Hochschuljugend, Katholische Hochschulgemeinde und Fachbereich Weltkirche</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/">Afrika-Cup &#8211; das Finale</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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		<title>Fruchtfliegen vernichten halbe Mangoernte</title>
		<link>https://afrika.info/fruchtfliegen-vernichten-halbe-mangoernte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2023 12:28:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
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		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
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		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wilson Odhiambo]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor wenigen Jahren konnte die simbabwische Landwirtin Eufria Nyadome mit dem Verkauf eines 20-Liter-Eimers frischer Mangos noch 60 US-Dollars verdienen. Heute erhält sie für dieselbe Menge nur mehr ein Drittel. Der Grund dafür sind invasive Fruchtfliegen, die in den Mangos brüten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Busani Bafana | 5. September 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bulawayo (IPS/afr). Vor wenigen Jahren konnte die simbabwische Landwirtin Eufria Nyadome mit dem Verkauf eines 20-Liter-Eimers frischer Mangos noch 60 US-Dollars verdienen. Heute erhält sie für dieselbe Menge nur mehr ein Drittel. Der Grund dafür sind invasive Fruchtfliegen, die in den Mangos brüten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mangofarm von Eufria Nyadome liegt im Dorf Mhondiwa im Bezirk Murehwa &#8211; knapp 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Harare. Und obwohl ihre Farm einen guten Ertrag liefert, muss die Bäuerin die Früchte ihrer Arbeit kübelweise wegwerfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem ist die Orientalische Fruchtfliege (Bactrocera dorsalis), die sich in den letzten drei Jahrzehnten stark in afrikanischen Ländern ausgebreitet hat. Die invasive Art aus Südostasien bedroht mittlerweile die Existenz vieler Bauernfamilien.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Orientalische Fruchtfliege legt ihre Eier bevorzugt auf Mangos, Papayas und Avocados ab. Durch den Fraß der Larven wird das Fruchtfleisch ungenießbar. Allein in Simbabwe fällt die Hälfte der jährlichen Mangoernte in Höhe von 400.000 dem invasiven Schädling zum Opfer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kampf gegen Fruchtfliegen-Plage</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützung im Kampf gegen die Fruchtfliege kommt aus  Kenia. Nyadome und 1.200 weitere Bauern und Bäuerinnen aus dem Bezirk Murehwa konnten an einem Programm des “International Centre of Insect Physiology and Ecology” (ICIPE) mit Sitz in Nairobi teilnehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem <a href="http://www.icipe.org/research/plant-health/fruit-fly-ipm/projects/alien-invasive-fruit-flies-southern-africa" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alien Invasive Fruit Fly Project</a> hat das Forschungsinstitut ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Orientalischen Fruchtfliege in Ost- und Südafrika entwickelt, das gemeinsam mit Partnern in Malawi, Mosambik, Sambia und Simbabwe ausgerollt wurde.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine dieser Maßnahmen zielt auf die Abtötung von männlichen Insekten, die durch Köder in Insektizid-Fallen gelockt werden. Die beteiligten Farmer*innen erhalten spezielle Schulungen und eine Grundausstattung mit Ködern, Fallen und Biopestiziden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">“Wir haben gesehen, dass bei konsequenter Anwendung des Pakets die Schäden durch die Fruchtfliege erheblich reduziert und 70 Prozent der Mangoernte gerettet werden können”, sagt der zuständige Projektmanager Shepard Ndlela.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Invasive Arten: Bedrohung für Mensch und Umwelt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Orientalische Fruchtfliege in Simbabwe ist ein Beispiel dafür, wie die Ausbreitung von gebietsfremden Arten oder Neobiota zu einem ernsten Problem werden. In einem am 4. September 2023 veröffentlichten <a href="https://www.ipbes.net/IASmediarelease" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bericht </a>hat der Weltbiodiversitätsrat (Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, IPBES) 37.000 Neobiota gelistet, von denen 3.500 negative Auswirkungen auf die Natur und den Menschen haben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Invasive gebietsfremde Arten stellen eine große Bedrohung für die biologische Vielfalt dar und können irreversible Schäden in der Natur verursachen &#8211; einschließlich lokaler und globaler Artensterben &#8211; und auch das menschliche Wohlergehen gefährden“, sagt die britische Ökologin Helen Roy. Gemeinsam mit dem chilenischen Forstwissenschaftler Aníbal Pauchard und dem kanadischen Sozialwissenschaftler Peter Stoett hat sie die Erstellung des Berichts koordiniert, an der 86 Expert*innen aus 49 Ländern beteiligt waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Arten wie die Strandkrabbe, das Wandelröschen, der Nilbarsch, die Wasserhyazinthe oder der Herbst-Heerwurm sind in neue Lebensräume vorgedrungen und bedrohen dort die bestehenden Ökoysteme. Die globalen wirtschaftlichen Folgekosten der biologischen Invasion lagen im Jahr 2019 bei mehr als 423 Mrd. US-Dollar. Seit 1970 hat sich diese Zahl pro Dekade zumindest vervierfacht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Problem von Regierungen unterschätzt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Grund für die Ausbreitung von Neobiota gelten wirtschaftliche und demografische Veränderungen, die zu einer ständigen Steigerung der Nutzung von Land- und Meeresflächen führen. Der Klimawandel verschärft die Situation, weil durch die sich ändernden Wetterbedingungen neue Habitate entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pro Jahr werden derzeit rund 200 invasive gebietsfremde Arten erfasst. “Wenn nichts unternommen wird, wird diese Zahlen dramatisch ansteigen und sich auf die Ernährungssicherheit und die menschliche Gesundheit auswirken”, meint der südafrikanische Wissenschaftler Sebataolo Rahlao, der am Bericht als Autor mitgewirkt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Regierungen unterschätzen aber offenbar das Problem. Weltweit verfügen nur 17 Prozent aller Staaten über Gesetze oder Vorschriften, die sich mit invasiven gebietsfremden Arten befassen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Die gute Nachricht ist aber, dass es für fast jeden Kontext und jede Situation Instrumente, Optionen und Maßnahmen gibt, die wirklich funktionieren“, erklärt&nbsp; Aníbal Pauchard. Als beste und kostengünstigste Option nennt er die Prävention, dahinter erst folgen Maßnahmen zur Ausrottung, Eindämmung und Kontrolle von Neobiota.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mangobäuerin Eufria Nyadome ist jedenfalls glücklich darüber, dass die Bekämpfung der Fruchtfliegen-Invasion in ihrem Heimatbezirk funktioniert: “Ich habe sehr viel gelernt über die Fruchtfliegen, die unsere Mangos attackieren. Und ich weiß nun, was ich tun kann, um die Vernichtung unserer Früchte zu vermeiden.” (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Eine Orientalische Fruchtfliege (Bactrocera dorsalis) legt ihre Eier auf die Schale einer Papaya. (Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bactrocera_dorsalis.jpg?uselang=en#Licensing" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gemeinfrei, Agricultural Research Service, Scott Bauer</a>)</p>
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		<title>Gruppe Wagner weitet Aktivitäten in Afrika aus</title>
		<link>https://afrika.info/gruppe-wagner-weitet-aktivitaeten-in-afrika-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 May 2023 07:39:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Söldner der Gruppe Wagner haben seit 2017 in fünf afrikanischen Ländern militärische Operationen durchgeführt. Das private russische Militärunternehmen verfolgt aber auch zunehmend politische und wirtschaftliche Interessen auf dem Kontinent.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Fawzia Moodley und Martin Sturmer | 30. Mai 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Johannesburg/Oberndorf bei Salzburg (IPS/afr). Die Söldner der Gruppe Wagner haben seit 2017 in fünf afrikanischen Ländern militärische Operationen durchgeführt. Das private russische Militärunternehmen verfolgt aber auch zunehmend politische und wirtschaftliche Interessen auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der US-Denkfabrik &#8222;<a href="https://russianpmcs.csis.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Center for Strategic &amp; International Studies</a>&#8220;  waren russische Privatarmeen in den letzten zehn Jahren in 18 afrikanischen Staaten aktiv. Die bekannteste unter ihnen ist die Gruppe Wagner, die seit der Invasion in der Ukraine für internationale Schlagzeilen sorgt. Der Einfluss des privaten Militärunternehmens in Afrika geht mittlerweile weit über Sicherheitsfragen hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die “Global Initiative Against Transnational Organized Crime” hat kürzlich die Studie “<a href="https://globalinitiative.net/wp-content/uploads/2023/02/J-Stanyard-T-Vircoulon-J-Rademeyer-The-Grey-Zone-Russias-military-mercenary-and-criminal-engagement-in-Africa-GITOC-February-2023.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Grey Zone: Russia&#8217;s Military, Mercenary and Criminal Engagement in Africa</a>” veröffentlicht. Der Bericht macht deutlich, dass die Gruppe Wagner bereits seit dem Jahr 2017 in Afrika aktiv ist. Seitdem hat das Militärunternehmen Truppen in fünf Länder entsandt: Libyen, Mali, Mosambik, Sudan und die Zentralafrikanische Republik.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Längst beschränkt sich aber die Gruppe Wagner nicht mehr auf militärische Interventionen. Die Studie zeigt, dass es zunehmend auch um politischen und wirtschaftlichen Einfluss geht. Im Interview mit der Nachrichtenagentur IPS sagt Julia Stanyard, Co-Autorin der Studie, dass die Gruppe Wagner mittlerweile ein Netzwerk an politisch einflussreichen Unternehmen, wie z. B. Bergbaufirmen, unterhalte: “Sie zielt offenbar auf instabile Regierungen ab, die in Bürgerkriege verwickelt sind, bildet Bündnisse mit der herrschenden Elite und bietet ihnen militärische Unterstützung und Waffen an.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wagner in der Zentralafrikanischen Republik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So geschehen in der Zentralafrikanischen Republik, wo sich die Regierung gegen mehrere Rebellenarmeen zur Wehr setzt. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im März 2016 wandte sich Präsident Faustin-Archange Touadéra an Russland.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem Treffen des russischen Außenministers Sergei Lawrow und Touadéra in Sotschi im Oktober 2017, wurden zunächst russische Militärausbilder entsandt und Waffen geliefert. Kurz darauf folgten die ersten Wagner-Truppen: Laut <a href="https://www.theguardian.com/world/2023/feb/02/wagner-mercenaries-sustain-losses-in-fight-for-central-african-republic-gold" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schätzungen des britischen Guardian</a> waren seit 2018 an die 1.000 Söldner der russischen Privatarmee in der Zentralafrikanischen Republik stationiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens seit der Präsidentschaftswahl im Dezember 2020 sichert die Gruppe Wagner Faustin-Archange Touadéra das politische Überleben. Gemeinsam mit Truppen der ruandischen Armee blockierten die Söldner zunächst den Vormarsch von Rebellen auf die Hauptstadt Bangui. Im Anschluss führten sie von Jänner bis März 2021 eine erfolgreiche Gegenoffensive durch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lukratives Geschäft mit Diamanten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenzug erhielt die Gruppe Wagner von der zentralafrikanischen Regierung Wirtschafts- und Bergbaukonzessionen. Ein Beispiel ist das 2019 gegründete Unternehmen Diamville, das im Diamantenhandel aktiv ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer <a href="https://drive.google.com/file/d/1RyxkBKTP7BEVEtoQ3LV0jzxzJFrelHbJ/view?usp=sharing" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Recherche</a> des Mediennetzwerks “European Investigative Collaborations” (EIC), der französischen Organisation “All Eyes on Wagner” und dem britischen “Dossier Center” zufolge, gehört Diamville der Gruppe Wagner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht belegt, dass der Handel mit Diamanten für die Gruppe Wegner ein lukratives Geschäft ist: Zwischen Oktober 2019 und Jänner 2022 wurden knapp 1.000 Karat exportiert &#8211; der Großteil davon ging nach Dubai. Der Wert der Diamanten liegt bei zwölf Millionen US-Dollar.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gräueltaten an Zivilist*innen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von Menschenrechtsorganisationen werden der Gruppe Wagner zahlreiche Gräueltaten gegen Zivilist*innen vorgebrochen. Laut dem deutschen Nachrichtenmagazin “<a href="https://www.spiegel.de/ausland/wagner-gruppe-wie-die-russische-soeldnergruppen-mit-diamanten-aus-afrika-geschaefte-macht-a-18c4f0ea-d74d-43c4-a121-9132d6347f2a" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Spiegel</a>” überfielen die Söldner Dörfer, raubten, brandschatzten und mordeten. Mehr als 750 Zivilist*innen sollen ihnen bereits zum Opfer gefallen sein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe Wagner mit Sitz in St. Petersburg wurde 2014 gegründet. Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bis 2019 hat Prigoschin die Existenz der Privatarmee abgestritten. Erst 2022 räumte er ein, die Truppe gegründet zu haben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben militärischen Einsätzen ist die Gruppe Wagner auch an russischen Desinformations- und Progagandakampagnen aktiv.&nbsp; Die NGO <a href="https://lens.civicus.org/russias-boots-on-the-ground-in-africa/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Civicus</a> mit Sitz in Johannesburg warnt auch davor, dass die Söldnerarmee Maßnahmen gegen die Zivilgesellschaft setzt. In der Zentralafrikanischen Republik lässt Präsident Touadéra kritische Stimmen unterdrücken. “Humanitäre Helfer und unabhängige Journalisten zählen zu den Opfern von Gewalt und Einschüchterung durch Wagner-Truppen”, berichtet die NGO. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Angehörige der Gruppe Wagner schützen den Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik Faustin-Archange Touadéra (Foto: Clément Di Roma/VOA, gemeinfrei, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=115316332" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Link</a>).</p>
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		<item>
		<title>Zama Zamas: Monatelang unter Tage</title>
		<link>https://afrika.info/zama-zamas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2023 08:22:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesotho]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Fawzia Moodley]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://afrika.info/?p=2337</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Südafrika boomt der illegale Bergbau. Reiche Auftraggeber rekrutieren arme Arbeiter, die in stillgelegten südafrikanischen Minen nach Bodenschätzen schürfen. Die Arbeitsbedingungen sind katastrophal, Rivalität schürt Fremdenhass und Gewalt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/zama-zamas/">Zama Zamas: Monatelang unter Tage</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Fawzia Moodley* | 26. Januar 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Johannesburg (IPS/afr). In Südafrika boomt der illegale Bergbau. Reiche Auftraggeber rekrutieren arme Arbeiter, die in stillgelegten südafrikanischen Minen nach Bodenschätzen schürfen. Die Arbeitsbedingungen sind katastrophal, Rivalität schürt Fremdenhass und Gewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die illegalen Minenarbeiter, die überwiegend aus Lesotho, Mosambik und Simbabwe stammen, werden auf isiZulu „Zama Zamas“ genannt. Frei übersetzt werden darunter Menschen verstanden, “die immer wieder ihr Glück versuchen”.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paps Lethoko ist Vorsitzender der “National Association of Artisanal Miners” (NAAM) &#8211; einer&nbsp; Interessensvertretung für Kumpel im Kleinbergbau. Er berichtet, dass die Zama Zamas oft Monate in den unterirdischen Schächten verbringen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tätigkeit ist enorm gefährlich: Erst zu Jahresbeginn sind acht Bergleute in einer Mine in Driekop, Limpopo, erstickt. Heftige Regenfälle hatten Erde in den Ausgang gespült und die Zama Zamas eingeschlossen. Im November 2022 verloren 21 Minenarbeiter bei einem Schachteinsturz in Krugersdorp ihr Leben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gutes Geschäft für kriminelle Syndikate</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auftraggeber der Zama Zamas sind in kriminellen Syndikaten organisiert und verdienen sich mit den illegalen Bergleuten eine goldene Nase. So betreiben sie z. B. unterirdische Imbissbuden, in denen Wucherpreise für Lebensmittel verlangt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Imbisse verkaufen Brot für 200 Rand (Normalpreis 20 Rand) und Fischkonserven für 300 Rand (Normalpreis 25 Rand)”, schildert Lethoko. “Nach monatelangem Ausharren in den klaustrophobischen und gefährlichen Katakomben erhalten die Bergleute am Ende etwa 30.000 Rand (ca. 1.800 US-Dollar). Sie müssen davon aber die enormen Preise für Nahrungsmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs bezahlen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Lethoko werden die meisten stillgelegten Schächte in Klerksdorp, einer Bergbaustadt in der Nordwestprovinz, von einem wohlhabenden Politiker aus Lesotho betrieben. Wer dort arbeiten will, muss investieren. „Die Arbeiter werden gezwungen, den Sicherheitskräften bis zu 20.000 Rand (ca. 1.700 US-Dollar) zu bezahlen, um die Minen betreten zu dürfen. Sie werden schlechter behandelt als Sklaven &#8211; genauso wie von Bergbauunternehmen während der Apartheid.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unter Verdacht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Südafrika werden die Zama Zamas häufig mit Gewaltexzessen in Verbindung gebracht. Am 28. Juli 2022 wurden bei Krugersdorp acht Frauen, die auf einem ehemaligen Minengelände ein Musikvideo drehen wollten, vergewaltigt und beraubt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer nachfolgenden Razzia der Polizei wurden zwei Zama Zamas erschossen, 84 Verdächtige wurden festgenommen. Später wurden 14 der illegalen Bergleute wegen Vergewaltigung und schweren Diebstahls angeklagt. Die Anklage wurde später fallen gelassen, nachdem die DNA-Abgleiche keine Übereinstimmungen ergeben hatten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kleinbergleute fürchten um ihren Ruf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einheimische Minenarbeiter, die sich mit traditionellem Kleinbergbau über Wasser halten, befürchten angesichts solcher Vorfälle Nachteile für ihre Berufsausübung. “Wir haben versucht, Genossenschaften zu gründen und Genehmigungen für einen legalen Betrieb zu erhalten”, schildert Lethoko, “aber die Bergbauunternehmen, die Medien und sogar die Polizei werfen uns mit kriminellen Zama Zamas in einen Topf.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2017 hatte zwar das “Department of Mineral Resources and Energy” (DMRE) den Kleinbergbau zum Zweck des Lebensunterhalts für südafrikanische Staatsbürger*innen rechtlich anerkannt. Allerdings ist die Lizenzvergabe teuer und kompliziert. Bisher ist es nur einer Genossenschaft in Kimberley in der Provinz Nordkap gelungen, das Verfahren positiv abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Die Kumpel leben von der Hand in den Mund”, beklagt Lethoko, “die meisten von uns haben weder die erforderlichen Dokumente noch das Geld für den Genehmigungsprozess. Außerdem scheinen die lokalen DMRE-Beamten nicht zu wissen, dass Genossenschaften im Kleinbergbau rechtlich anerkannt werden können.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Konzerne verweigern den Zutritt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig scheitern die Minenarbeiter auch an den Eigeninteressen der Bergbaukonzerne. In der Nordwestprovinz versuchte die NAAM, mit dem Minen-Giganten “Harmony Gold” zu verhandeln. “Der Sicherheitsdienst hat die einheimischen Bergleute aber daran gehindert, in den bereits aufgelassenen Minen zu arbeiten”, erzählt Lethoko, “das Unternehmen erwirkte sogar eine einstweilige Verfügung wegen unbefugten Betretens gegen mich und die Arbeiter.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Tragödie ist, dass die Konzerne in die stillgelegten Minen zurückkehren wollen”, bestätigt Toto Nzamo, Mitglied der “Tujaliano Community Organisation” in Germiston bei Johannesburg. “Sie verfügen jetzt über die Technologie, um den Abbau von Rohstoffen wieder profitabel zu gestalten. Und das unfähige DMRE hindert anständige Menschen daran, ihren Lebensunterhalt rechtmäßig zu verdienen.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fremdenhass und Bandenkriege</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zama Zamas sehen sich indes mit einer zunehmenden Fremdenfeindlichkeit konfrontiert. Nach dem Verbrechen in Krugersdorp machte in der Township Kagiso ein wütender Mob Jagd auf die Minenarbeiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die wachsende Rivalität zwischen verschiedenen Gruppierungen von Zama Zamas endet zunehmend blutig: Im September 2022 wurden sechs illegale Bergleute bei Maraisburg westlich von Johannesburg erschossen. Die Polizei geht von einem Bandenkrieg zwischen Zama Zamas aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um der Gewalt ein Ende zu bereiten, sieht Toto Nzamo die Politik in der Pflicht. Er fordert eine Zusammenarbeit zwischen Innenministerium und dem DMRE, damit qualifizierte Zama Zamas einen Aufenthaltsstatus erhalten. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph">*mit Ergänzungen von Martin Sturmer</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Aufgelassene Schächte der Goldmine von Stilfontein ziehen viele Zama Zamas an. (Foto: beigestellt/IPS)</p>
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		<title>Mit Baobab-Früchten zum eigenen Haus</title>
		<link>https://afrika.info/mit-baobab-fruechten-zum-eigenen-haus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2022 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Baobab]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem sie viele Jahre in Kenia gelebt und gearbeitet hatten, kehrten Milagre Nuvunga und ihr Ehemann Andrew Kingman nach Mosambik zurück. Dort gründeten sie das Unternehmen Baobab Products Mozambique (BPM), das Baobab-Pulver und Baobab-Öl herstellt und verkauft. Von BPM haben bereits tausende Frauen profitiert. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Nyasha Bobo, Africa Renewal* | 23. März 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Provinz Manica (AR/afr) Nachdem sie viele Jahre in Kenia gelebt und gearbeitet hatten, kehrten Milagre Nuvunga und ihr Ehemann Andrew Kingman nach Mosambik zurück. Dort gründeten sie das Unternehmen Baobab Products Mozambique (BPM), das Baobab-Pulver und Baobab-Öl herstellt und verkauft. Von BPM haben bereits tausende Frauen profitiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baobab wird häufig als Afrikas Superfrucht bezeichnet.&nbsp; Das Fruchtfleisch weist einen hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Eisen und Ballaststoffen auf und ist reich an Antioxidantien. Baobab-Pulver und Baobab-Öl sind daher immer stärker im Kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Milagre Nuvunga und Andrew Kingman haben das Potenzial früh erkannt und im Jahr 2008 <a href="http://baobabmozambique.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Baobab Products Mozambique</a> (BPM) gegründet. Seitdem hat das Unternehmen mehr als 2.500 Frauen in der Provinz Manica in Zentralmosambik in der Ernte und der richtigen Lagerung von Baobab-Früchten ausgebildet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenzug kauft BPM die Ernte zu fairen Preisen auf und verarbeitet die Früchte zu hochwertigem Pulver und kosmetischem Öl. Exportmärkte sind vor allem die Europäische Union, das Vereinigte Königreiche und Länder im südlichen Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Faire Preise und Unternehmensbeteiligung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Suzana Pinto ist eine der Frauen, die für BPM arbeitet. “Viele von uns wussten nicht viel über die Wertschöpfungskette von Baobab“, erzählt die zweifache Mutter. „Früher haben wir Baobab-Pulver für nur vier Meticais (0,07 US-Dollar, Anm.) pro Kilo verkauft, aber jetzt bringt das Kilo zwölf Meticais (0,19 US-Dollar, Anm.).“&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Farmer*innen nun bessere Preise erzielen, hat vor allem mit dem Know-how-Transfer durch Nuvunga und Kingman zu tun. Vor der Gründung von BPM hatten Händler*innen das fehlende Wissen über den tatsächlichen Wert der Baobab-Frucht schamlos ausgenutzt. Sie verkauften die billig zugekaufte Ware zu hohen Preisen auf ausländischen Märkten weiter, viele machten damit ein Vermögen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000.jpg" alt="" class="wp-image-1794" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000-640x427.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption>Baobab gilt als Afrikas Superfrucht. Das Fruchtfleisch weist einen hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Eisen und Ballaststoffen auf und ist reich an Antioxidantien. (Foto: Shutterstock.com)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">BPM geht aber noch einen Schritt weiter und hat sich für ein Beteiligungsmodell geöffnet: Im März 2020 haben sich die Farmerinnen in der Region Manica zur Baobab Collectors Association zusammengeschlossen. Die Kooperative hält seitdem 20 Prozent der BPM-Anteile. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zusätzliche Einkommen macht einen Unterschied. Suzana Pinto sagt, sie könne jetzt die Ausbildung ihrer Kinder bezahlen, Lebensmittel kaufen und Solarenergie in ihrem Haus installieren. Außerdem plane sie, ein Haus aus Ziegeln zu bauen und in die Viehwirtschaft zu investieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückschläge durch Naturkatastrophen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl das Geschäft mit Baobab-Produkten in den letzten Jahren gut lief, gab es auch Rückschläge zu verkraften. Vor allem Naturkatastrophen hätten die Entwicklung des Unternehmens beeinrächtigt, erklärt Andrew Kingman.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2019 hat der <a href="https://afrika.info/mosambik-zyklon-idai-zerstoert-beira/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zyklon Idai die Küstenstadt Beira verwüstet</a>, ein paar Wochen später richtete der Zyklon Kenneth im Norden des Landes große Schäden an. Auch 2021 und im heurigen Jahr tobten tropische Wirbelstürme in Teilen von Mosambik. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne die Naturkatastrophen wäre eine höhere Produktion möglich gewesen, meint Kingman. Im letzten Jahr konnte BPM 38 Tonnen Baobab-Pulver verkaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Riesige Flächen wurden entwaldet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese extremen Wetterereignisse veranschaulichen Mosambiks Anfälligkeit für ökologische Bedrohungen“, sagt Andrew Kingman. „Die Bedrohungen werden durch die sehr hohe Entwaldungsrate noch verschärft.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="https://www.worldbank.org/en/news/infographic/2018/12/12/forests-of-mozambique-a-snapshot" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltbank</a> hat Mosambik seit den 1970er Jahren acht Millionen Hektar Wald verloren. Das ist eine Fläche, die fast jener von Portugal entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus schädige eine übermäßige Nutzung die Böden und beeinträchtige dadurch den Ertrag des Affenbrotbaums, so Kingman. BPM unterstütze die Lösung des Problem, indem es Waldreservate in Gebieten schaffe, die sonst nicht genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik verfügt über einen hohen Reichtum an natürlichen Ressourcen, wie z. B. weite Ackerflächen, ausgedehnte Waldflächen und große Reserven an Erdgas, Gold und Edelsteinen. Ein effizientes Management dieser Ressourcen könnte Mosambik als „eines der ärmsten Länder der Welt in ein Land mit mittlerem Einkommen verwandeln“, ist Kingman überzeugt. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Nyasha Bobo ist Mitarbeiterin unseres Partnermagazins <a href="https://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen. Der englischsprachige Originalbeitrag ist in der <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/march-2022/mozambican-women-rake-cash-selling-baobab-fruit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausgabe März 2022</a> erschienen.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Farmerinnen in der Provinz Manica bereiten ihre Ernte zur Abholung durch Baobab Products Mozambique vor. (Foto: Baobab Products Mozambique)</p>
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		<title>Corona in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 14:19:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Daten zur Corona-Pandemie in Afrika - vom Auftreten des ersten Falls am 14. Februar 2020 in Ägypten bis zum Ende der Datenerfassung am 5. März 2023.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/corona/">Corona in Afrika</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#eae9e3"><strong>Datenerfassung beendet</strong><br><br>Nach über drei Jahren haben wir das Projekt am 5. März 2023 beendet. Hintergrund für die Entscheidung war, dass nach der Einstellung der Datenerfassung durch die <a href="https://coronavirus.jhu.edu/map.html">John Hopkins University</a> (per 10. März 2023) und <a href="https://africacdc.org/covid-19/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa CDC</a> (per 1. Jänner 2023) keine ausreichende Grundlage mehr gegeben war.<br></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://afrika.info/corona/chronik/">Chronik einer Ausbreitung: 14. Februar 2020 (erster Corona-Fall in Afrika) bis 5. März 2023</a></li>



<li><a href="https://afrika.info/corona/hintergrund/">Hintergrund zum Datenerfassungsprojekt von afrika.info</a></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Stand: 5. März 2023</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button has-custom-font-size is-style-fill" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>12.267.951</strong><br>(+5.319 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>257.774 Todesfälle</strong><br>(+16 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-green-cyan-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>11.893.778 genesene Personen</strong><br>(+11.288 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>116.399 aktive Fälle</strong><br>(-5.985 zur Vorwoche)</a></div>
</div>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="epidemiologische-kurve">Epidemiologische Kurve</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die epidemiologische Kurve zeigt den täglichen Zuwachs an positiv getesteten Personen. Der Übersichtlichkeit halber werden die wöchentlichen Durchschnittswerte dargestellt.</p>



<iframe title="Epidemiologische Kurve für Afrika (Wochenschnitt)" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-nFw1H" src="https://datawrapper.dwcdn.net/nFw1H/91/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="800" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<h2 class="wp-block-heading" id="7-tage-inzidenz-in-afrikanischen-staaten">7-Tage-Inzidenz in afrikanischen Staaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 7-Tage-Inzidenz beträgt für den gesamten Kontinent derzeit <strong>0,37</strong> (+0,14 zur Vorwoche). Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Südafrika (5,73). Dahinter folgen Eswatini (5,71), Mauritius (2,73), Botswana (2,62) und Sambia (1,54). 19 afrikanische Staaten haben in der letzten Woche ihre Infektionszahlen nicht aktualisiert.</p>



<iframe title="Karte: Das Coronavirus in Afrika" aria-label="Karte" id="datawrapper-chart-y4fZm" src="https://datawrapper.dwcdn.net/y4fZm/421/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="538" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px"}}}))}();
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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-default"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="entwicklung-der-aktiven-corona-infektionen">Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen</h2>



<iframe title="Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen in Afrika" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-GZgId" src="https://datawrapper.dwcdn.net/GZgId/432/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="600" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-wichtigsten-zahlen-im-zeitlichen-verlauf">Die wichtigsten Zahlen im zeitlichen Verlauf</h2>



<iframe title="Tabelle: Coronavirus in Afrika" aria-label="Tabelle" id="datawrapper-chart-0hxhf" src="https://datawrapper.dwcdn.net/0hxhf/405/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="1634" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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		<item>
		<title>Die wirtschaftlichen Folgen von Corona</title>
		<link>https://afrika.info/die-wirtschaftlichen-folgen-der-corona-pandemie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 07:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Auswirkungen der Corona-Pandemie für Afrika sind enorm. In vielen Ländern steigen Arbeitslosigkeit, Armut und Staatsverschuldung. Experten fordern eine sorgfältige Neuausrichtung der politischen Prioritäten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/die-wirtschaftlichen-folgen-der-corona-pandemie/">Die wirtschaftlichen Folgen von Corona</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Martin Sturmer&nbsp;| 18. Februar 2021</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr). Die Auswirkungen der Corona-Pandemie für Afrika sind enorm. In vielen Ländern steigen Arbeitslosigkeit, Armut und Staatsverschuldung. Experten fordern eine sorgfältige Neuausrichtung der politischen Prioritäten. Digitalisierung, Klimaresilienz und dem Binnenhandel kommen eine Schlüsselrolle zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht &#8222;<a href="https://www.un.org/development/desa/dpad/document_gem/global-economic-monitoring-unit/world-economic-situation-and-prospects-wesp-report/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">World Economic Situation and Prospects 2021</a>&#8220;&nbsp; des &#8222;Department of Economic and Social Affairs&#8220; der Vereinten Nationen (UN DESA) weist für Afrika im Jahr 2020 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 3,4 Prozent aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Länder kämpfen angesichts der Corona-Pandemie mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Problemen. Niedrige Rohstoffpreise, der Zusammenbruch des Tourismus und geringere Rücküberweisungen haben den Volkswirtschaften im letzten Kalenderjahr schwer zugesetzt. Dazu kamen Einschränkungen aufgrund nationaler Lockdowns, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="sechs-lander-in-aktuer-schuldennot">Sechs Länder in aktuer &#8222;Schuldennot&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als einer der größten wirtschaftlichen Herausforderungen beschreibt der UN-Bericht den Anstieg der Staatsschulden. Im Schnitt ist die Schuldenquote im letzten Jahr um acht Prozent gewachsen. Die Demokratische Republik Kongo, die Seychellen, der Sudan und Sambia verzeichneten sogar eine Zuwachs jenseits der 20-Prozent-Marke. Sechs Länder sind akut in “Schuldennot” und haben Schwierigkeiten, die Kredite zu tilgen: Mosambik, Republik Kongo, São Tomé und Príncipe, Simbabwe, Somalia und Sudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren des Reports betonen, dass die Schuldenkrise zu einer &#8222;brutalen weiteren Verschlechterung der bestehenden Bedingungen&#8220; führen werde. Sie verweisen auf notwendige fiskalische Anpassungen, welche die Aussichten weiter eintrüben würden. Die Warnung im Bericht ist deutlich: &#8222;Vor diesem Hintergrund könnten soziale Unruhen und politische Spannungen leicht eskalieren, die wiederum Instabilität, Gewalt, Binnenvertreibung, Migration und Ernährungsunsicherheit erhöhen könnten.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres appellierte anlässlich der Präsentation des Berichts an die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft: &#8222;Wir sind mit der schlimmsten Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit 90 Jahren konfrontiert. Während wir um die wachsende Zahl der Todesopfer trauern, müssen wir uns daran erinnern, dass die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, unsere gemeinsame Zukunft bestimmen werden. Lassen Sie uns in eine integrative und nachhaltige Zukunft investieren, die von intelligenten Richtlinien, wirkungsvollen Investitionen und einem starken und effektiven multilateralen System angetrieben wird, das die Menschen in den Mittelpunkt aller sozioökonomischen Bemühungen stellt.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="arbeitslosigkeit-klettert-auf-rekordniveau">Arbeitslosigkeit klettert auf Rekordniveau</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jene afrikanische Volkswirtschaften, die von ihren Rohstoffen abhängig sind, spüren die Folge der Krise besonders stark. Der Verfall der Rohstoffpreise &#8211; vor allem beim Erdöl &#8211; machte Ländern wie Nigeria, Algerien oder Angola schwer zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Tourismusdestinationen wie z. B. Marokko oder Mauritius stiegen Arbeitslosigkeit, Armut und Ungleichheit stark an. Im Schnitt zeichnete der Tourismus in diesen Ländern für mehr als ein Viertel der Beschäftigten und rund 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zunahme der Arbeitslosigkeit sei vor allem in den Städten sichtbar geworden, so der UN-Bericht. In Südafrika lag die Arbeitslosigkeitsquote im dritten Quartal 2020 auf einem Rekordhoch von 30,9 Prozent. In Nigeria betrug die Arbeitslosenquote zur Jahresmitte 27,1 Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="was-es-fur-einen-aufschwung-braucht">Was es für einen Aufschwung braucht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sorgen bereitet den Autoren auch die Inflationsrate, die in Afrika im Jahr 2020 auf 14,5% anstieg. Für 2021 wird mit einer leichten Entspannung gerechnet: Die Inflationsrate soll auf 9% absinken, das Wirtschaftswachstum 3,4 Prozent betragen. Diese Prognose beruht allerdings auf der Annahme, dass die Inlandsnachfrage, die Exporte und die Rohstoffpreise wieder anspringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika brauche eine nachhaltige Wiederbelebung des Wachstums, heißt es in den Empfehlungen des Berichts. Hamid Rashid, der als Direktor der Abteilung für globales Wirtschaftsmonitoring bei UN DESA hauptverantwortlich für die Studie ist, fordert: &#8222;Da Länder mit einer höheren Verschuldung aus der Krise hervorgehen werden, ist eine sorgfältige Neuausrichtung der politischen Prioritäten erforderlich, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken und die Produktivität zu steigern. Dies beinhaltet die Erschließung von Wachstumschancen und die Beschleunigung der Einführung von Technologien sowie die Überbrückung digitaler Ungleichheiten, die Verbesserung der Klimaresilienz und die Förderung der Mobilisierung von Einnahmen im Inland.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit für afrikanische Länder, der Verbreitung digitaler Technologien verstärktes Augenmerk einzuräumen und den Ausbau einer erschwinglichen digitalen Infrastruktur voranzutreiben. Auch die Umsetzung der&nbsp;<a href="https://afrika.info/afrika-ein-gemeinsamer-markt-fuer-54-staaten/">Afrikanischen Freihandelszone</a>&nbsp;(AfCFTA) sei ein wichtiger Schritt zur Förderung des innerafrikanischen Handels und damit der Ernährungssicherheit sowie der Produktivität. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Blick vom &#8222;Kenyatta International Conference Center&#8220; in Nairobi (Foto: Martin Sturmer/afr)</p>
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		<title>Mosambik: Zyklon Idai zerstört Beira</title>
		<link>https://afrika.info/mosambik-zyklon-idai-zerstoert-beira/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2019 06:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Amos Fernando]]></category>
		<category><![CDATA[Beira]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitte März hat der Zyklon Idai rund 90 Prozent der städtischen Infrastruktur der Hafenstadt Beira ruiniert. Krankenhäuser, Schulen und Geschäfte wurden Opfer der Katastrophe. Der Wiederaufbau der viertgrößten Stadt des Landes, die vor Idai rund 600.000 Einwohner zählte, wird Jahre dauern.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Amos Fernando | 10. April 2019</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beira (IPS/afr). Mitte März hat der Zyklon Idai rund 90 Prozent der städtischen Infrastruktur der Hafenstadt Beira ruiniert. Krankenhäuser, Schulen und Geschäfte wurden Opfer der Katastrophe. Der Wiederaufbau der viertgrößten Stadt des Landes, die vor Idai rund 600.000 Einwohner zählte, wird Jahre dauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zyklon, der mit einer Geschwindigkeit von 180 bis 200 Stundenkilometern über das zentrale Mosambik hinwegfegte, und die anschließenden Regenfälle haben nach offiziellen Angaben bislang 602 Todesopfer gefordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Landesweit sind mehr als 168.000 Familien betroffen, von denen die meisten in provisorischen Lagern in der Provinz Sofala leben. Der Großteil dieser Familien stammt aus Beira. Sie haben ihren gesamten Besitz verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ehemalige First Lady des Landes, Graça Machel, sagte im Rahmen einer Pressekonferenz: &#8222;Es ist schmerzlich zu sagen, dass Beira als erste Stadt in die Geschichte eingehen wird, die völlig vom Klimawandel zerstört wurde.”</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="15-000-menschen-vermisst">15.000 Menschen vermisst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über das genaue Ausmaß der Katastrophe herrscht weiter Unklarheit. Umweltminister Celso Correia, der die Hilfeleistungen für Beira koordiniert, befürchtet, dass die Opferzahlen weiter steigen werden. „Es gibt keine genauen Zahlen”, sagt Correia. &#8222;Sie können sich jederzeit ändern, weil ständig neue Opfer entdeckt werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch immer gelten rund 15.000 Menschen als vermisst. In der ebenfalls schwer getroffenen Stadt Búzi, dass etwa 200 Kilometer von Beira entfernt liegt, mussten hunderte Menschen tagelang auf Hausdächern oder Bäumen ausharren. Helfer vermuten, dass viele von ihnen von den Wassermassen der Flüsse Búzi und Pungue mitgerissen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Nationalen Institut für Katastrophenschutz (INGC) wurden landesweit 3.140 Klassenzimmer beschädigt, mehr als 90.000 Schülerinnen und Schüler sind betroffen. In den Provinzen Sofala, Manica und Sambezia wurden 45 Spitäler zerstört.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="enorme-solidaritat-im-ganzen-land">Enorme Solidarität im ganzen Land</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile sind zahlreiche nationale und internationale Hilfsorganisationen vor Ort. Im ganzen Land ist die Solidarität mit den Opfern enorm: &#8222;Es ist das erste Mal, dass ich eine starke Solidaritätsbewegung unter den Mosambikanern erlebt habe&#8220;, sagte der ehemalige Präsident Joaquim Chissano.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Beira wird alles unternommen, um die Infrastruktur wieder instand zu setzen. Der Zyklon hat Stromkabeln und Telekommunikationsleitungen zerstört, die Bundesstraße Nr. 6 wurde stark beschädigt. Die Hafenstadt war tagelang vom Rest der Welt abgeschnitten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Stadtteile können mittlerweile mit Strom aus Generatoren notversorgt werden. In Schulen mit geringer Beschädigung wurde der Unterricht wieder aufgenommen. Auch die Versorgung mit Wasser klappt teilweise wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage vieler Stadtbewohner sei aber nach wie vor besorgniserregend, meint Bürgermeister Daviz Simango: &#8222;Beira ist zerstört. Wir müssen etwas tun &#8211; denn es gibt viele Betroffene, die ohne Nahrung auskommen müssen, obdachlos und mittellos sind und keine Hoffnung haben.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="impfaktion-gegen-cholera">Impfaktion gegen Cholera</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sorge bereitet vor allem die steigende Seuchengefahr. Die Angst vor der Ausbreitung der Cholera nimmt zu. Die Stadtverwaltung von Beira hat bereits erste Todesfälle bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Tagen wurden mehr als 745.000 Menschen in Beira und in anderen betroffenen Gebieten gegen Cholera geimpft, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Allerdings tritt der Impfschutz erst nach sieben Tagen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Simango appellierte daher an die Bevölkerung, weiter vorsichtig mit dem Wasser umzugehen und es vor dem Trinken zu behandeln. &#8222;Wir haben den Zyklon Idai überlebt &#8211; da macht es keinen Sinn, dass wir an Cholera sterben”, so der Bürgermeister. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Menschen aus Beira strömen in die provisorischen Lager in der Provinz Sofala. (Bild: Andre Catuera/IPS)</p>
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