<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	 xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" >

<channel>
	<title>Mosambik Archive | afrika.info</title>
	<atom:link href="https://afrika.info/kategorie/mosambik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description>Changing Perceptions</description>
	<lastBuildDate>Tue, 20 Jan 2026 15:23:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://afrika.info/wp-content/uploads/2020/11/cropped-cropped-afrikainfo_logo_4c-32x32.png</url>
	<title>Mosambik Archive | afrika.info</title>
	<link></link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Simbabwe: Der hohe Preis der Altkleiderflut</title>
		<link>https://afrika.info/simbabwe-der-hohe-preis-der-altkleiderflut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 07:42:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Farai Shawn Matiashe]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Second-Hand-Kleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Textilindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://afrika.info/?p=4926</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf Simbabwes Märkten boomt der Handel mit billiger Second-Hand-Kleidung aus dem Westen. Was für viele Käufer*innen überlebenswichtig ist, treibt die heimische Textilindustrie in die Krise – und lässt traditionsreiche Unternehmen untergehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/simbabwe-der-hohe-preis-der-altkleiderflut/">Simbabwe: Der hohe Preis der Altkleiderflut</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Farai Shawn Matiashe | 4. November 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mutare (IPS/afr). Auf dem beliebten Second-Hand-Markt in Sakubva, einem dicht besiedelten Vorort der Stadt Mutare im Osten von Simbabwe, betreibt Shamiso Marambanyika einen kleinen Laden. „Die kann ich dir für fünf Dollar geben“, sagt sie zu einem Mann, der sich für eine Jeans interessiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marambanyika ist 38 Jahre alt und Mutter von drei Kindern. In ihrem Sortiment finden sich vor allem gebrauchte Markenstücke von Labels wie Marks &amp; Spencer oder Levi’s. Diese Kleidung wurde ursprünglich in westlichen Ländern entsorgt, nach Afrika verschifft und schließlich über Mutare nach Simbabwe geschmuggelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die illegal importierten Kleidungsstücke sind günstig – auf dem Markt in Sakubva bekommt man drei T-Shirts für nur einen US-Dollar. Doch der Preisvorteil hat eine Schattenseite: Die lokale Textilindustrie gerät zunehmend unter Druck, viele Traditionsunternehmen stehen vor dem Aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-traditionsunternehmen-am-ende-der-fall-truworths">Ein Traditionsunternehmen am Ende: der Fall Truworths</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel ist die Modekette Truworths Zimbabwe, gegründet 1957. In ihren besten Zeiten um die Jahrtausendwende betrieb das Unternehmen 101 Filialen im ganzen Land. Doch ab 2010 geriet Simbabwe in eine wirtschaftliche Schieflage: Währungschaos, eine hohe Verschuldung, Lieferengpässe und die zunehmende Second-Hand-Konkurrenz führten zum Niedergang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2024 waren nur noch 26 Filialen übrig. Schließlich folgte die Insolvenz. Im Spätherbst 2024 übernahm ein Konsortium die Firma zu einem symbolischen Kaufpreis von einem US-Dollar. Im Juli 2025 wurde Truworths Zimbabwe von der Börse genommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geschäftsführer Bekithemba Ndebele bestätigte gegenüber IPS, dass das Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen verkauft werden musste, wollte aber keine weiteren Einzelheiten nennen. Bereits im Vorjahr hatte er in der Wochenzeitung &#8222;<a href="https://www.theindependent.co.zw/opinion/article/200019994/candid-comment-it-just-does-not-make-any-sense-at-all" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Zimbabwe Independent</a>&#8220; scharfe Kritik geübt: „Unser Land ist zu einer Mülldeponie für Altkleider geworden. Was Sie hier sehen, ist das Verschleudern von Second-Hand-Ware zu lächerlichen Preisen – oft unter den Herstellungskosten.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-uberleben-auf-dem-sakubva-markt">Überleben auf dem Sakubva-Markt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Markt in Sakubva gibt es über 1.000 Verkaufsstände, viele davon mit Second-Hand-Ware. Die hohe Nachfrage erklärt sich aus der weit verbreiteten Armut im Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Journalist und Menschenrechtler Rashweat Mukundu bringt das Dilemma auf den Punkt: „Viele Menschen haben keine andere Wahl, als Second-Hand-Kleidung zu kaufen, weil sie sich neue Kleidung aus dem regulären Einzelhandel einfach nicht leisten können.“ Im Laden kostet eine Jeans mindestens 20 US-Dollar.</p>



<iframe src="https://www.google.com/maps/embed?pb=!1m18!1m12!1m3!1d4265797.225078744!2d30.490831097504053!3d-20.756385913503216!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x192cea695e55d54f%3A0xcc229bd0b89d0f3!2sMutare%2C%20Zimbabwe!5e0!3m2!1sen!2sat!4v1762242353153!5m2!1sen!2sat" width="100%" height="500" style="border:0;" allowfullscreen="" loading="lazy" referrerpolicy="no-referrer-when-downgrade"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Händlerin Shamiso Marambanyika stammt aus einem Dorf im Bezirk Buhera in der Provinz Manicaland im Osten Simbabwes. Nachdem sie vergeblich nach Arbeit gesucht hatte, begann sie 2023 mit dem Handel von Second-Hand-Kleidung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle zwei Wochen kauft sie von einem Zwischenhändler aus Mosambik einen 45 Kilogramm schweren Ballen mit rund 100 gebrauchten Jeans aus westlichen Ländern – für etwa 115 US-Dollar. „Die Preise variieren je nach Qualität der Jeans“, erklärt sie. Nach Abzug der Standgebühren, die bei 22 US-Dollar im Monat liegen, bleiben ihr im Schnitt 55 US-Dollar Gewinn.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lokaler-designer-im-existenzkampf">Lokaler Designer im Existenzkampf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Modedesigner Anesu Mugabe, Geschäftsführer von Mugga Clothing in Harare, stellt Arbeitskleidung und moderne Streetwear her. Für lokale Produzent*innen sei es unmöglich, mit den Preisen der Second-Hand-Konkurrenz mitzuhalten, sagt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Man kann eine gebrauchte Jeans für zwei US-Dollar kaufen“, zürnt Mugabe. „Das hat bei uns zu erheblichen Umsatzrückgängen geführt. Viele Betriebe mussten ihre Produktion verkleinern oder ganz schließen.“ Sein Unternehmen habe sich als Überlebensstrategie auf Firmenbekleidung spezialisiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-verbot-mit-folgen-aber-ohne-losung">Ein Verbot mit Folgen, aber ohne Lösung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um die heimische Textilindustrie zu schützen, verhängte Simbabwe 2015 ein Importverbot für Second-Hand-Kleidung. Doch das Verbot ließ sich kaum durchsetzen und stieß auf Widerstand von Händler*innen, deren Einkommen davon abhingen. 2017 wurde es daher durch Importzölle ersetzt – ohne Erfolg: Der Schmuggel florierte weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im August 2025 untersagte die Regierung den Verkauf von Second-Hand-Waren auf Nachtmärkten und in zentralen Geschäftsbezirken von Städten wie Harare. Kommunalminister Daniel Garwe begründete den Schritt damit, dass der Handel mit Gebrauchtware steuerzahlende Unternehmen schädige. Das Verbot führte zu heftigen Protesten von Straßenhändler*innen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Shamiso Marambanyika verkauft auf dem Markt in Sakubva dennoch weiter. Von ihrem Einkommen bezahlt sie die Schulgebühren ihrer drei Kinder. Sollte die Regierung Strafen eintreiben, sieht sie keine Zukunft: „Dann werde ich das Geschäft schließen und in mein Dorf zurückkehren.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Auf dem Markt von Sakubva in Mutare gibt es westliche Second-Hand-Kleidung in Hülle und Fülle. (Foto: Farai Shawn Matiashe/IPS)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/simbabwe-der-hohe-preis-der-altkleiderflut/">Simbabwe: Der hohe Preis der Altkleiderflut</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
	</item>
		<item>
		<title>Afrika-Cup &#8211; das Finale</title>
		<link>https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:02:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Äquatorialguinea]]></category>
		<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Botswana]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Côte d'Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[Kamerun]]></category>
		<category><![CDATA[Komoren]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Africa Cup]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://afrika.info/?page_id=4752</guid>

					<description><![CDATA[<p>Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des Africa Cup of Nations live in einem interkulturellen Umfeld.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/">Afrika-Cup &#8211; das Finale</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="h-public-viewing-und-come-together">Public Viewing und Come Together</h2>



<pre class="wp-block-verse"><strong>Termin:</strong> 18. Jänner 2026, 19:00 Uhr<br><strong>Ort:</strong> Afro-Asiatisches Institut, Imaculada, Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg<br><strong>Eintritt:</strong> frei</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des <strong>Africa Cup of Nations</strong> live in einem interkulturellen Umfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Können die Kicker der Côte d&#8217;Ivoire den Titel aus 2024 verteidigen? Oder holt die Heimmannschaft Marokko den begehrten Pokal? Oder sorgt gar ein krasser Außenseiter wie Simbabwe oder Botswana für eine Überraschung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 35. Africa Cup findet vom <strong>21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko</strong> statt. Das Land wird damit nach 1988 das zweite Mal Gastgeber des Turniers sein. Insgesamt werden von den 24 teilnehmenden Nationen 52 Spiele ausgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Finale wird am 18. Jänner 2026</strong> im neu errichteten Stade Moulay Abdallah in Rabat ausgetragen. Anpfiff: 20:00 Uhr</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-teilnehmende-nationalteams">Teilnehmende Nationalteams</h2>



<figure class="wp-block-table is-style-regular has-regular-font-size"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe A</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe B</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe C</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4816" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Marokko.svg_.webp" alt="Marokko Flagge"> Marokko</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4824" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aegypten.svg_.webp" alt="Ägypten Flagge"> Ägypten</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4828" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Nigeria.svg_.webp" alt="Nigeria Flagge"> Nigeria</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4817" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mali.svg_.webp" alt="Mali Flagge"> Mali</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4825" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Suedafrika.svg_.webp" alt="Südafrika Flagge"> Südafrika</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4829" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tunesien.svg_.webp" alt="Tunesien Flagge"> Tunesien</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4819" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sambia.svg_.webp" alt="Sambia Flagge"> Sambia</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4826" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Angola.svg_.webp" alt="Angola Flagge"> Angola</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4830" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Uganda.svg_.webp" alt="Uganda Flagge"> Uganda</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="9" class="wp-image-4820" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Komoren.svg_.webp" alt="Komoren Flagge"> Komoren</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4827" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Simbabwe.svg_.webp" alt="Simbabwe Flagge"> Simbabwe</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4831" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tansania.svg_.webp" alt="Tansania Flagge"> Tansania</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe D</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe E</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe F</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4832" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Senegal.svg_.webp" alt="Senegal Flagge"> Senegal</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4836" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Algerien.svg_.webp" alt="Algerien Flagge"> Algerien</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4840" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Cote-d-Ivoire.svg_.webp" alt="Côte d'Ivoire Flagge"> Côte d&#8217;Ivoire</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4833" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-DR-Kongo.svg_.webp" alt="DR Kongo Flagge"> DR Kongo</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4837" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Burkina-Faso.svg_.webp" alt="Burkina Faso Flagge"> Burkina Faso</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4841" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Kamerun.svg_.webp" alt="Kamerun Flagge"> Kamerun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4834" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Benin.svg_.webp" alt="Benin Flagge"> Benin</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4838" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aequatorialguinea.svg_.webp" alt="Äquatorialguinea Flagge"> Äquatorialguinea</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4842" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Gabun.svg_.webp" alt="Gabun Flagge"> Gabun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4835" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Botswana.svg_.webp" alt="Botswana Flagge"> Botswana</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4839" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sudan.svg_.webp" alt="Sudan Flagge"> Sudan</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4843" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mosambik.svg_.webp" alt="Mosambik Flagge"> Mosambik</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Veranstaltung von Welthaus Graz in Kooperation mit afrika.info, Afrika Plattform Salzburg, Afro-Asiatisches Institut Graz, Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Katholische Hochschuljugend, Katholische Hochschulgemeinde und Fachbereich Weltkirche</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/">Afrika-Cup &#8211; das Finale</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
		<media:thumbnail url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Marokko.svg_.webp" />
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Marokko.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Marokko Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aegypten.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Ägypten Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Nigeria.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Nigeria Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mali.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Mali Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Suedafrika.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Südafrika Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tunesien.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Tunesien Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sambia.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Sambia Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Angola.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Angola Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Uganda.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Uganda Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Komoren.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Komoren Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Simbabwe.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Simbabwe Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tansania.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Tansania Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Senegal.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Senegal Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Algerien.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Algerien Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Cote-d-Ivoire.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Côte d&#8217;Ivoire Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-DR-Kongo.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">DR Kongo Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Burkina-Faso.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Burkina Faso Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Kamerun.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Kamerun Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Benin.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Benin Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aequatorialguinea.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Äquatorialguinea Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Gabun.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Gabun Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Botswana.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Botswana Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sudan.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Sudan Flagge</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mosambik.svg_.webp" medium="image">
			<media:title type="html">Mosambik Flagge</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Fruchtfliegen vernichten halbe Mangoernte</title>
		<link>https://afrika.info/fruchtfliegen-vernichten-halbe-mangoernte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2023 12:28:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wilson Odhiambo]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://afrika.info/?p=2907</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor wenigen Jahren konnte die simbabwische Landwirtin Eufria Nyadome mit dem Verkauf eines 20-Liter-Eimers frischer Mangos noch 60 US-Dollars verdienen. Heute erhält sie für dieselbe Menge nur mehr ein Drittel. Der Grund dafür sind invasive Fruchtfliegen, die in den Mangos brüten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/fruchtfliegen-vernichten-halbe-mangoernte/">Fruchtfliegen vernichten halbe Mangoernte</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Busani Bafana | 5. September 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bulawayo (IPS/afr). Vor wenigen Jahren konnte die simbabwische Landwirtin Eufria Nyadome mit dem Verkauf eines 20-Liter-Eimers frischer Mangos noch 60 US-Dollars verdienen. Heute erhält sie für dieselbe Menge nur mehr ein Drittel. Der Grund dafür sind invasive Fruchtfliegen, die in den Mangos brüten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mangofarm von Eufria Nyadome liegt im Dorf Mhondiwa im Bezirk Murehwa &#8211; knapp 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Harare. Und obwohl ihre Farm einen guten Ertrag liefert, muss die Bäuerin die Früchte ihrer Arbeit kübelweise wegwerfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem ist die Orientalische Fruchtfliege (Bactrocera dorsalis), die sich in den letzten drei Jahrzehnten stark in afrikanischen Ländern ausgebreitet hat. Die invasive Art aus Südostasien bedroht mittlerweile die Existenz vieler Bauernfamilien.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Orientalische Fruchtfliege legt ihre Eier bevorzugt auf Mangos, Papayas und Avocados ab. Durch den Fraß der Larven wird das Fruchtfleisch ungenießbar. Allein in Simbabwe fällt die Hälfte der jährlichen Mangoernte in Höhe von 400.000 dem invasiven Schädling zum Opfer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kampf gegen Fruchtfliegen-Plage</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützung im Kampf gegen die Fruchtfliege kommt aus  Kenia. Nyadome und 1.200 weitere Bauern und Bäuerinnen aus dem Bezirk Murehwa konnten an einem Programm des “International Centre of Insect Physiology and Ecology” (ICIPE) mit Sitz in Nairobi teilnehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem <a href="http://www.icipe.org/research/plant-health/fruit-fly-ipm/projects/alien-invasive-fruit-flies-southern-africa" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alien Invasive Fruit Fly Project</a> hat das Forschungsinstitut ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Orientalischen Fruchtfliege in Ost- und Südafrika entwickelt, das gemeinsam mit Partnern in Malawi, Mosambik, Sambia und Simbabwe ausgerollt wurde.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine dieser Maßnahmen zielt auf die Abtötung von männlichen Insekten, die durch Köder in Insektizid-Fallen gelockt werden. Die beteiligten Farmer*innen erhalten spezielle Schulungen und eine Grundausstattung mit Ködern, Fallen und Biopestiziden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">“Wir haben gesehen, dass bei konsequenter Anwendung des Pakets die Schäden durch die Fruchtfliege erheblich reduziert und 70 Prozent der Mangoernte gerettet werden können”, sagt der zuständige Projektmanager Shepard Ndlela.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Invasive Arten: Bedrohung für Mensch und Umwelt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Orientalische Fruchtfliege in Simbabwe ist ein Beispiel dafür, wie die Ausbreitung von gebietsfremden Arten oder Neobiota zu einem ernsten Problem werden. In einem am 4. September 2023 veröffentlichten <a href="https://www.ipbes.net/IASmediarelease" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bericht </a>hat der Weltbiodiversitätsrat (Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, IPBES) 37.000 Neobiota gelistet, von denen 3.500 negative Auswirkungen auf die Natur und den Menschen haben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Invasive gebietsfremde Arten stellen eine große Bedrohung für die biologische Vielfalt dar und können irreversible Schäden in der Natur verursachen &#8211; einschließlich lokaler und globaler Artensterben &#8211; und auch das menschliche Wohlergehen gefährden“, sagt die britische Ökologin Helen Roy. Gemeinsam mit dem chilenischen Forstwissenschaftler Aníbal Pauchard und dem kanadischen Sozialwissenschaftler Peter Stoett hat sie die Erstellung des Berichts koordiniert, an der 86 Expert*innen aus 49 Ländern beteiligt waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Arten wie die Strandkrabbe, das Wandelröschen, der Nilbarsch, die Wasserhyazinthe oder der Herbst-Heerwurm sind in neue Lebensräume vorgedrungen und bedrohen dort die bestehenden Ökoysteme. Die globalen wirtschaftlichen Folgekosten der biologischen Invasion lagen im Jahr 2019 bei mehr als 423 Mrd. US-Dollar. Seit 1970 hat sich diese Zahl pro Dekade zumindest vervierfacht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Problem von Regierungen unterschätzt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Grund für die Ausbreitung von Neobiota gelten wirtschaftliche und demografische Veränderungen, die zu einer ständigen Steigerung der Nutzung von Land- und Meeresflächen führen. Der Klimawandel verschärft die Situation, weil durch die sich ändernden Wetterbedingungen neue Habitate entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pro Jahr werden derzeit rund 200 invasive gebietsfremde Arten erfasst. “Wenn nichts unternommen wird, wird diese Zahlen dramatisch ansteigen und sich auf die Ernährungssicherheit und die menschliche Gesundheit auswirken”, meint der südafrikanische Wissenschaftler Sebataolo Rahlao, der am Bericht als Autor mitgewirkt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Regierungen unterschätzen aber offenbar das Problem. Weltweit verfügen nur 17 Prozent aller Staaten über Gesetze oder Vorschriften, die sich mit invasiven gebietsfremden Arten befassen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Die gute Nachricht ist aber, dass es für fast jeden Kontext und jede Situation Instrumente, Optionen und Maßnahmen gibt, die wirklich funktionieren“, erklärt&nbsp; Aníbal Pauchard. Als beste und kostengünstigste Option nennt er die Prävention, dahinter erst folgen Maßnahmen zur Ausrottung, Eindämmung und Kontrolle von Neobiota.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mangobäuerin Eufria Nyadome ist jedenfalls glücklich darüber, dass die Bekämpfung der Fruchtfliegen-Invasion in ihrem Heimatbezirk funktioniert: “Ich habe sehr viel gelernt über die Fruchtfliegen, die unsere Mangos attackieren. Und ich weiß nun, was ich tun kann, um die Vernichtung unserer Früchte zu vermeiden.” (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Eine Orientalische Fruchtfliege (Bactrocera dorsalis) legt ihre Eier auf die Schale einer Papaya. (Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bactrocera_dorsalis.jpg?uselang=en#Licensing" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gemeinfrei, Agricultural Research Service, Scott Bauer</a>)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/fruchtfliegen-vernichten-halbe-mangoernte/">Fruchtfliegen vernichten halbe Mangoernte</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
	</item>
		<item>
		<title>Gruppe Wagner weitet Aktivitäten in Afrika aus</title>
		<link>https://afrika.info/gruppe-wagner-weitet-aktivitaeten-in-afrika-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 May 2023 07:39:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://afrika.info/?p=2505</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Söldner der Gruppe Wagner haben seit 2017 in fünf afrikanischen Ländern militärische Operationen durchgeführt. Das private russische Militärunternehmen verfolgt aber auch zunehmend politische und wirtschaftliche Interessen auf dem Kontinent.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/gruppe-wagner-weitet-aktivitaeten-in-afrika-aus/">Gruppe Wagner weitet Aktivitäten in Afrika aus</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Fawzia Moodley und Martin Sturmer | 30. Mai 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Johannesburg/Oberndorf bei Salzburg (IPS/afr). Die Söldner der Gruppe Wagner haben seit 2017 in fünf afrikanischen Ländern militärische Operationen durchgeführt. Das private russische Militärunternehmen verfolgt aber auch zunehmend politische und wirtschaftliche Interessen auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der US-Denkfabrik &#8222;<a href="https://russianpmcs.csis.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Center for Strategic &amp; International Studies</a>&#8220;  waren russische Privatarmeen in den letzten zehn Jahren in 18 afrikanischen Staaten aktiv. Die bekannteste unter ihnen ist die Gruppe Wagner, die seit der Invasion in der Ukraine für internationale Schlagzeilen sorgt. Der Einfluss des privaten Militärunternehmens in Afrika geht mittlerweile weit über Sicherheitsfragen hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die “Global Initiative Against Transnational Organized Crime” hat kürzlich die Studie “<a href="https://globalinitiative.net/wp-content/uploads/2023/02/J-Stanyard-T-Vircoulon-J-Rademeyer-The-Grey-Zone-Russias-military-mercenary-and-criminal-engagement-in-Africa-GITOC-February-2023.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Grey Zone: Russia&#8217;s Military, Mercenary and Criminal Engagement in Africa</a>” veröffentlicht. Der Bericht macht deutlich, dass die Gruppe Wagner bereits seit dem Jahr 2017 in Afrika aktiv ist. Seitdem hat das Militärunternehmen Truppen in fünf Länder entsandt: Libyen, Mali, Mosambik, Sudan und die Zentralafrikanische Republik.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Längst beschränkt sich aber die Gruppe Wagner nicht mehr auf militärische Interventionen. Die Studie zeigt, dass es zunehmend auch um politischen und wirtschaftlichen Einfluss geht. Im Interview mit der Nachrichtenagentur IPS sagt Julia Stanyard, Co-Autorin der Studie, dass die Gruppe Wagner mittlerweile ein Netzwerk an politisch einflussreichen Unternehmen, wie z. B. Bergbaufirmen, unterhalte: “Sie zielt offenbar auf instabile Regierungen ab, die in Bürgerkriege verwickelt sind, bildet Bündnisse mit der herrschenden Elite und bietet ihnen militärische Unterstützung und Waffen an.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wagner in der Zentralafrikanischen Republik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So geschehen in der Zentralafrikanischen Republik, wo sich die Regierung gegen mehrere Rebellenarmeen zur Wehr setzt. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im März 2016 wandte sich Präsident Faustin-Archange Touadéra an Russland.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem Treffen des russischen Außenministers Sergei Lawrow und Touadéra in Sotschi im Oktober 2017, wurden zunächst russische Militärausbilder entsandt und Waffen geliefert. Kurz darauf folgten die ersten Wagner-Truppen: Laut <a href="https://www.theguardian.com/world/2023/feb/02/wagner-mercenaries-sustain-losses-in-fight-for-central-african-republic-gold" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schätzungen des britischen Guardian</a> waren seit 2018 an die 1.000 Söldner der russischen Privatarmee in der Zentralafrikanischen Republik stationiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens seit der Präsidentschaftswahl im Dezember 2020 sichert die Gruppe Wagner Faustin-Archange Touadéra das politische Überleben. Gemeinsam mit Truppen der ruandischen Armee blockierten die Söldner zunächst den Vormarsch von Rebellen auf die Hauptstadt Bangui. Im Anschluss führten sie von Jänner bis März 2021 eine erfolgreiche Gegenoffensive durch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lukratives Geschäft mit Diamanten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenzug erhielt die Gruppe Wagner von der zentralafrikanischen Regierung Wirtschafts- und Bergbaukonzessionen. Ein Beispiel ist das 2019 gegründete Unternehmen Diamville, das im Diamantenhandel aktiv ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer <a href="https://drive.google.com/file/d/1RyxkBKTP7BEVEtoQ3LV0jzxzJFrelHbJ/view?usp=sharing" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Recherche</a> des Mediennetzwerks “European Investigative Collaborations” (EIC), der französischen Organisation “All Eyes on Wagner” und dem britischen “Dossier Center” zufolge, gehört Diamville der Gruppe Wagner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht belegt, dass der Handel mit Diamanten für die Gruppe Wegner ein lukratives Geschäft ist: Zwischen Oktober 2019 und Jänner 2022 wurden knapp 1.000 Karat exportiert &#8211; der Großteil davon ging nach Dubai. Der Wert der Diamanten liegt bei zwölf Millionen US-Dollar.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gräueltaten an Zivilist*innen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von Menschenrechtsorganisationen werden der Gruppe Wagner zahlreiche Gräueltaten gegen Zivilist*innen vorgebrochen. Laut dem deutschen Nachrichtenmagazin “<a href="https://www.spiegel.de/ausland/wagner-gruppe-wie-die-russische-soeldnergruppen-mit-diamanten-aus-afrika-geschaefte-macht-a-18c4f0ea-d74d-43c4-a121-9132d6347f2a" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Spiegel</a>” überfielen die Söldner Dörfer, raubten, brandschatzten und mordeten. Mehr als 750 Zivilist*innen sollen ihnen bereits zum Opfer gefallen sein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe Wagner mit Sitz in St. Petersburg wurde 2014 gegründet. Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bis 2019 hat Prigoschin die Existenz der Privatarmee abgestritten. Erst 2022 räumte er ein, die Truppe gegründet zu haben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben militärischen Einsätzen ist die Gruppe Wagner auch an russischen Desinformations- und Progagandakampagnen aktiv.&nbsp; Die NGO <a href="https://lens.civicus.org/russias-boots-on-the-ground-in-africa/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Civicus</a> mit Sitz in Johannesburg warnt auch davor, dass die Söldnerarmee Maßnahmen gegen die Zivilgesellschaft setzt. In der Zentralafrikanischen Republik lässt Präsident Touadéra kritische Stimmen unterdrücken. “Humanitäre Helfer und unabhängige Journalisten zählen zu den Opfern von Gewalt und Einschüchterung durch Wagner-Truppen”, berichtet die NGO. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Angehörige der Gruppe Wagner schützen den Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik Faustin-Archange Touadéra (Foto: Clément Di Roma/VOA, gemeinfrei, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=115316332" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Link</a>).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/gruppe-wagner-weitet-aktivitaeten-in-afrika-aus/">Gruppe Wagner weitet Aktivitäten in Afrika aus</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
	</item>
		<item>
		<title>Zama Zamas: Monatelang unter Tage</title>
		<link>https://afrika.info/zama-zamas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2023 08:22:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesotho]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Fawzia Moodley]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://afrika.info/?p=2337</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Südafrika boomt der illegale Bergbau. Reiche Auftraggeber rekrutieren arme Arbeiter, die in stillgelegten südafrikanischen Minen nach Bodenschätzen schürfen. Die Arbeitsbedingungen sind katastrophal, Rivalität schürt Fremdenhass und Gewalt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/zama-zamas/">Zama Zamas: Monatelang unter Tage</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Fawzia Moodley* | 26. Januar 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Johannesburg (IPS/afr). In Südafrika boomt der illegale Bergbau. Reiche Auftraggeber rekrutieren arme Arbeiter, die in stillgelegten südafrikanischen Minen nach Bodenschätzen schürfen. Die Arbeitsbedingungen sind katastrophal, Rivalität schürt Fremdenhass und Gewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die illegalen Minenarbeiter, die überwiegend aus Lesotho, Mosambik und Simbabwe stammen, werden auf isiZulu „Zama Zamas“ genannt. Frei übersetzt werden darunter Menschen verstanden, “die immer wieder ihr Glück versuchen”.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paps Lethoko ist Vorsitzender der “National Association of Artisanal Miners” (NAAM) &#8211; einer&nbsp; Interessensvertretung für Kumpel im Kleinbergbau. Er berichtet, dass die Zama Zamas oft Monate in den unterirdischen Schächten verbringen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tätigkeit ist enorm gefährlich: Erst zu Jahresbeginn sind acht Bergleute in einer Mine in Driekop, Limpopo, erstickt. Heftige Regenfälle hatten Erde in den Ausgang gespült und die Zama Zamas eingeschlossen. Im November 2022 verloren 21 Minenarbeiter bei einem Schachteinsturz in Krugersdorp ihr Leben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gutes Geschäft für kriminelle Syndikate</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auftraggeber der Zama Zamas sind in kriminellen Syndikaten organisiert und verdienen sich mit den illegalen Bergleuten eine goldene Nase. So betreiben sie z. B. unterirdische Imbissbuden, in denen Wucherpreise für Lebensmittel verlangt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Imbisse verkaufen Brot für 200 Rand (Normalpreis 20 Rand) und Fischkonserven für 300 Rand (Normalpreis 25 Rand)”, schildert Lethoko. “Nach monatelangem Ausharren in den klaustrophobischen und gefährlichen Katakomben erhalten die Bergleute am Ende etwa 30.000 Rand (ca. 1.800 US-Dollar). Sie müssen davon aber die enormen Preise für Nahrungsmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs bezahlen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Lethoko werden die meisten stillgelegten Schächte in Klerksdorp, einer Bergbaustadt in der Nordwestprovinz, von einem wohlhabenden Politiker aus Lesotho betrieben. Wer dort arbeiten will, muss investieren. „Die Arbeiter werden gezwungen, den Sicherheitskräften bis zu 20.000 Rand (ca. 1.700 US-Dollar) zu bezahlen, um die Minen betreten zu dürfen. Sie werden schlechter behandelt als Sklaven &#8211; genauso wie von Bergbauunternehmen während der Apartheid.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unter Verdacht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Südafrika werden die Zama Zamas häufig mit Gewaltexzessen in Verbindung gebracht. Am 28. Juli 2022 wurden bei Krugersdorp acht Frauen, die auf einem ehemaligen Minengelände ein Musikvideo drehen wollten, vergewaltigt und beraubt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer nachfolgenden Razzia der Polizei wurden zwei Zama Zamas erschossen, 84 Verdächtige wurden festgenommen. Später wurden 14 der illegalen Bergleute wegen Vergewaltigung und schweren Diebstahls angeklagt. Die Anklage wurde später fallen gelassen, nachdem die DNA-Abgleiche keine Übereinstimmungen ergeben hatten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kleinbergleute fürchten um ihren Ruf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einheimische Minenarbeiter, die sich mit traditionellem Kleinbergbau über Wasser halten, befürchten angesichts solcher Vorfälle Nachteile für ihre Berufsausübung. “Wir haben versucht, Genossenschaften zu gründen und Genehmigungen für einen legalen Betrieb zu erhalten”, schildert Lethoko, “aber die Bergbauunternehmen, die Medien und sogar die Polizei werfen uns mit kriminellen Zama Zamas in einen Topf.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2017 hatte zwar das “Department of Mineral Resources and Energy” (DMRE) den Kleinbergbau zum Zweck des Lebensunterhalts für südafrikanische Staatsbürger*innen rechtlich anerkannt. Allerdings ist die Lizenzvergabe teuer und kompliziert. Bisher ist es nur einer Genossenschaft in Kimberley in der Provinz Nordkap gelungen, das Verfahren positiv abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Die Kumpel leben von der Hand in den Mund”, beklagt Lethoko, “die meisten von uns haben weder die erforderlichen Dokumente noch das Geld für den Genehmigungsprozess. Außerdem scheinen die lokalen DMRE-Beamten nicht zu wissen, dass Genossenschaften im Kleinbergbau rechtlich anerkannt werden können.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Konzerne verweigern den Zutritt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig scheitern die Minenarbeiter auch an den Eigeninteressen der Bergbaukonzerne. In der Nordwestprovinz versuchte die NAAM, mit dem Minen-Giganten “Harmony Gold” zu verhandeln. “Der Sicherheitsdienst hat die einheimischen Bergleute aber daran gehindert, in den bereits aufgelassenen Minen zu arbeiten”, erzählt Lethoko, “das Unternehmen erwirkte sogar eine einstweilige Verfügung wegen unbefugten Betretens gegen mich und die Arbeiter.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Tragödie ist, dass die Konzerne in die stillgelegten Minen zurückkehren wollen”, bestätigt Toto Nzamo, Mitglied der “Tujaliano Community Organisation” in Germiston bei Johannesburg. “Sie verfügen jetzt über die Technologie, um den Abbau von Rohstoffen wieder profitabel zu gestalten. Und das unfähige DMRE hindert anständige Menschen daran, ihren Lebensunterhalt rechtmäßig zu verdienen.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fremdenhass und Bandenkriege</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zama Zamas sehen sich indes mit einer zunehmenden Fremdenfeindlichkeit konfrontiert. Nach dem Verbrechen in Krugersdorp machte in der Township Kagiso ein wütender Mob Jagd auf die Minenarbeiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die wachsende Rivalität zwischen verschiedenen Gruppierungen von Zama Zamas endet zunehmend blutig: Im September 2022 wurden sechs illegale Bergleute bei Maraisburg westlich von Johannesburg erschossen. Die Polizei geht von einem Bandenkrieg zwischen Zama Zamas aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um der Gewalt ein Ende zu bereiten, sieht Toto Nzamo die Politik in der Pflicht. Er fordert eine Zusammenarbeit zwischen Innenministerium und dem DMRE, damit qualifizierte Zama Zamas einen Aufenthaltsstatus erhalten. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph">*mit Ergänzungen von Martin Sturmer</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Aufgelassene Schächte der Goldmine von Stilfontein ziehen viele Zama Zamas an. (Foto: beigestellt/IPS)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/zama-zamas/">Zama Zamas: Monatelang unter Tage</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
	</item>
		<item>
		<title>Mit Baobab-Früchten zum eigenen Haus</title>
		<link>https://afrika.info/mit-baobab-fruechten-zum-eigenen-haus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2022 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Baobab]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Naturkatastrophen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://afrika.info/?p=1793</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem sie viele Jahre in Kenia gelebt und gearbeitet hatten, kehrten Milagre Nuvunga und ihr Ehemann Andrew Kingman nach Mosambik zurück. Dort gründeten sie das Unternehmen Baobab Products Mozambique (BPM), das Baobab-Pulver und Baobab-Öl herstellt und verkauft. Von BPM haben bereits tausende Frauen profitiert. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/mit-baobab-fruechten-zum-eigenen-haus/">Mit Baobab-Früchten zum eigenen Haus</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Nyasha Bobo, Africa Renewal* | 23. März 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Provinz Manica (AR/afr) Nachdem sie viele Jahre in Kenia gelebt und gearbeitet hatten, kehrten Milagre Nuvunga und ihr Ehemann Andrew Kingman nach Mosambik zurück. Dort gründeten sie das Unternehmen Baobab Products Mozambique (BPM), das Baobab-Pulver und Baobab-Öl herstellt und verkauft. Von BPM haben bereits tausende Frauen profitiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baobab wird häufig als Afrikas Superfrucht bezeichnet.&nbsp; Das Fruchtfleisch weist einen hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Eisen und Ballaststoffen auf und ist reich an Antioxidantien. Baobab-Pulver und Baobab-Öl sind daher immer stärker im Kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Milagre Nuvunga und Andrew Kingman haben das Potenzial früh erkannt und im Jahr 2008 <a href="http://baobabmozambique.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Baobab Products Mozambique</a> (BPM) gegründet. Seitdem hat das Unternehmen mehr als 2.500 Frauen in der Provinz Manica in Zentralmosambik in der Ernte und der richtigen Lagerung von Baobab-Früchten ausgebildet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenzug kauft BPM die Ernte zu fairen Preisen auf und verarbeitet die Früchte zu hochwertigem Pulver und kosmetischem Öl. Exportmärkte sind vor allem die Europäische Union, das Vereinigte Königreiche und Länder im südlichen Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Faire Preise und Unternehmensbeteiligung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Suzana Pinto ist eine der Frauen, die für BPM arbeitet. “Viele von uns wussten nicht viel über die Wertschöpfungskette von Baobab“, erzählt die zweifache Mutter. „Früher haben wir Baobab-Pulver für nur vier Meticais (0,07 US-Dollar, Anm.) pro Kilo verkauft, aber jetzt bringt das Kilo zwölf Meticais (0,19 US-Dollar, Anm.).“&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Farmer*innen nun bessere Preise erzielen, hat vor allem mit dem Know-how-Transfer durch Nuvunga und Kingman zu tun. Vor der Gründung von BPM hatten Händler*innen das fehlende Wissen über den tatsächlichen Wert der Baobab-Frucht schamlos ausgenutzt. Sie verkauften die billig zugekaufte Ware zu hohen Preisen auf ausländischen Märkten weiter, viele machten damit ein Vermögen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000.jpg" alt="" class="wp-image-1794" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000.jpg 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000-640x427.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption>Baobab gilt als Afrikas Superfrucht. Das Fruchtfleisch weist einen hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Eisen und Ballaststoffen auf und ist reich an Antioxidantien. (Foto: Shutterstock.com)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">BPM geht aber noch einen Schritt weiter und hat sich für ein Beteiligungsmodell geöffnet: Im März 2020 haben sich die Farmerinnen in der Region Manica zur Baobab Collectors Association zusammengeschlossen. Die Kooperative hält seitdem 20 Prozent der BPM-Anteile. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zusätzliche Einkommen macht einen Unterschied. Suzana Pinto sagt, sie könne jetzt die Ausbildung ihrer Kinder bezahlen, Lebensmittel kaufen und Solarenergie in ihrem Haus installieren. Außerdem plane sie, ein Haus aus Ziegeln zu bauen und in die Viehwirtschaft zu investieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückschläge durch Naturkatastrophen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl das Geschäft mit Baobab-Produkten in den letzten Jahren gut lief, gab es auch Rückschläge zu verkraften. Vor allem Naturkatastrophen hätten die Entwicklung des Unternehmens beeinrächtigt, erklärt Andrew Kingman.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2019 hat der <a href="https://afrika.info/mosambik-zyklon-idai-zerstoert-beira/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zyklon Idai die Küstenstadt Beira verwüstet</a>, ein paar Wochen später richtete der Zyklon Kenneth im Norden des Landes große Schäden an. Auch 2021 und im heurigen Jahr tobten tropische Wirbelstürme in Teilen von Mosambik. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne die Naturkatastrophen wäre eine höhere Produktion möglich gewesen, meint Kingman. Im letzten Jahr konnte BPM 38 Tonnen Baobab-Pulver verkaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Riesige Flächen wurden entwaldet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese extremen Wetterereignisse veranschaulichen Mosambiks Anfälligkeit für ökologische Bedrohungen“, sagt Andrew Kingman. „Die Bedrohungen werden durch die sehr hohe Entwaldungsrate noch verschärft.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="https://www.worldbank.org/en/news/infographic/2018/12/12/forests-of-mozambique-a-snapshot" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltbank</a> hat Mosambik seit den 1970er Jahren acht Millionen Hektar Wald verloren. Das ist eine Fläche, die fast jener von Portugal entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus schädige eine übermäßige Nutzung die Böden und beeinträchtige dadurch den Ertrag des Affenbrotbaums, so Kingman. BPM unterstütze die Lösung des Problem, indem es Waldreservate in Gebieten schaffe, die sonst nicht genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik verfügt über einen hohen Reichtum an natürlichen Ressourcen, wie z. B. weite Ackerflächen, ausgedehnte Waldflächen und große Reserven an Erdgas, Gold und Edelsteinen. Ein effizientes Management dieser Ressourcen könnte Mosambik als „eines der ärmsten Länder der Welt in ein Land mit mittlerem Einkommen verwandeln“, ist Kingman überzeugt. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Nyasha Bobo ist Mitarbeiterin unseres Partnermagazins <a href="https://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen. Der englischsprachige Originalbeitrag ist in der <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/march-2022/mozambican-women-rake-cash-selling-baobab-fruit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausgabe März 2022</a> erschienen.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Farmerinnen in der Provinz Manica bereiten ihre Ernte zur Abholung durch Baobab Products Mozambique vor. (Foto: Baobab Products Mozambique)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/mit-baobab-fruechten-zum-eigenen-haus/">Mit Baobab-Früchten zum eigenen Haus</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
		<media:thumbnail url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000-150x150.jpg" />
		<media:content url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Baobab Frucht</media:title>
			<media:thumbnail url="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/baobab-frucht-shutterstock-1000-150x150.jpg" />
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Mosambik: Zyklon Idai zerstört Beira</title>
		<link>https://afrika.info/mosambik-zyklon-idai-zerstoert-beira/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2019 06:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Amos Fernando]]></category>
		<category><![CDATA[Beira]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Idai]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test.afrika.info/?p=776</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitte März hat der Zyklon Idai rund 90 Prozent der städtischen Infrastruktur der Hafenstadt Beira ruiniert. Krankenhäuser, Schulen und Geschäfte wurden Opfer der Katastrophe. Der Wiederaufbau der viertgrößten Stadt des Landes, die vor Idai rund 600.000 Einwohner zählte, wird Jahre dauern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/mosambik-zyklon-idai-zerstoert-beira/">Mosambik: Zyklon Idai zerstört Beira</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Amos Fernando | 10. April 2019</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beira (IPS/afr). Mitte März hat der Zyklon Idai rund 90 Prozent der städtischen Infrastruktur der Hafenstadt Beira ruiniert. Krankenhäuser, Schulen und Geschäfte wurden Opfer der Katastrophe. Der Wiederaufbau der viertgrößten Stadt des Landes, die vor Idai rund 600.000 Einwohner zählte, wird Jahre dauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zyklon, der mit einer Geschwindigkeit von 180 bis 200 Stundenkilometern über das zentrale Mosambik hinwegfegte, und die anschließenden Regenfälle haben nach offiziellen Angaben bislang 602 Todesopfer gefordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Landesweit sind mehr als 168.000 Familien betroffen, von denen die meisten in provisorischen Lagern in der Provinz Sofala leben. Der Großteil dieser Familien stammt aus Beira. Sie haben ihren gesamten Besitz verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ehemalige First Lady des Landes, Graça Machel, sagte im Rahmen einer Pressekonferenz: &#8222;Es ist schmerzlich zu sagen, dass Beira als erste Stadt in die Geschichte eingehen wird, die völlig vom Klimawandel zerstört wurde.”</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="15-000-menschen-vermisst">15.000 Menschen vermisst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über das genaue Ausmaß der Katastrophe herrscht weiter Unklarheit. Umweltminister Celso Correia, der die Hilfeleistungen für Beira koordiniert, befürchtet, dass die Opferzahlen weiter steigen werden. „Es gibt keine genauen Zahlen”, sagt Correia. &#8222;Sie können sich jederzeit ändern, weil ständig neue Opfer entdeckt werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch immer gelten rund 15.000 Menschen als vermisst. In der ebenfalls schwer getroffenen Stadt Búzi, dass etwa 200 Kilometer von Beira entfernt liegt, mussten hunderte Menschen tagelang auf Hausdächern oder Bäumen ausharren. Helfer vermuten, dass viele von ihnen von den Wassermassen der Flüsse Búzi und Pungue mitgerissen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Nationalen Institut für Katastrophenschutz (INGC) wurden landesweit 3.140 Klassenzimmer beschädigt, mehr als 90.000 Schülerinnen und Schüler sind betroffen. In den Provinzen Sofala, Manica und Sambezia wurden 45 Spitäler zerstört.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="enorme-solidaritat-im-ganzen-land">Enorme Solidarität im ganzen Land</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile sind zahlreiche nationale und internationale Hilfsorganisationen vor Ort. Im ganzen Land ist die Solidarität mit den Opfern enorm: &#8222;Es ist das erste Mal, dass ich eine starke Solidaritätsbewegung unter den Mosambikanern erlebt habe&#8220;, sagte der ehemalige Präsident Joaquim Chissano.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Beira wird alles unternommen, um die Infrastruktur wieder instand zu setzen. Der Zyklon hat Stromkabeln und Telekommunikationsleitungen zerstört, die Bundesstraße Nr. 6 wurde stark beschädigt. Die Hafenstadt war tagelang vom Rest der Welt abgeschnitten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Stadtteile können mittlerweile mit Strom aus Generatoren notversorgt werden. In Schulen mit geringer Beschädigung wurde der Unterricht wieder aufgenommen. Auch die Versorgung mit Wasser klappt teilweise wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage vieler Stadtbewohner sei aber nach wie vor besorgniserregend, meint Bürgermeister Daviz Simango: &#8222;Beira ist zerstört. Wir müssen etwas tun &#8211; denn es gibt viele Betroffene, die ohne Nahrung auskommen müssen, obdachlos und mittellos sind und keine Hoffnung haben.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="impfaktion-gegen-cholera">Impfaktion gegen Cholera</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sorge bereitet vor allem die steigende Seuchengefahr. Die Angst vor der Ausbreitung der Cholera nimmt zu. Die Stadtverwaltung von Beira hat bereits erste Todesfälle bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Tagen wurden mehr als 745.000 Menschen in Beira und in anderen betroffenen Gebieten gegen Cholera geimpft, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Allerdings tritt der Impfschutz erst nach sieben Tagen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Simango appellierte daher an die Bevölkerung, weiter vorsichtig mit dem Wasser umzugehen und es vor dem Trinken zu behandeln. &#8222;Wir haben den Zyklon Idai überlebt &#8211; da macht es keinen Sinn, dass wir an Cholera sterben”, so der Bürgermeister. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Menschen aus Beira strömen in die provisorischen Lager in der Provinz Sofala. (Bild: Andre Catuera/IPS)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/mosambik-zyklon-idai-zerstoert-beira/">Mosambik: Zyklon Idai zerstört Beira</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
	</item>
		<item>
		<title>Boom bei Infrastruktur-Projekten</title>
		<link>https://afrika.info/boom-bei-infrastruktur-projekten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2018 16:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Jeffrey Moyo]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test.afrika.info/?p=808</guid>

					<description><![CDATA[<p> Der 35-jährige Denford Muzvidziwa hat einen Universitätsabschluss in Sozialarbeit. Allerdings hat er in diesem Bereich nie ein Arbeitsstelle gefunden. Heute trägt Muzvidziwa einen blauen Overall und hält sich mit einem Gelegenheitsjob beim Bau des Highways zwischen Harare und Mutare über Wasser.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/boom-bei-infrastruktur-projekten/">Boom bei Infrastruktur-Projekten</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Jeffrey Moyo | 17. April 2018</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harare (IDN/afr). Der 35-jährige Denford Muzvidziwa hat einen Universitätsabschluss in Sozialarbeit. Allerdings hat er in diesem Bereich nie ein Arbeitsstelle gefunden. Heute trägt Muzvidziwa einen blauen Overall und hält sich mit einem Gelegenheitsjob beim Bau des Highways zwischen Harare und Mutare über Wasser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muzvidziwa ist aber dankbar, überhaupt Arbeit gefunden zu haben: &#8222;Ich bin glücklich darüber, dass die Regierung beschlossen hat, die Strecke auf die doppelte Länge auszubauen. Jetzt kann ich endlich Geld für meine Familie verdienen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Simbabwe wird derzeit die Straßenverbindung der Hauptstadt Harare mit der Städten Bulawayo im Südwesten und Mutare im Osten modernisiert. Die Maßnahme steht im Einklang mit dem&nbsp;<a href="https://sustainabledevelopment.un.org/sdg9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">9. Nachhaltigen Entwicklungsziel</a>&nbsp;der Vereinten Nationen, das u. a. den Aufbau einer belastbaren Infrastruktur vorsieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der simbabwische Energiesektor entwickelt sich rasant. Die Kapazität des Wasserkraftwerks an der Kariba-Talsperre wird um weitere 300 Megawatt aufgestockt. Die Investitionssumme für das Projekt liegt bei einer halben Milliarde US-Dollar. Unterstützung kommt vor allem von der chinesischen Staatsfirma Sinohydro, die für den Ausbau des Kraftwerks zuständig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Mai 2017 wurde der Tokwe-Mukorsi-Staudamm fertiggestellt. Die Staumauer ist mit einer Höhe von 89,2 Metern die größte im Landesinneren. Der neue Damm soll vor allem Wasser für die von Dürren geschüttelten südlichen Teile von Simbabwe liefern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="fortschritt-erreicht-die-region">Fortschritt erreicht die Region</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nicht nur Simbabwe macht mit großen Infrastrukturprojekten von sich reden. Auch in Angola, Mosambik, Sambia und Südafrika wurden Großprojekte in Angriff genommen. So ist das Straßennetz im südlichen Afrika seit 2007 im Durchschnitt um 7.500 Kilometer pro Jahr gewachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungsexpertin Heather Maungwe aus Harare meint, dass die gesamte südafrikanische Region aus einem Dämmerzustand erwacht ist: &#8222;Die meisten Länder im südlichen Afrika sind wegen ihrer korrupten Regierungen unterentwickelt geblieben. Jetzt hat der Fortschritt die Region erreicht. Das Hauptaugenmerk muss zunächst der Infrastruktur gelten.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Angola wird am Fluß Kwanza an einem der größten Dammprojekte in Afrika gebaut. Die Laúca-Talsperre ist 156 Meter hoch und mehr als 1,2 Kilometer breit. Die Kosten für den Mega-Damm liegen bei 5,4 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Errichtung des Baus ist das brasilianische Unternehmen Odebrecht beauftragt. Nach Angaben des Bauträgers soll die Produktionskapazität von 2.070 Megawatt ausreichen, um eine Stadt mit acht Millionen Einwohnern mit Strom zu versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neuge Flughafen in der angolanischen Hauptstadt Luanda ist ein weiteres Mammutprojekt. Hier werden insgesamt 3,8 Milliarden US-Dollar investiert. Durch den neuen Flughafen soll sich das Aufkommen von derzeit drei Millionen Passagieren pro Jahr auf 15 Millionen verfünffachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und auch in Sambia macht die Entwicklung der Infrastruktur enorme Fortschritte. Im ganzen Land werden Häuser, Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Bürogebäude. Außerdem werden die vier Flughäfen der &#8222;National Airports Corporation&#8220; (NAC) modernisiert, damit sie internationalen Standards genügen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September 2017 hat Sambia zudem den Startschuss für ein Straßenbauprojekt gegeben, das die Bergbaustädte der Copperbelt-Provinz mit den zentralen und südlichen Landesteilen verbinden soll. Das 1,2 Milliarden teure Unterfangen wird von China finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Sambias Präsident Edgar Lungu werden während der geplanten Bauzeit von vier Jahren mehr als 3.000 Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung geschaffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="regierungen-werden-ubers-ohr-gehauen">&#8222;Regierungen werden übers Ohr gehauen&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Entwicklungsexperten beäugen die Entwicklung allerdings mit großer Skepsis. &#8222;Die meisten Infrastrukturprojekte werden von wenig bekannten chinesischen Unternehmen durchgeführt&#8220;, meint etwa Edwin Mwansa aus der Hauptstadt Lusaka. &#8222;Sie arbeiten mit den schlecht ausgebildeten Arbeitskräften von einheimischen Subunternehmern, die aber hervorragende Verbindungen zu den einflussreichen Politikern haben. Die Regierungen der gesamten Region werden übers Ohr gehauen, weil es bei den Infrastrukturprojekten nur schäbige Jobs gibt.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der teilweise heftigen Kritik drückt China auch in anderen Ländern ordentlich aufs Tempo. In Mosambik wird seit letztem Jahr an der längsten Hängebrücke in Afrika gebaut. Die Errichtung der&nbsp;<a href="https://afrika.info/mosambik-handel-und-landwirtschaft-unter-einem-hut/">Maputo-Katembe-Brücke</a>&nbsp;kostet 725 Millionen US-Dollar, die von der staatlichen China Exim Bank in Peking finanziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch afrikanische Investoren treten zunehmend auf den Plan. Mitte letzten Jahres gab die südafrikanische Firma &#8222;Capital Projects&#8220; bekannt, 780 Millionen US-Dollar in den Bau einer Autobahn zwischen der Provinz Inhambane in Mosambik und Südafrika investieren zu wollen. Dadurch soll die Zusammenarbeit der beiden Ländern in Tourismus und Handel verstärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftsexperten meinen, dass es auch für europäische Investoren an der Zeit wäre, in der Region stärker aktiv zu werden. So glaubt der südafrikanische Ökonom Nkululeko Zwane, dass der Zug noch nicht abgefahren sei und der Infrastruktur-Boom noch einige Jahre glänzende Investitionsmöglichkeiten bieten werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Arbeiter wie Denford Muzvidziwa hoffen indes, dass der Boom möglichst lange anhält. &#8222;In einer Zeit, in der unser Land seine Infrastruktur verbessert, kann ich durchatmen und mit Gelegenheitsjobs meine Familie ernähren.&#8220;</p>



<pre class="wp-block-verse"><a href="http://www.indepthnews.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">IDN</a>&nbsp;ist die Flaggschiff-Agentur des&nbsp;<a href="http://www.international-press-syndicate.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">International Press Syndicate</a>.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Arbeiter auf einer Baustelle des Harare-Mutare-Highways (Foto: Jeffrey Moyo/IDN)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/boom-bei-infrastruktur-projekten/">Boom bei Infrastruktur-Projekten</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
	</item>
		<item>
		<title>Landraub nach Kolonialherrenart</title>
		<link>https://afrika.info/landraub-nach-kolonialherrenart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2015 17:26:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Jeffrey Moyo]]></category>
		<category><![CDATA[Land Grabbing]]></category>
		<category><![CDATA[Landraub]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test.afrika.info/?p=903</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Afrika nimmt die Zahl der Zwangsvertreibungen in Verbindung mit dem Phänomen des Land Grabbing zu. So muss eine wachsende Mehrheit von Menschen ihre Farmen verlassen, um einer Minderheit einflussreicher Politiker, Unternehmer und Konzerne Platz zu machen, die Böden und Immobilien verschachern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/landraub-nach-kolonialherrenart/">Landraub nach Kolonialherrenart</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Jeffrey Moyo | 22. April 2015</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harare (IPS/afr). In Afrika nimmt die Zahl der Zwangsvertreibungen in Verbindung mit dem Phänomen des Land Grabbing zu. So muss eine wachsende Mehrheit von Menschen ihre Farmen verlassen, um einer Minderheit einflussreicher Politiker, Unternehmer und Konzerne Platz zu machen, die Böden und Immobilien verschachern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bereits unsere Vorväter hatten den Landklau durch die Kolonialherren vor mehr als einem Jahrhundert erlebt&#8220;, meint dazu Claris Madhuku, Leiterin der simbabwischen Pro-Demokratie-Gruppe &#8222;Platform for Youth Development&#8220; (PYD). &#8222;Die Geschichte wiederholt sich, und diesmal sind es unsere eigenen politischen Entscheidungsträger und Geschäftsleute, die unser Land stehlen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Owen Dliwayo, Programmleiter von &#8222;Youth Dialogue Action Network&#8220;, einer weiteren lokalen Aktivistengruppe, macht vor allem multinationale Unternehmen für die in den meisten afrikanischen Ländern stattfindende Entwicklung verantwortlich. Als Beispiel führt er das Biotreibstoffprojekt im Bezirk Chipinge in der Provinz Manicaland im Südosten Simbabwes an. &#8222;Tausende Dorfbewohner mussten wegen einer riesigen Zuckerplantage verschwinden.&#8220; Laut PYD wurden 1.754 Haushalte für das 2008 angelaufene Projekt geopfert, für dessen Umsetzung mehr als 40.000 Hektar Land dem Zuckerrohranbau zugewiesen wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="gescheiterte-landreform-in-simbabwe">Gescheiterte Landreform in Simbabwe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 15 Jahren hatte Simbabwe ein umstrittenes Landreformprojekt durchgeführt, das die kolonialen Landeigentumsverhältnisse zugunsten der schwarzen Bevölkerung verändern sollte. Doch Aktivisten zufolge hat es dem Land im südlichen Afrika geschadet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Zu behaupten, dass afrikanische Staaten wie Simbabwe das Landproblem gelöst haben, stimmt nicht&#8220;, sagt Terry Mutsvanga, ein preisgekrönter simbabwischer Menschenrechtsaktivist, im IPS-Gespräch. &#8222;Vielmehr wurde das, was den weißen Farmern weggenommen wurde, vor allem an die politischen Eliten verteilt. Der Landklau in Afrika trägt wie die Kolonialzeit zu einer Perpetuierung der wirtschaftlichen Ungleichheit bei.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">2010 hatte der simbabwische Online-Nachrichtendienst &#8222;ZimOnline&#8220; berichtet, dass 2.200 Angehörige der schwarzen simbabwischen Elite fast 40 Prozent der 14 Millionen Hektar Land kontrollieren, die man den weißen Farmern abgenommen hatte, die wiederum Flächen von einer Größe zwischen 250 und 4.000 Hektar bewirtschaftet hatten. Allein Simbabwes Präsident Robert Mugabe und seine Familie sollen 14 Farmen mit einer Gesamtgröße von mindestens 16.000 Hektar besitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Ostafrika, das geht aus einem Vortrag des ugandischen Umweltexperten Joshua Zake zum Thema &#8218;Land Grabbing: Das stumme Leid für Kleinbauern in Uganda&#8216; aus dem Jahre 2011 hervor, sind es wenige reiche und einflussreiche Persönlichkeiten, die sich an Land, das traditionell von Armen genutzt wurde, bereichern. Zake ist bei &#8218;Environmental Alert&#8216; für das Umwelt- und Ressourcenprogramm zuständig und koordiniert die Arbeitsgruppe der Organisation für ugandische Wälder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie er berichtet, sind in Afrika und insbesondere in seinem Land der unterirdische Öl- und Mineralienreichtum die Triebfedern für den großflächigen Landraub. In Simbabwe wurden seit der Entdeckung von Diamanten im Jahr 2005 mehr als 800 Familien aus Chiadzwa in Manicaland vertrieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="namibia-landraub-auch-in-den-stadten">Namibia: Landraub auch in den Städten </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Land Grabbing findet auch in den Städten statt. &#8222;Infolge der Landflucht besteht eine hohe Nachfrage nach Grundstücken für den Bau von Häusern und Wohneinheiten&#8220;, bestätigt Etuna Nujoma, ein Immobilienunternehmer mit Sitz in der namibischen Hauptstadt Windhuk. &#8222;Neben den Reichen und Mächtigen ziehen auch korrupte Politiker ihren Vorteil aus der hohen Immobiliennachfrage. Sie filetieren die städtischen Grundstücke und teilen sie untereinander auf, um sie dann zu exorbitanten Preisen und zu Lasten der Armen teuer weiterzuverkaufen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im letzten Jahr hatten Slumbewohner am Rande der namibischen Ferien- und Küstenstadt Swakopmund Gemeindeland besetzt, nachdem die Absicht korrupter Behördenvertreter, sich gegenseitig Land zuzuschanzen, bekannt geworden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Simbabwe vergeben Mitglieder der regierenden Zanu-PF-Partei Grundstücke an Personen, die zwischen 10 und 20 US-Dollar – je nach Lage – für ein 30 bis 50 Quadratmeter großes Grundstück zu zahlen bereit sind, wie Andrew Nyanyadzi von der Zanu-PF bestätigt. &#8222;Wir brauchen die Genehmigung der Lokalbehörden nicht. Weil es das Land ist, für das unsere Freiheitshelden gekämpft haben, steht es uns frei, es zu erschwinglichen Preisen an Parteianhänger zu verkaufen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Harare haben sich militante Gruppen, die der Zanu-PF nahestehen, städtische Grundstücke unter den Nagel gerissen. So berichtet Precious Shumba, Leiterin der Bürgergruppe &#8222;Harare Residents Trust&#8220;, dass sich die Polizei nicht traue, einzugreifen. In dem dicht besiedelten Stadtteil Hatcliffe hätten sich Wohnbaukooperativen im Besitz von Zanu-PF-Führern Land illegal angeeignet, obwohl es Personen und Organisationen in Simbabwe verboten sei, Land zu veräußern, das ihnen nicht gehöre.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="schlupflocher-fur-investoren-in-mosambik">Schlupflöcher für Investoren in Mosambik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Mosambik ist der Staat der einzige Landbesitzer. So ist es in der Landesverfassung festgeschrieben. Wohl erlaubt das Land- und Bodengesetz Privatpersonen die Nutzung von Grundstücken, doch Schlupflöcher führen dazu, dass die nationalen Landrechte privaten Interessen geopfert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So geht aus einer Untersuchung des Nationalen Bauernverbands aus dem letzten Jahr hervor, dass der Landklau in Mosambik ein Ausmaß erreicht habe, das an Kolonialzeiten erinnere. Unternehmen mit besten Verbindungen zu den Behörden haben sich demnach hunderttausende Hektar Farmland gesichert und die Kleinbauern vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Non-Profit-Organisation GRAIN berichtet, ist es für Bauern im Norden von Mosambik schwer, sich gegenüber dem Landhunger ausländischer Agrounternehmen zu behaupten. Mosambikanern werde weisgemacht, dass die Projekte der Entwicklung förderlich seien. Doch Caesar Guebuza und andere Bauern wissen aus Erfahrung, dass das nicht stimmt. &#8222;Agrarinvestitionen ausländischer Unternehmen nützen uns gar nichts, sondern bringen uns um unser Land&#8220;, sagt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftswissenschaftler machen vor allem den Staat dafür verantwortlich, dass ausländische Investoren inzwischen große Flächen an kommunalen Grundstücken besitzen. &#8222;Die Regierungen sind bekannt dafür, dass sie die Interessen ausländischer Unternehmen vertreten und diesen Land zuweisen, das nach geltendem Gewohnheitsrecht den lokalen Bauern gehört&#8220;, sagt der simbabwische Experte Kingston Nyakurukwa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hilfsorganisation &#8222;ActionAid Tanzania&#8220; hat unlängst gewarnt, dass die Neue Allianz für Ernährungssicherheit in Afrika, die 7,57 Milliarden Euro in die Entwicklung der afrikanischen Landwirtschaft und Ernährungssicherheit investieren will, dazu führen wird, dass Afrikaner um ihr hart verdientes Geld gebracht werden, da sie dann die Agrarerzeugnisse kaufen müssen. Zuckerrohrplantagen, Reisfelder und andere Agrarprojekte, die mit Geldern der Neuen Allianz finanziert würden, führten zur Vertreibung lokaler Kleinbauern. Der Traum vom großen Geld münde in die Landlosigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir hier in Tansania werden durch die Gelder der Investoren von unserem angestammten Land vertrieben. Wir haben keine Wahl, ob wir umziehen wollen oder nicht&#8220;, so Moses Malunguja, ein lokaler Bauer. &#8222;Wir werden zur Annahme von finanziellen Abfindungen oder Alternativland gezwungen.&#8220; (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Eine Tabakpflanzerin in der simbabwischen Provinz Mashonaland Central packt zusammen, nachdem sie einen Termin zur Räumung ihrer Farm erhalten hat. (Foto: Jeffrey Moyo/IPS)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/landraub-nach-kolonialherrenart/">Landraub nach Kolonialherrenart</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
	</item>
		<item>
		<title>Viel Land für Investoren in Mosambik</title>
		<link>https://afrika.info/viel-land-fuer-investoren-in-mosambik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2013 09:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Land Grabbing]]></category>
		<category><![CDATA[Landraub]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[William Mapote]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test.afrika.info/?p=1049</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bauernverbände in Mosambik haben der Regierung vorgeworfen, den Ausverkauf des Landes an ausländische Agrarinvestoren zu betreiben. Dabei seien die Investoren vor allem an bereits landwirtschaftlich genutzten Böden interessiert. Tausenden lokalen Gemeinschaften und Kleinbauern, die über keine offiziellen Landtitel verfügen, droht die Vertreibung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/viel-land-fuer-investoren-in-mosambik/">Viel Land für Investoren in Mosambik</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von William Mapote | 5. März 2013</p>



<p class="wp-block-paragraph">Maputo (IPS/afr). Bauernverbände in Mosambik haben der Regierung vorgeworfen, den Ausverkauf des Landes an ausländische Agrarinvestoren zu betreiben. Dabei seien die Investoren vor allem an bereits landwirtschaftlich genutzten Böden interessiert. Tausenden lokalen Gemeinschaften und Kleinbauern, die über keine offiziellen Landtitel verfügen, droht die Vertreibung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir von der Nationalen Bauernvereinigung (UNAC) fürchten, dass Mosambikanern innerhalb kürzester Zeit das Land ausgehen wird, weil die Regierung ausländischen Konzernen den Zugang zu riesigen und angeblich ungenutzten Agrarflächen verspricht&#8220;, sagt der UNAC-Sprecher João Palate gegenüber IPS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Zentrums für Investitionsförderung verfügt Mosambik über rund 19 Millionen Hektar Land, das für land- und forstwirtschaftliche Zwecke geeignet ist. Bewirtschaftet würden derzeit gerade einmal 5,6 Millionen Hektar Land. &#8222;Die Investoren interessieren sich aber vor allem für die Böden, die bereits von den Kleinbauern beackert werden&#8220;, warnt Palate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 64 Prozent der mosambikanischen Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten. Die Landwirtschaft ist die Haupterwerbsquelle der Menschen, von denen 45 Prozent nach Angaben der Menschenrechtsorganisation &#8218;FIAN International&#8216; mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="mehr-als-zehn-agrarentwicklungsprojekte-in-zwei-jahren">Mehr als zehn Agrarentwicklungsprojekte in zwei Jahren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten zwei Jahren hat die mosambikanische Regierung mehr als zehn ausländischen Agrarentwicklungsprojekten ihre Zustimmung gegeben. Der größte Deal ist &#8218;ProSavana&#8216;, das die monokulturelle Bewirtschaftung von mehr als zehn Millionen Hektar Land vorsieht. Nutznießer sind brasilianische und japanische Investoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir haben Fälle wie in der Provinz Niassa, wo vier ganze Bezirke an &#8218;Chikweti Forests&#8216; verpachtet wurden. Tausende Kleinbauern, die hier seit Generationen lebten, wurden vertrieben &#8222;, berichtet Palate. Chikweti Forests ist ein Ableger des &#8218;Global Solidarity Forest Fund&#8216; mit Sitz in Schweden, das auf 13.000 Hektar Land drei Plantagen hochgezogen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die mosambikanische Verfassung sieht vor, dass alles Land dem Staat gehört und nicht veräußert werden darf. Wohl aber kann es von Einzelpersonen und Gruppen bewirtschaftet werden. Nach geltendem Recht können interessierte Personen bei der zuständigen Provinzregierung einen Antrag auf die Nutzung von maximal 1.000 Hektar Land beantragen. Für Anfragen zu einer Nutzungsfläche von mehr als 10.000 Hektar ist das Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei zuständig. Darüber hinaus kann Land lokalen Gemeinschaften überlassen werden, die dort seit mehr als fünf Jahren ansässig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Bauernsprecher Palate zufolge ist Landbesitz eine Frage der Souveränität. So sollten einheimische Bauern die Nahrungsmittelproduktion dominieren und mit den erforderlichen Anbaupraktiken vertraut gemacht werden. Dass ProSavana Soja für den Export anbauen wird, &#8222;trägt nicht zur Lösung unserer Nahrungsmittelprobleme bei&#8220;, sagt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ProSavana-Projekt wird im Nacala-Entwicklungskorridor umgesetzt – zwischen den Provinzen Nampula, Zambézia und Niassa im Norden Mosambiks. Das dafür ausgewiesene Land wird aber gleichzeitig von tausenden Kleinbauern bewirtschaftet, denen die Vertreibung bevorsteht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="versprechen-gebrochen">Versprechen gebrochen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Delfina Sidónio musste das Erbe ihrer Eltern, eine fünf Hektar große Farm, in Ruace in der Provinz Zambézia im letzten Jahr aufgeben, weil ihr Land Teil der 10.000 Hektar großen Fläche war, die die Regierung dem portugiesischen Agrarunternehmen &#8218;Quifel&#8216; in Aussicht gestellt hatte. Der Konzern will dort Soja und Sonnenblumen für die Biotreibstoffproduktion anpflanzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die dreifache Mutter hat inzwischen aufgehört, den Zusicherungen des Unternehmens Glauben zu schenken. &#8222;Ich sollte neues Land und eine Abfindung in Höhe von 680 Dollar erhalten&#8220;, berichtet sie. &#8222;Doch bisher wurde mir erst ein Viertel der zugesagten Summe ausgezahlt. Und von dem neuen Grundstück ist nicht mehr die Rede.&#8220; Sidónio ist eine von mehr als 200 Kleinbauern, die durch den Deal ihr Land verloren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="nichts-als-lugen">&#8222;Nichts als Lügen&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Land war unser Leben, es hat uns ernährt&#8220;, meint Ernesto Elias, der Leiter des Kleinbauernverbands in Ruace. &#8222;Am Anfang hatte uns der Konzern neues Agrarland versprochen. Wir sollten Hilfe bei der Infrastruktur und Wasserversorgung erhalten und entschädigt werden. Doch wenige Monate später haben sich die Versprechen als Lügen herausgestellt.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Quifel-Sprecher in Gurue in Zambézia weist die Anschuldigungen zurück. &#8222;Wir sind dabei, unseren gegenüber den Gemeinschaften eingegangenen Verpflichtungen bis spätestens Juni nachzukommen&#8220;, versichert er. &#8222;Dann wird niemand mehr den Vorwurf des Land Grabbing in Ruace erheben, vielmehr wird dann von einer nachhaltigen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und den Investoren zur Entwicklung des Agrarsektors die Rede sein.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Mahomed Valá, Beamter im Agrarministerium, gegenüber IPS berichtet, weiß die Regierung um die Beschwerden der Menschen in Ruace. Doch in diesem Stadium könne sie nichts anderes tun, als die beiden Konfliktparteien anzuhalten, in den Dialog zu treten. &#8222;In dem Streit geht es vordergründig um unerfüllte Versprechen&#8220;, räumt er ein. &#8222;Das Unternehmen hat den Menschen Land für die Wiederansiedlung, Saatgut und Infrastrukturen in Aussicht gestellt, seine Versprechen aber bisher nicht eingehalten.&#8220; (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Der Farmer Ambrosio Manjate aus dem südmosambikanischen Palmeira. Bauernverbände befürchten, dass Land für Kleinbauern wie ihn bald knapp werden könnte. (Foto: Johannes Myburgh/IPS)</p>



<p class="wp-block-paragraph">| Tags:&nbsp;<a href="https://afrika.info/newsroom/tag/Mosambik">Mosambik</a>,&nbsp;<a href="https://afrika.info/newsroom/tag/Landwirtschaft">Landwirtschaft</a>,&nbsp;<a href="https://afrika.info/newsroom/tag/Ern%C3%A4hrung">Ernährung</a>,&nbsp;<a href="https://afrika.info/newsroom/tag/Landraub">Landraub</a>,&nbsp;<a href="https://afrika.info/newsroom/tag/Land+Grabbing">Land Grabbing</a>,&nbsp;<a href="https://afrika.info/newsroom/tag/William+Mapote">William Mapote</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/viel-land-fuer-investoren-in-mosambik/">Viel Land für Investoren in Mosambik</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
	</item>
	</channel>
</rss>
