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	<title>Mali Archive | afrika.info</title>
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	<description>Den Kontinent anders sehen</description>
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	<title>Mali Archive | afrika.info</title>
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		<title>Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</title>
		<link>https://afrika.info/africa-now/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 09:30:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Programmschwerpunkt „Africa Now!“ rückt Ö1 ab Ende Oktober die Vielfalt afrikanischer Gesellschaften in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Radio Afrika International setzt der Sender dabei auf Journalist*innen aus afrikanischen Ländern, die ihre Perspektiven einbringen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/africa-now/">Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit dem Programmschwerpunkt „Africa Now!“ rückt Ö1 ab Ende Oktober die Vielfalt afrikanischer Gesellschaften in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Radio Afrika International setzt der Sender dabei auf Journalist*innen aus afrikanischen Ländern, die ihre Perspektiven einbringen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 29. Oktober 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr) – Wer über afrikanische Länder berichtet, entscheidet auch darüber, welche Geschichten erzählt werden und wer dabei zu Wort kommt. In der <a href="https://afrika.info/leistungen/vortraege-und-keynotes/afrika-berichterstattung-vortrag/" data-type="page" data-id="7087">Afrika-Berichterstattung</a> dominieren häufig Konflikte, politische Krisen und humanitäre Katastrophen. Wirtschaftliche Innovationen, kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen erhalten dagegen oft weniger Aufmerksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Radiosender Ö1 will diesen Blick mit seinem Programmschwerpunkt <a href="https://oe1.orf.at/africanow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Africa Now!“</a> erweitern. Ab 30. Oktober stehen zahlreiche Sendungen im Zeichen afrikanischer Lebenswelten, Ideen und Zukunftsperspektiven. Das Programm entsteht in Zusammenarbeit mit <a href="https://radioafrika.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Radio Afrika International</a>, das sein journalistisches Netzwerk auf dem Kontinent einbringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist dabei nicht nur die thematische Vielfalt, sondern vor allem der Zugang: Afrikanische Journalist*innen aus rund 20 Ländern berichten über Entwicklungen und Fragen, die ihre Gesellschaften beschäftigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Medienprofis aus Afrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit greift „Africa Now!“ eine grundlegende Frage der internationalen Berichterstattung auf: Wer bestimmt, welche Themen wichtig sind, und wessen Perspektiven prägen das öffentliche Bild?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ein differenziertes Verständnis afrikanischer Gesellschaften entsteht nicht allein dadurch, dass Medien häufiger über wirtschaftliche Erfolge oder kulturelle Leistungen berichten. Entscheidend ist ebenso, afrikanische Fachleute, Journalist*innen, Künstler*innen und gesellschaftliche Initiativen als eigenständige Stimmen wahrzunehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz von „Africa Now!“ entspricht einem journalistischen Grundgedanken, den auch afrika.info seit seiner Gründung verfolgt: Afrikanische Gesellschaften sollen nicht auf Krisen und Defizite reduziert werden. Ihre unterschiedlichen Erfahrungen, Interessen und Entwicklungen verdienen eine eigenständige und differenzierte Darstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür ist die Zusammenarbeit mit afrikanischen Journalist*innen dringend notwendig. Sie sind näher am Geschehen dran und haben einen anderen Blickwinkel auf die Ereignisse in ihren Ländern.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ö1 stellt elf dieser Medienprofis auf seiner Website vor:</h3>



<ul class="wp-block-list liste-mit-abstand">
<li><strong>Miriam Angil aus Kenia</strong> ist Journalistin, Moderatorin und TV-Produzentin. Mit ihrer eigenen Produktionsplattform <a href="https://sajenproductions.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sajen Productions</a> möchte sie insbesondere Geschichten und Perspektiven sichtbar machen, die in der etablierten Berichterstattung wenig Beachtung finden.</li>



<li><strong>Alhassan Bala aus Nigeria</strong> beschäftigt sich unter anderem mit Desinformation und Medienkompetenz. Er gründete die Hausa-sprachige Faktencheck-Plattform <a href="https://alkalanci.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alkalanci</a>, die Falschinformationen und Propaganda in Nordnigeria und der Sahelzone untersucht.</li>



<li><strong>Patrick Wasso aus Burundi</strong> berichtet seit vielen Jahren über Politik, gesellschaftliche Entwicklungen und grenzüberschreitenden Handel in der Region der Großen Seen. Er ist freier Jouranlist für <a href="https://www.bbc.com/gahuza" target="_blank" rel="noreferrer noopener">BBC Gahuza</a> und arbeitet unter anderem für Associated Press, France 24 und Radio France Internationale.</li>



<li><strong>Albert Oppong-Ansah aus Ghana</strong> ist auf Wissenschafts- und Umweltjournalismus spezialisiert. Seine Themen reichen vom Klimawandel über Luftverschmutzung bis zu erneuerbaren Energien. Dabei geht es ihm auch darum, politische Verantwortung sichtbar zu machen und gesellschaftliche Lösungsansätze aufzuzeigen.</li>



<li><strong>Eyasu Zekarias aus Äthiopien</strong> beschäftigt sich mit Wirtschafts- und Finanzthemen sowie Umweltpolitik. Als Journalist und Faktenchecker berichtet er über Entwicklungen in Äthiopien und den Nachbarländern.</li>



<li><strong>Henri Joël Abissi aus Benin</strong> arbeitet als Radioreporter und Videograf für den Fernsehsender <a href="https://www.youtube.com/channel/UCV2YGpOhPxNGSSw5KZ-F5wQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Canal 1 Culture</a>. Er widmet sich besonders dem kulturellen Erbe seines Landes, der ländlichen Entwicklung und lokalen Initiativen.</li>



<li><strong>Herminio José aus Mosambik</strong> lebt in Maputo und glaubt an Journalismus im Dienst der Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt seiner journalistischen Arbeit steht die Frage, wie sich politische Entscheidungen konkret auf den Alltag der Menschen auswirken.</li>



<li><strong>Jean Leonard Karuranga aus Ruanda</strong> arbeitet als Journalist, Medienproduzent und Videograf in Kigali. Darüber hinaus ist er als Videodokumentarist für das <a href="https://www.irdp.rw/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Institute of Research and Dialogue for Peace</a> (IRDP) in Kigali tätig.</li>



<li><strong>Augustin Wamenya aus der DR Kongo</strong> berichtet aus Goma in der Provinz Nord-Kivu. Seine journalistischen Schwerpunkte sind die Konflikte in der Region der Großen Seen, Umweltfragen und Sport.</li>



<li><strong>Ignatius Bahizi aus Uganda</strong> verfügt über langjährige Erfahrung im Radiojournalismus. Er beschäftigt sich insbesondere mit internationalen Beziehungen sowie politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Ostafrika.</li>



<li><strong>Venuste Alexandre Nshimiyimana</strong>, geboren in <strong>Ruanda</strong>, ist Journalist und Medienunternehmer in Belgien. Er arbeitete mehr als zwei Jahrzehnte für den BBC World Service und mehrere Jahre für Voice of America. Sein besonderes Anliegen ist es, jenseits der täglichen Schlagzeilen die unterschiedlichen gesellschaftlichen Realitäten afrikanischer Länder sichtbar zu machen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Afrikanische Perspektiven in vielen Facetten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie vielfältig diese Perspektiven sein können, zeigt das Programm. Den Auftakt bildet am 30. Oktober die Ö1-Sendung „Im Gespräch“ mit dem Wasser- und Energieexperten Paul Yillia. Er berichtet über seine Rückkehr nach Sierra Leone und seine Arbeit mit der Organisation TENN, die sich unter anderem mit Solarenergie, Trinkwasser und Stromversorgung beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im „Radiokolleg“ stehen vom 2. bis 5. November lokale Initiativen im Mittelpunkt, die wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen aufgreifen, Geschlechtergerechtigkeit fördern und neue Handlungsmöglichkeiten schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Sendungen beschäftigen sich mit der Kulturszene in Senegal, der Gnawa-Musik aus Marokko oder zeitgenössischen afrikanischen Komponistinnen. Das Technologiemagazin „matrix“ untersucht am 6. November am Beispiel Ugandas die Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen und die Frage, wer Zugang zu sensiblen Daten der Bürgerinnen erhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt beschränkt sich damit nicht auf Erfolgsgeschichten. Auch politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konflikte bleiben Teil der Berichterstattung. Sie werden jedoch um Perspektiven ergänzt, die im europäischen Medienalltag häufig zu kurz kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird dieser Ansatz in der Ö1-Reihe „Gedanken für den Tag“. Vom 2. bis 7. November kommen Menschen aus verschiedenen afrikanischen Ländern zu Wort und sprechen über ihren Alltag, ihre Hoffnungen und ihre Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit der Rolle der Medien in Mali und der Stellung von Journalistinnen in Burkina Faso, Niger und Mali. Weitere Themen sind Frauen in Wissenschaft und Entwicklung, religiöse und kulturelle Lebenswelten sowie politische und wirtschaftliche Veränderungen in der Demokratischen Republik Kongo. (Ende)</p>



<p class="afrika-hinweis wp-block-paragraph">Zum Programmschwerpunkt <a href="https://oe1.orf.at/africanow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Africa Now!&#8220;</a> auf Ö1</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Shutterstock.com</p>
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		<title>Technologie gegen den Hunger</title>
		<link>https://afrika.info/technologie-gegen-hunger-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 10:34:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von klimaresistentem Saatgut bis zu digitaler Beratung: Viele Lösungen für Afrikas Landwirtschaft gibt es bereits. Doch sie erreichen bislang zu wenige Betriebe. Debisi Araba erklärt, was ihrem breiten Einsatz im Weg steht.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Von klimaresistentem Saatgut bis zu digitaler Beratung: Viele Lösungen für Afrikas Landwirtschaft gibt es bereits. Doch sie erreichen bislang zu wenige Betriebe. Debisi Araba erklärt, was ihrem breiten Einsatz im Weg steht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Debisi Araba* | 7. Oktober 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kigali (IPS/afr) – Afrika entwickelt sich zum weltweit am schnellsten wachsenden Technologiemarkt. Sein Innovationssektor zieht zunehmend internationale Investitionen an. Die jüngste <a href="https://www.eib.org/en/press/all/2026-095-eib-commits-eur40-million-to-speedinvest-to-empower-africa-s-next-tech-champions-and-deepen-europe-african-innovation-ties" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zusage der Europäischen Investitionsbank über 40 Millionen Euro</a> für diesen Bereich unterstreicht das wachsende Vertrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der technologische Aufschwung hat einige der hartnäckigsten Probleme des Kontinents bislang jedoch nicht gelöst: Hunger, Ernährungsunsicherheit und Armut. Die landwirtschaftliche Produktivität hängt nach wie vor stärker von der Ausweitung der Anbauflächen als von Innovationen und Effizienzsteigerungen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kürzlich zu Ende gegangene <a href="https://afs-forum.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Food Systems Forum</a> in Kigali befasste sich mit Investitionen in Afrikas Agrar- und Ernährungssysteme. Im Mittelpunkt standen politische Maßnahmen, die Investitionen anziehen, die Produktivität steigern, die Widerstandsfähigkeit gegenüber komplexen Krisen stärken und die Lebengrundlagen verbessern sollen. Auch bei der neunten <a href="https://aasw.faraafrica.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Agriculture Science Week</a> in Abuja wurde eine Botschaft deutlich: Afrika muss wesentlich stärker in landwirtschaftliche Innovationssysteme und -kapazitäten investieren.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis 2050 dürfte die Bevölkerung des Kontinents auf knapp 2,5 Milliarden Menschen anwachsen. Damit würde etwa ein Viertel der Weltbevölkerung in Afrika leben. Die rasche Urbanisierung und veränderte Ernährungsgewohnheiten lassen die Nachfrage nach Lebensmitteln steigen und eröffnen erhebliche Marktchancen. Klimaschocks und ein nur langsames Produktivitätswachstum bremsen jedoch die Fortschritte bei der Ernährungssicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Produktivitätsrückstand liegt nicht an einem Mangel an vielversprechenden Technologien. Vielmehr werden vorhandene Technologien zu selten eingesetzt und ergänzende Investitionen bleiben aus. Dazu belasten hohe Transaktionskosten sowohl landwirtschaftliche Betriebe als auch Märkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Fortschritt bei der Bekämpfung von Hunger und Armut in Afrika zu beschleunigen, bedarf es daher eines koordinierten Bündels technischer, institutioneller und soziopolitischer Innovationen. Diese müssen nicht nur die Erträge steigern, sondern auch die Systeme stärken, die Produktivitätsgewinne nachhaltig sichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Politische Grundlagen für den technologischen Wandel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika verfügt bereits über tragfähige politische Rahmenwerke, die einen technologisch gestützten Wandel fördern sollen. Die <a href="https://au.int/en/agenda2063/overview" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Agenda 2063</a>, der langfristige Entwicklungsplan des Kontinents für eine nachhaltige und inklusive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung, räumt Technologie eine zentrale Rolle ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://au.int/en/documents/20200518/digital-transformation-strategy-africa-2020-2030" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Digitale Transformationsstrategie für Afrika</a> legt einen kontinentalen Rahmen fest. Digitale Technologien sollen zu inklusivem Wachstum beitragen, Arbeitsplätze schaffen, Armut verringern und die digitale Kluft verkleinern. Zugleich soll Afrika die Eigenverantwortung über seine digitale Zukunft behalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit der kürzlich verabschiedeten <a href="https://au.int/en/documents/20250109/kampala-caadp-declaration-building-resilient-and-sustainable-agrifood-systems" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kampala-Erklärung</a> bilden diese Rahmenwerke eine wichtige Grundlage, um den technologischen Fortschritt zu beschleunigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie kann Afrika nun den technologischen Sprung schaffen? Die Antwort liegt nicht in immer neuen Pilotprojekten. Vorhandene Technologien müssen systematisch verbreitet und in größerem Maßstab eingesetzt werden. Dafür braucht es abgestimmtes Handeln über Institutionen und Sektoren hinweg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste technologische Entwicklungsstufe beruht somit nicht auf einem einzelnen Durchbruch. Entscheidend ist das Zusammenspiel biologischer, digitaler, technischer, ökologischer und institutioneller Innovationen – unterstützt durch politische und wirtschaftliche Bedingungen, die Skarlierbarkeit, gerechten Zugang und Widerstandsfähigkeit ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Technologien für Afrikas Agarwandel breit einsetzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bausteine für diesen Wandel sind auf dem Kontinent bereits zu sehen. Klimaresistentes Saatgut, präzise Bewässerung, KI-gestützte Beratungsplattformen und digitale Marktplätze kommen schon heute zum Einsatz. Viele der Werkzeuge, die Produktivität und Ernährungssicherheit stärken können, sind also vorhanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Mali und Senegal verbessern KI-gestützte Geodatenanalysen beispielsweise die Vorhersage von Ernteerträgen. Das hilft landwirtschaftlichen Betrieben, vorausschauender zu planen. Digitale Beratungsplattformen in Kenia unterstützen Entscheidungen und erleichtern den Marktzugang. So können Betriebe ihre Produktivität steigern und ihre Erzeugnisse besser verkaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Fortschritte bei genetisch veränderten Nutzpflanzen, etwa trockenheitstoleranten und schädlingsresistenten Sorten, können Ertragslücken verkleinern und die Widerstandsfähigkeit stärken. In Nigeria zeigen verbesserte Mais- und Augenbohnensorten bereits messbare Produktivitätsgewinne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herausforderung besteht darin, Maßnahmen aufeinander abzustimmen und auszuweiten. Darauf weist auch der Report <a href="https://www.resakss.org/sites/default/files/ATOR_2025_Full%20Report.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">“Moving the Technology Frontiers in African Agrifood Systems”</a> der panafrikanischen Forschungsorganisation AKADEMIYA2063 hin. Der Bericht fordert gezielte Eingriffe im gesamten Agrar- und Ernährungssystem, damit bestehende und neue Technologien häufiger und wirksamer genutzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Afrikas Weg zur technologischen Führungsrolle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika verfügt über immer mehr Technologien und Lösungen, die einander ergänzen. Damit aus diesem Potenzial Fortschritte im gesamten Agrar- und Ernährungssystem werden, muss der Kontinent Maßnahmen in fünf Bereichen koordinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erstens: in Innovationssysteme investieren.</strong> Zukunftstechnologien lassen sich ohne leistungsfähige wissenschaftliche Einrichtungen, verlässliche Finanzierung in Forschung und Entwicklung sowie kohärente Regulierungssysteme nicht breit einsetzen. Die Skalierung neuer Technologien erfordert langfristige öffentliche Investitionen und regionale Zusammenarbeit, nicht punktuelle Pilotprojekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zweitens: Technologien strukturiert und inklusiv verbreiten.</strong> Diese setzen sich besonders gut durch, wenn sie über vertrauenswürdige Netzwerke zugänglich werden. Digital vernetzte Erzeugerorganisationen, eine gestärkte landwirtschaftliche Beratung sowie Dienstleistungsmodelle für Maschinen und Bewässerung können die Nachfrage bündeln und Zugangskosten senken. Sie können auch sicherstellen, dass benachteiligte Gruppen und kleinbäuerliche Betriebe nicht von den Vorteilen der Innovation ausgeschlossen werden</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drittens: digitale Infrastruktur und Klimadaten ausbauen.</strong> Präzisionslandwirtschaft, digitale Zwillinge und KI-gestützte Prognosen benötigen verlässliche Geodaten, Wettermessnetze, miteinander kompatible Datenstandards und Internetverbindungen in ländlichen Gebieten. Öffentliche digitale Infrastruktur wird für die Landwirtschaft ebenso wichtig wie Straßen und Bewässerungskanäle.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viertens: Klimaanpassung zum festen Bestandteil technologischer Strategien machen.</strong> Dürreresistente Nutzpflanzen, solarbetriebene Bewässerung, wassersparende Produktionssysteme, emissionsarme Tierhaltung und Innovationen für eine kreislauforientierte Bioökonomie sind keine bloßen Ergänzungen. Sie sind Voraussetzungen für widerstandsfähiges Wachstum auf einem Kontinent, der besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fünftens: Regierungsführung und Rechenschaftspflicht müssen mit dem Innovationstempo Schritt halten.</strong> Für den Umbau der afrikanischen Agrar- und Ernährungssysteme werden bis 2030 schätzungsweise jährlich <a href="https://www.mamopanel.org/news/press-release/2025/aug/7/new-report-outlines-innovative-finance-strategies-/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">77 Milliarden US-Dollar</a> benötigt. Koordinierte öffentlich-private Partnerschaften, harmonisierte Regulierungsrahmen und transparente Kontrollsysteme werden entscheidend sein, um privates Kapital zu mobilisieren, die Produktivität zu steigern, Innovationen auszuweiten und Reformen nachhaltig zu gestalten. Die landwirtschaftlichen Betriebe müssen dabei im Mittelpunkt stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinen riesigen Ackerflächen, jungen Arbeitskräften und wachsenden digitalen Kompetenzen ist Afrika in einer einzigartigen Position, um klimafreundliche und ressourcenschonende Modelle der Landwirtschaft zu entwickeln. Für den Wandel seiner Ernährungssysteme braucht der Kontinent keine neue Welle bahnbrechender Erfindungen. Er braucht den entschlossenen Übergang von vereinzelten Anwendungen zu einer Modernisierung des gesamten Systems. Die Aufgabe besteht nicht mehr darin, nur am Rand Neues auszuprobieren, sondern das System im großen Maßstab neu zu gestalten. (Ende)</p>



<p class="afrika-ubuntu-werte wp-block-paragraph"><strong>Dr. Debisi Araba</strong> ist Experte für Politik, Innovation und Strategie. Seit September 2025 leitet er als Geschäftsführer die panfafrikanische Forschungsorganisation <a href="https://akademiya2063.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AKADEMIYA2063</a> in Kigali. Zuvor war er als Senior Consultant bei der Afrikanischen Entwicklungsbank tätig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Shutterstock.com</p>
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		<title>Afrika-Cup &#8211; das Finale</title>
		<link>https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:02:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des Africa Cup of Nations live in einem interkulturellen Umfeld.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="h-public-viewing-und-come-together">Public Viewing und Come Together</h2>



<pre class="wp-block-verse"><strong>Termin:</strong> 18. Jänner 2026, 19:00 Uhr<br><strong>Ort:</strong> Afro-Asiatisches Institut, Imaculada, Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg<br><strong>Eintritt:</strong> frei</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des <strong>Africa Cup of Nations</strong> live in einem interkulturellen Umfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Können die Kicker der Côte d&#8217;Ivoire den Titel aus 2024 verteidigen? Oder holt die Heimmannschaft Marokko den begehrten Pokal? Oder sorgt gar ein krasser Außenseiter wie Simbabwe oder Botswana für eine Überraschung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 35. Africa Cup findet vom <strong>21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko</strong> statt. Das Land wird damit nach 1988 das zweite Mal Gastgeber des Turniers sein. Insgesamt werden von den 24 teilnehmenden Nationen 52 Spiele ausgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Finale wird am 18. Jänner 2026</strong> im neu errichteten Stade Moulay Abdallah in Rabat ausgetragen. Anpfiff: 20:00 Uhr</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-teilnehmende-nationalteams">Teilnehmende Nationalteams</h2>



<figure class="wp-block-table is-style-regular has-regular-font-size"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe A</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe B</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe C</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4816" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Marokko.svg_.webp" alt="Marokko Flagge"> Marokko</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4824" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aegypten.svg_.webp" alt="Ägypten Flagge"> Ägypten</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4828" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Nigeria.svg_.webp" alt="Nigeria Flagge"> Nigeria</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4817" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mali.svg_.webp" alt="Mali Flagge"> Mali</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4825" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Suedafrika.svg_.webp" alt="Südafrika Flagge"> Südafrika</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4829" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tunesien.svg_.webp" alt="Tunesien Flagge"> Tunesien</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4819" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sambia.svg_.webp" alt="Sambia Flagge"> Sambia</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4826" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Angola.svg_.webp" alt="Angola Flagge"> Angola</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4830" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Uganda.svg_.webp" alt="Uganda Flagge"> Uganda</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="9" class="wp-image-4820" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Komoren.svg_.webp" alt="Komoren Flagge"> Komoren</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4827" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Simbabwe.svg_.webp" alt="Simbabwe Flagge"> Simbabwe</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4831" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tansania.svg_.webp" alt="Tansania Flagge"> Tansania</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe D</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe E</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe F</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4832" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Senegal.svg_.webp" alt="Senegal Flagge"> Senegal</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4836" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Algerien.svg_.webp" alt="Algerien Flagge"> Algerien</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4840" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Cote-d-Ivoire.svg_.webp" alt="Côte d'Ivoire Flagge"> Côte d&#8217;Ivoire</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4833" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-DR-Kongo.svg_.webp" alt="DR Kongo Flagge"> DR Kongo</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4837" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Burkina-Faso.svg_.webp" alt="Burkina Faso Flagge"> Burkina Faso</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4841" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Kamerun.svg_.webp" alt="Kamerun Flagge"> Kamerun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4834" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Benin.svg_.webp" alt="Benin Flagge"> Benin</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4838" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aequatorialguinea.svg_.webp" alt="Äquatorialguinea Flagge"> Äquatorialguinea</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4842" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Gabun.svg_.webp" alt="Gabun Flagge"> Gabun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4835" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Botswana.svg_.webp" alt="Botswana Flagge"> Botswana</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4839" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sudan.svg_.webp" alt="Sudan Flagge"> Sudan</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4843" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mosambik.svg_.webp" alt="Mosambik Flagge"> Mosambik</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Veranstaltung von Welthaus Graz in Kooperation mit afrika.info, Afrika Plattform Salzburg, Afro-Asiatisches Institut Graz, Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Katholische Hochschuljugend, Katholische Hochschulgemeinde und Fachbereich Weltkirche</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/">Afrika-Cup &#8211; das Finale</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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		<title>Leben in der Zentralsahara</title>
		<link>https://afrika.info/veranstaltungen/tuareg-leben-in-der-zentralsahara/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2024 13:45:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nomadismus]]></category>
		<category><![CDATA[Tuareg]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralsahara]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit den nachhaltigen Strategien der Tuareg beschäftigt sich der Vortrag von Anja Fischer am 21. November 2024 in Salzburg.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Nachhaltige Strategien von Tuareg-Nomad*innen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im nördlichen Afrika leben circa zwei Millionen <strong>Tuareg</strong> auf ungefähr zwei Millionen Quadratkilometer extrem trockener Wüstenlandschaft und über mehrere Staaten (Mali, Algerien, Niger, Libyen, Burkina Faso) verteilt. Ihr Lebensstil ist minimalistisch und nachhaltig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tuareg haben für einen solch extremen Lebensraum Strategien entwickelt, wie z. B. ein effektives Transport- bzw. Recycling-System. Ihre Raumnutzung ist streng reglementiert und gleichzeitig optimiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem Vortrag wird <strong>Dr. Anja Fischer</strong> Einblicke in die nachhaltigen Strategien der Tuareg-Nomad*innen geben. Fischer unterrichtet am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien. Von 2002 bis 2012 lebte und forschte sie jeden Winter mehrere Monate bei Tuareg-Nomad*innen in der Zentralsahara. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2016 war Anja Fischer als Konsulentin für die UNHCR in Tuareg-Flüchtlingslagern in Burkina Faso tätig. 2022 kuratierte sie eine Tuareg-Ausstellung am Nationalmuseum von Katar.  Sie betreibt die Webseite <a href="http://imuhar.eu/site/de/home.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.imuhar.eu</a>.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Termin:</strong> Donnerstag, 21. November 2024, 19:00 Uhr</li>



<li><strong>Ort:</strong> Afro-Asiatisches Institut, Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg (EG); die Veranstaltung wird auch gestreamt: <a href="https://aai.plus/webinar" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://aai.plus/webinar</a></li>



<li><strong>In Kooperation mit:</strong> Afro-Asiatisches Institut Salzburg</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> © Anja Fischer</p>
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		<title>Gruppe Wagner weitet Aktivitäten in Afrika aus</title>
		<link>https://afrika.info/gruppe-wagner-weitet-aktivitaeten-in-afrika-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 May 2023 07:39:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://afrika.info/?p=2505</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Söldner der Gruppe Wagner haben seit 2017 in fünf afrikanischen Ländern militärische Operationen durchgeführt. Das private russische Militärunternehmen verfolgt aber auch zunehmend politische und wirtschaftliche Interessen auf dem Kontinent.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Fawzia Moodley und Martin Sturmer | 30. Mai 2023</p>



<p class="wp-block-paragraph">Johannesburg/Oberndorf bei Salzburg (IPS/afr). Die Söldner der Gruppe Wagner haben seit 2017 in fünf afrikanischen Ländern militärische Operationen durchgeführt. Das private russische Militärunternehmen verfolgt aber auch zunehmend politische und wirtschaftliche Interessen auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der US-Denkfabrik &#8222;<a href="https://russianpmcs.csis.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Center for Strategic &amp; International Studies</a>&#8220;  waren russische Privatarmeen in den letzten zehn Jahren in 18 afrikanischen Staaten aktiv. Die bekannteste unter ihnen ist die Gruppe Wagner, die seit der Invasion in der Ukraine für internationale Schlagzeilen sorgt. Der Einfluss des privaten Militärunternehmens in Afrika geht mittlerweile weit über Sicherheitsfragen hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die “Global Initiative Against Transnational Organized Crime” hat kürzlich die Studie “<a href="https://globalinitiative.net/wp-content/uploads/2023/02/J-Stanyard-T-Vircoulon-J-Rademeyer-The-Grey-Zone-Russias-military-mercenary-and-criminal-engagement-in-Africa-GITOC-February-2023.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Grey Zone: Russia&#8217;s Military, Mercenary and Criminal Engagement in Africa</a>” veröffentlicht. Der Bericht macht deutlich, dass die Gruppe Wagner bereits seit dem Jahr 2017 in Afrika aktiv ist. Seitdem hat das Militärunternehmen Truppen in fünf Länder entsandt: Libyen, Mali, Mosambik, Sudan und die Zentralafrikanische Republik.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Längst beschränkt sich aber die Gruppe Wagner nicht mehr auf militärische Interventionen. Die Studie zeigt, dass es zunehmend auch um politischen und wirtschaftlichen Einfluss geht. Im Interview mit der Nachrichtenagentur IPS sagt Julia Stanyard, Co-Autorin der Studie, dass die Gruppe Wagner mittlerweile ein Netzwerk an politisch einflussreichen Unternehmen, wie z. B. Bergbaufirmen, unterhalte: “Sie zielt offenbar auf instabile Regierungen ab, die in Bürgerkriege verwickelt sind, bildet Bündnisse mit der herrschenden Elite und bietet ihnen militärische Unterstützung und Waffen an.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wagner in der Zentralafrikanischen Republik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So geschehen in der Zentralafrikanischen Republik, wo sich die Regierung gegen mehrere Rebellenarmeen zur Wehr setzt. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im März 2016 wandte sich Präsident Faustin-Archange Touadéra an Russland.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem Treffen des russischen Außenministers Sergei Lawrow und Touadéra in Sotschi im Oktober 2017, wurden zunächst russische Militärausbilder entsandt und Waffen geliefert. Kurz darauf folgten die ersten Wagner-Truppen: Laut <a href="https://www.theguardian.com/world/2023/feb/02/wagner-mercenaries-sustain-losses-in-fight-for-central-african-republic-gold" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schätzungen des britischen Guardian</a> waren seit 2018 an die 1.000 Söldner der russischen Privatarmee in der Zentralafrikanischen Republik stationiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens seit der Präsidentschaftswahl im Dezember 2020 sichert die Gruppe Wagner Faustin-Archange Touadéra das politische Überleben. Gemeinsam mit Truppen der ruandischen Armee blockierten die Söldner zunächst den Vormarsch von Rebellen auf die Hauptstadt Bangui. Im Anschluss führten sie von Jänner bis März 2021 eine erfolgreiche Gegenoffensive durch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lukratives Geschäft mit Diamanten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenzug erhielt die Gruppe Wagner von der zentralafrikanischen Regierung Wirtschafts- und Bergbaukonzessionen. Ein Beispiel ist das 2019 gegründete Unternehmen Diamville, das im Diamantenhandel aktiv ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer <a href="https://drive.google.com/file/d/1RyxkBKTP7BEVEtoQ3LV0jzxzJFrelHbJ/view?usp=sharing" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Recherche</a> des Mediennetzwerks “European Investigative Collaborations” (EIC), der französischen Organisation “All Eyes on Wagner” und dem britischen “Dossier Center” zufolge, gehört Diamville der Gruppe Wagner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht belegt, dass der Handel mit Diamanten für die Gruppe Wegner ein lukratives Geschäft ist: Zwischen Oktober 2019 und Jänner 2022 wurden knapp 1.000 Karat exportiert &#8211; der Großteil davon ging nach Dubai. Der Wert der Diamanten liegt bei zwölf Millionen US-Dollar.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gräueltaten an Zivilist*innen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von Menschenrechtsorganisationen werden der Gruppe Wagner zahlreiche Gräueltaten gegen Zivilist*innen vorgebrochen. Laut dem deutschen Nachrichtenmagazin “<a href="https://www.spiegel.de/ausland/wagner-gruppe-wie-die-russische-soeldnergruppen-mit-diamanten-aus-afrika-geschaefte-macht-a-18c4f0ea-d74d-43c4-a121-9132d6347f2a" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Spiegel</a>” überfielen die Söldner Dörfer, raubten, brandschatzten und mordeten. Mehr als 750 Zivilist*innen sollen ihnen bereits zum Opfer gefallen sein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe Wagner mit Sitz in St. Petersburg wurde 2014 gegründet. Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bis 2019 hat Prigoschin die Existenz der Privatarmee abgestritten. Erst 2022 räumte er ein, die Truppe gegründet zu haben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben militärischen Einsätzen ist die Gruppe Wagner auch an russischen Desinformations- und Progagandakampagnen aktiv.&nbsp; Die NGO <a href="https://lens.civicus.org/russias-boots-on-the-ground-in-africa/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Civicus</a> mit Sitz in Johannesburg warnt auch davor, dass die Söldnerarmee Maßnahmen gegen die Zivilgesellschaft setzt. In der Zentralafrikanischen Republik lässt Präsident Touadéra kritische Stimmen unterdrücken. “Humanitäre Helfer und unabhängige Journalisten zählen zu den Opfern von Gewalt und Einschüchterung durch Wagner-Truppen”, berichtet die NGO. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Angehörige der Gruppe Wagner schützen den Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik Faustin-Archange Touadéra (Foto: Clément Di Roma/VOA, gemeinfrei, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=115316332" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Link</a>).</p>
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		<title>Afrikas Grüne Mauer wächst zu langsam</title>
		<link>https://afrika.info/afrikas-gruene-mauer-waechst-zu-langsam/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 13:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Dschibuti]]></category>
		<category><![CDATA[Eritrea]]></category>
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		<category><![CDATA[Great Green Wall]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 15 Jahren wurde die Great Green Wall Initiative gegründet. Geht es nach dem Willen der Initiator*innen, soll Afrikas Grüne Mauer nach ihrer geplanten Fertigstellung im Jahr 2030 als neues Weltwunder gelten. Die bislang erzielten Fortschritte sind aber zu gering, um den Plan einhalten zu können.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 3. März 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr). Vor 15 Jahren wurde die Great Green Wall Initiative gegründet. Geht es nach dem Willen der Initiator*innen, soll Afrikas Grüne Mauer nach ihrer geplanten Fertigstellung im Jahr 2030 als neues Weltwunder gelten. Die bislang erzielten Fortschritte sind aber zu gering, um den Plan einhalten zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikas Grüne Mauer &#8211; das ist ein 15 Kilometer breiter Grüngürtel, der sich auf einer Länge von über 8.000 Kilometern vom Senegal im Westen bis nach Dschibuti im Osten erstrecken soll. Das Ziel der <a href="https://www.greatgreenwall.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Great Green Wall Initiative</a> (GGWI) lautet, die verwüsteten Landschaften Afrikas zu rekultivieren und das Leben von Millionen von Menschen zu verbessern.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="940" height="788" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/great-green-wall-path-and-countries-edit.png" alt="" class="wp-image-1646" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/great-green-wall-path-and-countries-edit.png 940w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/great-green-wall-path-and-countries-edit-300x251.png 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/great-green-wall-path-and-countries-edit-768x644.png 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/great-green-wall-path-and-countries-edit-640x537.png 640w" sizes="auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px" /><figcaption>Verlauf von Afrikas Grüner Mauer: Die dunkelgrün eingefärbten Länder markieren die Gründungsmitglieder der GGWI, die Staaten in hellgrün sind seit dem Jahr 2010 dazugekommen. (Infografik: afrika.info, Canva)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der<a href="https://www.unccd.int/actions/great-green-wall-initiative" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung</a> (UNCCD) &#8211; einem Schlüsselpartner der GGWI &#8211; wird die enorme Aufpflanzung 250 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre binden und zehn Millionen grüne Arbeitsplätze schaffen. Im Endausbau soll die Great Green Wall mit einer Fläche von 100 Millionen Hektar an wiederhergestelltem Land dreimal so groß sein wie das Great-Barrier-Riff vor der Nordostküste Australiens. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GGWI wurde Ende Jänner 2007 von der Afrikanischen Union ins Leben gerufen (<a href="https://au.int/sites/default/files/decisions/9556-assembly_en_29_30_january_2007_auc_the_african_union_eighth_ordinary_session.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Decision 137/VIII</a>). Laut aktuellem<a href="https://static1.squarespace.com/static/564a15a0e4b0773edf86e3b4/t/61405d535bb5817a154b1ea0/1631608150286/GGW+Factsheet+V2.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Factsheet</a> der Initiative konnten in den letzten 15 Jahren 17,8 Millionen Hektar Land rekultiviert werden. Knapp 18 Prozent des Vorhabens seien also bereits umgesetzt, so die GGWI.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="irrefuhrende-zahlen">Irreführende Zahlen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nick Pasiecznik (Stiftung Tropenbos International, Niederlande) und Chris Reij (World Resources Institute, Washington DC) zeigen sich in einem <a href="https://www.welthungerhilfe.de/welternaehrung/rubriken/entwicklungspolitik-agenda-2030/gruener-guertel-entlang-der-sahara/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beitrag für das Fachjournal Welternährung</a> der Welthungerhilfe pessimistisch, dass das Projekt bis 2030 fertiggestellt werden kann. Die beiden Experten schreiben, dass in den beteiligten Staaten pro Jahr gemeinsam nur eine Million Hektar wieder begrünt wird. Bei diesem Tempo würde es also noch 82 Jahre dauern, bis Afrikas Grüne Mauer die geplante Dimension erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch der von der GGWI genannte Fortschritt ist irreführend. Die 17,8 Millionen Hektar beziehen sich nämlich nicht auf das eigentliche Kerngebiet sondern auf die gesamte GWWI-Region, die mittlerweile 21 Staaten umfasst. Als Kernzone wurden Trockengebiete in den elf Gründungsländern mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von maximal 400 Millimeter definiert. Ab dem Jahr 2010 wurde aber der Ansatz erweitert: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;weg vom Pflanzen eines Baumgürtels quer durch die Wüste – und hin zu einer geförderten Begrünung und der nachhaltigen Bodenbewirtschaftung in einem größeren Gebiet, das auch gemäßigt feuchte Regionen weiter südlich einschließt.&#8220;</p><cite>Nick Pasiecznik, Chris Reji in <a href="https://www.welthungerhilfe.de/welternaehrung/rubriken/entwicklungspolitik-agenda-2030/gruener-guertel-entlang-der-sahara/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Welternährung</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen beinhalten also auch Begrünungsmaßnahmen in jenen zehn Ländern, die nicht zur Kernzone zählen. Zieht man aber nur das ursprüngliche Vorhaben in Betracht, dann wurden laut <a href="https://catalogue.unccd.int/1551_GGW_Report_ENG_Final_040920.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Statusbericht</a> der UNCCD bis 2019 lediglich 3,6 Millionen Hektar Land rekultiviert. Damit beträgt der eigentliche Fertigsstellunggrad bemessen am Zielwert von 100 Millionen Hektar nicht einmal vier Prozent.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="tabelle-rekultivierte-flache-in-den-elf-ggwi-grundungsstaaten">Tabelle: Rekultivierte Fläche in den elf GGWI-Gründungsstaaten</h3>



<div class="wp-block-columns are-vertically-aligned-center is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<figure class="wp-block-table is-style-regular"><table><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Staat</th><th class="has-text-align-center" data-align="center">Interventionsfläche in Hektar</th><th class="has-text-align-center" data-align="center">Rekultivierte Fläche in Hektar</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Äthiopien</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">13.200.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2.006.000</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Burkina Faso</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">13.300.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">53.000</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Djibouti</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">340.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">130</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Eritrea</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">12.400.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">501.000</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Mali</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">44.400.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">6.000</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Mauretanien</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">1.650.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">3.400</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Niger</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">47.300.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">809.000</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Nigeria</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">17.400.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">3.000</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Senegal</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">800.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">119.000</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Sudan</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">2.300.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">88.000</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Tschad</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">3.000.000</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">16.000</td></tr></tbody><tfoot><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><strong>Gesamt</strong></td><td class="has-text-align-center" data-align="center"><strong>156.090.000</strong></td><td class="has-text-align-center" data-align="center"><strong>3.604.530</strong></td></tr></tfoot></table><figcaption>Quelle: <a href="https://catalogue.unccd.int/1551_GGW_Report_ENG_Final_040920.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UNCCD</a></figcaption></figure>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading" id="mehr-geld-fur-die-umsetzung">Mehr Geld für die Umsetzung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Fertigstellung von Afrikas Grüner Mauer bis 2030 erfolgen soll, dann muss die Rekultivierung der Böden deutlich schneller erfolgen als derzeit. Um den Zeitplan zu halten, braucht es laut UNCCD jährlich 3,6 Milliarden US-Dollar bis 4,6 Milliarden US-Dollar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. Jänner 2021 wurden beim <a href="https://www.un.org/sustainabledevelopment/blog/2021/01/one-planet-summit-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">One Planet Summit</a> in Paris 14,3 Milliarden US-Dollar zugesagt. Diese Summe hat sich UNCCD-Angaben mittlerweile auf über 19 Milliarden US-Dollar erhöht.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="The Great Green Wall | Offizieller Trailer OmU Deutsch HD | Jetzt im Kino | Earth Day" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/gCl05qDDacc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Trailer von &#8222;The Great Green Wall&#8220; mit Inna Modja</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die UNCCD versucht indes auch, weltweit die Öffentlichkeit für Afrikas Grüne Mauer stärker zu sensibilisieren und weitere Unterstützung von öffentlichen und privaten Geldgeber*innen zu erhalten. Im Zentrum der Kampagne &#8222;Growing a World Wonder&#8220; steht der Film &#8222;The Great Green Wall&#8220;, der die malische Sängerin Inna Modja auf ihrer Reise durch den Sahel begleitet. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Afrikas Grüne Mauer schreitet voran &#8211; allerdings zu langsam, um die geplante Fertigstellung bis 2030 zu erreichen. (Foto: Great Green Wall Initiative)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/afrikas-gruene-mauer-waechst-zu-langsam/">Afrikas Grüne Mauer wächst zu langsam</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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		<item>
		<title>Corona in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 14:19:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Daten zur Corona-Pandemie in Afrika - vom Auftreten des ersten Falls am 14. Februar 2020 in Ägypten bis zum Ende der Datenerfassung am 5. März 2023.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/corona/">Corona in Afrika</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#eae9e3"><strong>Datenerfassung beendet</strong><br><br>Nach über drei Jahren haben wir das Projekt am 5. März 2023 beendet. Hintergrund für die Entscheidung war, dass nach der Einstellung der Datenerfassung durch die <a href="https://coronavirus.jhu.edu/map.html">John Hopkins University</a> (per 10. März 2023) und <a href="https://africacdc.org/covid-19/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa CDC</a> (per 1. Jänner 2023) keine ausreichende Grundlage mehr gegeben war.<br></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://afrika.info/corona/chronik/">Chronik einer Ausbreitung: 14. Februar 2020 (erster Corona-Fall in Afrika) bis 5. März 2023</a></li>



<li><a href="https://afrika.info/corona/hintergrund/">Hintergrund zum Datenerfassungsprojekt von afrika.info</a></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Stand: 5. März 2023</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button has-custom-font-size is-style-fill" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>12.267.951</strong><br>(+5.319 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>257.774 Todesfälle</strong><br>(+16 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-green-cyan-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>11.893.778 genesene Personen</strong><br>(+11.288 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>116.399 aktive Fälle</strong><br>(-5.985 zur Vorwoche)</a></div>
</div>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="epidemiologische-kurve">Epidemiologische Kurve</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die epidemiologische Kurve zeigt den täglichen Zuwachs an positiv getesteten Personen. Der Übersichtlichkeit halber werden die wöchentlichen Durchschnittswerte dargestellt.</p>



<iframe title="Epidemiologische Kurve für Afrika (Wochenschnitt)" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-nFw1H" src="https://datawrapper.dwcdn.net/nFw1H/91/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="800" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="7-tage-inzidenz-in-afrikanischen-staaten">7-Tage-Inzidenz in afrikanischen Staaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 7-Tage-Inzidenz beträgt für den gesamten Kontinent derzeit <strong>0,37</strong> (+0,14 zur Vorwoche). Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Südafrika (5,73). Dahinter folgen Eswatini (5,71), Mauritius (2,73), Botswana (2,62) und Sambia (1,54). 19 afrikanische Staaten haben in der letzten Woche ihre Infektionszahlen nicht aktualisiert.</p>



<iframe title="Karte: Das Coronavirus in Afrika" aria-label="Karte" id="datawrapper-chart-y4fZm" src="https://datawrapper.dwcdn.net/y4fZm/421/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="538" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px"}}}))}();
</script>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-default"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="entwicklung-der-aktiven-corona-infektionen">Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen</h2>



<iframe title="Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen in Afrika" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-GZgId" src="https://datawrapper.dwcdn.net/GZgId/432/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="600" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<h2 class="wp-block-heading" id="die-wichtigsten-zahlen-im-zeitlichen-verlauf">Die wichtigsten Zahlen im zeitlichen Verlauf</h2>



<iframe title="Tabelle: Coronavirus in Afrika" aria-label="Tabelle" id="datawrapper-chart-0hxhf" src="https://datawrapper.dwcdn.net/0hxhf/405/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="1634" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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		<item>
		<title>Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel</title>
		<link>https://afrika.info/erfolge-im-kampf-gegen-den-klimawandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2018 16:33:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Mauritius]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Sam Otieno]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test.afrika.info/?p=804</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kein anderer Kontinent ist so stark vom Klimawandel betroffen wie Afrika. Vor allem die landwirtschaftliche Produktion und damit die Ernährungssicherheit der Bevölkerung sind enorm unter Druck geraten. Die Verbreitung neuer Technologien macht aber Hoffnung. Einige Länder haben erstaunliche Erfolge vorzuweisen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/erfolge-im-kampf-gegen-den-klimawandel/">Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Sam Otieno&nbsp;| 22. Mai 2018</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nairobi (IPS/afr). Kein anderer Kontinent ist so stark vom Klimawandel betroffen wie Afrika. Vor allem die landwirtschaftliche Produktion und damit die Ernährungssicherheit der Bevölkerung sind enorm unter Druck geraten. Die Verbreitung neuer Technologien macht aber Hoffnung. Einige Länder haben erstaunliche Erfolge vorzuweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das&nbsp;<a href="https://www.ctc-n.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Climate Technology Centre and Network</a>&nbsp;(CTCN) der UNIDO und die internationale Forschungseinrichtung&nbsp;<a href="http://www.worldagroforestry.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">World Agroforestry Centre</a>&nbsp;(ICRAF) unterstützen afrikanische Länder dabei, fundierte Politik-, Technologie- und Investitionsentscheidungen im Kampf gegen den Klimawandel zu treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Biogas über Solaranlagen bis hin zu verbessertem Wasserschutz &#8211; auf dem Kontinent gibt es mittlerweile zahlreiche Erfolgsgeschichten zu vermelden. Die zukünftige Herausforderung besteht laut Experten eher darin, die positiven Erfahrungen aus Pilotprojekten breitenwirksam umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der Vereinten Nationen loben die Fortschritte, die afrikanische Länder erzielt haben. Trotz vergleichsweise niedriger Budgets werden enorme Anstrengungen unternommen, um den Kampf gegen den Klimawandel durch den Einsatz von neuen Technologien zu verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jukka Uosukainen, Direktor von CTCN, betont, dass Innovationen bereits jetzt die Geschicke der Menschen auf dem Kontinent verändern. So habe Mali beispielsweise in ländlichen Gebieten wie Koutiala im Süden des Landes durch die Veränderung von Anbautechniken die Menge der Wasserabflüsse je nach Bodentyp auf bis zu 50 Prozent reduzieren können. &#8222;Dies hat den Ernteertrag in einem Gebiet, das von einer schweren Dürre betroffen war, verbessert und die Qualität der Lebensgrundlagen aufgrund eines Anstiegs des Einkommens erhöht&#8220;, sagt Uosukainen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="fortschritte-bei-erneuerbaren-energien">Fortschritte bei erneuerbaren Energien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien erzielen afrikanische Länder gewaltige Fortschritte. Laut der&nbsp;<a href="http://www.irena.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Internationalen Agentur für erneuerbare Energien</a>&nbsp;(International Renewable Energy Agency, IRENA) könnte die installierte Kapazität erneuerbarer Energien in Afrika bis zum Jahr 2030 um 290 Prozent steigen. Zum Vergleich: Für Asien und Lateinamerika werden Steigerungsraten von 161 Prozent bzw. 43 Prozent prognostiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Senegal wurde massiv in die Anschaffung von Biogas-Fermentern investiert, um einen schnelleren Zugang zu sauberer Energie zu ermöglichen. In Mauritius werden Technologien zur Wärmerückgewinnung eingesetzt, die in Industrieanlagen die Abwärme von Gasen zur Erhitzung des Speisewassers nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko setzt zunehmend auf Photovoltaik. Das gigantische Solarkraftwerk Noor Ouarzazate IV umfasst 137 Quadratkilometer und erzeugt 582 Megawatt erneuerbare Energie für mehr als eine Million Menschen. Bis ins Jahr 2020 will Marokko den Anteil an erneuerbarer Energie auf beeindruckende 42 Prozent erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kenia wurden in&nbsp;<a href="https://afrika.info/kenia-strom-aus-dampf/">Olkaria</a>&nbsp;südlich von Naivasha Geothermieanlagen mit einer Leistung von 630 Megawatt in Betrieb genommen, die Strom für 500.000 Haushalte und 300.000 kleine und mittlere Unternehmen liefern. Laut Angaben von Analysten hat Kenia allein das Potenzial, aus seinen geothermischen Ressourcen bis zu 10.000 Megawatt Energie zu erzeugen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="agroforstwirtschaft-auf-dem-vormarsch">Agroforstwirtschaft auf dem Vormarsch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">ICRAF-Generaldirektor Tony Simons sagt, dass die meisten afrikanischen Länder saubere Energietechnologien als Teil ihrer Umweltlösungen wählen. ICRAF unterstützt diese Bemühungen durch Projekte der Agroforstwirtschaft, die Elemente der Landwirtschaft mit jenen der Forstwirtschaft kombiniert. Dabei werden Bäume und landwirtschaftliche Nutzpflanzen auf einer Fläche integriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorteile der Agroforstwirtschaft liegen auf der Hand: Boden- und Wassererosion werden vermindert. Der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid wird reduziert. Das Landschaftsbild wird aufgewertet, da es vielgestaltiger wirkt als eintönige Monokulturflächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ostafrikanischen Ländern wurden im Rahmen des ICRAF-Projekts “Trees for Food Security” umfangreiche Forschungsarbeiten durchgeführt, um die idealen Baumarten für die Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität zu finden und gleichzeitig die Ernährungssicherheit der Bevölkerung zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="satelliten-uberwachen-weidegebiete">Satelliten überwachen Weidegebiete</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia hat unter dem Titel &#8222;Green Water&#8220; Projekte initiiert, welche die Wasserknappheit eindämmen und eine effizientere Nutzung ermöglichen sollen. Dadurch konnte n trockenen und halbtrockenen Gebieten eine regelmäßige Wasserversorgung zur Bewirtschaftung von Farmen geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein positiver Nebeneffekt von &#8222;Green Water&#8220; ist, dass die Konflikte um Wasser zurückgingen. In den trockenen Gebieten des Landes war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen um den Zugang zur lebensnotwendigen Ressource gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einen anderen Zugang setzt das &#8222;Kenya Livestock Insurance Program&#8220; (KLIP). Für die nördlichen Teile des Landes wurde ein satellitenbasiertes Versicherungsmodell ins Leben gerufen, um Bauern vor dem Verlust von Nutztieren zu schützen. Ein Satellit beobachtet laufend die Qualität der Weidegebiete. Im Ernstfall werden rechtzeitig Versicherungszahlungen getätigt, damit die Tiere der Landwirte nicht verenden. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> In Olkaria in Kenia wird seit 1981 Energie aus dem extrem heißen Wasserdampf aus der Erdkruste gewonnen. (Foto: Shutterstock.com)</p>
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		<title>Tuareg wollen ein demokratisches Mali</title>
		<link>https://afrika.info/tuareg-wollen-ein-demokratisches-mali/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Aug 2014 14:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Azawad]]></category>
		<category><![CDATA[Karlos Zurutuza]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Regierung von Mali und Tuareg-Rebellen von Azawad, einem Gebiet im Norden des westafrikanischen Landes, haben in Algier erneut Friedensgespräche geführt. Über die politischen Ziele der Tuareg-Rebellen sprach IPS exklusiv mit Moussa Ag Assarid, Sprecher der Nationalen Bewegung für die Befreiung von Azawad (MNLA).</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Karlos Zurutuza | 4. August 2014</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lekorne, Frankreich (IPS/afr). Die Regierung von Mali und Tuareg-Rebellen von Azawad, einem Gebiet im Norden des westafrikanischen Landes, haben in Algier erneut Friedensgespräche geführt. Über die politischen Ziele der Tuareg-Rebellen sprach IPS exklusiv mit Moussa Ag Assarid, Sprecher der Nationalen Bewegung für die Befreiung von Azawad (MNLA).</p>



<p class="wp-block-paragraph">2012 hatten die Aufständischen das Territorium nach der Vertreibung der malischen Armee für unabhängig erklärt. &nbsp;&#8222;Wir wollen einen demokratischen, säkularen und multiethnischen Tuareg-Staat&#8220;, sagte Moussa Ag Assarid.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Beratungen vom 16. bis 24. Juli zwischen der Regierung in Bamako und Repräsentanten von sechs bewaffneten Gruppen aus dem Norden Malis waren Diplomaten aus Mauretanien, dem Niger, dem Tschad, aus Burkina Faso und der Wirtschaftsgemeinschaft der Westafrikanischen Staaten (ECOWAS) sowie Vertreter internationaler Organisationen zugegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS: Sie haben im April 2012 die Unabhängigkeit ihres Staates verkündet, den bisher aber niemand anerkannt hat. Wie erklären Sie sich das?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Moussa Ag Assarid: Wir sind nicht für einen Tuareg-Staat, sondern für ein säkulares, demokratisches und multi-ethnisches Staatsmodell. Wir Tuareg machen vielleicht die Mehrheit der Einwohner von Azawad aus. Dort leben aber auch Araber und Angehörige der Volksgruppen Songhai und Peula. Wir arbeiten in enger Abstimmung mit ihnen zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Unabhängigkeit Malis 1960 haben die Menschen in Azawad wiederholt erklärt, dass sie nicht Teil des Landes sein wollten. Wir erhalten Unterstützung von vielen Völkern in aller Welt. Die Staaten und internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen wollen jedoch nicht mit der etablierten Ordnung brechen. Deshalb sprechen die UN und Mali von &#8222;Dschihadismus&#8220; und nicht von dem legitimen Freiheitskampf der Menschen in Azawad.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich beobachten wir, wie sich die Weltordnung durch wichtige Bewegungen in Nordafrika, im Nahen Osten und sogar, wie im Falle der Ukraine, in Europa verändert. Das ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Globalisierung und Verwaltung der Welt fehlgeschlagen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS: Die Intervention Frankreichs während des Krieges 2012 hat den Rebellen anscheinend in die Hände gespielt. Wie sehen Sie den Einfluss der früheren Kolonialmacht in der Region?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Assarid: Die Franzosen sind immer da gewesen, sogar nach der Unabhängigkeit Malis. Denn sie haben große strategische Interessen in der Region und sie sind abhängig von Bodenschätzen wie etwa Uran. Man könnte sagen, dass unsere Unabhängigkeit sowohl von der internationalen Gemeinschaft als auch von Frankreich konfisziert worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Soldaten sind durch UN-Truppen ersetzt worden. Die Armee von Mali verübt jedoch weiterhin alle möglichen Übergriffe gegen die Bevölkerung, von willkürlichen Festnahmen bis zu Deportationen und Verschleppungen. All dies geschieht, ohne dass die französischen und die UN-Soldaten einen Finger krümmen. Die Regierung in Bamako fordert unterdessen Frankreich auf, sie in ihrem angeblichen Kampf gegen uns &#8222;Dschihadisten&#8220; zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem bereitet uns die Medienblockade Sorgen. Reporter erhalten keinen Zugang zu Azawad. Die Nachrichten werden durch Journalisten in Bamako gefiltert, die vom &#8222;Norden Malis&#8220; sprechen, statt über unseren Kampf zu berichten. Sie machen sich damit zu Sprechern und Verteidigern des Staates Mali.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS: Inwieweit ist der Staat Mali in Azawad tatsächlich präsent?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Assarid: Die Armee und Regierungsvertreter sind 2012 geflohen. Der Staat ist nur in Zonen wie Gao und Timbuktu präsent, die von der französischen Armee geschützt werden. Die Regierung in Paris hat etwa 1.000 Soldaten in das Gebiet entsandt, während die Vereinten Nationen ungefähr 8.000 Blauhelme im ganzen Land stationiert haben. Zwischen 12.000 und 15.000 Kämpfer gehören der MNLA an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir stimmen uns mit der Arabischen Bewegung für Azawad und dem Hohen Rat für die Einheit von Azawad ab. Gemeinsam mit diesen Gruppen kontrollieren wir 90 Prozent von Azawad. Wir leben dort aber unter extrem schwierigen Bedingungen. Weder von Mali noch von Algerien erhalten wir irgendwelche Unterstützung. Wir müssen mit einer schrecklichen Dürre fertigwerden. Wie eh und je leben wir von dem Fleisch und der Milch unserer Ziegen. Wir kämpfen mit von uns beschlagnahmten Waffen der malischen Armee und der Dschihadisten sowie mit Waffen, die wir früher von Libyen bekommen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS: Viele behaupten, dass MNLA-Mitglieder während des Bürgerkriegs in Libyen 2011 auf der Seite des Machthabers Muammar al Gaddafi kämpften. Stimmt das?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Assarid: Die Medien verdrehen nach wie vor die Fakten. Gaddafi gewährte den Tuareg die libysche Staatsbürgerschaft, benutzte sie aber später dazu, in Palästina, im Libanon und im Tschad zu kämpfen. 1990 gingen sie nach Azawad zurück, um gegen die Armee Malis zu kämpfen. Selbst wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten, wäre uns nicht der Fehler unterlaufen, 2011 gegen das libysche Volk zu kämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gaddafi gab den Tuareg Waffen, damit sie in Bengasi kämpfen. Sie entschieden sich jedoch, nach Kidal zu gehen und dort die MNLA zu gründen. Es ist völlig falsch zu behaupten, dass die MNLA von Tuareg, die aus Libyen kamen, gebildet wurde. Viele unserer Kämpfer sind niemals dort gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS: Geben islamistische Extremisten in Azawad noch großen Anlass zur Sorge?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Assarid: Im Januar 2013 griffen Al Qaeda im islamischen Maghreb (AQMI), die Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (MUJAO), eine Splittergruppe von AQMI und Ansar Dine die malische Armee an der Grenze zu Azawad an. Malis Präsident bat Paris um Hilfe, um diese Gruppen zu entmachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir, die MNLA, kämpfen aber bereits seit Juni 2012 gegen die Dschihadisten. Die USA, Großbritannien und Frankreich behaupten, gegen Al Qaeda zu kämpfen, doch in Wirklichkeit führen wir die Gefechte vor Ort. Von Ansar Dine hat es seit über einem Jahr kein Lebenszeichen mehr gegeben. AQMI und MUJAO sind aber noch aktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine ungeheuerliche Sache, dass Bamako früher enge Verbindungen zu AQMI unterhielt und sogar Ansar Dine unterstützte. Dessen Führer ist zwar ein Tuareg, doch die Leute, die unter seinem Befehl stehen, sind Kriminelle. Die einst von Bamako unterstützten Dschihadisten sind heute stärker als die malische Armee. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Moussa Ag Assarid, Sprecher der MNLA (Foto: Karlos Zurutuza/IPS)</p>
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		<title>Enteignete Bauern kämpfen um ihr Land</title>
		<link>https://afrika.info/enteignete-bauern-kaempfen-um-ihr-land/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Sep 2012 13:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Land Grabbing]]></category>
		<category><![CDATA[Landraub]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soumaila T. Diarra]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Mali sind Kleinbauern vor Gericht gezogen, um die Rückgabe ihrer Ländereien zu fordern, die der Staat internationalen Agrarkonzernen zugesprochen hat. Das Verfahren fällt in eine Zeit der politischen Instabilität, in der das Interesse der Großunternehmen an Geschäften in dem westafrikanischen Staat zurückgeht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Soumaila T. Diarra | 18. September 2012</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bamako (IPS/afr). In Mali sind Kleinbauern vor Gericht gezogen, um die Rückgabe ihrer Ländereien zu fordern, die der Staat internationalen Agrarkonzernen zugesprochen hat. Das Verfahren fällt in eine Zeit der politischen Instabilität, in der das Interesse der Großunternehmen an Geschäften in dem westafrikanischen Staat zurückgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir haben gegen unsere Enteignung geklagt&#8220;, bestätigte Lamine Coulibaly von der Nationalen Koordinationsgruppe der Bauernorganisationen (CNOP), die sich vehement gegen die Vorzugsbehandlung ausländischer Agrarunternehmen durch den malischen Staat zur Wehr setzt. Die nächste Anhörung findet am 27. September vor einem Gericht im zentralmalischen Markala statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in dem umstrittenen Gebiet lebenden Bauern hoffen nun, dass die Richter der Beschlagnahmung von Grundstücken, die von den Familien bereits seit Generationen bewirtschaftet werden, einen Riegel vorschieben werden. &#8222;Wir sind davon überzeugt, dass wir im Recht sind und den Prozess gewinnen können&#8220;, meint Coulibaly.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das staatliche &#8222;Office du Niger&#8220;, Betreiber des größten Agrarerschließungsprojektes im westlichen Sahel, will eine Million Hektar Land mit Hilfe ausländischer Investoren &#8222;entwickeln&#8220;. Mali verdankt sein landwirtschaftliches Potenzial einem von der damaligen Kolonialmacht Frankreich 1932 gebauten Stausee.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="abkommen-zwischen-regierung-und-investoren">Abkommen zwischen Regierung und Investoren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bauernverbände sind auf die Unternehmen schlecht zu sprechen, schließlich fanden die Enteignungen im Zusammenhang mit größeren Agrarprojekten statt. So konnte sich die libysche Entwicklungsgesellschaft Malibya ein 100.000 Hektar großes Gebiet sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bauern klagen außerdem gegen die Landvergabe an die Zuckergesellschaft von Markala (SOSUMAR). &#8222;33 Dörfer in Sana in der Region Ségou im Zentrum des Landes sind SOSUMAR zum Opfer gefallen&#8220;, berichtet Massa Koné, einer der von den Enteignungen betroffenen Bauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die brenzlige politische Lage bringt die Investitionsprojekte zum Erliegen. Das Projekt Malibya ist seit dem Sturz des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi im vergangenen Jahr blockiert. Die Libyer hatten vor Ort bereits eine 40 Kilometer lange Straße und einen ebenso langen Kanal gebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bauernverbände begrüßen indes den Abzug des Mehrheitsaktionärs von SOSUMAR, &#8222;Illovo Sugar&#8220;. Aus einem im Juli auf der Internetseite der Vereinigung der nationalen Bauernverbände veröffentlichten Artikel geht hervor, dass sich das südafrikanische Unternehmen aufgrund der soziopolitischen Krise in Mali aus der Zuckerproduktion des westafrikanischen Landes zurückgezogen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Bauern zufolge sind bisher Farmen von einer Gesamtgrößte von 800.000 Hektar Land enteignet worden. CNOP zufolge hat SOSUMAR auf den 25.000 Hektar Land, die dem Unternehmen übereignet wurden, lediglich zwei Zuckerrohrpflanzungen von jeweils 140 Hektar Größe betrieben. Die lokalen Bauern konnten ihre Felder nicht bestellen, weil ihnen das Projekt den Zugang versperrte, wie Koné berichtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="familienhofe-furchten-um-ihre-existenz">Familienhöfe fürchten um ihre Existenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Farmer sorgen sich zudem um die Zukunft der Familienlandwirtschaft, von der die Nahrungsversorgung der Bevölkerung abhängt. Boubacar Sow, stellvertretender Direktor des Office du Niger, sieht die traditionellen Familienbetriebe jedoch nicht gefährdet. Wie er erklärt, wird das Land erst mit Hilfe der ausländischen Investoren erschlossen und dann an die Familienlandwirtschaft übergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Widerstand der Bauern gegen die ausländischen Agrarunternehmen bringt die Regierung in Bedrängnis, will sie die landwirtschaftlichen Flächen ausweiten. Wie die Leitung des Office du Niger mitteilte, handelt es sich bei den Agrarflächen, die den Investoren zugewiesen wurden, um brachliegendes Land. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Marktag in Ségou in Mali (Foto: Attila Jandi/Shutterstock.com)</p>
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