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	<title>Burundi Archive | afrika.info</title>
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	<title>Burundi Archive | afrika.info</title>
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		<title>Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 09:30:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Programmschwerpunkt „Africa Now!“ rückt Ö1 ab Ende Oktober die Vielfalt afrikanischer Gesellschaften in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Radio Afrika International setzt der Sender dabei auf Journalist*innen aus afrikanischen Ländern, die ihre Perspektiven einbringen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/africa-now/">Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit dem Programmschwerpunkt „Africa Now!“ rückt Ö1 ab Ende Oktober die Vielfalt afrikanischer Gesellschaften in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Radio Afrika International setzt der Sender dabei auf Journalist*innen aus afrikanischen Ländern, die ihre Perspektiven einbringen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 29. Oktober 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr) – Wer über afrikanische Länder berichtet, entscheidet auch darüber, welche Geschichten erzählt werden und wer dabei zu Wort kommt. In der <a href="https://afrika.info/leistungen/vortraege-und-keynotes/afrika-berichterstattung-vortrag/" data-type="page" data-id="7087">Afrika-Berichterstattung</a> dominieren häufig Konflikte, politische Krisen und humanitäre Katastrophen. Wirtschaftliche Innovationen, kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen erhalten dagegen oft weniger Aufmerksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Radiosender Ö1 will diesen Blick mit seinem Programmschwerpunkt <a href="https://oe1.orf.at/africanow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Africa Now!“</a> erweitern. Ab 30. Oktober stehen zahlreiche Sendungen im Zeichen afrikanischer Lebenswelten, Ideen und Zukunftsperspektiven. Das Programm entsteht in Zusammenarbeit mit <a href="https://radioafrika.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Radio Afrika International</a>, das sein journalistisches Netzwerk auf dem Kontinent einbringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist dabei nicht nur die thematische Vielfalt, sondern vor allem der Zugang: Afrikanische Journalist*innen aus rund 20 Ländern berichten über Entwicklungen und Fragen, die ihre Gesellschaften beschäftigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Medienprofis aus Afrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit greift „Africa Now!“ eine grundlegende Frage der internationalen Berichterstattung auf: Wer bestimmt, welche Themen wichtig sind, und wessen Perspektiven prägen das öffentliche Bild?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ein differenziertes Verständnis afrikanischer Gesellschaften entsteht nicht allein dadurch, dass Medien häufiger über wirtschaftliche Erfolge oder kulturelle Leistungen berichten. Entscheidend ist ebenso, afrikanische Fachleute, Journalist*innen, Künstler*innen und gesellschaftliche Initiativen als eigenständige Stimmen wahrzunehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz von „Africa Now!“ entspricht einem journalistischen Grundgedanken, den auch afrika.info seit seiner Gründung verfolgt: Afrikanische Gesellschaften sollen nicht auf Krisen und Defizite reduziert werden. Ihre unterschiedlichen Erfahrungen, Interessen und Entwicklungen verdienen eine eigenständige und differenzierte Darstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür ist die Zusammenarbeit mit afrikanischen Journalist*innen dringend notwendig. Sie sind näher am Geschehen dran und haben einen anderen Blickwinkel auf die Ereignisse in ihren Ländern.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ö1 stellt elf dieser Medienprofis auf seiner Website vor:</h3>



<ul class="wp-block-list liste-mit-abstand">
<li><strong>Miriam Angil aus Kenia</strong> ist Journalistin, Moderatorin und TV-Produzentin. Mit ihrer eigenen Produktionsplattform <a href="https://sajenproductions.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sajen Productions</a> möchte sie insbesondere Geschichten und Perspektiven sichtbar machen, die in der etablierten Berichterstattung wenig Beachtung finden.</li>



<li><strong>Alhassan Bala aus Nigeria</strong> beschäftigt sich unter anderem mit Desinformation und Medienkompetenz. Er gründete die Hausa-sprachige Faktencheck-Plattform <a href="https://alkalanci.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alkalanci</a>, die Falschinformationen und Propaganda in Nordnigeria und der Sahelzone untersucht.</li>



<li><strong>Patrick Wasso aus Burundi</strong> berichtet seit vielen Jahren über Politik, gesellschaftliche Entwicklungen und grenzüberschreitenden Handel in der Region der Großen Seen. Er ist freier Jouranlist für <a href="https://www.bbc.com/gahuza" target="_blank" rel="noreferrer noopener">BBC Gahuza</a> und arbeitet unter anderem für Associated Press, France 24 und Radio France Internationale.</li>



<li><strong>Albert Oppong-Ansah aus Ghana</strong> ist auf Wissenschafts- und Umweltjournalismus spezialisiert. Seine Themen reichen vom Klimawandel über Luftverschmutzung bis zu erneuerbaren Energien. Dabei geht es ihm auch darum, politische Verantwortung sichtbar zu machen und gesellschaftliche Lösungsansätze aufzuzeigen.</li>



<li><strong>Eyasu Zekarias aus Äthiopien</strong> beschäftigt sich mit Wirtschafts- und Finanzthemen sowie Umweltpolitik. Als Journalist und Faktenchecker berichtet er über Entwicklungen in Äthiopien und den Nachbarländern.</li>



<li><strong>Henri Joël Abissi aus Benin</strong> arbeitet als Radioreporter und Videograf für den Fernsehsender <a href="https://www.youtube.com/channel/UCV2YGpOhPxNGSSw5KZ-F5wQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Canal 1 Culture</a>. Er widmet sich besonders dem kulturellen Erbe seines Landes, der ländlichen Entwicklung und lokalen Initiativen.</li>



<li><strong>Herminio José aus Mosambik</strong> lebt in Maputo und glaubt an Journalismus im Dienst der Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt seiner journalistischen Arbeit steht die Frage, wie sich politische Entscheidungen konkret auf den Alltag der Menschen auswirken.</li>



<li><strong>Jean Leonard Karuranga aus Ruanda</strong> arbeitet als Journalist, Medienproduzent und Videograf in Kigali. Darüber hinaus ist er als Videodokumentarist für das <a href="https://www.irdp.rw/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Institute of Research and Dialogue for Peace</a> (IRDP) in Kigali tätig.</li>



<li><strong>Augustin Wamenya aus der DR Kongo</strong> berichtet aus Goma in der Provinz Nord-Kivu. Seine journalistischen Schwerpunkte sind die Konflikte in der Region der Großen Seen, Umweltfragen und Sport.</li>



<li><strong>Ignatius Bahizi aus Uganda</strong> verfügt über langjährige Erfahrung im Radiojournalismus. Er beschäftigt sich insbesondere mit internationalen Beziehungen sowie politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Ostafrika.</li>



<li><strong>Venuste Alexandre Nshimiyimana</strong>, geboren in <strong>Ruanda</strong>, ist Journalist und Medienunternehmer in Belgien. Er arbeitete mehr als zwei Jahrzehnte für den BBC World Service und mehrere Jahre für Voice of America. Sein besonderes Anliegen ist es, jenseits der täglichen Schlagzeilen die unterschiedlichen gesellschaftlichen Realitäten afrikanischer Länder sichtbar zu machen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Afrikanische Perspektiven in vielen Facetten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie vielfältig diese Perspektiven sein können, zeigt das Programm. Den Auftakt bildet am 30. Oktober die Ö1-Sendung „Im Gespräch“ mit dem Wasser- und Energieexperten Paul Yillia. Er berichtet über seine Rückkehr nach Sierra Leone und seine Arbeit mit der Organisation TENN, die sich unter anderem mit Solarenergie, Trinkwasser und Stromversorgung beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im „Radiokolleg“ stehen vom 2. bis 5. November lokale Initiativen im Mittelpunkt, die wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen aufgreifen, Geschlechtergerechtigkeit fördern und neue Handlungsmöglichkeiten schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Sendungen beschäftigen sich mit der Kulturszene in Senegal, der Gnawa-Musik aus Marokko oder zeitgenössischen afrikanischen Komponistinnen. Das Technologiemagazin „matrix“ untersucht am 6. November am Beispiel Ugandas die Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen und die Frage, wer Zugang zu sensiblen Daten der Bürgerinnen erhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt beschränkt sich damit nicht auf Erfolgsgeschichten. Auch politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konflikte bleiben Teil der Berichterstattung. Sie werden jedoch um Perspektiven ergänzt, die im europäischen Medienalltag häufig zu kurz kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird dieser Ansatz in der Ö1-Reihe „Gedanken für den Tag“. Vom 2. bis 7. November kommen Menschen aus verschiedenen afrikanischen Ländern zu Wort und sprechen über ihren Alltag, ihre Hoffnungen und ihre Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit der Rolle der Medien in Mali und der Stellung von Journalistinnen in Burkina Faso, Niger und Mali. Weitere Themen sind Frauen in Wissenschaft und Entwicklung, religiöse und kulturelle Lebenswelten sowie politische und wirtschaftliche Veränderungen in der Demokratischen Republik Kongo. (Ende)</p>



<p class="afrika-hinweis wp-block-paragraph">Zum Programmschwerpunkt <a href="https://oe1.orf.at/africanow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Africa Now!&#8220;</a> auf Ö1</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Shutterstock.com</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/africa-now/">Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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		<title>Atempause für Impfungen nutzen </title>
		<link>https://afrika.info/atempause-fuer-impfungen-nutzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2022 07:24:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Afrikanische Länder erleben alle sechs Monate eine Spitze an Corona-Infektionen. Das zeigt ein neuer Bericht des Tony Blair Institute for Global Change. Die Zeit dazwischen müsse besser genutzt werden, um sich auf neue Varianten vorzubereiten, fordern die Autoren.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Samira Sadeque | 16. März 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">New York (IPS/afr). Afrikanische Länder erleben alle sechs Monate eine Spitze an Corona-Infektionen. Das zeigt ein neuer Bericht des Tony Blair Institute for Global Change. Die Zeit dazwischen müsse besser genutzt werden, um sich auf neue Varianten vorzubereiten, fordern die Autoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des panafrikanischen Gesundheitsdienstes<a href="https://africacdc.org/covid-19-vaccination/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Africa CDC</a> sind derzeit 12,95% der Menschen auf dem Kontinent zweimal gegen das Coronavirus geimpft. Während die Seychellen oder Mauritius sich einer Durchimpfungsrate von 80% nähern, liegen Burundi, die DR Kongo, der Tschad und die Westsahara deutlich unter einem Prozent. Eritrea hat bislang überhaupt keine Impfungen verabreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marvin Akuagwuagwu ist Datenanalyst am <a href="https://institute.global/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tony Blair Institute for Global Change</a>. Gemeinsam mit Adam Bradshaw hat er den Bericht <a href="https://institute.global/sites/default/files/articles/The-Window-of-Opportunity-to-Vaccinate-Africa.pd f" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Window of Opportunity to Vaccinate Africa</a> verfasst.&nbsp; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Interview mit der Nachrichtenagentur IPS erklärt Akuagwuagwu, dass die Länder mit der niedrigsten Impfrate bei einem neuerlichen Anstieg der Zahlen am stärksten gefährdet seien. Akuagwuagwu rät afrikanischen Regierungen, von Ruanda zu lernen. Der keine ostafrikanische Staat sei für ihn eine Erfolgsgeschichte &#8211; 61% der Bevölkerung sind zweifach geimpft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorbild Ruanda</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Ruanda hat seine Impf- und Testprogramme erheblich ausgeweitet, wodurch die Fallzahlen und die Auswirkungen von COVID-19 verringert worden sind“, sagt Akuagwuagwu. „Mit einer Impfrate von über 60 Prozent und einer Positivitätsrate von weniger als zehn Prozent ist Ruanda ein gutes Beispiel für andere afrikanische Länder &#8211;&nbsp; insbesondere für Länder in Subsahara-Afrika, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verfügbarkeit von Impfstoffen ist jedoch keine Frage der Versorgung, sondern das Ergebnis einer ungerechten Verteilung zugunsten der wohlhabenden Länder. Laut einem <a href="https://www.brookings.edu/blog/africa-in-focus/2022/01/24/vaccine-inequity-ensuring-africa-is-not-left-out/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bericht der Denkfabrik Brookings</a> hat Afrika sechs Prozent der global verfügbaren Impfstoffe erhalten, obwohl auf dem Kontinent 17% der Weltbevölkerung leben.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://afrika.info/corona/"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1000" height="800" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/20220315-epidemiologische-kurve-afrika.png" alt="" class="wp-image-1759" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/20220315-epidemiologische-kurve-afrika.png 1000w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/20220315-epidemiologische-kurve-afrika-300x240.png 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/20220315-epidemiologische-kurve-afrika-768x614.png 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/03/20220315-epidemiologische-kurve-afrika-640x512.png 640w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption>In der epidemiologischen Kurve sind die sechsmonatigen Abstände zwischen den vier Spitzen nachvollziehbar.</figcaption></figure>



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<div class="wp-block-button is-style-outline is-style-outline--1"><a class="wp-block-button__link" href="https://afrika.info/corona/" style="border-radius:15px">Corona in Afrika: Daten und Fakten</a></div>
</div>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im IPS-Gespräch zieht Marvin Akuagwuagwu Lehren aus dem bisherigen Verlauf der Pandemie. Nachfolgend folgen Auszüge aus dem Interview:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS:</strong> Sie haben erwähnt, dass Afrika ungefähr alle sechs Monate von einer neuen Welle getroffen wird. Wie wirkt sich das konkret auf den afrikanischen Kontinent aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Marvin Akuagwuagwu:</strong> Wir haben einen Trend identifiziert, dass etwa alle sechs Monate eine COVID-19-Welle in Afrika auftritt. Dies war bei Beta, Delta und Omikron der Fall.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Omikron war wie eine Sturzflut – sie richtete schwere Schäden an, führte aber zum Glück nicht zu einem Massensterben. Allerdings haben wir beim nächsten Mal vielleicht nicht so viel Glück – die nächste Variante könnte schwerwiegender sein, insbesondere in Ländern mit niedrigem Schutzniveau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet, dass wir jetzt ein Zeitfenster haben, um Afrika gegen COVID-19 zu impfen, bevor die nächste Variante kommt. Wir müssen rasch Fortschritte erzielen, um das WHO-Ziel zu erreichen, 70% der Bevölkerung zu impfen. Das Tony Blair Insitute arbeitet mit einer Reihe von Ländern in ganz Afrika zusammen, um die Einführung von Impfstoffen zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS:</strong> Warum glauben Sie, dass Lockdowns vorsichtiger angegangen werden und „nicht immer die beste Vorgehensweise“ sind?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akuagwuagwu:</strong> Lockdowns sind effektiv, aber aufgrund ihrer negativen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen sind sie nicht immer die beste Vorgehensweise zur Bekämpfung von COVID-19.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich das Virus weiterentwickelt und wir mehr darüber erfahren, verabschieden sich afrikanische Länder allmählich von generellen Lockdowns. Wir haben jetzt eine Reihe von Instrumenten in der Toolbox, um COVID-19 zu bekämpfen, und ein Lockdown ist nur eine von vielen Optionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Pandemie begann, war noch niemand COVID-19 ausgesetzt – jetzt wurden Milliarden von Menschen infiziert oder geimpft. Es ist nun also ein völlig anderes Spiel, und wir müssen uns daran anpassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS:</strong> Wie wirkt sich die aktuelle Inflation auf die von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akuagwuagwu:</strong> Die aktuelle Inflation wirkt sich insofern auf die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen aus, da sie eine angemessene Finanzierung erfordern. Starker politischer Wille und das Engagement der Gemeinschaft sind jedoch Katalysatoren für die Verbesserung dieser Maßnahmen und die Eindämmung der durch die Pandemie verursachten gesundheitlichen und sozialen Ungleichheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS:</strong> Eine Ihrer Empfehlungen lautet: „Erhöhte Tests und genomische Sequenzierung, um die Übertragung zu reduzieren.“ Wie viele Länder haben die wirtschaftliche Kapazität und das Personal, um dies zu gewährleisten? Wie realistisch ist also dieses Ziel?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akuagwuagwu:</strong> Wir wissen, dass dies eine erhebliche Herausforderung für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen darstellt, aber die Alternative ist weitaus schlimmer – schwere Krankheiten, Lockdowns und Todesfälle, die auch die Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das führt uns zur einer globalen Zusammenarbeit – das Tony Blair Institute for Global Change arbeitet in Afrika daran, eine langfristige Widerstandsfähigkeit der Daten-, Impfstoff- und Testinfrastruktur aufzubauen und eine größere institutionelle Stärke zu schaffen, um zukünftigen COVID-19-Wellen standzuhalten. Wir unterstützen Regierungen beim Aufbau ihrer Kapazitäten und der Bereitstellung von Leistungen für ihre Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fordern eine&nbsp; globale Führung, um einen weltweiten Pandemieplan zu entwickeln, der den Globalen Süden dabei unterstützt, seine Bevölkerung zu impfen und die Testungen zu steigern. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> In Afrika sind erst 13% zweimal gegen das Coronavirus geimpft. (Foto: Shutterstock.com)</p>
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		<title>Corona in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 14:19:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Daten zur Corona-Pandemie in Afrika - vom Auftreten des ersten Falls am 14. Februar 2020 in Ägypten bis zum Ende der Datenerfassung am 5. März 2023.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/corona/">Corona in Afrika</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#eae9e3"><strong>Datenerfassung beendet</strong><br><br>Nach über drei Jahren haben wir das Projekt am 5. März 2023 beendet. Hintergrund für die Entscheidung war, dass nach der Einstellung der Datenerfassung durch die <a href="https://coronavirus.jhu.edu/map.html">John Hopkins University</a> (per 10. März 2023) und <a href="https://africacdc.org/covid-19/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa CDC</a> (per 1. Jänner 2023) keine ausreichende Grundlage mehr gegeben war.<br></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://afrika.info/corona/chronik/">Chronik einer Ausbreitung: 14. Februar 2020 (erster Corona-Fall in Afrika) bis 5. März 2023</a></li>



<li><a href="https://afrika.info/corona/hintergrund/">Hintergrund zum Datenerfassungsprojekt von afrika.info</a></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Stand: 5. März 2023</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button has-custom-font-size is-style-fill" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>12.267.951</strong><br>(+5.319 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>257.774 Todesfälle</strong><br>(+16 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-green-cyan-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>11.893.778 genesene Personen</strong><br>(+11.288 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>116.399 aktive Fälle</strong><br>(-5.985 zur Vorwoche)</a></div>
</div>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="epidemiologische-kurve">Epidemiologische Kurve</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die epidemiologische Kurve zeigt den täglichen Zuwachs an positiv getesteten Personen. Der Übersichtlichkeit halber werden die wöchentlichen Durchschnittswerte dargestellt.</p>



<iframe title="Epidemiologische Kurve für Afrika (Wochenschnitt)" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-nFw1H" src="https://datawrapper.dwcdn.net/nFw1H/91/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="800" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<h2 class="wp-block-heading" id="7-tage-inzidenz-in-afrikanischen-staaten">7-Tage-Inzidenz in afrikanischen Staaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 7-Tage-Inzidenz beträgt für den gesamten Kontinent derzeit <strong>0,37</strong> (+0,14 zur Vorwoche). Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Südafrika (5,73). Dahinter folgen Eswatini (5,71), Mauritius (2,73), Botswana (2,62) und Sambia (1,54). 19 afrikanische Staaten haben in der letzten Woche ihre Infektionszahlen nicht aktualisiert.</p>



<iframe title="Karte: Das Coronavirus in Afrika" aria-label="Karte" id="datawrapper-chart-y4fZm" src="https://datawrapper.dwcdn.net/y4fZm/421/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="538" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px"}}}))}();
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<h2 class="wp-block-heading" id="entwicklung-der-aktiven-corona-infektionen">Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen</h2>



<iframe title="Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen in Afrika" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-GZgId" src="https://datawrapper.dwcdn.net/GZgId/432/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="600" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<h2 class="wp-block-heading" id="die-wichtigsten-zahlen-im-zeitlichen-verlauf">Die wichtigsten Zahlen im zeitlichen Verlauf</h2>



<iframe title="Tabelle: Coronavirus in Afrika" aria-label="Tabelle" id="datawrapper-chart-0hxhf" src="https://datawrapper.dwcdn.net/0hxhf/405/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="1634" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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