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	<title>Verkehr Archive | afrika.info</title>
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	<title>Verkehr Archive | afrika.info</title>
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		<title>Simbabwes Straßen fordern hohen Blutzoll</title>
		<link>https://afrika.info/simbabwes-strassen-fordern-hohen-blutzoll/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2022 08:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Busani Bafana]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Sie nachts in Simbabwe mit dem Auto unterwegs sind, dann achten Sie auf ein Augenpaar auf der Straße. Sie könnten eine Giraffe in einem Schlagloch überfahren. So lautet ein gängiger Witz, der in Simbabwe erzählt wird.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Busani Bafana | 11. April 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bulawayo (IPS/afr). Wenn Sie nachts in Simbabwe mit dem Auto unterwegs sind, dann achten Sie auf ein Augenpaar auf der Straße. Sie könnten eine Giraffe in einem Schlagloch überfahren. So lautet ein gängiger Witz, der in Simbabwe erzählt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn der Witz übertreibt, gar so weit scheint er von der Realität nicht entfernt zu sein. Simbabwes Straßen gelten als gefährlich: Im vergangenen Jahr starben mehr als 2.000 Menschen bei Unfällen, zahlreiche weitere wurden verletzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vergangenen Jahr hat die Regierung den Zustand des 88.100 Kilometer langen Straßennetzes des Landes als katastrophal eingestuft und ein Sanierungspaket in Höhe von 400 Millionen US-Dollar angekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Maßnahme duldet keinen Aufschub: Laut einem im Januar 2022 veröffentlichten <a href="https://unece.org/publications/road-safety-performance-review-zimbabwe" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UN-Bericht</a> sterben in Simbabwe durchschnittlich fünf Menschen pro Tag bei Verkehrsunfällen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht allerdings davon aus, dass die Opferzahl dreimal so hoch ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskrepanz wird darauf zurückgeführt, dass die Regierung nur Todesfälle am Unfallort zählt. Im Gegensatz dazu erfasst die internationale&nbsp; Praxis die Todesfälle innerhalb von 30 Tagen nach einem Unfall, erklärt die Verkehrssicherheitsforscherin Lee Randall, Gründerin des <a href="http://roadethicsproject.africa/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Road Ethics Project</a>  in Johannesburg. Laut Randall würden afrikanische Länder über nur unzureichende Systeme zur Erfassung von Unfalldaten verfügen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Starker Anstieg bei Todesopfern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Bericht zur Straßensicherheit in Simbabwe stellte weiters einen starken Anstieg der Todesfälle in den letzten Jahren fest. Zwischen 2011 bis 2019 ist die Zahl der Verkehrstoten um 34 Prozent gewachsen. Rund die Hälfte der jährlich 2.000 Todesopfer entfallen auf Fahrgäste in Bussen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/04/simbabwe-schlagloecher-shutterstock-red-1000-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1826" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/04/simbabwe-schlagloecher-shutterstock-red-1000-768x1024.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/04/simbabwe-schlagloecher-shutterstock-red-1000-225x300.jpg 225w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/04/simbabwe-schlagloecher-shutterstock-red-1000-640x853.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2022/04/simbabwe-schlagloecher-shutterstock-red-1000.jpg 1000w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Tiefe Schlaglöcher auf den Straßen sind in Simbabwe allgegenwärtig &#8211; diese hier sind durch heftige Regenfälle entstanden. (Bild: Cecil Bo Dzwowa, Shutterstock.com)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Kamerun, Äthiopien und Uganda ist Simbabwe das vierte afrikanische Land, für das ein UN-Bericht zur Straßensicherheit vorliegt. Ende August 2020 hat die UN-Generalversammlung den Zeitraum 2021-2030 zum zweiten Jahrzehnt der Verkehrssicherheit erklärt. Bis Ende der Dekade soll die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten weltweit um mindestens 50 Prozent gesenkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem hohen Blutzoll entsteht durch die unsicheren Straßen auch ein beträchtlicher wirtschaftlicher Schaden: Laut des staatlichen Verkehrssicherheitsrats von Simbabwe ereignen sich pro Jahr durchschnittlich 40.000 Unfälle. Die Kosten werden mit jährlich 406 Millionen US-Dollar beziffert &#8211; das entspricht drei Prozent von Simbabwes Bruttoinlandsprodukt des Jahres 2020.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Notrufnummer fehlt bislang</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Lee Randall wären die meisten Verkehrsunfälle vermeidbar, wenn das gesamte Straßenverkehrssystem angemessen betrachtet würde. Dabei sei die Durchsetzung von Straßenverkehrsregeln von entscheidender Bedeutung. Es sei aber klar, dass nicht auf jedem Kilometer Verkehrspolizist*innen positioniert werden können. “Wir müssen den Menschen früh genug Verkehrssicherheitskonzepte antrainieren, um ihr Verhalten im Straßenverkehrssystem ein Leben lang zu beeinflussen“, sagt Randall.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Bericht empfiehlt außerdem, dass Simbabwe eine Datenbank für Straßenunfälle einrichtet und ihre statistischen Indikatoren verbessert. Außerdem wird die Implementierung eines Meldesystems bei Unfällen vorgeschlagen. Derzeit gibt es in Simbabwe keine nationale dreistellige Notrufnummer, um die rechtzeitige Meldung von Verkehrsunfällen zu erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den stellvertretenden Gesundheitsminister von Simbabwe, John Mangwiro, ist ein solches Meldesystem dringend erforderlich. Denn die zu späte Erstversorgung am Unfallort sei dafür verantwortlich, dass viele Unfallopfer vor der Einlieferung in ein Krankenhaus versterben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sicherheitsproblem durch Import von alten Autos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Exekutivsekretärin der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Afrika (ECA), Vera Songwe, sieht auch im schlechten Zustand der Fahrzeuge einen Grund für die desolate Verkehrssicherheit in Simbabwe. “Als Kontinent müssen wir den Import von Fahrzeugen stoppen, die nicht dem Standard entsprechen, die am Ende Leben kosten und der wirtschaftlichen Entwicklung schaden“, drängt Songwe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Zahlen der nationalen Statistikbehörde Zimstat importiert Simbabwe jährlich Fahrzeuge im Wert von über 340 Millionen US-Dollar. 2021 hat Simbabwe ein Einfuhrverbot für Gebrauchtfahrzeuge verhängt, die zehn Jahre und älter sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verbot hatte bislang allerdings kaum einen Effekt: Für die meisten Simbabwer*innen sind neuere Fahrzeuge unleistbar. Daher finden sich immer wieder Mittel und Wege, alte Autos ins Land zu bringen. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Das 88.100 Kilometer lange Straßennetz in Simbabwe ist in einem desolaten Zustand &#8211; ein Sanierungspaket soll Abhilfe schaffen. (Foto: Busani Bafana, IPS)</p>
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		<title>Frauen vermieten Motorradtaxis</title>
		<link>https://afrika.info/frauen-vermieten-motorradtaxis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 07:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[Deogracias Kalima]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Ray Mwareya]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Auf den Straßen von Lunzu im Süden von Malawi ist der Lärm der Motorradtaxis allgegenwärtig. Die Flitzer, die überwiegend aus China stammen, werden ausschließlich von Männern gelenkt. Doch das eigentliche Geschäft machen Frauen.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Ray Mwareya and Deogracias Kalima, Africa Renewal*&nbsp;| 10. März 2021</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lunzu (AR/afr). Auf den Straßen von Lunzu im Süden von Malawi ist der Lärm der Motorradtaxis allgegenwärtig. Die Flitzer, die überwiegend aus China stammen, werden ausschließlich von Männern gelenkt. Doch das eigentliche Geschäft machen Frauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fahren von Motorradtaxis ist in Malawi reine Männersache. Frauen aus der 17.000-Einwohner-Stadt Lunzu ziehen allerdings die Fäden im Transportgeschäft auf den motorisierten Zweirädern: Sie kaufen die Motorräder an und vermieten sie dann an männliche Fahrer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vermietung ist ein gutes Geschäft. &#8222;Der Deal ist, dass wir 65 Prozent der Tageseinnahmen behalten &#8211; der Rest bleibt dem Fahrer&#8220;, sagt Sarah Showe. Sie ist eine 40 Unternehmerinnen, die sich im &#8222;Lunzu Women’s Motorcycle Club&#8220; organisiert haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="motorrad-clubs-in-frauenhand">Motorrad-Clubs in Frauenhand</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Frauen in Malawi selbst keine Motorradtaxis lenken &#8211; das hat mit traditionellen Rollenbildern und mit geschlechtsspezifischer Gewalt zu tun. Laut einer&nbsp;<a href="https://bmcpublichealth.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12889-018-6220-0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie</a>&nbsp;wird ein Drittel aller malawischen Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren Opfer von sexuellem Missbrauch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;In gesellschaftlicher Hinsicht ist es zutiefst verpönt, dass Frauen Motorradtaxis lenken und an Taxiständen mit Männern um Passagiere buhlen&#8220;, sagt Sarah Showe. Und erzählt, wie es ihrer Freundin Lomu Thomsonu ergangen ist. Die Lehrerin wollte sich sich über die Normen hinwegzusetzen und Motorräder auch an Frauen vermieten. &#8222;Die Lenkerinnen wurde von Kunden beleidigt&#8220;, erzählt Showe, &#8222;und in der Nacht weigerten sich männliche Fahrgäste, für den Transport zu zahlen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">2017 hatten dann einige Frauen die Idee, den &#8222;Lunzu Women’s Motorcycle Fund Club&#8220; ins Leben zu rufen. Das Geschäftsmodell findet bereits einige Nachahmerinnen, wie Carter Mavhiza bestätigt: &#8222;In der Nachbarstadt Blantyre mit ihren 800.000 Einwohnern gibt es mittlerweile zehn solcher Clubs mit jeweils 40 Mitgliedern.&#8220; Mavhiza ist Buchhalter und unterstützt Frauenclubs dabei, faire Preise beim Ankauf der Motorräder zu erzielen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="willkommener-zusatzverdienst">Willkommener Zusatzverdienst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Lunzu sind täglich hunderte Motorradtaxis unterwegs. Sie befördern alles, was am Sozius Platz hat: von Bankangestellten im Anzug über Schulkinder bis hin zu Möbeln und Zementsäcken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geschäft läuft auch deshalb gut, weil der städtische Verkehr von Lunzu schlecht entwickelt ist. &#8222;Die Frauen füllen eine kritische Lücke&#8220;, sagt Mavhiza. &#8222;Hier in Lunzu haben wir kein richtiges Bussystem, auch digitale Taxi-Plattformen wie etwa Uber fehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die meisten Unternehmerinnen bringt die Vermietung von Motorradtaxis für ein lukratives Zusatzeinkommen, das sich obendrein gut mit anderen Aktivitäten verbinden lässt. So kann sich die Bäuerin Chifundo Magombo tagsüber um ihre Landwirtschaft und ihre Kinder kümmern. Das Geschäft mit den Motorrädern läuft parallel &#8211; die meisten Männer bringen die Bikes erst am Abend zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lehrerin Lomu Thomsonu sieht in der neuen Einkommensquelle vor allem eine Altersvorsorge. &#8222;Ich werde eine Rente in Höhe von 7.000 Euro erhalten &#8211; das reicht nicht einmal für zwei Jahre&#8220;, meint Thomsuno. &#8222;Daher halte ich es für einen klugen Schachzug, jetzt in Motorräder zu investieren.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="offentliche-unterstutzung">Öffentliche Unterstützung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Kommunalverwaltungen in Malawi unterstützen die Frauenclubs in ihrem Geschäft. So organisiert etwa die Bezirksverwaltung von Mchinji Darlehen zwischen 250 und 779 US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir beraten die Frauen und verfassen Referenzschreiben, damit sie zinsgünstige Kredite von privaten Finanziers erhalten können&#8220;, sagt Mwaimuna Mwanyali, Stadträtin der gleichnamigen Bezirkshauptstadt Mchinji. &#8222;Auf diese Weise fördern wir die Gleichstellung der Geschlechter in der Motorradtaxi-Branche. Die Einkommen von Frauen werden gestärkt, außerdem sind Frauen bei der Rückzahlung von Krediten zuverlässiger.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In so mancher Stadt hat die Gründung der Motorrad-Clubs dazu geführt, dass mittlerweile mehr Frauen als Männer Gewerkschaften angehören. &#8222;Während Männer die Gewerkschaften weitgehend meiden, haben wir in unserer Stadt bereits 200 Frauen, die gewerkschaftlich engagiert sind&#8220;, erzählt Stacy Harawa, Präsidentin der &#8222;Mzuzu Motorcycle Union&#8220; in der Stadt Mzuzu im nördlichen Malawi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine Monatsgebühr in Höhe von zehn US-Dollar erhalten Mitglieder eine Unfallversicherung. &#8222;Wir beantragen außerdem bei der Steuerbehörde eine Reduktion der Lizenzgebühren, wenn die Unternehmerinnen einer registrierten Gewerkschaft angehören&#8220;, so Harawa weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Sarah Stowe hat sich das Leben entscheidend verbessert, seitdem sie in das Geschäft mit dem Motorradtaxis eingestiegen ist. &#8222;Es fühlt sich super an, Männer zu beschäftigen&#8220;, lacht sie. &#8222;Ich schaffe jetzt Arbeitsplätze und haben sogar meinen Neffen als Fahrer engagiert. Das Blatt hat sich gewendet.&#8220; (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Ray Mwareya und Deogracias Kalima sind Mitarbeiter unseres Partnermagazins&nbsp;<a href="https://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a>&nbsp;der Vereinten Nationen.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Motorradtaxis in Lunzu warten auf Fahrgäste &#8211; viele der Motorräder sind im Besitz von Frauen. (Foto: Ray Mwareya und Deogracias Kalima/AR)&nbsp;</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Roboter regeln den Verkehr in Kinshasa</title>
		<link>https://afrika.info/roboter-regeln-den-verkehr-in-kinshasa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 May 2014 07:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Taylor Toeka Kakala]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie haben Arme, Beine, Rumpf und Kopf. In Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo (DRC), regeln zwei Roboter den Verkehr. Im Unterschied zu ihren menschlichen Kollegen sind sie völlig unbestechlich. Der Ingenieurin Thérèse Izayi ist es gelungen, eine Weltneuheit zu entwickeln.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von <a href="http://www.ipsnews.net/author/taylor-toeka-kakala/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Taylor Toeka Kakala</a> | 5. Mai 2014</p>



<p class="wp-block-paragraph">Goma (IPS/afr). Sie haben Arme, Beine, Rumpf und Kopf. In Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo (DRC), regeln zwei Roboter den Verkehr. Im Unterschied zu ihren menschlichen Kollegen sind sie völlig unbestechlich. Der Ingenieurin Thérèse Izayi ist es gelungen, eine Weltneuheit zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine dieser 2,5 Meter hohen menschenähnlichen Ampeln befindet sich an einer Kreuzung des Boulevard Triomphal nahe dem Parlament des zentralafrikanischen Landes. Seine Brustplatte dreht sich, wenn die Lichter von Grün auf Rot springen. Dann hebt der Roboter den Arm, damit die Fahrer auf der einen Straße wissen, dass sie anhalten müssen, um die anderen auf der Querstraße passieren zu lassen. Sprechen kann der Roboter auch – und zwar in Französisch und in der lokalen Sprache Lingala: &#8222;Fahrer, ihr könnt die Straße den Fußgängern überlassen&#8220;, sagt er etwa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Roboter besteht aus Aluminium, das hohen Temperaturen und Feuchtigkeit standhält, sogar den starken Regenfällen, wie sie hier in der Nähe des Äquators üblich sind. An seinen Augen und auf den Schultern befinden sich Kameras, die kontinuierlich den Verkehr aufzeichnen. Elektrischen Strom braucht das Konstrukt nicht, es funktioniert mit Hilfe von Solarkraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ampelmann gehört in Kinshasa längst zum Alltag. Ein Bruder von ihm steht am Lumumba Boulevard, der zum internationalen Flughafen führt. Das Patent für diese Erfindung besitzt die Organisation &#8222;Women Technology&#8220; die Izayi gegründet hat, um Ingenieurinnen eine Plattform zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Roboter empfängt die Bilder und sendet sie über die Antenne auf seinem Kopf zum Sitz von &#8218;Women Technology&#8216;, wo sie archiviert werden. Er ist zudem mit einem automatischen Erkennungssystem ausgestattet, das anzeigt, wann Fußgänger über die Straße wollen&#8220;, erläutert Izayi. Anhand der Aufzeichnungen können Verkehrssünder aufgespürt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="chaotische-verkehrsverhaltnisse">Chaotische Verkehrsverhältnisse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Kinshasa gibt es kaum reguläre Ampeln, und die Straßenverkehrsgesetze werden ständig übertreten. Die kongolesische Hauptstadt mit etwa zehn Millionen Einwohnern ist für ihre chaotischen Straßenverhältnisse berüchtigt. Doch der Roboter konnte bereits Abhilfe schaffen. &#8222;Er hat das Problem mit korrupten Polizisten gelöst&#8220;, sagt ein Taxifahrer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den gering verdienenden Verkehrspolizisten wird nachgesagt, Autofahrern Geld abzupressen. Weil sie ihre Opfer mitten auf der Straße stoppen, bilden sich ständig Staus. &#8222;Mit der Verkehrsdichte haben die Staus wenig zu tun&#8220;, meint Val Manga, Vorsitzender der nationalen Kommission für Straßensicherheit (CNPR). Die Roboter in Kinshasa stellen sicher, dass die Autos nur kurz halten. Polizisten werden gar nicht gebraucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut CNPR sind etwa 400.000 Fahrzeuge auf den Straßen der Hauptstadt unterwegs. Lediglich fünf Prozent davon sind Neuwagen. Jeden Monat sterben in Kinshasa durchschnittlich 40 Menschen bei Verkehrsunfällen, die zu 90 Prozent auf das Verschulden der Fahrer zurückgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Izayi wünscht sich noch mehr dieser Roboter herstellen und damit Arbeitsplätze für ihre Landsleute schaffen zu können. Sie hofft darüber hinaus, dass sich ihre Erfindung auch im Ausland vermarkten lässt. Die Umsetzung ihrer Pläne wird jedoch durch die verbreitete Korruption und die schleppend arbeitenden Behörden behindert, wie sie betont.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Erfahrung, die auch Zacharie Kambale gemacht hat. 2012 gründete er in der Stadt Goma das soziale Internet-Netzwerk &#8222;Kongo Connect&#8220;, das im Volksmund &#8222;afrikanisches Facebook&#8220; genannt wird und von mehr als 100.000 Menschen genutzt werden soll. Zurzeit ist die Website offline, weil Kambale sie weiterentwickelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="lizenzen-nur-durch-bestechung">Lizenzen nur durch Bestechung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der kongolesische Ökonom Batamba Balembu schätzt, dass vier von fünf Unternehmen im Land Schmiergelder zahlen müssen, um eine Geschäftslizenz zu erhalten. Etwa 55 Prozent der staatlichen Einnahmen versickerten in dunklen Kanälen. Patentanwalt Chrysostome Kwede aus der Stadt Kisangani im Nordosten des Landes bemängelt zudem, dass die Einhaltung der Gesetze zum Schutz des Urheberrechts nicht kontrolliert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) wurden Gesetze zum Schutz von Industriepatenten und Gebrauchsmustern in der DRC erst 1982 eingeführt. Vier Jahre später traten Urheberrechtsgesetze in Kraft, die sich auf literarische und künstlerische Werke bezogen. Laut WIPO werden Patentrechtsverstöße jedoch nicht rechtlich geahndet, was nach Ansicht von Kwede die verbreitete Korruption im Industrieministerium erklärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrmals hatte sich Izayi vergeblich um ein Patent bemüht. Die Kosten schwanken, und in der Regel muss man sechs bis zwölf Monate auf den entsprechenden Bescheid warten. Der Sprecher des Industrieministeriums, Lambert Mende, signalisierte zwar gegenüber den Medien ein Interesse an den Straßenverkehrsrobotern, wies aber zugleich darauf hin, dass der verwaltungstechnische Aufwand, die Ampelmänner zu kaufen, extrem hoch sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Ingenieurin erklärt, haben sich inzwischen Angola und der Nachbar Kongo-Brazzaville interessiert gezeigt. &#8222;Ich kann sie aber leider nicht mit Prototypen versorgen, weil die Herstellung zu teuer ist&#8220;, sagt sie. Jeder Roboter kostet etwa 15.000 US-Dollar, hinzu kommen monatliche Wartungskosten von 2.000 Dollar. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Der Verkehrsroboter am Boulevard Triomphal in Kinshasa (Foto: Taylor Toeka Kakala/IPS)</p>
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