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	<title>Startup Archive | afrika.info</title>
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	<description>Changing Perceptions</description>
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	<title>Startup Archive | afrika.info</title>
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		<title>Die Silicon Savannah steht hoch im Kurs</title>
		<link>https://afrika.info/die-silicon-savannah-steht-hoch-im-kurs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 May 2021 07:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Sturmer]]></category>
		<category><![CDATA[Silicon Savannah]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrikas Startup-Unternehmen rücken immer stärker in Blickfeld internationaler Investoren. Vor allem Gründungen in der Silicon Savannah werden mit Argusaugen beobachtet. 2020 ging ein Drittel aller Investments in afrikanische Startups nach Kenia.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Martin Sturmer&nbsp;| 14. Mai 2021</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr). Afrikas Startup-Unternehmen rücken immer stärker in Blickfeld internationaler Investoren. Vor allem Gründungen in der Silicon Savannah werden mit Argusaugen beobachtet. 2020 ging ein Drittel aller Investments in afrikanische Startups nach Kenia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Silicon Savannah wird die aufstrebende Technologie- und Startup-Szene in Kenias Hauptstadt Nairobi bezeichnet. In der pulsierenden Großstadt mit ihren rund 4,5 Millionen Einwohnern arbeitet die 27-jährige Jihan Abbas. Die Unternehmerin hat mit ihrem Startup&nbsp;<a href="https://www.lami.world/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lami Technologies</a>&nbsp;gerade einen Investorendeal über 1,8 Mio. US-Dollar abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Unsere Vision bei Lami ist es, die finanzielle Widerstandsfähigkeit von Millionen Menschen zu verbessern, indem wir Versicherungsprodukte für unterversorgte Bevölkerungsgruppen zugänglicher und erschwinglicher machen&#8220;, beschreibt Abbas ihre Geschäftsidee. Denn: In Afrika würden 97 Prozent der Menschen keine Versicherungen kaufen, sagt die Absolventin der Universität von Oxford.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="digitale-plattform-sorgt-fur-bessere-kundenorientierung">Digitale Plattform sorgt für bessere Kundenorientierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptgrund für die geringe Abdeckung liege vor allem an der mangelnden Kundenorientierung der Versicherungsgesellschaften, ist Abbas überzeugt. Es fehle schlicht an maßgeschneiderten Angeboten und einer raschen Abwicklung von Schadensfällen. So würde es in Afrika im Schnitt 90 Tage dauern, bis ein Versicherungsfall bearbeitet ist, so die Unternehmerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Entwicklung einer digitalen Plattform ist es Lami Technologies gelungen, diese Zeitspanne auf eine Woche zu reduzieren. Außerdem lassen sich Versicherungsverträge mit dem Smartphone innerhalb von zwei Minuten abschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept scheint aufzugehen: Seit der Gründung von Lami Technologies im April 2018 wurden bereits 5.000 Policen verkauft. Das Unternehmen mit seinen 14 Mitarbeitern bietet mehr als 30 Produkte – von der Personenversicherung bis zum Schutz für digitale Geräte. Der Vertrieb erfolgt in erster Linie über etablierte Plattformen wie den Online-Shop&nbsp;<a href="https://www.jumia.co.ke/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jumia</a>, der als Afrikas Antwort auf Amazon gilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="startup-mekka-kenia">Startup-Mekka Kenia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erfolgreiche Entwicklung von Lami blieb internationalen <a href="https://afrika.info/leistungen/technologiescouting/">Innovation Scouts</a> nicht verborgen. Am 6. Mai 2021 gab Lami bekannt, dass eine Gruppe rund um die US-Gesellschaft Accion Venture Lab 1,8 Mio. US-Dollar in die Weiterentwicklung des Unternehmens investiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Startups aus Kenia stehen seit Jahren hoch im Kurs: Laut der&nbsp;<a href="https://gumroad.com/l/bQSRD" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Startups Deals Database</a>&nbsp;wurden im Jahr 2020 1,62 Mrd. US-Dollar in Startups in Afrika investiert – ein neuer Rekordwert. Ein Drittel der Summe (547 Mio. US-Dollar) ging nach Kenia. Der ostafrikanische Staat stand damit im vergangenen Jahr an der Spitze: Nigeria (425 Mio. US-Dollar) und Südafrika (296 Mio. US-Dollar) folgten mit Respektabstand auf den Plätzen zwei und drei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei waren vor allem Entwicklungen in der Finanztechnologie gefragt: Seit der Einführung des mobilen Bezahldienstes M-Pesa im Jahr 2007 ist kein Stein auf dem anderen geblieben. De facto kann in Kenia mit dem Handy alles bezahlt werden – von der Taxifahrt über die Stromrechnung bis nun also auch zur Versicherung. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Jihan Abbas ist Gründerin und CEO von Lami Technologies. (Foto: Lami Technologies)<em>&nbsp;</em></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Online-Handel in Nigeria nimmt Fahrt auf</title>
		<link>https://afrika.info/online-handel-in-nigeria-nimmt-fahrt-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2019 10:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Yun Shi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Catherine Oshotse, eine 27-jährige Unternehmerin aus Lagos, hat ihren Erfolg ihrem Einfallsreichtum und dem Internet zu verdanken. Bereits mehr als 1.000 Kunden aus der ganzen Welt kaufen in ihrem Online Shop ein, der sich auf Haarverlängerungen und Damenhandtaschen spezialisiert hat.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Yun Shi, Africa Renewal*&nbsp;| 27. Dezember 2019</p>



<p class="wp-block-paragraph">New York (AR/afr). Catherine Oshotse, eine 27-jährige Unternehmerin aus Lagos, hat ihren Erfolg ihrem Einfallsreichtum und dem Internet zu verdanken. Bereits mehr als 1.000 Kunden aus der ganzen Welt kaufen in ihrem Online Shop ein, der sich auf Haarverlängerungen und Damenhandtaschen spezialisiert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Sie gehen einfach auf meine Website und klicken auf den Artikel, den Sie kaufen möchten&#8220;, erklärt Catherine Oshotse im Interview mit dem UN-Magazin <a href="https://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a>. &#8222;Ich erhalte eine E-Mail, dass jemand eine Bestellung aufgegeben hat, dann liefere ich das Paket aus. Sehr einfach!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Online Shopping setzt in ganz Afrika zum Höhenflug an. Schätzungen zufolge sind in der Branche auf dem gesamten Kontinent über 260 Startups in mindestens 23 Ländern aktiv. Durch den Online-Handel entsteht ein erhebliches Potenzial für die Schaffung neuer Arbeitsplätze &#8211; bis ins Jahr 2025 soll es im E-Commerce drei Millionen Jobs geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) schätzt in ihrem <a href="https://unctad.org/en/PublicationsLibrary/tn_unctad_ict4d12_en.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">B2C E-Commerce Index</a>, dass es im Jahr 2017 mindestens 21 Millionen Online-Käufer aus Afrika gab. Die Hälfte davon kamen aus den digitalen Löwenstaaten Nigeria, Südafrika und Kenia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemessen an der Gesamtbevölkerung von 1,27 Milliarden Menschen ist der Anteil der Online-Käufer noch klein. Die Zuwachsraten geben aber Hoffnung: Seit 2014 steigt die Anzahl der Internet Shopper in Afrika jährlich um 18 Prozent und damit deutlich über Weltdurchschnitt von zwölf Prozent. Vor allem Menschen auf dem Land können nun über das Internet Waren bestellen, für die sie sonst in die urbanen Zentren reisen müssten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wenig-vertrauen-in-afrikanische-online-handler">Wenig Vertrauen in afrikanische Online-Händler</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings steht die E-Commerce-Branche auch vor Hindernissen. Der B2B E-Commerce Index der UNCTAD hat 151 Volkswirtschaften weltweit danach gereiht, wie günstig die jeweiligen Voraussetzungen für den Online-Handel sind. Zu den Kriterien zählen etwa die Verfügbarkeit von sicheren Servern oder die Verlässlichkeit des Postversands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als bestes afrikanisches Land landete Mauritius in dem Index auf Platz 55. Nigeria und Südafrika sind mit den Rängen 75 und 77 noch im Mittelfeld zu finden. Unter den zehn letzten Plätzen liegen neun afrikanische Staaten. Das absolute Schlusslicht ist Niger, davor befinden sich der Tschad und Guinea.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Herausforderungen zählen langsame und teure Internetverbindungen, die unzureichende Infrastruktur und die schwache Lieferlogistik. Der Verbraucherschutz ist in den meisten Ländern kaum oder gar nicht vorhanden, wodurch das Vertrauen zwischen Verkäufer und Käufer beeinträchtigt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das fehlende Vertrauen hat Auswirkungen auf den Zahlungsverkehr: Während das mobile Bezahlen in anderen Lebensbereichen bereits Fuß gefasst hat, ist im afrikanischen Online-Handel nach wie vor die Lieferung auf Nachnahme beliebt. Das erschwert allerdings den grenzüberschreitenden Warenverkehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem entsprechen viele afrikanische Online-Händler nicht den strikten Vorgaben von globalen Zahlungsanbietern. Dadurch bleibt afrikanischen Internet Shops häufig der Zugang zu westlichen Konsumenten verwehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ein Gamechanger könnte sich aber die Afrikanische Freihandelszone (AfCFTA) erweisen, die 2020 den Handel aufnehmen wird. Mit einem Markt von derzeit 1,27 Milliarden Verbrauchern gilt die AfCFTA als größter Handelsblock der Welt. Bis 2030 soll diese Zahl auf 1,7 Milliarden steigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Catherine Oshotse jedenfalls sieht für ihren Online Shop eine rosige Zukunft. Wenn die Rahmenbedingungen endlich passen, kann <a href="https://www.cathyscollectionstore.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cathy’s Collection</a> durch die Decke gehen. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Die Autorin ist Redakteurin bei unserem Partnermagazin <a href="https://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen. Der englischsprachige Originalbeitrag ist in der Ausgabe&nbsp;<a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/issue/december-2019-march-2020" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dezember 2019-März 2020</a> erschienen.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> In Nigeria kaufen immer mehr Konsumenten über das Internet ein &#8211; allerdings fehlt es häufig am Vertrauen in die Händler. (Bild: Shutterstock.com)</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Pflastersteine aus Plastikmüll</title>
		<link>https://afrika.info/pflastersteine-aus-plastikmuell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jul 2019 14:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Goodhope Amani]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Kizito Makoye]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Urbanisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein schwüler Nachmittag in Gongo la Mboto am westlichen Stadtrand von Dar es Salaam. Abdalah Nyambi schiebt mit einem Eisenstab Plastikabfälle in einen riesigen Metallofen, in dem der Müll aus der Großstadt eingeschmolzen wird.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Kizito Makoye und Goodhope Amani | 29. Juli 2019</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dar es Salaam (IDN/afr). Es ist ein schwüler Nachmittag in Gongo la Mboto am westlichen Stadtrand von Dar es Salaam. Abdalah Nyambi schiebt mit einem Eisenstab Plastikabfälle in einen riesigen Metallofen, in dem der Müll aus der Großstadt eingeschmolzen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach mischt Nyambi die dampfende Masse mit Sand, um die notwendige Steifigkeit und Wasserfestigkeit zu erreichen. Sein T-Shirt ist schweißnass. &#8222;Wir verwenden jede Art von Kunststoff, um Pflastersteine herzustellen&#8220;, erklärt Nyambi. Schließlich gießt er die Masse in eine Form aus Eisen, in welcher der Baustoff aushärtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nyambi ergänzt, dass das Herstellungsverfahren günstig und obendrein umweltfreundlich ist &#8211; hilft es doch, den Plastikmüll in der stark wachsenden Küstenmetropole zu reduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 26-jährige Abdalah Nyambi ist Co-Gründer eines Startups, das sich die Entsorgung von Plastikabfällen zum Ziel gesetzt hat. Der Name seiner Firma lautet &#8222;Plastic Recycling and Youth Organisation&#8220; oder kurz PREYO. Bislang haben die Jungunternehmer mehr als 800.000 Kilogramm Abfall verarbeitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="mullentsorgung-in-dar-es-salaam-kollabiert">Müllentsorgung in Dar es Salaam kollabiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die andere Gründerin von PREYO ist die 24-jährige Liberatha Kawamala. Sie hat ihren Beruf in der Logistik-Branche an den Nagel gehängt, um ihrer Leidenschaft für den Umweltschutz nachzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute sammelt sie in Dar es Salaam Plastikabfälle ein und verwandelt sie in Plastikblumen, Pflastersteine und andere Baumateralien. &#8222;Ich wollte schon immer etwas tun, das die Umwelt schützt und gleichzeitig für ein Einkommen sorgt&#8220;, sagt Kawamala.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tansanische Metropole Dar es Salaam hat derzeit 4,4 Millionen Einwohner und gilt als einer der am schnellsten wachsenden Städte in Afrika. 70 Prozent der Bevölkerung leben in informellen Siedlungen, in denen es keine funktionierende Müllentsorgung gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gewaltige Zustrom von Menschen, die jeden Tag aus ländlichen Gebieten in die Großstadt kommen, setzt die Infrastruktur unter Druck. Der anfallende Plastikmüll verunreinigt das Stadtbild, verstopft Abwasserkanäle und vergiftet die Fische und andere Lebewesen im Indischen Ozean.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Liberatha Kawamala trägt das Engagement ihres Unternehmens dazu bei, die Einstellung der Bevölkerung gegenüber Plastik zu verändern. Sie hat beobachtet, dass Menschen in ihrer Umgebung die Recycling-Produkte zunehmend als Baustoffe einsetzen. &#8222;Ich bin sehr beeindruckt von der großen Resonanz auf unsere Arbeit&#8220;, sagt sie, &#8222;das motiviert uns, noch härter zu arbeiten.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="mullberge-wachsen-rasant">Müllberge wachsen rasant</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tansania hat mit 1. Juni 2019 ein restriktives Verbot von Plastiktüten verhängt, das die Herstellung, den Import und die Nutzung von Plastiktüten unter Strafe stellt. Damit hofft die Regierung, der steigenden Abfallproblematik Herr zu werden: Nach Angaben der nationalen Umweltstatistik fallen in Dar es Salaam täglich mehr als 4.600 Tonnen Abfall an. Bis 2025 soll das Volumen auf 12.000 Tonnen ansteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter sagen, dass der Regierung eine einheitliche Strategie für das wachsende Müllproblem fehlt. &#8222;Wir können uns nicht darauf verlassen, dass kleine Unternehmen die täglich anfallenden Abfälle handhaben&#8220;, sagt Emrod Elisante, Professor für Umweltingenieurwesen an der Universität von Dar es Saslaam. &#8222;Die Regierung muss genügend Ressourcen bereitstellen, um dieses Problem zu lösen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee zur Gründung von PREYO entstand Anfang 2018, als Kawamala und Nyambi sich bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen trafen. Dort konnten beide ihre Fähigkeiten bei der Umwandlung von Kunststoffabfällen in Baumaterialien unter Beweis stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurze Zeit später trafen die beiden die Entscheidung, mit der Idee ihren Lebensunterhalt verdienen zu wollen. Ein 3,5 Kilogramm schwerer Pflasterstein kostet 600 Tansania-Schilling, das sind umgerechnet 0,23 Euro. Kawamala weist daraufhin, dass die Produkte besonders langlebig und wasserdicht sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="arbeitsplatze-fur-junge-menschen">Arbeitsplätze für junge Menschen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der größten Herausforderungen, mit denen das junge Unternehmen konfrontiert ist, bleibt die starke Rauchentwicklung beim Einschmelzen. Hier könnte ein neuer Ofen mit speziellen Filtern für Abhilfe schaffen, für die Anschaffung fehlt aber noch das Geld. &#8222;Wir hoffen auf eine neue Maschine, die das Rauchproblem ein für alle Mal löst&#8220;, meint Kawamala.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiges Anliegen ist Kawamala auch, jungen Menschen Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Derzeit bezahlt PREYO Abfallsammlern pro Kilogramm Plastik einen Gegenwert von 0,11 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen produziert derzeit pro Tag etwa 100 Pflastersteine und 40 bis 60 Kunststoffmasten. Kawamala hofft, dass die Kapazität auf 200 Pflastersteine erhöht werden kann, sobald eine neue Maschine angeschafft werden kann. &#8222;Ich bin sehr optimistisch, die Zukunft ist vielversprechend&#8220;, sagt die 24-jährige Jungunternehmerin. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse"><a href="http://www.indepthnews.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">IDN</a>&nbsp;ist die Flaggschiff-Agentur des&nbsp;<a href="http://www.international-press-syndicate.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">International Press Syndicate</a>.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Das PREYO-Team mit Abdalah Nyambi (vorne rechts) und Liberatha Kawamala (hinten rechts) zeigt seine Pflastersteine aus Kunststoff. (Foto: PREYO)</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Gründerinnen treten ins Rampenlicht</title>
		<link>https://afrika.info/gruenderinnen-treten-ins-rampenlicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2018 13:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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		<category><![CDATA[Finnbar Toesland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oberflächlich betrachtet ist Afrika ein Kontinent der Unternehmerinnen. Im MasterCard Index of Female Entrepreneurship 2018 liegt Ghana weltweit an der Spitze: 46,4% aller Unternehmen des westafrikanischen Landes sind im Besitz von Frauen. Hinter Russland folgt Uganda mit 33,8% auf Rang drei.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Finnbar Toesland, Africa Renewal*&nbsp;| 13. November 2018</p>



<p class="wp-block-paragraph">New York (AR/afr). Oberflächlich betrachtet ist Afrika ein Kontinent der Unternehmerinnen. Im <a href="https://newsroom.mastercard.com/wp-content/uploads/2018/03/MIWE_2018_Final_Report.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MasterCard Index of Female Entrepreneurship 2018</a> liegt Ghana weltweit an der Spitze: 46,4% aller Unternehmen des westafrikanischen Landes sind im Besitz von Frauen. Hinter Russland folgt Uganda mit 33,8% auf Rang drei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wenn man ein wenig an der Oberfläche kratzt, stellt man unweigerlich fest: Die meisten dieser Firmen sind Ein-Personen-Unternehmen, die kaum Potenzial für Wachstum aufweisen. Vor allem in der boomenden Technologie-Branche gibt es nur wenige Gründerinnen: Wie eine Studie der niederländischen Organisation <a href="https://vc4a.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Venture Capital for Africa</a>&nbsp;im Jahr 2016 feststellte, steht nur in neun Prozent aller afrikanischen Startups eine Frau an der Spitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eunice Baguma Ball, Gründerin des <a href="http://www.africatbn.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Technology Business Networks</a>&nbsp;in London und Autorin des Buchs <a href="http://afrika.click/ball" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Founding Women</a>, sieht prinzipiell enorme Chancen für Unternehmerinnen in Afrikas wachsenden Innovations-Ökosystemen. Voraussetzung dafür seien allerdings maßgeschneiderte Förderungsinstrumente. &#8222;Afrikanische Unternehmerinnen, die bei der Gründung mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert sind, brauchen Unterstützung&#8220;, sagt Ball.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="traditionelle-rollenbilder">Traditionelle Rollenbilder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründe für den niedrigen Frauenanteil sind vielfältig, ein Hauptgrund sind aber sicherlich traditionelle Vorbehalte. Odunayo Eweniyi, Mitgründerin der Online-Spar-Plattform&nbsp;<a href="https://www.piggybank.ng/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">piggybank.ng</a>&nbsp;in Lagos, Nigeria, kennt die weitverbreitete Skepsis gegenüber Unternehmerinnen aus eigener Erfahrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Startups wagen häufig den Sprung in ein Geschäft, das als unsicher, risikoreich und schwierig gilt&#8220;, erzählt Eweniyi. &#8222;Von Kindesbeinen an werden Frauen darin bestärkt, dass Tätigkeiten mit diesen Voraussetzungen schlecht für sie sind. Sehr häufig wird Frauen schlicht untersagt, nach etwas Höherem zu streben. Die Folge davon ist, dass sie dazu neigen, sich in wenig risikoreichen Unternehmungen zu versuchen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Journalistin und Unternehmerin Rosemary Egbo ergänzt, dass die Vorurteile bis ins Bankenwesen reichen. &#8222;Finanzinstitute sind bei der Kreditvergabe an Unternehmerinnen nicht so schnell wie bei Unternehmern. Männer werden als bessere Risikomanager wahrgenommen, ihnen wird eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit zugestanden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass genau das Gegenteil der Fall ist, belegt eine Untersuchung der Risikokapitalfirma <a href="http://www.illuminate.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Illuminate Ventures</a>&nbsp;in Oakland, Kalifornien. Technologieunternehmen, die von Frauen geführt werden, haben einen um 35% höheren Return on Investment als jene von Männern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für Eunice Baguma Ball sind Frauen die besseren Unternehmer: &#8222;Von der wirtschaftlichen Unterstützung von Frauen profitiert die gesamte Gesellschaft, da sie 90% ihres Verdienstes in ihre Familien und in die Gemeinschaft investieren. Bei Männern ist das nur bei 30 bis 40% der Fall.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="netzwerke-als-schlussel">Netzwerke als Schlüssel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Grund für den niedrigen Anteil von Startup-Unternehmerinnen ist, dass die mächtigen Netzwerke von Männern dominiert werden. Odunayo Eweniyi empfiehlt die Schaffung von Frauennetzwerken, in denen Unternehmerinnen vom Wissen und von den Erfahrungen anderer profitieren können. Für Eweniyi laufen viele Geschäftsanbahnungen unter Männern auf informeller Ebene, z. B. in Bars und Clubs. Reine Frauennetzwerke könnten hier ein Gegenstück bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Frauen zu gleichberechtigten Partnern in Wirtschaftswelt zu machen, braucht es viel Lobbying in eigener Sache. Ball hat mit ihrem Unternehmen ATBN die Initiative #HerFutureAfrica ins Leben gerufen, die von Frauen geführte Startups in Afrika vernetzen will. Außerdem unterstützt sie Jungunternehmerinnen mit dem Verkaufserlös ihres Buchs <a href="http://afrika.click/ball" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Founding Women</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="boomende-startup-szene">Boomende Startup-Szene</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren haben internationale Investoren die rasant wachsenden Startup-Ökosysteme in Afrika auf den Schirm. Kenia, Nigeria und Südafrika gelten dabei derzeit als die populärsten Märkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einigen Ländern in Nordafrika werden Gründungen von Frauen gezielt unterstützt. So gibt es in Marokko bereits Dutzende von Frauen geführte Tech-Startups. Als Vorzeigeunternehmen gilt z. B. die grenzüberschreitende Handelsplattform&nbsp;<a href="https://waystocap.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WaystoCap</a>&nbsp;aus Casablanca, die von Niama El Bassunie ins Leben gerufen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Brüssel ansässige Gründerinnen-Initiative&nbsp;<a href="https://womenpreneur-initiative.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Womenpreneur</a>&nbsp;hat es zur Aufgabe gemacht, Startups von Frauen im Nahen Osten und in Nordafrika zu identifizieren und zu unterstützen. Eine Maßnahme dafür ist die Errichtung von Gründerzentren, in denen Unternehmerinnen mit finanziellen und technischen Dienstleistungen gefördert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eunice Baguma Ball wünscht sich eine Art &#8222;Pipeline&#8220; für weibliche Talente, die über die Fähigkeiten und den Ehrgeiz verfügen, erfolgreiche Tech-Startups aufzubauen: &#8222;Und das erfordert in erster Linie eine Veränderung der alten Einstellung, dass Technologie oder &#8218;Big Business&#8217;nur für Männer sind.&#8220; (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Finnbar Toesland ist Mitarbeiter unseres Partnermagazins <a href="https://www.un.org/africarenewal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Renewal</a> der Vereinten Nationen. Der englischsprachige Originalbeitrag ist erstmals in Ausgabe <a href="https://www.un.org/africarenewal/magazine/issue/august-november-2018" target="_blank" rel="noreferrer noopener">August-November 2018</a> erschienen. Der erste Absatz wurde von der afrika.info-Redaktion um die aktuellen Zahlen aus dem <a href="https://newsroom.mastercard.com/wp-content/uploads/2018/03/MIWE_2018_Final_Report.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MasterCard Index of Female Entrepreneurship 2018</a> ergänzt.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Afrikanische Startup-Unternehmerinnen wollen traditionelle Rollenbilder aufbrechen und sich stärker vernetzen. (Foto: Shutterstock)</p>
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		<title>Das Einhorn von Yaba</title>
		<link>https://afrika.info/das-einhorn-von-yaba/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2016 15:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Sturmer]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Yaba]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun hat Afrika sein erstes "Unicorn". Anfang März hat die "Africa Internet Group" (AIG) bekanntgegeben, 327 Millionen US-Dollar (300 Mio. Euro) an frischem Kapital erhalten zu haben. Damit ist der Unternehmenswert auf über eine Milliarde US-Dollar gestiegen. Die Büros der AIG befinden sich in Yaba, dem pulsierenden Startup-Zentrum von Afrikas größter Metropole Lagos.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 10. März 2016</p>



<p class="wp-block-paragraph">Salzburg (afr). Nun hat Afrika sein erstes &#8222;Unicorn&#8220;. Anfang März hat die &#8222;Africa Internet Group&#8220; (AIG) bekanntgegeben, 327 Millionen US-Dollar (300 Mio. Euro) an frischem Kapital erhalten zu haben. Damit ist der Unternehmenswert auf über eine Milliarde US-Dollar gestiegen. Die Büros der AIG befinden sich in Yaba, dem pulsierenden Startup-Zentrum von Afrikas größter Metropole Lagos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Dach der&nbsp;<a href="http://africainternetgroup.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AIG</a>&nbsp;bündelt das deutsche Internetunternehmen&nbsp;<a href="https://www.rocket-internet.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rocket Internet</a>&nbsp;der Samwer-Brüder seine Afrika-Aktivitäten. In den 327 Millionen US-Dollar sind neue Investments vom US-Bankhaus Goldman Sachs und dem französischen Versicherungskonzern AXA eingerechnet. Auch die Altinvestoren – der südafrikanische Mobilfunkbetreiber MTN und Rocket Internet selbst – legten nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch diese Finanzierungsrunde erreicht die AIG einen Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar (1 Mrd. Euro). Damit ist das Unternehmen das erste &#8222;Unicorn&#8220; des Kontinents. Zum &#8222;Club der Unicorns&#8220; zählen Startups, die mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet sind. Die Liste des Magazins&nbsp;<a href="http://fortune.com/unicorns/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fortune</a>&nbsp;umfasst 174 solcher Unternehmen weltweit.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AIG wurde 2012 in Nigeria gegründet. Zur Gruppe gehören derzeit zehn Technologieunternehmen, die in mehr als 30 Ländern des Kontinents tätig sind. Zu diesen Unternehmen zählen der Online-Shop&nbsp;<a href="https://www.jumia.com.ng/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jumia</a>, die Hotelbuchungsplattform&nbsp;<a href="http://www.jovago.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jovago</a>, die Taxi-Buchungs-App&nbsp;<a href="http://www.easytaxi.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EasyTaxi</a>&nbsp;oder der Lieferdienst&nbsp;<a href="https://www.hellofood.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">HelloFood</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="willkommen-im-yabacon-valley">Willkommen im &#8222;Yabacon Valley&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie etliche andere technologieorientierte Firmen auch, hat die AIG ihre Büros in Yaba, einem nördlichen Vorort der 20-Millionen-Metropole von Lagos. &#8222;Yabacon Valley&#8220; wird das Viertel auch genannt, in Anspielung auf das Silicon Valley in Kalifornien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben einer Vielzahl von Gründern finden sich hier auch etablierte höhere Bildungseinrichtungen, wie z. B. das renommierte&nbsp;<a href="http://www.yabatech.edu.ng/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Yaba College of Technology</a>&nbsp;oder die&nbsp;<a href="http://www.unilag.edu.ng/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">University of Lagos</a>. Durch die hohe Konzentration von tertiären Bildungsinstituten ist der Stadtteil zu einem Magnet für junge Menschen geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitverantwortlich für den Boom in Yaba dürfte aber auch die Ansiedelung von Inkubatoren wie dem&nbsp;<a href="http://cchubnigeria.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Co-Creation Hub</a>&nbsp;(CcHUB) im Jahr 2011 gewesen sein. Die&nbsp;<a href="http://blogs.worldbank.org/ic4d/tech-hubs-across-africa-which-will-be-legacy-makers" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltbank</a>&nbsp;listet in ganz Afrika mehr als 120 solcher Inkubatoren und verweist auf ihre führende Rolle im Aufbau von erfolgreichen Startup-Ökosystemen. Bislang hat CcHub 70 Startups begleitet, schreibt das Magazin&nbsp;<a href="http://africanbusinessmagazine.com/sectors/technology/startups-head-to-lagos-silicon-valley/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Business</a>. Auch der Accelerator&nbsp;<a href="http://www.idea-nigeria.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">iDEA</a>, der vom Ministerium für Kommunikationstechnologie ins Leben gerufen wurde, hat mittlerweile seinen Sitz in Yaba.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="gute-infrastruktur-zieht-unternehmen-an">Gute Infrastruktur zieht Unternehmen an</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die vitale Tech-Szene von Yaba zieht auch etablierte Firmen an. Seit 2011 haben mehr als 30 Technologieunternehmen ihre Zelte im nigerianischen Startup-Viertel aufgeschlagen. Das E-Commerce-Unternehmen&nbsp;<a href="http://www.konga.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Konga</a>&nbsp;hat hier sein neues Hauptquartier im Jahr 2014 eröffnet, im Februar 2015 folgten sechs Unternehmen der AIG.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der räumlichen Nähe zu Gründern dürften auch die im Vergleich zu anderen Stadtteilen von Lagos günstigen Grundstücks- und Mietpreise, die gute Verkehrslage und schnelles Breitbandinternet eine große Rolle spielen. So hat der Telekommunikationsanbieter&nbsp;<a href="http://www.mainone.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MainOne</a>&nbsp;ein Glasfaserkabel verlegt, das eine hohe Internet-Verfügbarkeit gewährleistet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria zählt heute neben Kenia und Südafrika zu den international am stärksten beachteten Technologie-Standorten. Laut dem aktuellem&nbsp;<a href="https://afrika.info/afrika-startups-auf-dem-vormarsch/">Bericht</a>&nbsp;des Branchenmagazins &#8218;Disrupt Africa&#8216; gingen im Jahr 2015 mehr als ein Viertel aller Startup-Finanzierungen in Afrika an Jungunternehmer in der größten Volkswirtschaft des Kontinents. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Der Stadtteil Yaba von Lagos ist zum Mekka für Technologieunternehmen geworden. (Foto:&nbsp;<a href="https://www.flickr.com/people/119697633@N05">T. Obi</a>&nbsp;&#8211;&nbsp;<a href="https://www.flickr.com/photos/119697633@N05/12998105744/">CcHub, Yaba, Lagos, Nigeria</a>,&nbsp;<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>)</p>
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		<title>Startups in Afrika auf dem Vormarsch</title>
		<link>https://afrika.info/startups-in-afrika-auf-dem-vormarsch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2016 14:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Investment]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Sturmer]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Solarstromanbieter M-KOPA Solar in Kenia hat im Jahr 2015 in zwei Finanzierungsrunden 28,7 Mio. Euro eingesammelt. An der Investitionssumme bemessen, war das Unternehmen das erfolgreichste Startup in Afrika im letzten Jahr. Ein neuer Bericht dokumentiert die zunehmende Attraktivität des Ökosystems und ortet in einigen Ländern sogar Goldgräberstimmung.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Martin Sturmer&nbsp;| 8. Februar 2016</p>



<p class="wp-block-paragraph">Salzburg (afr). Der Solarstromanbieter M-KOPA Solar in Kenia hat im Jahr 2015 in zwei Finanzierungsrunden 28,7 Mio. Euro eingesammelt. An der Investitionssumme bemessen, war das Unternehmen das erfolgreichste Startup in Afrika im letzten Jahr. Ein neuer Bericht dokumentiert die zunehmende Attraktivität des Ökosystems und ortet in einigen Ländern sogar Goldgräberstimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits mehr als 280.000 Haushalte in Kenia, Tansania und Uganda sind durch&nbsp;<a href="http://www.m-kopa.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">M-KOPA Solar</a>&nbsp;zu einer preiswerten Stromversorgung gekommen. Und täglich wächst das Startup um 500 Neukunden. Das im Oktober 2012 in der kenianischen Hauptstadt Nairobi gegründete Unternehmen hat eine Haus-Solaranlage entwickelt, die selbst für einkommensschwache Familien leistbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erzeugte Solarenergie reicht aus, um Räume zu beleuchten, Haushaltsgeräte zu betreiben oder Mobiltelefone zu laden. Auch als Arbeitgeber spielt M-KOPA Solar eine immer wichtigere Rolle: Das Unternehmen beschäftigt in den drei ostafrikanischen Märkten bereits 650 Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wunder, dass M-KOPA Solar angesichts dieser Zahlen die Aufmerksamkeit von Investoren auf sich gezogen hat. Bei der letzten Finanzierungsrunde Anfang Dezember 2015 waren Größen wie&nbsp;<a href="https://www.generationim.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Generation Investment Management</a>&nbsp;um den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore, Sir Richard Branson und die AOL-Gründer Jean und Steven Case mit von der Partie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Länder im Fokus von Investoren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch der Erfolg von M-KOPA Solar soll nicht darüber hinweg täuschen, dass sich der Großteil der Investments in Afrika bislang auf wenige Länder konzentriert. Den ersten fundierten Überblick über Investitionen in afrikanische Startups haben Gabriella Mulligan und Tom Jackson geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jackson und Mulligan sind Gründer des Online-Portals&nbsp;<a href="http://disrupt-africa.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Disrupt Africa</a>, das sich vorrangig mit Startup-Themen beschäftigt. Laut ihrer Studie wurden 2015 rund 170 Mio. Euro in 125 Startups in 13 afrikanischen Ländern investiert. Die durchschnittliche Investitionssumme betrug damit 1,36 Mio. Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">81,7 % der gesamten Investitionssumme verteilten sich dabei auf nur drei Länder nämlich Südafrika, Nigeria und Kenia. Die größten Investments nach M-KOPA erhielten das auf mobile Transaktionen spezialisierte Unternehmen&nbsp;<a href="http://www.wigroupinternational.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wiGroup</a>&nbsp;aus Südafrika (24,3 Mio. Euro) und der Solarspezialist&nbsp;<a href="http://offgrid-electric.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Off Grid Electric</a>&nbsp;aus Tansania (22,8 Mio. Euro).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nur die Spitze des Eisbergs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tom Jackson von Disrupt Africa ist überzeugt, dass die vorgelegten Zahlen nur die Spitze des Eisbergs sind: &#8222;Es hat sicher etliche Finanzierungsrunden auf dem Kontinent gegeben, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne gegangen sind&#8220;, so Jackson. &#8222;Aber um die Entwicklung des Ökosystems zu zeigen, stellen unsere Zahlen einen exzellenten Ausgangspunkt dar.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Kollegin Gabriella Mulligan geht davon aus, dass die Jungunternehmer-Szene weiter wachsen wird. &#8222;2015 war ein aufregendes Jahr für afrikanische Technologie-Startups&#8220;, meint die südafrikanische Journalistin, &#8222;unsere Daten belegen eine wachsende Anziehungskraft des Ökosystems, mit einer größeren Anzahl qualitativ-hochwertiger Tech-Startups und stärker Investorenaktivitäten als je zuvor.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der&nbsp;<a href="http://disrupt-africa.com/funding-report/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">African Tech Startups Funding Report 2015</a>&nbsp;von&nbsp;<a href="http://disrupt-africa.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Disrupt Africa</a>&nbsp;kostet 50 US$ (43 Euro) und ist hier erhältlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Der iHub in Nairobi ist die wichtigste Keimzelle für Tech-Startups in Kenia. Der Coworking Space wurde von Eris Hersman im März 2010 gegründet. (Foto:&nbsp;<a href="https://www.flickr.com/photos/ulkoministerio/16771867082/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ulkoministeriö/Alex Kamweru</a>,&nbsp;<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC BY-NC-ND 2.0</a>)&nbsp;</p>
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