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	<title>Wald Archive | afrika.info</title>
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	<title>Wald Archive | afrika.info</title>
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		<title>Tsotso-Öfen sollen Bäume retten</title>
		<link>https://afrika.info/tsotso-oefen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2024 15:05:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Busani Bafana]]></category>
		<category><![CDATA[David Hancock]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Simbabwe hat die höchste Entwaldungsrate im südlichen Afrika. Vor allem in ländlichen Gebieten sind die Menschen auf Brennholz zur Energiegewinnung angewiesen. Die energieeffizienten Tsotso-Öfen sollen dabei helfen, der Abholzung entgegenzuwirken.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Busani Bafana und Martin Sturmer | 11. Januar 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kezi, Oberndorf bei Salzburg (IPS/afr). Simbabwe hat die höchste Entwaldungsrate im südlichen Afrika. Vor allem in ländlichen Gebieten sind die Menschen auf Brennholz zur Energiegewinnung angewiesen. Die energieeffizienten Tsotso-Öfen sollen dabei helfen, der Abholzung entgegenzuwirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bäuerin Sehlisiwe Sibanda aus dem Dorf Kezi im Süden von Simbabwe kocht bereits seit fünf Jahren mit einem Tsotso-Ofen. Und dieser hat ihr Leben verändert: Früher musste sie mit ihrem Schubkarren wöchentlich riesige Holzscheite aus einem nahegelegenen Wald holen. Heute reichen ihr kleine Äste und Zweige.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorteil von Tsoto-Öfen steckt bereits&nbsp; im Namen: Das Wort &#8222;Tsotso&#8220; kommt aus dem Shona und bedeutet &#8222;Zweig”. Aufgrund ihrer Konstruktion sind Tsotso-Öfen effizienter als offene Feuerstellen. Eine isolierte Kammer und eine optimierte Luftzirkulation sorgen für hohe Hitze bei niedrigem Brennholzverbrauch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">“Der Ofen war mein Lebensretter”</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sibanda hat ihren Tsotso-Ofen selbst mit Lehmziegeln gebaut. Die beiden Kochplatten sind aus Eisenrädern gefertigt, die von einem alten Pflug stammen. Sibandas Tsotso-Ofen liefert genügend Energie, um Mahlzeiten für die fünfköpfige Familie zu kochen, Wasser zu erwärmen und die beliebten Scones zu backen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Ofen war mein Lebensretter”, erzählt Sibanda, “die Familie bekommt jetzt warme Mahlzeiten und hat jeden Tag heißes Badewasser.” Außerdem verdient sie sich durch den Verkauf von Scones an Schulen und an ihre Nachbarn ein gutes Zubrot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tsotso-Ofen wirkt sich auch positiv auf das Zusammenleben aus. Früher war Sibandas Haus durch die offene Feuerstelle stark verqualmt. Nun kann der Rauch durch ein Kaminrohr ins Freie entweichen. “Der Ofen hat uns zusammengebracht. Wenn ich nun koche oder backe, versammelt sich die ganze Familie in der Küche.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Enormer Waldschwund</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sibandas Dorf ist nicht an das Stromnetz angeschlossen. Wie 98 Prozent der Menschen im ländlichen Simbabwe, sind die Bewohner*innen von Kezi auf Brennholz angewiesen. Die Folgen für den Waldbestand des Landes sind gravierend: Laut dem <a href="https://www.undp.org/zimbabwe/news/keeping-our-forests-alive-and-thriving" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen</a> (UNDP)  verliert Simbabwe pro Jahr 327.000 Hektar seiner Wälder &#8211; nirgendwo im südlichen Afrika ist die Entwaldung stärker.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Offene Feuerstellen im Haus gefährden außerdem die Gesundheit. Nach Angaben der <a href="https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/household-air-pollution-and-health" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltgesundheitsorganisation</a> (WHO) ist die Luftverschmutzung in Haushalten weltweit für 3,2 Millionen Todesfälle jährlich verantwortlich, darunter 237.000 Kinder unter fünf Jahren.  </p>



<h2 class="wp-block-heading">2,1 Stunden pro Tag für’s Sammeln von Brennholz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sehilisiwe Sibanda ist von ihrem Tsotso-Ofen so angetan, dass sie nun andere Frauen im Ofenbau unterrichtet. Sibanda hat dazu ein Training bei der NGO “Hope for a Child in Christ” (HOCIC) besucht, die von Oxfam International unterstützt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lakiness Zimanyiwa von HOCIC weist darauf hin, dass durch die Öfen auch ein unnötiger Zeitverlust vermieden wird. Eine Studie der <a href="https://documents.worldbank.org/en/publication/documents-reports/documentdetail/164241468178757464/clean-and-improved-cooking-in-sub-saharan-africa-a-landscape-report" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltbank</a> zeigt, dass Haushalte in Afrika pro Tag durchschnittlich 2,1 Stunden aufwenden müssen, um Brennholz zu sammeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Tsotso-Öfen verkürzen die Dauer, die Frauen zum Brennholzholen benötigen”, erklärt Zimanyiwa, “stattdessen können sie sich um andere wichtige Aufgaben kümmern, wie z. B. das eigene Einkommen durch den Verkauf von Scones zu verbessern.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erfinder lebt heute in Österreich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Erfinder des Tsotso-Ofens gilt David Hancock, der 1955 in Bulawayo geboren wurde und heute in Murau in der Steiermark lebt. Nach dreijähriger Entwicklungsarbeit am Development Technology Centre (DTC) der University of Zimbabwe präsentierte Hancock im Jahr 1987 seinen marktreifen Prototyp. Dieser war tragbar, aus Metall und Stahlblech gefertigt und hatte eine Isolierung mit dem Schichtsilikat Vermiculit zwischen der inneren und äußeren Wand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch betont Hancock aber, dass sein Tsotso-Ofen nur entfernt mit den aktuellen Modellen zu tun hat: “Der Name Tsotso wird heute für jede Art von energiesparenden Öfen verwendet.” Unverändert geblieben ist allerdings die Notwendigkeit für Holzsparöfen: Hancock erinnert daran, dass bereits in den 1980er-Jahren von einer Brennholzkrise im südlichen Afrika gesprochen wurde. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Sehlisiwe Sibanda mit Ästen und Zweigen, die sie für ihren Tsotso-Ofen verwendet. (Foto: Busani Bafana/IPS)</p>
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		<title>Entwaldung im Kongobecken schafft Armut</title>
		<link>https://afrika.info/entwaldung-im-kongobecken-schafft-armut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2022 15:10:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äquatorialguinea]]></category>
		<category><![CDATA[DR Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[Kamerun]]></category>
		<category><![CDATA[Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Kongobecken]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvie Djacbou Deugoue]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als wir unter dem Blätterdach des Regenwaldes im Kongobecken aufwuchsen, war der Wald mehr als nur unser Zuhause. Er war unser Spielplatz, unsere Apotheke, unser Lehrer, unser Therapeut. Mit seiner reichen Artenvielfalt war er eine Quelle der Lebensgrundlage. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Sylvie Djacbou Deugoue* | 25. Mai 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yaoundé (IPS/afr). Als wir unter dem Blätterdach des Regenwaldes im Kongobecken aufwuchsen, war der Wald mehr als nur unser Zuhause. Er war unser Spielplatz, unsere Apotheke, unser Lehrer, unser Therapeut. Mit seiner reichen Artenvielfalt war er eine Quelle der Lebensgrundlage. Und er half, uns vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese massive Entwaldung des Kongobeckens hat zur Enteignung indigener und lokaler Gemeinschaften von ihrem angestammten Land geführt. Die Folge davon sind erhöhte Kohlenstoffemissionen, Migration, das Verschwinden von Kultur und Sprache der indigenen Gemeinschaften sowie ein Anstieg der extremen Armut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Regenwald im Kongobecken ist größer als der US-Bundesstaat Alaska und erstreckt sich über sechs zentralafrikanische Länder (DR Kongo, Republik Kongo, Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun und Zentralafrikanische Republik). Nach Amazonien beheimatet das Kongobecken den zweitgrößten tropischen Regenwald der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich hat der Weltklimarat den <a href="https://www.ipcc.ch/report/sixth-assessment-report-working-group-3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dritten Teil seines Sechsten Sachstandsbericht</a> veröffentlicht. . Der Bericht macht deutlich, dass noch viel zu tun ist, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. Und der Wald im Kongobecken bildet in diesem Kampf eine der zentralen Frontlinien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weltklimarat warnt davor, dass das Klima zusammenbrechen wird, wenn nichts unternommen wird. Und: Dieses Szenario wird von einer Zunahme extremer Armut begleitet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umdenken der Regierungen gefordert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 7. bis 18. November wird die UN-Klimakonferenz (COP 27) in Scharm asch-Schaich in Ägypten stattfinden. Wir erwarten uns dabei mehr Taten und weniger leere Versprechungen von Afrikas Führer*innen. Wir erwarten uns außerdem, dass die Jugend das Kommando übernimmt, wenn es darum geht, ihre Regierungen zur Rechenschaft zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig, darüber nachzudenken, wie wir COP 27 dazu nutzen können, um die nationalen Regierungen – insbesondere jene des Kongobeckens – dazu zu bewegen, mit der gleichen Geschwindigkeit zu handeln, mit der sie ihre Zusagen zur Bewältigung der Klimakrise gemacht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn das derzeitige wirtschaftliche Entwicklungsmodell im Kongobecken basiert auf massiver Entwaldung: Immer mehr großflächigen Flächen werden für den industrielle Anbau von Palmöl und Kautschuk konzessioniert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pro Minute werden zehn Fußballfelder gerodet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verlust des Waldökosystems – und damit des geistigen und kulturellen Erbes der Gemeinschaft – ist unumkehrbar. Die tropischen Regenwälder des Kongobeckens werden vernichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswirkungen sind nicht nur wirtschaftlicher Natur: Wenn Wälder abgeholzt werden, wird der darin gespeicherte Kohlenstoff als Kohlendioxid wieder in die Atmosphäre freigesetzt. Laut den jüngsten Daten von <a href="https://www.globalforestwatch.org/blog/data-and-research/global-tree-cover-loss-data-2021/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Global Forest Watch</a> gingen allein im letzten Jahr 3,75 Millionen Hektar unberührter Regenwald verloren. Pro Minute wurde eine Fläche von zehn Fußballfelder gerodet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kamerun zum Beispiel hat im Jahr 2021 mehr als 80.000 Hektar seiner Primärwälder verloren, das entspricht einer Verdoppelung im Vergleich zum Jahr 2019. In der Demokratischen Republik Kongo waren es letztes Jahr sogar fast eine halbe Million Hektar – um 29% mehr als im Jahr 2020. Die Rodungen passieren nur deshalb, dass sich ein kleiner Teil der egoistischen Eliten daran bereichern kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lebensgrundlage geht verloren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesem Tempo gibt es bald keine Möglichkeit mehr, den Waldverlust bis 2030 rückgängig zu machen, wie es die Staats- und Regierungschefs aus 141 Ländern auf dem letztjährigen UN-Klimakonferenz COP 26 in Glasgow versprochen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem gewährt Kamerun einem Unternehmen wie Camvert SA Steuerbefreiungen für die Umsetzung eines fast 60.000 Hektar großen Projekts zur Gewinnung von Palmöl. Dieses Projekt wird nicht nur zur Entwaldung, sondern auch zur Zerstörung der biologischen Vielfalt sowie zum Verlust der Lebensgrundlagen der Gemeinden führen. Damit werden die Menschen in extreme Armut geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Mitglied der Waldgemeinschaft erzählte mir: „Bevor diese Firma aktiv wurde, lebte ich vom Verkauf forstwirtschaftlicher Erzeugnisse – außer Holz. Auch im Krankheitsfall konnte ich im Wald natürliche Arzneimittel zur Behandlung finden. Jetzt gibt keinen Wald mehr, und wir sind uns selbst überlassen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lokale Bevölkerung hat nichts von den Deals</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die angeblichen Vorteile der Deals zwischen Regierungen und Unternehmen kommen nicht bei der lokalen Bevölkerung an. Sie werden selten beschäftigt, wenn diese Konzessionen erteilt werden. Meine Nachforschungen haben gezeigt, dass Arbeiter*innen für konzessionierte Gebiete aus anderen Regionen des Landes rekrutiert werden. Selbst wenn lokale Arbeiter*innen eingestellt werden, erhalten sie nur einen Hungerlohn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Industrieunternehmen prahlen oft damit, dass sie die Entwicklung durch den Bau von Straßen fördern. Dabei ist es aber wichtig zu beachten, dass diese Straßen hauptsächlich dazu dienen, Holz auf den Markt zu befördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Staaten im Kongobecken sind besonders anfällig: Laut <a href="https://www.worldbank.org/en/country/cameroon/overview#1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltbank</a> ist Kamerun weit davon entfernt ist, eine substanzielle Verringerung der Armut zu erreichen. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch weiter verschlimmert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Demokratische Republik Kongo zeigte ein kürzlich erschienener Bericht, dass zwischen 2014 und 2020 mehr als zehn Millionen US-Dollar an Forstgebühren nicht an die Staatskasse gezahlt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwaldung befeuert den Klimawandel, und dieser wird die Armut weiter verschärfen. Der jüngste IPCC-Bericht schätzt, dass der Klimawandel allein im nächsten Jahrzehnt 32 bis 132 Millionen weitere Menschen in die extreme Armut treiben wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gesunde Wälder für ein gesundes Leben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, wir brauchen Entwicklung. Aber zu welchem Preis? Und wem soll diese Entwicklung zugute kommen? Der Schutz der Wälder ist eine Frage der Erhaltung der Lebensgrundlagen der lokalen Gemeinschaft und der Verringerung der Armut. Durch die Vergabe von immer mehr Forstkonzessionen an die Wirtschaft werden wir nicht reicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir brauchen alternative Entwicklungsmodelle, die das Wohlergehen indigener Gemeinschaften berücksichtigen und gesunde Wälder fördern. Die Nutzung der Weisheit und des Wissens der indigenen Bevölkerung schafft Chancen zur Entwicklung der Waldbewirtschaftung und sichert gleichzeitig das Land der Gemeinden. Dieser Weg trägt letztendlich auch dazu bei, die Klimaziele zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir eine nachhaltige Entwicklung und die Beseitigung der Armut im Kongobecken wollen, muss die Entwaldung wirksam gestoppt. Es braucht die Umsetzung einer Klimapolitik, die soziale Gerechtigkeit und eine Beteiligung der Gemeinschaften an der Entscheidungsfindung gewährleistet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist an der Zeit, dass die verschiedenen politischen Akteure im Kongobecken mehr als ihre persönlichen wirtschaftlichen Interessen berücksichtigen. Sie müssen die langfristige Notwendigkeit – gesunde Wälder für ein gesundes Leben – stärker in Betracht ziehen. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse">*Sylvie Djacbou Deugoue ist Waldschützerin bei Greenpeace Africa.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Der Sangha ist ein Nebenfluss des Kongo in der Republik Kongo. (Foto: Shutterstock.com)</p>
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