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	<title>Sansibar Archive | afrika.info</title>
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	<description>Changing Perceptions</description>
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	<title>Sansibar Archive | afrika.info</title>
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		<title>Schwammzüchterinnen entrinnen der Armut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Apr 2025 13:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Vaterlaus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Jambiani an der Ostküste Sansibars wagen Frauen den Sprung in eine neue Zukunft - mit nachhaltiger Schwammzucht. Sie schaffen damit eine Lebensgrundlage, die obendrein die Ökosysteme des Indischen Ozeans schützt.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Kizito Makoye | 10. April 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jambiani, Sansibar (IPS/afr). Früh am Morgen, wenn sich das Meer langsam zurückzieht, bindet Zulfa Abdallah ihr Kopftuch fest, setzt die Schwimmbrille auf und steckt den Schnorchel an den Kopf. Dann watet sie entschlossen in das brusttiefe Wasser vor dem Dorf Jambiani auf Sansibar. Der Indische Ozean ist ihr Arbeitsplatz – und ihre Hoffnung. Denn inmitten von Armut und Klimawandel finden Frauen wie sie dort eine neue Perspektive.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher verdiente Abdallah ihr Geld mit dem Anbau von <a href="https://afrika.info/sansibars-frauen-machen-mehr-aus-seetang/">Meeresalgen</a>. Doch steigende Wassertemperaturen haben diese Lebensgrundlage zerstört. An ihre Stelle ist nun ein anderes Produkt getreten: Meeresschwämme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist wie eine Wunderpflanze, die mir mein Leben zurückgegeben hat”, sagt die 34-Jährige, während sie die porösen Gebilde prüft, die an Seilen unter Wasser hängen. „Sie brauchen Geduld und Fürsorge – wie ein Baby. Aber wie bei Kindern bekommt man auch viel zurück.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit vier Jahren betreibt Abdallah ihre Schwammzucht bereits. Die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern wurde von der Schweizer Organisation <a href="https://www.marinecultures.org/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marine Cultures</a> ausgebildet. Ihre Unterwasserfarm besteht aus einem Netz aus Seilen, die zwischen Bojen gespannt sind. An den Seilen hängen die Schwämme, die sanft vom Indischen Ozean bewegt werden. Jeder einzelne Schwamm muss regelmäßig gereinigt, gepflegt und vor Fressfeinden geschützt werden. Die Arbeit ist hart – aber sie verändert Leben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr Einkommen, mehr Selbstständigkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Früher brachte ihr die Arbeit mit Meeresalgen kaum 30 US-Dollar im Monat – zu wenig, um ihre Familie zu ernähren. Heute verdient sie durch die Schwammzucht etwa das Dreifache. Sie konnte das Haus ihrer Mutter renovieren, neue Möbel kaufen und Geld für ein eigenes Grundstück zur Seite legen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Viele Frauen dachten zunächst, ich verschwende meine Zeit“, erinnert sich Abdallah an die anfänglichen Zweifel ihrer Nachbarinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ihre Erfolgsgeschichte ist kein Einzelfall mehr. In den letzten zehn Jahren hat Marine Cultures rund ein Dutzend Frauen im Dorf Jambiani ausgebildet – ehemals arme Algenbäuerinnen, aus denen heute selbstbewusste Unternehmerinnen geworden sind. Sie alle brechen mit gesellschaftlichen Erwartungen in einer noch immer patriarchal geprägten Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Lange hat man gesagt, Frauen gehören ins Haus“, erzählt Ausbilderin Nasir Haji. „Aber diese Frauen beweisen, dass sie nicht nur arbeiten, sondern auch ein gutes Einkommen verdienen können.“ Haji ist die erste Frau in Sansibar, die den Beruf als Schwammzüchterin ergriffen hat – vor mittlerweile zehn Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meeresschwämme, die in touristischen Läden zwischen 15 und 30 US-Dollar pro Stück kosten, werden als Bade- und Kosmetikartikel oder zur Babypflege verkauft. Eine lokale Kooperative sorgt dafür, dass die Bäuerinnen 70 Prozent der Einnahmen erhalten. Der Rest deckt die Betriebskosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es fühlt sich gut an, sein eigenes Geld zu verdienen”, sagt Abdallah, “ich kann es ausgeben, wie ich will.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Herausforderungen unter Wasser</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz reibungslos verlief der Wechsel von der Algenzucht auf Schwammfarmen aber nicht. 2018 zerstörte eine Massenvermehrung winziger Schlangensterne fast die Hälfte der Schwämme. Im Jahr darauf bedrohte eine dichte Grünalgenblüte die Jungpflanzen. Doch die Frauen lernten, mit Rückschlägen umzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir entwickeln immer wieder neue Methoden, um Krankheiten zu vermeiden und die Schwämme gesund zu halten“, erklärt Abdallah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile sorgt das Projekt auch außerhalb Sansibars für Aufmerksamkeit. Marine Cultures arbeitet mit weiteren Küstengemeinden auf dem tansanischen Festland, Madagaskar und den Seychellen zusammen, um das Modell zu verbreiten. Gründer Christian Vaterlaus ist überzeugt, dass die Schwammzucht sowohl die Wirtschaft stärken als auch Meeresökosysteme schützen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nachhaltige, gemeinschaftsbasierte Aquakultur ist ein Gewinn für alle“, sagt Vaterlaus. “Sie sichert den Menschen, die es am dringendsten brauchen, ein Einkommen und trägt zum Umweltschutz bei.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Meeresbiologe Leonard Chauka von der Universität Dar es Salaam lobt das Projekt: „Die Schwammzucht ist eine Lebensader für Frauen, da sie ein stabiles Einkommen sichert, ohne die Meeresressourcen zu erschöpfen. Ökologisch gesehen sind Schwämme natürliche Filter – sie reinigen das Wasser und schaffen Lebensraum für Meereslebewesen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mut und Perspektiven</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Frauen wie die 31-jährige Hindu Rajabu ist das Projekt mehr als nur ein Job. Früher konnte sie ihre Kinder kaum ernähren. Jetzt spart sie für ihr eigenes Haus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich bin stolz auf mich“, sagt sie, während sie vorsichtig Algen von einem Schwamm streift.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4400" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye-1024x683.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye-640x427.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/04/jambiani-sansibar-meeresschwaemme-2-kizito-makoye.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hindu Rajabu (rechts im Bild) und ihre Kollegin sortieren getrocknete Schwämme für den Verkauf. (Foto: Kizito Makoye/IPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Doch es gibt auch kulturelle Hürden. Schwimmen gilt in vielen Teilen Sansibars noch immer als Tabu für Frauen. Marine Cultures hat Schwimmkurse für die Schwammfarmerinnen zur Pflicht gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich hatte große Angst vor dem Meer“, erzählt Abdallah, „aber nachdem ich schwimmen gelernt habe, fühle ich mich sicher und es macht mir tatsächlich Spaß, draußen meine Schwämme zu pflegen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück an Land versammeln sich die Frauen in einem kleinen Verarbeitungszentrum, um ihre Schwämme für den Markt vorzubereiten. Sie reinigen, sortieren und verpacken jeden einzelnen liebevoll. Jeder Schwamm bekommt ein Etikett, auf dem steht: “Nachhaltig gezüchtet in Sansibar“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Sonne untergeht, kehrt Aballah mit ihrer Ausrüstung nach Hause zurück. Ihre Kinder laufen ihr entgegen, ihr Lachen vermischt sich mit dem Rauschen der Wellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Meer schenkt uns eine echte Chance, etwas Besseres aufzubauen“, sagt sie. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Nasir Haji reinigt Schwämme im Indischen Ozean vor Jambiani an der Ostküste Sansibars. (Foto: Kizito Makoye/IPS)<br></p>
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		<title>Sansibars Frauen machen mehr aus Seetang</title>
		<link>https://afrika.info/sansibars-frauen-machen-mehr-aus-seetang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Sep 2018 13:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kizito Makoye]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Sansibar]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als die Morgenbrise über Sansibars Ostküste fegt, watet Mwanamkasi Jumbe im knietiefen Wasser. Bevor es zu heiß wird, muss sie sich um ihre Seetang-Plantage kümmern. Zügig befestigt sie die Algen an einem gelben Seil aus Polyethylen. Ganze sechs Wochen wird es dauern, bis der Seetang reif für die Ernte sind.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Kizito Makoye | 18. September 2018</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paje (IDN/afr). Als die Morgenbrise über Sansibars Ostküste fegt, watet Mwanamkasi Jumbe im knietiefen Wasser. Bevor es zu heiß wird, muss sie sich um ihre Seetang-Plantage kümmern. Zügig befestigt sie die Algen an einem gelben Seil aus Polyethylen. Ganze sechs Wochen wird es dauern, bis der Seetang reif für die Ernte sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Es ist ein harter Job, aber ich liebe ihn&#8220;, sagt Jumbe. &#8222;Ich bekomme dafür Geld, um meine Familie zu unterstützen.&#8220; Die 48-jährige Mutter von sechs Kindern zählt zu einer Vielzahl von &#8222;Wakulima wa Mwani&#8220;, wie die Seetang-Farmerinnen in der Landessprache Swahili genannt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anbau von Seetang ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor auf Sansibar, dem semi-autonomen Archipel vor Tansania. Pro Jahr werden knapp acht Millionen US-Dollar umgesetzt &#8211; etwa die Hälfte bleibt bei den Produzenten. Nach Angaben der Regierung von Sansibar beschäftigt die Seetang-Industrie 23.000 Bauern, 90 Prozent davon sind Frauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jährlich werden über 11.000 Tonnen Tang geerntet und verkauft. Laut dem Handelsministerium von Sansibar zeichnen die Algen für 90 Prozent der maritimen Exporte des Archipels verantwortlich. Getrockneter Seetang ist vor allem als Grundlage für Kosmetikprodukte und Lebensmittel gefragt &#8211; die Abnehmer kommen aus Asien, Europa und den USA.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="traditionelle-rollenverteilung-uberwunden">Traditionelle Rollenverteilung überwunden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch das Geschäft war lange Zeit nicht einfach. Traditionelle Rollenbilder und eine fehlende Weiterverarbeitung vor Ort haben dazu geführt, dass die Seetang-Bäuerinnen kein leichtes Leben hatten. Doch die Situation hat sich in den letzten Jahren zum Guten gewandt, meint Jumbe: &#8222;Mein Leben ist heute besser als vor zehn Jahren.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mwanamkasi Jumbe ist bereits seit 20 Jahren im Anbau von Seetang tätig. Anfang war ihr Ehemann strikt dagegen, dass sie arbeiten geht. In der Zwischenzeit hat er allerdings seine Meinung geändert, da sie mit ihrer Beschäftigung ein gutes Einkommen erwirtschaftet. &#8222;Wir sind jetzt eine glückliche Familie&#8220;, erzählt Jumbe. “Mein Mann unterstützt mich sehr. Er hilft mir normalerweise, die Ernte zu schleppen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend für die Verbesserung der Einkommenssituation war auch die öffentliche Unterstützung für den Anbau von Algen. Bis vor 13 Jahren gab es nur die Möglichkeit, den Seetang direkt an Exportfirmen zu verkaufen. Die enorme Verhandlungsmacht dieser Unternehmen sorgte allerdings dafür, dass die Produzenten ihre Ernte zu Schleuderpreisen abgeben mussten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="seetang-cluster-ermoglicht-hohere-gewinne">Seetang-Cluster ermöglicht höhere Gewinne</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2006 trat die &#8222;Zanzibar Seaweed Cluster Initiative&#8220; (ZaSCI) auf den Plan, die gemeinsam vom &#8222;Institute of Marine Sciences&#8220; in Sansibar und der Regierung betrieben wird. Durch die Initiative lernten die Bäuerinnen, wie sie Wertsteigerungen für den Seetang erzielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rajab Ameir, ein leitender Beamter bei ZaSCI, bestätigt, dass die kommerzielle Verarbeitung vor Ort die wirtschaftlichen Erträge der Bäuerinnen immens erhöht hat. Als Beispiel nennt er die Produktion von Seetang-Pulver, das mit bis zu fünf US-Dollar pro Kilo gehandelt wird. &#8222;Das ist ein großer Wertzuwachs gegenüber dem Verkauf der unverarbeiteten Algen&#8220;, so Ameir. Denn für ein Kilo Rohstoff gibt es nicht einmal 20 US-Cent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mwanamkasi Jumbe ist es sogar gelungen, in ihrem Haus eine kleine Produktion einzurichten. Hier fertigt sie Seifen, Puder, Massageöl, Kuchen und Kekse aus Seetang. &#8222;Ich zähle nicht mehr nur auf den Export&#8220;, sagt sie, &#8222;ich verdiene mehr Geld, wenn ich die Nebenprodukte lokal verkaufe.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Zahra Omar, eine Seetang-Bäuerin aus dem Dorf Bweleo an der Westküste der Insel, ist dem Cluster beigetreten. Sie erklärt, dass durch die Mitgliedschaft ihre Verhandlungsmacht gegenüber den Abnehmern deutlich gestiegen ist. Jährlich verkauft sie etwa 30 Tonnen Seetang. Damit erzielt sie einen Jahresumsatz von 4.600 US-Dollar.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="klimawandel-lasst-algen-sterben">Klimawandel lässt Algen sterben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Bedrohung für das Geschäft der Seetang-Farmerinnen von Sansibar ist aber der Klimawandel. Die flachen Küsten und die hohen Gezeitenunterschiede bieten an und für sich ideale Voraussetzungen für die Gärten im Indischen Ozean. Steigende Meerestemperaturen führen aber immer häufiger zu bakteriellen Infektionen, die viele Algen nicht überstehen.<br><br>Das Seetang-Sterben bereitet der Meereswissenschaftlerin Flower Msuya vom Institute of Marine Sciences große Sorgen: &#8222;Die Temperaturen im seichten Wasser haben seit den 1990er-Jahren von unter 30 Grad auf etwa 38 Grad zugenommen. Und sie steigen weiter leicht.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hält die Entwicklung an, könnte das einen schweren Rückschlag für die Algen-Bäuerinnen auf Sansibar bedeuten. Denn der kommerzielle Anbau von Seetang ist erst in den späten 1980er-Jahren von den Philippinen auf Sansibars Hauptinsel Unguja gekommen. (Ende)</p>



<pre class="wp-block-verse" id="idn-ist-die-flaggschiff-agentur-des-international-press-syndicate"><a href="http://www.indepthnews.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">IDN</a>&nbsp;ist die Flaggschiff-Agentur des&nbsp;<a href="http://www.international-press-syndicate.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">International Press Syndicate</a>.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Auf Sansibar arbeiten etwa 20.000 Frauen als Seetang-Bäuerinnen. (Foto: Mwinyi Sadallah/IDN)</p>
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