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	<title>Mali Archive | afrika.info</title>
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	<description>Changing Perceptions</description>
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	<title>Mali Archive | afrika.info</title>
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		<title>Leben in der Zentralsahara</title>
		<link>https://afrika.info/veranstaltungen/tuareg-leben-in-der-zentralsahara/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2024 13:45:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
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		<category><![CDATA[Anja Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nomadismus]]></category>
		<category><![CDATA[Tuareg]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralsahara]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit den nachhaltigen Strategien der Tuareg beschäftigt sich der Vortrag von Anja Fischer am 21. November 2024 in Salzburg.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/veranstaltungen/tuareg-leben-in-der-zentralsahara/">Leben in der Zentralsahara</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Nachhaltige Strategien von Tuareg-Nomad*innen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im nördlichen Afrika leben circa zwei Millionen <strong>Tuareg</strong> auf ungefähr zwei Millionen Quadratkilometer extrem trockener Wüstenlandschaft und über mehrere Staaten (Mali, Algerien, Niger, Libyen, Burkina Faso) verteilt. Ihr Lebensstil ist minimalistisch und nachhaltig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tuareg haben für einen solch extremen Lebensraum Strategien entwickelt, wie z. B. ein effektives Transport- bzw. Recycling-System. Ihre Raumnutzung ist streng reglementiert und gleichzeitig optimiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem Vortrag wird <strong>Dr. Anja Fischer</strong> Einblicke in die nachhaltigen Strategien der Tuareg-Nomad*innen geben. Fischer unterrichtet am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien. Von 2002 bis 2012 lebte und forschte sie jeden Winter mehrere Monate bei Tuareg-Nomad*innen in der Zentralsahara. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2016 war Anja Fischer als Konsulentin für die UNHCR in Tuareg-Flüchtlingslagern in Burkina Faso tätig. 2022 kuratierte sie eine Tuareg-Ausstellung am Nationalmuseum von Katar.  Sie betreibt die Webseite <a href="http://imuhar.eu/site/de/home.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.imuhar.eu</a>.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Termin:</strong> Donnerstag, 21. November 2024, 19:00 Uhr</li>



<li><strong>Ort:</strong> Afro-Asiatisches Institut, Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg (EG); die Veranstaltung wird auch gestreamt: <a href="https://aai.plus/webinar" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://aai.plus/webinar</a></li>



<li><strong>In Kooperation mit:</strong> Afro-Asiatisches Institut Salzburg</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> © Anja Fischer</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel</title>
		<link>https://afrika.info/erfolge-im-kampf-gegen-den-klimawandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2018 16:33:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Mauritius]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Sam Otieno]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kein anderer Kontinent ist so stark vom Klimawandel betroffen wie Afrika. Vor allem die landwirtschaftliche Produktion und damit die Ernährungssicherheit der Bevölkerung sind enorm unter Druck geraten. Die Verbreitung neuer Technologien macht aber Hoffnung. Einige Länder haben erstaunliche Erfolge vorzuweisen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/erfolge-im-kampf-gegen-den-klimawandel/">Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von&nbsp;Sam Otieno&nbsp;| 22. Mai 2018</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nairobi (IPS/afr). Kein anderer Kontinent ist so stark vom Klimawandel betroffen wie Afrika. Vor allem die landwirtschaftliche Produktion und damit die Ernährungssicherheit der Bevölkerung sind enorm unter Druck geraten. Die Verbreitung neuer Technologien macht aber Hoffnung. Einige Länder haben erstaunliche Erfolge vorzuweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das&nbsp;<a href="https://www.ctc-n.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Climate Technology Centre and Network</a>&nbsp;(CTCN) der UNIDO und die internationale Forschungseinrichtung&nbsp;<a href="http://www.worldagroforestry.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">World Agroforestry Centre</a>&nbsp;(ICRAF) unterstützen afrikanische Länder dabei, fundierte Politik-, Technologie- und Investitionsentscheidungen im Kampf gegen den Klimawandel zu treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Biogas über Solaranlagen bis hin zu verbessertem Wasserschutz &#8211; auf dem Kontinent gibt es mittlerweile zahlreiche Erfolgsgeschichten zu vermelden. Die zukünftige Herausforderung besteht laut Experten eher darin, die positiven Erfahrungen aus Pilotprojekten breitenwirksam umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der Vereinten Nationen loben die Fortschritte, die afrikanische Länder erzielt haben. Trotz vergleichsweise niedriger Budgets werden enorme Anstrengungen unternommen, um den Kampf gegen den Klimawandel durch den Einsatz von neuen Technologien zu verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jukka Uosukainen, Direktor von CTCN, betont, dass Innovationen bereits jetzt die Geschicke der Menschen auf dem Kontinent verändern. So habe Mali beispielsweise in ländlichen Gebieten wie Koutiala im Süden des Landes durch die Veränderung von Anbautechniken die Menge der Wasserabflüsse je nach Bodentyp auf bis zu 50 Prozent reduzieren können. &#8222;Dies hat den Ernteertrag in einem Gebiet, das von einer schweren Dürre betroffen war, verbessert und die Qualität der Lebensgrundlagen aufgrund eines Anstiegs des Einkommens erhöht&#8220;, sagt Uosukainen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="fortschritte-bei-erneuerbaren-energien">Fortschritte bei erneuerbaren Energien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien erzielen afrikanische Länder gewaltige Fortschritte. Laut der&nbsp;<a href="http://www.irena.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Internationalen Agentur für erneuerbare Energien</a>&nbsp;(International Renewable Energy Agency, IRENA) könnte die installierte Kapazität erneuerbarer Energien in Afrika bis zum Jahr 2030 um 290 Prozent steigen. Zum Vergleich: Für Asien und Lateinamerika werden Steigerungsraten von 161 Prozent bzw. 43 Prozent prognostiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Senegal wurde massiv in die Anschaffung von Biogas-Fermentern investiert, um einen schnelleren Zugang zu sauberer Energie zu ermöglichen. In Mauritius werden Technologien zur Wärmerückgewinnung eingesetzt, die in Industrieanlagen die Abwärme von Gasen zur Erhitzung des Speisewassers nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko setzt zunehmend auf Photovoltaik. Das gigantische Solarkraftwerk Noor Ouarzazate IV umfasst 137 Quadratkilometer und erzeugt 582 Megawatt erneuerbare Energie für mehr als eine Million Menschen. Bis ins Jahr 2020 will Marokko den Anteil an erneuerbarer Energie auf beeindruckende 42 Prozent erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kenia wurden in&nbsp;<a href="https://afrika.info/kenia-strom-aus-dampf/">Olkaria</a>&nbsp;südlich von Naivasha Geothermieanlagen mit einer Leistung von 630 Megawatt in Betrieb genommen, die Strom für 500.000 Haushalte und 300.000 kleine und mittlere Unternehmen liefern. Laut Angaben von Analysten hat Kenia allein das Potenzial, aus seinen geothermischen Ressourcen bis zu 10.000 Megawatt Energie zu erzeugen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="agroforstwirtschaft-auf-dem-vormarsch">Agroforstwirtschaft auf dem Vormarsch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">ICRAF-Generaldirektor Tony Simons sagt, dass die meisten afrikanischen Länder saubere Energietechnologien als Teil ihrer Umweltlösungen wählen. ICRAF unterstützt diese Bemühungen durch Projekte der Agroforstwirtschaft, die Elemente der Landwirtschaft mit jenen der Forstwirtschaft kombiniert. Dabei werden Bäume und landwirtschaftliche Nutzpflanzen auf einer Fläche integriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorteile der Agroforstwirtschaft liegen auf der Hand: Boden- und Wassererosion werden vermindert. Der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid wird reduziert. Das Landschaftsbild wird aufgewertet, da es vielgestaltiger wirkt als eintönige Monokulturflächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ostafrikanischen Ländern wurden im Rahmen des ICRAF-Projekts “Trees for Food Security” umfangreiche Forschungsarbeiten durchgeführt, um die idealen Baumarten für die Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität zu finden und gleichzeitig die Ernährungssicherheit der Bevölkerung zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="satelliten-uberwachen-weidegebiete">Satelliten überwachen Weidegebiete</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia hat unter dem Titel &#8222;Green Water&#8220; Projekte initiiert, welche die Wasserknappheit eindämmen und eine effizientere Nutzung ermöglichen sollen. Dadurch konnte n trockenen und halbtrockenen Gebieten eine regelmäßige Wasserversorgung zur Bewirtschaftung von Farmen geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein positiver Nebeneffekt von &#8222;Green Water&#8220; ist, dass die Konflikte um Wasser zurückgingen. In den trockenen Gebieten des Landes war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen um den Zugang zur lebensnotwendigen Ressource gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einen anderen Zugang setzt das &#8222;Kenya Livestock Insurance Program&#8220; (KLIP). Für die nördlichen Teile des Landes wurde ein satellitenbasiertes Versicherungsmodell ins Leben gerufen, um Bauern vor dem Verlust von Nutztieren zu schützen. Ein Satellit beobachtet laufend die Qualität der Weidegebiete. Im Ernstfall werden rechtzeitig Versicherungszahlungen getätigt, damit die Tiere der Landwirte nicht verenden. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> In Olkaria in Kenia wird seit 1981 Energie aus dem extrem heißen Wasserdampf aus der Erdkruste gewonnen. (Foto: Shutterstock.com)</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tuareg wollen ein demokratisches Mali</title>
		<link>https://afrika.info/tuareg-wollen-ein-demokratisches-mali/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Aug 2014 14:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Azawad]]></category>
		<category><![CDATA[Karlos Zurutuza]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[MNLA]]></category>
		<category><![CDATA[Tuareg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Regierung von Mali und Tuareg-Rebellen von Azawad, einem Gebiet im Norden des westafrikanischen Landes, haben in Algier erneut Friedensgespräche geführt. Über die politischen Ziele der Tuareg-Rebellen sprach IPS exklusiv mit Moussa Ag Assarid, Sprecher der Nationalen Bewegung für die Befreiung von Azawad (MNLA).</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Karlos Zurutuza | 4. August 2014</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lekorne, Frankreich (IPS/afr). Die Regierung von Mali und Tuareg-Rebellen von Azawad, einem Gebiet im Norden des westafrikanischen Landes, haben in Algier erneut Friedensgespräche geführt. Über die politischen Ziele der Tuareg-Rebellen sprach IPS exklusiv mit Moussa Ag Assarid, Sprecher der Nationalen Bewegung für die Befreiung von Azawad (MNLA).</p>



<p class="wp-block-paragraph">2012 hatten die Aufständischen das Territorium nach der Vertreibung der malischen Armee für unabhängig erklärt. &nbsp;&#8222;Wir wollen einen demokratischen, säkularen und multiethnischen Tuareg-Staat&#8220;, sagte Moussa Ag Assarid.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Beratungen vom 16. bis 24. Juli zwischen der Regierung in Bamako und Repräsentanten von sechs bewaffneten Gruppen aus dem Norden Malis waren Diplomaten aus Mauretanien, dem Niger, dem Tschad, aus Burkina Faso und der Wirtschaftsgemeinschaft der Westafrikanischen Staaten (ECOWAS) sowie Vertreter internationaler Organisationen zugegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS: Sie haben im April 2012 die Unabhängigkeit ihres Staates verkündet, den bisher aber niemand anerkannt hat. Wie erklären Sie sich das?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Moussa Ag Assarid: Wir sind nicht für einen Tuareg-Staat, sondern für ein säkulares, demokratisches und multi-ethnisches Staatsmodell. Wir Tuareg machen vielleicht die Mehrheit der Einwohner von Azawad aus. Dort leben aber auch Araber und Angehörige der Volksgruppen Songhai und Peula. Wir arbeiten in enger Abstimmung mit ihnen zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Unabhängigkeit Malis 1960 haben die Menschen in Azawad wiederholt erklärt, dass sie nicht Teil des Landes sein wollten. Wir erhalten Unterstützung von vielen Völkern in aller Welt. Die Staaten und internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen wollen jedoch nicht mit der etablierten Ordnung brechen. Deshalb sprechen die UN und Mali von &#8222;Dschihadismus&#8220; und nicht von dem legitimen Freiheitskampf der Menschen in Azawad.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich beobachten wir, wie sich die Weltordnung durch wichtige Bewegungen in Nordafrika, im Nahen Osten und sogar, wie im Falle der Ukraine, in Europa verändert. Das ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Globalisierung und Verwaltung der Welt fehlgeschlagen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS: Die Intervention Frankreichs während des Krieges 2012 hat den Rebellen anscheinend in die Hände gespielt. Wie sehen Sie den Einfluss der früheren Kolonialmacht in der Region?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Assarid: Die Franzosen sind immer da gewesen, sogar nach der Unabhängigkeit Malis. Denn sie haben große strategische Interessen in der Region und sie sind abhängig von Bodenschätzen wie etwa Uran. Man könnte sagen, dass unsere Unabhängigkeit sowohl von der internationalen Gemeinschaft als auch von Frankreich konfisziert worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Soldaten sind durch UN-Truppen ersetzt worden. Die Armee von Mali verübt jedoch weiterhin alle möglichen Übergriffe gegen die Bevölkerung, von willkürlichen Festnahmen bis zu Deportationen und Verschleppungen. All dies geschieht, ohne dass die französischen und die UN-Soldaten einen Finger krümmen. Die Regierung in Bamako fordert unterdessen Frankreich auf, sie in ihrem angeblichen Kampf gegen uns &#8222;Dschihadisten&#8220; zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem bereitet uns die Medienblockade Sorgen. Reporter erhalten keinen Zugang zu Azawad. Die Nachrichten werden durch Journalisten in Bamako gefiltert, die vom &#8222;Norden Malis&#8220; sprechen, statt über unseren Kampf zu berichten. Sie machen sich damit zu Sprechern und Verteidigern des Staates Mali.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS: Inwieweit ist der Staat Mali in Azawad tatsächlich präsent?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Assarid: Die Armee und Regierungsvertreter sind 2012 geflohen. Der Staat ist nur in Zonen wie Gao und Timbuktu präsent, die von der französischen Armee geschützt werden. Die Regierung in Paris hat etwa 1.000 Soldaten in das Gebiet entsandt, während die Vereinten Nationen ungefähr 8.000 Blauhelme im ganzen Land stationiert haben. Zwischen 12.000 und 15.000 Kämpfer gehören der MNLA an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir stimmen uns mit der Arabischen Bewegung für Azawad und dem Hohen Rat für die Einheit von Azawad ab. Gemeinsam mit diesen Gruppen kontrollieren wir 90 Prozent von Azawad. Wir leben dort aber unter extrem schwierigen Bedingungen. Weder von Mali noch von Algerien erhalten wir irgendwelche Unterstützung. Wir müssen mit einer schrecklichen Dürre fertigwerden. Wie eh und je leben wir von dem Fleisch und der Milch unserer Ziegen. Wir kämpfen mit von uns beschlagnahmten Waffen der malischen Armee und der Dschihadisten sowie mit Waffen, die wir früher von Libyen bekommen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS: Viele behaupten, dass MNLA-Mitglieder während des Bürgerkriegs in Libyen 2011 auf der Seite des Machthabers Muammar al Gaddafi kämpften. Stimmt das?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Assarid: Die Medien verdrehen nach wie vor die Fakten. Gaddafi gewährte den Tuareg die libysche Staatsbürgerschaft, benutzte sie aber später dazu, in Palästina, im Libanon und im Tschad zu kämpfen. 1990 gingen sie nach Azawad zurück, um gegen die Armee Malis zu kämpfen. Selbst wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten, wäre uns nicht der Fehler unterlaufen, 2011 gegen das libysche Volk zu kämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gaddafi gab den Tuareg Waffen, damit sie in Bengasi kämpfen. Sie entschieden sich jedoch, nach Kidal zu gehen und dort die MNLA zu gründen. Es ist völlig falsch zu behaupten, dass die MNLA von Tuareg, die aus Libyen kamen, gebildet wurde. Viele unserer Kämpfer sind niemals dort gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>IPS: Geben islamistische Extremisten in Azawad noch großen Anlass zur Sorge?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Assarid: Im Januar 2013 griffen Al Qaeda im islamischen Maghreb (AQMI), die Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (MUJAO), eine Splittergruppe von AQMI und Ansar Dine die malische Armee an der Grenze zu Azawad an. Malis Präsident bat Paris um Hilfe, um diese Gruppen zu entmachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir, die MNLA, kämpfen aber bereits seit Juni 2012 gegen die Dschihadisten. Die USA, Großbritannien und Frankreich behaupten, gegen Al Qaeda zu kämpfen, doch in Wirklichkeit führen wir die Gefechte vor Ort. Von Ansar Dine hat es seit über einem Jahr kein Lebenszeichen mehr gegeben. AQMI und MUJAO sind aber noch aktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine ungeheuerliche Sache, dass Bamako früher enge Verbindungen zu AQMI unterhielt und sogar Ansar Dine unterstützte. Dessen Führer ist zwar ein Tuareg, doch die Leute, die unter seinem Befehl stehen, sind Kriminelle. Die einst von Bamako unterstützten Dschihadisten sind heute stärker als die malische Armee. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Moussa Ag Assarid, Sprecher der MNLA (Foto: Karlos Zurutuza/IPS)</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Enteignete Bauern kämpfen um ihr Land</title>
		<link>https://afrika.info/enteignete-bauern-kaempfen-um-ihr-land/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Sep 2012 13:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Land Grabbing]]></category>
		<category><![CDATA[Landraub]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soumaila T. Diarra]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Mali sind Kleinbauern vor Gericht gezogen, um die Rückgabe ihrer Ländereien zu fordern, die der Staat internationalen Agrarkonzernen zugesprochen hat. Das Verfahren fällt in eine Zeit der politischen Instabilität, in der das Interesse der Großunternehmen an Geschäften in dem westafrikanischen Staat zurückgeht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/enteignete-bauern-kaempfen-um-ihr-land/">Enteignete Bauern kämpfen um ihr Land</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Soumaila T. Diarra | 18. September 2012</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bamako (IPS/afr). In Mali sind Kleinbauern vor Gericht gezogen, um die Rückgabe ihrer Ländereien zu fordern, die der Staat internationalen Agrarkonzernen zugesprochen hat. Das Verfahren fällt in eine Zeit der politischen Instabilität, in der das Interesse der Großunternehmen an Geschäften in dem westafrikanischen Staat zurückgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir haben gegen unsere Enteignung geklagt&#8220;, bestätigte Lamine Coulibaly von der Nationalen Koordinationsgruppe der Bauernorganisationen (CNOP), die sich vehement gegen die Vorzugsbehandlung ausländischer Agrarunternehmen durch den malischen Staat zur Wehr setzt. Die nächste Anhörung findet am 27. September vor einem Gericht im zentralmalischen Markala statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in dem umstrittenen Gebiet lebenden Bauern hoffen nun, dass die Richter der Beschlagnahmung von Grundstücken, die von den Familien bereits seit Generationen bewirtschaftet werden, einen Riegel vorschieben werden. &#8222;Wir sind davon überzeugt, dass wir im Recht sind und den Prozess gewinnen können&#8220;, meint Coulibaly.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das staatliche &#8222;Office du Niger&#8220;, Betreiber des größten Agrarerschließungsprojektes im westlichen Sahel, will eine Million Hektar Land mit Hilfe ausländischer Investoren &#8222;entwickeln&#8220;. Mali verdankt sein landwirtschaftliches Potenzial einem von der damaligen Kolonialmacht Frankreich 1932 gebauten Stausee.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="abkommen-zwischen-regierung-und-investoren">Abkommen zwischen Regierung und Investoren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bauernverbände sind auf die Unternehmen schlecht zu sprechen, schließlich fanden die Enteignungen im Zusammenhang mit größeren Agrarprojekten statt. So konnte sich die libysche Entwicklungsgesellschaft Malibya ein 100.000 Hektar großes Gebiet sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bauern klagen außerdem gegen die Landvergabe an die Zuckergesellschaft von Markala (SOSUMAR). &#8222;33 Dörfer in Sana in der Region Ségou im Zentrum des Landes sind SOSUMAR zum Opfer gefallen&#8220;, berichtet Massa Koné, einer der von den Enteignungen betroffenen Bauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die brenzlige politische Lage bringt die Investitionsprojekte zum Erliegen. Das Projekt Malibya ist seit dem Sturz des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi im vergangenen Jahr blockiert. Die Libyer hatten vor Ort bereits eine 40 Kilometer lange Straße und einen ebenso langen Kanal gebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bauernverbände begrüßen indes den Abzug des Mehrheitsaktionärs von SOSUMAR, &#8222;Illovo Sugar&#8220;. Aus einem im Juli auf der Internetseite der Vereinigung der nationalen Bauernverbände veröffentlichten Artikel geht hervor, dass sich das südafrikanische Unternehmen aufgrund der soziopolitischen Krise in Mali aus der Zuckerproduktion des westafrikanischen Landes zurückgezogen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Bauern zufolge sind bisher Farmen von einer Gesamtgrößte von 800.000 Hektar Land enteignet worden. CNOP zufolge hat SOSUMAR auf den 25.000 Hektar Land, die dem Unternehmen übereignet wurden, lediglich zwei Zuckerrohrpflanzungen von jeweils 140 Hektar Größe betrieben. Die lokalen Bauern konnten ihre Felder nicht bestellen, weil ihnen das Projekt den Zugang versperrte, wie Koné berichtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="familienhofe-furchten-um-ihre-existenz">Familienhöfe fürchten um ihre Existenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Farmer sorgen sich zudem um die Zukunft der Familienlandwirtschaft, von der die Nahrungsversorgung der Bevölkerung abhängt. Boubacar Sow, stellvertretender Direktor des Office du Niger, sieht die traditionellen Familienbetriebe jedoch nicht gefährdet. Wie er erklärt, wird das Land erst mit Hilfe der ausländischen Investoren erschlossen und dann an die Familienlandwirtschaft übergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Widerstand der Bauern gegen die ausländischen Agrarunternehmen bringt die Regierung in Bedrängnis, will sie die landwirtschaftlichen Flächen ausweiten. Wie die Leitung des Office du Niger mitteilte, handelt es sich bei den Agrarflächen, die den Investoren zugewiesen wurden, um brachliegendes Land. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Marktag in Ségou in Mali (Foto: Attila Jandi/Shutterstock.com)</p>
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