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	<title>Isaiah Esipisu Archive | afrika.info</title>
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	<description>Changing Perceptions</description>
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	<title>Isaiah Esipisu Archive | afrika.info</title>
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		<title>Bokashi statt Chemiedünger</title>
		<link>https://afrika.info/bokashi-statt-chemieduenger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2024 13:09:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Agrarökologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Africa Fertilizer and Soil Health Summit (AFSH24) in Kenias Hauptstadt Nairobi drehte sich alles um die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität in afrikanischen Ländern. Dabei gab es auch durchwegs kritische Stimmen, die den Erfolg von Düngemitteln anzweifelten.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Isaiah Esipisu | 18. Juni 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nairobi (IPS/afr). Beim<a href="https://au.int/en/AFSH-2024" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Africa Fertilizer and Soil Health Summit</a> (AFSH24) in Kenias Hauptstadt Nairobi drehte sich alles um die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität in afrikanischen Ländern. Dabei gab es auch durchwegs kritische Stimmen, die den Erfolg von Düngemitteln anzweifelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="https://au.int/sites/default/files/documents/43779-doc-Action_Plan_Fertilizer_and_Soil_Health_E.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Angaben der Afrikanischen Union</a> (AU) gelten mehr als 278 Millionen Afrikaner*innen als unterernährt &#8211; das ist ein Fünftel der Gesamtbevölkerung des Kontinents.Die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und die Klimakrise haben die Verwundbarkeit von afrikanischen Ländern bei der Ernährungssicherheit offenbart. Der AFSH24 hatte daher das Ziel, Maßnahmen zu entwickeln, um das landwirtschaftliche Wachstum in Afrika zu beschleunigen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Africa Fertilizer Summit in Abuja im Juni 2006 liegt der Schwerpunkt der Strategie auf der Erhöhung der Bodenproduktivität durch den verstärkten Einsatz von Düngemitteln. In der <a href="https://www.afdb.org/en/topics-and-sectors/initiatives-partnerships/africa-fertilizer-financing-mechanism/about-affm/abuja-declaration" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deklaration von Abuja</a> haben die AU-Mitgliedsstaaten damals beschlossen, den Einsatz von Düngemitteln von durchschnittlich acht Kilogramm pro Hektar bis ins Jahr 2015 auf 50 Kilogramm zu steigern. Auch wenn dieses Ziel bislang nicht erreicht werden konnte, gab es in Nairobi starke Zweifel gegen diese Strategie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stickstoffbasierte Dünger führen zu Versauerung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So wies Kenias Außenminister Musalia Mudavadi bei der Eröffnung des Gipfels darauf hin, dass die Maiserträge an manchen Orten stagnieren, obwohl Düngemittel optimal eingesetzt wurden. “Wir haben beobachtet, dass Düngemittel alleine nicht ausreichend sind, um die landwirtschaftliche Produktivität und Produktion nachhaltig zu steigern”, sagte Mudavadi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestützt werden Mudavadis Einwände von wissenschaftlichen Studien. Ein <a href="https://www.cabi.org/projects/guiding-acid-soil-management-investments-in-africa/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forschungsprojekt der britischen Organisation CAB International</a>  kam zum Schluss, dass der Einsatz von stickstoffbasierten Düngemitteln in vielen afrikanischen Ländern einen erheblichen Einfluss auf die Versauerung von Böden hat. Laut CAB International sind 15 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen in Afrika von Versauerung betroffen. Die Folge ist eine verminderte Verfügbarkeit von Nährstoffen, wodurch die erhofften Ernteerträge ausbleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Expert*innen plädieren daher für einen vollständigen Wechsel von synthetischen Düngemitteln zu organischen Anbaumethoden. “Die schwere finanzielle Bürde, die afrikanischen Nationen durch den Kauf teurer, importierter Düngemittel auferlegt wird, belastet die lokalen Volkswirtschaften und lenkt Mittel von nachhaltigeren lokalen landwirtschaftlichen Investitionen ab“, sagte etwa Bridget Mugambe, Programmkoordinatorin der <a href="https://afsafrica.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alliance for Food Sovereignty in Africa </a>(AFSA).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mugambe forderte auf dem Gipfel daher Regierungen in ganz Afrika dazu auf, das enorme Potenzial der Agrarökologie zu nutzen. Dadurch können die&nbsp; Ernährungssicherheit und die Ernährungssouveränität gesteigert, Armut und Hunger reduziert und die Biodiversität erhalten werden. Außerdem werde das indigene Wissen auf diese Weise respektiert, meinte Mugambe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bezirk Murang’a ist Pionier in Agrarökologie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Kenia gilt der Bezirk Murang’a, der sich nördlich von Nairobi befindet, als Vorreiter in der Agrarökologie. Die Regionalregierung hat im Jahr 2022 ein <a href="https://muranga.go.ke/wp-content/uploads/2023/11/AGROECOLOGY-ACT1.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gesetz</a> auf den Weg gebracht, das die Nutzung von agrarökologischen Grundsätzen als Weg in die langfristige Ernährungssicherheit festschreibt. Ziel ist es, in Zukunft ausschließlich mit nachhaltigen Anbaumethoden zu arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Hauptgrund, warum wir hier Pionierarbeit leisten mussten, ist, dass unsere Region stark von den Klimaveränderungen betroffen ist”, erklärte Daniel Gitahi von der Bezirksverwaltung in Murang’a, “daher wurde Agrarökologie als prioritäre Anpassungsmaßnahme an das Phänomen betrachtet.“&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Grund für Gitahi waren die Beobachtungen, dass die Erträge trotz des Einsatzes von Düngemitteln zurückgingen. Auch in Murang’a wurde die Versauerung von Anbauflächen festgestellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alternativen zu Chemiedüngern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim AFSH24 wurden zahlreiche Alternativen zu synthetischen Düngemitteln präsentiert. U. a. wurde der Einsatz von Bokashi empfohlen. Der fermentierte Kompost kommt aus Japan und bedeutet übersetzt so viel wie &#8222;fermentiertes Allerlei&#8220;. Für die Herstellung kommen Effektive Mikroorganismen (EM) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus unterschiedlichen Kulturen, wie z. B. Milchsäurebakterien, Hefepilzen und Purpurbakterien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Esther Bett,&nbsp; Geschäftsführerin der NGO <a href="https://www.rodikenya.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">RODI Kenya</a>, ist vom Einsatz von Bokashi restlos überzeugt: “Auf meiner Maisfarm im Bezirk West Pokot haben sich meine Erträge fast verdoppelt”, erzählt sie.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allen Ligare von Mzuri Organics im Bezirk Kakamega setzt hingegen auf einen organischen Dünger, der aus dem Kot der Schwarzen Soldatenfliege hergestellt wird. „Dieser Dünger enthält alle wichtigen Nährstoffe”, sagte Ligare, “er fügt dem Boden organische Substanz hinzu und hilft bei der Speicherung von Bodenfeuchtigkeit.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Synthetischer Dünger, der auf einer Teefarm im Bezirk Kiambu ausgebracht wird. (Foto: Shutterstock.com)&nbsp;</p>
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		<title>Strom aus Dampf</title>
		<link>https://afrika.info/strom-aus-dampf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Erdwärme]]></category>
		<category><![CDATA[Geothermie]]></category>
		<category><![CDATA[Isaiah Esipisu]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Kenia haben nur 23 Prozent der Landbevölkerung Zugang zu Strom. Um zusätzliche Elektrizität aus verlässlichen, umweltfreundlichen Energiequellen zu erzeugen, nutzt Kenia als erstes Land der Welt temporäre geothermische Bohrlochköpfe. Damit sollen 56 Megawatt Energie ins nationale Stromnetz eingespeist werden.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Isaiah Esipisu | 28. Oktober 2015</p>



<p class="wp-block-paragraph">Olkaria (IPS/afr). In Kenia haben nur 23 Prozent der Landbevölkerung Zugang zu Strom. Um zusätzliche Elektrizität aus verlässlichen, umweltfreundlichen Energiequellen zu erzeugen, nutzt Kenia als erstes Land der Welt temporäre geothermische Bohrlochköpfe. Damit sollen 56 Megawatt Energie ins nationale Stromnetz eingespeist werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Ingenieure des kenianischen Energieunternehmens&nbsp;<a href="http://www.kengen.co.ke/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kenya Electricity Generation Company</a>&nbsp;(KenGen) erklären, erfordert es Jahre, um ein einziges reguläres Erdwärmekraftwerk zu bauen, das mit Wasserdampf aus mehreren Bohrlöchern betrieben wird. Oft würden die Löcher bereits gebohrt, bevor die Anlage fertiggestellt wird und dann jahrelang offen gelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia will es anders machen: &#8222;Wir nutzen jedes einzelne Bohrloch, das normalerweise ungenutzt bliebe, um mit Wasserdampf Strom zu generieren&#8220;, sagt Johnson Ndege, der als leitender Ingenieur für die bei KenGen verwendeten Bohrlochköpfe verantwortlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Erdwärme in Energie umzuwandeln, werden Kraftwerksturbinen mit extrem heißem, aus der Erdkruste quellenden Wasserdampf angetrieben. Der Dampf wird aus Löchern gepumpt, die oft mehr als drei Kilometer tief gebohrt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bohrlochköpfe sehen aus wie normale Erdwärmekraftwerke, sind aber wesentlich kleiner. Während ein Geothermiekraftwerk aus Dutzenden Bohrlöchern gespeist wird, nutzt ein Bohrlochkopf lediglich den Dampf eines Loches. Sobald die Hauptanlage fertiggestellt ist, werden die Bohrlochköpfe entfernt und zu anderen Stationen gebracht, damit der Dampf dem eigentlichen Kraftwerk zur Verfügung steht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="neue-methode-zur-optimalen-energienutzung">Neue Methode zur optimalen Energienutzung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Bohrlochkopftechnik war zunächst nur ein Experiment. Inzwischen hat sie sich aber als gute Methode erwiesen, um Energie aus Bohrlöchern zu gewinnen, die ansonsten jahrelang ungenutzt geblieben wären&#8220;, erklärt Ndege. Kenia ist daher das erste Land der Welt, das Geothermie direkt mit Hilfe der Bohrlochköpfe produziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis jetzt hat KenGen elf Bohrlochköpfe konstruiert, durch die 56,1 Megawatt zu der in dem afrikanischen Staat erzeugten Erdwärme hinzukommen. Vier weitere Bohrlochköpfe sind im Bau. Experten gehen davon aus, dass sie in den kommenden vier Monaten insgesamt 20 Megawatt zusätzlichen Strom liefern werden. In Olkaria in der Provinz Rift Valley werden unterdessen das sechste und siebte große geothermische Kraftwerk des Landes gebaut. Bis 2018 sollen die Industrieanlagen fertig sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir wollen nichts dem Zufall überlassen. Deshalb haben wir begonnen, Elektrizität mit Hilfe von Bohrlochköpfen zu generieren, während wir immer mehr Erdwärmekraftwerke errichten&#8220;, sagt Albert Mugo, der Verwaltungsdirektor von KenGen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indem Kenia in die fünf großen Erdwärmekraftwerke Olkaria I, II, III, IV und V investiert hat und zusätzliche Energie aus kleineren Quellen wie den Bohrlochköpfen bezieht, hat sich das Land auf globaler Ebene als Produzent von Geothermie positioniert. Inzwischen ist Kenia mit einer installierten Kapazität von 585 Megawatt der weltweit achtgrößte Lieferant von Strom aus Erdwärme geworden. Diese Kapazität entspricht fünf Prozent der globalen Produktion von Geothermie, wie der &#8218;World Geothermal Council&#8216; ermittelt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wasserkraft-nur-noch-an-zweiter-stelle">Wasserkraft nur noch an zweiter Stelle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Mugo übersteigt das Potenzial für die Erzeugung von Erdwärme seit Beginn des Baus von Olkaria IV und V mit einer Leistung von insgesamt 280 Megawatt bereits die Kapazität der Wasserkraftwerke. Die beiden Kraftwerke waren im Oktober 2014 von Staatspräsident Uhuru Kenyatta in Auftrag gegeben worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geothermie trägt nun zu 51 Prozent zm Energiemix in Kenia bei. Wasserkraft, noch vor einigen Monaten die wichtigste Energiequelle, hat mittlerweile nur noch einen Anteil von 40 Prozent. Die restliche Energie wird hauptsächlich durch Wärme- und Windkraft erzeugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Geothermische Kraftwerke arbeiten zu mehr als 90 Prozent effizient, Wasserkraftwerke erreichen hingegen nur etwa 70 Prozent&#8220;, erklärt Mugo. Ein weiterer Vorteil liege darin, dass die Stromerzeugung nicht von klimatischen Faktoren abhängig sei und die Umwelt nicht belaste. &#8222;Es handelt sich um saubere Energie&#8220;, betont er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mugo räumt zugleich ein, dass das Land nicht völlig auf die Energiequelle Diesel verzichten kann, weil die Nachfrage nach Elektrizität steigt, Notfälle auftreten können und die Kraftwerke routinemäßig gewartet werden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir sollten unser Bestes tun, um die Erschließung erneuerbarer Energiequellen zu unterstützen. Auf diese Weise können wir uns den Klimaveränderungen anpassen und ihre Auswirkungen abmildern&#8220;, meint Wilbur Ottichilo, kenianischer Abgeordneter und Gründer des Parlamentarischen Netzwerks für Erneuerbare Energie und Klimawandel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des nationalen Energieministeriums von Kenia wird das Potenzial für die Erzeugung von Erdwärme allein in Rift Valley auf mehr als 10.000 Megawatt geschätzt. &#8222;Bis 2018 wollen wir in der Lage sein, weitere 460 Megawatt Erdwärme zu generieren&#8220;, sagt Mugo. &#8222;Wenn dies erreicht ist, könnte der Anteil des Stroms aus Wasserkraft um 28 Prozent gesenkt werden.&#8220; (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Bohrlochköpfe in der Region Okaria im Großen Afrikanischen Grabenbruch (Foto: Isaiah Esipisu/IPS)</p>
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