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	<title>Flüchtlinge Archive | afrika.info</title>
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	<description>Changing Perceptions</description>
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	<title>Flüchtlinge Archive | afrika.info</title>
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		<title>Nigeria: Solarlösungen aus Plastikmüll</title>
		<link>https://afrika.info/nigeria-solarloesungen-aus-plastikmuell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2025 12:19:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Elektrizität]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Promise Eze]]></category>
		<category><![CDATA[Stanley Anigbogu]]></category>
		<category><![CDATA[Startups]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In keinem anderen Land der Erde leben mehr Menschen ohne Strom als in Nigeria. Der junge Energiepionier Stanley Anigbogu möchte dies ändern: Er entwickelt Solarlösungen durch die Wiederverwertung von Abfall.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/nigeria-solarloesungen-aus-plastikmuell/">Nigeria: Solarlösungen aus Plastikmüll</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Promise Eze | 14. Juli 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abuja (IPS/afr). In keinem anderen Land der Erde leben mehr Menschen ohne Strom als in Nigeria. Der junge Energiepionier Stanley Anigbogu möchte dies ändern: Er entwickelt Solarlösungen durch die Wiederverwertung von Abfall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stanley Anigbogu konnte es zunächst gar nicht fassen. Im März erfuhr der 25-Jährige, dass er in London als <a href="https://thecommonwealth.org/news/young-nigerian-energy-innovator-wins-2025-commonwealth-youth-award" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Commonwealth Young Person of the Year 2025</a> ausgezeichnet wird. Für die prestigeträchtige Anerkennung, die den Einsatz junger Menschen für die Erreichung globaler Entwicklungsziele würdigt, hatte es über 800 Bewerbungen gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, den Preis zu gewinnen”, erzählt Anigbogu. “Diese Auszeichnung gibt mir Hoffnung. Sie zeigt, dass die Menschen unsere Arbeit wahrnehmen, und dass sie wichtig ist.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Leuchten aus Plastikflaschen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anigbogu ist Mitbegründer von <a href="https://lightedimpact.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">LightEd</a>. Das Unternehmen baut solarbetriebene Ladestationen aus Plastikabfällen und ausrangierten Schiffscontainern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Orten, die keinen Zugang zu Elektrizität haben. Besonderes Augenmerk gilt der Stromversorgung von Flüchtlingen und vertriebenen Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">LightEd hat Solarladestationen in zwei großen Flüchtlingslagern in Nigeria errichtet. Die Menschen nutzen sie zum Aufladen ihrer Handys, Lampen und anderer Kleingeräte. Außerdem erfahren die Bewohner*innen, wie sie aus Plastikflaschen einfache Leuchten herstellen können.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4533" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800-1024x683.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800-300x200.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800-768x512.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800-640x427.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/lampenwerkstatt-stanley-anigbogu-c-lighted-1200-800.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schüler*innen lernen, wie sie aus Plastikflaschen einfache Lampen herstellen. (Foto: LightEd)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich möchte, dass Kinder in Flüchtlingslagern auch nachts lernen können”, beschreibt Anigbogu seine Motivation. “Eine gute Beleuchtung verleiht ein Gefühl von Sicherheit. Sie spart Kosten, da man keine Kerzen oder Kerosin mehr kaufen muss, sondern nur noch eine Lampe auflädt. Außerdem gibt es keine Gesundheitsrisiken, die bei herkömmlichen Beleuchtungen durch das Einatmen von Rauch und Dämpfen bestehen.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">43 Prozent der Bevölkerung ohne Stromversorgung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anigbogu weiß, was es heißt, ohne Licht auszukommen. Während seiner Kindheit in seiner Heimatstadt Onitsha im Süden Nigerias hatte er manchmal nur wenige Stunden Strom pro Woche. Häufig musste er Kerzen oder Petroleumlampen anzünden, um seine Schulaufgaben machen zu können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Erfahrung hat Anigbogus Neugier geweckt. Er wollte wissen, wie Elektrizität funktioniert. Bereits im Alter von 15 Jahren begann er, einfache Haushaltsgeräte aus gebrauchten Teilen zu konstruieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="575" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680-1024x575.jpg" alt="" class="wp-image-4534" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680-1024x575.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680-300x169.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680-768x432.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680-640x360.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/solar-ladestation-luftbild-c-lighted-1200-680.jpg 1210w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Luftaufnahme einer solarbetriebenen Ladestation von LightEd (Foto: LightEd)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Heute gilt Anigbogu in seinem Heimatland als Visionär für die nachhaltige Energiewende: Dank der Lösungen von LightEd konnten bislang über 10.000 Flüchtlinge und vertriebene Personen mit sauberer Elektrizität versorgt werden. Mit einem kleinen Team gleichgesinnter junger Menschen hat er 6.000 Studierende ausgebildet und über 20.000 Kilogramm Abfall wiederverwertet.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria ist das Land mit der höchsten Zahl von Menschen ohne Elektrizität. Laut Angaben der<a href="https://www.worldbank.org/en/news/press-release/2021/02/05/nigeria-to-improve-electricity-access-and-services-to-citizens" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Weltbank</a> haben 85 Millionen Nigerianer*innen keinen Zugang zum Stromnetz. Das bedeutet, dass etwa 43 Prozent der Bevölkerung ohne regelmäßige Stromversorgung leben müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ladestationen für Friedensdialog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stanley Anigbogu weiß, dass die Einbindung der Bevölkerung entscheidend für den Erfolg ist. Nach der Sekundarschule war er zum Studium in Marokko. Dort gründete er ein Startup, das Energie aus Orangenschalen gewinnen wollte. Das Projekt scheiterte, aber Anigbogu gewann wertvolle Erkenntnisse. „Ich habe viele Fehler gemacht, weil ich das Geschäft nicht gut genug verstanden habe“, gibt er heute offen zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Corona-Lockdowns im Jahr 2020 kehrte Anigbogu nach Nigeria zurück. Er wollte etwas Nützliches tun, um armen Gemeinden zu helfen. Heute hört er genau hin, was die Menschen benötigen: “Die Lösungen, die wir anbieten, entstehen unmittelbar aus den Bedürfnissen der Gemeinschaften”, sagt Anigbogu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als das größte Problem beschreibt Anigbogu die Skalierung. Es sei nicht einfach, die richtigen Strategien und Strukturen für eine Expansion in neue Regionen und Länder zu finden, meint er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein neuestes Vorhaben ist der Bau von Ladestationen, die auch als Räume für den Friedensdialog dienen. &#8222;Ich arbeite mit den Gewinnern des <a href="https://thecommonwealth.org/news/cd2025/inaugural-commonwealth-peace-prize-winners-nigeria-lauded-their-contributions" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Commonwealth-Friedenspreises</a> zusammen, die heuer auch aus Nigeria kommen”, erzählt Anigbogu. “Gemeinsam diskutieren wir über den Bau einer Ladestation, die als Raum für den Dialog zwischen den Generationen und den Religionen dient. In Nigeria, wo es viele religiöse Konflikte gibt, glaube ich, dass es eine gute Idee ist, den Zugang zu Energie zu nutzen, um Menschen unterschiedlichen Glaubens zusammenzubringen.” (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Stanley Anigbogu mit Kindern vor einer solarbetriebenen Ladestation von LightEd (Foto: LightEd)</p>
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		<title>Mädchen bauen Stühle aus invasiver Baumart</title>
		<link>https://afrika.info/mathenge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2025 08:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Farai Shawn Matiashe]]></category>
		<category><![CDATA[Flora]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der aus Südamerika importierte Mathenge-Baum sollte einst die Wüstenbildung in Kenia stoppen. Heute gilt der Strauchbaum als Unkraut. Das harte Mathenge-Holz bietet aber auch Chancen: Schülerinnen fertigen daraus einfache Stühle.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Farai Shawn Matiashe | 3. Juli 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kakuma (IPS/afr). Der aus Südamerika importierte Mathenge-Baum sollte einst die Wüstenbildung in Kenia stoppen. Heute gilt der Strauchbaum als Unkraut. Das harte Mathenge-Holz bietet aber auch Chancen: Schülerinnen fertigen daraus einfache Stühle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der sengenden Sonne im Turkana County im Norden Kenias arbeitet die 16-jährige Schülerin Char Tito an einem neuen Stuhl. Das Holz dafür stammt vom ungeliebten Mesquitebaum, der in Kenia Mathenge genannt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mesquitebaum (Neltuma juliflora, früher Prosopis juliflora) wurde 1948 von Südamerika nach Kenia importiert, um die Wüstenbildung in trockenen Regionen zu bekämpfen. In den 1970er-Jahre verbreitete sich die Pflanze stark in ganz Ostafrika und gilt heute vielerorts als Plage.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4486" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-mathenge-ips-1200-900.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der invasive Mathenge-Baum hat in Kenia bereits zwei Millionen Hektar überwuchert und breitet sich weiter rasant aus. (Foto: Farai Shawn Matiashe/IPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In Kenia hat der Mathenge laut <a href="https://www.kefri.org/assets/publications/Newsletters/Newsletter%20No.%2044.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kenya Forestry Research Institute</a> (KEFRI) bereits zwei Millionen Hektar in Kenia erobert. Um die Ausdehnung zu beherrschen, hat die Regierung die Pflanze 2008 zum schädlichen Unkraut erklärt. In der Folge wurden Gesetze verabschiedet, welche die Bevölkerung dazu verpflichten, einen Befall zu beseitigen oder ihn zu melden, wenn dieser nicht mehr beherrschbar ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen haben sich allerdings bislang nicht wenig zielführend erwiesen: Der Mathenge breitet sich weiter rasant aus, sein Bestand nimmt jährlich um 15 Prozent zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verletzte Tiere und erschöpfte Böden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bevölkerung im Turkana County wird der Mathenge immer mehr zum Albtraum: Ziegen verletzen sich häufig an den scharfen Dornen. Die zuckerhaltigen Schoten führen bei den Tieren zu Zahnausfall, Infektionen oder Vergiftungen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Böden leiden zunehmend unter der Pflanze. Die Wurzeln des Mathenge reichen bis zu 35 Meter in die Erde. Der hohe Wasserbedarf beschleunigt die Erschöpfung der Böden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus ist die Biodiversität gefährdet: Unter dem Dickicht des Mathenge können keine anderen Pflanzen gedeihen, einheimische Arten werden zunehmend verdrängt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erwerbschancen für Mädchen im Flüchtlingslager</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt aber auch Initiativen, das Holz zu verwerten und Einkommen für junge Menschen zu generieren. Im Kakuma-Flüchtlingslager hat die Organisation <a href="https://girlchildnetwork.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Girl Child Network</a> das Projekt “Green Youth 360” implementiert. Dieses soll junge Mädchen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren befähigen, aus den Herausforderungen des Klimawandels neue Einkommensquellen zu erschließen.  Diese „Green Skills“ werden in Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen vermittelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Char Tito ist Schülerin an der Kakuma Arid Zone Secondary School. Im Projekt hat sie gelernt, aus dem Hartholz einfache Stühle herzustellen. „Plastiksessel sind sehr teuer”, sagt Tito. “Mathenge wächst aber überall und ist frei verfügbar.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4487" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/07/kenia-kakuma-char-tito-ips-1200-900.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die 16-jährige Schülerin Char Tito fertigt aus dem Mathenge-Holz einfache Stühle. (Foto: Farai Shawn Matiashe/IPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teenagerin ist 2017 aus dem Südsudan geflüchtet und lebt im <a href="https://www.unhcr.org/ke/about-us/where-we-work/kakuma-refugee-camp" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kakuma Refugee Camp</a>. Aus dem Lager, das 1992 eigentlich als temporäre Zuflucht gegründet worden war, ist eine dauerhafte Siedlung mit über 220.000 Flüchtlingen geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Char Tito erzählt, wie das Projekt das Verhalten von Schülerinnen verändert hat: „Früher haben wir den Mathenge-Baum als Brennholz verwendet. Erst hier in der Schule habe ich gelernt, dass man daraus auch Stühle machen kann.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tito plant, ihre selbstgebauten Stühle bald in Kakuma zu verkaufen. Ihr Traum ist aber, Ärztin zu werden. „Als Mädchen bin ich stolz auf mich”, sagt sie. “Ich trage zum Schutz der Umwelt bei und baue damit auch meine Zukunft auf.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild: </strong>Die Schülerinnen Magdalene Ngimoe und Char Tito haben gelernt, aus dem Mathenge-Baum Stühle herzustellen. (Foto: Farai Shawn Matiashe/IPS)</p>
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