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	<title>Benin Archive | afrika.info</title>
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	<description>Den Kontinent anders sehen</description>
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	<title>Benin Archive | afrika.info</title>
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		<title>Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</title>
		<link>https://afrika.info/africa-now/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 09:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Programmschwerpunkt „Africa Now!“ rückt Ö1 ab Ende Oktober die Vielfalt afrikanischer Gesellschaften in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Radio Afrika International setzt der Sender dabei auf Journalist*innen aus afrikanischen Ländern, die ihre Perspektiven einbringen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/africa-now/">Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit dem Programmschwerpunkt „Africa Now!“ rückt Ö1 ab Ende Oktober die Vielfalt afrikanischer Gesellschaften in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Radio Afrika International setzt der Sender dabei auf Journalist*innen aus afrikanischen Ländern, die ihre Perspektiven einbringen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Martin Sturmer | 29. Oktober 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberndorf bei Salzburg (afr) – Wer über afrikanische Länder berichtet, entscheidet auch darüber, welche Geschichten erzählt werden und wer dabei zu Wort kommt. In der <a href="https://afrika.info/leistungen/vortraege-und-keynotes/afrika-berichterstattung-vortrag/" data-type="page" data-id="7087">Afrika-Berichterstattung</a> dominieren häufig Konflikte, politische Krisen und humanitäre Katastrophen. Wirtschaftliche Innovationen, kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen erhalten dagegen oft weniger Aufmerksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Radiosender Ö1 will diesen Blick mit seinem Programmschwerpunkt <a href="https://oe1.orf.at/africanow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Africa Now!“</a> erweitern. Ab 30. Oktober stehen zahlreiche Sendungen im Zeichen afrikanischer Lebenswelten, Ideen und Zukunftsperspektiven. Das Programm entsteht in Zusammenarbeit mit <a href="https://radioafrika.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Radio Afrika International</a>, das sein journalistisches Netzwerk auf dem Kontinent einbringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist dabei nicht nur die thematische Vielfalt, sondern vor allem der Zugang: Afrikanische Journalist*innen aus rund 20 Ländern berichten über Entwicklungen und Fragen, die ihre Gesellschaften beschäftigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Medienprofis aus Afrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit greift „Africa Now!“ eine grundlegende Frage der internationalen Berichterstattung auf: Wer bestimmt, welche Themen wichtig sind, und wessen Perspektiven prägen das öffentliche Bild?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ein differenziertes Verständnis afrikanischer Gesellschaften entsteht nicht allein dadurch, dass Medien häufiger über wirtschaftliche Erfolge oder kulturelle Leistungen berichten. Entscheidend ist ebenso, afrikanische Fachleute, Journalist*innen, Künstler*innen und gesellschaftliche Initiativen als eigenständige Stimmen wahrzunehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz von „Africa Now!“ entspricht einem journalistischen Grundgedanken, den auch afrika.info seit seiner Gründung verfolgt: Afrikanische Gesellschaften sollen nicht auf Krisen und Defizite reduziert werden. Ihre unterschiedlichen Erfahrungen, Interessen und Entwicklungen verdienen eine eigenständige und differenzierte Darstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür ist die Zusammenarbeit mit afrikanischen Journalist*innen dringend notwendig. Sie sind näher am Geschehen dran und haben einen anderen Blickwinkel auf die Ereignisse in ihren Ländern.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ö1 stellt elf dieser Medienprofis auf seiner Website vor:</h3>



<ul class="wp-block-list liste-mit-abstand">
<li><strong>Miriam Angil aus Kenia</strong> ist Journalistin, Moderatorin und TV-Produzentin. Mit ihrer eigenen Produktionsplattform <a href="https://sajenproductions.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sajen Productions</a> möchte sie insbesondere Geschichten und Perspektiven sichtbar machen, die in der etablierten Berichterstattung wenig Beachtung finden.</li>



<li><strong>Alhassan Bala aus Nigeria</strong> beschäftigt sich unter anderem mit Desinformation und Medienkompetenz. Er gründete die Hausa-sprachige Faktencheck-Plattform <a href="https://alkalanci.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alkalanci</a>, die Falschinformationen und Propaganda in Nordnigeria und der Sahelzone untersucht.</li>



<li><strong>Patrick Wasso aus Burundi</strong> berichtet seit vielen Jahren über Politik, gesellschaftliche Entwicklungen und grenzüberschreitenden Handel in der Region der Großen Seen. Er ist freier Jouranlist für <a href="https://www.bbc.com/gahuza" target="_blank" rel="noreferrer noopener">BBC Gahuza</a> und arbeitet unter anderem für Associated Press, France 24 und Radio France Internationale.</li>



<li><strong>Albert Oppong-Ansah aus Ghana</strong> ist auf Wissenschafts- und Umweltjournalismus spezialisiert. Seine Themen reichen vom Klimawandel über Luftverschmutzung bis zu erneuerbaren Energien. Dabei geht es ihm auch darum, politische Verantwortung sichtbar zu machen und gesellschaftliche Lösungsansätze aufzuzeigen.</li>



<li><strong>Eyasu Zekarias aus Äthiopien</strong> beschäftigt sich mit Wirtschafts- und Finanzthemen sowie Umweltpolitik. Als Journalist und Faktenchecker berichtet er über Entwicklungen in Äthiopien und den Nachbarländern.</li>



<li><strong>Henri Joël Abissi aus Benin</strong> arbeitet als Radioreporter und Videograf für den Fernsehsender <a href="https://www.youtube.com/channel/UCV2YGpOhPxNGSSw5KZ-F5wQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Canal 1 Culture</a>. Er widmet sich besonders dem kulturellen Erbe seines Landes, der ländlichen Entwicklung und lokalen Initiativen.</li>



<li><strong>Herminio José aus Mosambik</strong> lebt in Maputo und glaubt an Journalismus im Dienst der Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt seiner journalistischen Arbeit steht die Frage, wie sich politische Entscheidungen konkret auf den Alltag der Menschen auswirken.</li>



<li><strong>Jean Leonard Karuranga aus Ruanda</strong> arbeitet als Journalist, Medienproduzent und Videograf in Kigali. Darüber hinaus ist er als Videodokumentarist für das <a href="https://www.irdp.rw/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Institute of Research and Dialogue for Peace</a> (IRDP) in Kigali tätig.</li>



<li><strong>Augustin Wamenya aus der DR Kongo</strong> berichtet aus Goma in der Provinz Nord-Kivu. Seine journalistischen Schwerpunkte sind die Konflikte in der Region der Großen Seen, Umweltfragen und Sport.</li>



<li><strong>Ignatius Bahizi aus Uganda</strong> verfügt über langjährige Erfahrung im Radiojournalismus. Er beschäftigt sich insbesondere mit internationalen Beziehungen sowie politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Ostafrika.</li>



<li><strong>Venuste Alexandre Nshimiyimana</strong>, geboren in <strong>Ruanda</strong>, ist Journalist und Medienunternehmer in Belgien. Er arbeitete mehr als zwei Jahrzehnte für den BBC World Service und mehrere Jahre für Voice of America. Sein besonderes Anliegen ist es, jenseits der täglichen Schlagzeilen die unterschiedlichen gesellschaftlichen Realitäten afrikanischer Länder sichtbar zu machen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Afrikanische Perspektiven in vielen Facetten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie vielfältig diese Perspektiven sein können, zeigt das Programm. Den Auftakt bildet am 30. Oktober die Ö1-Sendung „Im Gespräch“ mit dem Wasser- und Energieexperten Paul Yillia. Er berichtet über seine Rückkehr nach Sierra Leone und seine Arbeit mit der Organisation TENN, die sich unter anderem mit Solarenergie, Trinkwasser und Stromversorgung beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im „Radiokolleg“ stehen vom 2. bis 5. November lokale Initiativen im Mittelpunkt, die wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen aufgreifen, Geschlechtergerechtigkeit fördern und neue Handlungsmöglichkeiten schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Sendungen beschäftigen sich mit der Kulturszene in Senegal, der Gnawa-Musik aus Marokko oder zeitgenössischen afrikanischen Komponistinnen. Das Technologiemagazin „matrix“ untersucht am 6. November am Beispiel Ugandas die Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen und die Frage, wer Zugang zu sensiblen Daten der Bürgerinnen erhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt beschränkt sich damit nicht auf Erfolgsgeschichten. Auch politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konflikte bleiben Teil der Berichterstattung. Sie werden jedoch um Perspektiven ergänzt, die im europäischen Medienalltag häufig zu kurz kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird dieser Ansatz in der Ö1-Reihe „Gedanken für den Tag“. Vom 2. bis 7. November kommen Menschen aus verschiedenen afrikanischen Ländern zu Wort und sprechen über ihren Alltag, ihre Hoffnungen und ihre Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit der Rolle der Medien in Mali und der Stellung von Journalistinnen in Burkina Faso, Niger und Mali. Weitere Themen sind Frauen in Wissenschaft und Entwicklung, religiöse und kulturelle Lebenswelten sowie politische und wirtschaftliche Veränderungen in der Demokratischen Republik Kongo. (Ende)</p>



<p class="afrika-hinweis wp-block-paragraph">Zum Programmschwerpunkt <a href="https://oe1.orf.at/africanow" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Africa Now!&#8220;</a> auf Ö1</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Shutterstock.com</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/africa-now/">Africa Now! Afrikanische Stimmen auf Ö1</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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		<title>Salzgewinnung im Wandel</title>
		<link>https://afrika.info/benin-salzgewinnung-im-wandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 09:18:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Neha Banka]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über Jahrhunderte wurde Salz an Benins Küste mit Feuer und Mangrovenholz gewonnen. Heute setzen immer mehr Frauen auf Sonnenenergie. Ein internationales Projekt verbindet Tradition mit Nachhaltigkeit und stärkt Gesundheit, Umwelt und Einkommen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/benin-salzgewinnung-im-wandel/">Salzgewinnung im Wandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Jahrhunderte wurde Salz an Benins Küste mit Feuer und Mangrovenholz gewonnen. Heute setzen immer mehr Frauen auf Sonnenenergie. Ein internationales Projekt verbindet Tradition mit Nachhaltigkeit und stärkt Gesundheit, Umwelt und Einkommen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Neha Banka | 9. Juli 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ouidah (IPS/afr) – Es ist kurz vor Mittag. Am Strand nahe dem Dorf Djégbadji im Westen Benins sitzt eine Gruppe von Frauen und siebt Salz, das sie aus dem Wasser des Golfs von Guinea gewonnen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Große Betonbecken, die mit schwarzen Planen abgedeckt sind, tragen weiße Salzablagerungen – ein Zeichen dafür, dass das Meerwasser unter der heißen Mittagssonne langsam verdunstet. Anders als früher wird dafür jedoch kein Feuer mehr benötigt: Die Frauen nutzen Sonnenenergie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Salzgewinnung zählt zu den wichtigsten Einkommensquellen im Süden Benins. Die Frauen arbeiten im Rahmen des Projekts ProSEL Benin – einer Kooperation der Regierung von Benin mit dem <a href="https://www.ibsa-trilateral.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">trilateralen IBSA-Forum</a> von Indien, Brasilien und Südafrika sowie des <a href="https://www.undp.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen</a> (UNDP). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel des Projekts ist es, lokale salzproduzierende Gemeinschaften beim Zugang zu nachhaltigen Energiequellen zu unterstützen und mittelständische Unternehmen für die Produktion und Vermarktung von lokalem Jodsalz aufzubauen.</p>



<h2 id="h-jahrhundertealte-tradition" class="wp-block-heading">Jahrhundertealte Tradition</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„In den Küstenregionen Benins gewinnen Frauen Salz aus den Küstenmarschen”, erklärt Robina Marks, die von 2021 bis 2024 als südafrikanische Botschafterin in Benin und Togo tätig war und maßgeblich an der Umsetzung des von IBSA unterstützten Projekts beteiligt war. “Sie errichten kleine Hütten und kochen Salzwasser in großen Kesseln über offenem Feuer im Inneren der Hütte. Das ist sehr ungesund. Das so gewonnene Salz verkaufen sie dann auf den Märkten und am Straßenrand.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die traditionelle Methode der Salzgewinnung und -verarbeitung wird in Benin seit mindestens dem 15. Jahrhundert praktiziert – überwiegend von Frauen. Dabei sammeln sie salzhaltige Erde, verdampfen das Wasser und filtern die Sole mithilfe von verbranntem Mangrovenholz.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Arbeitsweise belastet die Gesundheit der Frauen sowohl durch die Art der Salzgewinnung als auch durch die Bedingungen, unter denen das Salz verarbeitet wird. Mit dem ProSEL-Benin-Projekt soll diese jahrhundertealte Praxis behutsam weiterentwickelt und der Prozess der Salzgewinnung gesünder sowie umweltfreundlicher gestaltet werden.</p>



<h2 id="h-abholzung-von-mangroven-fur-salzgewinnung" class="wp-block-heading">Abholzung von Mangroven für Salzgewinnung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Gemeinden an der Küste ist die Salzgewinnung eine wichtige Einnahmequelle. Gleichzeitig trägt die traditionelle Herstellung erheblich zur Abholzung der Mangroven bei. Nach Schätzungen von ProSEL Benin werden jedes Jahr rund 20.000 Kubikmeter Mangrovenholz in den Küstenregionen des Landes als Brennstoff für die traditionelle Salzgewinnung gefällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNDP und die Regierung Benins begannen bereits vor rund fünf Jahren mit Gesprächen über die Einführung der neuen Methode. „Die Idee kam aber von den Menschen vor Ort, die diese Bedürfnisse hatten&#8220;, berichtet Aoualé Mohamed Abchir, der von 2020 bis 2024 als UNDP-Repräsentant in Benin tätig war. &#8222;Die Regierung von Benin entwickelte das Projekt und wollte mit dem UNDP zusammenarbeiten.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben Abchirs unterstützt ProSEL Benin drei der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030: Geschlechtergleichstellung, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum sowie verantwortungsvollen Konsum und nachhaltige Produktion. Ziel ist es, Frauen in ländlichen Regionen Benins dabei zu helfen, sauberes Salz herzustellen und zu vermarkten, um ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2021 bewilligte der Verwaltungsrat des IBSA-Fonds für Armuts- und Hungerbekämpfung dem UNDP eine Million US-Dollar für die Umsetzung des Projekts. IBSA ist eine trilateral finanzierte Entwicklungsorganisation des Globalen Südens, die 2004 von Indien, Brasilien und Südafrika gegründet wurde.</p>



<h2 id="h-hohe-kulturelle-bedeutung" class="wp-block-heading">Hohe kulturelle Bedeutung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als die heute 60-jährige Cécile Koffi erstmals mit dem Salzprojekt in Berührung kam, dauerte es eine Weile, bis sie bereit war, von der traditionellen Methode der Salzgewinnung abzuweichen. „Salz hat viele Funktionen und ist für die Frauen dieser Gemeinschaft von grundlegender Bedeutung“, sagt Koffi, während sie ihr gewonnenes Salz betrachtet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Benin besitzt Salz eine hohe kulturelle Bedeutung, die weit über seine Verwendung als Lebensmittel hinausgeht. „Es wird nicht nur als Nahrungsmittel verwendet, sondern hat auch eine kulturelle Bedeutung”, erläutert Robina Marks. “Es gilt als heilig und wird in vielen Vodoun-Praktiken eingesetzt.”</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/07/prosel-benin-ips-1-1200-800-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5843" srcset="https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/07/prosel-benin-ips-1-1200-800-1024x768.jpg 1024w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/07/prosel-benin-ips-1-1200-800-300x225.jpg 300w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/07/prosel-benin-ips-1-1200-800-768x576.jpg 768w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/07/prosel-benin-ips-1-1200-800-640x480.jpg 640w, https://afrika.info/wp-content/uploads/2026/07/prosel-benin-ips-1-1200-800.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gemeinsam mit anderen Frauen arbeitet Cécile Koffi mit der neuen Methode der Salzgewinnung, für die kein Feuerholz mehr benötigt wird. (Foto: Neha Banka/IPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Cécile Koffi gibt einen kleinen Einblick in die Rituale: „Wenn wir zum Markt gehen, um unsere Produkte zu verkaufen, streuen wir Salz auf den Boden und kehren es zusammen, bevor wir unseren Stand aufbauen. Wir glauben, dass dadurch alle bösen Geister verschwinden.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese tief verwurzelten kulturellen Überzeugungen waren einer der Gründe, warum es schwierig war, die Frauen für Veränderungen zu gewinnen und sie für das ProSEL-Benin-Projekt zu begeistern.</p>



<h2 id="h-xwlaje-auf-dem-weg-zur-marke" class="wp-block-heading">Xwlajè: Auf dem Weg zur Marke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Name Xwlajè ist eng mit der ethnischen Gruppe der Xwla verbunden“, erklärt Luc Obale, nationaler Projektleiter von ProSEL Benin. Die Arbeit der Salzproduzentinnen unterliegt zahlreichen traditionellen Regeln und Verboten, etwa in Bezug auf Arbeitstage oder Dorfgottheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung Benins arbeitet daran, das Salz zertifizieren zu lassen, damit es künftig unter dem Label „Xwlajè“ verkauft werden kann und so seine kulturelle Herkunft sichtbar macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die alte Methode ist die traditionelle Art der Salzgewinnung und hat daher eine besondere Bedeutung”, sagt Abchir. “Manchmal befürchten manche Menschen negative Folgen, wenn man die Produktionsweise ändert. Die Frauen hätten das Salz direkt aus dem Meer gewinnen können, aber es gibt einen Grund, warum sie das vor dem Projekt nicht getan haben.“</p>



<h2 id="h-menschen-fur-den-wandel-gewinnen" class="wp-block-heading">Menschen für den Wandel gewinnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das ProSEL-Projekt in Benin ist nicht das erste Vorhaben, das die lokale Salzgewinnung sauberer und umweltverträglicher gestalten will. Nach Einschätzung von Cessi Marlene Capo-Chichi, Projektkoordinatorin beim UNDP, war es jedoch besonders erfolgreich, weil es den Verantwortlichen gelang, die Menschen vor Ort für den Wandel zu gewinnen. „Organisationen haben Schwierigkeiten, die lokale Bevölkerung davon zu überzeugen, ihre Gewohnheiten zu ändern“, sagt sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 500 Meter vom ProSEL-Projekt entfernt, innerhalb der Grenzen des Dorfes Djégbadji, liegt eine Küstenlagune. Dort gewinnen Frauen in einem Geflecht aus strohgedeckten Hütten weiterhin auf traditionelle Weise Salz. „Diese Art der Salzgewinnung ist mühsamer“,&nbsp; sagt die 45-jährige Julienne Dekon, während sie einen schweren Korb aus Schilfrohr hebt, der mit salzhaltiger Erde aus den umliegenden Sümpfen gefüllt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute verbietet die Regierung Benins das Fällen von Mangroven zur Brennholzgewinnung. Stattdessen werden die Frauen ermutigt, getrocknete Palmblätter und Kokosnussschalen als Brennstoff zu verwenden.</p>



<h2 id="h-festhalten-an-traditioneller-salzgewinnung" class="wp-block-heading">Festhalten an traditioneller Salzgewinnung </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dekon möchte dennoch an der traditionellen Methode festhalten, obwohl viele ihrer Freundinnen nach dem Beitritt zum ProSEL-Projekt inzwischen auf die Salzgewinnung aus Meerwasser umgestiegen sind. Als sie in ihrer Hütte beginnt, das Salzwasser zu kochen, füllt dichter Rauch den kleinen Raum. „Wenn ich viel arbeiten muss, werde ich müde”, erzählt Julienne Dekon, “aber ich weiß nicht viel darüber, wie sich das auf meine Gesundheit auswirkt.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie erläutert, warum sie nicht auf die neue Methode umsteigen möchte. “Ich kann auch bei Regen Salz gewinnen, da ich die Erde sammle und drinnen mit dem Kochen beginne. Die beiden Systeme sind zu unterschiedlich“, erklärt Dekon und verweist auf die offenen, wetterabhängigen Verdunstungsbecken am Meer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch die traditionelle Salzgewinnung stößt in der Regenzeit an ihre Grenzen. Von April bis August stehen die tiefer gelegenen Küstensümpfe regelmäßig unter Wasser, auch zwischen September und November kommt es zu Niederschlägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir drängen die Frauen zum Umstieg auf das ProSEL-System, da das Gebiet, in dem das Salz traditionell gewonnen wird, während der Regenzeit unzugänglich ist”, sagt Abchir. “Es steht komplett unter Wasser, und so findet mehr als die Hälfte des Jahres keine Salzproduktion statt. Wir mussten ihnen Alternativen bieten.“</p>



<h2 id="h-viel-uberzeugungsarbeit-notwendig" class="wp-block-heading">Viel Überzeugungsarbeit notwendig</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb konzentriere sich das Projekt darauf, den Frauen einen dauerhaften Zugang zu Meerwasser zu ermöglichen. So können sie ganzjährig Salz gewinnen und ein regelmäßiges Einkommen erzielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Salzgewinnung aus Meerwasser ist weniger aufwendig”, erklärt Abchir. “Man nimmt einfach das Wasser und lässt es von der Sonne verdunsten. Man muss es nicht kochen, und es ist sicherer. Außerdem kann man damit mehr Geld verdienen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterschied zwischen dem traditionell hergestellten Salz und dem ProSEL-Salz ist auf den ersten Blick sichtbar: Das herkömmliche Salz ist gelblich-braun mit grauen Streifen – eine Färbung, die durch den fehlenden Filterprozess entsteht. Das im Rahmen von ProSEL produzierte Salz hingegen ist weiß, sauber und mit Jod angereichert, das die Frauen kurz vor dem Abfüllen in die Verpackungen mischen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kilogramm traditionell hergestelltes Salz kostet auf den lokalen Märkten und am Straßenrand etwa 800 westafrikanische CFA-Francs (rund zwei US-Dollar). Die gleiche Menge ProSEL-Salz wird für etwa 1.000 CFA-Francs verkauft.</p>



<h2 id="h-vom-lokalen-projekt-in-den-handel" class="wp-block-heading">Vom lokalen Projekt in den Handel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Studie von ProSEL sind in Benin rund 4.000 Frauen in der Salzgewinnung tätig. Dennoch importiert das Land den Großteil seines Salzes aus Ghana, Senegal und Indien, da die heimische Produktion nur einen Bruchteil des tatsächlichen Bedarfs deckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Projektverantwortlichen wurde schnell klar, dass es nicht genügte, den Frauen eine sauberere Salzproduktion zu vermitteln. Ebenso wichtig war es, neue Absatzmärkte zu erschließen. Einer davon könnte das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen in Benin sein, das jährlich mehr als eine Million Schulkinder mit Mahlzeiten versorgt. Derzeit prüft das WFP, ob künftig Salz aus den von Frauen geführten ProSEL-Kooperativen bezogen werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Regierung Benins verfolgt ehrgeizige Pläne für das lokal gewonnene Salz. Im Dezember 2025 zertifizierte die beninische Lebensmittelsicherheitsbehörde ABSSA (Agence Béninoise de Sécurité Sanitaire des Aliments) das Salz für den öffentlichen Verzehr. Damit wurde der Weg für den Verkauf unter dem Label „Xwlajè“ frei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen ist das Xwlajè-Salz in sieben Supermarktketten in Cotonou sowie in weiteren Geschäften in Porto-Novo, Cotonou und Comè erhältlich. „Darüber hinaus werden Schritte unternommen, um das Xwlajè-Salz in den Duty-Free-Shops des internationalen Flughafens Cotonou zu vermarkten“, sagt Obale.</p>



<h2 id="h-neues-verfahren-macht-weniger-arbeit" class="wp-block-heading">Neues Verfahren macht weniger Arbeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abchir ergänzt, dass ein Arbeitsgang, der früher rund sechs Stunden dauerte, heute nur noch etwa zwei Stunden beansprucht. Die eigentliche Herausforderung sei jedoch gewesen, Menschen zu überzeugen, die seit Generationen nach denselben Methoden arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er räumt ein, dass das Projekt ohne das Vertrauen der Frauen, ihrer Ehemänner, der Bürgermeister sowie der lokalen Gemeindevorsteher kaum erfolgreich gewesen wäre. „Das einheimische Team ging zu den Frauen, verstand ihre Bedürfnisse und fand Akzeptanz. Es ist sehr schwierig in Benin, wenn Fremde kommen und ihnen vorschreiben, was sie zu tun haben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren hat die Regierung Benins den Tourismus zu einem Schwerpunkt ihrer Entwicklungspolitik gemacht. Die traditionellen Methoden der Salzgewinnung sollen dabei helfen, Besucher*innen die Kultur des Landes näherzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ProSEL-Projekt verfolgt jedoch nicht das Ziel, die traditionelle Salzgewinnung vollständig zu verdrängen, betont Obale. „Die moderne Salzproduktionsanlage befindet sich in unmittelbarer Nähe des traditionellen Produktionsstandorts, damit die Touristen den Unterschied zwischen den beiden Produktionsmethoden erkennen können“, sagt er.</p>



<h2 id="h-finanzielle-unabhangigkeit-fur-frauen" class="wp-block-heading">Finanzielle Unabhängigkeit für Frauen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die junge Mutter Mireille Adjovi ist mit ihrem schlafenden Säugling auf dem Rücken zur Arbeit auf das ProSEL-Gelände gekommen. „Mit dem Geld, das ich verdiene, kann ich für meine Kinder sorgen”, sagt Adjovi. “ Ich kann sie zur Schule schicken. An mich selbst denke ich zuletzt: Mein Mann und meine Kinder stehen an erster Stelle. Die Männer geben zwar Geld für den Haushalt, aber die Frauen leiden immer noch sehr. Wenn Frauen etwas brauchen, geben die Männer einfach so viel Geld, wie sie wollen, nicht das, was sie wirklich brauchen. Die Männer denken nicht an die Frauen. Deshalb hilft mir dieses Projekt, mein eigenes Geld zu verdienen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Frauen wie Adjovi bedeutet die Salzgewinnung weit mehr, als eine jahrhundertealte Tradition fortzuführen. Sie kennt weder die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen noch die Bedeutung der Abkürzung IBSA. Doch die Arbeit bei ProSEL Benin ermöglicht es ihr, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden stärker in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig in einer von Frauen geführten Kooperative mitzuwirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sie sich mit den anderen Frauen auf dem Gelände austauscht, denkt sie auch an die hart erkämpfte Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, die ihr das Projekt eröffnet hat. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Julienne Dekon gewinnt Salz noch nach dem traditionellen Verfahren. (Foto: Neha Banka/IPS)</p>
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		<title>Afrika-Cup &#8211; das Finale</title>
		<link>https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:02:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des Africa Cup of Nations live in einem interkulturellen Umfeld.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/veranstaltungen/afrika-cup/">Afrika-Cup &#8211; das Finale</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="h-public-viewing-und-come-together">Public Viewing und Come Together</h2>



<pre class="wp-block-verse"><strong>Termin:</strong> 18. Jänner 2026, 19:00 Uhr<br><strong>Ort:</strong> Afro-Asiatisches Institut, Imaculada, Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg<br><strong>Eintritt:</strong> frei</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Fußball verbindet – Menschen, Kulturen, Herzen. Erleben Sie das Finale des <strong>Africa Cup of Nations</strong> live in einem interkulturellen Umfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Können die Kicker der Côte d&#8217;Ivoire den Titel aus 2024 verteidigen? Oder holt die Heimmannschaft Marokko den begehrten Pokal? Oder sorgt gar ein krasser Außenseiter wie Simbabwe oder Botswana für eine Überraschung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 35. Africa Cup findet vom <strong>21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko</strong> statt. Das Land wird damit nach 1988 das zweite Mal Gastgeber des Turniers sein. Insgesamt werden von den 24 teilnehmenden Nationen 52 Spiele ausgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Finale wird am 18. Jänner 2026</strong> im neu errichteten Stade Moulay Abdallah in Rabat ausgetragen. Anpfiff: 20:00 Uhr</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-teilnehmende-nationalteams">Teilnehmende Nationalteams</h2>



<figure class="wp-block-table is-style-regular has-regular-font-size"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe A</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe B</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe C</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4816" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Marokko.svg_.webp" alt="Marokko Flagge"> Marokko</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4824" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aegypten.svg_.webp" alt="Ägypten Flagge"> Ägypten</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4828" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Nigeria.svg_.webp" alt="Nigeria Flagge"> Nigeria</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4817" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mali.svg_.webp" alt="Mali Flagge"> Mali</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4825" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Suedafrika.svg_.webp" alt="Südafrika Flagge"> Südafrika</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4829" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tunesien.svg_.webp" alt="Tunesien Flagge"> Tunesien</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4819" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sambia.svg_.webp" alt="Sambia Flagge"> Sambia</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4826" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Angola.svg_.webp" alt="Angola Flagge"> Angola</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4830" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Uganda.svg_.webp" alt="Uganda Flagge"> Uganda</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="9" class="wp-image-4820" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Komoren.svg_.webp" alt="Komoren Flagge"> Komoren</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4827" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Simbabwe.svg_.webp" alt="Simbabwe Flagge"> Simbabwe</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4831" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Tansania.svg_.webp" alt="Tansania Flagge"> Tansania</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe D</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe E</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Gruppe F</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4832" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Senegal.svg_.webp" alt="Senegal Flagge"> Senegal</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4836" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Algerien.svg_.webp" alt="Algerien Flagge"> Algerien</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4840" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Cote-d-Ivoire.svg_.webp" alt="Côte d'Ivoire Flagge"> Côte d&#8217;Ivoire</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4833" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-DR-Kongo.svg_.webp" alt="DR Kongo Flagge"> DR Kongo</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4837" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Burkina-Faso.svg_.webp" alt="Burkina Faso Flagge"> Burkina Faso</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4841" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Kamerun.svg_.webp" alt="Kamerun Flagge"> Kamerun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4834" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Benin.svg_.webp" alt="Benin Flagge"> Benin</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4838" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Aequatorialguinea.svg_.webp" alt="Äquatorialguinea Flagge"> Äquatorialguinea</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="11" class="wp-image-4842" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Gabun.svg_.webp" alt="Gabun Flagge"> Gabun</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4835" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Botswana.svg_.webp" alt="Botswana Flagge"> Botswana</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="8" class="wp-image-4839" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Sudan.svg_.webp" alt="Sudan Flagge"> Sudan</td><td class="has-text-align-left" data-align="left"><img loading="lazy" decoding="async" width="15" height="10" class="wp-image-4843" style="width: 15px;" src="https://afrika.info/wp-content/uploads/2025/10/Flagge-Mosambik.svg_.webp" alt="Mosambik Flagge"> Mosambik</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Veranstaltung von Welthaus Graz in Kooperation mit afrika.info, Afrika Plattform Salzburg, Afro-Asiatisches Institut Graz, Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Katholische Hochschuljugend, Katholische Hochschulgemeinde und Fachbereich Weltkirche</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Benin: Kein Job nach dem Studium</title>
		<link>https://afrika.info/benin-kein-job-nach-dem-studium/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Nov 2024 07:40:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Megan Fahrney]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schweren Herzens verabschiedete sich Louis mit elf Jahren von seinem Elternhaus und zog zu seinem Onkel nach Parakou. In der drittgrößten Stadt des Landes bekam Louis eine bessere Schulbildung. Doch bei der Arbeitssuche hat ihm das nicht genützt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Megan Fahrney I 14. November 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cotonou (IPS/afr). Schweren Herzens verabschiedete sich Louis mit elf Jahren von seinem Elternhaus. Er verließ sein kleines Dorf im Norden Benins, um zu seinem Onkel nach Parakou zu ziehen. In der drittgrößten Stadt des Landes bekam Louis eine bessere Schulbildung. Doch bei der Arbeitssuche hat ihm das nicht genützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Louis ist heute 23 Jahre alt, hat einen Bachelor-Abschluss in Mathematik der staatlichen Université d’Abomey-Calavi (UAC) in der Tasche und spricht nahezu perfektes Englisch. Dennoch findet er keine Anstellung. Was also tun? “Hustle”, antwortet Louis und spielt damit auf die in den letzten Jahren populär gewordene “Hustle Culture” an. Darunter wird ein leistungsorientierter Lebensstil verstanden, der auf ständige Produktivität und unermüdliches Streben nach Erfolg ausgerichtet ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Schattenseite dieser Arbeitsmentalität stehen Gesundheitsrisiken wie Burn Out und Gefahren der sozialen Vereinsamung, da das Privatleben häufig vernachlässigt wird. Kritisiert wird auch, dass die Hustle Culture Geldverdienen ohne moralen Kompass propagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vollen Einsatz will auch Louis an den Tag legen &#8211; für sein eigenes Unternehmen. Derzeit arbeitet er an der Gründung seiner Firma, die Programmierdienste anbieten wird. Gemeinsam mit seinem Team möchte Louis etwa Apps entwickeln, Websites erstellen und technische Probleme von Kunden lösen.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es wird nicht leicht für mich, ein Startup zu gründen”, sagt Louis, “aber ich muss mir sagen, dass ich es schaffen kann. Ich werde alles tun, um es zu ermöglichen.”</p>



<h2 class="wp-block-heading">Niedrige Abschlussquote</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Louis ist längst ein Einzelfall. In Benin haben Hochschulabsolvent*innen große Schwierigkeiten, eine feste Anstellung zu finden. Gebildete junge Menschen nehmen stattdessen Gelegenheitsjobs an, gründen eigene Unternehmen oder bleiben von ihren Eltern abhängig.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="https://www.iicba.unesco.org/en/benin">UNESCO</a> beginnen in Benin 15 Prozent der Männer und acht Prozent der Frauen eine tertiäre Ausbildung. Allerdings sind die Abschlussquoten gering: Im Studienjahr 2022/23 haben sich an der Université d’Abomey-Calavi (UAC) nahe der Haupstadt Cotonou 58.456 Studierende eingeschrieben, aber nur 6.614 Student*innen machten in diesem Studienjahr ihren Abschluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christophe Aïnagnon studiert derzeit Englisch an der UAC. Er hat von einem naturwissenschaftlichen Studium umgesattelt, weil er nach zwei Jahren erkannt hatte, dass er auf dem Arbeitsmarkt chancenlos sein würde. Christophe erzählt, dass viele seiner Freunde ihr Studium ganz abgebrochen haben. Sie hatten erkannt, dass es sich nicht lohnen wird. Andere Freunde von ihm wiederum hätten ihr Studium zwar abgeschlossen, würden aber keine Arbeit finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Louis hat auch Christophe sein eigenes Unternehmen gegründet, allerdings in einem völlig anderen Bereich: Er züchtet Kaninchen, um Geld zu verdienen. „Es ist die Art von Geschäft, durch das ich werden kann, wer ich sein möchte, und mein Leben in vollen Zügen genießen kann“, erzählt Christophe Aïnagnon.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hohe Auswanderungsbereitschaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im September hat die <a href="https://ichikowitzfoundation.com/storage/reports/September2024/GSLcmLTnruHzhTrIuDOV.pdf">Ichikowitz Family Foundation</a> eine Studie veröffentlicht, die ergab, dass knapp 60 Prozent der jungen Afrikaner*innen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren in den nächsten drei Jahren auswandern wollen. Der Bericht befragte 5.604 Personen und wurde in 16 verschiedenen Ländern durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Traum von Louis ist es, in die USA auszuwandern. “Als Kind wollte ich am MIT studieren”, sagt er. Louis hat bereits mehrmals an der GreenCard-Lotterie teilgenommen, bislang allerdings ohne Erfolg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht alle Studierende wollen ins Ausland. Die Englischstudentin Mirabelle Awegnone etwa möchte in ihrer Heimat bleiben und Lehrerin werden. Auch sie denkt an die Selbständigkeit &#8211; für den Fall, dass es mit dem Lehrberuf nicht klappt. „Manchmal macht es mir Angst“, erzählt sie. „Ich frage mich selbst, wie ich in Zukunft einen Job bekommen kann. Ich bin ein schüchterner Mensch, daher ist es schwer für mich.“ (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Markt in Cotonou, Benin (Foto: Shutterstock.com, Omri Eliyahu)</p>
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		<title>Corona in Afrika</title>
		<link>https://afrika.info/corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 14:19:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Daten zur Corona-Pandemie in Afrika - vom Auftreten des ersten Falls am 14. Februar 2020 in Ägypten bis zum Ende der Datenerfassung am 5. März 2023.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://afrika.info/corona/">Corona in Afrika</a> erschien zuerst auf <a href="https://afrika.info">afrika.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#eae9e3"><strong>Datenerfassung beendet</strong><br><br>Nach über drei Jahren haben wir das Projekt am 5. März 2023 beendet. Hintergrund für die Entscheidung war, dass nach der Einstellung der Datenerfassung durch die <a href="https://coronavirus.jhu.edu/map.html">John Hopkins University</a> (per 10. März 2023) und <a href="https://africacdc.org/covid-19/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa CDC</a> (per 1. Jänner 2023) keine ausreichende Grundlage mehr gegeben war.<br></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://afrika.info/corona/chronik/">Chronik einer Ausbreitung: 14. Februar 2020 (erster Corona-Fall in Afrika) bis 5. März 2023</a></li>



<li><a href="https://afrika.info/corona/hintergrund/">Hintergrund zum Datenerfassungsprojekt von afrika.info</a></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Stand: 5. März 2023</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button has-custom-font-size is-style-fill" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>12.267.951</strong><br>(+5.319 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>257.774 Todesfälle</strong><br>(+16 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-green-cyan-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>11.893.778 genesene Personen</strong><br>(+11.288 zur Vorwoche)</a></div>



<div class="wp-block-button has-custom-font-size" style="font-size:18px"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background wp-element-button" style="border-radius:15px"><strong>116.399 aktive Fälle</strong><br>(-5.985 zur Vorwoche)</a></div>
</div>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="epidemiologische-kurve">Epidemiologische Kurve</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die epidemiologische Kurve zeigt den täglichen Zuwachs an positiv getesteten Personen. Der Übersichtlichkeit halber werden die wöchentlichen Durchschnittswerte dargestellt.</p>



<iframe title="Epidemiologische Kurve für Afrika (Wochenschnitt)" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-nFw1H" src="https://datawrapper.dwcdn.net/nFw1H/91/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="800" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
</script>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="7-tage-inzidenz-in-afrikanischen-staaten">7-Tage-Inzidenz in afrikanischen Staaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 7-Tage-Inzidenz beträgt für den gesamten Kontinent derzeit <strong>0,37</strong> (+0,14 zur Vorwoche). Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Südafrika (5,73). Dahinter folgen Eswatini (5,71), Mauritius (2,73), Botswana (2,62) und Sambia (1,54). 19 afrikanische Staaten haben in der letzten Woche ihre Infektionszahlen nicht aktualisiert.</p>



<iframe title="Karte: Das Coronavirus in Afrika" aria-label="Karte" id="datawrapper-chart-y4fZm" src="https://datawrapper.dwcdn.net/y4fZm/421/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="538" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px"}}}))}();
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<h2 class="wp-block-heading" id="entwicklung-der-aktiven-corona-infektionen">Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen</h2>



<iframe title="Entwicklung der aktiven Corona-Infektionen in Afrika" aria-label="Interactive line chart" id="datawrapper-chart-GZgId" src="https://datawrapper.dwcdn.net/GZgId/432/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="600" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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<h2 class="wp-block-heading" id="die-wichtigsten-zahlen-im-zeitlichen-verlauf">Die wichtigsten Zahlen im zeitlichen Verlauf</h2>



<iframe title="Tabelle: Coronavirus in Afrika" aria-label="Tabelle" id="datawrapper-chart-0hxhf" src="https://datawrapper.dwcdn.net/0hxhf/405/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="1634" data-external="1"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r<t.length;r++)t[r].contentWindow===e.source&#038;&#038;(t[r].style.height=e.data["datawrapper-height"][a]+"px")}}))}();
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		<title>Benin: Drehscheibe für den Menschenhandel</title>
		<link>https://afrika.info/benin-drehscheibe-fuer-den-menschenhandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 May 2019 06:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Issa Sikiti da Silva]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenhandel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem Bus in Cotonou, dem wirtschaftlichen Zentrum von Benin, sitzen vier nigerianische Mädchen zwischen 15 und 16 Jahren. Sie warten auf die Abfahrt nach Bamako in Mali. Ihr Begleiter sagt ihnen, dass dort ihre Ehemänner in Empfang nehmen werden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Issa Sikiti da Silva | 8. Mai 2019</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cotonou (IPS/afr). In einem Bus in Cotonou, dem wirtschaftlichen Zentrum von Benin, sitzen vier nigerianische Mädchen zwischen 15 und 16 Jahren. Sie warten auf die Abfahrt nach Bamako in Mali. Ihr Begleiter sagt ihnen, dass dort ihre Ehemänner in Empfang nehmen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier Mädchen stammen aus dem Osten Nigerias. Angeblich haben ihre Eltern der Heirat mit in Mali lebenden Nigerianern zugestimmt. &#8222;Vier Landsleute baten mich, ihnen junge Frauen mitzubringen, weil sie heiraten wollen&#8220;, erzählt der Menschenschmuggler, der sich selbst &#8222;Wiseman&#8220; nennt. &#8222;Ich bin sicher, dass sie dort glücklich werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob die Eltern der Mädchen wissen, dass sie nach Mali reisen, antwortet Wiseman ausweichend: &#8222;Ich habe mit ihnen verhandelt und ihnen eine Anzahlung gegeben. Diese wird ihnen sicherlich helfen, ein kleines Geschäft zu gründen oder Samen für die Landwirtschaft zu kaufen. Die Kinder sollten sich glücklich schätzen, weil sie arbeiten und die Pflichten von Frauen erfüllen werden. Ihr Leben wird sich dadurch enorm verbessern.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freilich kennt aber niemand die wirklichen Absichten der Männer, die die vier Mädchen &#8222;bestellt&#8220; haben. In Nigeria wird der Menschenhandel zu einem immer größeren Problem: Im &#8222;<a href="https://www.globalslaveryindex.org/2018/data/country-data/nigeria/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Global Slavery Index</a>&#8220; belegt der westafrikanische bereits Platz 32 unter 167 Ländern. Die Schätzungen belaufen sich auf 1,38 Millionen Menschen, die dort in moderner Sklaverei leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und obwohl Nigeria über den institutionellen Rahmen und Gesetze gegen den Menschenhandel verfügt, werden nach Angaben der Nationalen Agentur für das Verbot des Menschenhandels (NAPTIP) jedes Jahr mindestens eine Million Menschen verkauft. In einer Untersuchung mit malischen Behörden hat die NAPTIP festgestellt, dass kürzlich fast 20.000 nigerianische Mädchen in Mali zur Prostitution gezwungen wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="viele-opfer-sind-kinder">Viele Opfer sind Kinder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Westafrika zählen vor allem Kinder zu den Opfern des Menschenhandels. Ende April konnte Interpol 216 Menschen aus Benin, Burkina Faso, Niger, Nigeria und Togo befreien &#8211; darunter 157 Kinder. Interpol ist Teil einer globalen Task Force, die den Menschenhandel bekämpfen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige der Opfer arbeiteten als Sexarbeiter in Benin und Nigeria, andere schufteten den ganzen Tag auf Märkten und in verschiedenen Restaurants. Die Jüngsten unter ihnen waren erst elf Jahre alt. Insgesamt konnte Interpol 47 Personen festnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Viele der Kinder werden in diese Märkte gebracht, um Zwangsarbeit zu leisten&#8220;, sagt der zuständige Interpol-Direktor Paul Stanfield. &#8222;Das sind organisierte Kriminelle, die von Geld angetrieben werden. Sie interessieren sich nicht für die Kinder, die zur Prostitution gezwungen werden, unter schrecklichen Bedingungen arbeiten oder auf der Straße leben müssen &#8211; sie sind ausschließlich auf der Suche nach Geld.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="drehscheibe-cotonou">Drehscheibe Cotonou</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Benin kommt eine Schlüsselrolle im westafrikanischen Menschenhandel zu. Der Transit erfolgt häufig über Cotonou, von wo Frauen nach Nord- und Westafrika weiter transportiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geltenden Gesetze gegen den Menschenhandel erweisen sich häufig als zahnlos, da korrupte Beamte an den Grenzposten für ein paar Euro einfach wegsehen. Auch Wiseman bereiten die Grenzkontrollen kein Kopfzerbrechen. Er sagt, dass er wisse, &#8222;wie man damit umgeht.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob er für das Wohlergehen der Mädchen verantwortlich sei, antwortet der Menschenschmuggler: &#8222;Ich bin kein Sozialarbeiter, ich bin Geschäftsmann und Helfer. Ich helfe den Menschen, gute Frauen zu bekommen und die Familien der Mädchen gegen Geld aus der Armut zu holen.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="armut-kultur-und-kinderarbeit">Armut, Kultur und Kinderarbeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der religiöse Führer Hassan Badarou bestätigt, dass viele Eltern ihre Kindern in einer finanziellen Notsituation weggeben. &#8222;Es ist schade, dass Eltern ihre Kindern erlauben, wegen ein paar Dollar das Land zu verlassen. All das würde aber nicht passieren, wenn sie nicht arm wären.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 16-jährige Suzie, die heute in Cotonou lebt, ist aus der Gefangenschaft geflohen. Sie erzählt, wie sie vor vier Jahren von einer Freundin der Familie von ihrem Haus im Norden von Benin abgeholt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Sie versprach mir, dass ich nach einem Jahr Hausarbeit die Schule besuchen kann &#8211; aber sie hielt sich nicht daran&#8220;, erzählt Suzie in der Landessprache Fon. &#8222;Als ich sie daran erinnerte, verschlimmerte sich meine Situation. Sie hörte auf, mein Gehalt zu bezahlen, erhöhte die Arbeitsbelastung und reduzierte meine Mahlzeiten von zwei auf eine pro Tag. Und sie fing an, mich zu verprügeln, wenn ich mich beschwerte.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Lauf der Zeit begannen die männlichen Familienangehörigen, Suzie sexuelle Avancen zu machen. Sie konnte diese zwar abwehren. Die Situation wurde aber bald unerträglich &#8211; Suzie suchte sie das Weite.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="keine-polizei-bitte">Keine Polizei bitte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Warum sie sich nicht an die Polizei gewendet habe? &#8222;Das kann ich nicht&#8220;, antwortet Suzie. &#8222;Die Frau ist wie meine Tante. Das würde nur zu einem Konflikt zwischen ihr und meiner Familie führen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der religiöse Führer Hassan Badarou erklärt, dass er in einigen Fällen wie jenem von Suzie zu vermitteln versucht hätte. Er habe viele Fälle von Missbrauch dokumentiert. &#8222;Wenn Sie sehen würden, wie diese Frauen die Mädchen misshandeln, würden Sie weinen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei einzuschalten sei allerdings auch für ihn keine Option. &#8222;Wir sind alle Brüder und Schwestern dieses Landes, und wir glauben daran, unsere Probleme in Harmonie und Frieden durch Dialog zu lösen&#8220;, sagt Badarou. &#8222;Außerdem entspricht es nicht unsere Kultur, alles bei der Polizei zu melden. Ich beschuldige die Regierungen Westafrikas, dass die Angelegenheit aus dem Ruder gelaufen ist. Sie ist jetzt zu einer kulturellen Norm geworden, die tief im gesellschaftlichen Gefüge verankert ist. Nun es schwer, dagegen etwas zu unternehmen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jakub Sobik, Kommunikationsmanager von &#8222;<a href="https://www.antislavery.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anti-Slavery International</a>&#8222;in London, berichtet, dass viele Eltern über die Zukunft ihrer Kinder belogen werden. &#8222;Sie schicken sie im ehrlichen Glauben weg, dass sie in einer städtischen Umgebung bessere Chancen hätten.&#8220; Sobik fügt hinzu, dass in einigen Gesellschaften Kinderarbeit kulturell akzeptiert werde, weil diese dort seit Generationen üblich sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Busbahnhof von Cotonou setzt sich der Bus mit den vier nigerianischen Mädchen Richtung Bamako in Bewegung. Suzie schlendert Hand in Hand mit dem Fahrer eines Motorradtaxis durch die dunklen Straßen. Sie sagt, er sei ihr Freund. Der Mann dürfte zwischen 40 und 50 Jahre alt sein. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Bushaltestelle in Cotonou in Benin (Foto: Dave Primov, Shutterstock.com)</p>
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		<title>Mit Reis aus der Armut</title>
		<link>https://afrika.info/mit-reis-aus-der-armut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[afrika.info]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2016 15:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Busani Bafana]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reis ist nach Mais der zweitwichtigste Kalorienlieferant für die Bevölkerung in Subsahara-Afrika. Für das "Africa Rice Center" in Cotonou im westafrikanischen Benin sind die Getreidekörner der Schlüssel in der Armutsbekämpfung. Allerdings wird derzeit in Afrika weit mehr Reis gegessen als angebaut. Durch die starke Urbanisierung wächst der Reiskonsum jährlich um sechs Prozent.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von Busani Bafana | 8. März 2016</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cotonou (afr/IPS). Reis ist nach Mais der zweitwichtigste Kalorienlieferant für die Bevölkerung in Subsahara-Afrika. Für das &#8222;Africa Rice Center&#8220; in Cotonou im westafrikanischen Benin sind die Getreidekörner der Schlüssel in der Armutsbekämpfung. Allerdings wird derzeit in Afrika weit mehr Reis gegessen als angebaut. Durch die starke Urbanisierung wächst der Reiskonsum jährlich um sechs Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Reis ist für die Ernährungssicherheit in Afrika enorm wichtig&#8220;, sagt der stellvertretende Generaldirektor des&nbsp;<a href="http://africarice.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Africa Rice Centers</a>, Marco Wopereis. &#8222;Die Nachfrage nach Reis ist riesig und kommt vor allem daher, dass immer mehr Menschen in den Städten ihre Nahrungsmittel einfach lagern und rasch zubereiten wollen. Reis ist für diese Zwecke einfach perfekt geeignet.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen&nbsp;<a href="http://www.fao.org/economic/est/publications/rice-publications/rice-market-monitor-rmm/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FAO</a>&nbsp;schätzt die globale Produktion für geschliffenen oder weißen Reis derzeit auf 491 Millionen Tonnen pro Jahr. Prognosen zeigen aber, dass die Weltbevölkerung in 25 Jahren zusätzlich 110 Millionen Tonnen an geschliffenem Reis verbrauchen wird. Ein Drittel dieses Zuwachses geht dabei auf das Konto von Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="afrika-kann-nur-60-prozent-der-nachfrage-decken">Afrika kann nur 60 Prozent der Nachfrage decken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Reis wird in 40 von 54 afrikanischen Ländern angebaut und gilt als Hauteinnahmequelle von 35 Millionen Kleinbauern. Dennoch können afrikanische Produzenten derzeit nur 60 Prozent der Nachfrage decken. In Summe müssen die Länder des Kontinents jährlich 12,5 Millionen Tonnen Reis im Wert von fünf Millionen US-Dollar importieren. Dieser Wert entspricht nahezu einem Drittel der weltweiten Reiseinfuhren und macht Afrika zum größten Reisimporteur der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings beginnt sich die Situation allmählich zu verändern, sagt Wopereis. Der Niederländer ist überzeugt, dass die Getreidekörner in Afrika einen Ausweg aus der Armut bedeuten können. Der Strategieplan von Africa Rice für die Jahre von 2011 bis 2020 rückt daher die Ertragserhöhung und Qualitätsverbesserung von afrikanischem Reis in den Vordergrund. &#8222;Nach 2008 haben wir einen gewaltigen Anstieg in der Produktion erlebt&#8220;, meint Wopereis. &#8222;Die Ausbeute konnte bis zum Jahr 2012 um 30 Prozent erhöht werden, das bedeutete im Durchschnitt einen Ertrag von 2,1 Tonnen pro Hektar.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wopereis betont, dass es Investitionen durch öffentliche und private Sektoren benötigt, um die Reisproduktion in Afrika anzukurbeln. &#8222;Wenn wir die Produktion nicht erhöhen, muss immer mehr importiert werden. Das führt uns letztendlich wieder in eine Krise wie im Jahr 2008.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nahrungsmittelkrise im Jahr 2008 hatte Regierungen, Hilfsorganisationen und Gebernationen aufgerüttelt. In den Folgejahren wurde in ambitionierte Produktionsprogramme investiert, die zur erwähnten Ertragssteigerung geführt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="neue-reissorten-gegen-den-klimawandel">Neue Reissorten gegen den Klimawandel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar haben sich mehr als 200 Forscher, Geschäftsleute und Regierungsvertreter aus 20 afrikanischen Ländern zu einer Bestandsaufnahme in Cotonou getroffen. Dabei gab es erste Anzeichen, dass Afrika den Weg aus der Reisabhängigkeit schaffen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Africa Rice hat vor drei Jahren sieben Reissorten entwickelt, die unter dem Namen ARICA (&#8222;Advanced Rice Varieties for Africa&#8220;) vermarktet werden. Diese Sorten haben sich als besonders tolerant gegen Überflutungen, Salze, Eisentoxizität und Kälte erwiesen. Im Vergleich zu der bereits in den 1990-er Jahren entwickelten Züchtung NERICA (&#8222;New Rice for Africa&#8220;) zeichnen sich die ARICA-Sorten auch durch einen höheren Ertrag aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moussa Sie, ein langjähriger Züchter in Dienst von Africa Rice, sieht durch die ARICAs völlig neue Möglichkeiten. Er glaubt, dass die Produktion um mindestens 40 Prozent gesteigert werden kann. Dazu sei die Züchtung weiterer Sorten notwendig, die auf die Bedürfnisse der Reisbauern und die klimatischen Bedingungen abgestimmt sind. &#8222;Wir arbeiten an neuen Sorten, die noch robuster gegenüber den Bedrohungen des Klimawandels sind&#8220;, sagt Sie. &#8222;Denn Reis wird in erster Linie von armen Kleinbauern angebaut, die auf solche Sorten angewiesen sind.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Africa Rice untersucht derzeit in einer Studie, was es braucht, damit Afrika bis ins Jahr 2025 nicht mehr auf Reisimporte angewiesen ist. Die finanziellen Investitionen dafür werden auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Darüber hinaus benötigt es ein verbessertes Bodenmanagement, die Vermeidung von Ertragslücken und – dort wo möglich – doppelte Ernten. (Ende)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titelbild:</strong> Forschungsassistentin Blance Soussous zeigt Packungen mit Parboiled-Reis. (Foto: Busani Bufana/IPS)</p>
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