Beiträge von afrikanischen Journalisten

Korrespondentennetzwerk in Afrika

Näher dran. Für afrika.info haben bislang mehr als 150 afrikanische Korrespondenten aus fast allen Ländern des Kontinents berichtet. Im Newsroom lesen Sie regelmäßig neue Beispielbeiträge aus diesem Netzwerk. Wenn Sie Interesse an einer Wiederveröffentlichung unserer Beiträge haben, treten Sie bitte mit uns in Kontakt.

Madagaskar: Saatgut zum Abendessen

Im Süden des Inselstaates fehlt Nahrung für 1,14 Millionen Menschen

Von Miriam Gathigah | 16.06.2016

Bekily. Wenn im Süden Madagaskars Ende Mai die Maisernte beginnt, wird Havasoa Philomene vor trockenen Feldern stehen. Um ihre Familie zu ernähren, hat sie das erhaltene Saatgut gekocht und als Mahlzeit serviert. Wie in etlichen anderen Ländern des südlichen Afrika auch hat das Klimaphänomen El Niño in Madagaskar zu katastrophalen Ernteausfällen geführt.

Kenia: Die Milchwirtschaft in Laikipia brummt

Politische Reform bringt Aufschwung in den Regionen

Von Daniel Sitole | 10.06.2016

Ng’arua. Daniel Mithamo (28) hat eigentlich mit dem Milchgeschäft keine guten Erfahrungen gemacht. Lange Zeit konnte nur ein Bruchteil der Milch gegen gutes Geld verkauft werden, der Rest musste zu Dumping-Preisen verschleudert werden. Grund für den enormen Preisdruck: Es gab keine Kühlanlagen, mit der die Milch konserviert werden konnte.

Südsudan: Regierung setzt auf Landwirtschaft

Eigene Argarproduktion soll Abhängigkeit von Importen und Erdöl reduzieren

Von Moyiga Nduru und Martin Sturmer | 03.06.2016

Juba/Salzburg. Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das Bruttoinlandsprodukt des Südsudan dieses Jahr um 7,8 Prozent schrumpfen. Die Hauptschuld an der ökonomischen Misere tragen der blutige Bürgerkrieg und die hohe Abhängigkeit von Erdöl. Die Regierung hat nun die zwölf Millionen Einwohner aufgerufen, verstärkt Landwirtschaft zu betreiben.

Malawi: Eine Ration Maisbrei pro Tag

Über acht Millionen Menschen brauchen Nahrungsmittelhilfe

Von Charity Chimungu Phiri | 31.05.2016

Blantyre. Es ist Samstag und Markttag in Bvumbwe im Bezirk Thyolo im südlichen Malawi. Etwa 40 Kilometer entfernt bereitet sich Esnart Nthawa (35) auf ihren langen Weg zum Markt vor. Nthawa ist Gemüsehändlerin und Mutter von fünf Kindern. Sie ist bereits um 3:00 Uhr aufgestanden, um es rechtzeitig nach Bvumbwe zu schaffen.

Mosambik: Frauen wollen der Armutsfalle entrinnen

Entschlossener Kampf gegen die Verheiratung von jungen Mädchen

Von Miriam Gathigah | 18.04.2016

Gaza. Der Tagesbeginn von Angelina Chiziane folgt einem genauen Ablauf. Erst hilft sie ihrem Mann, damit er rechtzeitig zur Arbeit kommt. Dann macht sie sich auf den Weg zu einem drei Kilometer entfernten Bach, wo sie Wasser holt und Feuerholz sammelt. Nach ihrer Rückkehr bereitet sie ihren beiden Kindern Frühstück zu. Dann bindet sie ihr Jüngstes auf den Rücken und geht aufs Feld.

Die "verrückteste" Kirche der Welt
Der Afrika-Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung", Bernd Dörries, schreibt in dem neuen Buch "Der lachende Kontinent" über seine Erfahrungen in 34 Ländern südlich der Sahara. In Côte d’Ivoire hat er die "verrückteste" Kirche der Welt besucht.

Robben Island: Auf den Spuren von Häftling 466/64
Wer Kapstadt besucht, muss unbedingt nach Robben Island übersetzen. Auf der Gefängnisinsel war Nelson Mandela 18 Jahre lang inhaftiert. Aber Achtung: Vor allem in der Hochsaison sind die Wartezeiten für Tickets lang.

Abuna Yemata Guh: Klettern für Schwindelfreie
In der Region Gar’alta in der nördlichen äthiopischen Provinz Tigray gibt es 35 Felsenkirchen. Die wahrscheinlich schönste darunter ist Abuna Yemata Guh. Allerdings ist der Aufstieg zur Felsenkirche auf 2.580 Meter Seehöhe nicht ganz ohne.