Beiträge von afrikanischen Journalisten

Korrespondentennetzwerk in Afrika

Näher dran. Für afrika.info haben bislang mehr als 150 afrikanische Korrespondenten aus fast allen Ländern des Kontinents berichtet. Im Newsroom lesen Sie regelmäßig neue Beispielbeiträge aus diesem Netzwerk. Wenn Sie Interesse an einer Wiederveröffentlichung unserer Beiträge haben, treten Sie bitte mit uns in Kontakt.

Senegal: Polygamie bremst Frauen aus

Immer mehr Vielehen werden in Städten geschlossen

Von Issa Sikiti da Silva | 21.09.2012

Dakar. Fatou, Awa und Aissatou Gaye sitzen auf dem Kachelfußboden vor ihrem Haus in Keur Massar, einem Township in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Fatou ist mit ihren 40 Jahren die älteste der drei Frauen, Awa ist 32, Aissatou erst 24. Sie sind die Frauen von Ousmane Gaye, der bald wieder heiraten will, "um dem islamischen Recht Genüge zu tun", wie er sagt.

Sambia: Verbot von Killer-Drink-Tüten zeigt Wirkung

Weniger Patienten auf Alkoholentzug

Von Jorrit Meulenbeek und David Mwanza | 17.09.2012

Lusaka. Am Rand der sambischen Hauptstadt Lusaka befindet sich die psychiatrische Abteilung des Chainama Hills-Krankenhaus. Auf dem Hof der Einrichtung haben sich mehrere Männer eingefunden, die verwirrt und desorientiert wirken. Ein zittriger Älterer läuft lächelnd im Kreis herum und schlägt nach Mücken, die es gar nicht gibt.

Uganda: Daumenschrauben für NGOs

Vor allem Homosexuellen-Initiativen sind betroffen

Von Andrew Green | 28.08.2012

Kampala. Die Regierung von Uganda steht NGOs zunehmend feindselig gegenüber. Wie die Menschenrechtsvereinigung 'Human Rights Watch' (HRW) in einem Bericht kritisiert, wurden im vergangenen Jahr Mitglieder mehrerer Gruppen eingeschüchtert und schikaniert. Besonders betroffen seien Aktivisten, die sich für die Rechte sexueller Minderheiten einsetzten.

Marokko: Kampagne gegen Zwangsehen

Aminas Selbstmord hat die Gesellschaft aufgerüttelt

Von Abderrahim El Ouali | 15.05.2012

Casablanca. Amina Filali aus der marokkanischen Kleinstadt Larache war 16 Jahre alt, als sie sich das Leben nahm. Nachdem sie von einem 26-Jährigen verschleppt und geschändet worden war, zwang sie der Vater auf Betreiben eines Staatsanwalts zur Heirat mit ihrem Peiniger, der dadurch nach Paragraph 475 des marokkanischen Strafgesetzes straflos blieb. Acht Monate später wählte der Teenager den Freitod, um dem Ehe-Arrangement zur Rettung der Familienehre zu entkommen.

Mauretanien: Beschneiderinnen legen ihr Messer beiseite

Umfassende Aufklärungskampagne

Von Mohamed Abderrahmane | 17.04.2012

Nouakchott. In Mauretanien sind mehr als zwei Drittel aller Mädchen und Frauen beschnitten. Befürworter der weiblichen Genitalverstümmelung bringen religiöse und ästhetische Gründe vor und betonen, sie sei gut für die Sittsamkeit der Mädchen. Doch eine Aufklärungskampagne und ein islamisches Rechtsgutachten (Fatwa) haben dafür gesorgt, dass im März 35 Beschneiderinnen öffentlich mit der Tradition gebrochen und ihr Messer beiseite gelegt haben.

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