Online Talk: Corona in Südafrika

Videokonferenz am 7. Mai um 17:00 Uhr

Von Martin Sturmer | 30.04.2020

Salzburg (afr). Südafrika hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eine strenge Ausgangssperre verhängt. Der Lockdown gilt als der härteste der Welt. Im Online Talk diskutieren Expert*innen über die aktuellen Entwicklungen und die möglichen Folgen der Corona-Krise für das Land am Kap.

200 kubanische Gesundheitsspezialisten landen am 27. April in Johannesburg, um Südafrika bei der Eindämmung von COVID-19 zu unterstützen (Bild: Government ZA auf Flickr, CC BY-ND 2.0).

Kein anderes afrikanisches Land ist derzeit stärker von der Corona-Pandemie betroffen wie Südafrika. Mit Stichtag heute, 30. April, wurden 5.350 Infektionen bestätigt, 103 Menschen sind verstorben. Doch es gibt auch Lichtbllicke: Die Zahl der Personen, die sich von COVID-19 erholt haben, ist auf 2.073 gestiegen.

Die südafrikanische Regierung hat angesichts der Corona-Pandemie eine strenge Ausgangssperre verhängt – der Lockdown gilt als der härteste der Welt. So ist etwa der Verkauf von Alkohol untersagt.

Doch die Wirkung der Maßnahmen ist umstritten: Vor allem in den Townships erweist sich der Lockdown als kaum praktikabel. Hier leben die Menschen auf engstem Raum, Armut und Hunger nehmen zu. Polizei und Armee sollen die Einhaltung der Ausgangssperre durchsetzen – Berichte über Amtsmissbrauch und Gewaltanwendung häufen sich.

Auch die Wirtschaft Südafrikas ist massiv betroffen. Präsident Cyril Ramaphosa hat ein Investitionspaket von umgerechnet 25 Mrd. Euro für Bewältigung der Krise angekündigt. Neben Unterstützung für Unternehmen versprach er mehrmonatige Überbrückungsgelder sowie die Aufstockung der Sozialhilfe. Die ohnehin schon enorme Kluft zwischen Arm und Reich droht sich dennoch weiter zu öffnen: Die Arbeitslosenquote lag schon vor der Corona-Krise bei knapp 30 Prozent.

Veranstaltungsdetails

Die Teilnahme ist kostenfrei.  

Referent*innen und Moderation

  • Nina Herzog-Hawelka, Activist Manager beim Dokumentations- und Kooperationszentrum Südliches Afrika (SADOCC), Studium u. a. an der Universität von Stellenbosch
  • Johannes Brunner, Wirtschaftsdelegierter der WKO in Johannesburg
  • Martin Sturmer, Gründer der Nachrichtenagentur afrika.info und Geschäftsführer des Afro-Asiatischen Instituts in Salzburg
  • Walter Sauer (Moderation), Universitätsprofessor und Vorsitzender des Dokumentations- und Kooperationszentrums Südliches Afrika (SADOCC)

Veranstalter

Rückfragehinweis

Dr. Martin Sturmer
t +43 699 1135 33 99
e ms@afrika.info

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