Afrika: Solidarisch im Kampf gegen Ebola

Kampagne 'Africa United' rückt afrikanische Helfer in den Fokus

Von Kwame Buist | 12.12.2014

Malabo, Äquatorial-Guinea. Der afrikanische Fußballverband CAF hat mit zahlreichen Fußballstars, Prominenten, internationalen Organisationen und Unternehmen die Kampagne 'Africa United' zur Eindämmung des Ebola-Fiebers gestartet. In der Kampagne sollen vor allem afrikanische Gesundheitsmitarbeiter vorgestellt werden, die tagtäglich im Kampf gegen die Seuche ihr Leben riskieren.

Die Krankenschwester Nanah Daffay
Die Krankenschwester Nanah Daffay kämpft an vorderster Front gegen Ebola (Bild: Africa United/Facebook).


Die am 3. Dezember vorgestellte Initiative, die von der Stiftung der US-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) unterstützt und von dem Schauspieler Idris Elba kreativ begleitet wird, soll die wichtige Rolle von Gesundheitsarbeitern bei der Bekämpfung der Epidemie in den öffentlichen Fokus rücken. Außerdem sollen den Menschen in Westafrika lebenswichtige Informationen zugänglich gemacht werden.

Vorgesehen ist ferner, dass nationale Radio- und Fernsehsender, Plakate und SMS in Liberia, Guinea, Sierra Leone und den Nachbarländern Auskunft über die gefährliche Krankheit geben. In dem eigens für die Kampagne produzierten Video 'Westafrika gegen Ebola' tritt Elba als Fußballtrainer auf, der ein westafrikanisches Team auf das 'Spiel auf Leben und Tod' gegen Ebola vorbereitet. Der Schauspieler erklärt die Symptome der Krankheit und Maßnahmen, mit denen die Verbreitung des Virus verhindert werden kann. Dazu gehört auch Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit.

Anerkennung für mutige Gesundheitsarbeiter

"Diese Kampagne wollte ich aus vielen Gründen unterstützen. Ich konnte nicht einfach da sitzen, ohne beim Kampf gegen Ebola zu helfen", sagt der Profi-Fußballer Yaya Touré aus Côte d'Ivoire. "Wir dürfen dieses Thema nicht nur unter Kollegen diskutieren oder in den Nachrichten verfolgen." Touré will mit seinem Engagement zudem den "vielen afrikanischen Helden ein Denkmal setzen, die in Dörfern und Städten ihre Fähigkeiten und ihre Intelligenz im Kampf gegen Ebola unter Beweis stellen. Diese Menschen an der Front werden oft vergessen."

In einem TV-Spot mit dem Titel 'Wir stehen hinter euch' zeigen sich Elba und eine Gruppe von Fußballern wie Touré, Carlton Cole, Kei Kamara, Patrick Vieira, Fabrice Muamba und Andros Townsend solidarisch mit den Gesundheitsarbeitern, die jeden Tag aufs Neue ihr Leben riskieren. Die Spieler, die von ihren Fans verehrt werden, betonen in dem Video, dass die Helfer vor Ort die wahren Helden seien. Jeder Fußballer trägt den Namen eines Gesundheitsarbeiters stellvertretend für all jene, "die das wichtigste Team der Welt stellen" auf der Rückseite seines Trikots.

"Es ist schmerzhaft und schrecklich mit anzusehen, wie diese großartigen Länder Westafrikas zerstört werden", sage Elba. "Ich habe Hochachtung vor diesen Gesundheitsarbeitern, die täglich ihr Leben riskieren, um die Verbreitung dieser furchtbaren Krankheit einzudämmen."

Bestatter Salifu Jawarra
Salifu Jawarra ist Mitglied eines Bestattungsteams und Dekontaminierungstrupps in Sierra Leone (Bild: Africa United/Facebook).


Die Videospots und andere multimediale Informationsmaterialien sind auf der Kampagnen-Website www.weareafricaunited.org abrufbar. Diese Informationen sollen von Partnern der Kampagne wie Gesundheitsministerien, Kliniken, Regierungen, unabhängigen Organisationen, Medien und Sportverbänden aufbereitet und in Umlauf gebracht werden. Dazu gehören neben der CDC-Stiftung auch die Partner 'Africa 24', 'SuperSport', 'ONE', das Weltkinderhilfswerk UNICEF und 'Voice of America'.

CDC-Mitarbeiter kümmern sich in den betroffenen Ländern um die Zusammenstellung und Verbreitung von Gesundheitsinformationen. Africa United wird weiterhin in Echtzeit Botschaften an seine Partner senden.

Bisher schlimmster Ebola-Ausbruch

Die in diesem Jahr ausgebrochene Ebola-Epidemie ist die schlimmste seit Menschengedenken. In Westafrika haben sich bislang über 17.000 Menschen infiziert. Mehr als 6.000 sind bereits an der Krankheit gestorben. Die westafrikanischen Staaten werden in jeder Hinsicht durch Ebola in die Knie gezwungen. Gemeinschaften werden zerstört, die ohnehin schwachen Gesundheitssysteme brechen zusammen.

"Private und öffentliche Partnerschaften wie 'Africa United' sind notwendig, um Organisationen im Kampf gegen Ebola zusammenzubringen und um rasch und effizient auf die jeweiligen Umstände und Bedürfnisse zu reagieren", erklärt Charles Stokes, Präsident und Geschäftsführer der CDC-Stiftung. (afr/IPS)

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