Beiträge von afrikanischen Journalisten

Korrespondentennetzwerk in Afrika

Näher dran. Für afrika.info haben bislang mehr als 150 afrikanische Korrespondenten aus fast allen Ländern des Kontinents berichtet. Im Newsroom lesen Sie regelmäßig neue Beispielbeiträge aus diesem Netzwerk. Wenn Sie Interesse an einer Wiederveröffentlichung unserer Beiträge haben, treten Sie bitte mit uns in Kontakt.

Benin: Kräuter in ausrangierten Medizinflaschen

Krankenhausmüll wird nachlässig entsorgt

Von Ulrich Vital Ahotondji | 10.04.2012

Cotonou. Die 15-jährige Aicha ist stolz auf ihren Stand, auf dem sie auf dem Dantokpa-Markt in Benins Wirtschaftsmetropole Cotonou gemahlene Gewürze und Kräuter in Dosen und Flaschen anbietet. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich die säuberlich aufgereihten Behältnisse als medizinische Einweggefäße, mit deren obligatorischer Entsorgung es manche Krankenhäuser nicht so genau nehmen.

Südafrika: Bedeutungsverlust als Tor zu Afrika

Investoren wandern ab

Von Servaas van den Bosch | 06.04.2012

Johannesburg. Die Mitgliedschaft im Verband der führenden Schwellenländer und seine besondere Stellung innerhalb des schwarzen Kontinents hat dazu geführt, dass Südafrika als Tor zum afrikanischen Kontinent betrachtet wird. Doch Handelsexperten zufolge könnte es mit dieser Sonderposition bald vorbei sein, da Investoren inzwischen auch auf anderen afrikanischen Märkten anzutreffen sind.

Senegal: Gemüseanbau statt Landflucht und Migration

Erfolgreiche Jungbauern-Kooperative

Von Koffigan E. Adigbli | 05.04.2012

Dakar. Auf den ersten Blick sieht Darou Ndoye aus wie viele andere Dörfer im Westen Senegals, dem junge Einheimische bei erster Gelegenheit den Rücken kehren. Doch 40 Jungbauern haben sich hier auf einer 20 Hektar großen Gemüsefarm als Kooperative organisiert und beweisen mit dem erfolgreichen Anbau von Kohl, Tomaten, Kartoffeln, Möhren und Kürbissen, dass die Landwirtschaft im ländlichen Senegal mit guter Planung und mit etwas Hilfe auskömmliche Existenzen schaffen kann.

Tschad: Schwere Hungersnot

Frauen suchen in Ameisenhügeln nach Getreide

Von François Djecombé | 04.04.2012

N'Djamena. Die Hungersnot im Tschad nimmt ein immer bedrohlicheres Ausmaß an. In den ländlichen Gebieten suchen Frauen in Ameisenhügeln nach Getreidekörnern, und auch in den Städten leiden zunehmend mehr Menschen an Unterernährung.

Südsudan: Hebammen dringend gesucht

Jedes Jahr sterben 10.000 Mütter bei der Geburt

Von Andrew Green | 03.04.2012

Juba. Bei der Müttersterblichkeit hält Südsudan einen traurigen Rekord. In keinem anderen Land der Welt enden Schwangerschaft und Geburt mit dem Tod so vieler Frauen wie in der jungen afrikanischen Republik. Weil hier Fachkräfte fehlen, die für Schwangerschaftsvorsorge und Geburtshilfe sorgen, sterben nach Schätzungen des UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) jährlich 10.000 Frauen. Bei 76.000 Südsudanesinnen treten Komplikationen mit oft lebenslangen Gesundheitsschäden auf.