Votrag zur Afrika-Berichterstattung

Dar es Salaam 2018

Deutschsprachige Medien berichten über Afrika mit getrübtem Blick: Eingelernte Stereotype und redaktionelle Auswahlkriterien führen zu den immergleichen Standarderzählungen. Der Vortrag von Martin Sturmer diskutiert aktuelle Berichterstattungsmuster und zeigt konrkete Alternativen auf. 

Afrika interessiert medial vor allem dann, wenn Krisen, Kriege und Krankeheiten auftreten. Positive Nachrichten finden hingegen kaum Resonanz. Die Folgen der einseitigen Berichterstattung sind schwerwiegend: Sie erschwert die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit, unterminiert die Integrationsbemühungen von Menschen aus afrikanischen Ländern und beeinträchtigt die Akzeptanz von Entwicklungszusammenarbeit. 

In seinem Votrag beleuchtet der Afrikanist und Kommunikationswissenschaftler Martin Sturmer die Gründe für die negative Berichterstattung auf. Als Alternative plädiert er für einen Perspektivenwechsel: Afrikanische Journalist*innen sollen verstärkt in die Berichterstattung miteinbezogen werden.

Inhalt:

  • Von Lumumba bis Corona: Dominante Afrika-Bilder in Geschichte und Gegenwart
  • Warum Medien über Afrika so einseitig berichten
  • Augenzeugen der Katastrophe: Akteure der Berichterstattung und ihre Interessen
  • Afrika auf der Überholspur: Warum wir eine neue Wahrnehmung brauchen
  • Der Perspektivenwechsel: Eine andere Berichterstattung ist möglich
  • Sie möchten mehr erfahren?

    Sehr gerne stehe ich für Ihre Rückfragen zur Verfügung.

    Dr. Martin Sturmer
    Tel.: +43 699 1135 33 99
    E-Mail: ms@afrika.info