Der verleumdete Kontinent: Vortrag zur Afrika-Berichterstattung

Deutschsprachige Medien berichten über Afrika mit getrübtem Blick: Eingelernte Stereotype und redaktionelle Auswahlkriterien führen zu den immergleichen Standarderzählungen. Der Vortrag von Martin Sturmer diskutiert aktuelle Berichterstattungsmuster und zeigt konkrete Alternativen auf. 

Afrika interessiert medial vor allem dann, wenn Krisen, Kriege und Krankheiten auftreten. Positive Nachrichten finden hingegen kaum Niederschlag. Die einseitige Berichterstattung hat erhebliche Folgen: Sie erschwert die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit, unterminiert die Integrationsbemühungen von Menschen aus afrikanischen Ländern und beeinträchtigt die Akzeptanz von Entwicklungszusammenarbeit. 

In seinem Votrag beleuchtet der Afrikanist und Kommunikationswissenschaftler Martin Sturmer die Hintergründe für die verzerrte Berichterstattung. Er analysiert die gängigen Narrative seit dem Ende der Kolonialzeit und gibt Einblicke in die internationale Nachrichtenproduktion. Außerdem beschäftigt er sich mit dem Einfluss der unterschiedlichen Akteure, wie Auslandskorrespondent*innen, Celebrities und NGOs.

Als Alternative plädiert Sturmer für einen Perspektivenwechsel: Gut ausgebildete afrikanische Journalist*innen sollen selbst über ihre Heimatländer berichten. Diesen Ansatz verfolgt er auch bei seiner Nachrichtenagentur afrika.info.

Der Vortrag kann auch online auf gängigen Webinar-Lösungen (z. B. Zoom, MS Teams etc.) durchgeführt werden.

Inhalt:

  • Von der Kongo-Krise bis Corona: Narrative der Afrika-Berichterstattung
  • Warum Medien über Afrika so verzerrt berichten
  • Augenzeugen der Katastrophe: Akteure der Berichterstattung und ihre Motivation
  • "Africa rising": Warum wir eine neue Wahrnehmung brauchen
  • Der Perspektivenwechsel: Afrikanische Journalist*innen sind gefragt

  • Sie möchten mehr erfahren?

    Sehr gerne stehe ich für Ihre Rückfragen zur Verfügung.

    Dr. Martin Sturmer
    Tel.: +43 699 1135 33 99
    E-Mail: ms@afrika.info